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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Unterschied Schmitt Trigger, D-Latch


Autor: Reto B. (schnuber)
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Hallo
Was liegt der Unterschied vom funktionalem Aspekt her zwischen einem 
Schmitt Trigger und einem D-Latch bei welchem der Enable fest auf high 
geschlossen ist.
Gruss
Schnuber

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Schnuber B. (schnuber)

>Was liegt der Unterschied vom funktionalem Aspekt her zwischen einem
>Schmitt Trigger und einem D-Latch bei welchem der Enable fest auf high
>geschlossen ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem Schraubendreher und einem Hammer?

Keiner. Beides Werkzeuge, aber vollkommen verschieden.

Siehe Schmitt-Trigger und Latch.

MFG
Falk

Autor: Reto B. (schnuber)
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Exrem hilfreich, danke. Gibt es in diesem Forum auch Leute die man ernst 
nehmen kann?

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ich frag mich immer wieder, warum jemand fragt, wenn er die Antwort 
ohnehin nicht wissen will und warum er dann noch frech wird...

Gegenfrage: hat Dein D-Latch einen Schmitt-Trigger Eingang?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas K. (derandi)
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Das ein Schmitt-trigger zwangsweise eine Hystere hat?
Bei D-Latch-Bausteinen nicht unbedingt Standart, in aller Regel wird ja 
auch erst der Pegel am Eingang eingestellt und dann erst vom 
Clock-Impuls übernommen, man braucht also eigentlich keine Hysterese.

Autor: Reto B. (schnuber)
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Wenn ich die Antwort nicht wissen möchte würde ich nicht fragen. Frech 
werd ich, wenn ich auf meine Frage keine Antwort bekomme, sondern darauf 
hingewiesen werde, dass ein Hammer und ein Schraubendreher Werkzeuge 
sind, denn dann fühl ich mich nicht ernst genommen.

Ich versuche es nochmal:
Wenn ich ein leicht verrauschtes Signal habe, dann kann ich daraus mit 
einem Schmitt-Trigger wieder ein sauberes digitales Signal gewinnen. 
Doch das könnte ich mit einem D-Latch doch auch, denn diese liefert mir 
am Ausgang ja auch entweder 0 oder 1. Also die Frage ist nun, ob ich 
hier einen Überlegungsfehler mache, oder ob es hinsichtlich dieser 
Anwendung keinen Unterschied zwischen den beiden Bauteilen gibt.

Gruss und Vielen Dank

Autor: Reto B. (schnuber)
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Andreas Klepmeir schrieb:
> auch erst der Pegel am Eingang eingestellt und dann erst vom
> Clock-Impuls übernommen, man braucht also eigentlich keine Hysterese.

Das bedeutet also, wenn ich beim D-Latch den Clock bzw. den Enable 
Eingang fest auf high hänge womit das Latch transparent wird, ist der 
funktionelle Unterschied zum Schmitt Trigger nur noch das Hysterese 
Verhalten?
Gruss

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Die Frage ist nicht, ob der Ausgang 1 oder 0 liefert, sondern bei 
welchen Eingangspegel. Und was muss man sich jetzt schon wieder unter 
einem 'leicht verrauschten Signal' vorstellen?
Die bisherigen Antworten entsprechen durchaus deiner unkonkreten 
Fragestellung.

MfG Spess

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ich habe keine Ahnung, was Du mit "leicht verrauscht" bei einem 
Logikpegel meinst.
Unterschiede gibt es ja nur beim Pegelwechsel. Wenn im Übergangsbereich 
der steigenden/fallenden Flanke das Rauschen dazu führt, daß der 
Gatterausgang  ein paarmal hin- und herschaltet hilft die Hysterese 
eines Schmitt-Triggers, solange die Rauschamplitude kleiner als die 
Hysterese ist.
Dein D-Latch wird genauso mit dem Ausgang zappeln wie jedes andere 
Gatter, es sei denn, es hat einen Schmitt-Trigger-Eingang mit Hyserese 
(sehr unwahrscheinlich).

Es bleibt beim Hinweis darauf, was ein Schmitt-Trigger ist und was er 
macht...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: A. K. (prx)
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Schnuber B. schrieb:

> Doch das könnte ich mit einem D-Latch doch auch, denn diese liefert mir
> am Ausgang ja auch entweder 0 oder 1.

Nein, das ist nicht gesichert. Sowohl bei flankengetriggerten Flipflops 
als auch bei pegelgetriggerten Latches können metastabile Zustände 
auftreten, wenn die im Datasheet angegebenen Bedingungen am Eingang 
hinsichtlich Pegel oder zeitlichen Bezug zum Taktsignal nicht 
eingehalten werden. Da kann am Ausgang so ziemlich alles passieren.

Das ist übrigens ein prinzipielles Problem solcher Bauteile und ist zwar 
reduzierbar aber nicht gänzlich vermeidbar.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Schnuber B. schrieb:

> Wenn ich die Antwort nicht wissen möchte würde ich nicht fragen. Frech
> werd ich, wenn ich auf meine Frage keine Antwort bekomme, sondern darauf
> hingewiesen werde, dass ein Hammer und ein Schraubendreher Werkzeuge
> sind, denn dann fühl ich mich nicht ernst genommen.

Die Antwort entsprach aber völlig deiner Fragestellung.  Du hast
nämlich entweder die Funktion eines D-Latch oder die eines
Schmitt-Triggers (oder beide) nicht verstanden.

> Doch das könnte ich mit einem D-Latch doch auch, denn diese liefert mir
> am Ausgang ja auch entweder 0 oder 1.

Das macht ein normales Gatter (oder zwei davon in Reihe, wenn man
nur invertierende hat wie beim 7404) auch.  Dafür braucht man die
Zusatzfunktionalität des D-Latch rein gar nicht.

Der Punkt beim Schmitt-Trigger ist die Hysterese.

Autor: 12er Dude (Gast)
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hallo

@ Schnuber B.
Gib doch mal die Bezeichnungen der Gatter an, die Du verwenden möchtest: 
74xxxx, 40xxx, ?.

D-Flipflop und D-Latch haben oft einen flankengesteuerten Clock. Weitere 
Stichworte für generellen Unterschied: kombinatorische und sequentielle 
Logik.

Tschü Dude

Autor: Reto B. (schnuber)
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A. K. schrieb:
> bei pegelgetriggerten Latches können metastabile Zustände
> auftreten, wenn die im Datasheet angegebenen Bedingungen am Eingang
> hinsichtlich Pegel oder zeitlichen Bezug zum Taktsignal nicht
> eingehalten werden. Da kann am Ausgang so ziemlich alles passieren.

Ja aber wie gesagt ich hänge das Enable fest auf high, dann sind die 
Bedingungen am Eingang klar definiert. Ich verweise auf SN74AHC- Reihe.


>Das macht ein normales Gatter (oder zwei davon in Reihe, wenn man
>nur invertierende hat wie beim 7404) auch.  Dafür braucht man die
>Zusatzfunktionalität des D-Latch rein gar nicht.

>Der Punkt beim Schmitt-Trigger ist die Hysterese.
ok, entlich mal eine klare Antwort die einem weiterhilft.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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12er Dude schrieb:

> D-Flipflop und D-Latch haben oft einen flankengesteuerten Clock.

Nein, genau das ist der Unterschied zwischen Flipflop und Latch:
Flipflops sind flankengetriggert, Latches sind zustandsgetriggert.
(OK, mal davon abgesehen, dass man im deutschen Sprachraum u. U.
ein D-Latch auch als D-Flipflop bezeichnet.)

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo

Schnuber B. schrieb:
> A. K. schrieb:
>>Der Punkt beim Schmitt-Trigger ist die Hysterese.
> ok, entlich mal eine klare Antwort die einem weiterhilft.

Das hättest Du doch aber schon aus dem Link, den Falk in der allerersten 
Antwort gepostet hat, einfach rauslesen kännen, oder?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Reto B. (schnuber)
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Michael U. schrieb:

> Das hättest Du doch aber schon aus dem Link, den Falk in der allerersten
> Antwort gepostet hat, einfach rauslesen kännen, oder?

Ich weiss das Falk in diesem Forum grosses Ansehen geniesst, aber das 
mit dem Hammer und dem Schraubendreher war mir einfach zuviel.
Gruss

Autor: A. K. (prx)
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Schnuber B. schrieb:

> Ja aber wie gesagt ich hänge das Enable fest auf high, dann sind die
> Bedingungen am Eingang klar definiert. Ich verweise auf SN74AHC- Reihe.

Das ändert nichts daran, dass für Logikbausteine eine untere Grenze der 
Flankensteilheit am Eingang definiert ist. Also eine maximal zulässige 
Zeit, in der das Signal von definiertem "high" Pegel auf definierten 
"low" Pegel wechseln darf, oder umgekehrt.

Wenn diese Bedingung nicht eingehalten wird, ist das Verhalten der 
Bausteine nicht definiert.

Das gilt für einfache Gatter wie auch für Flipflops oder Latches. 
Ausnahme: Schmitt-Trigger.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Jörg Wunsch schrieb:
> 12er Dude schrieb:
>
>> D-Flipflop und D-Latch haben oft einen flankengesteuerten Clock.
>
> Nein, genau das ist der Unterschied zwischen Flipflop und Latch:
> Flipflops sind flankengetriggert, Latches sind zustandsgetriggert.
> (OK, mal davon abgesehen, dass man im deutschen Sprachraum u. U.
> ein D-Latch auch als D-Flipflop bezeichnet.)

Kommt so hin, zum Vergleich zwei fast identische IC`s:
SN54ALS573 Levelgetriggert,
SN54ALS574 Flankengetriggert.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Schnuber B. schrieb:

> Ich weiss das Falk in diesem Forum grosses Ansehen geniesst, aber das
> mit dem Hammer und dem Schraubendreher war mir einfach zuviel.

Er ist einfach nur ein wenig direkt und undiplomatisch, aber hatte
die Sache komplett auf den Punkt gebracht.  Du hättest die Links
halt nur verfolgen müssen. Für jemanden, der sowohl mit Schraubendreher
als auch Hammer täglich umgeht, klang deine Frage halt genau so.

Autor: Reto B. (schnuber)
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A. K. schrieb:

> Das ändert nichts an der Bedingung, dass für Logikbausteine eine untere
> Grenze der Flankensteilheit am Eingang definiert ist. Also eine maximal
> zulässige Zeit, in der das Signal von definiertem "high" Pegel auf
> definierten "low" Pegel wechseln darf, oder umgekehrt.

Verstehe, Danke für den Tipp
Gruss

Autor: Reto B. (schnuber)
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Jörg Wunsch schrieb:

> Du hättest die Links
> halt nur verfolgen müssen. Für jemanden, der sowohl mit Schraubendreher
> als auch Hammer täglich umgeht, klang deine Frage halt genau so.

Die Links bringen mir nichts. Sie erklären nur grob die Funktionsweise 
der Bauteile doch das war nicht meine Frage.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Schnuber B. schrieb:

> Die Links bringen mir nichts. Sie erklären nur grob die Funktionsweise
> der Bauteile doch das war nicht meine Frage.

Dagegen hilft es, dass man das, was man schon darüber weiß und kennt,
einfach in der Fragestellung mit erwähnt.  Dann weiß der Antwortende,
worauf er sich in der Antwort konzentrieren kann.

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