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Forum: HF, Funk und Felder ?Daten Ferritschalenkern aus DDR


Autor: Sven H. (reiter111)
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Hallo allerseits,

ich habe noch einen angefangenen Empfängerbausatz AFE12 hier 
herumstehen, den es auf einem Flohmarkt mal fast umsonst gab. Es fehlen 
außer einigen anderen Dingen wie 200 kHz-Quarz vor allem die 
Ferritschalenkerne. Ich habe noch die Originalbezeichnungen der Teile 
aus den Unterlagen, evtl kann mir ja jemand sagen, was das für 
Kernmaterialien waren? So würde es evtl leichter fallen, einen passenden 
Ersatz zu finden. Ich vermute "K1" sollte vom Frequenzbereich 
(Filteranwendung) gut passen, der AL-Wert war 40nH, bei dem ZF-Kreis 
315nH.

Typ 1: 54-3342 mit Abgleichkernen 54-3539

Typ 2: 54-3337 mit Abgleichkernen 54-3564

Ich würde mich über Infos zu den alten Kernen freuen, auch so rein 
informatorisch ;)

Tschööö Sven

: Verschoben durch Admin
Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

naja, solange das mechanische Filter und seine Kondensatoren noch da 
sind...

Zu den Kernen kann ich Dir im Moment nicht weiter helfen, beim ZF-Kreis 
würde ich aber sowieso sagen, daß es relativ unkritisch ist, die 
Bandbreite bestimmt ohnehin das mechanische Filter und schmalbandiger 
wird der eine Kreis kaum werden.

Eingang-/Oszillatorkreise eben ein Material, von dem der Hersteller 
behauptet, daß es bei 7MHz noch brauchbare Güte zulässt und wenig 
Verluste hat.
Die Windungszahl kann man ja noch passend variieren.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: matze (Gast)
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Hallo Sven,

der Hersteller der Schalenkerne waren die VEB Keramischen Werke 
Hermsdorf.

-3337 ==>AL-Wert 315 +/- 16 nH, Werkstoff: Manifer 183, Luftspalt:0,08,
         µe 199
-3342 ==>AL-Wert 40 +/- 1,2 nH, Werkstoff: Manifer 343, Luftspalt:1,0,
         µe 25,
         Kern Manifer 321 Farbe: beige

Aber noch eine Frage: was für ein mechanisches Filter?
In meinem anderen Leben habe ich diese Bauelemente entwikelt.

MfG
matze

Autor: matze (Gast)
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Hallo Sven,

der Hersteller der Schalenkerne waren die VEB Keramischen Werke 
Hermsdorf.

MfG
matze

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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matze wrote:

> Aber noch eine Frage: was für ein mechanisches Filter?

200 kHz Mittenfrequenz, 3,15 kHz Bandbreite, sofern ich mich
richtig erinnere.  MF200+0315?

Autor: matze (Gast)
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Danke Jörg,

es ist eines meiner Kinder. Es ist ein Einseitenbandfilter mit der 
Hauptanwendung - möglichst viele Telefongespräche auf einer Leitung zu
übertragen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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matze wrote:

> es ist eines meiner Kinder. Es ist ein Einseitenbandfilter mit der
> Hauptanwendung - möglichst viele Telefongespräche auf einer Leitung zu
> übertragen.

Dass die Dinger mal für TF konzipiert worden waren, war mir gar nicht
klar.  Sie waren berühmt als ZF-Filter für die 2. ZF in schmalbandigen
Empfängern, wie den EKDs:

http://www.dr-boesch.ch/radio/rft.htm

Ebenfalls zu Berühmtheit dürfte ihnen der Teltow 215 verholfen haben:

http://www.darc.de/y/11/html/Teltow200/teltow200_2.htm

Autor: Sven H. (reiter111)
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Hallo Matze,

vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort, das ist ja super!
Nun weiß ich, nach welchen Werkstoffen ich mal am besten suchen kann.

Und die Banbreite vom Filter habe ich momentan nicht ganz im Kopf, aber 
breiter sollte es fast nicht sein. Vielleicht wurde auch genommen, was 
gerade verfügbar war? hihi


Aber wenn ich schon einen Mensch hier habe, der da richtig Ahnung hat 
G

Ich habe schon seit Ewigkeiten ein Bauprojekt laufen oder aus 
Zeitgründen besser liegen, einen Mini-Trx für 80m (Mugler-Variante...)
Da soll im CW-Zweig ein MF200.850-0050 rein. Ich habe bis jetzt aber, 
wenn überhaupt, nur mal Filter MF200-0050 gesehen. Die Bandbreite ist ja 
gleich, ich vermute nur daß bei dem "850er" der Durchlassbereich um die 
850 Hz zur Seite verlegt ist. Wenn das stimmt, sollte das normale 
200-0050 ja genauso gehen, wenn man bei Empfang die Rit um diesen Betrag 
verstellt. ich hoffe ich liege mit meiner Theorie richtig G Zumindest 
beim Teltow war das ja ähnlich gelöst.

Ich bin auch noch auf der Suche nach solchigem Filter, aber ohne Eile. 
Irgendwann werde ich sicher mal eins finden ;)

Tschööö Sven

Autor: matze (Gast)
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jörg schrieb:

> Dass die Dinger mal für TF konzipiert worden waren, war mir gar nicht
  klar.

Eine kleine Infotafel, leider nicht besonders scharf, jedoch noch 
lesbar.

Autor: crazy horse (Gast)
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falls du jetzt alle benötigten Informationen hast - gut.
Wenn ich mich recht erinnere, waren im "elektronischen Jahrbuch" recht 
viele Informationen darüber drin. Hatte eigentlich alle zwischen ca. 
1972 und 85 - keine Ahnung, wo die abgeblieben :-(

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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matze wrote:

> Eine kleine Infotafel, leider nicht besonders scharf, jedoch noch
> lesbar.

Nun, das Lesen strengt schon ein wenig an, ist aber interessant.  SSB
war aber offenbar neben TF von vornherein mit auf der Liste potenz-
ieller Anwendungsbereiche.

Eigentlich müsste einer der Zeitzeugen aus dieser Tafel mal eine
Webseite erstellen, damit das Wissen nicht in den Mülleimer der
Geschichte wandert.

Autor: Anton ohne Eprom (Gast)
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@ matze
was hast du denn da für ein interessantes Büchlein, gabs das mal zu 
kaufen oder ist es ein internes KWH Buch? Das ding scheint ja ein 
richtiges Schätzchen zu sein.

Viele Grüße
Sven

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Hallo Leute,

Ich suche mir auch ständig nen Wolf, wenn ich mal einen RM6 Kern oder 
einen Schalenkern in dne Händen halte, auf dann MF183, MF315 oder MF195 
usw. steht.

Wenn man sich die Historie vom VEB Keramische Werke Hermsdorf ansieht, 
dann steht dort jetzt bestimmt ein Lidl oderso.
http://www.robotrontechnik.de/html/standorte/kwh.htm
Googelt man weiter nach irgentwelchen Unterlagen, stösst man auf 
Zündkerzen:
http://www.deutschefotothek.de/obj86002964.html
weitere Interssante Artikel und Links:
http://www.hermsdorf-regional.de/700jahrfeier/700-12.htm

Aber man findet keine Unterlagen über die damals hergestellten Feritte 
:((

Klar kann man bei Tridelta anrufen.(Habe ich gemacht) Leider werden nur 
noch Hochleistungskernmaterialien entwickelt und vetrieben.

So gesehen ist die Idee mehr als nur zu begrüßen, die wichtigsten 
Parameter der hergestellten Feritte auf einer Website zu sammeln.

Leider wird das immermehr ein Generationsproblem:
Die jenigen, die sich mit dem Maniferwerkstoffen auskennen (zumindest 
die, die ich noch kenne) können keine Website erstellen.
Die Jungs und Mädels, die sich im Webdesign auskennen, können mit dem 
Begriff "Manifer" nichts anfangen.

Na ihr wisst sicher, was ich meine.

Ein Sammelplatz der Informationen wäre nicht schlecht und ein 
"Generationsvermittler", der beide Wissenshälften zueineander bringt.

Oder schlicht jemanden, der sich mit den damals gefertigten 
Kernmaterialien auskennt, entsprechende Unterlagen besitzt, jemanden 
kennt, der solche Unterlagen besitzt und sich mit Webdesign auskennt.

Das wäre wirklich eine Bereicherung!!

Viele Grüße
Axelr.

Autor: matze (Gast)
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Hallo Sven,

es war für Handel, Forschung und Entwicklung als Arbeitsgrundlange b.z.w 
Information gedacht. Fast alle Kombinate gaben solche oder ähnliche 
Druckschriften heraus. Sie waren im normalen Handel nicht käuflich. Die 
Bezugsquellen waren auch damals, die Applikationsabteilungen.

MfG
matze

Autor: Christian K. (Gast)
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Anton ohne Eprom schreibt:
> was hast du denn da für ein interessantes Büchlein, gabs das mal zu
> kaufen oder ist es ein internes KWH Buch? Das ding scheint ja ein
> richtiges Schätzchen zu sein.

Das Buch nennt sich "Handbuch Ferrite". Bei ebay ist gerade eine Ausgabe
von 1970 im Angebot. Ich selbst habe die Ausgabe von 1976.

Christian.

Autor: Matthias (Gast)
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Im AFE12 waren 2,35er Filter drinne. Die 3,1 kHz breiten Teile machen 
auf Dauer keinen Spaß. Sehr begehrtes Teil zur Nachrüstung des USB beim 
EKD 300.

Ich habe selbst als Lehrling mal einige Wochen in der Fertigung in 
Teltow ( Oderstr. ) gesessen.

Matze muß ja dann auch in Teltow beim WBN, später CvO gewesen sein.

Viel Spaß beim AFE12 bauen!

Autor: Anton ohne Eprom (Gast)
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@ Christian K.
Danke für den Tip, nun ist es meins.

Ich habe noch so viele Schalenkerne von den ich keine Daten habe, so 
brauche ich wenigstens nicht alles neu kaufen und kann das alte Zeug mal 
aufbrauchen.

Und matze muß nicht alle Seiten für mich einscannen;)

Viele Grüße
Sven

Autor: Günther (Gast)
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Hier findet man alles wichtige über die in der DDR
hergestellten Ferrite.
"Weichmagnetische Ferritbauelemente und ihre Anwendung"
Es sind die beiden Bände 124,125 aus der amateurreihe
"electronica" von 1974.(Militärverlag)
Ich habe diese Büchlein noch im Schrank zu stehen.
Sind schon etwas abgegriffen durch die jahrelange
Benutzung.Bin schon halt ein alter Mann,der den
qaulmenden Lötkolben an den berühmten Nagel gehängt hat.
Gruss: Günther

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Eigentlich müsste einer der Zeitzeugen aus dieser Tafel mal eine
> Webseite erstellen, damit das Wissen nicht in den Mülleimer der
> Geschichte wandert.

...oder im deutschsprachigen Teil von Wikipedia verankern...


Christian K. schrieb:
> Das Buch nennt sich "Handbuch Ferrite"...
> Ich selbst habe die Ausgabe von 1976.

...ist das sehr dick? Kann man das scannen?
Gibt's ein Exemplar in/in der Nähe von Berlin (dann würde ich mich zum 
Scannen anbieten)?

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Günther schrieb:
>Bin schon halt ein alter Mann, der den qaulmenden Lötkolben an den
>berühmten Nagel gehängt hat.
darf man fragen, ab wann man von einem alten Mann spricht, der aber 
offensichtlich noch hier im Forum aktiv ist?
MfG

Autor: Günther (Gast)
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Wolfgang,
deine Frage möchte ich so beantworten:
Der Geist ist willig,aber das Fleisch ist schwach.
Sprich,die Hände und die Augen wollen nicht mehr.
Der Ausspruch ist zwar etwas zweckentfremdet,kommt
aber grob hin.
Um dem entgegen zu wirken,werde ich die beiden
Hefte mal scannen.(normaler Haus-Scanner)
Beide Hefte haben zusammen 210.Seiten.
Mal sehen,ob etwas brauchbares rauskommt.
Der Papierzerfall ist schon in vollem Gange.
Ich bin nur deshalb auf diese Seite gestoßen,weil
ich mittels Google etwas über mech. Filter herausfinden wollte.
Habe noch einige im Keller zu liegen,es fehlen nur
die parallel-C,s.
Ich melde mich in einigen Tage wieder.

Gruß: Günther

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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@Günter,
>Beide Hefte haben zusammen 210.Seiten.
Für mich bitte nicht diesen Aufwand treiben.
Ich habe auch noch diese Heftchen
>"Weichmagnetische Ferritbauelemente und ihre Anwendung"
>Es sind die beiden Bände 124,125 aus der amateurreihe
>"electronica" von 1974.(Militärverlag)

>deine Frage möchte ich so beantworten:
aber vielleicht lässt sich noch etwas es über die Einordnungen 70+, 80+ 
oder ähnlich entlocken

MfG

Autor: Elektronikfreund (Gast)
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Hallo,
habe Ferrite der ehemaligen DDR auf *Raupenhaus.de* gefunden.
Suche :   Weichmagnetische Ferrite      : 5,6 MB
          Datenblatt Ferritkerne (KWH)  : 10,3MB
Elektronikfreund

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Hat jemand zufällig obige Dateien von Raupenhaus? Die sind leider nicht 
mehr im Netz. Danke!

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Günther schrieb:
> deine Frage möchte ich so beantworten:
> Der Geist ist willig,aber das Fleisch ist schwach.
...
> Um dem entgegen zu wirken,werde ich die beiden
> Hefte mal scannen.(normaler Haus-Scanner)

Kannst du dir sparen. Das Raupenhaus hatte auch einen Scan dieser beiden 
Heftchen zum Download, bevor es geschlossen wurde.

Der eine oder andere <hüstel> hat ja vielleicht ein paar der 
interessanteren Files vom Raupenhaus in seinem privaten Mirror liegen 
und kann auf Anfrage aushelfen ;)


XL

Autor: bingo (Gast)
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Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Auf Archive habe ich es nicht finden lassen können.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Abdul K. schrieb:
> Auf Archive habe ich es nicht finden lassen können.

Was daran liegen dürfte, dass die Raupenhaus-Website ziemlich
vergriesgnattelt war und nicht einfach durch einen Suchroboter
geradlinig indiziert werden konnte.  Ganz davon abgesehen,
Zip-Dateien speichert archive.org ohnehin nicht.

Abdul, hast du die Elektronischen Jahrbücher noch?  Da war über
die Ferritkerne mal was drin.  Wenn du sie nicht hast, schreib'
mir eine Mail, dann seh' ich mal nach.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Genau Jörg! Vielleicht war es auch Absicht vom Betreiber es gleich so 
aufzusetzen. Das mit Raupenhaus ist schon sehr komisch. Würde erwarten, 
es gibt einen Ersatz-Server. Vernichtung von Kulturgut.

Bist du dir mit den ZIP-Dateien sicher? EXE, PDF geht alles.

Diese Jahrbücher habe ich nicht. Du weißt, ich war sehr lange im Westen. 
Ich kann hier allerdings manchmal in der Hochschul-Biblio DDR-mäßig 
fündig werden. Die vielen russischen Bücher haben sie vielleicht schon 
aussortiert. Kann ja keiner mehr lesen von den jungen Hüpfern.

Ich habe hier noch so ein unbekanntes Bauelement vermutlich aus 
DDR-Zeit. Leider habe ich vergessen wo ich den mal beschaffte. Ein 
Ferritstab:
- Flachstab, gerundete Kanten
- 119mm x18mm x 4mm
- an einer Stirnseite mit anscheindend Ölfarbe rot flächig markiert

Vielleicht aus einem LMK-Radio der DDR? Gabs da gängige Regeln z.B. für 
die Farben oder Standardgrößen?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Abdul K. schrieb:

> Bist du dir mit den ZIP-Dateien sicher?

Zumindest bin ich bislang in der Wayback-Machine noch nie diesbezüglich
fündig geworden.

> Diese Jahrbücher habe ich nicht.

Dann werde ich die mal wälzen.  Kannst mich ja per email "pingen".

(Ferritstab)

> Vielleicht aus einem LMK-Radio der DDR? Gabs da gängige Regeln z.B. für
> die Farben oder Standardgrößen?

Nicht dass ich wüsste.  Sicher wird KWH da ein paar Standardgrößen
gehabt haben, und da es de fakto ein Monopolist war, könnte man diese
als Standardgrößen bezeichnen. ;-)  Einfach ausmessen und benutzen,
wenn man einen braucht.  Könnte auch aus dem östlichen Ausland gewesen
sein, gerade sowjetische Taschenradios (wie das berühmte "Kosmos")
gab es ja hin und wieder auf dem Markt.  Im "Kosmos" war meiner
Erinnerung nach ein flacher Ferritstab verbaut.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Bei gutem Wetter pinge ich nicht ;-)

Nun ja, benutzen ist ok, frage mich nur warum die Teile rechteckig 
waren. Ich kann da nur Nachteile drin sehen.

Autor: mhh (Gast)
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Abdul K. schrieb:
> frage mich nur warum die Teile rechteckig
> waren.

Aus Platzgründen. Andere Gründe hat es nicht.

Der Stab wird aus einem Taschenempfänger stammen. In Kofferradios sah 
ich nur runde.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wenn ich mich recht erinnere, hatten die ersten ein paar Transen 
-Taschenempfänger aus Japan auch zumindest stark gefaste Stäbe drinnen. 
Aber das ist locker 35 Jahre her.

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Abdul K. schrieb:

> Das mit Raupenhaus ist schon sehr komisch. Würde erwarten,
> es gibt einen Ersatz-Server. Vernichtung von Kulturgut.

Der Raupenhaus-Typ hat sich auch selten dämlich angestellt. Nicht nur, 
daß er Datenblätter dupliziert hat, die es beim "Funkamateur" sowieso 
für Umme zum Download gab. Er hat auch noch alle PDFs von Scans und 
Kopien mit seinem Wasserzeichen versehen. Und als sich der Funkamateur 
gemeldet hat, macht er einen auf beleidigte Leberwurst und schaltet 
gleich alles ab.

> Bist du dir mit den ZIP-Dateien sicher? EXE, PDF geht alles.

Da war irgendwelcher Javascript-Scheiß auf den Seiten, der alle Bots 
recht zuverlässig ausgesperrt hat. Ob aus Kalkül oder purer Dummheit, 
mag ich jetzt nicht beurteilen.

Aber wie ich bereits schrub: der eine oder andere <zaunpfahl> Schreiber 
hier hat sicherlich Kopien vom Raupenhaus und teilt die auf Anfrage 
</zaunpfahl> auch.

Nur hast du sicher Verständnis, daß niemand das Schicksal des 
Raupenhauses teilen will, indem er einfach einen Mirror online stellt.

> Ich habe hier noch so ein unbekanntes Bauelement vermutlich aus
> DDR-Zeit. Leider habe ich vergessen wo ich den mal beschaffte. Ein
> Ferritstab:
> - Flachstab, gerundete Kanten
> - 119mm x18mm x 4mm
> - an einer Stirnseite mit anscheindend Ölfarbe rot flächig markiert
>
> Vielleicht aus einem LMK-Radio der DDR? Gabs da gängige Regeln z.B. für
> die Farben oder Standardgrößen?

Einheimische Ferritstäbe (in diesen Dimensionen: -Antennen) waren 
normalerweise rund mit 8 bzw. 10mm Durchmesser. Aber die Unterschiede 
sind marginal und einfachst im Versuch nachstellbar. Für Mittelwelle 
braucht man 80-100 Wdg. Rest analog. Und: je größer, desto mehr Empfang.


XL

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Abdul K. schrieb:
> Diese Jahrbücher habe ich nicht.

Eljabu 1978, S. 113, "Wissenswertes über Ferrite".  Vom Herausgeber
selbst, Karl-Heinz Schubert, dazumals noch DM2AXE.

Du darfst dir bei mir gern eine Privatkopie davon machen. ;-)

Wenn man an die Nummer des entsprechenden Fachbereichsstandards
rankommt, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass die SLUB
ihn hier auch noch besitzt.

Autor: Michael_ (Gast)
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Wenn ich mich recht erinnere, hat der Farbpunkt das Ferritmaterial 
gekennzeichnet.
Meist wurde es nur für L/M genutzt. Aber die Stäbe RFT im Stern3/4 oder 
Dorena waren auch für Kurzwelle geeignet.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Diese Jahrbücher habe ich nicht.
>
> Eljabu 1978, S. 113, "Wissenswertes über Ferrite".  Vom Herausgeber
> selbst, Karl-Heinz Schubert, dazumals noch DM2AXE.
>
> Du darfst dir bei mir gern eine Privatkopie davon machen. ;-)

Danke. Vielleicht finde ich es online. Ansonsten setze es auf die Liste 
wenn ich mal nach DD komme.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Habe mir das Heftchen online gesucht. Das betreffende Kapitel scheint 
mir 1zu1 aus einem größeren kleinen Datenbuch über Magnetwerkstoffe der 
DDR entnommen zu sein. Würde sagen, da hat man den Urheber wie bei 
Nührmann gesehen :-)

Leider fand ich aber im Heftchen nichts passendes. Die haben 
Doppelfarben. Mein Stab hat nur eine rote Markierung.

Muß mal dieses andere Buch besorgen. War wohl in der Uni-Biblio.


Dann habe ich meinen alten emails suchen lassen. Schön, wenn man einige 
GByte emails hat.
Vermutlich ist es dieser:
Pollin 94-250275 Ferritstab, 3,8x17,8mm, Länge 118mm           0,50 EUR

Damals hatte ich beim Max noch abundzu bestellt ;-)


Hat schonmal jemand von Pollin DDR-Ferrite bekommen?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Der Stab war definitiv vom Pollin. Das große Ferrite-Büchlein finde ich 
aber nicht mehr in der Biblio. Schade.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Die Archivsuche beim Funkbummi (http://www.funkamateur.de/)
bringt zu DDR Zeiten 2 Beiträge zum Thema hervor

http://archiv.funkamateur.de/search.php
Schalenkerne - Allgemeines und Besonderheiten R. Bellmann FA 9/1980, S. 435   

Schalenkerne aus Ferrit für Lehr- und Amateurzwecke Redaktion FA 12/1967, S. 593   

Leider habe ich mich vor 10 Jahren vom Großteil meiner Jahrgänge aus 
meinem Kellerarchiv getrennt (mangels Platz)

aber ev. hilfen die links oder jemand hat die betreffenden Artikel

Für ein Einzelexemplare hilft eh messen. Das ist zwar aufwandig aber es 
ist ja auch Hobby. ;-)

Namaste

Ach ja ich hab hier auch gerade ein flachen Ferritstab aus einem 
Taschenradio bewickelt ev. fange ich doch noch an eine DCF diskret 
"aufzuziehen".

Namaste

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Danke Winfried. Wird aber schwer so alte Jahrgänge irgendwo zu finden. 
Das ist wie mit Wein ;-)
Mich hätten die Breitbandwerte interessiert. Also µ'' von 100K bis 
10MHz. Q kann man eher nur an einer Stelle messen, außer man hat einen 
kompletten Analysator.
Sowas in der Art eben:
http://www.wolfgang-wippermann.de/guete.htm

Ich glaube jeder Elektroniker muß mal DCF77 empfangen haben ;-)

Laß uns den Q-Wettbewerb starten. Du hast es ja schwerer was zu 
empfangen. Vorarlberg, stimmts?

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Der Funkbummi holt dir die Beiträge auch aus dem Archiv (ev. gegen 
Obolus)
gg.F. haben sie sogar noch Datenblätter die gab es damals als Einlage in 
jedem Heft.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Winfried J. schrieb:
> gg.F. haben sie sogar noch Datenblätter die gab es damals als Einlage in
> jedem Heft.

Mir ist so, als gäbe es die Bauteilinfos sogar kostenlos zum
Download.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Abdul K. schrieb:

> Ich glaube jeder Elektroniker muß mal DCF77 empfangen haben ;-)

ich hatte ja schon aldiwecker angezapft

Aber ich will es diskret schaffen!


> Laß uns den Q-Wettbewerb starten. Du hast es ja schwerer was zu empfangen.

keinesfalls ich habe 2 Lagen  CuL 0,30mm a 75 Wdg jeweils bündig auf
karton gewickelt und auf 150KHz-250KHz mit styroflex Cs als Collpitz 
ausgetestet was ich mit meinem DX394 "emfangen"

leider geht der nicht tiefer als 150 KHz

> Vorarlberg, stimmts?

Joop und am Südhang des Tschütsch.

Aber die Aldiwecker synchronisieren und auch die Küchenuhr schafft es.

Also das will ich auch.

Namaste

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> gg.F. haben sie sogar noch Datenblätter die gab es damals als Einlage in
>> jedem Heft.
>
> Mir ist so, als gäbe es die Bauteilinfos sogar kostenlos zum
> Download.

Ich habe dort nichts gefunden.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Winfried J. schrieb:
>> gg.F. haben sie sogar noch Datenblätter die gab es damals als Einlage in
>> jedem Heft.
>
> Mir ist so, als gäbe es die Bauteilinfos sogar kostenlos zum
> Download.

Ja aber nicht die Beiträge und Bauteilinfos aus vor_PDF_Zeiten. Die muss 
man aus dem Archiv suchen lassen wofür imho ein ziviler Obolus fällig 
wird.

Namaste

Autor: Günther N. (guenti)
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Ich hab heute mal meine Bestände an "Elektronischen Jahrbüchern" 
durchgesehen.Jahrgang 1978 ist dabei.Von Seite 113-134 ist alles 
vorhanden.Der Verfasser des Beitrages ist Karl Heinz Schubert.Bei 
Interesse könnte ich alles scannen und hier reinsetzen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Danke Günter. Soweit waren wir schon. Das Teil habe ich vorliegen. Habe 
mal die Biblio angeschrieben, ob die mir den Buchtitel finden könnten.

Autor: Wolfgang Horn (Firma: AknF) (wolfgang_horn)
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Hi, Abdul,

> Q kann man eher nur an einer Stelle messen, außer man hat einen
> kompletten Analysator.

Nicht unbedingt. Ich erinnere mich an eine Gütemesssystem für 
Schwingkreise aus der Zeit, als Dr. Rohde noch mit entwickelte.

Das lässt sich aber auch mit einem AVR oder PIC nachbauen.
Prinzip:
1. Der zu messende Schalenkern mit Spule wird mit einem 
Styrolkondensator auf Nennfrequenz abgestimmt. Oder einem anderen C mit 
vernachlässigbaren Verlusten.
2. Der Kreis wird mit einem kurzen Puls angeregt vom Kollektor eines 
Transistors. Nach dem Puls ist der Kollektor hochohmig.
3. Die Spannung des Kreises liegt über Impedanzwandler an drei 
Komparatoren an: Der Komparator A vergleicht gegen Masse und dient der 
Bestimmung der Frequenz. Die Komparatoren B und C vergleichen mit Pegeln 
im Unterschied der Exponentialfunktion, wobei UB größer als UC.

Zu den Ergebnissen: Hat der Puls den Kreis angeregt, fällt dessen 
Schwingamplitude exponentiell ab.
Die erste Höhe ist unsicher.
Die Messung beginnt, wenn die Schwingamplitude UB nicht mehr 
überschreitet wird. Ab dann werden die Schwingungen gezählt, die UC noch 
überschreiten.

Die Zahl dieser Schwingungen ist direkt proportional zur Güte des 
Schwingkreises.

Dazu brauchst Du dann keinen Netzwerkanalysator mehr, zum Kalibrieren 
aber wohl eine verlustarme Spule mit Präzisionswiderständen als 
Dämpfung.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Stimmt. Mit der Soundkarte ist es aber einfacher bis 100KHz.

Vielleicht kannst du hier was beitragen:
Beitrag "Curve Fitter für komplexe Werte"

Autor: Thomas (Gast)
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Mit Interesse habe ich obigen Beitrag über die Ferritkerne gelesen. Ich 
beschäftige mich momentan mit Schalenkernen die industiell mit 
verschiedenen Wicklungen hergestellt wurden. Zu meinem eigentlichen 
Anliegen etwas über die Spulendaten und den vorgesehenen 
Verwendungszweck zu erfahren habe ich nichts gelesen.

Beispielsweise ist auf der Stahlklammer des Kerns folgendes aufgedruckt:

05011 auf der einen und 541/67 auf der anderen Seite.

Wer weiß etwas dazu?

Den Beitrag über Ferrite im eljabu 1978 habe ich als PDF angehangen. 
Sehr interessant.

Thomas

Autor: Holm Tiffe (holm)
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...das sind Teilenummern aus dem Werk das die bewickelten Spulen 
verarbeitet hat, da nicht mal dieser Betrieb bekannt ist stehst Du mit 
diesen Zahlen ziemlich im Finstern.
Interessanter wird es unter der Stahlklammer, dort sind auf dem Ferrit 
selbst i.A. die Kerndaten und das Material u finden.

Gruß,

Holm

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