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Forum: Platinen Ein weiterer UV-LED-Belichter


Autor: Michael K. (Gast)
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Hallo zusammen,

nachdem dieses Projekt doch von einigen Ideen profitierte, die ich hier 
gefunden habe, und da ich schon länger im Kontext AVR immer wieder mal 
hier lande, habe ich mich doch heute auch endlich mal registriert, um 
Euch mich und mein aktuelles Projekt vorzustellen.

So nen richtiges Vorstellungsforum hab ich nicht gefunden, also auch das 
hier:

Ich bin 36 Jahre alt, wohne etwas südlich von Stuttgart (quasi gleich 
neben Tübingen) und habe vor langer Zeit mal Kommunikationselektroniker 
gelernt. Damals komplett auf die digitale Schiene konzentriert, erste 
Kontakte mit dem 8051, nachdem ich schon jahrelang die Commodore-Kisten 
in Assembler unsicher gemacht hatte, und nun, viele Jahre später, geht 
mir mein IT-Job ausreichend auf die Nerven, dass ich einen Ausgleich 
brauchte und angefangen habe, etwas Musik zu machen und Synthesizer zu 
entwickeln und zu bauen. Sind zwar normalerweise analoge Gerätschaften, 
aber doch meist zur Steuerung mit diversen AVRs bestückt, im Moment 
gehts dann auch mal in Richtung AT91SAM7.
Die neuste Idee war, dass ich auch mal anfangen könnte, Platinen zu 
ätzen, weil die Projekte mit teils gut über 1000 Bauteilen auf 
Lochraster doch zwar funktionieren, aber man manchmal doch vielleicht 
noch ein zweites Exemplar bauen möchte, ohne den Verdrahtungshorror 
nochmal zu machen.

Ein grosser Einstieg - inspiriert durch einige Artikel hier und in 
anderen Foren, war also nun ein UV-Belichter im Eigenbau. Nach etwas 
Rumsurfen habe ich mich dann entschieden, ihn auch auf LED-Basis zu 
bauen und die Links zu den Buchtbewohnern mit den 100er-Packs für 9 EUR 
waren da nur willkommen. 300 Stück geordert, toll gefunden, umgeplant, 
nochmal 400 geordert, und nun sind also 660 Stück auf einer Fläche von 
etwas über A4 verbaut. Und da ich meine Mechanikfähigkeiten auch mal 
unbedingt etwas trainieren sollte, kommt das Ganze auch mit ner Menge 
Aluminiumbasteleien daher, leider grossteils noch vor der Anschaffung 
der neuen Säulenbohrmaschine gebohrt und entsprechend krumm und schief. 
Ja. Ehrlich. Alles Handbohrmaschine :)

Nun möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen:
http://www.mik-music.org/tiki/gallery53

Das ist so die lose Bildersammlung des bisherigen Geschehens, das wird 
mal noch in einen Artikel verbannt mit Beschreibung drumrum.

Kurzer technischer Abriss:
- 30 Ketten zu je 22 LEDs (mancher mag jetzt schon im Kopf die Spannung 
ausrechnen :)
- Jede Kette hat ne eigene Konstantstromquelle (also eine halbe, 
Widerstand plus Transistor, die andere Hälfte ist nur einmal vorhanden, 
minimale Toleranzen der U(BE) ignoriere ich, da die bei 3V, die am 
150Ohm-Widerstand abfallen, prozentual vernachlässigbar sind)
- Durch die 22 LEDs in Reihe mit den über 3V Spannungsfall ergibt sich 
eine Betriebsspannung von 80V für den Scheinwerfer
- Die 80V sollen aus einem Schaltregler kommen, den ich bisher noch 
nicht so hingekriegt habe, wie ich das will, aber ich denke, das klappt 
auch noch
- Getestet wurde das Ganze jetzt nur mit ca. 63V, mehr bringt mein 
Netzteil einfach nicht, diese komplette Konstruktion auf den Bildern 
lief also mit 20mA, wenn ich den Schätzeisen im Netzteil glauben darf - 
später sinds dann 600mA (30 Ketten eben)
- Der komplette Reflektor ist aus Aluminium gebaut, kein Lack oder 
Selbstklebefolie. Die Reflektorwände sind 100mm hoch, rechnerisch 
bräuchte ich etwas über 77mm über den LEDs (15 Grad Abstrahlwinkel, 
10,16mm Distanz Mitte-Mitte in horizontaler/vertikaler Richtung)
- Die Ausleuchtung ist meines Erachtens perfekt. Die Schattierungen, die 
es im passenden Bild zu sehen gibt, sind vom Papier, nicht vom 
Scheinwerfer.
- Dass da einige LEDs noch dunkler sind, liegt an den Toleranzen, das 
relativiert sich später mit dem Sollstrom wieder. Da hab ich wohl beim 
Selektieren noch etwas geschlampt.

Und da ich (insbesondere für matrixsynth) Videos zu meinem DIY-Krams 
macht, gibts auch hier eins - aber auf Englisch, da das Zeug normal eben 
ziemlich weltweit angeschaut wird:

Youtube-Video "DIY UV lamp for PCB exposure"

So. Genug geblubbert für den ersten Post, ich hoffe, jemandem Gefällt 
das Projekt. Wie gesagt wirds irgendwann noch ne geeignete 
Projektbeschreibung mit Schaltplänen auf meiner Webseite geben, ob ich 
allerdings noch technische Zeichnungen dazu baue, weiss ich nicht...

...Michael

Autor: Apollo (Gast)
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Wahnsinn :D applaudier...tolle Sache das :)

Autor: Gastalex (Gast)
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Na dann:
Herzlich willkommen im Forum.

Schönes Projekt. Respekt vor deiner Geduld die ganzen LEDs zu bestücken 
:-)

Grüße,
Alex

Autor: Michael K. (Gast)
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Das ging noch schnell. 2h pro Board, also 6h für alle 660 Stück.
Frag nicht, wie lang das gedauert hat, die 660 Löcher zu bohren (jeweils 
körnern und mit mehreren Bohreren bohren, zurechtdremeln und senken :)

Autor: Falk Brunner (falk)
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English for Runaways . . . ;-)

Naja, meine Meinung zu UV-LED Belichtern ist bekannt.
Dinge die die Welt nicht braucht.

Autor: Michael K. (Gast)
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Derer gibts unglaublich viele. Posts, deren Inhalt ausschliesslich aus 
Geläster besteht, gehören glaub auch dazu ;)

Autor: Michael H* (Gast)
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es würde sich ein artikel in der artikelsammlung geradezu anbieten.
Hauptseite
grüße, holli

Autor: Michael K. (Gast)
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Vielleicht, wenn das Projekt mal abgeschlossen und dokumentiert ist. Es 
gibt ja schon einen guten Artikel über einen LED-Belichter da.

Autor: Kille H. (kille)
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Hallo musicmik,

sauber gemacht, du hast auch genug LEDs verwendet. ich hab nur 200 für 
A4.
Wollte eigentlich ein bissl werbung für meine steuerung machen.
Beitrag "LED UV Belichtungsgerät"
Ist nur so auf die schnelle entstanden...
Wenn dus allerdings einsetzten möchtest, beschreib ichs dir noch genau.

Grüße,
   Kille

Autor: Michael K. (Gast)
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Also ganz grob überflogen erkenne ich da was von Sensortasten?
Klingt ziemlich stylish. Ich hatte mal nur son 4-stelliges LED-Display 
und 3 Tasten geplant, dahinter nen ATmega*8, weil die hier so rumliegen, 
der kümmert sich dann noch um Lichtschranke für den Deckel und halt 
Ein/Aus für den Schaltregler.
Ich schau mir da Dein Werk bei Gelegenheit mal genauer an, hatte bisher 
noch gar nix mit Sensortasten rumexperimentiert, war in den 80ern etwas 
überfüttert mit den Dingern, weil jeder Fernseher und so sowas hatte :)

...Michael

Autor: Kille H. (kille)
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zuerst hab ich auch an ein display gedacht, aber dann hab ich mir 
überlegt für was. Du ermittlest einmal die Zeit und dann brauchst du die 
ja eigentlich nimmer ändern. Ich belichte halt auch andere sachen, 
deshalb auch ne taste. Nen atmega8 kannste natürlich auch hernehmen.
Schaus dir mal bei gelegenheit näher an, wenn fragen auftauchen meld 
dich halt.

grüße
  kille

Autor: Michael K. (Gast)
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Ich hab noch son weng Siebdruckzeug rumliegen, das braucht 
möglicherweise ne andere Belichtungszeit, dann kommt auch noch dazu, 
dass ich nicht nur fertiges Basismaterial hab, sondern auch mal selber 
Kontakt 20 drauf hau (die erste Platine meines Lebens war z.B. so 
gefertigt :). Ich denk, so ne Zeiteinstellung ist schon nicht verkehrt.

Wobei das auch durchaus sein kann, dass da gar nix rein kommt und ich 
klassisch mit Stoppuhr arbeite, weil ich üblicherweise zu faul zum 
Firmware coden bin :)

Timer wäre also eher ein Feature, was ich selber nicht unbedingt 
brauche. Die erste Belichtung war auch mit so ner 
Briefmarken-Analyselampe, Kontakt 20 eben als photopositiv-Beschichtung, 
5 Minuten Stoppuhr, alles total planlos eigentlich, und es hat ziemlich 
gut funktioniert.

Das Ding ist aber jetzt schon so overengineered, dass rein deswegen 
eigentlich ein Timer rein muss :)

Autor: Kille H. (kille)
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je eben, das mein ich doch auch! Du hast echt nen schönen belichter 
gebaut und da muß doch auch ne gscheite Steuerung rein ;)!
Ja klar, wenn du noch so viel mehr sachen belichten willst, dann ist ein 
display natürlich sinnvoll. Bei mir ists halt nur Stoplack und noch 
bestückungsdruck. Zum aushärten hab ich dann noch ne taste wo er ewig 
belichtet, bis man abbricht. Außerdem hab ich noch tasten um die zeit 
geringfügig zu ändern (kann man einstellen, zumbeispiel + und - 30sec.)

Wenn dus so oder so ähnlich nachbaust, läuft ja die Soft sowieso....

Grüße,
   Kille

Autor: Michael K. (Gast)
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Meine Gedanken waren da sehr rudimentär. 4 Stellen am Display, MM:SS, 2 
Taster, einer schaltet die Stelle durch, der andere den Wert der Stelle, 
und dann noch nen Start/Stop. Und z.B. bei Zeit=00:00 ist dann halt 
"endlos".

Ganz rudimentär, könnte man mit ner Handvoll TTLs machen, ist aber mit 
nem µC einfacher. Ich hoff nur, dass ich dann nicht wieder auf die 
Gedanken komme, dass da dann doch ein grafisches LCD rein müsst und ne 
serielle Schnittstelle zur Fernsteuerung und zum Firmware-Update und 
fertige "Kochprogramme" und all son Kram.

Ich neige da gern mal zum overengineering, wie ich schon an meinem 
ersten Synthesizer (http://www.mik-music.org/tiki/MiK-one) gesehen habe, 
der bis heute aufgrund der Komplexität noch kein Benutzerinterface hat. 
Geschweige denn das MIDI-CV-Interface 
(http://www.mik-music.org/tiki/PMVC) mit 16 AVRs drin, 7 
MIDI-Schnittstellen und 72 CV-Ausgängen, um meinen Formant anzusteuern, 
der eh nur ne Handvoll CV-Inputs hat. Aber gut. Grundidee war da eher 
ein kommerzielles Produkt, den Gedanken hab ich aber erstmal 
zurückgestellt.

Autor: Timbo (Gast)
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Klasse Projekt! Endlich mal einer mit genug LEDs!

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Wirklich gut geworden! Respekt! Muss ich meinen Belichter wohl auch mal 
endlich online stellen.
Ich  muss aber noch die ganzen vielen LEDs auflöten :-(((

Ein Timer war allerdings Pflicht:-)

Beitrag "Re: VQC10 am Mega8 o.16??"

Gruß
Axelr.

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