Klingeltasten digitalisieren zum Adern sparen

Gast #1436798
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Hallo zusammen,

folgendermaßen:
Wir haben an unserem Gartentor einen elektrischen Türöffner aber leider 
keine Klingel. Es führen 4 Adern an das Tor und 3 davon sind verwendet 
(geschaltete 12V, Masse und dauer 12V) also ist noch eine Ader frei.

Jetzt möchte ich 3 Klingeltaster an dem Gartentor anbringen weil sonst 
keiner mitbekommt, dass jemand draußen wartet ^^.

Also habe ich mich gefragt ob es nicht einen IC gibt, der 3 Eingänge hat 
und über einen Tx Ausgang die Signale digital an seinen "Gegenspieler" 
überträgt, der dann wieder 3 Ausgänge hat und ich diese dann zum 
ansteuern der Glocken verstärken kann.

Und weil ich mit IC’s und Mikrokontrollern wenig bis überhaupt nicht 
auskenne (Automatisierungstechniker ;-)) poste ich euch einfach mal und 
freu mich auf die Antworten.

Gruß
Simon
Gast #1436806
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kauf dir eine Funkklingel.

Es gibt soweit ich weiss dafür keine Fertigen schaltkreise. Aber man 
kann das ganze mit 2 µC lösen, aber dafür sollte man wenn man bei 0 
anfängt viel zeit einplanen.

Wenn du es selber machen willst, dann lies dir auf der Seite die 
Tutorials über die µC welt durch.
#1436844
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Hi Simon

Simon schrieb:
> Und weil ich mit IC’s und Mikrokontrollern wenig bis überhaupt nicht
> auskenne (Automatisierungstechniker ;-)) poste ich euch einfach mal und
> freu mich auf die Antworten.

Warum nicht einfach die Taster so kodieren wie im Anhang gezeigt?
Du hast dann noch die Masseleitung und eine freie Leitung für den Öffner 
übrig.
Die Dekodierung der 3 Glocken im Haus ist nicht so kompliziert und geht 
bestimmt auch ohne irgendein IC oder Mikrocontroller:
Leitung 1 -> Glocke 1
Leitung 2 -> Glocke 2
Beide Leitungen -> Glocke 3

Es gibt damit zwar eine Fehlsignalisierung wenn mehrer Taster 
gleichzeitig gedrückt werden, aber das müsste doch akzeptabel sein.

mfg
Harri
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#1436887
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Gast schrieb:
> Es gibt eine freie Leitung, wie verteilst du die beiden Leitungen aus
> deiner Lösung darauf?

Ich gedachte die Dauer 12V entfallen zu lassen und so alle 4 Leitungen 
für die Taster, Masse und die geschalteten 12V zu nutzen.
Hätte vielleicht mal fragen sollen, ob die 12V Dauerspannung für 
irgendwas benötigt wird :-) Falls die Klingeltaster beleuchtet sein 
sollen, ist es aus mit meinem Vorschlag.

Oder man arbeitet mit 2 Spannungspegeln:
kleine Spannung -> Taster beleuchtet, höhere Spannung -> Tür öffnet.
Es bleibt bei einmal Masse und zwei Leitungen für die Taster, dann sind 
alle 4 belegt.
Müsste natürlich etwas unternommen werden um die Lampe vor der höheren 
Öffner-Spannung zu schützen (Transistor und Zenerdiode könnte schon 
reichen) und keinen Dauerstrom durch den Öffner zu haben.

Mein Gedanke war eben ein mit Simons Kenntnissen umsetzbaren Vorschlag 
anzubieten. Also ohne fetten Mikrocontroller an der Tür sondern nur 
recht einfache Logik.


mfg
Harri
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Gast #1436940
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Nimm die freie Leitung als Masse, diese muss aber potential getrennt von 
der anderen sein. Jetzt kannst du die anderen Leitungen für deine 
Klingeln benutzen. Am Besten sollte das mit Batterie betriebenen 
Klingeln gehen.
Gast #1437206
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Woow,
also mit so vielen Antworten und soooo schnell hätte ich jetzt nicht 
gerechnet.
Ich persönlich tendiere jetzt schon zu den Mikrokontrollern.
Bin ja lernwillig und die Zeit der kalten Tage kommt ;-).
Außerdem wenn ich schon dabei bin kommt dann auch noch ein Postmelder 
dazu, weil unser Briefkasten auch direkt daneben ist.

Kann ich dann auch so was wie einen Hausbus aufbauen mit dem ich dann 
alle Etagen anfahre und z.B. überall einen "Postmelder" ^^ realisieren 
kann?

VIELEN DANK FÜR DIE ANTWORTEN!
Gast #1439482
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Aus der Mücke einen Elefanten machen, na ja, wir wissen ja wo wir hier 
sind. Wenn für jedes kleine Problemchen so viel Hirnschmalz und Aufwand 
geopfert wird, wozu kommt man dann denn noch groß? Der Bauvorschlag mit 
der ELV-Pdf-Datei war schon mal nicht so daneben. Doch die bei ELV 
wollen wieder genauso hoch hinaus, wie einige hier sicher auch (viel zu 
aufwändig und teuer). Es gab mal früher mehrere IC-Paare (DIL) / 
Bausätze beim blauen C + ELV, mit denen man über eine Zeidrahtleitung 
genau das mit 8 Kanälen + U-betr. realisieren konnte. Wenn dazu der 
nötige Ehrgeiz besteht, sollte sich das auch noch finden lassen 
(Google).
Gast #1440852
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> Franz schrieb:
>  Es gab mal früher mehrere IC-Paare (DIL) /
> Bausätze beim blauen C + ELV, mit denen man über eine Zeidrahtleitung
> genau das mit 8 Kanälen + U-betr. realisieren konnte.

> MC145026 und MC145027, erhältlich bei Reichelt.

Also die Encoder/Decoder scheinen mir optimal. Wenn ich dann noch 
Ausgänge an dem Gartentor brauche kommt das ganze einfach 2 mal, in 
beide Richtungen hin.
Und der Preis ist auch echt verlockend!

Jetzt muss mir nur noch einer einen Schaltplan für die Dinger geben ^^ 
werde aus dem Datenblatt nicht wirklich schlau.

Viele Grüße

Simon
Gast #1442678
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Also ich hab mir das jetzt so überlegt.

Die Eingänge kommen auf Masse und die Ausgänge werden 
transistorverstärkt auf Relais o.ä. gehen. Kommt dort positive Spannung 
raus???

Kann mir einer sagen ob das so funktioniert :-)

Und was die RTC, CTC und RS am Sender sind? Für den Takt oder? Wo bekomm 
ich so was her und vor allem unter welcher Bezeichnung?

Viele Grüße und schönes Wochenende!

Simon
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#1444847
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Und ich dachte schon, ich wäre der Einzige mit solchen Ideen...
Ich habe das gleiche Problem: drei Taster an der Haustür (für jede Etage 
einen), aber nur drei Drähte. Funk wollte ich zunächst erst mal 
ausschließen - zumal die existierenden Funktaster den WAF nicht erfüllt 
haben. Und zum anderen schien mir das als eine beherrschbare Aufgabe, 
mich in das Thema µC einzuarbeiten.
Meine Idee ist folgende: Über zwei der drei Drähte wird die 
Versorgungsspannung vom Klingeltrafo zu einer im Mauerwerk versteckten 
Platine (Sender) mit einem AtTiny13 geführt. An diesem kleinen 
achtbeinigen Kollegen sind drei Taster als Eingang und eine optionale 
LED als Tastecho angeschlossen. Der letzte Pin liefert viele vom Taster 
abhängige und frequenzabhängige Spannungsimpulse, die über die 3. Ader 
der Klingelleitung an den Empfänger geschickt werden. Die Generierung 
des Sendeimpulses mit drei verschiedenen Frequenzen erfolgt per Timer 
oder PWM - da bin ich noch am forschen. Die Platine des Senders scheint 
mir sehr übersichtlich. Am umständlichsten ist da noch die 
Spannungsversorgung für den Controller aus der Spannung des 
Klingeltrafos.
Auch der Empfänger auf der anderen Seite der Sendeleitung scheint 
überschaubar: Wieder ein AtTiny13, der den ganzen Tag vor sich hin 
schläft und nur aufwacht, wenn sich der Pegel an seinem Eingang ändert. 
Und dann muss er "nur" noch die Frequenz der Impulse messen, die dort 
ankommt und auf dieser Basis entscheiden, welches Relais als Schalter 
einer Etagenklingel angesteuert werden muss. Der Empfänger hat als 
Eingang die Sendeleitung und drei Relais als Ausgang.
Soweit die Theorie. Die Praxis sieht da schon etwas anspruchsvoller aus. 
Mein ganzes Wissen beruht bisher auf das Lernpaket Mikrocontroller von 
Franzis (deshalb der AtTiny13), diesem Forum und diverser 
Internetseiten. Vielleicht liest ja jemand mit viel Ahnung diese Idee, 
schlägt die Hände über den Kopf zusammen und sagt uns (dem Verfasser des 
Threads und mir), dass alles gaaaanz anders und einfacher geht. Aber 
nicht mit Funk - das kann sich jeder aus'm Baumarkt holen!
#1445203
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lrlr schrieb:
> ja, ich weiß dass das ein "bastler" forum ist..
>
> aber nur mal sicherheitshalber
>
> dass es sowas fixfertig (und garnicht mal so teuer) gibt, ist eh jedem
> klar, oder ??

So als nicht-selbstbau-Tipp:

Ritto Twinbus geht in diese Richtung des adernsparens (wobei man da über 
Teuer/nicht teuer trefflich streiten kann).


Diverse Discounter bieten no-name 2 Draht Anlagen mit 
Mehrtastenfunktion, Ansteuerung Türöffnermagnet, etc für um die 25 bis 
40 Euro das Set, kommt alle Monate wieder.
Gast #1445212
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sowas geht auch mit nem lm3415 (mehrfachkomperator, auch bekannt aus den 
"Led aussteuerungsanzeigen", denn die probleme hatten schon unsere 
vorfahren! so gesehen in irgend einer alten elektor oder 3xx 
schaltungen.

Klaus.
Gast #1445846
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Jetzt schweifen wir immer mehr ab... das mit Video und Ton ist (je nach 
dem wie viele Adern ich dann noch frei habe) schon mehr oder weniger ein 
Thema. Aber ganz sicher nichts gekauftes!!! Die IC's kosten wenns hoch 
kommt 15 Euro und mir giengs ja eher um die Bastelei, was kaufen kann 
jeder.

Also kann mir jetzt bitte jemand sagen ob meine Schaltung funktioniert 
bevor ich munter drauflos löte?

Simon
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1447591
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Ich würde trotzdem ´nen Tiny-Controller (oder besser 2) nehmen. Billig, 
zuverlässig und gut. Die 12V auf 5V herunteregeln, Masse als Masse und 
über die freie Ader ein 5V/0V Manchester- oder UART-Signal schicken. Als 
Open-Collector-Bus funktioniert das Ganze dann auch bidirektional, um 
draußen zum Beispiel Signal-LEDs oder die Gehwegbeleuchtung 
einzuschalten...

@Simon:
Als Hinweis: lege niemals längere Leitungen ungepuffert und ohne 
Schutzbeschaltung an Integrierte Schaltungen an. Lange Leitungen sammeln 
alle möglichen elektromagnetischen Störungen auf, die ungünstigenfalls 
Deine ICs grillen und nebenbei natürlich auch die Datenübertragung 
stören.
Gast #1450676
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Hallo Simon,

ich würde das Problem mit 3 Frequenzen für die 3 Klingeltasten lösen. Am 
Klingeltaster bastelst du 3 Oszillatoren, die unterschiedlich schnell 
schwingen (z.B. Quad-NAND Gatter 4093 rückgekoppelt über 3 verschiedene 
Widerstände oder Kondensatoren). Ist sehr wenig Aufwand. Den Ausgang 
eines jeden Oszillators koppelst du über einen Kondensator auf eine 
Klingelleitung (alle 3 Oszillatoren auf die gleiche Leitung!). Die 
Frequenz sollte nicht zu hoch sein bei langen Leitungen im Garten. 
Vielleicht 100Hz, 1kHz und 10kHz. Das kann man leicht erreichen. Auf der 
Empfängerseite kannst Du dann mit Hochpass bzw. Tiefpass die 3 
Frequenzen wieder trennen und jeweils den gedrückten Taster erkennen. Es 
können auch alle 3 Taster gleichzeitig gedrückt werden und du würdest 
das erkennen.

Hoffe die Idee hift,

Dominik.
Gast #1451342
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> (geschaltete 12V, Masse und dauer 12V)

Üblicher sind 24V Wechselspannung für die Torspule, wer ist denn der 
Hersteller?
Mit AC-Versorgung ginge es einfacher, so wie die Faller-Autos aus der 
Vorzeit, da gab es Plus und Minus -Typen, je nachdem wie herum die 
Selengleichrichter reingesteckt wurden.
Gast #1451369
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Man schalte die drei Taster in Reihe und zu jedem Taster parallel einen 
Widerstand. Als Widerstände könnte man z. B. 220 Ohm, 470 Ohm und 1 kOhm 
nehmen (immer Faktor 2 dazwischen). Ein Ende der Kette auf GND, das 
andere an die noch freie Ader. Im Haus macht ein weiterer Widerstand 1 
kOhm den Spannungsteiler komplett. Alles was man dann tun muss, ist die 
Teilspannung laufend mit einem AVR analog zu messen (ADC) und abhängig 
von dem Wert drei digitale Ausgänge zu schalten.

Aufwand: vier Widerstände, ein ATtiny13 und ein paar Zeilen C oder 
Assembler.
Gast #1452648
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> ob die 12V Dauerspannung für irgendwas benötigt wird :-) Falls die
 > Klingeltaster beleuchtet sein sollen, ist es aus mit meinem 
Vorschlag.

Das Beleuchten des Tasters geht auch ohne Dauerspannung.
Am besten, es werden althergebrachte Glocken (die mit 1 A Strom) 
verwendet. Dazu werden dem Taster einfach das Glühlämpchen parallel 
geschaltet, es fließt somit ein geringer Dauerstrom der die Glocke 
jedoch noch nicht erregen kann. Beim Drücken geht sie aus, weil der 
Tastkontakt sie überbrückt.
Gast #2516380
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Entschuldigung dass ich den Thread nochmal hochhole.

Ich möchte eine 4-Kanal Fernsteuerung bauen,die 2 Motoren und 2 
Umschaltrelais ansteuert.
Versendet soll sozusagen einfach die direkte PWM an die Motoren
und je ein "Haltesignal" für die Relais.

Hat inzwischen jemand Erfahrung ob das mit den MC145026/27 so klappt?

Was ich amsonsten gerne versuchen würde wär ein Attiny 2313,
oder besser Attiny 13. (erstmal 2-kanalig zum Verständnis)
Gibts irgendwo schon fertige Routinen,um einen AT13 als "Multiplexer" zu 
verwenden?
Amsonsten wär ich für einen Tip dankbar,wie man einen TN13
als "Datensender/Empfänger" am besten programmieren kann.
(möglichst Assembler)

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