schaltregler LM2576 und Drosselauswahl

Gast #1433619
Lesenswert?

Hallo, ich möchte den Schaltregler LM2576 einsetzten.
Dazu benötigt man unter anderem eine Drossel mit 100µH.
Bei Reichelt habe ich diese zwei gefunden:
FED 100µ 1,75€
77A 100µ 0,77€

Gibt es außer dem Strom und dem Preis noch gravierende Unterschiede? 
Oder kann ich, wenn ich nur mit 1 A belasten muss, beide gleich gut 
benutzen?

Vielen Dank,

Lui.
Gast #1433627
Lesenswert?

Der LM2576 hat ein current limit von maximal 7.5A.
Den erreicht die 77A, die zudem ein Streufeld hat wie Sau, in keiner 
Weise,
die FED geht da zumindest schon in die Sättigung.

> Oder kann ich, wenn ich nur mit 1 A belasten muss,

Warum nimmt du dann keinen 1A LM2575 ? Den giobt es mit Absicht, der hat 
ein geringer eingestelltes current limit.
#1433637
Lesenswert?

Man kann den LM2576 auch mit kleinerem Auslegungsstrom betreiben und 
kann dann eine Drossel für kleineren Strom mit dafür grösserer 
Induktivität verwenden. Siehe Dimensionierungsbilder im Datasheet.

Allerdings kann es dann natürlich passieren, dass bei mehr als 
kurzzeitiger Belastung mit wesentlich höherem Strom als dimensioniert 
die Drossel durchbrennt.

Aber wenn man vor vorneherein nur 1A will nimmt man sinnvollerweise 
gleich den LM2575.
Gast #1433754
Lesenswert?

Ok, meine Daten:

Eingangspannung: 18V
Ausgangsspannung 15V
Laststrom 1A

Ich werde dennoch den LM2576 einsetzten, da dieser billiger ist.
Das Datanblatt habe ich mir angeschaut und mir die Induktivität für 
meien Fall ausgerechnet und bin auf 150µH gekommen.
Bei Reichelt habe ich mir diese ausgesucht: L-PIS4728 150µ
Fahre ich damit dann richtig?

Nacher soll der Schaltregler eine mit PWM betriebene Last betreiben. 
Gibt es ein Probelm für den Schaltregler, wenn die Last dann sozusagen 
dauernd an und abgeschaltet wird?

Vielen Dank für eure Hilfe!!

Lui.
Gast #1433902
Lesenswert?

> Die grünen zum beispiel ziehen knapp 1A und brauchen 15V.
> Die anderen brauchen Rot und Gelb brauchen ca. 14V und ca. 13V.

LEDs bekommen normalerweise gar keine Spannung, sondern einen Strom.
Die Spannung stellt sich dan irgendwo bei obigen Zahlen ein.

Du hast 18V, also kannst du den Strom durch einen Vorwiderstand 
bestimmen.
Bei Grün so 3 Ohm, bei gelb 4 Ohm bei rot 5 Ohm, 5 Watt.

Vergiss Schaltregler und Spannungsregler. Lies was vernünftiges:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8
Gast #1434080
Lesenswert?

Hallo Lukas,

>Hallo, ich möchte den Schaltregler LM2576 einsetzten.
>Dazu benötigt man unter anderem eine Drossel mit 100µH.
>Bei Reichelt habe ich diese zwei gefunden:
>FED 100µ 1,75€
>77A 100µ 0,77€

Was du brauchst ist eine Speicherdrossel, wie beispielsweise den Typ 
WE-PD:

http://www.we-online.de/katalog/de/we/katalog/index.php?language=xx&key=Inductors%2FSpeicherdrosseln

Mit den Dingern, die du dir ausgesucht hast, passiert das, was im Anhang 
gezeigt ist.

Außerdem würde ich dir statt des LM2576 den LM2676 vorschlagen.

Kai Klaas
Angehängte Dateien:
Gast #1435324
Lesenswert?

> Speicherdrossel

Bei einem Buck-Rehler?
Wohl kaum.

Speichern tun Boost und Flyback.


(Eine Speicherdrossel zeichnet sich durch einen hohen magnetischen 
Widerstand (Luftspalt)) aus damit beide Felder H Feld und B Feld vor der 
Sättigung stark steigen können und die in die Spule ladbare Energiemenge 
möglichst gross ist.)
Gast #1435330
Lesenswert?

> Warum nicht direkt den Strom durch die LEDs mit PWM ausregeln?

Der Unterschied zwischen PWM (nur der Schalttransistor) und einem 
Schaltregler (zusätzlich eine Spule) ist nur, daß die Spule den 
Stromfluss glättet.

Warum also keine Spule?

Wenn man eine LED an die doppelte von ihr benötigten Spannung legt, 
fliesst nicht nur der doppelte Strom, sondern auf Grund der 
Diodenkennlinie ein vielfacher Strom, so hoch, daß die Diode zerstört 
wird. Im Gegensatz zu einer ohm'schen Last kann man also eine zu hohe 
Versorgungsspannung bei der LED nicht einfach durch 'zeitweises 
zerhacken' anpassen.
Man bräuchte so oder so einen Vorwiderstand, der den maximalen Strom 
begrenzt, und bekommt damit Verluste, die der Schaltregler vermeidet.
Gast #1756609
Lesenswert?

Ich hab mal spasseshalber die 120µH/10A Triac-Drosseln vom Pollin mit 
dem 2576 Laufen lassen. (Vin:15V, Vout:5V, 3A) Hat erstaunlich gut 
funktioniert. Bei Vollast 83% Wirkungsgrad. Leider hatte ich nur ein 
altes Analog-Oszi zur verfügung, aber was rauskam sah auch nicht 
schlecht aus. Nur minimal schlechter als die Standartspeicherdrossel. 
Leichte überschwingern, und die EMV-Schnüffelnase hat auch nicht so 
großartig ausgeschlagen bzw. hatte jetzt nicht HF-Verseucht ausgesehen. 
Aber wie gesagt... nur ein altes Hameg zur gehabt. Seh grad.. die gibts 
wohl auch nicht mehr.

Wie sieht den eigentlich mit den fetten Drosseln/Spulen aus den 
ATX-Schaltnetzteilen aus? Ich hab hier schon mal ein paar 
ausgeschlachtet und umgewickelt. Die scheinen auch zu funktionieren. Der 
fette Rinkern am Ausgang müsste doch eine Speicherdrossel sein, oder? 
Sogar eine der größeren Leistungsklasse?!? Auge mal PI >300W?

Gibts eigentlich einen "einfachen" Trick wie man die 
"Leistungsfähigkeit" in punkto Speicherdrossel rausmessen kann bzw. ob 
sich eine Spule dafür eignet?? Induktivität/AL-wert ist ja nicht das 
Problem. Mit der Sättigung und der Güte sieht da doch schon wider anders 
aus.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren