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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu FT232


Autor: Max (Gast)
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Hallo!

Ein FT232 wird über USB mit Strom versorgt, und die restliche Schaltung 
über eine separate Spannungsquelle. Angenommen der FT232 ist nicht am 
USB angesteckt, und der Mikrocontroller will Daten auf die serielle 
Schnittstelle schreiben. Wird der FT232 dadurch beschädigt?
Ich kann den Baustein nicht über die andere Spannungsversorgung 
mitspeisen, da diese nur 3,3V hat und bei dieser Versorgung der FT232 
nur mehr mit externem Oszillator funktionieren würde, was ich vermeiden 
möchte.

Im Datenblatt sind leider keine Informationen zu diesem Szenario zu 
finden.

Für ein paar Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

Max

Autor: Andreas K. (ergoproxy)
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Am sinnvollsten wäre sicher mit dem µC festzustellen ob 5V anliegen wenn 
nicht dann auch nix zu senden (ist ja eh gut wenn man weiß ob das 
überhaupt ankommen kann)

Autor: holger (Gast)
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Für deine Anwendung hat FTDI den Pin VCCIO erfunden.

Autor: Max (Gast)
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Das ist auf jeden Fall sinnvoll, und ich werde es auch einplanen.
Theoretisch könnte es dennoch zu einem Problem kommen, wenn das 
USB-Kabel während dem Senden abgesteckt wird, da es etwas Overhead 
verursachen würde, wenn diese Prüfung vor jedem zu sendenden Byte 
durchgeführt wird.

Da es mir sehr wichtig ist, dass die Schaltung sehr zuverlässig und 
ausfallsicher ist, wäre es daher zusätzlich noch interessant, was 
tatsächlich passiert, wenn dem ausgeschalteten IC Daten gesendet werden.

Autor: Max (Gast)
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Das heißt, dass die VCC des FT232 auf 0V und VCCIO auf 3,3V liegen darf?
Irgendwie gibt das Datenblatt in zu diesem Punkt nicht sehr viel her.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Max (Gast)

>Das heißt, dass die VCC des FT232 auf 0V und VCCIO auf 3,3V liegen darf?

AFAIK NEIN!

Ich hab es mal probiert, dann fliessen irgendwas um die 15mA in VCCIO 
rein und machen eine Art Phantomspeisung.

Man sollte in deinem Fall die Beschaltung gemäss Datenblatt für den Self 
Powered Betrieb nehmen. Da wird der FT232 vom externen Netzteil versorgt 
und beim Abziehen vom USB macht er einen Reset.

Die Datenintegrität muss dein Protokoll sichern, sprich jeder Datenblock 
muss vom PC quittiert werden, sinnvollerweise alles mit CRC. Dann 
merkst du eine Unterbrechung des Datenflusses.

MfG
Falk

Autor: holger (Gast)
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@ Falk
>Ich hab es mal probiert, dann fliessen irgendwas um die 15mA in VCCIO
>rein und machen eine Art Phantomspeisung.

Interessant. Hab ich noch gar nicht ausprobiert.
Diese Mischversorgung erscheint mir auch ein wenig
problematisch. Vieleicht einfach eine Diode von VCCIO
nach VCC legen. Wenn USB Spannung weg ist dann liegt
VCC ungefähr auf 3V. Aber das ist dann auch eher wieder
die Selfpowered Geschichte.

Autor: Falk Brunner (falk)
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Ich hab mal eine Zwischenlösung gemacht, für das hier

Beitrag "S: Erstellung v. digitalem Handzähler mit Speicherung der Uhrzeit"

Dort ist ein ATmega88 drin, gespeist von einer Lithiumzelle. Der FT232 
wird vom USB versorgt. Wenn nun aber USB abgezogen wird, dann bekommt 
das der AVR mit und schaltet VCCIO auf LOW (wird direkt vom AVR über ein 
IO-Pin gespeist), ebenso alle Signale zum FT232. Damit vermeidet man die 
Phantomspeisung.

MFG
Falk

Autor: holger (Gast)
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>Vieleicht einfach eine Diode von VCCIO nach VCC legen.

Hmmm, das würde quasi nur die parasitäre Versorgung
ersetzen. Also doch den Spannungsteiler für den Reset im
Selfpowerded Modus einsetzen (und die Konfig ändern ?).
Dann futtert der FTDI vieleicht auch keine 15mA.

Interessant könnte noch die umgekehrte Reihenfolge sein:
FTDI hat Spannung von USB, aber die Schaltung 0V. Was
passiert dann?

Autor: Max (Gast)
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Danke für die interessanten Beiträge!
Ich werde wieder mal ein paar Überlegungen anstellen, und mich dann 
wieder melden.
Viele Grüße

Max

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