Hi,
Da das original AVR JTAG/ICE mk II Model von Atmel mir zu teuer war,
habe ich bei Ebay den Schritt gewagt und aus China bestellt.
Die Versandzeit nach dem Bezahlen dauerte 4 Werktage. Ich bat beim
Bestellen um eine Trackingnummer, die ich auch bekommen haben (Ging über
EMS China).
Im Paket waren die zusätzlichen Kabel für ISP 10pin, ISP 6pin,
Ersatzkabel, USB-Kabel usw.
Eine Anleitung dazu gibt es NICHT(!). Einzig eine CD wurde mitgeliefert,
die aber nur Datenblätter von Atmel beinhalten.
Die mechanische Verarbeitung sieht sehr gut aus und auch das
Firmwareupgrading via AVR Studio funktionierte problemlos.
Ich benutze den AVRVI JTAG/ICE mk2 Clone zusammen mit meinem EasyAVR5
Board, was super funktioniert. Das flashen und debuggen mache ich über
den JTAG Anschluss, da der ISP durch den MikroE Programmer belegt ist
(Aber das ist eine andere Geschichte).
Ich hoffe die Hinweise helfen dem Einen oder Anderen bei seiner JTAG/ICE
Programmer-Suche.
Viele Grüße,
Daniel
PS: Vorsicht bei aus Auswahl des JTAG/ICE mk2 Clones. Nur das Modell mit
den Zusatzkabeln ist 100% kompatibel. Die günstigeren Modelle sind nur
ISP-Programmer mit einem standard JTAG/ICE. Im Artikeltext steht auch
üblichweise dass es 100% kompatibel ist. Das wäre dann das richtige
Modell.
Kannst du eventuell posten, wie die Bezahlung funktioniert hat und vor
allem ob noch diverse Zollgebühren oder Steuern zum Kaufpreis dazu
kommen?
Wäre vielleicht auch noch wichtig zu wissen, falls man sich den
MKII-Clone bestellen möchte.
MfG
Marius
Marius Wensing wrote:
> Kannst du eventuell posten, wie die Bezahlung funktioniert hat und vor> allem ob noch diverse Zollgebühren oder Steuern zum Kaufpreis dazu> kommen?
Hallo Marius,
Zollgebühren musste ich nicht zahlen. Das Paket ist wohl durchgerutscht.
Das Bezahlen war Ebay-typisch einfach: Ich habe per Paypal bezahlt.
Viele Grüße,
Daniel
Marius Wensing wrote:
> Anbieter des 100% kompatiblen MKII Clone, den Daniel meint, ist> "starnewtech".>> Ebay-Artikelnr. 140247604926>> Gruß> Marius
Richtig. Bei "starnewtech" habe ich das Gerät gekauft.
Es gibt neben dem "ab 155 US$ / Sofortkauf 169 US$" (140247604926) auch
noch eine zweite Auktion, wo der Sofortkauf bei 159 US$ (140230473558).
Der Versand war und ist aktuell kostenfrei, also im obigen Preis
inklusive.
Viele Grüße,
Daniel
Ich wollte mich nur noch einmal zum Thema melden.
Nachdem ich nun den Programmer schon ein paar Tage benutze, bin ich
vollends überzeugt!
Keine Kompatiblitätsprobleme, super schnell und problemlos.
Da ich bisher mit USBProg 3.0, einem MK1 Clone sowie einem Olimex mk1
Clone herumprobiert habe, bin ich von der Performance als auch von der
Debug-stabilität total begeistert.
Fazit: Auch nach ein paar Wochen läuft dieser Programmer wunderbar.
Viele Grüße,
Daniel
Daniel Flinkmann wrote:
> Ich wollte mich nur noch einmal zum Thema melden.>> Nachdem ich nun den Programmer schon ein paar Tage benutze, bin ich> vollends überzeugt!>> Keine Kompatiblitätsprobleme, super schnell und problemlos.>> Da ich bisher mit USBProg 3.0, einem MK1 Clone sowie einem Olimex mk1> Clone herumprobiert habe, bin ich von der Performance als auch von der> Debug-stabilität total begeistert.>> Fazit: Auch nach ein paar Wochen läuft dieser Programmer wunderbar.>> Viele Grüße,>> Daniel
Welche Erfahrungen hast du mit den anderen Programmer/Debugger gemacht -
nicht so gute? USBProg 3.0 zb. sieht prinzipiell nach einer guten Idee
aus und wollte ich mir auch holen, wenns denn auch praxistauglich ist :)
Andreas K. wrote:
> Welche Erfahrungen hast du mit den anderen Programmer/Debugger gemacht -> nicht so gute? USBProg 3.0 zb. sieht prinzipiell nach einer guten Idee> aus und wollte ich mir auch holen, wenns denn auch praxistauglich ist :)
Relativ gut lief der Olimex USB/JTAG Adapter.
Dann hatte ich noch "USB AVR JTAG ICE Debugger und Programmer" von
Wetzel Elektronik ( http://steven-wetzel.de/atmel/atmel.html#jtagice ).
Leider hatte ich damit immer wieder Probleme im Zusammenhang mit meinem
EasyAVR5 Board von MikroElektronika. Ich musste nach jedem Flash oder
Debug-Vorgang den Stick abklemmen (vom Board als auch vom USB).
Wenn der Programmer funktionierte war er vergleichbar mit dem von
Olimex. An einem anderen Atmel-Board funktionierte der Stick wunderbar.
Also generell funktioniert dieser schon.
Der USBProg 3.0 ist im Vergleich zu den beiden obigen Adapter relativ
langsam. Beim Flashen finde ich das nicht ganz so schlimm, aber beim
Debuggen kann dies schon stören. Ich habe auch eine Developmentversion
des JTAG/ICE MK2 Clone Firmware ausprobiert, welche grundsätzlich schon
funktioniert, aber leider sporadisch beim debuggen ausfällt. Ich hatte
versucht das ganze zu forcieren um einen Bugreport raus zu machen, aber
leider ist mir das nicht gelungen.
Nachdem ich dann relativ frustriert aufgeben wollte, habe ich mich doch
zu dem AVRVI Clone entschieden und bei diesem hatte ich nicht einen
Ausfall beim Debuggen oder Flashen. Hinzu ist die Geschwindigkeit
gegenüber den Olimex als auch dem Wetzel Programmierer um ein vielfaches
schneller. Dies macht insbesondere beim Debuggen viel Sinn.
Der USBProg wird bestimmt bald eine interessante Alternative, wenn man
ein Multitalent-Programmer benötigt. Noch ist aber viel Arbeit zu
investieren und die liegt momentan leider auf nur wenigen
Entwickler-Schultern.
Viele Grüße,
Daniel
Daniel Flinkmann wrote:
> Nachdem ich dann relativ frustriert aufgeben wollte, habe ich mich doch> zu dem AVRVI Clone entschieden und bei diesem hatte ich nicht einen> Ausfall beim Debuggen oder Flashen.
Ist halt wiedermal echt bei Atmel geklau^H^Hont. Das heißt,
eigentlich lobpreist du damit Atmels gutes Produkt, ohne ihnen ihre
Arbeit bezahlen zu wollen.
Vor den Entwicklern der genannten USBprog-Firmware hingegen ziehe
ich den Hut, weil sie's geschafft haben, die vorsätzlich geheim
gehaltene Debugschnittstelle so weit zu reengineeren, dass sie ihre
eigene Firmware für ihre eigene Hardware schreiben konnten. Damit
sind sie komplett unabhängig von Atmel.
Jörg Wunsch wrote:
> Ist halt wiedermal echt bei Atmel geklau^H^Hont. Das heißt,> eigentlich lobpreist du damit Atmels gutes Produkt, ohne ihnen ihre> Arbeit bezahlen zu wollen.
Ja das stimmt. Und hätte ich das Geld über gehabt, hätte ich mir auch
das original gekauft. Vor ein paar Wochen hätte ich noch ein STK500 mit
original JTAG/ICE mk2 für das Geld bekommen, was mich nun der einzelne
Clone gekostet hätte.
Mir wäre es lieber gewesen, aber finanziell war jetzt ein Original nicht
mehr drin.
Daniel
@Jörg:
Geklaut ist es, allerdings hat man bei Atmel in letzter Zeit manchmal
auch
den Eindruck das die Tools als zusätzliche Einnahmequelle herhalten
müssen. Wenn es ihnen nur darum ginge die Chips gut zu unterstützen
und die Verbreitung zu fördern wären für einige der Tools andere Preise
machbar ohne das dabei draufgezahlt wird. Offensichtlich wird über den
Preis halt doch auch Politik gemacht oder aber ein Zubrot eingestrichen.
Jens
Also ich finde die Preise von Atmel noch angemesse. Das STK500 z.B. ist
eine 4-lagige Platine mit den ganzen Bauteilen drauf und allem pipapo
für unter 100€ ist echt top, billiger bekommste das selber nicht hin.
Aber das MKII ist echt ne Investition, ob diese ihr Geld wert ist kann
ich jetzt nicht beurteilen.
Jens wrote:
> den Eindruck das die Tools als zusätzliche Einnahmequelle herhalten> müssen.
Was denkst du, wie viele Stunden an Arbeit in dessen Design und der
Firmware so drin stecken, vom (kostenlosen) Support ganz zu
schweigen? Irgendwie bezahlst du das halt mit. (Möglicherweise
finanzierst du damit auch ein AVR Studio quer, das kann schon sein.
Aber das benutzen die Clone-Nutzer sicherlich auch...)
Ich klinke mich dann nun aus. Mir wird es nun zu politisch.
Ich wollte mit dem Thread nur darauf hinweisen dass das Gerät gut
funktioniert. Nebenbei benutze ich Eclipse+AVRDude statt AVRStudio.
Es wird trotzdem genug Leute geben, die vielleicht hin und her überlegen
welches Gerät sie kaufen sollen. Denen wollte ich nur ein paar
Erfahrungen nennen.
Viele Grüße,
Daniel
Die Diskussion müssen wir hier nicht führen. Ja, das erstellen von den
Tools kostet Geld, Aufwand, Zeit. Aber wie wäre es wenn der liebe
Hersteller den Aufwand für's verbergen der Protokolle sparen würde?
Es würden sich bestimmt Leute finden die einen Teil der Arbeit
übernehmen würden und alen wäre geholfen.
Achso, bei Xilinx und Altera gibt es auch Software, die auf dem freien
Markt sicher mehr als 100,- Euro kosten würde, kostenlos weil man
schließlich die Schaltkreise verkaufen will.
Jens
Jens wrote:
> Achso, bei Xilinx und Altera gibt es auch Software, die auf dem freien> Markt sicher mehr als 100,- Euro kosten würde, kostenlos weil man> schließlich die Schaltkreise verkaufen will.
Zumindest bei Xilinx aber in einer ,,ausgebremsten'' Version. Wenn
du die großen Vögel programmieren willst, musst du auch in die
Tasche greifen. Irgendwie muss halt jeder sehen, wie er wenigstens
einen Teil des immensen Aufwands wieder reinbekommt, der in solche
Tools zu stecken ist.
Hallo,
ich finde nicht, daß die Tools zu teuer sind.
Ein Bastler braucht sicherlich kein AVR ONE , der kommt mit stk500 oder
Dragon zurecht und wenn die auch zu teuer sind, dann halt stk200
Nachbau.
Für einen Profi sind 700€ für sein Werkzeug nichts.
Außerdem zwingt Atmel doch niemanden das teuerste zu kaufen, ich
verstehe diese Diskusion nicht...
Gruß Sebastian
Was ich mir wünschen würde ist, dass sie die 32-KiB-Grenze im Dragon
aufgeben. Wie du schon schreibst, ein ernsthafter Industrieanwender
hat keinen großen Schmerz, die EUR 300 zu bezahlen. Wenn er durch die
Vorteile des JTAG ICE (bessere Schutzelektronik an den Pins, hat ein
Gehäuse => keine Kurzschlüsse, weniger Kabelbastelei nötig) einen
halben Tag Arbeit eingespart hat, hat er den Preisunterschied zum
Dragon ja schon wieder rein.
Sebastian Mazur wrote:
> Ich wünsch mir eher, daß man mit dem Dragon avr32 flashen könnte...
Geht das denn nicht via JTAG? Eigentlich sollte der JTAG-Teil der
Firmware gleich sein zum JTAG ICE mkII.
Hmmm,
meinst Du das geht ?
Ich habe es noch nicht ausprobiert, steht auch nichts in der
Beschreibung davon, daß der Dragon avr32 kann.
Das wäre toll, ich muß es mal ausprobieren!
Gruß Sebastian
Hi Leute,
ich hab auch so ein billig Teil erworben. Doch leider hab ich es bis
jetzt noch nicht zum laufen gebraucht.
Alle nötigen Treiber habe ich installiert. Windows erkennt den AVRJTAG/ICE mk2 als "Prolific USB-to-Serial Comm Port(Com7)".
Den AVR JTAG/ICE mk2 hab ich an einem USB-Port angeschlossen.
Die zusätzliche Stromversorgung wird doch nur bei Seriellen Anschluss
benötigt.
Am Gerät selbst leuchtet eine Rote und eine Blaue LED.
Stecke ich den Programmer an einer ISP Schnittstelle an, so leuchtet
zusätzlich die grüne LED, beim Anschluss an eine JTAG schnittstelle
leuchtet nur die blaue und rote LED.
Vom AVR-Studio aus kann ich die Atmegas weder Programmieren noch
Debuggen mit den AVR JTAG/ICE mk2.
Des einzige was ich vom AVR-Studio aus kann ist den AVR JTAG/ICE mk2
updaten.
Des geschieht laut AVR-Studio auch erfolgreich.
Hatte jemand schon einmal ähnliche Probleme? Oder hab ich nur noch was
vergessen zu installieren, bzw. zu konfigurieren?
Bin für jede Hilfe dankbar.
hast du update gemacht ? na dann kannst du es wieder wegschmeissen ..
Das ist ein clone der eigene firmware benutzt und hardwareseitig auch
anders ist. Der meldet sich nur als "mkII".
tjo, frag die mcuzone.com leute.
Kannst nur versuchen die firmware nochmal upzudaten, nimm die firmware
vom der CD (sollte eine dabei sein, an sonsten guck hier im forum
[Beitrag "JTagIce MKII CN (Clone) Update"]
vllt hat jemand die firmware.
Ob das hilt kann ich nciht sagen, mir habe die gesagt "Please DO NOT
upgrade it in AVR Studio 4.17. If you do that, the emulator does not
work anymore."
Also, um das Ganze mal zu relativieren, obgleich dieser Thread schon
etwas älter ist, sollte man schon unterscheiden ob man sich seinen
kleinen Roboter bauen will, also Hobby, würde Atmel wohl keinen Schaden
ereilen. Man sollte meinen dass ATMEL den JTAG MK2 nicht als ein
Hauptgeschäft´sehen sondern ihn als Hilfsmittel sehen. Die Preise für
die Tools von ATMEL halten sich wirklich in Grenzen - da kenne ich ganz
andere Regionen in denen sich Entwicklungswerkzeuge bewegen. Ob sich
ATMEL mit den 300 € für den JTAG-MK2 einen gefallen tut, wage ich zu
bezweifeln. Ich glaube einfach, dass sie das TOOL für dne Profi
vorgesehen haben und da sind 300€ nicht besonders viel. Für kleine
Projekte braucht man den nicht wirklich und ein JTAG MK1 lässt sich mit
einem CHIP, Quarz, 2 Kondensatoren und 3 Widerständen selber bauen. Ich
benutze derzeit noch einen MK1, bekomme jdeoch bald einen MK2 (origonal)
denn ich muss ein paar komplexe Protokolle entwickeln und testen. Da
brauche ich DEBUG-Wire, was der MK1 nicht beherscht.
Es würde auch ohne gehen, dauert jedoch länger und die Zeit habe ich
nicht.
Ist wie im Leben - wer Zeit hat,braucht weniger Kapital als der , der
keine Zeit hat.
In diesem Sinne - Bis denne
Gerd
PS: Ich mag dieses Forum denn es ist interessant und man findet fasst
immer einen Lösungsansatz oder sogar eine Lösung. Dafür meinen Dank.