Moin!
Ich bin aktuell dabei, meine Werkstattaussattung zu verbessern. Dazu ist
vorallem eine gute Lötstation fällig.
Bislang nutze ich die Lötstation Fixpoint EP5 (48W, gab es mal für 60€
bei Pollin). Insgesamt bin ich halbwegs zufrieden, aber gerade bei
bleifreiem Zinn perlt das Lot oft ab bzw. benetzt die Spitze nicht so
wirklich. Und die feinste Spitze ist eigentlich immer noch zu groß für
SMD-Packages wie QFP44.
Nun meine Frage: Wenn man mal z.B. bei Reichelt nach Weller-Stationen
schaut ( https://www.reichelt.de/weller-loetstationen-c554.html?&nbc=1 )
werden da ja unglaubliche Preise aufgerufen. Es geht nicht um vielleicht
+50% Preisunterschied, sondern die sind ja teilweise Faktor 20 teurer
gegenüber der Billo-Station von Pollin.
Also wo liegt da eigentlich der Mehrwert?
Ich würde bis zu 300€ ausgeben wollen, brauche die Station vor allem für
bleifreies Löten von kleinen SMD-BE, aber auch nen THT-Pin auf ner
großen Massefläche sollte machbar sein. Könnt ihr da etwas empfehlen?
Muss es Weller sein?
Hatte ne WELLER WS 81 im Auge, aber da wird ja noch nichtmal die
aktuelle Ist-Temperatur angezeigt wie beim Pollin-Produkt.
Und was denkt ihr, macht es Sinn, nach gebrauchten Lötstationen zu
schauen oder ist die Gefahr groß, da Schrott zu bekommen?
VG
Mehrwert
Höhere Leistung
Bessere Nachregelung
Große Auswahl an Spitzen und Zubehör
Hohe Standzeit
Lange Verfügbarkeit von Ersatzteilen
Nachteil
Ist halt auch nur ne Weller
Bei dem Budget kannst du dir auch JBC anschauen. Es soll zwar von Weller
ähnlich direktbeheizte geben. Aber 2 Sekunden vom anschalten bis zur
Solltemperatur ist schon ne Hausnummer. Auch wenn man früher mitm TCP
schon mit ner knappen minute zurechtkam, aber das war halt vor 40
Jahren.
Ich habe das Pendant von Reichelt und bis auf neue Kolben und einige
spitzen hat das Teil nicht viel gebraucht.
Was mir bei den Weller und ersa als größter Unterschied aufgefallen ist,
ist das Kabel des Kolbens. Das ist dünner und flexibler. Auch die Kolben
selbst sind einfach wertiger. Funktional fand ich keinen so riesigen
Unterschied. Hauptsache für Spitze ist groß genug. Ich glaube 2.5 mm
Meißel hab ich immer drauf und das geht von Kabel über THT bis 0.5 mm
qfn.
Wenn ich im billig Segment bleiben wollte, würde ich wieder nicht zu
Weller greifen.
Ansonsten sind die direkt beheizten spitzen von JBC oder auch die
teureren Stationen von Weller schon noch Mal ein Unterschied, vor allem
bei dicken kabeln und Bauteilen mit Massefläche. Bei mir wird es
nächstes Mal vermutlich eine JCB.
Ich würde mir auch JBC, konkret die analoge "Weidinger Edition"
anschauen. Die hat keine Digitalanzeige, nicht mal einen richtigen
Drehknopf. Das sieht Low-Tech aus, funktioniert aber prima und liegt
noch in deinem Budget.
Warum höre ich mich wie ein Fanboy an?
Ich habe jahrelang mit einer Ersa Analog 60 gelötet. Ursprünglich für
etwas über 100 D-Mark gekauft kostet die heute auch mehr als 200€. Die
neueren Gehäuse sind zwar hübscher, das Funktionsprinzip des Lötkolbens
hat sich aber nicht geändert und damit vermutlich auch nicht die
Leistung. Ich war jahrelang zufrieden. Die JBC habe ich mir irgendwann
mal als Belohnung gegönnt. Ein bischen auch aus Neugier weil ich mir
nicht so recht vorstellen konnte, was an einem Lötkolben besser sein
kann.
Der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Mit JBC kann ich 50° kälter
löten. Der Spitzenwechsel ist auch heiß in Sekunden ohne Werkzeug
erledigt.
Die Ersa habe ich weggegeben.
Tilo R. schrieb:> Der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Mit JBC kann ich 50° kälter> löten. Der Spitzenwechsel ist auch heiß in Sekunden ohne Werkzeug> erledigt.> Die Ersa habe ich weggegeben.
Du bist bei weitem nicht der Einzige... ;)
Johnny W. schrieb:> Und die feinste Spitze ist eigentlich immer noch zu groß für> SMD-Packages wie QFP44.
Solche Packages lötet man nicht mit einer extrafeinen Spitze, sondern
ganz im Gegenteil mit einer breiten Spitze oder einer Hohlkehle.
Diese extrafeinen Bleistiftspitzen, die Anfänger gerne kaufen, sind
praktisch nutzlos.
Mit welchen Tricks verhindern denn die ganzen Edelhersteller, daß "nur"
der Kolben gekauft, die Regelung aber selbst gebaut wird? Natürlich nur
im Hobbybereich, versteht sich.
Das kann doch eigentlich keine Raketentechnik sein und wäre zur
Abwechselung mal tatsächlich lohnenswert.
Johnny W. schrieb:> Und die feinste Spitze ist eigentlich immer noch zu groß für> SMD-Packages wie QFP44.
Du verwendest höchstwahrscheinlich die falsche Löttechnik. Die feinsten
Spitzen sind meist so dünn, dass sie die Wärme nicht vernünftig zur
Lötstelle bringen. Bei QFP44 Einzelpins zu löten zu wollen, ist meist
nicht zielführend. Nimm am besten eine ausreichend dicke, abgeschrägte
Spitze und probier's mit Drag Soldering (k.a., ob das dafür einen
vernünftigen deutschen Begriff gibt).
https://youtu.be/6PB0u8irn-4https://youtu.be/5uiroWBkdFY?t=89
lötender schrieb:> Mit welchen Tricks verhindern denn die ganzen Edelhersteller, daß "nur"> der Kolben gekauft, die Regelung aber selbst gebaut wird? Natürlich nur> im Hobbybereich, versteht sich.> Das kann doch eigentlich keine Raketentechnik sein und wäre zur> Abwechselung mal tatsächlich lohnenswert.http://dangerousprototypes.com/forum/index.php?topic=5264.0
Läuft bei mir schon lange.... ;)
Hab sogar noch Platinen übrig -> PN
Johnny W. schrieb:> Also wo liegt da eigentlich der Mehrwert?https://www.reichelt.de/loetstation-we-1010-70-w-1-kanal-esd-weller-we1010-p218804.html?&nbc=1
So teuer ist das auch nicht.
Meine WECP-20 ist jetzt 25 Jahre alt und es war bisher nur einmal
Thermofühler oder Heizung kaputt. Weis nicht mehr was von beidem es war.
Die JBC sind schon eine feine Sache. Aber ich habe das Gefühl dass die
Spitzen viel schneller verschleissen als die alten Weller obwohl die JBC
runterfahren sobald die im Ständer sind.
Dazu die fast unverschämten Preise von 20€ das Stück.
Ich würde die W1010 nehmen, wenn meine WECP mal hinüber ist.
Welche Pollin Station meinst du?
Das Problem mit den Bleistiftspitzen ist, dass die heutzutage sehr
häufig standardmässig geliefert werden. Früher mal war die Meisselform
üblich, die sehr viel brauchbarer sind.
Wegen Nachbau, ich hatte ja schon mal Sugon T26 genannt, die Station
verwendet JBC Spitzen, leider die etwas teureren C210. Und es lassen
sich anders als bei der Weidinger die aber schon ein gutes Stück teurer
ist nicht einfach die C245 Spitzen verwenden. Ich weiss jetzt nicht, wie
die aufgebaut ist, vermutlich hat die Weidinger 2 gleich aufgebaute
Regeleinheiten die je nach Kolben mal parallel und mal in Reihe
geschaltet werden.
> Die JBC sind schon eine feine Sache. Aber ich habe das Gefühl dass die> Spitzen viel schneller verschleissen als die alten Weller obwohl die JBC> runterfahren sobald die im Ständer sind.
Vor allem sind sie auch sehr viel teurer. Und das ganze rumgealber mit
runterfahren und schnell hochfahren ist auch Unsinn. Ich schalte meine
Loetstation normalerweise zu beginn einer Arbeit ein und zum ende aus.
Manchmal morgens um 6.00 ein und um 14.00 aus. Mich interessiert
ueberhaubt gar nicht wie lange die zum hochfahren braucht. Ich schalte
das automatische runterfahren sogar aus. Und selbstverstaendlich bin ich
es gewohnt das Loetspitzen solange halten bis ich mal wieder selber so
bloed war eine zu verbiegen.
Des weiteren ist das ganze Gelaber hier pro oder contra Weller einfach
nur Dumschwatz. Weller hat ein unglaublich grosses/breites Programm. Die
haben Sachen im Angebot die ich sofort aus dem Fenster werfen wuerde und
andere die ich niemals hergeben taete.
Aber ein Vorteil von Weller ist Kontinuitaet. Selbst nach >30Jahren
kannst du fuer eine alte WTCP noch Loetspitzen kaufen. Und wenn du
willst kannst du sogar einen Adapter kaufen mit dem du darin die Spitzen
moderner Stationen nutzen kannst.
Ein allgemeiner Nachteil von Weller ist, wie schon vom OP bemerkt, der
Preis. Eine einfache STation (z.B WS81) mit einem Loetkolben geht noch
und auch die Spitzen sind sehr preiswert, aber sobald man darueber
hinausgeht legt man gerne mal 600-1000Euro auf den Tisch. Bei JBC ist
das wie bei einem billigen Drucker den man spaeter ueber die Patronen
bezahlt. .-)
Olaf
Tilo R. schrieb:> Ich würde mir auch JBC, konkret die analoge "Weidinger Edition"> anschauen. Die hat keine Digitalanzeige, nicht mal einen richtigen> Drehknopf. Das sieht Low-Tech aus, funktioniert aber prima und liegt
Doch, den Drehknopf hat sie. Also man könnte von dem Bild denken, dass
man die Temp. nur mit einer Münze verstellen kann, aber es ist schon ein
handbedienbarer Knopf.
> Warum höre ich mich wie ein Fanboy an?> Ich habe jahrelang mit einer Ersa Analog 60 gelötet. Ursprünglich für> etwas über 100 D-Mark gekauft kostet die heute auch mehr als 200€. Die> neueren Gehäuse sind zwar hübscher, das Funktionsprinzip des Lötkolbens> hat sich aber nicht geändert und damit vermutlich auch nicht die> Leistung. Ich war jahrelang zufrieden. Die JBC habe ich mir irgendwann> mal als Belohnung gegönnt. Ein bischen auch aus Neugier weil ich mir> nicht so recht vorstellen konnte, was an einem Lötkolben besser sein> kann.>> Der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Mit JBC kann ich 50° kälter> löten. Der Spitzenwechsel ist auch heiß in Sekunden ohne Werkzeug> erledigt.> Die Ersa habe ich weggegeben.
Das kann ich komplett so (inklusive der Ersa-Erfahrung :-)
unterschreiben. Bei der Ersa musste ich oft die Temp jenseits der 400
drehen um "richtig" Löten zu können. Bei der JBC bleibt die Temperatur
eigentlich fast immer bei 320 °C, außer wenn ich Lackdraht oder bleifrei
löten muss.
JBC rulez.
ACDC schrieb:> Die JBC sind schon eine feine Sache. Aber ich habe das Gefühl dass die> Spitzen viel schneller verschleissen als die alten Weller obwohl die JBC> runterfahren sobald die im Ständer sind.
Hast Du die Erfahrung selbst gemacht? Ich habe an meiner JBC noch den
ersten Satz Spitzen ohne jegliche Verschleißerscheinungen. Am meisten
wurde die Meißelspitze genutzt. Gut ich löte jetzt nicht täglich damit,
aber der Verschleiß bei der Ersa war eindeutig höher, weil man einfach
die Temperatur immer hochdrehen musste um flüssig löten zu können.
Markus M. schrieb:> Das kann ich komplett so (inklusive der Ersa-Erfahrung :-)> unterschreiben. Bei der Ersa musste ich oft die Temp jenseits der 400> drehen um "richtig" Löten zu können.
Das liegt auch vielleicht daran, dass die eingestellte Temperatur -wie
bei meiner Ersa Analog 60- nichts mit der Lötspitzentemperatur zu tun
hat. Aufgefallen ist mir das, nachdem ich mein neues Thermometer mit
"K"-Sensor an der Lötstation ausprobiert habe. Da waren dann z.B. bei
eingestellten 350°C an der Lötspitze 280°C zu messen. Ich hatte
standardmäßig zum Löten immer 325°C (=260°C gemessen) eingestellt und
mich über schlechte Lötung gewundert. In der Max.-Einstellung (450°C)
kam ich gerade so auf 350°C an der Spitze. Die Abweichung zur
eingestellten Temperatur lt. Temperaturskala ist nicht gleichmäßig, sie
nimmt bei steigender Temperatur noch zu.
Als Vergleich diente eine ZD-931, deren angezeigte Temperaturen auch an
der Lötspitze plausibel zu messen waren (+/-5°C).
Ein Eigenbau JBC C245 / Hakko T12 ist geplant, Handstück und Spitzen für
beides schon vorhanden. Mal sehen, der Winter ist noch lang...
Reinhard
Interessant, mit JBC willst du das wie beim Original machen, dass die
210 und 245 Spitzen passen, oder nur eine der beiden. Ich konnte leider
nicht rausfinden, welche 12V verträgt. Bloss dass eine der beiden 12 und
eine 24V will. Die T12 sind ja auch nicht schlecht, haben halt grade
halb soviel Leistung. Sind dafür aber wesentlich billiger.
Ich habe ein C245 Handstück und 245er Spitzen. Die laufen IMHO mit 24V,
die C210 wollte ich nicht bedienen.
Aber das ist hier OT, ich möchte den Tread nicht vollmüllen. Vielleicht
berichte ich mal in einem eigenen Thread. Kann aber noch dauern...
Reinhard
Reinhard R. schrieb:> Das liegt auch vielleicht daran, dass die eingestellte Temperatur -wie> bei meiner Ersa Analog 60- nichts mit der Lötspitzentemperatur zu tun> hat. Aufgefallen ist mir das, nachdem ich mein neues Thermometer mit> "K"-Sensor an der Lötstation ausprobiert habe. Da waren dann z.B. bei> eingestellten 350°C an der Lötspitze 280°C zu messen.
Die Messung der Lötspitzentemperatur mit einem Thermoelement kann nur
eine grobe Schätzung sein und zeigt immer einen zu niedrigen Wert an, da
beide sich dabei nur punktuell berühren (schlechter Wärmekontakt), und
der größte Teil des Thermoelement von kühlender Luft umgeben ist. Wenn
stattdessen die eingestellte Temperatur angezeigt wird, ist die
Lötspitze ziemlich sicher zu heiß.
Ich habe das ebenfalls mal ausprobiert: Bei jeweils 350 °C eingestellter
Temperatur zeigt die Messung mit dem Typ-K-Element bei der Weller
WECP-20 mit LR-20 326 °C, bei der 862D+ mit 907F 331 °C an. Die beiden
Lötkolben hatten ähnlich geformte Spitzen. Die Werte erscheinen zwar zu
niedrig zu sein (was aus den o.g. Gründen ja auch plausibel ist), liegen
aber untereinander nicht weit auseinander.
Weiß jemand, wie die (seriösen) Lötkolbenhersteller die Temperatur bei
der Kalibration der Regler messen? So ganz trivial ist diese Aufgabe ja
nicht.
Olaf schrieb:> Bei JBC ist> das wie bei einem billigen Drucker den man spaeter ueber die Patronen> bezahlt. .-)
Hinkt zwar wie Sau, ist aber trotzdem ein beschissener "Vergleich".
Der Unterschied zwischen JBC und Weller ist schlicht, dass bei JBC das
Heizelement in der Spitze sitzt, nicht im Kolben - damit sind diese
naturgemäß teurer, haben aber den enormen Vorteil, auch mit
vergleichsweise geringer Nennleistung enorme Wärmereserven bereitstellen
zu können - ich kann selbst mit dem 210er Handstück und einer kleinen
Spitze auf größeren Masseflächen problemlos - und vor allem schnell -
löten (statt wie mit einer alten WECP ewig drauf herumbraten zu müssen).
Weller war mal gut mit WECP et al, aber nach WP-81 kam nicht mehr viel,
das mich überzeugte. "Durfte" vor zehn Jahren mal mit einer "neuen",
feschen SMD-Station von Weller arbeiten - war fürchterlich.
Lötkolbenablage aus Thermoplast (!), Zuleitung aus irgendeinem starren
Material, der in die Ablage integrierte Schalter zur Temperaturabsenkung
funktionierte auch nur gelegentlich und wohl wetterabhängig, war aber
zur Funktion unbedingt erforderlich. Seitdem bin ich auf JBC und sehr
zufrieden.
Einen vierstelligen Preis kannst du auch hier relativ schnell
zusammenstellen, wenn du eine Reworkstation oder etwas mehr willst, und
den hier beschriebenen schnelleren Spitzenverschleiß kann ich auch nicht
nachvollziehen - weder bleifrei noch verbleit.
Es gibt spezielle Lötkolbenthermometer der üblichen Verdächtigen. Aber
warum zu geringer Kontakt, nen dicken Tropfen Lötzinn auf die Spitze,
dann umschliesst man damit die Hälfte der Thermometerperle. Das sollte
doch reichen.
Mal ganz unabhängig vom Hersteller (mein Herz schlägt für JBC).
Gute Lötkolben fassen sich einfach natürlicher an. Sie sind leichter und
dünner - fast schon ein Bleistift. Die Kabel sind biegsamer. Die Spitzen
bleiben auf Temperatur und werden durch große Kupferflächen nicht zu
sehr abgekühlt. Sprich, die Station liefert schnell so viel Energie,
dass die Spitze die verlorene Temperatur sofort zurück bekommt.
Schnelles Anheizen und schnelles Regelverhalten ist daher wichtig. Siehe
2 Sekunden bei JBC für das Aufheizen von Raum- bis Löttemperatur (die
aktuellen Weller kenne ich nicht).
Mir gefällt eine kurze Spitze - bei mir 5cm unterhalb der Fingerspitzen
(C245). Bei den langen Spitzen fehlt mir einfach das
Fingerspitzengefühl.
Ich hatte früher eine Ersa. Ich löte nicht viel, musste mir da aber fast
jährlich eine neue Spitze kaufen. Bei meiner JBC sind es immer noch die
ersten Spitzen. Die Erfahrung mit Weller beschränkt sich auf
Magnastat-Lötkolben der 80er.
Das schnelle Spitzenwechseln habe ich nur einmal bei einer Reparatur an
einem Gerät gebraucht (dünne Feinsplitze, dicke Bratspitze).
SMD ICs löte ich mit Hohlkehle. Andere SMD-Bauteile mit einer breiten
Spitze.
Ich habe extra eine Spitze zum Braten (große Kupferflächen, Lackdraht
abschmoren, etc).
Ach ja: Ich löte ausschließlich mit Bleilot. Ist sowieso alles Hobby -
warum soll ich es mir schwerer machen, als nötig.
@TO: Ich rate Dir, mehrere Geräte in die Hand zu nehmen. Wenn möglich,
auch mal einige Tests zu machen. Vielleicht gibt es ja jemanden in der
Nähe, der Dich mal an sein Schätzchen dran lässt.
Standzeit = Lebensdauer der Spitze.
Ich löte viel mit 0,3 mm Spitzen. Obwohl die recht empfindlich sind,
halten sie bei JBC ein paar Monate durch. Früher oder später haut man
sie halt irgendwo mal an oder drückt zu fest auf. Dann verbiegen sich
die dünnen Dinger halt.
Johnny W. schrieb:> Und die feinste Spitze ist eigentlich immer noch zu groß für> SMD-Packages wie QFP44.
Kunstfehler, wer es nicht kann, dem Hilft auch keine Lötstation um
mehrere Hundert Euro.
lötender schrieb:> Mit welchen Tricks verhindern denn die ganzen Edelhersteller, daß "nur"> der Kolben gekauft, die Regelung aber selbst gebaut wird? Natürlich nur> im Hobbybereich, versteht sich.
Der Trick ist, Firmen sind die 200-300 Euro für eine Station egal und 10
Bastler sind irrelevant.
lötender schrieb:> Das kann doch eigentlich keine Raketentechnik sein und wäre zur> Abwechselung mal tatsächlich lohnenswert.
Würde ich so nicht unterschreiben, es gibt zwar einige Selbstbauten und
die funktionieren wohl auch aber ich sah da nie einen Grund dafür.
JBCs wie die AD2700 bekommt man auf Ebay samt Spitzen und Kolben für
200-250 Euro komplett.
Also warum einen Kolben mit Spitzen für 150++ Euro kaufen und dann
basteln anfangen?
Lieber ein paar Wochen auf ein gutes Angebot warten.
mfg
Horst G. schrieb:> Der Unterschied zwischen JBC und Weller ist schlicht, dass bei JBC das> Heizelement in der Spitze sitzt, nicht im Kolben - damit sind diese> naturgemäß teurer, haben aber den enormen Vorteil, auch mit> vergleichsweise geringer Nennleistung enorme Wärmereserven bereitstellen> zu können
Ein relativ guter Kompromiss diesbezüglich sind IMHO die Hakko-Lötkolben
bzw. ihre chinesischen Imitate, bei denen das Heizelement zwar zum
Lötkolben gehört, aber mitsamt dem Sensor so tief in die hohle Spitze
eintaucht, so dass die Wärme wenig Möglichkeiten hat, auf anderem Wege
als über die Spitze zu entweichen. Das funktioniert zwar nicht so gut
wie bei JBC, wo alles sozusagen aus einem Guss ist, dafür bekommt man
aber für den Preis einer JBC-Lötspitze 50 bis 60 China-Lötspitzen oder
wahlweise auch eine ganze Lötstation. Bei JBC schmeißt man halt mit
jeder abgenutzten Lötspitze auch immer gleich ein Heizelement weg.
Uli S. schrieb:> Aber warum zu geringer Kontakt, nen dicken Tropfen Lötzinn auf die> Spitze, dann umschliesst man damit die Hälfte der Thermometerperle.> Das sollte doch reichen.
Da habe ich mir auch schon überlegt. Aber zum einen wollte ich das
Thermoelement nicht versauen, zum anderen bin ich mir nicht sicher, ob
dadurch nicht die Messeigenschaften verändert werden.
Christian H. schrieb:> Ich hatte früher eine Ersa. Ich löte nicht viel, musste mir da aber fast> jährlich eine neue Spitze kaufen. Bei meiner JBC sind es immer noch die> ersten Spitzen.
Also was die Lebensdauer von Lötspitzen betrifft, bin ich von denen von
Weller absolut begeistert, zumindest von den früheren. Wie die heutigen
sind, weiß ich nicht, da ich noch nie eine nachkaufen musste.
Ich löte zwar auch nicht besonders viel, aber die beiden Spitzen (eine
dicke und einer dünne), die ich vor ca. 35 Jahren zusammen mit meiner
WECP-20 gekauft habe, funktionieren haute noch wie am ersten Tag¹. Dabei
behandle ich sie nicht gerade artgerecht.
Achtung: Mitglieder des Lötspitzenschutzbundes bitte nicht weiterlesen!
Die dünne Spitze nutze ich bspw. auch für die thermische Herstellung von
Öffnungen und Aussparungen in Kunststoffgehäusen. Den dadurch an der
Spitze entstehenden Belag aus verbranntem Kunststoff, der mit dem
Lötschwamm meist nicht komplett abgeht, schabe ich anschließend einfach
mit dem Teppichmesser ab.
Trotz alledem werden mich diese Lötspitzen wahrscheinlich überleben :)
─────────────
¹) Genau genommen funktionieren sie sogar deutlich besser, weil man die
Spitzen damals mangels Vorverzinnung durch den Hersteller erst einmal
eine halbe Stunde lang "einlöten" musste.
Yalu X. schrieb:> Die Messung der Lötspitzentemperatur mit einem Thermoelement kann nur> eine grobe Schätzung sein und zeigt immer einen zu niedrigen Wert an,
Ich habe einen PT1000-Sensor genommen, um meine uralte WECP-20 zu
überprüfen. Die gemessene Temperatur lag ca. 80 K niedriger als
eingestellt, was bei bleifreiem Lot immer zu schlechten Ergebnissen
führte, sofern ich nicht hoch aufgedreht habe (>400 °C). Nach Korrektur
ließ sich dann bei 350° gut löten.
Seit Jahren nutze ich aber hauptsächlich eine JBC ;-)
Uli S. schrieb:> Aber 2 Sekunden vom anschalten bis zur> Solltemperatur ist schon ne Hausnummer.
Die Hausnummer wird nicht eingehalten, es sei denn, die Solltemperatur
liegt bei 100 °C: von 0 auf 350 dauert es 4 - 5 s, was überhaupt nicht
stört. Wenn Leute von 2 - 3 s reden, dann eher ausgehend von einer
Grundtemperatur 150 °C.
Yalu X. schrieb:> Ein relativ guter Kompromiss diesbezüglich sind IMHO die Hakko-Lötkolben> bzw. ihre chinesischen Imitate, bei denen das Heizelement zwar zum> Lötkolben gehört, aber mitsamt dem Sensor so tief in die hohle Spitze> eintaucht, so dass die Wärme wenig Möglichkeiten hat, auf anderem Wege> als über die Spitze zu entweichen. Das funktioniert zwar nicht so gut> wie bei JBC, wo alles sozusagen aus einem Guss ist, dafür bekommt man> aber für den Preis einer JBC-Lötspitze 50 bis 60 China-Lötspitzen oder> wahlweise auch eine ganze Lötstation. Bei JBC schmeißt man halt mit> jeder abgenutzten Lötspitze auch immer gleich ein Heizelement weg.
Hakko als Bezeichnung ist nicht hinreichend. Die bauen verschiedenen
Lötstationen. Hakko T12 Lötspitzen sind wie JBC aufgebaut. D.h. das
Heizelement und Temperatursensor sind Teil der Spitze.
nach einigen Jahren mit ner Weller WS81 hatte ich mal zum Testen
eine ca 60 Eu Ksger T12 Station gekauft + etwas besseren Griff
verglichen mit der Weller deutlich besseres Löten, schnellere
Aufheizzeiten
Preise je Lötspitze ca 2 Eu
> Ich löte viel mit 0,3 mm Spitzen. Obwohl die recht empfindlich sind,> halten sie bei JBC ein paar Monate durch.
Yep. Ich loete privat mit der WS81 von Weller mit 0.2er Spitzen. Die
Spitzen wuerden bei 370Grad vermutlich jahrelang halten. Aber so 4x im
Jahr ist eine platt weil man irgendwo gegen gestossen ist. Da finde ich
es schon besser das so eine Spitze bei Weller nur 6-7Euro kostet.
Ich hab jetzt aber noch was anderes ausprobiert. Man kann bei Ebay einen
10er Pack 0.2er Spitzen fuer 7-8Euro fuer einen chinesischen Loetkolben
kaufen. Die passen dann natuerlich nicht. Aber man kann sie abdrehen und
dann passen sie in den WSP80. Leider sind chinesische Spitzen nicht so
gut mit Eisen beschichtet. Die sind auch schon nach 2-3Monaten kaputt
ohne das man sie verbiegt. Aber da die dann unter einem Euro kosten kann
ich damit leben.
Ausserdem sehe ich keinen grossen Unterschied zwischen einer direkt
beheizten Spitze und dem WSP80. Die sehr kleinen Spitzen werden mit
einer sehr grossen Oberflaeche plan gegen das Heizelement gedrueckt. Das
ist im Betrieb praktisch wie aus einem Stueck. Das ist kein Vergleich zu
WTCP oder die anderen Teile mit der Bohrung in den Spitzen. Wie schon
gesagt, es ist einfach falsch und dumm alles von Weller ueber einen Kamm
zu scheren. Die haben viel zu viel unterschiedliches im Programm. Und
ja, sie haben auch viel krass ueberteuerten Mist! Aber eben nicht alles.
Und ja Leute ich hab mit JBC auch schon gearbeitet. Wir haben davon
genug in der Firma rumstehen. Halte ich fuer stark ueberschaetzt. Man
kann damit arbeiten, aber man muss es nicht.
Olaf
Einhart P. schrieb:> Yalu X. schrieb:>> Ein relativ guter Kompromiss diesbezüglich sind IMHO die Hakko-Lötkolben>> bzw. ihre chinesischen Imitate, ...>> Hakko als Bezeichnung ist nicht hinreichend. Die bauen verschiedenen> Lötstationen.
Natürlich, deswegen habe ich noch im selben Satz näher beschrieben,
welche ich meine:
>> ... bei denen das Heizelement zwar zum Lötkolben gehört, aber mitsamt>> dem Sensor so tief in die hohle Spitze eintaucht, so dass die Wärme>> wenig Möglichkeiten hat, auf anderem Wege als über die Spitze zu>> entweichen.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich die genau Bezeichnung dieser Lötkolben und
-stationen nicht im Kopf. Es sind dies: FX-600, FX-936, FX-937, FX-888D
und FX889, wobei die FX-93[67] wohl nicht mehr im Programm sind.
Olaf schrieb:> Yep. Ich loete privat mit der WS81 von Weller mit 0.2er Spitzen.
Wenn ich mich richtig erinnere, lötest Du mit bleihaltigem Lot. Da ist
alles eher unkritisch.
Olaf schrieb:> Und ja Leute ich hab mit JBC auch schon gearbeitet. Wir haben davon> genug in der Firma rumstehen. Halte ich fuer stark ueberschaetzt.
Wenn die Teile nur 'rumstehen, ist es ja auch egal. Aber wenn man damit
produktiv arbeiten möchte, ist JBC deutlich angenehmer.
Yalu X. schrieb:> Die Messung der Lötspitzentemperatur mit einem Thermoelement kann nur> eine grobe Schätzung sein und zeigt immer einen zu niedrigen Wert an, da> beide sich dabei nur punktuell berühren (schlechter Wärmekontakt)
Man könnte das Thermoelement auf ein Stück Steinwolle legen und die
Lötspitze dann (mit Gefühl) draufdrücken.
Das sollte einen guten Teil des Fehlers eliminieren.
Da die Diskussion über die Messung weiter geht, mal zur Ansicht meine
Messanordnung. Zum Einen direkt an der Heizung und zum Anderen an der
Lötspitze. Beide Male mit 350°C Einstellung an der Station. Beide Male
heizen lassen bis die Temperatur konstant blieb und max. 1° hin und her
geschaltet hat.
Das 3. Bild zeigt einen Adapter, um eine JBC-Lötspitze fremd zu heizen
um mit deren internen Thermoelement Testmessungen zu machen.
Reinhard
Es gibt von den Herstellern Kalibrierplätze, wo die Stationen
abgeglichen werden können. Für Anwender, wo es wirklich aufs Kelvin
ankommt. Weller hat Stationen mit Heizpatrone hinter der Spitze und auch
direkt geheizte. Letztere geben sich mit JBC nichts mehr, bis auf
Handlingunterschiede. Die "alten" WS81(E) tuns für Hobby alle mal. Mit
etwas Glück bekommt man die für unter 100.
Na ja, aufs einzelne Kelvin kommt es sicher nicht an, aber diese
Abweichung ist doch schon heftig.
Angeregt durch die Diskussion hier -"Kalibrierplätze" war das Stichwort-
habe ich mir mal die Station genauer angesehen und dabei unten ein
kleines Loch entdeckt, das mit "Cal." beschriftet ist. Den dahinter
liegenden Trimmer bis zum Anschlag verstellt ergab wenigstens eine
Temperatur von 330°C bei eingestellten 350°C (gemessen an der Spitze).
Ist auf jeden Fall besser als vorher.
Reinhard
> Wenn ich mich richtig erinnere, lötest Du mit bleihaltigem Lot. Da ist> alles eher unkritisch.
Mein Loetstation steht auf 370Grad. Da steht sie immer. Egal ob ich
bleihaltig (die Regel) oder bleifrei (gelegentlich) loete.
> Es gibt von den Herstellern Kalibrierplätze, wo die Stationen> abgeglichen werden können. Für Anwender, wo es wirklich aufs Kelvin> ankommt.
In der Praxis aber doch total irrelevant. Ich hab eine 20Grad
Loetstelle. Halte da meinen 370Grad Loetkolben und das Loetzinn dran.
Sobald es schmilzt und die Loetstelle gut aussieht nehme ich das weg.
Welche Temperatur hatte ich dann an der Loetstelle? Weiss keiner und
braucht auch keiner zu wissen.
Wichtig ist nur das der Loetkolben konstant auf Solltemperatur ist weil
man sich daran gewoehnt. Ich koennte vermutlich meinen Loetkolben
problemlos auch 320Grad stellen und die Ergebnisse waeren gleich. Ich
muesste nur das Zinn ein kleines bisschen langsamer nachschieben.
Die 370Grad hab ich deshalb gewaehlt weil das die Normaltemperatur der
alten WTCP war. Auserdem ist das eine Temperatur wo man schon
Kupferlackdraht zum faedeln loeten kann. Ueber 370 wuerde ich nicht mehr
gehen weil dann das Flussmittel zu schnell verbrennt, ueber 400 geht es
mit der Lebensdauer der Spitzen schnell bergab. Alte 8er (800Fahrenheit)
fuer die WTCP hielten jedenfalls nur wenige Monate. 7er (370Grad) halten
solange bis man sie mechanisch beschaedigt.
> Temperatur von 330°C bei eingestellten 350°C (gemessen an der Spitze).> Ist auf jeden Fall besser als vorher.
Kann es sein das du einen Defekt an deiner Station oder deinem
Loetkolben hast? Das ist doch nicht normal.
Olaf
Es gibt Bauteile, vor allem LED, die nehmen 5K zu viel sehr krumm. Dann
verfärbt sich die Linse oder das Bauteil wird gleich komplett zerstört.
Für Rework an solchen Sachen gibt es kalibrierte Lötstationen. Bei denen
ist dann auch die Verstellung blockiert/gesperrt, und/oder sie werden
per Netzwerk protokolliert.
Als Hobbyfrickler ist das natürlich unwichtig.
Udo S. schrieb:> Yalu X. schrieb:>> Die Messung der Lötspitzentemperatur mit einem Thermoelement kann nur>> eine grobe Schätzung sein und zeigt immer einen zu niedrigen Wert an, da>> beide sich dabei nur punktuell berühren (schlechter Wärmekontakt)>> Man könnte das Thermoelement auf ein Stück Steinwolle legen und die> Lötspitze dann (mit Gefühl) draufdrücken.> Das sollte einen guten Teil des Fehlers eliminieren.
Sehr guter Vorschlag!
Damit komme ich auf folgende Messwerte:
1
Soll 300°C 350°C
2
─────────────────────────
3
WECP-20 293°C 345°C
4
862D+ 302°C 353°C
5
─────────────────────────
Man muss noch dazu sagen, dass die WECP-20 keine Digitalanzeige hat.
Deswegen kann der Sollwert nur anhand der Potiskala eingestellt werden,
was eine zusätzliche Ungenauigkeit mit sich bringt.
In beiden Fällen kann ich die paar K Differenz zum Sollwert sehr gut
verschmerzen, das Lötzinn und die gelöteten Bauteile ganz sicher
ebenfalls :)
Für gewöhnlich stelle ich die Temperatur – unabhängig von der Anzeige –
ohnehin so ein, dass sie einerseits möglichst niedrig ist, um die
Bauteile zu schonen, und andererseits hoch genug, um das Zinn
ausreichend schnell zum Schmelzen zu bringen. Der Wert in der Anzeige
der Lötstation ist dabei nur ein erster grober Anhaltspunkt und darf
auch fehlerbehaftet sein, solange er einigermaßen reproduzierbar ist.
Karl schrieb:> Wenn ich dran denke,
Du wirst begeistert sein und nicht an uns denken.
Karl schrieb:> Berichte ich im Vergleich zur fixpoint.
Das wirst du, wenn die Spitze hinüber ist und Du den Preis siehst.
ACDC schrieb:> Karl schrieb:>> Wenn ich dran denke,>> Du wirst begeistert sein und nicht an uns denken.
Erfahrung?
> Karl schrieb:>> Berichte ich im Vergleich zur fixpoint.>> Das wirst du, wenn die Spitze hinüber ist und Du den Preis siehst.
Den Preis kenne ich schon, bei der Station ist ja keine dabei.
Tatsächlich habe ich bei der Fixpoint mehr Kolben wegen defektem
Heizelement als Spitzen verschlissen. Was die Spitzen angeht ist die
alte Station nicht schlecht.
Wenn die JBC wirklich in 2 Sekunden auf Temperatur ist, spart mir das
alleine aufs Jahr gerechnet schon mehr Geld als die ganze Station mit
Spitzen gekostet hat. Ich werd's überleben :-D
Spitzen gibt es immer wieder recht preiswert auf Ebay.
Da kauft man sich nach und nach den Vorrat fürs Leben.
Reicht bei mir sogar drüber hinaus, wenn ich da drauf schaue...
Karl schrieb:> Wenn die JBC wirklich in 2 Sekunden auf Temperatur ist
Das ist sie. Wenn man den Kolben nicht zu hastig aus der Ablage nimmt,
dann ist er auf dem Weg bis zur Lötstelle von der Standby-Temperatur
(140 °C oder so) komplett aufgeheizt.
Das Halten der Standby-Temperatur wiederum bewirkt ein Einschalten von
einmal pro Minute oder so; ich habe das seinerzeit mit dem Oszi nicht
einmal richtig erfassen können, so selten ist das.
Ich habe gerade den gleichen Entscheidungsprozess hinter mir und werde
mir eine Weller WS81 kaufen. Die JBC sind sicher schick. Mein Argument
war, dass ich bei der WS81 hoffentlich auch in 30 Jahren (wenn
Augenlicht und Hände mitmachen) den Leistunsgtransistor tauschen kann.
Ich verwende meinen Lötkolben u.a. zum reparieren von Elektronik, da
soll er auch zu reparieren sein.
Hardy F. schrieb:> Spitzen gibt es immer wieder recht preiswert auf Ebay.> Da kauft man sich nach und nach den Vorrat fürs Leben.
Hmm. Ich habe eine gebrauchte Weller WECP-20 und einen gebrauchten MLR
21 Kolben. Und das seit über 10 Jahren.
Die Spitzen habe ich da noch nie wegen Verschleiß tauschen müssen. Nur
weil vielleicht ich mal 'ne andere Größe brauchte.
Gelötet wird SMD und THT, verbleit und seit einiger Zeit auch bleifrei.
Christian H. schrieb:> Dann brauchst Du aber noch ein Zweitgerät. Wie reparierst Du die WS81,> wenn sie nicht mehr funktionieren sollte?
Zur Not kann man auch mal mit Feuerzeug/Kerze und einem ollen
Schraubendreher löten. BTDT.
Karl schrieb:> ACDC schrieb:>> Karl schrieb:>>> Wenn ich dran denke,>>>> Du wirst begeistert sein und nicht an uns denken.> Erfahrung?
Ich habe Erfahrung mit JBC
Eine Weller haelt ein Leben lang. Ich hab vor fast 20 Jahren eine M1000
oder so fuer 700E gekauft. Sie ist noch wie neu.
Und ja. ein TQFP44 oder TQFP144 loete ich mit der 2.3mm breiten
Meisselspitze. Muss man sich einmal auf Utoob reinziehen.
Johnny W. schrieb:> Also wo liegt da eigentlich der Mehrwert?
in der über 40-jährigen guten Nutzbarkeit?
Komisch ich kamm mit denen immer noch alles löten und bekomme
Ersatzspitzen, bei allen anderen Dingen wie z.B. Drucker wurden mir
schon mal nach 3 Jahren keine Druckköpfe mehr geliefert, bei
Billiglötkolben bin ich auch nicht sicher ob es Spitzen oder
Heizpatronen gibt.
Ich habe mir sogar eine alte gebrauchte Weller Lötstation privat
zugelegt weil die einfach nur gut sind, selbiges gilt für alte linerare
Voltcraft Netzteile, alt sicher leicht zu reparieren.
Ich hab ja auch noch nen TCP, das Teil ist an die 40 Jahre alt und läuft
ohne Originaltrafo, weil der damals sauteuer war immer noch.
Aber braucht halt ewig bis er warm wird und mittlerweile bröselt mir der
Griff auseinander. Ersatzteile konnte ich hierzulande keine mehr
auftreiben, lediglich einen in Israel, der für ich glaube 20 Stück aber
über 50€ wollte.
Der wollte auch nicht einen rausnehmen und den einzeln verkaufen.
Ich geh mal davon aus, dass ich 2800 nicht mehr viel Lust dran haben
werde, irgendwas zu löten. Derjenige, der sowas einzeln verkauft hat,
wollte aber auch schon fast soviel und verkauft nicht an Privat.
Ich weiß ich werde mich jetzt auf ein Wespennest setzen;-)
Seit sechs Monaten bin ich glücklicher Besitzer einer AD2200 JBC. Sie
funktioniert auch sehr gut und man kann wenig dagegen aufbringen und ich
verwende sie auch gerne für anspruchsvollere Feinarbeiten mit LP.
Trotzdem ist sie außer schneller Aufheizzeit und dem Hibernationsmodus
auch nicht sensationell besser wie die Hakko FX-888D die ich seit einem
Jahr auch in Betrieb habe.
Beim Falzlöten von FR4 oder Löten größerer Bauteile wie TO-263 hat die
Hakko deutlich bessere Hitzebelieferung und erwärmt die Lötflächen
schneller. Inwiefern modernere JBC diesbezüglich vergleichbar sind kann
ich Mangels Vergleich leider nicht beurteilen. Anhand der praktischen
Vergleiche zwischen AD2200 und der Hakko schneidet die Hakko in der
Regel etwas besser ab. Die 140W JBC Stationen mögen da diesbezüglich
viel besser sein, die AD2200 auf Grund des kleineren Trafos aber
bestimmt nicht.
Erschwerend zur JBC und nur für mich, kommt dazu, daß JBC Zubehörteile
wie Spitzenkartuschen in Kanada nur schwer und sehr teuer beziehbar
sind. Dagegen sind hier Weller und Hakko von den üblichen Verdächtigen
wesentlich leichter domestisch beziehbar. Im täglichen Betrieb mit einer
Mischung von verschiedensten Arbeiten ist es eigentlich fast immer egal
welche Station man verwendet.
Wer es sich leisten kann ist mit den JBCs auf jeden Fall sehr gut
bedient. Andrerseits, wenn Geld doch eine Rolle spielt, ist die Hakko
trotz der etwas eigenwilliger Bedienung, vielleicht doch die bessere
Wahl. Was Weller betrifft wäre eigentlich nur WSP80 und ETC eine
Alternative für mich. Leider hat Hakko versäumt, Hibernationsmodus
miteinzubauen. Allerdings habe ich bis jetzt noch keine
Spitzenalterserscheinungen beobachten können. Die Beschichtung scheint
sehr robust zu sein.
Bei der Hakko darf man sich nur nicht verleiten lassen, chinesische
Billigstspitzen zu beziehen. Die sind in jeder Beziehung absoluter Mist
und haben wegen der Konstruktionsunterschiede und größeren Toleranzen
einen sehr hohen Wärmewiderstand zwischen Heizkörper und
Spitzeninnenmantel. Diese Spitzen kann man mit Originalspitzen in
keinster Weise vergleichen.
Abschließend kann man nur das Klischee aufbringen, daß auch die Töchter
anderer Mütter schön sein können...
Gerhard O. schrieb:> Seit sechs Monaten bin ich glücklicher Besitzer einer AD2200 JBC. Sie> funktioniert auch sehr gut und man kann wenig dagegen aufbringen und ich> verwende sie auch gerne für anspruchsvollere Feinarbeiten mit LP.
Die hat einen T-210 Kolben, oder?
Das ist natürlich deutlich filigraner als die "Allerwelts-Lötkolben"
T-245.
In der Firma haben wir auch eine Doppelstation mit einem Kleinst-Kolben
und einer Pinzette, die sind für filigrane Arbeiten richtig gut, aber
einen T-245 ersetzen sie nicht, sie ergänzen ihn nur „nach unten“ (also
in Richtung kleinerer Arbeiten).
Jörg W. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Seit sechs Monaten bin ich glücklicher Besitzer einer AD2200 JBC. Sie>> funktioniert auch sehr gut und man kann wenig dagegen aufbringen und ich>> verwende sie auch gerne für anspruchsvollere Feinarbeiten mit LP.>> Die hat einen T-210 Kolben, oder?>> Das ist natürlich deutlich filigraner als die "Allerwelts-Lötkolben"> T-245.>> In der Firma haben wir auch eine Doppelstation mit einem Kleinst-Kolben> und einer Pinzette, die sind für filigrane Arbeiten richtig gut, aber> einen T-245 ersetzen sie nicht, sie ergänzen ihn nur „nach unten“ (also> in Richtung kleinerer Arbeiten).
Ich habe beide. Auch der T245 funktioniert mit der AD2200. Die T210 habe
ich eigentlich bisher kaum gebraucht. Vielleicht hängt es aber mit dem
Trafo und 120V/60Hz zusammen. Unter Belastung sinkt nämlich die
Trafospannung an den Trafo Sekondärlötkontakten gemessen, von 27V auf
19V ab. Da ich nicht vergleichen kann, sind deswegen gewisse
Rückschlüsse möglich. Da die Leistung im Quadrat mit der Spannung
absinkt, ist der Leistungsverlust vielleicht dadurch erklärbar. Wenn ich
meine Station mit einer in D betriebenen Station vergleichen könnte,
wüßte man vielleicht mehr.
Ich arbeitete mit einer 2.2mm Meisselspitze.
Gerhard O. schrieb:> Unter Belastung sinkt nämlich die Trafospannung an den Trafo> Sekondärlötkontakten gemessen, von 27V auf 19V ab.
Sollte nicht so relevant sein. Die tatsächlichen Innenwiderstände dieser
Heizelemente sind so klein, dass sie sich nur mit einer PWM mit
entsprechendem Tastverhältnis benutzen lassen.
Jörg W. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Unter Belastung sinkt nämlich die Trafospannung an den Trafo>> Sekondärlötkontakten gemessen, von 27V auf 19V ab.>> Sollte nicht so relevant sein. Die tatsächlichen Innenwiderstände dieser> Heizelemente sind so klein, dass sie sich nur mit einer PWM mit> entsprechendem Tastverhältnis benutzen lassen.
Naja, wenn man noch 1.5V durch den Triac abzieht bleiben noch 17.5 V an
den Lötkolbenanschlüssen übrig. Dann wäre bei 2.3Ohm die mögliche
Heizleistung bei mir rund 130VA. Das wäre mit den erwähnten 140VA
vergleichbar. Hmmm...
Johnny W. schrieb:> Weller Lötstation - Wo liegt der Mehrwert?
Also ich habe mir vor ca. 30 Jahren zwei WECP-20 mit ca. 10
Dauerlötspitzen in 2 Größen zugelegt und die beiden Geräte auch
beruflich benutzt. Zwei, weil ich nicht ständig die Spitzen tauschen
wollte. Paar mal ist im Lötkolben ein Kabel abgegangen. Wieder angelötet
- fertig. Nach dem Kauf nur noch Lötzinn und Schwämme gekauft, die
Lötspitzen sind heute noch im Einsatz. Verschleiß Null. Eine Lötstation
für ein Menschenleben.
Und wenn ich die beiden Geräte heute verkaufe, bekomme ich noch
anständig was für. Morgen sind die Leute wahrscheinlich komplett auf 2
Jahres Schrott dressiert, dann will meine beiden Stationen keiner mehr.
Gerd W. schrieb:> Morgen sind die Leute wahrscheinlich komplett auf 2 Jahres Schrott> dressiert
Was sollen die <zensiert> Unterstellungen?
Dass es noch genügend Leute gibt, die Wert auf ordentliche Qualität
legen siehst du daran, wie viele Leute hier berichten, dass sie sich in
letzter Zeit eine JBC-Lötstation gekauft haben. Das ist recht eindeutig
kein „2 Jahres Schrott“, wie du es titulierst.
> Lötspitzen sind heute noch im Einsatz. Verschleiß Null. Eine Lötstation> für ein Menschenleben.
Wenn man nur dicke Loetspitzen hat dann ist das so. Ich benutze aber
auch viel 0.2er Spitzen. Damit geht man natuerlich sorgfaeltig um. Aber
trotzdem, irgendwann stoesst man mal beim wegstellen gegen den Rand des
Halters, oder wenn man am Mikroskop arbeitet stoesst man gegen was
dickes auf der Platine das man nicht im Blick hat und schwupps ist die
krumm. Also so 3-4 von denen brauch ich im Jahr. Haengt aber natuerlich
davon ab wie oft man sie im Einsatz hat.
Olaf
Tany schrieb:> Reinhard R. schrieb:>> Na ja, aufs einzelne Kelvin kommt es sicher nicht an, aber diese>> Abweichung ist doch schon heftig>> Mein Senf noch dazu...
Für den unbelasteten Beharrungsfall ganz gut. Das Problem bei den Ersa
mit den Aufsatzspitzen ist die Totzeit, bis die Temperaturegelung
mitbekommt, dass Wärme benötigt wird. In der Zeit pappt der Kolben erst
mal an der Lötstelle fest, bevor das Zinn wieder fließt. Abhilfe ist die
Temperatur höher einstellen, das verbrennt aber die Spitzen sehr
schnell. Wobei die alte Analog60 durch die massiven Spitzen nicht ganz
so schlimm festpappt. Aber die iCons kann man knicken.
Gerhard O. schrieb:> Naja, wenn man noch 1.5V durch den Triac abzieht bleiben noch 17.5 V an> den Lötkolbenanschlüssen übrig. Dann wäre bei 2.3Ohm die mögliche> Heizleistung bei mir rund 130VA. Das wäre mit den erwähnten 140VA> vergleichbar. Hmmm...
Hier eben eine C245 mit etwa 2,5Ohm gemessen, kommt also durchaus hin!
Eine Station habe ich nicht, ein Selbstbau soll irgendwann einmal...
Gerd W. schrieb:> Also ich habe mir vor ca. 30 Jahren zwei WECP-20
Seit ich direkt beheizte Spitzen (Weller RT) kenne, möchte ich nicht
mehr mit der WECP löten müssen.
WTCP / WECP haben sich über Jahrzehnte in der Industrie bewährt, aber
die Technik geht vorwärts, einige Dinge sogar in eine sinnvolle
Richtung.
Roland E. schrieb:> Für den unbelasteten Beharrungsfall ganz gut
Du hast die große Abweichung selbst bei unbelastet festgestellt, daher
mein "Senf".
Roland E. schrieb:> bevor das Zinn wieder fließt. Abhilfe ist die Temperatur höher einstellen.
Es mag so sein, es hat mich nicht weiter gestört bzw. habe ich kein
Problem mit der Leistung. Es kann auch daran liegen, dass ich der 80er
habe und du nur 60er hast. Vor kurzem mußte ich 2x8 Pinheader
auslöten....und das geht ruckzuck mit selbst gefertigte Lötfahne.
Meiner Erfahrung (30Jahre) nach sind die Xytronic vom Reichelt Spitze!
Habe in der Arbeit JBC, Weller, Ersa und Metcal. Die Profigeräte sind
alle nicht schlecht aber auch keinen Deut besser! Was mir an den
Xytronic gefällt, sie sind wahnsinnig schnell heiß, halten die
Temperatur gut und regeln sehr schnell nach. Wenn die Weller warm ist,
bin ich mit der Xytronic schon fertig mit der Arbeit ;-)
https://www.reichelt.de/loetstation-lf-3200-120-w-1-kanal-esd-station-lf-3200-p142531.html?&trstct=pol_4&nbc=1
Christian M. schrieb:> Meiner Erfahrung (30Jahre) nach sind die Xytronic vom Reichelt Spitze!
Zumindest preislich recht interessant.
Die Spitzen-Wechsel-Mimik sieht bisschen aus wie Weller WSP80,
allerdings taucht die Spitze offenbar ins Heizelement ein (guter
Wärmeübergang), sehe ich das richtig?
Der Lötkolben sieht aus wie der alte Weller WSP80. Mit all seinen
Nachteilen.
Dann schon lieber das Original. Das ist inzwischen auch nicht mehr
teurer.
Roland E. schrieb:> Der Lötkolben sieht aus wie der alte Weller WSP80.
Aber höchstens von außen. Wie Jörg schon richtig erkannt hat, ist die
"Schnittstelle" zwischen Heizung und Spitze anders. Sie erinnert
eigentlich eher an die (noch ältere) WECP-20 mit LR-20. Mit ihren 120 W
hat die Xytronic auch deutlich mehr Bums als die WSP80, was sich bei der
Anheizdauer sicher bemerkbar macht.
> Temperatur gut und regeln sehr schnell nach. Wenn die Weller warm ist,
Oh ja? Welche der 10-20 verschiedenen Wellerstationen der letzten
20Jahre meinst du denn?
> allerdings taucht die Spitze offenbar ins Heizelement ein (guter> Wärmeübergang), sehe ich das richtig?
Das siehst du falsch. Fuer den Waermeuebergang ist die Kontaktflaeche
wichtig. Wenn die Spitze irgendwo reingesteckt wird und da ist ein
wackeliges Luftloch dann ist das kacke. Wenn sie genau reinpasst
ueberrall alles beruehrt dann ist das gut. Allerdings wuerde so eine
Spielpassung bei einem Loetkolben nicht sehr lange gaengig bleiben,
weshalb da in der Regel etwas Luft ist! Sonst wuerde man die Spitze da
nach einer Woche nicht mehr raus bekommen.
ICh denke z.B das die Spitzen des WSP80 die relativ klein sind, aber mit
einer dazu im verhaeltnis grossen Kontaktflaeche sehr gut sind. Im
verschraubtem Zustand sind dann Spitze und Loetkolben ein Teil. Sehr
viel besser als noch beim WTCP!
Und deshalb, einfach nur von "Weller" labern ist Unsinn. Die sind zu
unterschiedlich. Genauso koennte ich sagen das man von VW immer
Rueckenschmerzen bekommt bloss weil das im Polo von 1985 so war. :)
> "Schnittstelle" zwischen Heizung und Spitze anders. Sie erinnert> eigentlich eher an die (noch ältere) WECP-20 mit LR-20.
Hatten die nicht hinten ein Loch fuer den Temperaturfuehler? Wenn ja
dann war das nicht gut weil ein moeglichst guter Kontakt des Fuehler ist
wichtig um eine saubere Regelung bauen zu koennen.
> Dann schon lieber das Original. Das ist inzwischen auch nicht mehr> teurer.
Vor allem seitdem ich fuer 0.2er Spitzen fuer den WSP80 nur noch weniger
wie 1Euro bezahle. :-D Da macht mir das kaum noch was aus wenn ich eine
verbiege.
Olaf
Jörg W. schrieb:> allerdings taucht die Spitze offenbar ins Heizelement ein (guter> Wärmeübergang), sehe ich das richtig?
So, wie ich die Beschreibung verstehe, wird die Spitze induktiv erhitzt.
Das ist natürlich optimal.
m.n. schrieb:> Das ist natürlich optimal.
Naja: eigentlich nur dann, wenn auch der Temperaturfühler in der Spitze
selbst wäre.
Aber vom Wärmekontakt her ist es gut, das ist wahr.
> Naja: eigentlich nur dann, wenn auch der Temperaturfühler in der Spitze> selbst wäre.
In der Regelungstechnik will man eigentlich den Fuehler moeglichst gut
an der Heizung haben. (keine Totzeit zwischen Heizung und Fuehler) Das
man dann noch einen kleinen widerstand zur Spitze anstreben sollte ist
aber auch klar.
Olaf
Olaf schrieb:> In der Regelungstechnik will man eigentlich den Fuehler moeglichst gut> an der Heizung haben. (keine Totzeit zwischen Heizung und Fuehler) Das> man dann noch einen kleinen widerstand zur Spitze anstreben sollte ist> aber auch klar.
OK, in diesem Sinne könnte das ja passen. Der riesige Stift der Spitze
hat sicher eine gute Wärmeübertragung.
Wenn sie so gut ist, wie Christian behauptet, wäre die Xytronic damit
eigentlich die Empfehlung schlechthin zumindest für all diejenigen, die
den Preis für eine Weller- oder JBC-Station nicht bezahlen möchten.
ACDC schrieb:> Karl schrieb:>>> Wenn ich dran denke,>> Du wirst begeistert sein und nicht an uns denken.
Da Strafe ich dich einfach Mal Lügen ;-)
Nach einigen Wochen unregelmäßigen (aber auch unkritischen) Gebrauchs
kann ich sagen, dass die fixpoint soooo schlecht nicht war. Löten geht
erwartungsgemäß aber auch mit der JBC. Es ist jetzt aber für Kleinkram
auch kein himmelweiter Unterschied. Beides mit 2.2 mm Meißel.
Definitiv beeindruckend ist die Aufheizzeit der JBC. Der Kolben ist
angenehmer in der Hand und wird auch bei längeren Sessions nicht warm.
Spitzenwechsel klappt auch ganz prima.
Fürs Geschäft auf jeden Fall eine Bereicherung, aber kein absolutes Muss
im privaten Umfeld.
> Karl schrieb:>>> Berichte ich im Vergleich zur fixpoint.>> Das wirst du, wenn die Spitze hinüber ist und Du den Preis siehst.
Naaah. Bei der fixpoint habe ich mehr Kolben verbraucht als Spitzen.
Außerdem sind bei meiner die Spitzen nach einiger Zeit so festgebacken,
dass ein Defekt immer zum Tausch von beiden Teilen führte.
Ich frag mich allgemein, warum eine Wellerlötstation 200-300€ kostet. Da
bekommt man fast schon ein Einsteiger-Oszi. Wird die Station von
Jungfrauen zusammengebaut? Ich hatte einen Ersa-Lötkolben, den hab ich
vor über 30 Jahren für 25 Mark gekauft. Der hat bis vor kurzem gehalten.
Damit konnte man wunderbar sogar SMD löten.
Zu den XYTRONIC Lötkolben: Hatte ich mir als Ersatz von Reichelt gekauft
und wieder entsorgt: Die stinken, dass es einer Sau graust. Ich vermute
krebseregende Weichmacher oder Bromverbinden als Flammschutz. Ausserdem
hat sich die Überwurfmutter jedesmal gelockert, wenn er warm und kalt
wurde. Da fiel einem das heisse Eisen über die Pfoten.
solange man mehr als eine Weller Station hat halte ich gleiche Stationen
wegen der Austauschbarkeit der Teile sinnvoller, dann erübrigt sich auch
die Spitzen nach Lötstationen zu sortieren, erst Recht wenn wieder mal
der Hersteller die Spitzen wechselt.
Das kennt man ja bei Drucker und Anderem zur Genüge, nie passt der
angelegte Vorrat an anderes.
Im 300€+ Bereich würde ich auch am ehesten zu JBC oder den Pace
Accudrive greifen.
Darunter halte ich z.B. die Ersa I-Con Pico für einen recht guten
Kompromiss.
PS: Ich arbeite beruflich mit einer JBC Lötstation - und die ist
wirklich schnell einsatzbereit aber braucht dennoch länger als manche
angeben und man muss durchaus mal ein paar Sekunden warten.
Ralf S. schrieb:> Ich frag mich allgemein, warum eine Wellerlötstation 200-300€ kostet. Da> bekommt man fast schon ein Einsteiger-Oszi. Wird die Station von> Jungfrauen zusammengebaut?
Da liegt der echte Wert deiner Aussage.
Du meinst halt, dass man für 200€ ein Oszi bekommt.
Deshalb glaubst du auch, dass es Lötstationen für 20€ gibt.
Ja, die Oszis sind billiger geworden. Aber sicher gibt es kein
brauchbares für 200€.
Ja, die Lötstationen sind billiger geworden, aber sicher gibt es keine
brauchbare für 20€.
ACDC schrieb:> vielleicht ist das hier was:>> https://www.lidl.de/de/loetwerkzeuge-zubehoer/c9771
Bei DEM Preis bin ich fast versucht, die Station auszuprobieren. Ich
halte es aber für dekadent, 15,00 Euro zum Testen rauszuwerfen, wenn ich
bereits eine Station habe. Es sei denn, ich müsste Plastik schweißen
(beim Impeller von gewissen Miele-Geschirrspülern lösen sich bisweilen
die geschweißten Kunststoff-Bestandteile).
Sind eigentlich die Teflon-beschichteten Spitzen von JBC DAFÜR gedacht??
JBC C245-119, z.B. hier:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2334524.m570.l1313&_nkw=jbc+teflon&_sacat=0&LH_TitleDesc=0&_sop=10&_osacat=0&_odkw=jbc+l%C3%B6tspitzeIch Nicht schrieb:> PS: Ich arbeite beruflich mit einer JBC Lötstation - und die ist> wirklich schnell einsatzbereit aber braucht dennoch länger als manche> angeben und man muss durchaus mal ein paar Sekunden warten.
Korrekt. Ich habe eine JBC BD-2A, nach dem Einschalten wird erstmal von
der Elektronik initialisiert, die Firmware-Version angezeigt und dann
erst geht es los mit dem Heizen. Schnell geht es nur aus dem
Sleep-Modus, wenn dort eine Temperatur um die 200° C eingestellt ist.
Mache ich aber nicht. Bei Reparaturen wird der Handgriff nur
gelegentlich rausgenommen, weshalb die Spitze im Stand auf
Zimmertemperatur abkühlt.
Trotzdem ist die Anheizzeit in Ordnung. Beim Rausnehmen des Griffes im
eingeschalteten Zustand entfällt die erneute Initialisierung und dann
geht das Aufheizen schnell genug, zumal ich meistens keine hohen
Temperaturen brauche (meine historischen Geräte sind verbleit gelötet).
Meckern kann ich absolut nicht, aber bezüglich der Anheizzeit ist die
JBC-Werbung nur zu vollmundig.
Rainer Z. schrieb:> Bei DEM Preis bin ich fast versucht, die Station auszuprobieren.
Vergiss es, das ist Fertigmüll. Ich hab so ein Teil mal ausprobiert -
hoffnungslos.
Danke für die Warnung vor dem Lidl-Kolben, auch wenn ich es eh nicht
vorhatte, den auszuprobieren.
In dieser Woche sah ich beim Aldi eine Lötstation sogar für 10 Euro.
Damit niemand irritiert ist: Das kann ein Restposten aus einem Angebot
früherer Wochen sein. Jedenfalls hat es mich optisch schon nicht
überzeugt.
Du hast schon Recht, weiteren "Fertigmüll" will ich nicht erzeugen.
Der Mehrwert liegt einfach in einem Lötsystem das seit Jahrzehnten nicht
umsonst Industriestandard ist.
Für jeden Zweck ein System - das immer funktioniert.
Größter Vorteil - selbst für über 40 Jahre alte Lötstationen gibt es
noch jedes Ersatzteil und Verbrauchsmaterial wie Spitzen und Heizkörper.
Das wissen professionelle Anwender zu schätzen!
Ich habe mir privat im letzten Jahr 2 komplett neue Weller Lötstation
mit Zubehör (Spitzen und Heizkörper als Ersatz) zugelegt. ~1000€ aber
Ruhe bis zum Sarg.
Ganz wichtig -Weller gibts überall an der nächsten Straßenecke.
Ob JBC oder Hakko das alles von sich behaupten können, bezweifle ich
stark! Lieferzeiten, Auswahl, Liefermöglichkeiten... Wer will schon auf
sein Werkzeug warten?
Übrigens laufen meine alten WTCP-S und WTCP-50 immer noch! Die Spitzen
hielten ewig. Morgens eingeschaltet, zum Feierabend aus. Nichts mit
Temperatur runterregeln und ähnlichen Firlefanz. Hab ich bei den neuen
Stationen gleich auch auf Dauerbetrieb eingestellt. Die Spitzen halten
nach wie vor ewig!
Im Übrigen ist Weller sehr kulant und die Beratung zielt nicht auf den
teuersten Kauf. Zumindest ist das meine Erfahrung.
Und wisst Ihr was - darüber diskutiere ich auch nicht. Wer sein Geld mit
Experimenten verschwenden will - bitteschön!
Frank DK1LX schrieb:> Der Mehrwert liegt einfach in einem Lötsystem das seit Jahrzehnten nicht> umsonst Industriestandard ist.
Davon abgesehen, dass der Thread nun schon ersten Geburtstag hatte,
stimmt das so nicht mehr. Schau dich mal in der Industrie um und sieh
dir an, was jetzt dort, wo vor 10 Jahren überall Weller-Stationen
standen, nun herum steht. ;-)
ich habe noch eine alte Weller WMCPEC, dafür gibt es keine Spitzen mehr,
habe schon viel danach gesucht. Wenn jemand einen Tipp hat, bitte
melden. Habe die aber nur noch aus Nostalgiegründen noch nicht
weggeworfen.
Das sich Spitzen abnutzen kenne ich nur von der Weller. Die Ersadur auf
dem Ersa Tip 16 sieht heute noch Tip Top aus, gut, wird auch kaum
benutzt.
Jetzt habe ich zum lange benutzten Ersa 2000 (wo ich auch noch die
ersten Spitzen drauf habe) noch eine JBC China Variante von Aixun, T3A,
gekauft. Verdammte YouTube Werbung... Aber die ist tatsächlich auch
super und wurde mit 3 Spitzen geliefert: dünner Spitze, abgewinkelter
und messerförmiger.
Mir fehlt noch eine meisselförmige und evt. Hohlkehle, welche könntet
ihr da empfehlen? Die Auswahl ist riesig für den T245.
Johannes S. schrieb:> Mir fehlt noch eine meisselförmige und evt. Hohlkehle, welche könntet> ihr da empfehlen?
Nachdem ich seit einem Jahr Erfahrungen mit der JBC mache und bevorzugt
auf alten Geräte löte, kann ich im Allgemeinen sagen: die Größte!
Selbst wenn die JBC-Station gut Wärme nachschiebt, gelingt es mit einer
2,2 mm breiten Meißel-Spitze nicht, einen Metall-Chassis-Rahmen auf der
Leiterbahn zu löten. Mit fast 5 mm breiter Spitze schon. Ähnlich verhält
es sich bei SMD-Bauteilen mit Kühlkörpern, die auf ein Pad gelötet sind.
Hängt also von Deinen Anwendungen ab. Mit Bleistiftspitzen komme ich
z.B. nicht klar. Der Meißel legt sich in der Regel am besten an die
Lötstelle an.
Deshalb habe ich gleich drei Meißel: 2,2 mm (245-907), 3,2 mm (245-911)
und 4,8 mm (245-908). Kleine Meißel für SMD-Hühnerfutter gibt's auch,
habe ich aber bisher nicht.
Johannes S. schrieb:> Das sich Spitzen abnutzen kenne ich nur von der Weller.
Das ist normal. So, wie das Löten selbst ja ein Diffusionsprozess ist,
diffundiert bei den Temperaturen natürlich auch das übrige Material, nur
halt langsamer.
Daher ist die Standby-Schaltung der JBCs ja ein großer Segen: das
Herunterfahren der Temperatur auf irgendwas um die 150 °C, während der
Kolben in der Ablage ist, reduziert die Diffusionsgeschwindigkeit und
damit den Verschleiß während des Standby um Größenordnungen.
> Die Ersadur auf> dem Ersa Tip 16 sieht heute noch Tip Top aus, gut, wird auch kaum> benutzt.
Letzteres wird der Grund sein.
> Mir fehlt noch eine meisselförmige und evt. Hohlkehle, welche könntet> ihr da empfehlen? Die Auswahl ist riesig für den T245.
Hohlkehle habe ich nicht, aber die 906, die bei der Standardausrüstung
der Analog-JBCs dabei ist, gehört bei mir zu den meist benutzten. Die
903 ist noch ein bisschen feiner, für Filigranes mag ich sehr die
gekröpfte 034.
Ich WAR immer Weller-Fan. Eine in sehr jungen Jahren gekaufte WECP
existiert und funktioniert immer noch. Gutes Teil, für heutige Lötungen
etwas wenig Leistung/Nachschub. Irgendwann war ich beim Aufkommen der WX
Station so begeistert, dass ich mir auch eine solche zulegte. Ab dem
Zeitpunkt hat sich meine Einstellung verändert. Es ging los mit nicht
hitzebeständigen Lötkolben-Ablagen, eine offizielle Anfrage bei Weller
ergab, dass ich wohl (durch die Blume gesagt) zu blöd sei zum Bedienen.
Aufweckfunktion durch Erschütterungssensor ungenügend. Standzeit der
Spitzen gefühlt schlecht. Buchsenkontakte immer wackelig gewesen, jetzt
abgebrochen, siehe auch Beitrag "Stecker Weller WX Löstationen",
Keine ernsthafte Reparaturmöglichkeiten, keine Ersatzteile, nur
Reparaturangebote zum Preis eines Totalschadens.
Alles Problemchen, die man in dem Griff bekommt, dazu sicher klagen auf
hohem Niveau. Für den eigentlichen Lötvorgang immer noch sehr gut. Aber
für den Preis sollte man absolute Spitzenklasse und guten Service
erwarten können. Die haben sich einfach auf den Lorbeeren der 80/90er
ausgeruht, so scheint es.
Harald A. schrieb:> Alles Problemchen, die man in dem Griff bekommt, dazu sicher klagen auf> hohem Niveau.
Jep. Meine alte Weller-Station hat mein Sohn inzwischen. Ist ja nicht
so, dass man damit nicht mehr arbeiten könnte.
Jörg W. schrieb:>> Die Ersadur auf>> dem Ersa Tip 16 sieht heute noch Tip Top aus, gut, wird auch kaum>> benutzt.>> Letzteres wird der Grund sein.
weil da nichts leuchtet war die früher oft Wochenlang eingeschaltet, die
hat schon sehr viele Stunden auf dem Buckel.
ich hatte die unter einem Regalbrett hängen in zwei Wandhaken. Einmal
habe ich was vom Schreibtisch hochgehoben und den Unterarm an den
Lötkolben gedrückt. Erst nichts gespürt, aber die Narbe ist nach ca. 40
Jahren noch sichtbar...
Danke für die Tipps mit dem Meißel, die 2,2 und 3,2 werde ich auch
bestellen. Etwas breites habe ich noch in der Ersa2000, die werfe ich
natürlich auch nicht weg.
> stimmt das so nicht mehr. Schau dich mal in der Industrie um und sieh> dir an, was jetzt dort, wo vor 10 Jahren überall Weller-Stationen> standen, nun herum steht. ;-)
Also ich sehe da immer noch ueberrall ueberall Weller. Was sicher auch
daran liegt das die immer noch funktionieren und in weiteren 10Jahren
immer noch funktionieren werden. Ich hab erst heut mit einer Weller
Station wieder einen QSPI-Flash in BGA8 gewechselt.
Und wenn ich fuer meine privatm WSP80 mal wieder eine Spitze kaufen
sollte, kaufe ich die hier:
https://de.aliexpress.com/item/33026201254.html
Funktionieren super.
Und zum Spitzenwechsel schraub ich einfach die Huelsen um. Dafuer
schalte ich die Station noch nichtmal aus:
https://de.aliexpress.com/item/32972320127.html
0.77Euro fuer eine Loetspitze. Da liegt der Mehrwert. .-)
Olaf
Olaf schrieb:> Also ich sehe da immer noch ueberrall ueberall Weller.
Ich nicht. War vor paar Jahren mal auf Rundgang bei unserem damaligen
Haus- und Hof-Bestücker, da habe ich kaum noch welche gesehen. Dafür die
Marke mit den 3 Buchstaben an jeder Ecke – obwohl die Weller-Teile
sicherlich noch nicht alle kaputt gegangen waren inzwischen.
> Ich nicht. War vor paar Jahren mal auf Rundgang bei unserem damaligen> Haus- und Hof-Bestücker, da habe ich kaum noch welche gesehen.
Mag ja sein, aber schau doch mal wo du ueberall Loetspitzen fuer Weller
kaufen kannst und wo fuer andere. Das macht den Besitz einer anderen
Loetstation nicht nur unbequem, es zeigt vor allem wie der Marktanteil
draussen ist. Den Haendlern ist das schliesslich egal, die verkaufen das
was der Kunde will.
Wie ich ja schon 2-3mal sagte, ich bin kein Wellerfanboy. Die haben auch
jede menge krass ueberteuerte Kacke im Programm. Aber die Realitaet, vor
allem in der Industrie sieht doch etwas anderes aus. Auch das viele
Leute eine alte Wellerstation aus der Firma abstauben wenn da mal
modernisiert wird und die dann privat noch 10-20Jahren weiternutzen,
zeigt ganz gut was mit Weller moeglich ist.
Olaf
Olaf schrieb:> Mag ja sein, aber schau doch mal wo du ueberall Loetspitzen fuer Weller> kaufen kannst und wo fuer andere.
Naja, den JBC-Kram bekommt man inzwischen auch an allen Ecken und Enden,
inklusive Aliexpress (sehr wahrscheinlich dann Nachbauten) und auch auf
ebay. Echte Hakko-Spitzen zu bekommen, ist noch etwas schwieriger (Fakes
gibt es dagegen viele, aber die sind K*cke).
> ebay. Echte Hakko-Spitzen zu bekommen, ist noch etwas schwieriger (Fakes> gibt es dagegen viele, aber die sind K*cke).
Die von mir oben angegebenen Loetspitzen sind natuerlich auch
Nachbauten,
Originale kosten ja so 6-8Euro. Deshalb hab ich auch nicht zuviel
erwartet und gleich 10Stueck gekauft, aber bisher bin ich echt positiv
ueberrascht!
Olaf
> Hatte ne WELLER WS 81 im Auge, aber da wird ja noch nichtmal die> aktuelle Ist-Temperatur angezeigt wie beim Pollin-Produkt.
Dazu noch mal eine kleine Anmerkung. Warum sollte man das brauchen?
Ich selbst hab sowohl privat wie auch in der Firma diese Station.
Das ganze als Ergebnis eines bewussten Entscheidungsprozess. Ich erwarte
das eine Regelung schon leistet was ich von ihr verlange und die letzten
10Jahre hat da auch funktioniert.
Es erstaunt mich geradezu was fuer einen ueberfluessigen Firlefanz heute
jeder an seiner Loetstation zu brauchen glaubt. Da sieht man mal wieder
das es uns noch nicht so schlecht wie alle immer jammern. :-D
Olaf
Olaf schrieb:> Die von mir oben angegebenen Loetspitzen sind natuerlich auch Nachbauten
Die Hakko-Nachbauten sind aber viel zu dünn, damit ist der
Wärmetransport nicht mehr gewährleistet.
War'n Versuch, was die billigen Teile taugen. Damit ich sie nicht
wegwerfen muss, habe ich sie dann alle mit Alufolie umwickelt bis zum
richtigen Durchmesser.
> Die Hakko-Nachbauten sind aber viel zu dünn, damit ist der> Wärmetransport nicht mehr gewährleistet.
Das ist bitter. Da sind die Weller, zumindest der vom TO anvisierte WS81
mit den LT Spitzen besser. Da wird die Spitze mit der Heizung eine
Einheit solange es der Hersteller nur schafft unten eine plane Flaeche
zu erzeugen.
Ich hab mir da eher Sorgen wegen der Stabilitaet gemacht. Ich benutze ja
sehr oft sehr duenne (0.2mm) Spitzen weil ich viel SMD mache und da
passiert es mir immer mal das ich beim wegstecken gegen den Halter
stosse, oder man mal wieder auf der Platine unter dem Microskop die
Loetspitze mit einer Brechstange verwechselt, seufz. Von daher gehe ich
einfach von einem gewissen Schwund aus, der aber an mir liegt und nicht
am Hersteller. Bisher hab ich aber noch die erste chinesische Spitze
drin und sie haelt jetzt bereits >3Monate. Das ist fuer eine 0.2er
Spitze wirklich gut und fuer den Preis erst recht.
Zu bemaengelt hatte ich nur an den oben ebenfalls erwaehnten Huelsen das
die CHinesen die lackieren! Die muss man vor der Benutzung einmal
abschmirgeln, sonst kokeln sie. Da fragt man sich natuerlich was geht in
den Hirnen vor wenn sie eine Huelse aus Edelstahl (ja, hab ich mit einem
Magneten geprueft) nochmal lackieren.
Olaf
Ich habe zwei Weller eine WECP-20 und eine Magnastat seit 30 Jahren in
Betrieb und habe auch QRL mäßig damit gearbeitet. JBL gab es bei uns
nicht.
Ein wenig Obacht geben und die sind nicht kaputt zu bekommen.
Eingstellt wird die WECP-20 nach Gefühl und nach meiner Erfahrung.Löten
kann ich, und schön schaut das auch noch aus.Schnickschnack brauche ich
nicht.
Kenne genug, die mit teuerstem Lötwerkzeugen die übelsten Lötstellen
produzieren. Ps : Ich habe schon mit 12 gelötet. Einfachsten kupfernen
Lötkolben in eine Gasflamme gehalten zum aufheizen... ging auch...
herbert schrieb:
> Ich habe schon mit 12 gelötet. Einfachsten kupfernen> Lötkolben in eine Gasflamme gehalten zum aufheizen... ging auch...
Genau, es muss nicht unbedingt der letzte heisse Scheiss sein.
Hatte lange Zeit einen DDR-Piko-Lötkolben an einem einstellbaren
Modelleisenbahntrafo in Betrieb. Die lötspitzen habe ich aus Rundkupfer
selbst geschnitzt, wenn sie abgegammelt waren. Mit sowas muss man aber
Löten können.
@ von Pitulski (Gast)
... habe ich aus Rundkupfer selbst geschnitzt ...
Sowas kenne ich auch noch aus meiner Lehrausbildung. Selbstgemachte
Lötspitzen aus Cu Draht hauptsächlich schmieden, nicht per Feile in Form
bringen :-)
herbert schrieb:> Ps : Ich habe schon mit 12 gelötet
Ich auch, sogar ohne Gaslötkolben – aber damals war Elektronik auch viel
grobschlächtiger als heute. Selbst einen mittlerweile grobschlächtig
anmutenden 1206-Widerstand wirst du mit dem Gaslötkolben nicht mehr
vernünftig auf die Platine bekommen …
Ich habe auch schon mit allem möglichen Lötwerkzeug alles mögliche
gelötet (bis hin zu einem 0402-Widerstand, hochkant unter einen
hochgebogenen TQFP-Pin gesetzt, als Serien-Terminierung), mit gutem
Werkzeug macht es halt einfach mehr Spaß.
> ... habe ich aus Rundkupfer selbst geschnitzt ...
Naja, sagen wir mal so, es gibt eine Zeit zu der ist ein Produkt wie ein
Loetkolben weitestgehend ausentwickelt, aber es gibt auch eine Zeit
davor und das ist hier eindeutig der Fall. :-D
Olaf
herbert schrieb:> Ich habe zwei Weller eine WECP-20 und eine Magnastat seit 30 Jahren in> Betrieb und habe auch QRL mäßig damit gearbeitet. JBL gab es bei uns> nicht.> Ein wenig Obacht geben und die sind nicht kaputt zu bekommen.
Naja, mit der fast ewigen Haltbarkeit hast Du natürlich recht, solange
da niemand so ein Teil vom Tisch schmeisst und mechanische Schäden
entstehen.
Aber damals (meine Magnastat dürfte über 40 Jahre auf dem Buckel haben),
war das eben damals Stand der Technik und selbst vor 40 Jahren mit
vielen Arbeiten überfordert.
Heute wird die (bei mir) nur noch für eher grobschlächtiges Zeugs
verwendet, um die Spitzen der feineren Werkzeuge zu schonen.
> Eingstellt wird die WECP-20 nach Gefühl und nach meiner Erfahrung.Löten> kann ich, und schön schaut das auch noch aus.Schnickschnack brauche ich> nicht.
Manche kommen in der Mechanik auch mit ein bis drei Hämmern, Zangen und
einem von Schlitz auf Kreuz umsteckbaren Schraubendreher aus.
Kommt immer drauf an, was man damit machen möchte.
> Kenne genug, die mit teuerstem Lötwerkzeugen die übelsten Lötstellen> produzieren.
Das ist zwar richtig und kann man immer wieder erleben, ändert für den
Fachmann aber nichts an den Vorteilen von Werkzeugen, die auf der Höhe
der Zeit sind, aber ggf. auch früher mal den Geist aufgeben.
> Ps : Ich habe schon mit 12 gelötet. Einfachsten kupfernen> Lötkolben in eine Gasflamme gehalten zum aufheizen... ging auch...
Natürlich geht und insb. ging das mal alles und je früher/wo man
geboren wurde und mit seinem Hobby/Job begonnen hat und improvisieren
musste, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man das auch heute
noch kann.
Nur bringt es Leuten wie dem TE nichts, wenn wir hier in Nostalgie
verfallen, während er an aktueller Elektronik löten möchte und eine
China-Lötstation besitzt, die datenmässig diese alten
Wellerantikquitäten bis auf die Leistung in den dunklen Schatten stellt.
Unter ~80W, komfortabler Temperaturanwahl mit Speicher, schneller
Aufheizzeit und Spitzenwechsel, leichtem Kolben und flexiblen Kabel
wollte ich heute nichts mehr auf dem festen Elektonik-Arbeitsplatz als
Lötstation haben wollen.
Jörg W. schrieb:> Für Klempnerarbeiten habe ich die 755. :-)
Als letztens 2,5qmm Litze einer Drehstrompumpe an den entsprechenden
"Pads" der Steuerung angelötet werden mußten, war tatsächlich der Weller
WXP200 mit der Spitze "E" angesagt.
Olaf schrieb:>> Hatte ne WELLER WS 81 im Auge, aber da wird ja noch nichtmal die>> aktuelle Ist-Temperatur angezeigt wie beim Pollin-Produkt.>> Dazu noch mal eine kleine Anmerkung. Warum sollte man das brauchen?> Ich selbst hab sowohl privat wie auch in der Firma diese Station.> Das ganze als Ergebnis eines bewussten Entscheidungsprozess.
Privat habe ich auch eine WS81. Die gibt es auch in einer
Digitalversion, aber wozu soll das gut sein? Ich finde es ideal, wenn
man mit einem Griff die Temperatur einstellen kann. Daher habe ich mich
bewußt für die analoge Version entschieden.
Vorher hatte ich eine analoge 60W-Ersa, die hat auch gut funktioniert,
aber leider ist das Kabel inzwischen irgendwie "klebrig".
Übrigens funktioniert mein erster Lötkolben, ein Ersa Tip 260, noch
immer.
> Privat habe ich auch eine WS81. Die gibt es auch in einer> Digitalversion, aber wozu soll das gut sein?
Ich weiss. Es gibt auch eine WS16x wo man zwei WS81 Loetkolben
anschliessen kann. Dafuer nervt sie einen dann weil die nur ein Display
hat und man immer zwischen den Loetkolben umschalten muss. Auch da
waeren zwei Potis besser gewesen.
Ich denke das Loetkolben weitestgehend ausentwickelt sind. Der ganze
digitale Firlefanz ist eher Marketinggewaesch um Leute dazu zu bringen
unnoetig Kohle rauszuwerfen. Eventuell mit der kleinen Einschraenkung
das es fuer Firmen in der Produktion/Nachbestueckung sinnvoll sein kann
die Temperatur festzustellen damit nicht jede Aushilfskraft da dran
rumfummelt.
Die einzige echte Verbesserung die ich bei Loetkolben noch sehe ist
loeten unter Schutzgas. Es gibt vom WS81 auch eine Version die Schutzgas
an die Loetstelle leitet. Damit zu loeten ist megageil. Aber der
notwendige Aufwand ist dann ja auch erheblich und der uebliche
Standardkram geht ja auch so.
Olaf
Olaf schrieb:> Eventuell mit der kleinen Einschraenkung das es fuer Firmen in der> Produktion/Nachbestueckung sinnvoll sein kann die Temperatur> festzustellen damit nicht jede Aushilfskraft da dran rumfummelt.
So ist es. Kann auch gut sein, dass du für sowas wie ISO900x das gut
gebrauchen kannst, weil du auf diese Weise sicherstellen kannst, dass
die Prozessparameter sauber eingehalten werden.
Das dürfte in der Tat die Zielgruppe für die Digitalstationen sein.
Olaf schrieb:>> Hatte ne WELLER WS 81 im Auge, aber da wird ja noch nichtmal die>> aktuelle Ist-Temperatur angezeigt wie beim Pollin-Produkt.>> Dazu noch mal eine kleine Anmerkung. Warum sollte man das brauchen?
Also ich fummel an der Löttemperatur tatsächlich öfter mal herum. Meist
löte ich mit 280°C (bleifrei), und meist reicht das. Ich löte öfter mal
an irgendwelchem Uraltkram herum, und wenn du an einer 30 Jahre alten
Baugruppe irgendeinen – schon seit Jahren abgekündigten – IC auslöten
willst, dann tust du gut daran unnötigen thermischen Streß zu vermeiden.
Aber auch bei neueren Platinen kann man so entspannter löten ohne daß
Pads abgelöst werden.
Die meisten die ich sonst so kenne, löten lieber durchgängig mit 400°C
Vollgas (würden wahrscheinlich auch ohne Schmerzen mit 500°C arbeiten,
wenn die Lötstation das hergeben würde), und da bin ich doch sehr froh
daß ich mir das nach eigenem Gutdünken zurechtfummeln kann.
Ich halte mal die Flagge für Weller hoch :)
Ich besitze eine Selbstbaustation mit 2 Weller WSP81 Lötkolben seit ca.
10 Jahren. Die Lobgesänge auf die JBC haben mich schon immer neugierig
gemacht, obwohl ich mit der Weller eigentlich wirklich zufrieden bin. Da
aber der Aufbau der JBC mit Heizelement und Fühler direkt in der
Lötspitze rein theoretisch ein besseres Verhalten versprechen, hab ich
mir mal eine JBC BT-2SWA (Weidinger Edition) besorgt zum testen.
Dann habe ich verschiedene Lötsituationen ausprobiert. Also bei
"normalen" bedrahteten Bauteilen, SMD u.s.w. sehe ich überhaupt keinen
Unterschied. Selbst mit viel Kupferfläche an den Lötaugen nicht.
Löttemperatur lag bei beiden Stationen bei 320°C mit verbleitem Lot.
Dann hab ich mich an den Lötverbindungen der Gehäuse der USB-Buchsen
(Bild im Anhang) versucht. Ich habe die Lötstelle erhitzt, mit der
Entlötpumpe das Lötzinn abgesaugt. Dann abkühlen lassen und wieder
verlötet. Das bei beiden Stationen, natürlich immer vorher abkühlen
lassen. Temperatur der Lötstation jeweils bei 320°C belassen.
Hier merkt man, dass die JBC es tatsächlich schafft, diese Lötstelle
etwas(!) schneller so weit zubringen, dass das Lötzinn an der gesamten
Lötstelle flüssig ist. Die Weller braucht 3-4 Sekunden länger. Danach
geht es aber genauso gut. Mit der JBC muss man aber auch etwas warten,
bis das Lötzinn an der gesamten Lötstelle flüssig ist.
Also ich würde sagen, JBC-Fans, lasst mal die Kirche im Dorf. So ein
großer Unterschied besteht zwischen der JBC und der Weller nicht. Wie
hier im Forum die JBC über die Weller gestellt wird, dass finde ich nach
meinem Test wirklich übertrieben. Teilweise wird die Weller sogar
schlecht geredet.
Mir persönlich gefällt die Weller auch an anderen Stellen besser. Das
Kabel ist etwas dicker aber genauso flexibel und wirkt wertiger als
diese dünne Strippe der JBC. Da hatte ich mich gewundert, die ist
wirklich billig. Ja, ist auch flexibel wirkt aber eher weniger wertig.
Gut das ist alles "Geschmackssache" :) Und diese Schaumstoffumpuschelung
an dem JBC-Griff ist jetzt wofür gut?. Wie lange dieser Schaumstoff wohl
braucht, bis er klebrig wird. Ok, kann den man abmachen.
Bin schon ernüchtert von dem Test und stelle fest es lohnt eigentlich
nicht einen WSP81 gegen eine JBC zu tauschen. Wenn jemand tatsächlich
häufig solche hitzebdürftigen Lötstellen hat, ist die JBC wohl ein
Gewinn. Das Arbeiten geht etwas flüssiger.
Nachtrag: die Platine ist ein ausrangierter USB-HUB, deshalb hab ich mir
bei den Lötstellen nicht viel Mühe gegeben bzw. auch nichts geputzt. Kam
nicht auf Schönheit an. ;)
900ss D. schrieb:> Also ich würde sagen, JBC-Fans, lasst mal die Kirche im Dorf. So ein> großer Unterschied besteht zwischen der JBC und der Weller nicht.
Die übliche Argumentation der JBC-Verfechter: "Ich bin von einer
uralten Weller-Station auf eine nagelneue JBC umgestiegen. Die JBC ist
besser", was natürlich wie Äpfel und Birnen ist.
Bevor ich mich in Unkosten für eine neue Lötstation stürze, würde mich
interessieren, welche von den untereinander vergleichbaren Stationen
die beste ist, also ein Vergleich zwischen
- JBC mit in die Spitzen integrierter Heizung
- Weller mit in die Spitzen integrierter Heizung
- Hakko mit in die Spitzen integrierter Heizung
- China-Produkt mit in die Spitzen integrierter Heizung
Am besten mit ähnlicher Lötspitzengeometrie und bei gleicher real
an der Spitze gemessener Temperatur.
Vielleicht hat ja jemand Zugriff auf mindestens zwei oder gar alle vier
dieser Systeme und kann dazu berichten.
900ss D. schrieb:> Wenn jemand tatsächlich häufig solche hitzebdürftigen Lötstellen hat,> ist die JBC wohl ein Gewinn.
Den Hauptgewinn sehe ich mittlerweile allerdings wirklich im schnellen
Lötspitzenwechsel. Hatte ich früher nicht geglaubt, auch beim WSP-80
dauert es ja nicht so lange – aber es ist fummeliger, und eigentlich
wechselt man sie wirklich nur, wenn man muss. Mit dem
T245-Kolben(halter) wechselt man sie freiwillig, wenn eine andere Spitze
für die nächste Lötstelle besser erscheint als die aktuelle. Einzig,
dass der Standard-Spitzenhalter nur 2+1 beinhaltet, setzt dem Grenzen.
:-) In der Firma hatten wir früher noch einen 6fach-Halter, aber dazu
habe ich mich privat noch nicht durchgerungen …
Das Standby-Feature finde ich auf jeden Fall auch sehr nützlich, denn es
reduziert nicht nur den Energieverbrauch, sondern das "Vergammeln" der
Spitzen.
Aber ich gebe gern zu, dass das alles Jammern auf recht hohem Niveau
ist. ;-)
Moin,
Heutzutage tendenziere ich dazu die C210 mit feiner, kurzer Kartusche
für die passiven, kleinen SMD Komponenten zu verwenden und die Hakko
FX888D mit 2.4mm Meisselspitze für SMD ICs Breitflächiges Löten und THT.
Da braucht man nicht andauernd Spitzen wechseln. Die Wärmekonstanz und
Hitzenachlieferung der Hakko ist auch exzellent. Mit diesen
Pferdegespann komme ich recht gut zurecht. Der C210 Kolben ist ein Traum
was Ergonomie betrifft.
Gerhard
Yalu X. schrieb:> Am besten mit ähnlicher Lötspitzengeometrie und bei gleicher real> an der Spitze gemessener Temperatur.
Das war bei mir gegeben. Die Spitzentemperatur hatte ich mal gemessen um
zu sehen wie weit es von der Skala (Sollwert) abweicht. Das passte
überraschenderweise recht gut. Also da sollte mein Vergleich fair
gewesen sein.
Und mein Vergleich bezieht sich eben auf den Weller WSP81 und die JBC
mit T245-Kolben. Der WSP81 soll da ja signifikant schlechter sein. Kann
ich wirklich nicht bestätigen. Es besteht ein Unterschied in der von mir
beschriebenen Situation, aber der ist meines Erachtens nicht
signifikant.
Und wenn ich eine neue kaufen wollte, würde ich wahrscheinlich eine JBC
nehmen wegen dem kleinen Vorteil. Bei der JVC darf man nicht vergessen
dass die Spitzen deutlich teurer sind. Das ist erklärbar, aber sie sind
teuer.
Gerhard O. schrieb:> Der C210 Kolben ist ein Traum> was Ergonomie betrifft.
Der C210 unterscheidet sich vom T245 aber nicht sehr wie ich das sehe.
Also ist der T245 auf gleichem Niveau. Wobei die spiddellige Leitung
billig wirkt in meinen Augen. Zumindest beim T245. Aber das ist auch
erstmal sekundär.
Jörg W. schrieb:> Den Hauptgewinn sehe ich mittlerweile allerdings wirklich im schnellen> Lötspitzenwechsel.
Ok, dass geht besser, stimmt. Dafür hab ich den WSP81 in der
Doppelausführung ;)
Ein Freund hat die analoge JBC und ihm gefällt die Absenkung der
Löttemperatur am besten :)
Da sieht man, dass hier schon die persönliche Geschmäcker für Features
entscheiden aber nicht die Qualität beim Löten.
900ss D. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Der C210 Kolben ist ein Traum>> was Ergonomie betrifft.>> Der C210 unterscheidet sich vom T245 aber nicht sehr wie ich das sehe.> Also ist der T245 auf gleichem Niveau. Wobei die spiddellige Leitung> billig wirkt in meinen Augen. Zumindest beim T245. Aber das ist auch> erstmal sekundär.
Unter dem Mikroskop, wo die Arbeitshöhe unter dem Objektiv begrenzt ist,
hantiert es sich mit dem C210 deutlich besser. Sonst ist der T245
natürlich in Ordnung.
Gerhard O. schrieb:> hantiert es sich mit dem C210 deutlich besser.
Hmmm.... dann muss es ja doch einen größeren Unterschied in den Maßen
geben. Ich hab jetzt keine Daten verglichen, nur mal ein Foto auf dem
angeblich ein C210 und ein T245 abgebildet war.
Yep, bei meinem früheren Brötchengeber hatten wir eine 210er Station
(außer dem 210er noch eine Pinzette als zweites Element - übersteigt
aber das Hobbybudget deutlich). Fürs Mikroskop ist das kleine Teil
wirklich nett.
Deine Klage über das Kabel kann ich nicht ernsthaft nachvollziehen. Nur,
weil etwas "wertiger" wirkt, muss es nicht besser sein. ;-)
Ralf X. schrieb:> Aber damals (meine Magnastat dürfte über 40 Jahre auf dem Buckel haben),> war das eben damals Stand der Technik und selbst vor 40 Jahren mit> vielen Arbeiten überfordert.
Wir wollen ihm trotzdem Ehre zollen: Damals hatte man einen Ersa 30,
was die Magnastat-Stationen nicht konnten, ging mit dem schon garnicht.
> ändert für den> Fachmann aber nichts an den Vorteilen von Werkzeugen, die auf der Höhe> der Zeit sind,
Das möchte ich direkt unterschreiben. Ich mache aber nicht jeden
neumodischen Spielekram mit, der muß schon reale Vorteile erwarten
lassen.
svensson schrieb:> Die gibt es auch in einer> Digitalversion, aber wozu soll das gut sein? Ich finde es ideal, wenn> man mit einem Griff die Temperatur einstellen kann. Daher habe ich mich> bewußt für die analoge Version entschieden.
Eindeutig ja, Tasten drücken finde ich doof. Aus diesem Grund hat meine
einen Drehknopf (Drehencoder) und zeigt im Display die Solltemperatur
an. Eigentlich doof, anstatt 'zig Umdrehungen hätte ich besser ein
Drehpoti einsetzen sollen.
Egal, das Ding läuft seit Weihnachten 2015 und wird ohne Not nicht mehr
befingert.
Olaf schrieb:> Ich denke das Loetkolben weitestgehend ausentwickelt sind.
Das dürfte eindeutig so sein.
> Der ganze> digitale Firlefanz ist eher Marketinggewaesch um Leute dazu zu bringen> unnoetig Kohle rauszuwerfen.
Schaue Dir mal die direktbeheizten Weller-RT-Spitzen an, die kannst Du
nicht klassisch analog regeln. Als ich mich vor Jahren damit befasst
habe, kam schnell meine Entscheidung, dass ich einen µC brauche. Ich
hätte es wohl auch mit einem Logikgrab aus CD40xx zustande gebracht,
aber nee. Wenn ich schon digital arbeiten muss, dann fällt ein Display
quasi nebenbei mit ab.
900ss D. schrieb:> Ich besitze eine Selbstbaustation mit 2 Weller WSP81 Lötkolben seit ca.> 10 Jahren. Die Lobgesänge auf die JBC haben mich schon immer neugierig> gemacht, obwohl ich mit der Weller eigentlich wirklich zufrieden bin. Da> aber der Aufbau der JBC mit Heizelement und Fühler direkt in der> Lötspitze rein theoretisch ein besseres Verhalten versprechen,
Du vergleichst unterschiedliches Obst, konkurrierend mit JBC hat auch
Weller direktbeheizte Spitzen, die RT-Serie. Die Stationen könnten WMRT
oder WMXT heißen, nach Betrachtung derer Preise habe ich einen Eigenbau
gemacht.
Zur Theorie und Praxis: Ich habe immer gestaunt, wie die Kollegin mit
der dünnen Weller-Spitze auf Mobilfunkempfängern die Abschirmdeckelchen
aufmacht. Stellst Du mal zwei leere Konservendosen aufeinander, die
bekomme ich damit punktweise zusammengelötet, mit der selben Spitze, mit
der ich SMD löte.
Jörg W. schrieb:> Den Hauptgewinn sehe ich mittlerweile allerdings wirklich im schnellen> Lötspitzenwechsel.
Da gewinnt doch Weller das Rennen, Spitzen mit einem
3,5mm-Klinkenstecker. Aus dem Griffstück ziehen, andere rein und weiter
geht's.
> Das Standby-Feature finde ich auf jeden Fall auch sehr nützlich, denn es> reduziert nicht nur den Energieverbrauch, sondern das "Vergammeln" der> Spitzen.
Auch das ist bei Weller schon sehr lange so, sie haben das mit einem
Reedkontakt im Griffstück plus Magnet in der Ablage gelöst.
> Aber ich gebe gern zu, dass das alles Jammern auf recht hohem Niveau> ist. ;-)
Wie wahr. Und auch, wenn ich mich wiederhole: Weller <-> JBC sehe ich
als Glaubenskrieg, die nehmen sich nichts.
Manfred schrieb:> Du vergleichst unterschiedliches Obst, konkurrierend mit JBC hat auch> Weller direktbeheizte Spitzen
Ich habe den Vergleich bewusst gemacht, weil oft behauptet wird, die JBC
sei soviel besser als ein WSP81. Kann ich nicht nachvollziehen, trotz
Äpfel & Birnen.
Und die direkt beheizten Weller kenne ich nur vom hören sagen. Die
Qualität scheint nicht sonderlich zu sein. Aber ich habe noch keine in
der Hand gehabt. Deshalb gilt das erstmal nicht ;)
Manfred schrieb:> Jörg W. schrieb:>>> Den Hauptgewinn sehe ich mittlerweile allerdings wirklich im schnellen>> Lötspitzenwechsel.>> Da gewinnt doch Weller das Rennen, Spitzen mit einem> 3,5mm-Klinkenstecker. Aus dem Griffstück ziehen, andere rein und weiter> geht's.
Das geht doch bei der JBC genauso.
Jörg W. schrieb:> Deine Klage über das Kabel kann ich nicht ernsthaft nachvollziehen. Nur,> weil etwas "wertiger" wirkt, muss es nicht besser sein. ;-)
Hab ich auch nicht behauptet. Es wirkt wertiger (solider) als dieses
Drähtchen an der JBC, gefällt mir einfach besser. Muss nicht besser sein
;)
Ich hatte auch schon in Richtung JBC (und Weller) geschaut und war auch
schon kurz davor den Kauf zu tätigen um eine ältere Lötstation zu
ersetzen. Aber das Modell was ich in Betracht gezogen hatte war nicht
mehr verfügbar (also schon noch, aber woanders zu einem deutlich
Aufpreis). Dann habe ich mir gedacht, ein Heizelement mit Regelung ist
doch kein High-Tech und habe einfach mal ein günstiges Import Modell mit
hoher Heizleistung ausprobiert. Ich bin wirklich sehr zufrieden. Die
Aufheizzeit ist sehr kurz. Die 2 Sekunden, wie hier manche vorschwärmen,
sind es nicht, aber wenn ich mir den Stuhl vorgerückt habe und da
Lötzinnende gerade gebogen habe dann ist die Temperatur erreicht. Also
es sind auch nur wenige Sekunden. Ganz am Anfang heizt er kurz mit
deutlich mehr als den angegebenen 130W aber dann lässt er sehr früh
nach. Hier wäre bestimmt etwas Optimierungspotential aber wesentlich ist
das nicht. Der Lötkolben ist auch handlich und das Kabel schön flexibel.
Die Lötzinnhalterung auf der linken Seite habe ich weggelassen.
Zur Haltbarkeit der Lötspitze kann ich noch nichts sagen aber da stelle
ich angesichts des Preises keine hohen Ansprüche. Sollte die Spitze
schwächeln bekommt sie erstmal Lötspitzen-Reaktivator.
Hallo,
Manfred schrieb:> Da gewinnt doch Weller das Rennen, Spitzen mit einem> 3,5mm-Klinkenstecker. Aus dem Griffstück ziehen, andere rein und weiter> geht's.
Ich würde eher sagen das Weller bei diesem Vergleich gleich gezogen hat.
Das Wechseln einer Lötkartusche ohne das Griffstück aus der Hand zu
legen ist bei einer JBC-Station ein "Einhandvorgang" und dauert,
einschließlich des Aufheizvorgangs, nur ein paar Sekunden.
Ich repariere relativ viele ältere Geräte. Da muss ich oft Bauteile
auslöten und deshalb größere Meißelspitzen verwenden und direkt danach
wieder mit einer kleineren Spitze ein neues Bauteil einlöten. Da ist die
extrem schnelle "Wechseltechnik" bei JBC eine Segen.
Wo wir gerade dabei sind: wer hat eigentlich die Lötkartusche mit
integrierter Heizung erfunden?
Bei solchen Reparaturarbeiten ist übrigens die Absenkung der
Spitzentemperatur in Lötpausen eine gute Sache, meiner Meinung nach
macht es keinen Sinn einen Lötkolben dauerhaft zu beheizen wenn das
Griffstück für etliche Minuten arbeitslos in der Ablage steckt.
Noch was zur Tastatur- versus Drehknopfbedienung: ich habe an meiner
Station 3 Temperaturen "programmiert" und kann von jeder zu jeder
anderen Einstellung mit maximal 2 Tastendrücken wechseln. Das geht
deutlich schneller als einen Drehknopf auf die richtige Position zu
drehen.
Es ist sicherlich richtig, das sich die Stationen der großen Hersteller
von Lötgerät in ihrer Leistung und Möglichkeiten sehr ähnlich sind.
Allerdings habe ich speziell bei JBC den Eindruck, das die sich sehr
viele Gedanken gemacht haben wie man möglichst effizient Lötarbeiten
durchführt und das sowohl in Hinblick auf Technik als auch Ergonomie.
Der für mich einzige Nachteil der JBC-Stationen ist der (sehr) hohe
Anschaffungspreis und die, im Vergleich zu z.B. alten Weller-Stationen,
sehr teuren Lötkartuschen.
rhf
Nigel schrieb:> was ist den von dieser JBC kompatiblen zu halten, kennt die jemand?>> https://www.jcprogrammer.com/de/aixun-t3a-smart-soldering-station.html
habe ich seit einer Woche und kann nichts negatives darüber sagen. Sehr
sauber verarbeitet, heizt blitzschnell auf und die mitgelieferten
Spitzen sind sehr gut. Mit dem besseren Halter geht auch der schnelle
Wechsel.
Technische Daten wurden von ihm hier nachgemessen, danach hatte ich die
bestellt. Mit knapp 200 € inkl Steuern/Zoll auch nicht der billigste
Clone.
https://www.youtube.com/watch?v=auCu-JZe4wY
auch andere Videos von dem Schematix sind sehenswert.
> Du vergleichst unterschiedliches Obst, konkurrierend mit JBC hat auch> Weller direktbeheizte Spitzen,
Ich behaupte ja gerne das ein WSP81 auch eine direkt beheizte Spitze
ist. Nur das du die halt noch aufschrauben kannst und einen Teil davon
wechselst. :-)
Olaf
Sieht man sich die Preise für gebrauchte Weller Stationen an, sind
gebrauchte JBC nicht teuer für das was sie bieten IMO.
Magnastat war innovativ, das war in den 70'er Jahren, seitdem kommt da
nix an innovation, das Kartuschensystem hat man ja kopiert und dann den
Preis in die Höhe getrieben.
Ich hatte über 10 Jahre eine Ersa Lötstation und ich hätte die wohl
immer noch, wenn da nicht die Sache mit dem bleifreien Lötzinn gewesen
wäre.
Ich hab einige Kartuschen, davon viel seit über 10 Jahren, kaputt ist
keine, Pflege die aber auch und verlöte nicht Kilogramm Zinn pro Jahr.
Die Weidinger Edition hat keinen Sleep Modus, ist auch egal weil ich die
Kartusche einfach abziehe wenn ich mal Pause mache bzw. den Kolben
weglege.
Dauert ja nur Sekunden um die Kartusche wieder aufzusetzen (1-2
Sekunden), und max. 5 Sekunden bis auch die grossen Spitzen auf
Temperatur sind.
Ich kann so halt immer die passende Spitze für die Aufgabe nutzen, ohne
Wartezeit, Verzögerung oder die Gefahr mir die Finger zu verbrennen.
"Eine Spitze für alles" mag ja gehen wenn die Bauteile Homogen sind,
aber zwischen THT (von einfachen Bauteilen bis zB. Abschirmung an
Masseflächen), QFP und dann 0402 SMD hin- und her zu wechseln kostet
mich keine Zeit.
TSSOP-14 zB. entlöte ich mit der Klinge(C245-939), brauche dazu nicht
die Heissluftstation, das Lötzinn entferne ich dann mit einem
Meissel(C245-007) und Litze, der Ersatz wird dann mit einer Spitze
verlötet die seht gut für kleine SMD Sachen ist (C245-064).
Klar kann man mit einer einfachen Weller auch arbeiten, macht mein Vater
so, kommt aber eben nicht weiter wenn es um sehr grosse Masseflächen
geht und SMD macht der nicht. Ist wohl nostalgisch, die Station hatte er
ja schon im letzten Jahrhundert..
Löten ist ja ein Handwerk und da kommt es auf Praxiserfahrung an, da
kann man auch Schwächen der Lötkolben kompensieren. Muss man aber nicht
;)
Mladen G. schrieb:> Die Weidinger Edition hat keinen Sleep Modus
Sie hat aber Standby, das hilft schon.
Sleep ist ja nur, damit man das Teil am Schichtende oder bei längeren
Pausen dann auch noch eingeschaltet lassen kann und nicht mehr auf 150
°C vorhält. Dafür kann man als Bastler auch einfach den Ausschalter
benutzen. ;-)
Der Schalter ist hinten an der Station, da komme ich nicht gut ran,
schalte mehrere Geräte (Heissluftstation, Mikroskop Kamera, Lötstation
etc.) über eine Steckerleiste.
Die Kartusche abziehen ist etwas, das ich sehr oft mache ;)
Auch schon wenn ich mal für 30 Minuten nicht löten will, ist ja sehr
schnell wieder auf Temperatur wenn ich sie brauche :)
> Klar kann man mit einer einfachen Weller auch arbeiten, macht mein Vater> so, kommt aber eben nicht weiter wenn es um sehr grosse Masseflächen> geht und SMD macht der nicht.
Klar, SMD geht nicht... Prust.
Schau mal Bild, gerade mit dem WSP80 gemacht. Kann das dein schicker JBC
auch?
Das IC ist 2x3mm. Zeig mal was her. .-)
Olaf
Olaf schrieb:> Klar, SMD geht nicht... Prust.
Das habe ich nicht geschrieben.
Ich finde es ja mutig von dir dieses Werkstück hier zu posten, wenn es
offensichtlich nichtmal gereinigt wurde und die Lötstellen fragwürdig
sind.. naja, beim trolling darfst du nochmal zulegen ;)
Mladen G. schrieb:> Magnastat war innovativ, das war in den 70'er Jahren, seitdem kommt da> nix an innovation, das Kartuschensystem hat man ja kopiert
Da, muß man aber die Kirche im Dorf lassen. Natürlich ist eine WS81
innovativer, da sie eine wesentlich bessere Regelung besitzt. Das Kabel
ist dünner und flexibler, die Station selbst kompakter. Und dann gibt es
noch die digitalen Stationen...
Bei der Arbeit nutze ich eine WX2, die hat schon jede Menge Features,
von denen einige ganz schön (Speichertasten, Standby, Sleep) andere
hingegen schon ziemlich speziell sind (der Touchencoder ist zumindest
gewöhnungsbedürftig). Es mag ja auch Situationen geben, wo die
Speicherung der Einstellungen im Kolben (und nicht in der Station) von
Vorteil ist, aber das habe ich noch nicht gebrauchen können; ebenso die
vielen Menüpunkte, die man verändern kann, oder die Möglichkeiten per
USB oder sogar LAN die Einstellungen zentral vorzunehmen.
Toll ist die Möglichkeit so viele verschiedene Kolben vom ultrakleinen
40W bis zum massiven 200W einsetzen zu können.
Aber privat ist der Preis einer WX2 dann doch viel zu heftig. Und da
genügt mir dann auch eine WS81, die kostet ja nur einen Bruchteil.
Und die Lötspitzen wechsle ich doch eher selten, genauso die
Temperaturen. An der WX2 habe ich standardmäßig einen 80W Kolben mit
1,6mm Meißelform mit 325°C zum Löten und einen 120W Kolben mit 2,4mm
Meißelform mit 390° zum Durchlöten von CuL und Entlöten. An der WS81
nutze ich fast immer die 1,6mm Meißelform und ändere dann mit einem
Handgriff halt die Temperatur.
Chris K. schrieb:> Ist halt auch nur ne Weller
Weller hat enorm nachgelassen, was Qualität angeht! Ich habe selber eine
aus einer Conradauflösung erstanden und die Teile fallen einem halb
entgegen. Bin dabei sie zurück zu geben, was etwas umständlich werden
kann.
Es handelt sich um eine 1010, die angeblich in unterschiedlichen Ländern
in völlig unterschiedlicher Qualität gebaut wird, darunter Mexico, die
man am Besten direkt zurückschickt.
Beitrag "Weller Professional WE 1010 oder was anderes?"
Roland F. schrieb:> Wo wir gerade dabei sind: wer hat eigentlich die Lötkartusche mit> integrierter Heizung erfunden?
Vielleicht derselbe, der auch die Tintendruckerpatronen mit
umsatzsteigerndem integrierten Druckkopf erfunden hat ;-)
Yalu X. schrieb:> Roland F. schrieb:>> Wo wir gerade dabei sind: wer hat eigentlich die Lötkartusche mit>> integrierter Heizung erfunden?>> Vielleicht derselbe, der auch die Tintendruckerpatronen mit> umsatzsteigerndem integrierten Druckkopf erfunden hat ;-)
Naja, beides hat ja durchaus seine Berechtigung. Der gute Wärmekontakt
der integrierten Heizung dürfte unbestritten sein, und wenn die
Druckdüse bei einem nicht 24x7 laufenden Drucker schneller verstopfen
als die Tinte alle ist, dann kann man sie auch gleich in einer Einheit
vereinigen …
Jörg W. schrieb:> Naja, beides hat ja durchaus seine Berechtigung. Der gute Wärmekontakt> der integrierten Heizung dürfte unbestritten sein
Der Wärmekontakt ist ja nur eins von mehreren Kriterien, die für eine
schnelle Nachregelung der Temperatur eine Rolle spielen. So kann bspw.
ein nicht ganz so guter Wärmekontakt innerhalb gewisser Grenzen durch
eine etwas höhere Heizleistung und/oder eine bessere Wärmeisolation an
geeigneten Stellen (zur Vermeidung von Leckage) kompensiert werden.
Zudem ist auch bei der integrierten Heizung der Wärmekontakt zum Metall
der Lötspitze alles andere als optimal, weil dazwischen ja noch eine
elektrische Isolationsschicht liegen muss, und schlechte elektrische
Leiter i.Allg. auch keine allzu guten Wärmeleiter sind.
Entscheidend ist aber vor allem die Temperaturerfassung. Ist diese gut
gemacht, kann – in Verbindung mit einer ausreichend hohen Heizleistung –
vieles mit einer intelligenten Regelung erschlagen werden. In diesen
beiden Punkten gibt es IMHO noch viel Optimierungspotential für die
Hersteller. Spontan würde mir hierzu ein System mit zwei oder mehr
Thermoelementen einfallen, das eine Extrapolation der gemessenen
Temperatur bis ans vordere Ende der Lötspitze ermöglichen würde.
Unabhängig davon frage ich mich, warum die Wärme überhaupt per
Wärmeleitung auf die Spitze übertragen werden muss oder ob dies nicht
auch kontaktlos ginge. Die Küchenherdhersteller haben diesbezüglich
längst Alternativen gefunden (Infrarot und Induktion). Einen Küchenherd
mit elektrischen Kontakten für die Kochtöpfe und Bratpfannen, die
ihrerseits eine elektrische Heizung und einen Temperatursensor in ihrem
Boden integriert haben, habe ich hingegen noch nicht gesehen. Oder ist
so etwas vielleicht schon in Entwicklung und wird demnächst als die neue
Küchenrevolution angeboten? :)
Yalu X. schrieb:> Die Küchenherdhersteller haben diesbezüglich> längst Alternativen gefunden (Infrarot und Induktion).
Infrarot gibt's bei PCBs ja auch, ist halt nur nicht punktgenau und
daher vorzugsweise für die ganze Platine zu benutzen. ;-)
Induktion willst du deinen Bauteilen sicher eher nicht antun :-),
außerdem müssten dann alle Bauteil mit stählernen Anschlüssen ausgeführt
werden …
Klar kann man mit einer Regelung sicher was ausgleichen, aber ein guter
Wäremkontakt ist immer noch besser als eine gute Regelung. (Aber ja, bei
zu dünnen Spitzen hilft der natürlich trotzdem nur noch bedingt.)
Jörg W. schrieb:> Induktion willst du deinen Bauteilen sicher eher nicht antun :-),> außerdem müssten dann alle Bauteil mit stählernen Anschlüssen ausgeführt> werden …
Das ist klar, deswegen schrieb ich die Induktion auch an zweite Stelle.
> Infrarot gibt's bei PCBs ja auch, ist halt nur nicht punktgenau und> daher vorzugsweise für die ganze Platine zu benutzen. ;-)
Beim Infrarot dachte ich nicht an Platinenheizungen, sondern an die
Wärmeübertragung im Innern der Lötspitze, so dass auch ein Luftspalt
verlustarm überbrückt werden kann. Die Übertragung zur Lötstelle würde
nach wie vor punktgenau per Kontakt erfolgen.
Hallo,
Yalu X. schrieb:> Zudem ist auch bei der integrierten Heizung der Wärmekontakt zum Metall> der Lötspitze alles andere als optimal, weil dazwischen ja noch eine> elektrische Isolationsschicht liegen muss, und schlechte elektrische> Leiter i.Allg. auch keine allzu guten Wärmeleiter sind.
Aber diese Isolationsschicht hat gleichbleibende Eigenschaften, im
Gegensatz zu Spitzen mit ihrem unvermeidlichen Luftspalt und der
Korrosion der Oberflächen.
> Entscheidend ist aber vor allem die Temperaturerfassung. Ist diese gut> gemacht, kann – in Verbindung mit einer ausreichend hohen Heizleistung –> vieles mit einer intelligenten Regelung erschlagen werden. In diesen> beiden Punkten gibt es IMHO noch viel für die> Hersteller.
Wenn ich sehe wie schnell eine JBC-Station (für die entsprechenden
Stationen der anderen Hersteller gilt sicherlich das Gleiche) eine
Temperaturabweichung aus regelt, sehe ich da nicht viel
Optimierungsbedarf.
> Einen Küchenherd mit elektrischen Kontakten für die Kochtöpfe und> Bratpfannen, die ihrerseits eine elektrische Heizung und einen> Temperatursensor in ihrem Boden integriert haben, habe ich hingegen> noch nicht gesehen.
Das wirst du auch nie sehen, weil bei dieser Anwendung extrem
unpraktisch. Schließlich steht ein Topf und besonders eine Bratpfanne
nicht nur statisch auf dem Herd herum, sondern wird oft bewegt. Da
verbietet sich jegliche elektrische Verbindung zwischen Topf und Herd.
Von den Problemen mit Feuchtigkeit und elektrischen Verbindungen ganz
abgesehen. Kein guter Vergleich.
rhf
Yalu X. schrieb:> Beim Infrarot dachte ich nicht an Platinenheizungen, sondern an die> Wärmeübertragung im Innern der Lötspitze, so dass auch ein Luftspalt> verlustarm überbrückt werden kann.
Ich fürchte, dass die Regeleigenschaften da noch viel schlechter werden,
weil das Nachführen eines großen Wärmestroms auf vergleichbar kleinem
Raum (ist eine eine Lötspitze und kein Lötstumpen :-) nicht so einfach
ist.
Bei aller Thematik hier ,darf man auch nicht vergessen, dass das
hochwertige Equipment noch lange keinen guten Löter ausmacht. Ein guter
Löter lötet mit allem und kommt auch mit günstigen Sache zurecht. Aus
einem "Bruzzler" wird auch einer mit JBC Station kein Profi werden der
sein Handwerk versteht.
Roland F. schrieb:> Aber diese Isolationsschicht hat gleichbleibende Eigenschaften, im> Gegensatz zu Spitzen mit ihrem unvermeidlichen Luftspalt und der> Korrosion der Oberflächen.
Genau deswegen braucht man einen Regler. Aus der Sicht des Reglers ist
es kein allzu großer Unterschied, ob sich etwas am Kontakt zwischen
Spitze und Lötstelle oder am Kontakt zwischen Heizung und Lötspitze
ändert. In beiden Fällen wird eine Temperaturänderung an der
Sensorposition festgestellt und durch eine Änderung der Heizleistung
entsprechend darauf reagiert.
> Wenn ich sehe wie schnell eine JBC-Station (für die entsprechenden> Stationen der anderen Hersteller gilt sicherlich das Gleiche) eine> Temperaturabweichung aus regelt, sehe ich da nicht viel> Optimierungsbedarf.
Ja, aber es wird hier doch von einigen gesagt, dass die Regelung
bei Lötspitzen ohne integrierter Heizung zu langsam sei. Wenn die
Temperaturerfassung entsprechend optimiert ist, können auch diese
Lötkolben schneller und genauer geregelt werden. Der Vorteil dabei
wäre, dass man nicht für jede verbrauchte Lötspitze auch die
(wahrscheinlich) noch funktionierende Heizung wegschmeißen muss.
Jörg W. schrieb:> Ich fürchte, dass die Regeleigenschaften da noch viel schlechter werden,> weil das Nachführen eines großen Wärmestroms auf vergleichbar kleinem> Raum (ist eine eine Lötspitze und kein Lötstumpen :-) nicht so einfach> ist.
Das verstehe ich nicht ganz. Meinst du, dass eine Infrarotquelle
schlechter nachstellbar ist als eine gewöhnliche Heizwicklung? Da beide
nach demselben Prinzip (nur mit anderen Parametern) arbeiten, sehe ich
da keinen so großen Unterschied.
Yalu X. schrieb:> Ja, aber es wird hier doch von einigen gesagt, dass die Regelung> bei Lötspitzen ohne integrierter Heizung zu langsam sei.
Jein, ich finde sie persönlich zumindest bei Wellers WS81 / WSP80
schlechter, auch beispielsweise als bei Hakko. Letztere haben keine in
die Spitze integrierte Heizung. Im Wärmeverhalten steht die Hakko der
JBC nicht nach, nur der Spitzenwechsel ist fummeliger (und bietet
Risiko, sich zu verbrennen).
> Wenn die> Temperaturerfassung entsprechend optimiert ist, können auch diese> Lötkolben schneller und genauer geregelt werden.
Naja, bei zu schlechtem Wärmeübergang dürfte das Risiko einer
Überkompensation inklusive Temperaturüberhöhung, die zum (zu) schnellen
Abdampfen des Flussmittles führt, groß werden.
> Der Vorteil dabei> wäre, dass man nicht für jede verbrauchte Lötspitze auch die> (wahrscheinlich) noch funktionierende Heizung wegschmeißen muss.
Klar, das bleibt natürlich, wenngleich das ganze Prinzip wohl überhaupt
nur deshalb machbar ist, weil eben mittlerweile die Lötspitzen wirklich
lange halten.
> Das verstehe ich nicht ganz. Meinst du, dass eine Infrarotquelle> schlechter nachstellbar ist als eine gewöhnliche Heizwicklung?
Ich kann mir zumindest keine kleine und handliche Infrarotquelle mit
ausreichend Leistungsreserve vorstellen.
Yalu X. schrieb:> Unabhängig davon frage ich mich, warum die Wärme überhaupt per> Wärmeleitung auf die Spitze übertragen werden muss oder ob dies nicht> auch kontaktlos ginge.
Da war doch etwas, glaube, die hießen Metcal, heizen mit HF.
Manfred schrieb:> Yalu X. schrieb:>> Unabhängig davon frage ich mich, warum die Wärme überhaupt per>> Wärmeleitung auf die Spitze übertragen werden muss oder ob dies nicht>> auch kontaktlos ginge.>> Da war doch etwas, glaube, die hießen Metcal, heizen mit HF.
Ich habe mir vor Jahren eine solche defekte Metcal MX500 erstanden und
repariert. Die Metcal übertrifft in Flächenlöt-Hitzelieferung (2.5x2.5cm
FR4) alle anderen meiner Lötstationen. Falls von Interesse, weiterlesen:
Die nächstbeste unter den selben Testbedingungen waren die AD2200, die
PACE 90 Station und Hakko FX888. Als schlechteste schnitt ein
Chinesischer T800 Klon ab. Das lag aber hauptsächlich an den losen
Toleranzen zwischen Keramikheizkörper und den fehlenden Kupfermantel
echter Hakko-Spitzen. Eine WT1010 schnitt im Zeitverhalten auch etwas
schlecht ab, was aber scheinbar am Verhalten der RegelSchleife liegt
weil sie dann durchaus mithält. Ein Magnastat liegt was
Hitzenachlieferung betrifft nahe an der Hakko. Alle Lötkolben waren mit
2.4mm Meisselspitzen ausgestattet und mit K-TE überwacht.
Was die schlechte Hitzeleistung der Chinesenklons betrifft, läßt sich
dieses Problem mit dünner Kupferfolie zwischen Keramikheizstab und
Inneren der (Chinesen) Spitze wesentlich verringern und funktioniert
dann zufriedenstellend, vorausgesetzt man verwendet Plato oder echte
Hakkospitzen. Man muß aber aufpassen, daß die Kupferfolie noch etwas
Spielraum lässt, sonst kann es passieren, daß man die Hülse nicht mehr
abkriegt. Bei chinesischen Klonheizkörpern fällt auch auf, daß der
Durchmesser untermaßhaltig ist und mit den losen Toleranzen deshalb
schlechte Hitzenachlieferung verursacht.
Die billigen Chinesenspitzen sind aber mit extra Kupferfolieneinlage
durchaus verwendbar. Inwiefern sie lange halten, kann ich nicht
beurteilen weil ich sie nicht praktisch verwende. Den Chinesenspitzen
fehlen die Hakko Kupferinnenmantel und haben auch weniger Gewicht. Die
Original Hakkospitze ist auch nach zwei Jahren Laborbetrieb noch in
einwandfreien Zustand.
Gerhard O. schrieb:> Was die schlechte Hitzeleistung der Chinesenklons betrifft, läßt sich> dieses Problem mit dünner Kupferfolie zwischen Keramikheizstab und> Inneren der (Chinesen) Spitze wesentlich verringern und funktioniert> dann zufriedenstellend
Ich habe Alufolie für meine Billig-"Hakko"-Spitzen benutzt. Die
verzundert nicht.
> Aber diese Isolationsschicht hat gleichbleibende Eigenschaften, im> Gegensatz zu Spitzen mit ihrem unvermeidlichen Luftspalt und der> Korrosion der Oberflächen.
Nein, das ist nicht der Fall wenn es richtig gemacht wird. Bei dem WS81
um dem es hier zu Beginn des Threads eigentlich ging, drueckt eine
relativ grosse plane Flaeche der Loetspritze auf dieselbe Flaeche des
Heizelements. Da gibt es keinen Luftspalt den man gross diskutieren
muesste. Das ist nach meiner Meinung genauso gut wie eine Loetspitze die
ein Hersteller verpresst, also auch aus mehreren Teilen zusammensetzt,
die aber immer nur am Stueck verkauft. Und der Edelstahl aus dem der
Loetkolben gebaut ist korrodiert auch nicht.
Ich finde es immer lustig wenn sich Leute die ueberteuerten JBC-Spitzen
schoen reden, aber dann sich darueber aufregen wenn ein anderer
Hersteller bei seinen Geraeten Gehaeuse verklebt und nicht verschraubt
um Geld zu sparen.
Beim WS81 hat man bei Weller noch nach einer gut funktionierenden
Loesung gesucht und gefunden welche auch Kundeninteressen positiv
beruecksichtigt. Etwas das heute, auch bei Weller, keineswegs mehr
selbstverstaendlich ist.
Und die Teile sind auch so gut gefertigt das man sie nicht andauernd
runterfahren muss, auch wenn das die teuren Basisstationen das koennen.
Die halten das einfach aus morgens eingeschaltet zu werden und abends
wieder aus. Und wenn du vergisst sie am Freitag zu Feierabend
auszuschalten dann funktioniert der Loetkolben am Montag immer noch und
in 20Jahren auch noch. Und die Lotablage war auch noch aus einem soliden
Gussblock der nicht umkippt und deine Firma abfackelt und nicht
irgendeinem billigen Stahlblechgedoens.
Olaf
Olaf schrieb:> Bei dem WS81> um dem es hier zu Beginn des Threads eigentlich ging, drueckt eine> relativ grosse plane Flaeche der Loetspritze auf dieselbe Flaeche des> Heizelements. Da gibt es keinen Luftspalt den man gross diskutieren> muesste.
Wozu braucht man dann Wärmeleitpaste? Ein Kühlköper hat auch eine plane
Fläche, die auf die plane Oberseite eines Bauteils drückt.
Lötspitze und Heizelement sind sicher nicht endmaßpoliert, so dass ein
wirksamer (siehe Wärmeleitpaste) Luftspalt bleibt. Ob der was ausmacht,
kann man schon diskutieren bzw. erforschen.
Ich tendiere aber auch dazu, dass der keine relevanten Auswirkungen hat.
Olaf schrieb:> Ich finde es immer lustig wenn sich Leute die ueberteuerten JBC-Spitzen> schoen reden, aber dann sich darueber aufregen wenn ein anderer> Hersteller bei seinen Geraeten Gehaeuse verklebt und nicht verschraubt> um Geld zu sparen.
Naja, das ist schon ein Unterschied. Das eine ist nur ärgerlich, das
andere verunmöglicht eine vernünftige Reparatur.
Wobei ich jetzt mal schauen muss, wie lange die JBC-Spitzen halten. Wenn
die auch so lange halten wie die Weller-Spitzen, dann war das eine
einmalige Investition (und bisher eine wirklich gute).
> Und die Lotablage war auch noch aus einem soliden> Gussblock der nicht umkippt und deine Firma abfackelt und nicht> irgendeinem billigen Stahlblechgedoens.
Das gefällt mir auch an der JBC gut: die ist schwer, steht einfach und
ermöglicht so problemlos und vor allem schnell einhändigen
Spitzenwechsel. Das hab ich echt schätzen gelernt. Hätte ich nicht
gedacht.
Als unerwartet praktisch hat sich hier auch der Schnurhalter
herausgestellt. Seitdem musste ich die Zuleitung kaum noch wegschieben,
weil sie störte.
Die gute alte WECP-20 bekommt aber jetzt in der Produktionshalle ihr
Gnadenbrot. Für die Dinge dort ist sie vollkommen ausreichend. Außerdem
war sie meine erste Lötstation, da kommt bei der Benutzung Nostalgie auf
:-)
Gerhard O. schrieb:> Was die schlechte Hitzeleistung der Chinesenklons betrifft, läßt sich> dieses Problem mit dünner Kupferfolie zwischen Keramikheizstab und> Inneren der (Chinesen) Spitze wesentlich verringern
Das habe ich bei meinem China-907F auch so gemacht. Die Anheizzeit von
Zimmertemperatur bis zum Schmelzen einer dicken "Referenzlötstelle" hat
sich damit um etwa 20% verringert (die genaue Zahl weiß ich nicht mehr,
müsste ich noch einmal messen). Beim Löten selber merke ich subjektiv
allerdings keinen signifikanten Unterschied, da komme ich auch ohne
diese Kupfereinlage gut zurecht. Das könnte aber auch daran liegen, dass
in den meisten Fällen schon die Wärmekapazität der Spitze ausreicht, um
das Lot zum Schmelzen zu bringen, und bei Masseflächen habe ich die Zeit
nicht gestoppt. Wenn ich dafür mal 2 statt nur 1,5 Sekunden brauche,
stört mich das nicht arg.
> Hakkospitzen. Man muß aber aufpassen, daß die Kupferfolie noch etwas> Spielraum lässt, sonst kann es passieren, daß man die Hülse nicht mehr> abkriegt.
0,2mm hat bei mir ganz gut gepasst, dann bleiben im Mittel noch 0,15mm
rundherum frei. Bei 0,3mm fressen sich die Spitzen nach ein paarmal
Heizen gerne fest. Die mit dem Lötkolben mitgelieferte Spitze hatte
ebenfalls ein Röhrchen mit 0,2mm Wandstärke eingebaut.
Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum man diese Röhrchen (wohl auch
bei Hakko) überhaupt braucht und warum die Lötspitzen nicht einfach von
vornherein etwas enger gefertigt werden.
Jörg W. schrieb:> Ich habe Alufolie für meine Billig-"Hakko"-Spitzen benutzt.
Das habe ich zuerst auch versucht, hatte allerdings nur Küchenfolie zur
Hand, die ich entsprechend mehrlagig aufwickeln musste. Das hat auch
so weit funktioniert, allerdings ist die Folie beim Abnehmen der Spitze
zerbröselt und konnte nicht ein zweites Mal verwendet werden. Eine
0,2mm-Alufolie wäre aber sicher nicht schlecht.
> Die verzundert nicht.
Die Kupferfolie oxidiert zwar, aber das ist kein großes Problem, weil
das Oxid die Wärme zwar schlechter leitet als Kupfer, aber um mindestens
zwei Größenordnungen besser als die sonst an dessen Stelle befindliche
Luft. Die mit etwas Spielraum gefertigten Kupferröhrchen dürften also
mit der Zeit eher noch etwas besser werden.
Chris D. schrieb:> Wobei ich jetzt mal schauen muss, wie lange die JBC-Spitzen halten.
Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich die Kiste inzwischen habe, eine
kaputte Spitze habe ich bislang noch nicht.
Ich habe die JBC seit ziemlich genau einem Jahr. Das Verrückte ist, dass
ich wegen der leichten Wechselmöglichkeit seitdem verschiedene Spitzen
angeschafft habe (ebay), obwohl sie teurer sind als etwa die Lötspitzen
vom alten Magnastat.
Ich sehe allerdings auch, dass mit einer neuen JBC-Lötspitze auch eine
neue Heizung daher kommt. Der Kolben wird wartungsfrei.
Hallo,
Olaf schrieb:> Bei dem WS81 um dem es hier zu Beginn des Threads eigentlich> ging, drueckt eine relativ grosse plane Flaeche der Loetspritze> auf dieselbe Flaeche des Heizelements.
Bei den JBC-Kartuschen gibt aber die Heizwendel mit ihrer ganzen
Oberfläche die Wärme an die eigentliche Lötspitze ab und es gibt
prinzipbedingt keine Kontaktfläche, die durch äußere Einflüsse
korrodieren kann.
> Und der Edelstahl aus dem der Loetkolben gebaut ist korrodiert> auch nicht.
Ich habe noch nie eine Edelstahlfläche, die Umwelteinflüssen ausgesetzt
ist, gesehen die nicht nach einiger Zeit einen Belag ausweist.
> Ich finde es immer lustig wenn sich Leute die ueberteuerten JBC-Spitzen> schoen reden, aber dann sich darueber aufregen wenn ein anderer> Hersteller bei seinen Geraeten Gehaeuse verklebt und nicht verschraubt> um Geld zu sparen.
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Und überhaupt: Kritiker der JBC-KartuschenPreise (ich finde sie auch
sehr teuer) tun immer so als ob der JBC-Benutzer ständig neue Kartuschen
nachkaufen muss, weil die Alten verbraucht sind.
Ich jedenfalls löte seit dem Kauf meiner Station nahezu ausschließlich
mit den beiden damals mitgelieferten Kartuschen. Erst im letzten Jahr
habe ich mir 2 neue Kartuschen für die Arbeit mit SMD-Bausteinen
gekauft.
Im Verhältnis zu den Preisen der "alten" Weller-Lötspitzen ist das
natürlich erheblich teurer, für mich wiegt aber die deutlich
einfachere Handhabung den Mehrpreis mehr als auf.
> Beim WS81 hat man bei Weller noch nach einer gut funktionierenden> Loesung gesucht und gefunden welche auch Kundeninteressen positiv> beruecksichtigt.
Stimmt, vor 40 Jahre war das eine gute Lösung. Aber die Technik
schreitet eben voran.
> Und die Lotablage war auch noch aus einem soliden Gussblock> der nicht umkippt und deine Firma abfackelt und nicht> irgendeinem billigen Stahlblechgedoens.
Ist bei den JBC-Stationen heute noch genau so.
rhf
Roland F. schrieb:>> Beim WS81 hat man bei Weller noch nach einer gut funktionierenden>> Loesung gesucht und gefunden welche auch Kundeninteressen positiv>> beruecksichtigt.>> Stimmt, vor 40 Jahre war das eine gute Lösung. Aber die Technik> schreitet eben voran.
Mein lieber man, du tust ja so, als wenn die WS81 völlig überholt ist
und durch "alte" Technik keine gute Lösung. Das ist mit Verlaub völliger
Unsinn.
Ein 50W Lötkolben ohne Regelung, da würde ich dir zustimmen.
Ich habe das selber probiert: WSP80 <==> JBC T245
siehe hier:
Beitrag "Re: Weller Lötstation - Wo liegt der Mehrwert?"
> Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich die Kiste inzwischen habe, eine> kaputte Spitze habe ich bislang noch nicht.
Wenn ich sowas sehe dann frage ich mich ob ihr ueberhaupt loetet. :-)
Mir ist noch nie eine Loetspitze einfach so kaputt gegangen. Ausser
frueher an der alten WTCP die 8er Spitzen mit 420Grad. Die hielten nur
so 3-6Monate.
Bei Temperaturen von 370 Grad, also 7er WTCP oder meine Einstellung an
der WD81 halten die Spitzen theoretisch ewig.
In der Praxis gehen sie aber dann doch kaputt und zwar wegen
mechanischen Schaeden. Also entweder die 0.2er Spitze verbogen beim
wegstecken, oder man verbiegt ein Spitze wenn man etwas unter Lot
(TO220-Bein) gerade biegen wollte, oder man stoesst mal gegen das
Mikroskop. Also mit anderen Worten wenn irgendwie die Eisenschicht auf
dem Kupfer einen Kratzer bekommt und sich danach das Kupfer im Zinn
aufloesst.
Das wird aber bei JBC genauso passieren. Jedenfalls hab ich in der Firma
an diversen Arbeitsplaetzen auch schon JBC-Spitzen gesehen die ziemlich
vergurkt waren. Es ist ja nicht so das ich so ein Teil noch nie in den
Fingern hatte. .-)
Olaf
Moin,
Was mich betrifft gilt auch beim Löten "Jedem Tierchen sein
Pläsierchen". Wegen der für mich schweren Beziehbarkeit bzw. hohen
Kosten für JBC Kartuschen verwende ich die AD2200 hauptsächlich für
spezielle Lötarbeiten wie z.B. SMD Löten unter dem Mikroskop mit dem
C220 Kolben. Für die etwas gröberen Alltagsarbeiten hat sich die FX888
mit der 2.4mm Meissel-Lötspitze bewährt und Ersatzspitzen sind
problemlos beziehbar. Allerdings arbeite ich nach zwei Jahren immer noch
mit der Originalspitze die bis jetzt mit bleihaltigen Lot noch keine
Abnutzungssymptome zeigt. Zum Schutz gegen Oxidierung benetze ich die
Spitze beim Abschalten nach leichtem Abstreifen immer mit frischem Lot.
Meine vorherige WESD51 funktioniert prinzipiell auch sehr gut, nur
finde ich den Kolben der Hakko oder C245 angenehmer. Die WESD51 ist ein
sehr gutes Gerät hinsichtlich Reparaturmöglichkeiten weil Schaltung und
FW vorhanden ist und somit auf sehr lange Zeit reparierbar ist.
Hinsichtlich der Erhältlichkeit von Spitzen ist Weller in Edmonton die
beste Wahl. Auswahl ist in der Stadt gut und kosten wenig. Auch ist die
Haltbarkeit der ET Spitzen nicht schlecht. Vor der Hakko hielten jene
auch Jahrelang.
Für bleilothaltiges Löten von THT sind m.M. fast alle Stationen gleich
gut geeignet. Bei feinen SMD Arbeiten ist für mich die JBC der klare
Gewinner. Bei Lötstationen gibt es halt viele individuelle
Berücksichtigungen. Hier gilt auch, daß Töchter anderer Mütter schön
sein können.
Vom Aufbau und Qualität her finde ich übrigens ältere PACE Lötstationen
und Geräte sehr ansprechend. Der 90W PACE Kolben ist
hitzeleistungsmässig nur mit direktheizenden Spitzen vergleichbarer
Leistung überbietbar.
Die WT1010 ist für mich zur Zeit von der Aufbauqualität her leider die
schlechteste Station. Das Gehäuse Design ist wirklich eine Katastrophe
und hält keine rauhe Behandlung aus. Ein Sturz auf den Boden und die
Innereien liegen verstreut am Boden - Leider. Vom Betrieb her ist sie
mit der WESD51 vergleichbar. Was bei der WT1010 besonders enttäuschend
ist, daß trotz Multifunktion LCD keine Einstellungen vorgewählt werden
können. Das LCD ist baugleich mit denen der WDn Stationen. Die bessere
WE1010 ist wiederum preismässig und funktionsmässig eine gänzlich andere
Klasse und von wesentlich besseren Herstellungskaliber.
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Die WT1010 ist für mich zur Zeit von der Aufbauqualität her leider die> schlechteste Station. Das Gehäuse Design ist wirklich eine Katastrophe> und hält keine rauhe Behandlung aus. Ein Sturz auf den Boden und die> Innereien liegen verstreut am Boden - Leider.
Hast du zum Vergleich auch eine teure Weller und eine JBC auf den Boden
geschmissen?
Gibt es Videos?
:D
Hallo,
900ss schrieb:> Mein lieber man, du tust ja so, als wenn die WS81 völlig überholt ist> und durch "alte" Technik keine gute Lösung.
Das wollte ich damit gar nicht sagen, aber meiner Meinung nach ist die
Idee Heizung und Spitze als Einheit zusammen zu fassen die deutlich
bessere Lösung.
Und wie Gerhard es in seinem Beitrag geschrieben hat ist die Wahl des
Hersteller letztlich eine sehr individuelle Entscheidung. Mir jedenfalls
gefällt JBC deutlich besser als die Konkurrenzprodukte.
Nachteilig ist eben der erhebliche Mehrpreis gegenüber herkömmlicher
Technik. Und wie schon geschrieben, mir ist es das wert.
rhf
Hallo,
Yalu X. schrieb:> Hast du zum Vergleich auch eine teure Weller und eine JBC auf den Boden> geschmissen?
Meine Station steht recht ungünstig auf einer Tischecke (geht nicht
anders). Mir ist es zweimal passiert das ich mich im Kolbenkabel
verheddert und die Station dabei zu Boden gerissen habe. Beide Male
nichts passiert (Holzdecke, Korkbelag), obwohl die Station eine recht
hohe Masse aufweist, Glück gehabt.
Ich weiß allerdings nicht wie das ausgesehen hätte wenn sie auf einen
Steinfußboden geknallt wäre.
Trotzdem, die Station ist mechanisch ziemlich stabil.
rhf
Yalu X. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Die WT1010 ist für mich zur Zeit von der Aufbauqualität her leider die>> schlechteste Station. Das Gehäuse Design ist wirklich eine Katastrophe>> und hält keine rauhe Behandlung aus. Ein Sturz auf den Boden und die>> Innereien liegen verstreut am Boden - Leider.>> Hast du zum Vergleich auch eine teure Weller und eine JBC auf den Boden> geschmissen?>> Gibt es Videos?>> :D
Absichtlich würde ich es mit keiner Station machen. Bei der WT1010 ist
es leider nach dem Öffnen sehr offensichtlich, daß die
Gehäusekonstruktion wesentlich von früheren Designs abweicht und
strukturelle Schwachstellen aufweist die frühere Konstruktion
höchstwahrscheinlich im Notfall überlebt hätten. Die obere Gehäuseschale
wird nur durch zwei schwache Haltenasen mit dem Unterteil fixiert.
Weiters hängt die Gesamtstabilität des Gehäuses als Monocoque
(Schalenbauweise) Konstruktion vollkommen davon ab, daß die beiden
Gehäusehälften miteinander verbunden bleiben. Ein Fall würde diese
wichtige mechanische Verbindung zwangsläufig auseinanderreißen wodurch
die Konstruktion ihren normalen Zusammenhalt verliert und den
Beschleunigungskräften vollkommen ausgesetzt ist. Der schwere Trafo
würde zur Desintegration der Gehäuseintegrität das Seine tun. Wer sich
die Gehäusekonstruktion kritisch ansieht wird sehen wie
unterdimensioniert Halte- und Verbindungsführungen ausgeführt sind.
Lediglich zwei kleine M3 Schrauben halten mit schwachen Nasen beide
Gehäusehälften zusammen. Vergleicht das mal mit den langen Schrauben und
Montagebossen von früher.
Das ist NICHT als böswillige Bewertung meinerseits gedacht, soll aber
herausstellen, daß "sanfter" Umgang im Labor auf dem Arbeitstisch aber
angesagt ist. Im Feld, wo die Station irgendwo behelfsmäßig hingestellt
wird und leicht runterfallen könnte, ist eine WT1010 nicht zu empfehlen.
Die alte WTCP Station, z.B., hätte so einen Gebrauch
höchstwahrscheinlich immer ausgehalten weil die damaligen schmalen
Gehäuse als eine Ganzschale mit Bodenplatte ausgeführt war und
Beschleunigungskräfte vom Trafo auf alle Seiten verteilt wurden und so
das Gehäuse vor Bruch schützten. Aus dieser Sicht sind dies Äpfel und
Birnen Vergleiche.
Naja, vielleicht bin ich nur ein altmodischer alter Sack der
ausgemustert werden sollte, weil er die moderne Welt nicht mehr richtig
versteht;-)
Roland F. schrieb:> Und wie Gerhard es in seinem Beitrag geschrieben hat ist die Wahl des> Hersteller letztlich eine sehr individuelle Entscheidung.
Allerdings :) Ist auch viel Subjektives dabei. Und der eine mag diese
Features, der andere jene.
Ich stelle aber fest, dass ich mit meiner Doppel-WSP80 garnicht im Trend
bin. Wenn ich mir Gerhard so ansehe, der hat scheinbar einen ganzen Zoo
von Lötstationen ;) Da muss ich vielleicht mal nach einer Metcal
schielen :)
900ss D. schrieb:> Ich stelle aber fest, dass ich mit meiner Doppel-WSP80 gar nicht im Trend> bin. Wenn ich mir Gerhard so ansehe, der hat scheinbar einen ganzen Zoo> von Lötstationen ;) Da muss ich vielleicht mal nach einer Metcal> schielen :)
Bevor jemand denkt mir steht das Budget von E. Musk zur Verfügung dem
sei gesagt, daß ich außer der WESD51 und WT1010 noch keine neuen
Stationen gekauft habe. Alles andere wurde gebraucht oder defekt
erstanden und repariert.
Die Metcal MX500 ist eine gute Station insofern Du sie für einen
vernünftigen Preis erstehen kannst. Kartuschen dürften nicht gerade
billig sein, aber das trifft ja auch für JBC und Weller RT zu.
Die gebrauchte und defekte Metcal hatte einen schadhaften WIMA-C im
Ausgangskreis der 13.56MHz MOSFET HF-Leistungsstufe was Kinderleicht zu
beheben war weil sich der Schaden visuell offenbarte. Seitdem
funktioniert die Station ohne Mucken. Schaltbild gibt es auch von der
MX500 und ist deswegen als Gebrauchtstation interessant und hier im
Forum hinterlegt.
Dann habe ich noch eine frühere Metcal ST200 die auf 400KhZ
funktioniert. Sie verwendet einen 5-poligen DIN Stecker. Die MX500
dagegen hat 75Ohm Coax Stecker wie früher bei uns das Kabel Fernsehen.
Seit zwei Jahren arbeite ich mit der Hakko FX888D und AD2200 JBC. Die
JBC stammte von einer Firmenauktion in Bayern. Mußte nur den Trafo für
120V umwickeln.
Mit der Hakko FX888D bin ich trotz ihres ungewöhnlichen Aussehen sehr
zufrieden. Bedienung ist etwas unintuitiv wenn man lange nichts
verstellt. Da man aber bis zu fünf verschiedene Einstellung speichern
und abfragen kann, ist das nicht so schlimm. Im Augenblick müßte ich die
Bedienungsanleitung lesen um damit klarzukommen. Sobald man aber sich
wieder damit abgibt ist die Bedienung auch nicht so schlimm.
Die WT1010 habe ich hergeschenkt. Sonst habe ich noch eine 30 Jahre alte
PACE Station (MB210, ST-25) mit Entlötkolben und Heißluft. Die Pace
Sachen sind sehr zuverlässig und funktionieren gut.
Dann hab ich noch eine selbstgebaute WTCP mit selbst gewickelten Trafo.
Die steht eigentlich nur noch zum Bewundern da;-)
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2)"
Ich kaufte mir auch eine günstigen PS80 Lötkolben den ich mit einem
Adapter mit der ST-25 Station betreibe weil die PS80 und PACE Kolben bis
auf das RTD einander sehr ähnlich sind. (Siehe hier:
Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2020)"
)
So, Jetzt kennt ihr meinen Alteisen Lötkolben Harem;-)
Olaf schrieb:>> Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich die Kiste inzwischen habe, eine>> kaputte Spitze habe ich bislang noch nicht.>> Wenn ich sowas sehe dann frage ich mich ob ihr ueberhaupt loetet. :-)
Selbstverständlich, auch nicht wenig. Allerdings benutze ich die
Lötspitzen eher nicht als Hebelwerkzeuge. :)
Ich habe aber auch beim WSP80 keine Lötspitzen komplett getötet, auch
mit der habe ich schon einige Jahre lang gearbeitet. (Bei meinem Sohn
ist sie nicht mehr so großartig in Betrieb, er kümmert sich lieber um
Weichware.)
Jörg W. schrieb:> Bei meinem Sohn> ist sie nicht mehr so großartig in Betrieb, er kümmert sich lieber um> Weichware.
Nichts macht Lötzinn weicher als ein ordentlicher Lötkolben ;-)
Gerhard O. schrieb:> Ich habe mir vor Jahren eine solche defekte Metcal MX500 erstanden und> repariert. Die Metcal übertrifft in Flächenlöt-Hitzelieferung (2.5x2.5cm> FR4) alle anderen meiner Lötstationen.
Ich hatte selbst nie eine Metcal in der Hand. Als die in der Firma
ausgesondert wurden, habe ich leider verschlafen, zuzufassen.
Kannst Du noch Details beschreiben, wie die wirklich funktioniert haben?
Manfred schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Ich habe mir vor Jahren eine solche defekte Metcal MX500 erstanden und>> repariert. Die Metcal übertrifft in Flächenlöt-Hitzelieferung (2.5x2.5cm>> FR4) alle anderen meiner Lötstationen.>> Ich hatte selbst nie eine Metcal in der Hand. Als die in der Firma> ausgesondert wurden, habe ich leider verschlafen, zuzufassen.>> Kannst Du noch Details beschreiben, wie die wirklich funktioniert haben?
Die MX500 hat einen 40+W 13.56MHZ HF Generator eingebaut der über eine
Spule im Lötkolben durch Wirbelstromverluste die Spitze erhitzt. Genau
wie beim Weller WTCP Magnastat ist die Spitze intern mit einer
Metallegierung ausgestattet die eine genau definierte Curie Temperatur
aufweist. Wenn die Spitze die Solltemperatur erreicht, ändert sich die
Kopplung der Spule zur Spitze schlagartig und verursacht eine massive
Fehlanpassung des HF Generators und reduziert die in Wärme umgesetzte HF
Leistung.
Je nach Wärmeabfuhr liefert dann der HF Generator gerade so viel
Leistung um den Curiepunkt herum um die Temperatur genau einzuhalten.
Das funktioniert bestens und die Hitzeleistung ist beachtlich.
Großflächige Lötarbeiten lassen sich innerhalb der erhältlichen HF
Leistung gut durchführen. Die Aufheizzeit ist nur ein paar Sekunden nach
dem Herausnehmen vom Stand.
Der Nachteil ist, daß man die Kartusche wie beim WTCP für andere
Temperaturen auswechseln muß. Elektronische Einstellung der Temperatur
ist wie beim WTCP Magnastat nicht möglich. Dafür liefert Metcal einen
Silikonmatte zum Wechseln der Patronen. Im Stand ist ein Magnet der die
magnetischen Eigenschaften beeinflußt und senkt die Temperatur bei
Nichtgebrauch des Lötkolben um die Lötspitze zu schonen.
> Dafür liefert Metcal einen Silikonmatte zum Wechseln der Patronen.
Ja, der beruehmte Topflappen. :-)
Also irgendwie werde ich mit den Teilen auch nicht warm. Ich kann damit
loeten, aber zumindest das was ich da bei uns an Spitzen rumfliegen
sehe war immer traurig. Ausserdem sieht die Basisstation aus wie das
Empirestatebuiling in seinen besten Zeiten. Sowas moechte ich zuhause
auch nicht auf dem Schreibtisch stehen haben.
Olaf
Hallo,
Olaf schrieb:> Ausserdem sieht die Basisstation aus wie das Empirestatebuiling> in seinen besten Zeiten.
:-)
Ich habe mir gerade mal angesehen wie die Station aussieht, meine Güte
ist die hässlich. Ein schönes Beispiel dafür was passiert wenn es bei
der Produktentwicklung dem Design gar keine Beachtung schenkt.
> Sowas moechte ich zuhause auch nicht auf dem Schreibtisch> stehen haben.
Geht mir so bei der Hakko FX888D-"Teletubbie-Edition".
rhf
Roland F. schrieb:> Geht mir so bei der Hakko FX888D-"Teletubbie-Edition".
Ich dachte zunächst, die würde von LEGO gebaut werden. Hier klärte mich
Gerhard allerdings darüber auf, dass das Design die Ausbrut eines
bekannten japanischen Künstlers (oder Designers) sei und die Japaner auf
sowas stehen würden.
Mich schreckt das Design ab, hätte damit Bedenken, etwas aus einer
Puppenstube zu kaufen. Colani hätte das besser und seriöser hinbekommen.
> bekannten japanischen Künstlers (oder Designers) sei und die Japaner auf> sowas stehen würden.
Such mal bei Google nach dem hier: pentax color DSLR
Dann wird dir einiges ueber den japanischen Farbgeschmack klar. :-D
Olaf
Rainer Z. schrieb:> Roland F. schrieb:>> Geht mir so bei der Hakko FX888D-"Teletubbie-Edition".>> Ich dachte zunächst, die würde von LEGO gebaut werden. Hier klärte mich> Gerhard allerdings darüber auf, dass das Design die Ausbrut eines> bekannten japanischen Künstlers (oder Designers) sei und die Japaner auf> sowas stehen würden.>> Mich schreckt das Design ab, hätte damit Bedenken, etwas aus einer> Puppenstube zu kaufen. Colani hätte das besser und seriöser hinbekommen.
Moin,
Uff! Über Geschmack läßt sich sicherlich streiten. Anfänglich ging es
mir genauso wie einigen von Euch. Aber mit der Zeit erwärmt man sich
dafür. Mir gefällt sie eigentlich schon irgendwie. Wem die Farbwahl
nicht gefällt, kann auf eine silberne Version ausweichen. Das wirkliche
Manko wäre eher die spartanische Bedienung mit nur zwei Knöpfen und das
Fehlen eines Sleep-Timers oder wie bei den JBCs mit einem Ablage
gesteuerten Schlafmodus.
In der Praxis relativisiert sich aber die Art der Bedienung. In der
Praxis hat es sich nämlich herausgestellt, daß man die Temperatur fast
nie verändern muß. Abgesehen davon lassen sich bis zu fünf
voreingestellte Werte durch einfachen Tastendruck wählen. Auch direkte
Einstellung ist nicht schwer. Einfach auf ENTER drücken und dann mit der
UP Taste die Stellen einstellen. Vorgewählte Einstellungen einfach mit
der UP Taste wählen. Was das Fehlen eines Sleep-Timers betrifft, muß man
eben bei Nichtgebrauch etwas aufpassen.
Was die Bedienung betrifft sind die JBC AD2200 oder WESD51 sicherlich
angenehmer. Aber, genauso wie bei der JBC muß man die Einstellung fast
nie verstellen. Da ist es im Prinzip gleich ob da Knöpfe oder
Tastenbedienung vorliegt. Die Temperaturregelkonstanz ist einfach so
gut, daß man kaum jemals eingreifen müßte.
Der Aluminium Druckguss Ablagestand ist sehr stabil und der Lötkolben
liegt griffgerecht drin. Auch sind Schwamm und Metallabstreifwolle
Ablagen drin.
Wie schon früher erwähnt, arbeite ich nun mittlerweile zwei Jahre mit
der Hakko. Die Lötspitze scheint von wirklich dauerhafter Qualität zu
sein und der Lötkolben liegt sehr angenehm in der Hand und der Griff
wird nicht nennenswert warm. Der Stand hat sich bewährt. Die Station ist
trotz ihres eigenwilligen Aussehens ein guter Wert fürs Geld.
Was Weller betrifft, gefällt mir sonst die WT1010 WD1/2
Nachfolgerstation. Die ist mit der WE1010 überhaupt nicht vergleichbar
und ein anderes Kaliber. Kostet natürlich ein paar mal so viel.
Für anspruchsvolle Arbeiten mit SMD dürften die JBCs hinsichtlich der
Kolben und Spitzenauswahl momentan das Optimum darstellen. Für alles
andere ist die Wahl der Station ziemlich zweitrangig solange bleifreies
Löten vorgesehen ist. Mit bleihaltigen Lot funktioniert auch die 7er
Magnastat noch gut genug.
Gerhard
Hallo,
Olaf schrieb:> Such mal bei Google nach dem hier: pentax color DSLR
Da kann ich mich auch noch dran erinnern, da waren eindeutig Drogen im
Spiel.
rhf
Roland F. schrieb:> Hallo,> Olaf schrieb:>> Such mal bei Google nach dem hier: pentax color DSLR>> Da kann ich mich auch noch dran erinnern, da waren eindeutig Drogen im> Spiel.
LSD?
>> rhf
Rainer Z. schrieb:> Grässlich. Die wird ihnen immerhin in Europa nicht geklaut, wenn sie> hier auf Tour sind.
Das wäre nicht so wichtig, aber die Kolbenablage wirkt etwas klobig.
Olaf schrieb:> Such mal bei Google nach dem hier: pentax color DSLRRainer Z. schrieb:> Grässlich.
Ich schätze mal, dass es sich hier um Farbkameras handelt. Die mir
bekannten Schwarzweiß- bzw. Monochromkameras haben alle ein sehr
eintöniges Aussehen ;-)