Bauteiletester aus Funkamateur

OP #6923530
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Hallo,
ich suche einen Bauteiletester, wie er in der Zeitschhrift Funkamateur 
veröffentlicht wurde. Leider beim Verlag nicht mehr verfügbar.
Wer kann mir zu einem Gerät, oder Bausatz verhelfen.
Ich benötige ein Messgerät zur Bestimmung von SMD-Kondensatoren zwischen
10pF und 500pF. Alles was darüber ist, kann ich mit meinem C-Meter 
messen.
Vielen Dank
Dieter
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Gast #6923760
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Dieter B. schrieb:
> Interessant! Hast du dazu einen Link?

Muss mal suchen, bzw. da wäre dieser Schaltungsteil auch drinnen:
https://www.elektormagazine.de/magazine/elektor-200302/1560

Das verwendet ein ähnliches Prinzip:
http://www.elexs.de/radio4.htm

Der erste NE555 arbeitete als Taktgenerator. Je nach Messbereich wurde 
dieser hochgeschaltet.

Der zweite NE555 arbeitet als Monoflop. Je breiter das Signal, desto 
größer die Kapazität. Am Ausgang war ein Glättungsglied gegenüber einer 
Widerstandsbrücke für den Nullabgleich. Zwischen diese Punkte wird das 
Messgerät angeschlossen.

Diese Schaltung kommt dem schon nahe:
https://www.nutsvolts.com/questions-and-answers/simple-capacitance-meter

Bei dem ist aber die Triggerfrequenz (erster NE555) zu niedrig. Bei dem 
Messvorsatz war das entweder 1KHz oder 10kHz für die Triggerung beim 
pF-Bereich.
Gast #6923775
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Vorher gab es noch einfachere Schaltungen mit einem 
Unjunktiontransistor. Dieser erzeugte den Takt.

An dessen Ausgang waren zwei identische Transistorverstärker. Bei einem 
der beiden Transistoren wurde der zu messende Kondensator zwischen 
Collektor und Emitter gehängt. Die Verstärkung des Transistors wirkt 
kapazitätsvergrößernd. Die Differenz beider Ausgänge nimmt mit der 
Kapazität zu. Also hat man dort einfach nur ein Meßgerät mit dem 
Wechselspannungseingang (Gleichrichtung mit AA119 oder 1N4148) 
angeschlossen.
#6923788
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https://www.amazon.de/DollaTek-Transistor-Diodenkapazität-Frequency-Generator/dp/B07DJ4DSBH 
← diese Variation des Transistortesters kann ebenfalls unter 10pF 
schätzen, muss für so kleine Werte nur manuell in den Kapazitätsmodus 
gebracht werden. Zumindest die 5,6pF-Kondensatoren, die ich hier habe, 
zeigt es mit etwa 10% Abweichung zum „richtigen“ LCR-Meter an; wobei ja 
in dem Bereich schon ’ne Hand in der Nähe das Ergebnis beeinflusst, und 
die Präzision der Ergebnisse deutlich von der Umgebung beeinflusst wird. 
Zum schnellen Abschätzen ist das also schon okay, finde ich.
Gast #6923814
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Tunichtgut der I. schrieb:
> Lies dies: https://www.schiessle.de/emt1/MessKleinKap/MessKleinKap1.htm

hmmmmmm.....
https://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/lcmeter/lcmeter.htm

Ich hab den Code/Schaltung von Sprut vor Jahren uebernommen.Dieser 
wiederum hat den Code und die Schaltung irgendwo aus dem Internet an 
Land gezogen.
Derjenige der den aufwendigen Assmblercode geschrieben hatte ist 
unbekannt und soweit ich sehe sind Sprut und ich die einzigen,die darauf 
hinweisen,dass die Schaltung nicht auf dem eigenen Mist 
basiert......zumal es einige Anbieter gibt die genau dieses Schaltung 
nachbauen und es als ihre Entwicklung verkaufen.
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Moderator Persönliche Seite #6923829
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Toxic schrieb:
> Derjenige der den aufwendigen Assmblercode geschrieben hatte ist
> unbekannt

Könnte das AADE-LC-Meter sein. Gab es lange Zeit auch bei box73.de, aber 
aktuell offenbar nicht mehr.

Ist auf jeden Fall für kleine Cs besser geeignet als die diversen 
Universalgeräte. Habe einen Eigenbau hier, der nach dem gleichen Prinzip 
arbeitet, aber die Umschaltung (L vs. C, Nullpunktermittlung) mittels 
Reed-Relais macht, Ansteuerung ist ein ATmega16.
Gast #6923885
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Jörg W. schrieb:
> Habe einen Eigenbau hier, der nach dem gleichen Prinzip
> arbeitet, aber die Umschaltung (L vs. C, Nullpunktermittlung) mittels
> Reed-Relais macht, Ansteuerung ist ein ATmega16.

Spruts Originalversion hatte 3 oder 4 Buchsen,was nicht gerade 
bedienungsfreundlich war.So gut der Programmierer auch war so schien er 
aber nicht unbedingt der Praktiker gewesen zu sein.Mit kleinen 
Codeaenderungen war das Problem aber relativ einfach zu loesen.Sprut 
hatte offenschtlich keine Lust dazu gehabt und hat es so uebernommen wie 
vom Entwickler vorgegeben.Die L-C-Umschaltung per Relais konnte ich 
nicht durchfuehren,weil ich keine Pins mehr zur Verfuegung hatte:Es ist 
nicht nur ein LC-meter da ich noch anderen Kram damit machen.
Hinzu kam:Alles auf Lochrasterplatine😪

Vielleicht sollte ich das Dingens nochmal aufbauen - als reines LC-Meter 
mit einer ordentlichen Platine.Frag mich in 20 Jahren nochmal danach..😁
Gast #6924008
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michael_ schrieb:
> ebay 294318037684

Das duerfte grob die Kopie von Sprut's Projekt sein(der Umschalter und 
der blaue Kondensator deuten darauf hin).Fuer 10€ wuerde ich es kaufen 
zumal der Selbstbau nochmal billiger waere aber halt mit etwas mit 
Zeitaufwand verbunden ist...

=============================================

Toxic schrieb:
> Tunichtgut der I. schrieb:
>> Lies dies: https://www.schiessle.de/emt1/MessKleinKap/MessKleinKap1.htm
>
> hmmmmmm.....
> https://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/lcmeter/lcmeter.htm
Gast #6924013
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Toxic schrieb:
> michael_ schrieb:
>> ebay 294318037684
>
> Das duerfte grob die Kopie von Sprut's Projekt sein(der Umschalter und
> der blaue Kondensator deuten darauf hin).Fuer 10€ wuerde ich es kaufen
> zumal der Selbstbau nochmal billiger waere aber halt mit etwas mit
> Zeitaufwand verbunden ist...

Deshalb habe ich es gepostet.
Warum auch nicht.
In DE wäre so eine Serienproduktion unmöglich.
Vorschriften, Vorschriften, ... Abgaben, Abgaben, ...
Moderator Persönliche Seite #6924248
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900ss D. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Ansteuerung ist ein ATmega16
>
> Oh hast du umgebaut? Bei mir ist ein ATMEGA324PV drin.
> Ich dachte den hättest du auch genommen. ;)

Du hast Recht. Bei mir auch.

Hatte gestern nicht nachgesehen und mich nur dran erinnert, dass es so 
ein 40-pinniger Klopper ist. Einer der letzten, den ich in dieser 
riesigen Größe verbaut habe (und eigentlich auch nur, weil das LCD eh so 
groß ist).
#6924303
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Dieter B. schrieb:
> Ich benötige ein Messgerät zur Bestimmung von SMD-Kondensatoren zwischen
> 10pF und 500pF.

Hi,
bin damit zufrieden. Durchaus empfehlenswert. Braucht die 12V 
Batterietype A23
EAN 0700153222969

Zitat:
Capacitance range
0pF  ...10000µF
resolution
0.1pF...0.2pF
accuracy
Typically ±1.5% ±0.6pF
/Zitat
Quelle:
https://www.peakelec.co.uk/resources/lcr45.html

ciao
gustav
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(Firma: مهندس) #6925604
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Dieter schrieb:
> zwei NE555 gab es einen Messvorsatz für Multimeter.

Das habe ich mir auch mal gebaut. Der erste 555 ist ein Oszillator der 
den zweiten triggert welcher als Monoflop arbeitet. Die Impulsbreite ist 
proportional zur Kapazität und wird analog ausgewertet. Ob zwei 555 oder 
ein 556 spielt keine Rolle.

Leider ist das in der Praxis bei Kapazitäten <100p zunehmend ungenau. 
Ich habe versucht die Schaltung zu optimieren, letztlich blieb das 
Ergebnis bei kleinen Kapazitäten unbefriedigend.

Weil ich auch gerade kleine Kapazitäten messen wollte, habe ich mir dann 
das LC-100 gekauft. Gibt es von €3 bis €30 fast baugleich.

Hier wird die Verstimmung eines LC-Oszillators bei Zuschalten einer 
zusätzlichen Kapazität oder Induktivität gemessen. Das Prinzip erlaubt 
ziemlich präzise Messungen. Die eingebaute Spule läßt sich durch eine 
mit besserer Güte ersetzen um das Gerät genauer zu machen (habe ich noch 
nicht ausprobiert, es gibt einen Thread hierzu, den ich gerade nicht 
finde).
#6925624
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Mohandes H. schrieb:
> Die eingebaute Spule läßt sich durch eine
> mit besserer Güte ersetzen um das Gerät genauer zu machen (habe ich noch
> nicht ausprobiert, es gibt einen Thread hierzu, den ich gerade nicht
> finde).

Meinst Du vielleicht diesen
Beitrag "S: Empfehlung nachbausicheres LC-Meter-Projekt mit Atmega"
oder diesen?
Beitrag "Nochmal LC-Meter nach AADE: dessen Oszillator"
Es gibt noch weitere.
#6925636
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Ist mal wieder typisch für diesen Forum

Dieter hatte explizit gefragt, ob jemand den Bauteiletester  FA BX-2 
abgeben möchte, da er genau diesen sucht, weil eben dieses Gerät auch 
einigermasen genau Kapazitäten unter 10pF messen kann.

Stattdessen kommen lauter Vorschläge von Geräten, welche entweder eben 
diese Bedingungen konstruktionsbeding nicht einhalten, oder fertige 
Geräte von Hameg in der Preisklasse 500 Euro aufwärts.

Nach dem Motto jede Mutter lobt ihre eigene Butter.

Fazit aus dem ganzen Thread

Niemand hat so ein Gerät anzubeiten, weil, wer sowas besitzt gibt es in 
der Regel nicht mehr her.

Warum melden sich nicht einfach nur die Leute hier, welche zur 
Beschaffung genau des gewünschten Gerätes was sinnvolles beitragen 
könnte?

Ralph Berres
(Firma: مهندس) #6925696
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Alexander S. schrieb:
> Meinst Du vielleicht diesen
> Beitrag "S: Empfehlung nachbausicheres LC-Meter-Projekt mit Atmega"
> oder diesen?
> Beitrag "Nochmal LC-Meter nach AADE: dessen Oszillator"

Ja, die meinte ich.

Ralph B. schrieb:
> Warum melden sich nicht einfach nur die Leute hier, welche zur
> Beschaffung genau des gewünschten Gerätes was sinnvolles beitragen
> könnte?

Nun ja, dafür gibt es eigentlich das Unterforum 'Markt'.

Und dies ist ein Diskussionsforum - da ist eine Beleuchtung der 
verschiedenen Vor- & Nachteile der Prinzipien zur Messung sicher 
sinnvoll. Manche sinnvolle Diskussion mäandert um das Hauptthema herum.

Wen das nicht interessiert: die <ignore>-Taste alias Scrollen ist für 
jedermann da ;-)
Gast #6925874
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Mohandes H. schrieb:
> Wen das nicht interessiert: die <ignore>-Taste alias Scrollen ist für
> jedermann da ;-)

Genau so ist es. Wenn keiner exakt das hat, was jemand sucht, dann 
stünden hier viele Posts mit 0 Antworten und in anderen Foren ebenfalls.

Den Bauteiltester des TO gab es zuletzt in 2020 bei funkamateur.de als 
Aktion:
https://z31.vfdb.org/wordpress/?p=50
https://o28.sischa.net/bauteiltester/trac

Ein Nachfolgegerät hat den Status:
Lieferzeit: in Vorbereitung Art.Nr.: BC-003
https://www.box73.de/product_info.php?products_id=2561
Gast #6925899
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Gast #6925925
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Stefan M. schrieb:
> gibt es dazu auch einen Schaltplan ?

Den habe ich leider nicht und auch keinen Link.

Eine andere Schaltung verwendet einfach einen CD4047BC als astabilen 
Multivibrator. Das Zeitglied mit R=22k und C=10pF ergibt einen Takt von 
1000kHz. Kleine Kapaziäten ergeben dabei ausreichende Taktveränderung, 
die mit einer Frequenzanzeige, falls das Multimeter so etwas hat, gut 
sehen kann. Hier verursacht ein 1pF parallel bereits eine Änderung von 
rund 100kHz.

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