Transistoren - Die-Bilder

OP #6628193
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Richard K. schrieb:
> Tesla KD605:
>
> https://www.richis-lab.de/Bipolar46.htm

Diese Analyse musste ich noch ein Stück weit korrigieren: Das Die des 
KD605 ist nicht gleich groß wie das Die des KD601: 4,5mm Kantenlänge vs. 
5,5mm Kantenlänge
Der Flächenunterschied erklärt aber nicht vollständig die fast doppelt 
so große Stromtragfähigkeit und Verlustleistung des KD601. Einen Beitrag 
könnte das massivere Gehäuse des KD601 liefern. Vielleicht erfolgte auch 
eine gewisse Sortierung der Dies.
Gast #6628662
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Kannst Du auch was zu Deiner technischen Ausrüstung sagen (Bilder dazu) 
?
Mich würde speziell interessieren mit welcher Kamera und Technik soche 
Aufnahmen entstehen.
Ich denke, Du wirst auch eine gute Mikroskopkamera haben.
Aber wie gelingen solche super scharfen Aufnahmen aus unterschiedlichen
Blickwinkel ?
Als Hobbyfotograf ist das auch in dieser Hinsicht ein interessantes
Thema für mich (alles musst Du ja nicht verraten).

viele Grüße Andreas
OP #6628692
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Hallo Andreas,

das ist alles hier dokumentiert:
https://www.richis-lab.de/Howto.htm
Die Doku ist schon etwas älter und müsste mal überarbeitet werden, im 
Grunde arbeite ich aber immer noch so.

Ich komme tatsächlich immer noch mit einer normalen DSLR und dem 
10-22mm-Objektiv zurecht. Der Rest ist Erfahrung und Fleiß.
Viele Erkenntnisse kommen nur mit Trial and Error. So ist z.B. das 
knackscharfe 24-70 2.8L für den Retro-Betrieb schlechter geeignet als 
das 18-135mm-Kit-Objektiv.
Eine weit offene Blende erhöht physikalisch gesehen das 
Auflösungsvermögen des Systems. Das heißt aber nicht, dass das Objektiv 
X mit einer 2,0er-Blende tatsächlich insgesamt besser ist als das 
Objektiv Y mit einer 3,5er-Blende.
Ich habe mittlerweile auch das Canon 5x Lupenobjektiv. Das macht super 
Bilder wenn es um nicht zu kleine Strukturen geht, bei den Details ist 
es aber schlechter, auch wenn man Distanzringe nutzt.

Dazu kommt dann Focus-Stacking, Image-Stacking, HDR-Nachbearbeitung.

Viele Grüße,

Richard
Gast #6635306
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Richard K. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Tesla KD605:
>>
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar46.htm
>
> Diese Analyse musste ich noch ein Stück weit korrigieren: Das Die des
> KD605 ist nicht gleich groß wie das Die des KD601: 4,5mm Kantenlänge vs.
> 5,5mm Kantenlänge
> Der Flächenunterschied erklärt aber nicht vollständig die fast doppelt
> so große Stromtragfähigkeit und Verlustleistung des KD601. Einen Beitrag
> könnte das massivere Gehäuse des KD601 liefern. Vielleicht erfolgte auch
> eine gewisse Sortierung der Dies.

Offenbar haust Du hier den KD501 mit dem KD601 durcheinander.

Pille
OP #6635313
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Pille schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Richard K. schrieb:
>>> Tesla KD605:
>>>
>>> https://www.richis-lab.de/Bipolar46.htm
>>
>> Diese Analyse musste ich noch ein Stück weit korrigieren: Das Die des
>> KD605 ist nicht gleich groß wie das Die des KD601: 4,5mm Kantenlänge vs.
>> 5,5mm Kantenlänge
>> Der Flächenunterschied erklärt aber nicht vollständig die fast doppelt
>> so große Stromtragfähigkeit und Verlustleistung des KD601. Einen Beitrag
>> könnte das massivere Gehäuse des KD601 liefern. Vielleicht erfolgte auch
>> eine gewisse Sortierung der Dies.
>
> Offenbar haust Du hier den KD501 mit dem KD601 durcheinander.
>
> Pille

Danke für den Hinweis. Du hast natürlich recht, der KD605 hat eine 
Kantenlänge von 4,5mm und der KD501 hat eine Kantenlänge von 5,5mm.
Ich finde die Nomenklatur ist aber auch nicht gerade selbsterklärend...
Gast #6640616
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> Ferranti ZTX312

Dieser Transistor ist mit nur 12 Volt Collector-Emitter Sperrspannung 
für Bastelanwendungen kaum einsetzbar. Ungewöhnlich finde ich 
allerdings, dass als Collector-Basis Sperrspannung 30 Volt benannt 
werden.

Bei diversen BC_irgendwas wird die Collector-Basis Sperrspannung 
garnicht angegeben oder, wenn doch, ist sie nur geringfügig höher als 
U(CE).

Hat jemand hier diese ZTX31x eingesetzt und eine Erklärung, für welche 
Einsatzfälle das Sinn macht?
OP #6640631
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Ich vermute, dass sich der Unterschied zwischen Uce und Ucb schlicht 
durch die gewünschten Spezifikationen ergab.

Wenn man die Spannungen auf sich wirken lässt, muss es wohl so sein, 
dass der Emitter und vielleicht auch die Basis übermäßig stark dotiert 
sind.
Das würde erklären, warum die CB-Sperrschicht zwar einigermaßen 
spannungsfest ist (niedrige Kollektor-Dotierung), die CE-Strecke, 
genauer die BE-Sperrschicht, dagegen sehr viel weniger spannungsfest 
ist.
Eine hohe Dotierung des Emitters (und vielleicht auch der Basis) war 
wohl notwendig, um die schnellen Schaltzeiten zu ermöglichen.

Soweit meine Interpretation der Dinge, ohne Gewähr.
OP #6642747
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Richard K. schrieb:
> ...

Irgendwie ist meine Erklärung nicht wirklich stimmig. Der Emitter ist in 
jedem Transistor stark dotiert und daher ist die Spannungsfestigkeit der 
Basis-Emitter-Strecke immer niedrig. Das hat aber wenig mit der 
Kollektor-Emitter-Spannungsfestigkeit zu tun. Vor allem hat es wenig mit 
dem extremen Verhältnis von Ucb und Uce zu tun.
Hier muss es wohl eher um Leckströme gehen.
Vielleicht kann ja noch jemand etwas Licht ins Dunkel bringen.


Hier haben wir erst mal den KT808, einen verhältnismäßig bekannten 
Leistungstransistor aus Russland:

https://www.richis-lab.de/Bipolar48.htm
OP #6643439
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Richard K. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Hier haben wir erst mal den KT808, einen verhältnismäßig bekannten
>> Leistungstransistor aus Russland:
>>
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar48.htm
>
> Kleine Korrektur: Iskra war eine jugoslawisches Firma, nicht eine
> russische.

Und ich muss mich nochmal korrigieren:
Der KT808 wurde unter anderem von Iskra und von Elektropribor gefertigt, 
das beides russische Firmen. Iskra gab es auch in Jugoslawien und die 
Firma existiert heute noch, der KT808 kommt aber von Iskra aus 
Uljanowsk.

Russland hatte/hat so viele Halbleiterhersteller, von denen ich noch nie 
gehört habe... :)
OP #6678819
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Heute wieder mal aus der Kategorie Kleinsignaltransistor, der BC546:

https://www.richis-lab.de/Bipolar54.htm

Es sollten ON Semiconductor Transistoren sein. Hier ist die Quelle aber 
weniger sicher.
Ob es nun wirklich ON Semiconductor Transistoren sind lässt sich schwer 
sagen. Die kleinen Packages und Dies geben nur wenig Anhaltspunkte das 
zu bewerten.
Mich hat es etwas irritiert, dass der Zinnüberzug der Beinchen nicht bis 
zum Package geht und so ein kleiner Bereich des Kupfers blank bleibt. 
Ich kann aber nicht sagen, ob das normal ist.
OP #6699189
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Ich habe die Erkenntnisse zum BUX42 aus meinen Experimenten mit 
Salzsäure zusätzlich in die BUX42-Analyse eingefügt. Da gehören sie sich 
ja eigentlich hin:
https://www.richis-lab.de/Bipolar50.htm

Und dann habe ich mir noch einmal den gefälschten BUX66 genauer 
angesehen. Ohne Metalllage ist die (aus meiner Sicht) ungewöhnliche 
Strukturen auf dem Basisbereich noch besser zu erkennen:
https://www.richis-lab.de/Bipolar42.htm
OP #6703663
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Heute V. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Von Carsten S. (dg3ycs) hatte ich noch einen RCA 2N3375, das
>> leistungsfähigere Modell neben dem 2N3553:
>>
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar56.htm
>
> Deine Vermutung ist richtig, ich habe in der Afu Literatur mal gelesen
> das der 2N3632 2 Dies des 2N3375 enthält.
>
> Gruß,
> Pille

Sehr schön, danke für den Hinweis!

Grüße,

Richard
Gast #6717027
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Guten Morgen,

vielen lieben Dank!

Die Gate-Strukturen könnten sein:
a) Z-Diode zur Spannungsbegrenzung
b) zusätzliche Gatekapazität

Ich habe vor kurzem für ein berufliches Projekt diverse 
Hochspannungs-MOSFETs ausgemessen bzgl. Gate-Leckstrom und Gate-Ladung 
und konnte feststellen, dass es signifikante Unterschiede gibt über 
mehrere Größenordnungen.
Auch die selben Typen des selben Herstellers schwanken so stark zwischen 
den Chargen, dass sie unbrauchbar sein können für unsere Anwendung (auch 
wenn sie natürlich noch ihre Datenblatt-Spezifikation einhalten).

Typen mit hohem Gate-Leckstrom haben auch eine kürzere Haltezeit des 
Kanals und umgekehrt.
Dabei variierten die Gate-Leckströme von ca. 1 µA bis 10 nA (@ 20 V_GS) 
bei verschiedenen Typen und die Haltezeiten des Kanals von 15 Sekunden 
bis über 300 Sekunden*) **).
Dabei hatten hier die Typen mit einem hohen Leckstrom die küzere 
Haltezeit, aber auch den absolut niedrigeren R_DSon -- vermutlich weil 
mehr Transistor-Zellen parallel geschaltet werden.
Außerdem ist der Leckstrom stark nichtlinear: Bei 10 V_GS ist er nur 
noch ein Bruchteil dessen, wie bei 20 V.

Beste Grüße, Marek

*) Gemessen wurde bei einem konstanten Drainstrom I_D = 1 mA die 
Haltezeit bis zur Verdopplung des Kanalwiderstands.
**) In der Testschaltung. Ich hatte auch schon Typen, die wenn man sie 
"nackt" liegen lassen hat, sie selbst am nächsten Tag noch die 
Gateladung gehalten haben und ich zu nächst dachte, sie seien defekt, 
weil der Kanal noch leitfähig war.
#6717056
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Marek N. schrieb:
> Ich hatte auch schon Typen, die wenn man sie
> "nackt" liegen lassen hat, sie selbst am nächsten Tag noch die
> Gateladung gehalten haben und ich zu nächst dachte, sie seien defekt,
> weil der Kanal noch leitfähig war.

Eine Kiste dieser Dinger und man hat ein handprogrammierbares EEPROM für 
Retro-Projekte. Bit für Bit per Kabel ans Gate. ;-)
OP #6717102
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Marek N. schrieb:
> Guten Morgen,
>
> vielen lieben Dank!

Sehr gerne!


Marek N. schrieb:
> Die Gate-Strukturen könnten sein:
> a) Z-Diode zur Spannungsbegrenzung
> b) zusätzliche Gatekapazität

Eine Z-Dioden-Struktur könnte es sein, aber eine zusätzliche 
Gatekapazität? Die will doch jeder möglichst klein halten? Oder gibt es 
wirklich Leute die daraus einen Power-MOSFET-RAM aufbauen? :D


Marek N. schrieb:
> Ich habe vor kurzem für ein berufliches Projekt diverse
> Hochspannungs-MOSFETs ausgemessen...

Interessant! Man darf den Datenblättern wirklich nie zu 100% glauben...


Viele Grüße,

Richard
OP #6717136
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N. A. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Von Marek N. hatte ich auch einen STP3NB100FP bekommen, einen weiteren
>> Leistungs-MOSFET:
>>
>> https://www.richis-lab.de/FET15.htm
>
> BD522 und VN88 sind doch keine Trench-Fets...

Danke für den Hinweis. Den Absatz habe ich vor dem ersten Kaffee wohl 
ein paar mal zu oft geändert und umgebaut.
BD522 und VN88 sind natürlich noch die alte Generation mit einem V-Gate, 
keine Trench-FETs. Genau genommen konnte ich das beim VN88 nie 100%ig 
klären, aber ich gehe davon aus, dass der auch noch ein V-Gate besitzt.
Gast #6725596
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Gerade zufällig hierüber gestolpert, was es doch alles so gibt...
Besteht Interesse an diversen IRF7430 TrenchFETs, welche sich mit 
Blitz,Knall und Gestank verabschiedet haben?
Verschiedene Baureihen, allesamt vom selben ebay-Händler.
In mehreren Audioforen wird er verdächtigt, nicht nur keine Originalware 
zu liefern, sondern ausschließlich gefakte, sprich umgelabelte.
Ich kann auch noch einen unbenutzen dabei legen ;)
Angehängte Dateien:
OP #6728346
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Von Dieter W. (dds5) hätten wir hier ein Bauteil, das wahrscheinlich 
nicht alle kennen, eine Thyristortetrode (Silicon Controlled Switch / 
SCS), einen 3N84 von General Electrics:

https://www.richis-lab.de/Bipolar61.htm


In diesem Zusammenhang habe ich mit "Thyristoren und Varianten" eine 
neue Rubrik eröffnet:

https://www.richis-lab.de/Thyristoren.htm

Erwähnen werde ich die Teile aber weiterhin hier.


Außerdem habe ich den 2N6027 aktualisiert, der ist erstaunlich ähnlich:

https://www.richis-lab.de/Bipolar14.htm

Bei dem Aufbau ist es ja eigentlich eher nicht erstaunlich. :)
Gast #6732220
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Richard K. schrieb:
>> Zum SU111 passt sehr gut der MJ3001 (von Manfred):
>> Interessant...
> Ich haben noch ein neueres Modell des Motorola MJ3001 ergänzt:
> https://www.richis-lab.de/Bipolar60.htm

Also der gleiche Aufbau vom Die, hätte ich nicht unbedingt erwartet.

Ich könnte spekulieren, dass Motorola die Dinger lediglich in zwei 
verschiedenen Werken eingehaust hat.

Jetzt fehlen noch Datenblätter verschiedener Jahre, ob der neuere evtl. 
mit einem geringeren Wärmewiderstand angegeben ist.
Gast #6732232
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bianchifan schrieb:
> Gerade zufällig hierüber gestolpert, was es doch alles so gibt...
> Besteht Interesse an diversen IRF7430 TrenchFETs, welche sich mit
> Blitz,Knall und Gestank verabschiedet haben?
> Verschiedene Baureihen, allesamt vom selben ebay-Händler.
> In mehreren Audioforen wird er verdächtigt, nicht nur keine Originalware
> zu liefern, sondern ausschließlich gefakte, sprich umgelabelte.
> Ich kann auch noch einen unbenutzen dabei legen ;)

Ist ziemlich sicher eine Fälschung.

Zeig doch mal einen unbeschädigten.

Und miss Rds(on).
OP #6732434
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Manfred schrieb:
> Richard K. schrieb:
>>> Zum SU111 passt sehr gut der MJ3001 (von Manfred):
>>> Interessant...
>> Ich haben noch ein neueres Modell des Motorola MJ3001 ergänzt:
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar60.htm
>
> Also der gleiche Aufbau vom Die, hätte ich nicht unbedingt erwartet.
>
> Ich könnte spekulieren, dass Motorola die Dinger lediglich in zwei
> verschiedenen Werken eingehaust hat.
>
> Jetzt fehlen noch Datenblätter verschiedener Jahre, ob der neuere evtl.
> mit einem geringeren Wärmewiderstand angegeben ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass Motorola schlicht auf ein günstigeres 
Package umstellen wollte. Vielleicht sind die Wärmewiderstände sogar 
recht ähnlich.
Neben den theoretischen Werten müsste man dann auch noch die 
tatsächlichen Wärmewiderstände bestimmen. Das wäre schon interessant.
Gast #6732819
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Soul E. schrieb:
> Jochen F. schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> bianchifan schrieb:
> (...)
>>>> Besteht Interesse an diversen IRF7430 TrenchFETs, (...)
>>>
>>> Und miss Rds(on).
>>
>> Es ist kein FET.
>
> Infineon ist der Ansicht, es wäre einer.
> 
https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-IRFP7430-DataSheet-v01_01-EN.pdf?fileId=5546d462533600a40153562ca5682025

Es ging da um den IRF*B*7430, aber der ist natürlich auch ein FET, hat 
sogar das gleiche Die.
OP #6739236
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Ich habe mir den MJ3001 noch einmal vorgenommen und ein bisschen 
leuchten lassen, das hatten wir bei einem Darlington-Transistor noch 
nicht und es haben sich durchaus ein paar interessante Bilder ergeben.

Der Übersicht halber haben der MJ3001 von 1979 und der MJ3001 von 1980 
jetzt eigene Seiten:
https://www.richis-lab.de/Bipolar60.htm
https://www.richis-lab.de/Bipolar64.htm
OP #6751272
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Hier habe ich mal wieder etwas interessantes, die komplementären 
Germaniumtransistoren GD609 / GD619 von Tesla:

https://www.richis-lab.de/Bipolar65.htm

Im Gehäuse scheinen sich Zinn-Whisker gebildet zu haben. Leider habe ich 
das erst auf den Übersichtsbildern gesehen, nachdem ich das Gehäuse 
gesäubert hatte. Sonst hätten wir jetzt auch noch schön Nahaufnahme der 
Whisker...
OP #6752339
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Arno H. schrieb:
> Die NASA hat eine eigene Website zu dem Thema:
> https://nepp.nasa.gov/whisker/
> In den Beiträgen ist neben Fotos auch Ursachenforschung enthalten. Du
> musst dich also nicht wegen der versäumten Bilder grämen.
>
> Arno


Danke Arno, die Seite kenne ich schon. Ich hätte halt gerne eigene 
Bilder gehabt. Aber es liegen noch ein paar Bauteile hier. Vielleicht 
finden sich da noch weitere Whisker. :)
OP #6775035
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Abdul K. schrieb:
> Erstaunlich, bei Fairchild ist eigentlich immer das stylisierte f drauf.

Ach du meintest auf dem Gehäuse?
Wie schon mal geschrieben, kann ich nicht mit letzter Sicherheit 
garantieren, dass es sich um Fairchild-Transistoren handelt. Aber mein 
"Lieferant" war sich recht sicher.


Patrick L. schrieb:
> Hey Richi Danke :-) Cool.
> Nur solltest du auf dem Vergleichsbild mit der CR2032 fast ein Pfeil zum
> Die machen mann muss ihn ja Suchen :-)

Gerne! :)
Manchmal habe ich schon die Pinzette dazu gelegt, aber wenn man etwas 
suchen muss macht es noch mehr Eindruck. :D
#6775892
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Richard K. schrieb:
> Von Dieter J. (fossi)
> 
(Beitrag "Re: Transistoren - Die-Bilder")
> haben wir hier einen 2N369:
>
> https://www.richis-lab.de/Bipolar69.htm
>
> Ein Glasgehäuse im Blechgehäuse habe ich da nicht gefunden. Das war ein
> ganz normales Blechgehäuse.

Für mich sah von außen halt die Grundplatte mit den 3 Beinchen so aus, 
als ob sie in Glas eingeschmolzen wurden. Wie Deine Analyse aber zeigt, 
handelt es sich dabei um eine glasähnliche Vergußmasse 
(Kunststoff,Kunstharz oder dergl.)
Trotzdem Danke für die Richtigstellung.

Gruß
fossi
OP #6797945
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Mittlerweile ist es NXP.

Ich habe gehört, dass die Fertigungslinien nicht mehr existieren.

Meine Vermutung ist folgende: Der BF682 an sich würde vielleicht noch 
relevant zum Gewinn beitragen. Der Herstellungsprozess wird aber etwas 
spezieller gewesen sein und dafür gibt es nicht mehr genug Nutzer, so 
dass sich der BF682 alles in allem doch nicht mehr rentiert.
Gast #6797962
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H. H. schrieb:

>> Was denkt sich Philips dabei?
>
> Schon lange nicht mehr deren Sache.

Valvo hiess erst Philips Semiconductors, dann NXP, und jetzt Nexperia. 
Das Werk in Hamburg-Lokstedt existiert m.W. aber immer noch.

Wieviele von den steinalten Prozessen sie dort noch am Leben erhalten 
wollen ist eine andere Frage. Vor 15 Jahren hiess es, das Equipment 
läuft weiter solange es läuft, verlagern lohnt sich nicht.
Gast #6797970
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Soul E. schrieb:
> Valvo hiess erst Philips Semiconductors, dann NXP, und jetzt Nexperia.
> Das Werk in Hamburg-Lokstedt existiert m.W. aber immer noch.
>
> Wieviele von den steinalten Prozessen sie dort noch am Leben erhalten
> wollen ist eine andere Frage. Vor 15 Jahren hiess es, das Equipment
> läuft weiter solange es läuft, verlagern lohnt sich nicht.

Erinnert mich an den NE555, nach dem Brand in der Fab in Caen hat 
Philips die Produktion eingestellt.
#6797985
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Dieter J. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Von Dieter J. (fossi)
>>
> 
(Beitrag "Re: Transistoren - Die-Bilder")
>> haben wir hier einen 2N369:
>>
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar69.htm
>>
>> Ein Glasgehäuse im Blechgehäuse habe ich da nicht gefunden. Das war ein
>> ganz normales Blechgehäuse.
>
> Für mich sah von außen halt die Grundplatte mit den 3 Beinchen so aus,
> als ob sie in Glas eingeschmolzen wurden. Wie Deine Analyse aber zeigt,
> handelt es sich dabei um eine glasähnliche Vergußmasse
> (Kunststoff,Kunstharz oder dergl.)
> Trotzdem Danke für die Richtigstellung.
>
> Gruß
> fossi

Ein Glasgehäuse im Blechgehäuse ist mir auch nicht bekannt, aber 
Glasdurchführungen schon.

Viele Grüße
Bernd
(Firma: مهندس) #6810738
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Richard K. schrieb:
> etwas außergewöhnlicheres, ein Transistor, der bei der Entwicklung von
> Hybridschaltkreisen eingesetzt wurde, ein K1NT291.

Sehr interessantes Bauteil, so etwas habe ich noch nie gesehen.

Die Fassung erinnert nicht nur an Röhrenfassungen, ich denke da haben 
sie als Basis tatsächlich etwas (bestehendes) aus der Röhrenproduktion 
verwendet. (Leider hast Du keine Abmessungen angegeben). Erstaunlich 
auch: so viel Sockel für so ein winziges Bauteil.

Weißt Du, von wann etwa dieses Entwicklungsmuster stammt?
OP #6810762
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Mohandes H. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> K1NT291.
>
> Sehr interessantes Bauteil, so etwas habe ich noch nie gesehen.
>
> Die Fassung erinnert nicht nur an Röhrenfassungen, ich denke da haben
> sie als Basis tatsächlich etwas (bestehendes) aus der Röhrenproduktion
> verwendet. (Leider hast Du keine Abmessungen angegeben). Erstaunlich
> auch: so viel Sockel für so ein winziges Bauteil.
>
> Weißt Du, von wann etwa dieses Entwicklungsmuster stammt?

Ich gehe auch davon aus, dass das ein Röhrensockel ist. Der 
Außendurchmesser der Pins beträgt 13mm.

Bezüglich des Jahrgangs könnte ich beim Spender (und damaligen 
Einsetzen) anfragen, ich gehe aber schwer davon aus, dass das 72 für 
1972 steht.
OP #6828459
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Ich habe noch ein paar Internas erfahren:

Der SF137 war 1967 der erste Silizium-Epitaxial-Planar-Transistor des 
HFO.

Die weite Streuung der Stromverstärkungsfaktoren hat sich ergeben, weil 
man möglichst viele Transistoren verkaufen wollte. Ab 1970 waren es dann 
eigentlich nur noch D und E Transistoren.

Und es muss sich um eine verbesserte Version handeln, da das 
ursprüngliche Design 1mm2 Silizium benötigte.
Gast #6829019
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Mohandes H. schrieb:

> Hätte man eigentlich durch einen besseren (moderneren) Fertigungsprozeß
> die Streuung kleiner halten können?

Die Aussage " Ab 1970 waren es dann eigentlich nur noch D und E 
Transistoren." impliziert doch, dass man den Prozess nach drei Jahren 
deutlich besser im Griff hatte. Die Streuung ging von 18..1120 auf 
112..560 runter.
Gast #6838139
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Marek N. schrieb:
> Interessant, dass das Gehäuse "SOT" heißt, aber trotzdem noch THT ist.

Ich dachte eigentlich, dass ich von diesen Dingern noch ein paar habe 
und nur Philips dieses seltsame Gehäuse gebaut hätte.

Nee, nur noch einer und da steht Siemens drauf. Ich habe dann direkt 
gezweifelt, ob ich zu dumm bin, den zu knipsen - nein, das Bild ist 
nicht verwackelt, die Stempelung ist so mies.
Angehängte Dateien:
Gast #6838158
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Manfred schrieb:

>
> Ich dachte eigentlich, dass ich von diesen Dingern noch ein paar habe
> und nur Philips dieses seltsame Gehäuse gebaut hätte.

Die dem Richard überlassenen würde ich Philips zuordnen wollen.

---


> Marek N. schrieb:
>> Interessant, dass das Gehäuse "SOT" heißt, aber trotzdem noch THT ist.

achso, seh grad auf THT bezog sich das

TO92 ~ SOT54 ; nicht exakt

https://alltransistors.com/packs/sot-54.gif
https://alltransistors.com/packs/to-92.gif
Gast #6838220
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### schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> Danke! ��
>>
>> Interessant, dass das Gehäuse "SOT" heißt, aber trotzdem noch THT ist.
>>
>> Solche Gehäuse kenne ich sonst nur von Kapazitätsdioden.
>
> Lockfit. Obacht 3Seiten, ~50MB
>
>
> 
http://www.kevinchant.com/uploads/7/1/0/8/7108231/philips_hendon_transistor_production_part_a.pdf

nochmal 70MB der Rest. :/
http://www.kevinchant.com/uploads/7/1/0/8/7108231/philips_hendon_transistor_production_part_b.pdf

thanks kevinchant.com ;)

Kondensat im Anhang.
Miniwatt Digest Vol.7 No.2 February 1968
Cover, pg 18-23
Angehängte Dateien:
OP #6838275
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Marek N. schrieb:
> Interessant, dass das Gehäuse "SOT" heißt, aber trotzdem noch THT ist.

Damals dachten sie noch nicht an SMT. :)


Manfred schrieb:
> Ich dachte eigentlich, dass ich von diesen Dingern noch ein paar habe
> und nur Philips dieses seltsame Gehäuse gebaut hätte.

Auf die Schnelle hätte ich noch Unitra Cemi:
https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/97154/ETC/BC149.html
Und Telefunken:
https://www.web-bcs.com/pdf/Tf/BC/BC149.pdf
OP #6843113
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Das ist tatsächlich nicht so einfach.
Auf die Schnelle habe ich dazu nur dieses PDF gefunden:
https://spie.org/Documents/Membership/BacusNewsletters/BACUS-Newsletter-January-2015.pdf
(Seite 5 bzw. 6)
Verkürzt zusammengefasst: Selbst um einen einfache 90Grad-Ecke zu 
bekommen reicht es oft nicht eine 90Grad-Ecke in die Maske zu "ritzen". 
Viele Prozesse würden daraus eine recht unschöne Kurve machen. Das kann 
man kompensieren, indem man bei der Maske Teile der Ecke ausnimmt und an 
anderen Stellen etwas ergänzt. Die Maske sieht dann eigenartig aus, die 
Form auf dem Die nähert sich so aber der idealen Ecke an.
Wenn man nun nicht-90Grad-Ecken hat muss man sich das natürlich wieder 
neu überlegen. Da war es wahrscheinlich einfacher gleich nur 
90Grad-Ecken zu verwenden.
OP #6843530
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Richard K. schrieb:
> Nachdem sich die beiden auf dem gleichen Datenblatt befinden kommt hier
> auch gleich das Transistorarray SL3145:
>
> https://www.richis-lab.de/Bipolar80.htm

Mir ist gerade erst aufgefallen, dass der Schaltplan im Datenblatt 
falsch ist. Im Datenblatt ist das Substrat mit dem gemeinsamen 
Emitteranschluss der Transistoren 1 und 2 verbunden. Auf dem Die ist das 
Substrat aber mit dem Emitter des Transistors 5 verbunden.
Die tatsächliche Umsetzung ist wahrscheinlich für viele Anwender 
nützlicher, da so der Transistor 5 als Stromsenke arbeiten kann 
(negativstes Potential).
Schon verwunderlich, dass die Realität und das Datenblatt derart 
unterschiedlich sind. Der Anwender wundert sich dann warum nichts 
funktioniert. Darauf, dass das Substrat an einem anderen Pin hängt muss 
man erst mal kommen. Das fällt nicht unbedingt sofort auf.
OP #6843756
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Abdul K. schrieb:
> Da gab's doch noch ähnliche anderer Hersteller.

Ich hätte nur das Datenblatt des SL3045 parat:
https://www.datasheetarchive.com/pdf/download.php?id=a3525a182d942a45d57edcaa2f3f915488d2b5&type=M&term=SL3045
Das Datenblatt des SL3145 verweist darauf, dass er pinkompatibel zum 
SL3045 ist.
Beim SL3045 ist die Verbindung des Substrats noch richtig eingezeichnet. 
Viel besser macht es das nicht. :)
OP #6860569
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Marek N. schrieb:
> WOW!
> DIP10 und dann auch noch mit diesem Aufsteck-Kühlkörper. Das habe ich
> noch nicht gesehen.
>
> Richard K. schrieb:
>> Dual-MOSFET
>
> Hatten Sie schon einen Dual-Gate-MOSFET untersucht?, BF981 oder so?


Das ist kein Aufsteckkühlkörper, das ist ein Kurzschlussbügel, um das 
Teil vor ESD zu schützen. Der SMY60 besitzt keine Schutzdioden.

Der MFE122 ist ein Dual-Gate-MOSFET:
https://www.richis-lab.de/FET11.htm
Leider ist der nicht ganz so übersichtlich.
OP #6886674
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Armo schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Kanntet ihr schon den Hersteller "Solid State"? Versucht mal
>> Informationen zu einem Hersteller finden, der Solid State heißt! :D
>
> vielleicht Solid State Devices Inc. (SSDI)
>
> https://www.ssdi-power.com/

Die haben aber ein anderes Logo. Vielleicht hat sich das im Laufe der 
Zeit geändert. Dagegen spricht aber, dass man einige Halbleiter mit dem 
S-Logo findet, die Solid State Inc. zugeordnet werden.
#6889478
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Bernd schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> SL3127:
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar79.htm
> Die Layoutsoftware konnte wohl keine schrägen Leiterbahnen?
> Oder gibt es einen anderen plausiblen Grund, warum da Treppen für die
> Anschlüsse verwendet werden?

Richard K. schrieb:
> Das ist tatsächlich nicht so einfach.
> Auf die Schnelle habe ich dazu nur dieses PDF gefunden:
> 
https://spie.org/Documents/Membership/BacusNewsletters/BACUS-Newsletter-January-2015.pdf
> (Seite 5 bzw. 6)
> Verkürzt zusammengefasst: Selbst um einen einfache 90Grad-Ecke zu
> bekommen reicht es oft nicht eine 90Grad-Ecke in die Maske zu "ritzen".
> Viele Prozesse würden daraus eine recht unschöne Kurve machen. Das kann
> man kompensieren, indem man bei der Maske Teile der Ecke ausnimmt und an
> anderen Stellen etwas ergänzt. Die Maske sieht dann eigenartig aus, die
> Form auf dem Die nähert sich so aber der idealen Ecke an.
> Wenn man nun nicht-90Grad-Ecken hat muss man sich das natürlich wieder
> neu überlegen. Da war es wahrscheinlich einfacher gleich nur
> 90Grad-Ecken zu verwenden.

Was Richard da beschreibt, nennt sich Optical Proximity Correction OPC. 
Wenn Strukturen sehr klein werden (Strukturgrößen im Bereich der 
Wellenlänge des Lichts zur Belichung oder kleiner), wird alles etwas 
unscharf. Deswegen werden zusätzliche, kleine, ebenfalls unscharfe 
Strukturen an die Ecken gesetzt, um diese stärker auszubilden. Das Bild 
bei Wiki zeigt das ganz gut: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Optical_proximity_correction

Das ist aber nicht der Grund, weshalb besonders bei alten Chips nur 90°, 
manchmal auch 45° Ecken zum Einsatz kommen. (In dem gezeigen Chip sind 
übrigens 45° Ecken zu sehen. Eine 45° Leiterbahn wäre mMn möglich 
gewesen.) Wenn die Kamera die Strukturen noch so deutlich zeigt, braucht 
es auf der Maske ganz sicher keine OPC Strukturen.

Der Grund liegt in den Tools, die die Masken herstellen. Auch das 
geschieht mittels Fotolithographie (Substrat ist Quarzglas mit 
Chromschicht, die strukturiert wird). Das heißt, mit einem 
Elektronenstrahl früher, heute oft Laserstrahl wird eine sensitive 
Schicht entweder Polymierisiert oder Polymerketten zerlegt. Da gibt es 
im wesentlichen drei Möglichkeiten.

1.) Mit dem Elektronenstrahl die ganze Maske Zeilenweise abtasten. Dort, 
wo nicht belichtet werden soll, wird der Strahl ausgetastet. 
(Raster-Scan) Genau wie beim Röhrenbildschirm.

2.) Mit dem Elektronenstrahl nur die Strukturen, die zu belichten sind, 
abfahren. (Vector-Scan) Ähnlich wie Oszis. (Das gibt es noch abgewandelt 
mit einstellbarer Strahlbreite. Weiß nicht genau, wie das in der Praxis 
genutzt wird.)

Beide Varianten haben den Nachteil, dass sie einen sehr feinen 
Elektronenstrahl benötigen. (Für kleine Strukturen! --> viele "Pixel") 
Das heißt, dass nur wenig Strom fließen darf, sonst weitet sich der 
Strahl automatisch auf. (Elektronen stoßen sich ab, viel Strom heißt, 
dass die Elektronen nahe beieinander sind und sich stärker abstoßen.) 
Wenig Strom heißt aber, dass der Strahl entsprechend lang auf jeden 
Punkt leuchten muss, um ausreichend Energie für die Belichtung 
einzubringen. --> Dauert alles lang, und umso länger, je größer die 
Maske und umso feiner die Strukturen. ***

Ausweg aus dem Dilemma ist Variante 3.) Optical Pattern Generators: Eine 
starke Strahlenquelle, die einen großen Fleck macht. Und dann vier 
Metallplatten, die je von den vier Seiten (oben, unten, rechts, links) 
Richtung Mitte geschoben werden. Eine Art rechteckige Blende. Damit 
lassen sich beliebige Rechtecke erzeugen. (Lang, hoch, quadratisch, ...) 
Die Maske für den Chip lässt sich typischerweise aus einer kleinen Menge 
Rechtecke zusammensetzen. Das kann viel schneller gehen. Aber erlaubt 
eben nur 90° Strukturen. Weitere 4 Platten um 45° gedreht erlauben dann 
auch 45° Ecken.

Variante 3 kommt meines Wissens aber schon ewig nicht mehr zum Einsatz. 
Alle heutigen Tools zur Masken Herstellung dürften Vector-Scan Tools mit 
Elektronenstrahl oder Laser sein. (Aktuell ganz groß: Direct E-Beam 
Litho ohne Maske für Prototypen.)

Vielleicht hält man auch nur an einem antiquierten Quasistandard fest. 
Denn selbst heute sind eigentlich nur 45° und 90° Ecken auf den Masken 
zu sehen. Z.B. typische integrierte Spulen sind achteckig. **** Bei den 
ganz kleinen Strukturen könnte auch Richard mit seiner Vermutung wieder 
richtig liegen. Die Masken sind unheimlich kompliziert geworden. Man 
überlege sich, dass mit 193 nm Wellenlänge (ArF-Excimerlaser) * 
Strukturen bis zu 10 nm ** erzeugt werden. Da braucht es viele Tricks, 
wie OPC, Immersions-Litho, Phase-Shift-Masks, off-axis illumination, 
multi-patterning, große Blende der Optik, ...

--
Nachtrag *) Eine einfache Möglichkeit, kleiner Strukturen zu erzeugen, 
ist eine kürzere Wellenlänge. Das Problem ist, dass es auch Material 
braucht, aus dem sich Linsen herstellen lassen. Es gibt nicht viele 
Materialien, die dann noch transparent sind. Und die, die es gibt, 
werden relativ schnell blind durch das energiereiche Licht. Bei 
Extrem-UV-Litho (EUV) sind keine Linsen mehr möglich, sondern nur noch 
Spiegel. Die nächste große Hoffnung ist Röntgenstrahlung...

Nachtrag **) Die ganz kleinen Strukturen werden zum Teil gar nicht 
direkt mit einer Maske belichtet, sondern mithilfe größere Strukturen 
hergestellt. (über sogenannte Spacer) Siehe Abbildung hier: 
https://en.wikipedia.org/wiki/Multiple_patterning und 
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Spacer_Patterning.JPG

Nachtrag ***) Kann auch sein, dass die Mechanik für die Pattern 
Generatoren besser beherrscht wurde, als die elektronische 
Strahlablenkung. Da müssten sich mal alte Hasen aus der Branche melden.

Nachtrag ****) 
https://zeptobars.com/en/read/Espressif-ESP32-Wi-Fi-Bluetooth-2.4Ghz-ISM
#6953698
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Moin

Ich habe kürzlich  wasergekühlte IGBT (?) Module aus Audi e-Tron 
Fahr-Umrichter ausgebaut. Ich habe kürzlich Umrichter aus Schrott 
bekommen.
Magste du es für  deine Seite haben ?  (ich werde dich 2 Stück geben)
Module aufmachen ->  warscheinlich Flex&Säge notwendig.

Grüss
Matt
OP #6953729
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Pille schrieb:
> Das Gehäuse das SC206 hieß nicht "Plastgehäuse" sondern
> "Miniplastgehäuse" und ist kleiner als TO92, läßt sich im 2,5mm Raster
> auf einer Platine unterbringen.
>
> Gruß,
> Pille

Danke für den Hinweis!
Ich habe das entsprechend korrigiert.


M. K. schrieb:
> Moin
>
> Ich habe kürzlich  wasergekühlte IGBT (?) Module aus Audi e-Tron
> Fahr-Umrichter ausgebaut. Ich habe kürzlich Umrichter aus Schrott
> bekommen.
> Magste du es für  deine Seite haben ?  (ich werde dich 2 Stück geben)
> Module aufmachen ->  warscheinlich Flex&Säge notwendig.
>
> Grüss
> Matt

Sehr gerne! Da würde ich mich auf jeden Fall drüber freuen. Sowas 
bekommt man ja nicht jeden Tag.
Bis jetzt habe ich noch alles aufbekommen.


Grüße,
Richard
OP #6953805
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Christian M. schrieb:
> Aufpassen, wegen Industriespionage... gerade bei aktuellen Technologien!


Da gibt es nicht viel zu spionieren. Wenn sich jemanden für die Technik 
interessiert hat, dann hat er sich das Auto vor drei Jahren gekauft und 
zerlegt/vermessen.
Vor allem bei den Leistungshalbleitern des Umrichters sind die 
Innovationszyklen (noch?) verhältnismäßig kurz. Da ist das schon Technik 
von gestern.
#6953831
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https://www.systemplus.fr/reverse-costing-reports/hitachi-double-side-cooling-power-module-from-audi-e-trons-inverter/

Das Bild von aufgesägte (gerenderte) IBGT Module stimmt optisch mit 
meine Exemplare drüber.

Dieser Fahr-Umrichter ist nicht neuste, (0EF 907 080 E  (Teilenummer von 
Audi)) und wurde von Hitachi gebaut.

Richard, schickt einfach Nachrichten mit deine Adresse drüber, dann 
schicke ich es raus, mitsamt (halbe) Elektronik. (andere Hälfte mit 
Infineon TriCore µC,etc möchte ich behalten)

Grüss
Matt
OP #6967356
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Thomas W. schrieb:
> Tolles Ding der OC26.
> Auf der Arbeit grüßt jeden Tag dein Jahreskalender - jetzt mit dem Fluke
> Chip.

Sehr schön! :)


Bernd M. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Heute haben wir den Sescosem 391HT2:
>>
>> https://www.richis-lab.de/Bipolar90.htm
>
> Die Bezeichnung hatte ich immer für russisch gehalten und hiese 391NT2
>
> Viele Grüße
> Bernd

Das ist ja interessant.
Also "mein Transistor" ist ja eindeutig von Sescosem.
So ganz kann ich mir das nicht erklären.
#6967421
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Richard K. schrieb:

> Bernd M. schrieb:
>> Richard K. schrieb:
>>> Heute haben wir den Sescosem 391HT2:
>>>
>>> https://www.richis-lab.de/Bipolar90.htm
>>
>> Die Bezeichnung hatte ich immer für russisch gehalten und hiese 391NT2
>>
>> Viele Grüße
>> Bernd
>
> Das ist ja interessant.
> Also "mein Transistor" ist ja eindeutig von Sescosem.
> So ganz kann ich mir das nicht erklären.

Ich auch nicht , Richard.
Vollständig heist der K391NT2. Das K wird aber oft weggelassen. Ich habe 
schon bei Russen nachgefragt, aber keiner hat Daten.
Das Logo auf Meinem kann ich auch nicht deuten.
Ach so. Eigentlich ist das nach der Bezeichnung kein Einzeltransistor. 
Aber vom Ausmessen her ist es ein Einzeltransistor.
Viele Grüße
Bernd
OP #6967438
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Eigenartig, eigenartig... Ich habe auch in den verfügbaren 
Sescosem-Katalogen nichts zu dem Transistor gefunden.

Den Hersteller auf deinem Bild konnte ich ebenfalls nicht herausfinden.

Ich habe ein paar Quellen angezapft, vielleicht kommt doch noch etwas 
Licht ins Dunkel.

Viele Grüße!
#6967477
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Das NT besagt integrierte Transistoren , also Transistorarray.
Vielleicht eine Parallelschaltung mehrerer Transistoren. Denn ein 
Darlington ist es nicht. Darlington werden auch nicht so bezeichnet.

Ich hoffe, daß bei deinen Informationszuläufen , deiner hervorragenden 
Arbeit,doch mal was kommt.

Viele Grüße
Bernd
OP #6968171
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Christoph Z. schrieb:
>>Das NT besagt integrierte Transistoren , also Transistorarray
>
> genau, das HT steht für „набор трансисторов“ und das sind immer mehrere
> . Z.B. Matched Pairs oder Dinge wie CA3046.
> Dieser Transistor und auch das Logo stammen nicht aus der UdSSR!

Das würde erklären warum man keinen sowjetischen Hersteller mit diesem 
Logo findet.
Aber zu wem gehört das Logo dann?
#6968270
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>Aber zu wem gehört das Logo dann?

wenn ich das wüsste...! Ich bin derzeit gerade daran, meine Transistoren 
zu inventarisieren (einige hundert Typen, insgesamt über 40000 Stück!) 
Da sind auch Logos darunter, welche ich trotz einiger Detektivarbeit 
nicht herausfinden konnte! Zudem gab es da einige Überaschungen. Wer 
hätte gedacht, dass in der Schweiz bei Favag (eine Uhrenfirma) 2N708 
produziert wurden oder bei Tadiran in Israel ein anderer 2N im TO-39 
Gehäuse!?
OP #6968394
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Christoph Z. schrieb:
> Wer
> hätte gedacht, dass in der Schweiz bei Favag (eine Uhrenfirma) 2N708
> produziert wurden oder bei Tadiran in Israel ein anderer 2N im TO-39
> Gehäuse!?

Es kommt erschwerend hinzu, dass es Firmen gab, die nur die Dies 
entgegen nahmen und in die Gehäuse integriert haben. Das taten teilweise 
Firmen, die man überhaupt nicht mit Halbleitern verbinden würde.


user schrieb:
> Hast du eigentlich eine IC Wunschliste?

Ich habe noch so viel im Lager, ich darf mir nichts wünschen. :)

Aber ich habe durchaus eine Liste mit Dingen, die ich mir noch anschauen 
will. Manchmal sind es Reihen, die ich vervollständigen will (CH32F103), 
manchmal sind es Teile mit besonderen Eigenschaften (Zetex super e-line) 
und manchmal ist der Wunsch eher diffus (aktuelle High-End-Opamps).

Manche Teile muss man erst mal auftreiben können (CH32F103), manche 
Teile packe ich einfach in den Mouser-Warenkorb, wenn ich dringend 
Bauteile benötige und der Mindestbestellwert noch nicht erreicht ist.
OP #6968944
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Also nach den bisherigen Rückmeldungen ist die wahrscheinlichste 
Erklärung, dass das Logo auf deine Transistor, Bernd, ein verunglücktes 
Thomson-Logo ist. Das würde gut zu meinem Sescosem-Transistor passen.

Auf der anderen Seite passt die Bezeichnung des Transistors nicht in die 
UdSSR Nomenklatur, einen sowjetischen Hersteller mit diesem Logo findet 
man nicht und irgendeine Art der Zusammenarbeit in diesem Gebiet scheint 
unwahrscheinlich.

Viele Grüße!
#6969421
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Richard K. schrieb:
> Also nach den bisherigen Rückmeldungen ist die wahrscheinlichste
> Erklärung, dass das Logo auf deine Transistor, Bernd, ein verunglücktes
> Thomson-Logo ist. Das würde gut zu meinem Sescosem-Transistor passen.
>
> Auf der anderen Seite passt die Bezeichnung des Transistors nicht in die
> UdSSR Nomenklatur, einen sowjetischen Hersteller mit diesem Logo findet
> man nicht und irgendeine Art der Zusammenarbeit in diesem Gebiet scheint
> unwahrscheinlich.
>
> Viele Grüße!

Hallo Richard,

den Transistor fand ich in einem Sammelsorium von DDR-Bauelementen. 
Darunter waren auch Welche aus dem RGW, was natürlich nichts bessagren 
muß. Die Aufschrift ähnlich der russdischen brachte mich auf die Idee. 
NSW- Bauelemente waren nicht darunter - deshalb meine Vermutung auf 
russische Herstgellung. Da ich keinerlei Infos im Netz und auf Anfragen 
in Rußland fand , bin ich nun nach dem Erscheinen deines  Transistors 
unsicher.
Es ist aber durchaus möglichl,das es irgendwo eine ähnliche Bezeichnung 
gibt.
Ich habe auch schon im Netz angefragt, leider ohne Erfolg. 
Möglicherweise ist das eine Kundfenwunschbrezeichnung.

Viele Grüße
Bernd
Gast #6970387
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Ich habe in den mir verfügbaren russischen Unterlagen nachgesehen, eine 
Serie 391 gibts wohl nicht, das bestätigt auch ein Blick auf 155la3.ru 
unter "актив", aber der Aufbau der Bezeichnung ist identisch zu einer 
russischen Bezeichnung für ein Transistorarray.

Das ist vom Logo her wirklich ein Secosem Ding mit ulkiger Bezeichnung.

Gruß,
Pille
#6971124
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Der Transistor wurde auch in russischen Foren diskutiert. Die 
Bezeichnung, insbesondere die Schreibweise der Zahl 3 mit geradem Strich 
oben spricht dafür, das es eine kyrillische Bezeichnung ist. Drei (3) so 
wie wir es schreiben ist im Kyrillischen der Buchstabe für das 
stimmhafte „S“. Laut den Foren ist die Machart des Gehäuses eindeutig 
nicht sowjetischen Ursprungs. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. 
Ev. wurde der Transistor im Westen für einen Abnehmer in der Sowjetunion 
hergestellt (sowas kann durchaus vorgekommen sein).
Das Logo ist aber kaum ein missratenes Thomson-Logo. Ich habe das 
Thomson-Logo niemals auf einem Produkt 90 Grad gedreht zur Schrift 
gesehen.

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