Ich nutze folgende Schaltung:
http://www.progshop.com/images/graphics/opv/opv14.gif mit einem LM2901N.
Tja, die Schaltung schwingt nicht. Ich habe am Ende nochmal einen Pullup
hingehängt, schwingt aber immer noch nicht. Braucht der LM noch weitere
Bauteile? Welche?
> Braucht der LM noch weitere Bauteile? Welche?
Die Schaltung braucht eine bipolare (+-)Spannungsversorgung.
Wie sieht deine Spannungsversorgung aus?
Wenn du nur eine unipolare Spannung hast (z.B. 5V oder 9V), dann mußt du
dir noch eine virtuelle Masse z.B. über einen niederohmigen
Spannungsteiler basteln.
Als kleiner Merksatz: alle OpAmp-(Grund-)Schaltungen, bei denen keine
Spannungversorgung eigezeichnet ist, brauchen +Ub, GND und -Ub.
> Du irrst.
Dito.
> Dieser hat V+ und GND; es gibt keinen Anschluß für V-.
Was sind denn Pin 3 und Pin 12?
Es sind Vcc+ und Vcc-, wo steht denn da GND??
Ein OpAmp hat keinen GND-Anschluss.
Und was steht als erste Zeile im Datenblatt?
1
Wide single supply voltage range or dual
2
supplies for all devices: +2 V to +36 V or ±1 V to ±18 V
Deine Schaltung ist wie gesagt für duale/bipolare Versorgung.
Mit Vcc+ und GND=Vcc- wird sie nicht funktionieren.
> Wie gesagt: mach dir eine Virtuelle Masse uind dann nimm deine
Schaltung.
Na ja, das geht einfacher, ein Widerstand vom Knoten R3/R2 mit demselben
Wert wie R3 nach +
Hat den Vorteil, daß die Schaltung auch garantiert anschwingt.
> Na ja, das geht einfacher
Das schon, aber hier geht es m.A. nicht um die bauteiloptimierte Lösung
der Aufgabe, sondern um grundlegendste Grundlagen zum Thema OpAmp.
BTW:
Unsere Lösungen nehmen den gleichen Weg, nur eine andere Spur... ;-)
Hallo
das mit dem Lesen ist so eine Sache. Du hast nämlich keinen OP, sondern
einen Komparator mit Open-Collector.
Damit das funktioniert benötigst du, wie die Anderen bereits geschrieben
haben eine virtuelle Masse.
Desweiteren einen Widerstand vom Ausgang nach +Ub.
>Na ja, das geht einfacher, ein Widerstand vom Knoten R3/R2 mit demselben>Wert wie R3 nach +>Hat den Vorteil, daß die Schaltung auch garantiert anschwingt.
Das Habe ich getan und auch das hat es nicht verändert.
> Das Habe ich getan und auch das hat es nicht verändert.
Kann nicht sein, da hast du noch einen weiteren Aufbaufehler drin, denn
die Schaltung funktioniert
12V -+------+
| |
R1 +--)-R3-+
| | | |
+---+-|+\ |
R2 | >--+--
+-C-+-|-/ |
| | | |
| +--)-R4-+
| |
GND -+------+
@ MaWin (Gast)
noch 2 kOhm vom Ausgang gegen Plus (open Col.)
@ Kurt (Gast)
bezogen auf Schaltung MaWin
R1 = R2
R3 = 5 bis 10 * R1
R4/C je nach Frequenz, C min ein paar nF
Kurt schrieb:
>>Glaub mir> Ich glaube dir gar nichts, was du nicht belegen kannst.
Schick mir einen LM2901N, dann bekommst du den Beweis.
Meine Adresse findest du mit Google ;-)
Oder du glaubst der Simulation, im Anhang dein Fall: es geht nicht.
Dummerweise verwendet Kurt wie 'ich' darauf hinwies keinen OpAmp wie
LT1009 sondern einen Komparator wie LM339 mit open collector Ausgang.
Und wenn man in deiner Schaltung einen LT1011 einsetzt (G an Masse)...
Erst mir 2k vom Ausgang nach + geht es.
@Kurt:
>> Glaub mir> Ich glaube dir gar nichts, was du nicht belegen kannst.
Was soll denn dieser Umgangston, das klingt ja wie im Kindergarten :)
Damit es vielleicht etwas klarer wird, hier noch einmal die Fakten:
- Einem OpAmp oder Komparator ist es völlig egal, ob man ihn bspw. mit
10V/GND oder ±5V betreibt, da der i.Allg. nur zwei Versorgungsspan-
nungsanschlüsse hat und somit nur die Differenzspannung sehen kann,
die in beiden Fällen 10V beträgt. Wie die Anschlüsse im Datenblatt
bezeichnet sind, ob V+ und V- oder VCC und GND oder wie auch immer,
spielt überhaupt keine Rolle.
- Einer kompletten, mit einem OpAmp oder Komparator aufgebauten Schal-
tung ist es aber i.Allg. nicht egal, ob sie unipolar oder bipolar
versorgt wird. Dein Oszillator ist ein Beispiel für eine Schaltung,
die eine bipolare Versorgung braucht, da hat Lothar völlig recht.
- Man kann mit mehr oder weniger hohem Zusatzaufwand aus jeder Schaltung
für bipolare Versorgung eine Schaltung für unipolare Versorgung
machen. Lothar und MaWin haben gezeigt, wie das in deinem Beispiel
geht.
- Da du einen Komparator mit dem Open-Collector-Ausgang verwendest, muss
an den Ausgang ein Pullup-Widerstand, das hast du schon richtig
erkannt.
- Der Oszillator funktioniert aber nicht mit jeder Kombination von
Widerstands- und Kapazitätswerten. Bei der Dimensionierung muss man
insbesondere den Ein- und Ausgangsspannungsbereich und das
Frequenzverhalten des OpAmps/Komparators beachten.
- Da der Ausgang des Komparators trotz des Pullups stark asymmetrisch
ist, kann man mit deiner Schaltung nicht ohne weiteres ein symmet-
risches Rechtecksignal erzeugen, was mit einem OpAmp kein Problem
wäre. Man kann die Asymmetrie aber ausgleichen, indem man in den
Gegenkopplungszweig eine Diode mit einem zusätzlichen Widerstand
schaltet.
Wenn du die Dimensionierung nicht hinbekommst, dann nenne doch die
gewünschten Daten (Frequenz, Tastverhältnis und Versorgungsspannung),
dann hilft dir sicher jemand bei der Berechnung.
@ MaWin
> Dummerweise verwendet Kurt wie 'ich' darauf hinwies keinen OpAmp wie> LT1009 sondern einen Komparator wie LM339 mit open collector Ausgang.
Das mit dem Pullup hatte Kurt selber schon erkannt (siehe OP).
Den habe ich einfach vorausgesetzt ;-)
@ yalu
> Damit es vielleicht etwas klarer wird, hier noch einmal die Fakten: ...
Schöne Zusammenfassung.