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Forum: Platinen Bonden mit anisotrop leitfähigem Kleber oder Film


Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Die letzten Beiträge zu diesem Thema sind schon etwas veraltet, daher 
ein neuer Thread zu dem Thema:

Bei meinem Fernseher-Display sind die Verbindungen von einer Flexleitung 
zu dem Verteiler-Board nicht mehr ausreichend leitend. Durch Druck auf 
die Verbindungsstellen kann ich den Fehler lokalisieren.

Das Problem ist, dass diese Leitungen sehr eng beieinander liegen mit 
einem Abstand von ca. 0,1mm.

Nach meinen Recherchen werden diese Teile mit den entsprechenden 
anisotrop leitfähigen Klebstoffen (Harz oder Film) unter Druck und bei 
erhöhter Temperatur verklebt.

Ich habe sowohl Probleme mit der Beschaffung des Klebers in Kleinmengen 
als auch mit der Technik.

Hat jemand erfolgreich damit experimentiert oder ist noch dabei?

Für einen Erfahrungsaustausch jenseits von Leitsilber wäre ich sehr 
dankbar.

Es grüßt Euch als Neuling

Klaus (risck)

: Verschoben durch Admin
Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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Das Problem wird sein, da den Kleber in den unklebenden Breich rein zu 
bekommen.

Versuch eher mal, mit einem geregelten Lötkolben mit breiter Spitze 
(Temperatur ca. 70 Grad) den Flexleiter wieder "anzubügeln"

Autor: Sven W. (Firma: basement industries) (dj8nw)
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Hi!
Hab ich zwar selber noch net probiert, aber soll anscheinend 
gehen....Silikon mit Graphitmehl mischen und auftragen.....


gruß, Sven

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Ich würde beim klassischen Löten bleiben, obwohl ich da alles andere als 
ein Experte bin... Beitrag "Re: Wie defekten Touchscreen austauschen?" 
...dort war es am Ende eine höchst kunstvoll ziselierte Verbindung mit 
vier Kupferlackdrähtchen auf den Resten der verschmurgelten 
Flexboardleitung...

Bei meinem nächsten "Flexjob" werde ich anders vorgehen, wenn es das 
Material erlaubt (Beitrag "Re: Flexieble Platinenverbinder reparieren?")

1. Viel, viel, viel an ähnlichen Flexleitungen aus Schlachtplatinen 
üben. Ich hätte gerne ein Gefühl, wieviel Hitze die Dinger abkönnen, 
ohne dass sich Kunststoff und Leiterbahn voneinander trennen.

2. Flexboard eventuell vorbacken (12-24h @ 105°C), um Feuchtigkeit
rauszubekommen.

3. An Flußmittel nicht geizen

4. Als Alternative zum Verzinnen der Anschlußstücke SMD-Lötpaste 
ausprobieren. Alternative besonders niedrig schmelzende Lötpaste
(Beitrag "Re: SMD Bauteile auf flexiben Leiterplatten")

5. Temperaturgeregelten Lötkolben verwenden und Bügelverfahren verwenden 
oder alternativ Heissluft.

6. Kritische Umgebung mit Kaptontape (oder umgedrehten Flexleitungen aus
Schlachtplatinen) abdecken.

7. bzw. 0. Die Reparatur jemandem überlassen, der es kann (vielleicht 
darf ich zuschauen? ;-)

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Das Problem mit alternativen leitfähigen Bestandteilen ist doch, dass 
die Leiterbahnen untereinander keinen Kontakt bekommen dürfen. Bei vier 
Leitungen pro Millimeter ist das mit Graphit oder Zinn unvermeidlich. 
Und Silikon ist für Schwachstrom-Kontakte reines Gift.

Das Anbügeln ist einen Versuch wert, obwohl Heißluft und Druck mit der 
Lötspitze noch nicht geholfen haben. Es muss jedenfalls kräftiger Druck 
ausgeübt werden (nach 3M-Angaben 30 kg/cm²) bei 200 °C und unter Druck 
abgekühlt werden. Bei der Fertigung und in Reparatur-Stationen werden 
Thermoden verwendet, die sich entsprechend regeln lassen.

Ich habe 3M in USA angemailt wegen eines Musters, mal sehen ob ich 
weiterkomme. Ich lasse es Euch jedenfalls wissen.

Gruß

Klaus

Autor: D. S. (jasmin)
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was raucht ihr denn für ein Kraut ?

Dünner Kupferlackdraht und Lötkolben, fertig ;-)

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Dietmar S. schrieb:
> was raucht ihr denn für ein Kraut ?
>
> Dünner Kupferlackdraht und Lötkolben, fertig ;-)

Es geht nicht um die Reparatur einer zerstörten Leitung, sondern um das 
Bonden der Kontakte von Flex-Leitung mit denen der Leiterplatte.

Alles klar?

Gruß

Klaus

Autor: D. S. (jasmin)
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DAS KANN MAN LÖTEN !

Schon mal versucht ?

ALLES klar .......

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Zebrastreifen?
Roses-Metall?
Gerade zuschneiden und passenden Zwischenstecker anwerkeln?

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Wenn sich eine einzelne Leiterbahn als Ursache der Zebrastreifen 
lokalisieren lässt, müsste es mit "Vereinzeln" und Löten gehen.

Ich habe jetzt eine Anleitung für den Rework-Prozess gefunden (im 
Anhang).
Demnach geht es auch ohne Profi-Ausstattung mit Heißluft (geregelt) und 
Druck.

Den Film gibt es ab 1,5 mm Breite und in 10 m Länge. Muss im Kühlschrank 
aufbewahrt werden und ist nur ca. 1 Jahr verwendbar.

Zum Reinigen der Kontakte wird noch ein spezielles Lösungsmittel 
benötigt.

Vielleicht gibt es Interessenten für kleinere Proben. Dann kann ich 
versuchen, das Zeug zu beschaffen und entsprechend aufteilen.

Gruß

Klaus

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ein sogenannter Zebrastreifen ist der Leitgummi der zwischen LCD und 
Platine sitzt. Abwechselnd leitend und isolierend nebeneinander, daher 
Zebra wegen der Farben die die Materialien haben.

Autor: Klaus2 (Gast)
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An die ganzen Kupferlackdrahtfetischisten: Es geht hier vermeindlich 
NICHT um was lötbares - nicht die ganze Welt besteht aus Kupfer! 
Vielmehr ähnlich der Flexfolien Verbindung bei LCD Displays, also eher 
im Bereich "aufgedampfte Leiterbahn" - da könnt ihr ja gerne mal mit 
eurem Dachrinnenlööthammer dran...

Man man.

@Rest: Interessantes Thema! abo

Klaus.

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Wo ist mein Anhang geblieben???

Hier ein neuer Versuch was anzuhängen....

Klaus

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Als "Zebrastreifen" meinte ich senkrechte Streifen auf dem Display, die 
sich auf Unterbrechungen an den Kontaktstellen zurückführen lassen ...

Klaus

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Naja, versuch dein Glück wenns unbedingt sein muß. Aber meiner Erfahrung 
nach wird das nur teuer und zeitvernichtend. Solche Sachen müssen in die 
Tonne.
Was im Reinraum mit frischen Spezialmaterialien durch einen Experten 
problemlos geht, bringt einem im Bastelkeller nahe an den Wahnsinn.

Autor: hrhr (Gast)
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Wenn das Panel durch draufdrücken wirder tut - mach einfach eine 
Wäscheklammer o.ä. dran ;) :P

Autor: Daniel G. (daniel83)
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Wenn "einen Draht drüber braten" nicht das Mittel der Wahl ist wage ich 
zu behaupten, dass "Wäscheklammer drüber klemmen" auch eher nihct 
gewünscht ist.

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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So schnell gebe ich nicht auf...

Hier noch ein Anhang zum Stand der Technik.

Gruß

Klaus

Autor: Tom (Gast)
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Nix gegen dich, aber der Autor des letzten hier verlinkten PDFs hätte 
sich ruhig mal die Mühe machen können, den ganzen Plunder zu erklären. 
Ist schon selten arrogant nur Abkürzungen zu verwenden und diese nicht 
zu erläutern :(

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Das wird von einem Ingenieur sein, der nichts anderes den ganzen Tag 
macht. Ich erkläre ja auch nicht VDR, Vcc, SPICE. Und der macht halt nur 
Verfahrenstechnik.

Autor: Tom (Gast)
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Und genau von einem Ingenieur kann man erwarten, benutzte Abkürzungen 
einzuführen.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Naja, von dem kann man dann aber auch erwarten, daß er googeln kann. 
Wieso sollte ein Vortragender bei Fachpublikum bei Adam und Eva anfangen 
- nur weil du es in die Hände bekamst?
Das erinnert mich an Microsoft: Klicke Problem beheben, ok, Suche..., 
Überprüfen Sie den Netzstecker, ok, Es konnte keine weitere Hilfe 
gefunden werden, Das Gerät müßte funktionieren - wenn nicht, dann wenden 
Sie sich an den Admin ihres Netzwerkes, ok, Windoof Home Edition, Admin 
sitzt davor.

lol

Autor: Tom (Gast)
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Ja genau und wenn man das als Vortrag hört, dann googelt man nebenbei 
die Abkürzungen. Iss klar.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Also nochmal: Die die da zuhören, die kennen die Abkürzungen alle!

Du kommst mir vor wie die Tippse, die sich weigert am PC irgendwas zu 
machen, weil sie ja noch keinen "Kurs" besuchen durfte.

Das hier ist offensichtlich der Original-Link:
http://www.napakgd.com/previous/kgd2003/pdf/onishi.pdf

Warum hier manche Kopien von aktuell im Internet zu findenden allgemein 
zugänglichen Sachen reinstellen, erschließt sich mir nicht <ganz>. Würde 
nur Sinn machen, wenn es eben nicht jedermann zugänglich ist oder in 
Zukunft sein wird.

So. Gehen wir nun einige Ordner höher:
http://www.napakgd.com/previous/kgd2003/

Und was sehen wir? Ja genau, lauter Fuzzies mit Schlips auf ner 
Fachtagung für Packaging&Test.

Noch höher? Oh: Die Products Consortium
Dynalog Systems, Inc.

Offensichtlich Hersteller von solchen Sachen. So ein Zufall aber auch.


War das nun so schwer?

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Abdul K. schrieb:
> Warum hier manche Kopien von aktuell im Internet zu findenden allgemein
> zugänglichen Sachen reinstellen, erschließt sich mir nicht <ganz>.

Die Informationen zu dem Thema sollten hier zusammenfassend verfügbar 
sein. Daher die PDF-Anhänge und keine Links (die ich selbst nicht 
gespeichert habe).

Gruß

Klaus

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Tom schrieb:
> Nix gegen dich, aber der Autor des letzten hier verlinkten PDFs hätte
> sich ruhig mal die Mühe machen können, den ganzen Plunder zu erklären.
> Ist schon selten arrogant nur Abkürzungen zu verwenden und diese nicht
> zu erläutern :(

Sorry, sollte nur ein Überblick sein. Es handelt sich ja um eine 
Präsentation, da wird alles mündlich erklärt, was hier naturgemäß jetzt 
fehlt.

Klaus

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Nach längeren Recherchen konnte ich immer noch keinen geeigneten Kleber 
bekommen.

3M hat die Produktlinie (ACF Anisotropic Conductive Film) eingestellt.

TFT-Reparaturen dieser Art führt die Fa. Elsin, CZ, ziemlich günstig 
aus. Aber mit solchen Kleinaufträgen geben die sich wohl nicht ab.

Hat noch jemand eine Idee, wie man an eine Probe kommt, oder kann die 
besorgen?

Gruß

Klaus

Autor: Ralf Ahrens (ralf-ahrens)
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Ein alternativer Hersteller von anisotrop leitfähigen Klebefilmen ist 
die Firma Hitachi Chemical, die verschiedene Varianten unter dem 
Produktnamen "Anisolm" produziert. In Deutschland vertreten durch 
Hitachi Chemical Europe GmbH in Düsseldorf. Leider nur als 50 m-Rolle zu 
ca. 450 € erhältlich (Stand: 2008). Auch gekühlt werden nur 6 Monate 
Haltbarkeit garantiert.

Eine andere Möglichkeit sind epoxidbasierte anisotrop elektrisch 
leitfähige Klebstoffe. Sie müssen als dünner Film aufgetragen werden, 
werden aber dann wie die Klebefilme durch Druck+Hitze aktiviert. Die 
Firma Delo arbeitet bei ihrem Delo Monopox AC 265 mit vergoldeten 
Nickelpartikeln im Gegensatz zu metallisierten Polymerpartikeln bei den 
Klebefilmen. Leider auch hier nur begrenzte Lagerfähigkeit und wegen des 
Goldgehalts teuer.
Es scheint aber auch ein entsprechendes Produkt von Panacol zu geben.

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Mittlerweile habe ich auch bei
Sony Chemical & Information Device Corporation
einen ACF gefunden (CP9042KSV/CP20531-35AG). Auf meine Email rief mich 
ein Handelspartner aus den Niederlanden an. Die versprochenen Unterlagen 
sind aber nicht gekommen.

PS: Bei 3M hätte die 25m-Rolle ca. 60 USD gekostet, gibt es aber nun 
nicht mehr.

Autor: Tobias Claren (tobias_claren)
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Hallo.

Die hier erwähnte "Anleitung" scheint nicht für DIY-Reparaturen (ohne 
Einsatz von neuem anisotropischem Leitkleber).
Meinen wir die Datei "Bonding-OnishiTetsuya.pdf"? Das scheint keine 
"Anleitung" (?).

@Abdul K.
Hätte er die Datei nicht hochgeladen wäre sie jetzt hier nicht mehr 
verfügbar.

[quote]Demnach geht es auch ohne Profi-Ausstattung mit Heißluft 
(geregelt) und
Druck.[/quote]

Hier ist aber nicht gemeint dass Heißluft die "Profi-Ausstattung" ist?
Was haben die Heißluftlötstationen für einen Bereich?
Bei den Billigen sind es ca. 200°C-480°C. Bei Delo fand ich bisher 
190°C.
Naja Grenzwertig. Und dann müsste man zugleich mit etwas anderem 
pressen.

Aber die Werte sind ja für die Erstklebung, auch "aktivieren" genannt.
Lassen die sich überhaupt "reaktivieren"?
Und wenn ja, sind die Idealwerte für die Hitze und den Druck, bei einer 
"Reaktivierung" evtl. andere (welche?).

Gedanke:
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCgeleisen
[quote]Die Temperatur der Bügelsohle beträgt dabei bei der Einstellung 
auf einen Punkt ca. 110 °C, auf zwei Punkte ca. 150 °C und auf drei 
Punkte ca. 220 °C.[/quote]

Die Temperaturen sind Ideal, und es ist eine Fläche.
Wäre das ein Problem, oder ideal?


Wie sehen die Risiken aus?
Es wäre ja blöde, wenn es hinterher mehr Linien als vorher sein können.
Also noch intakte anisotropische Leitklebungen kaputt zu machen.
Eine Neuverklebung ist ja wohl ausgeschlossen.
Wenn man das versucht, ist ein FullHD-TV wohl nur noch als 
Ersatzteillager, und das Panel E-Schrott.

Gibt es Fotos der Panels aus FullHD-LCD-Fernsehern (auch Plasma?), wo 
man die Kontaktflächen des Display und der Flexfolie sehen kann?
Gibt es an diesen Panels evtl. die Möglichkeit die Verklebung 
dauerhaftem Druck auszusetzen?
Wenn z.B. eine Blechabdeckung über dieser Verklebung fixiert wird 
("Deckel drauf"), könnte man dann evtl. eine art Gummischnur oder etwas 
anderes dazwischen legen.
Etwas das vom darüber liegenden "Deckel" gegen die Flexpolie gepresst 
wird.
Wäre so etwas gleich ab Werk verbaut, würden solche Linien evtl. gar 
nicht erst auftreten.


P.S.:
Nicht für dieses Thema wichtig, aber wenn die Hersteller statt der 
Verklebung eine auf die Panelkontakte pressende Leiste aufbrächten, 
könnten sie die Flexfolie evtl. einfach nur einstecken. Das ganze als 
breiter Stecker. Wenn die Maße von Folie und Panel extakt passen, 
sollten auch 1920 Kontakte auf z.B. ca. einem Meter Breite (~46") 
möglich sein.
Umn so größer das FullHD-Panel um so größer die Kontakte und ihr 
Abstand...
Ob das teurer wäre als Verklebungen.....? Ich sehe da zumindest weniger 
Potential für Ausfälle. Wie sollen Kontaktierungen "schlecht" werden, 
wenn die Folie dauerhaft dagegen gepresst würde...
Es wäre zwar leichter zu reparieren, aber es wäre evtl. nie nötig. 
Doppelter Vorteil.

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Hallo,
habe vor einiger Zeit eine Probe "Anisotrop Conductive Film (DP3342MS)" 
von "Sony Chemicals Europe B.V." bekommen (50m Rolle, 2mm breit). Zur 
Verarbeitung ist ein Druck von 3MPa bei 140-170°C notwendig.
Zum Ablösen der alten Klebereste nehme ich "1,3-Dioxolan" (löst auch 
Sekundenkleber!).
Meine Bastelideen für ein entsprechendes Equipment habe ich aufgegeben 
und statt dessen eine gebrauchte Heißklebepresse von "Panasol-Elosol 
GmbH", Modell HS-40i, gekauft. Da die Arbeitsfläche nicht für größere 
Displays reicht, muss ich das Gestell noch verbreitern. Dann soll es 
aber losgehen.
Erste Versuche werde ich im Januar 2012 starten.
Werde Euch auf dem Laufenden halten.
Gruß
Klaus

Autor: Guido C. (guidoanalog)
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Hallo,

Klaus Rischke schrieb:
> Werde Euch auf dem Laufenden halten.

habe den Thread soeben abonniert. Bin gespannt was sich ergibt.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

Autor: Tobias Claren (tobias_claren)
Datum:

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"Panacol", nicht "Panasol"...

Wo kam die Maschine denn her, und was kostete sie?
Wenn man z.B. gegen Toshiba in einem Prozess verliert, bleibt einem nur 
Linien zu akzeptieren, verschrotten (wenn zu viele) oder eben Reparatur.

Wie soll das überhaupt ablaufen?
Ich las wenn die Kontaktflächen einmal getrennt sind, wird es praktisch 
unmöglich die Kontakte wieder passend aufeinander zu setzen.
FullHD ist ja etwas anderes als ein Diplay im Armaturenbrett eines Autos 
(bei BMW gab es wohl Probleme der Art, und natürlich die DBox2).

Wie ist das in der Realität, ist das von Hand passend zu positionieren?
Und ist das bei 19"-FullHD nicht schwieriger als bei 46"-FullHD (oder 
gar 70")? Die Kontakte müssten bei 19"-FullHD ja wesentlich kleiner und 
enger sein.


Interessant:
Wenn man das Teil googlet, findet man auch die Bezeichnung "Bügellöten".

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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> "Panacol", nicht "Panasol"...

Pardon, trotz Brille passiert...

> Wo kam die Maschine denn her, und was kostete sie?

Aus Deutschland über OnlineHandel. Es gab 2 mit unterschiedlicher 
Ausstattung. Habe beide für den Preis von einer bekommen.

> unmöglich die Kontakte wieder passend aufeinander zu setzen.

Man muss ja nur den betroffenen Flexleiter lösen (bei moderater 
Erwärmung). Zum Positionieren ist wohl ein Mikoskop oder einer 
CCD-Kamera notwendig.
Ich beabsichtige, nur Schäden an den Flex-to-Board Verbindungen zu 
reparieren. Für die Flex-to-Glass Verbindungen wird ein anderer Kleber 
benötigt, das Verfahren ist sicher auch heikler.

> Die Kontakte müssten bei 19"-FullHD ja wesentlich kleiner und
> enger sein.

Der Kleber ist für Kontakte mit einer Mindestbreite von 100µm und einem 
Mindestabstand von 200µm ausgelegt. Wahrscheinlich ist das auch die 
untere Grenze des Machbaren.

Im Anhang:
- Beschreibung der Maschine
- Spezifikation des Klebers

Bis auf Weiteres
Klaus

Autor: MWS (Gast)
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Klaus Rischke schrieb:
> Zum Ablösen der alten Klebereste nehme ich "1,3-Dioxolan"

Kleiner Hinweis, gerade unfreiwillig getestet, das löst Dir u.U. auch 
die Leiterbahnen auf, sofern die keine Cu-Flexleiter sind.
Hier war's wohl per Drucktechnik aufgebrachter metallisch leitfähiger 
Lack.

Klaus Rischke schrieb:
>> Wo kam die Maschine denn her, und was kostete sie?
> Aus Deutschland über OnlineHandel. Es gab 2 mit unterschiedlicher
> Ausstattung. Habe beide für den Preis von einer bekommen.

Wenn X = Y : 2 ist, dann wissen wir jetzt immer noch nicht Y.

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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MWS schrieb:
> Wenn X = Y : 2 ist, dann wissen wir jetzt immer noch nicht Y.

Wenn eine Pauschale für die Reparatur Z = 150 beträgt, dann ist

Y = 10Z.

Das soll nur die Größenordnung beschreiben, nicht die Kalkulation für 
einen Reparaturbetrieb.

Gruß

Klaus

Autor: MWS (Gast)
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Klaus Rischke schrieb:
> Das soll nur die Größenordnung beschreiben, nicht die Kalkulation für
> einen Reparaturbetrieb.

Danke, hört sich günstig an.

Autor: Tobias Claren (tobias_claren)
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Ich bin mir nicht sicher ob ich das verstanden habe.
Also 1500 für eine Maschine (oder 750 Euro, da er ja scheinbar zwei 
bekam) und 150 für eine Reparatur.
Naja, ob man das als günstig bezeichnen kann. ALso die Reparatur, nicht 
die Kosten für die Geräte.
Oft glauben Menschen sie könnten neben der Anschaffung einer Maschine 
und Materialkosten für ihre Arbeit/Person mehr nehmen als z.B. jemand im 
Büro, oder in der Bäckerei usw. pro Stunde verdient.
Im Gegesatz zur Büroarbeit, Backen usw. gibt es da auch nichts bzw. 
nicht viel zu lernen. Das finden/kaufen des Gerätes ist da wohl das 
schwierigste (wenn man nicht einfach neu kauft).

OK, im Gegensatz zum Fliesen legen, Tapezieren oder Satellitenantennen 
einrichten kann nicht jeder ohne Elektronikkenntnisse Schaltungen 
reparieren, aber diese Kenntnisse sind hier auch nicht nötig.


Falls Klaus Rischke das als Geschäftsgeheimnis ansieht, jeder Andere der 
mehr weiß oder ergooglen kann, kann es ja nennen ;-) .
Wir sind ihm gegenüber moralisch ja nicht zur Verschwiegenheit 
verpflichtet :-D .


Muss man in jedem Fall neu kleben, oder könnte ein erneutes benutzen 
einer solchen Maschine bei einer Folie-zu-Glas-Verbindung (das dürften 
die meisten Fälle sein) die fehlerhafte Klebung "Re"aktivieren?

Sonst bleibe ich bei meiner Idee, dass jemand ein Reparaturset verkaufen 
sollte welches universell angebracht die Folie auf das Glas drückt.
Es ist ja egal ob eine Stelle erneut geklebt wird, oder man sie 
dauerhaft andrückt.

Man setzt ja auch Stands in Herzadern ein, obwohl man auch operieren 
könnte.
Nur ist so eine Operation in beiden Fällen aufwändiger und riskanter und 
wohl in beiden Fällen teurer.


Wenn jemand Fotos dieser Panels mit freiligender Folie/Glas-Stelle hat, 
bitte verlinken oder anhängen.

Ich würde gerne mal im Geiste beurteilen ob so eine Druckmethode denkbar 
ist.
Ist da eine Blechabdeckung drüber, reicht evtl. etwas dazwischen zu 
klemmen.
Wäre es freiliegend, könnte man evtl. eine Art Leiste/Lippe unter 
Federdruck dagegen pressen.

Autor: Tobias Claren (tobias_claren)
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Ähnlich: Wenn man mal sieht was "Profis" für das digitalisieren von Dias 
verlangen, lohnt es sich ja schon einen Profiscanner bis in der 
vierstelligen bereich gebraucht zu kaufen und hinterher ohne Verlust zu 
verkaufen.
OK, diese "Bügelmaschinen" sind seltener. Aber anscheined nicht teurer 
als die Diascanner (eher billiger) ;-) . Nur etwas sperriger.

Es gibt auch Menschen die bau(t)en sich selbst Glasbedampfungschränke 
(Reflektoren selbst spiegelnd bedampfen), weil sie die Preise der 
Betriebe nicht mehr zahlen wollten.

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
Datum:

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Tobias Claren schrieb:

> Muss man in jedem Fall neu kleben...?

Die Klebung besteht aus einem ausgehärteten Epoxid. Durch Hitze wird der 
Kleber nicht mehr reaktiviert.

> Folie-zu-Glas-Verbindung (das dürften die meisten Fälle sein)

Das Fehlermuster ist bei einer Fehlstelle an der 
Folie-zu-Glas-Verbindung völlig anders:
Eine Fehlstelle einzelner Kontakte an der Folie-zu-Board-Verbindung 
führt zu dem weiter oben beschriebenen breiten Streifenmuster 
("Zebrastreifen"),
da das elektrische Signal von dem zuständen Diaplay-Treiber verarbeitet 
wird, der auf der Folie sitzt.
Fehlstellen an der Folie-zu-Glas-Verbindung äußern sich als Totalausfall 
einzelner Pixel-Streifen (schwarze Linien).

> welches universell angebracht die Folie auf das Glas drückt.
> Es ist ja egal ob eine Stelle erneut geklebt wird, oder man sie
> dauerhaft andrückt.

Die im Kleber verteilten "Gold"-Kügelchen stellen den Kontakt her 
aufgrund der Spannung des ausgehärteten Klebers. Eine "Klammer" kann an 
diesen Stellen nicht den notwendigen Druck aufrecht erhalten.
Bei dem Klebevorgang wird mit 3MPa, d.h. mit 30kp/cm² angepresst, oder 
bezogen auf ein einzelnes Flexband mit 4cm Breite und 2mm langen 
Kontakten mit 24kp belastet.

> Wenn jemand Fotos dieser Panels mit freiligender Folie/Glas-Stelle hat,
> bitte verlinken oder anhängen.

Auf einem Foto wird man nicht viel sehen, da die Leiterbahnen 
aufgedampft und kaum sichtbar sind.

Du solltest Dir einfach mal eine zerbrochenes Display ansehen, und 
Versuche mit den Klebestellen machen.

Viel Spaß beim Andrücken

Klaus

Autor: Tobias Claren (Gast)
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> Die Klebung besteht aus einem ausgehärteten Epoxid. Durch Hitze wird der
> Kleber nicht mehr reaktiviert.

Wieso gibt es dann Menschen die genau das gemacht haben und davon 
berichten.
War das nicht in diesem Strang? Auch wenn sie angeben dass es evtl. nur 
6 Monate hielt.


Die Fälle die man im Netz findet, sind einzelne Linien.
Also dort wo eine Linie = ein Kontakt ist.

Die sind auch nicht automatisach schwarz, die sind orft auch Rot.

> Die im Kleber verteilten "Gold"-Kügelchen stellen den Kontakt her
> aufgrund der Spannung des ausgehärteten Klebers. Eine "Klammer" kann an
> diesen Stellen nicht den notwendigen Druck aufrecht erhalten.

Welcher "notwendige Druck"?
Es gibt Berichte nach denen die Linie verschwand als jemand leicht mit 
dem Finger draufrückte.
Ich glaube hier wird etwas verwechselt.
Die angegebenen Drücke sind für das Kleben notwendig, nicht für die 
reine Kontaktierung.
Also damit es geklebt dauerhaft hält. Wenn die Linie durch leichten 
Druck mit dem Finger verschwindet, dann verschwindet sie auch dauerhaft 
durch leichten anhaltenden Druck. Ähnlich eines Scheibenwischers.
Bei dem Gedanken ging es nicht darum die Stelle erneut zu kleben, 
sondern nur durch andrücken den Kontakt wieder herzustellen.
Dafür müsste natürlich noch eine Restklebung vorhanden sein, weil es ja 
zumindest in der Position gehalten werden müsste. Aber das ist ja der 
Normalfall, meist auch nur einzelne Linien.

> Auf einem Foto wird man nicht viel sehen, da die Leiterbahnen
> aufgedampft und kaum sichtbar sind.

Mich interessieren auch nicht die Leiterbahnen, sondern das Große Ganze 
des Panels inkl. der Kontakte.
Um daran absehen zu können, ob man auf die Flexfolie dauerhaften Druck 
ausüben kann.
Ob da z.B. ein Blech drüber ist, wo man einfach eine "Gummiwurst" 
zwischen legen kann, ob das Panel Möglichkeiten der Anbringung einer 
Halterung bietet, ob...
Die Kontakte muss nur derjenige exakt sehen, der ex neu verkleben will. 
Der muss dann auf die exakte Positionierung achten.
Wenn man nur Linien "wegdrücken" will sind die beiden Kontakte ja durch 
die Klebung des Restes übereinander positioniert. Das mag zwar für 
jemand "sehr gründliches" nach "Pfusch" klingen, aber wie schon erwähnt, 
ein Arzt bzw. eine Klinik macht auch nicht gleich die große OP wenn ein 
Stand reicht.
Wer so eine Maschine hat, und ganz sicher ist, dass es danach kein 
Schrott ist (mit zwei Linien am Rand wie im Internet beschrieben kann 
man leben, wenn es kaputt ist, muss ein neuer TV her), für den ist das 
nur persönliche Arbeit und etwas Kleber/Klebeband. Wer dafür einen 
dreistelligen Betrag zahlen soll überlegt sich das evtl. noch mal. Vor 
allem wenn eine Andrückmethode das Gleiche Ergebniss auf Dauer erzielt.
Und das Risikolos in DIY. Zumindest dann ohne Risiko wenn man einmal 
gesehen hat wie so ein Display eigentlich aussieht, bzw. weiß ob man nur 
durch abnehmen von Verkleidungsblechen usw. einen dauerhaften Schaden 
anrichten kann.
Bzw. ob diese Stelle (Oberseite der Flexfolie) ohne umklappen und 
ähnlich riskante Aktionen zugänglich sein wird.
Da man ja auch nichts um das ganze Display ziehen kann ("Spanngurt" im 
Bild), ginge das nur, wenn die Oberseite der auf das Glas geklebten 
Flexfolie nach hinten zeigt. Das wäre zu vermuten, wie sollte es sonst 
aufgebaut sein.
Ich finde leider kein einziges Foto der Ränder eines LC-Display wo die 
Folie verklebt ist.
Nicht mal die Uralten Minidisplays von Handheld-Konsolen wo 
Gummistreifen die Kontakte herstellen.
Aber es dürften zwei Scheiben sein, und die obere ist etwas kleiner, so 
dass die Kontakte auf der unteren (Front) Scheibe am Rand freiliegen.


Ich habe leider keinen Monitor oder TV mit Streifen wo es kein Risiko 
wäre zu experimentieren.
Also z.B. ein Monitor von evtl. 15" mit Linienbildung für 5 Euro 
(intakte gibt es ja schon knapp unter 10 Euro)...

Autor: Tobias Claren (Gast)
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Gab es einen "Vorfall", oder warum kann man nicht mehr editieren?

Ich habe mal bei Ebay geschaut, auf die Schnelle finde ich keine 
Monitor/TV mit Streifen.
Evtl. werden die meisten auch weggeschmissen. Da halte ich es für 
sinnvoller die bei ebay "zu entsorgen", als einzelne Legoblumen dort 
anzubieten.
Evtl. hat denen irgendeine Werkstatt gesagt "lohnt nicht mehr", 
"unmöglich" usw. und sie bringen es dann zum E-Schrott. Da ist es ja 
noch weniger Arbeit (als zur Annahmestelle zu fahren) es mal kostenlos 
und ohne kostenrisiko ab einem Euro bei ebay einzustellen. Und wenn es 
nur zum üben gekauft würde, würde es seinen zweck erfüllen.

Autor: hmmm (Gast)
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Tobias Claren schrieb:
> Gab es einen "Vorfall", oder warum kann man nicht mehr editieren?

Du bist nicht eingeloggt, und kannst dann natürlich nicht editieren...

Autor: Tobias Claren (tobias_claren)
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Wie konnte ich dann schreiben? Ich war eingeloggt, und bin auch jetzt 
noch eingeloggt.

EDIT: OK, da steht "Gast".
Aber ich musste meinen Namen nicht eingeben, es fiel nicht auf...

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Tobias Claren schrieb:

> Die sind auch nicht automatisach schwarz, die sind orft auch Rot.
> usw usw

Bein "Andrücken" sieht man ja, an welcher Verbindung der Fehler 
auftritt. Mit einer Nadel kann man sogar die einzelne defekte Leiterbahn 
lokalisieren.

> durch abnehmen von Verkleidungsblechen usw. einen dauerhaften Schaden
> anrichten

Erstaunlicherweise funktioniert alles wieder (wie zuvor bei erfolgloser 
Reparatur) nach dem Zusammenbau. Beim Austausch der CCFL-Röhren muss oft 
der ganze Displayverbund gelöst werden.

> Ob da z.B. ein Blech drüber ist, wo man einfach eine "Gummiwurst"
> zwischen legen kann, ob das Panel Möglichkeiten der Anbringung einer
> Halterung bietet, ob...

Ein Druck auf einer Seite muss auf der Gegenseite aufgenommen werden. 
Ich habe einen defekten Fernseher, bei dem die defekte Verbindung oben 
auf der Displaykante liegt, bei anderen Displays liegt das Board hinter 
dem Display im oberen Drittel und über die ganze Displaybreite. Ich sehe 
keine Möglichkeit dort von beiden Seiten Druck auszuüben. Bei den alten 
LCD-Displays wird der "Zebra-Moosgummi" mit einem Rahmen am Gehäuse oder 
am Board verschraubt.

Bei den Flex-zu-Board-Verbindungen wäre auch ein Anbohren (0,1mm-Loch) 
und Durchkontaktieren denkbar.

Ich habe jedenfalls die Bastellideen aufgegeben. Über Reparaturerfolge 
und die Verfahren werde ich hier berichten.

Alles Gute zum Neuen Jahr
wünscht Euch
Klaus

Autor: Tobias Claren (tobias_claren)
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Die Gegenseite ist doch Glas bzw. ein Metallrahmen der auch die 
Gegenseite umgibt.
Hinter dem von vorne zu sehenden Plastikrand (theoretisch auch Metall 
oder Holz) liegt ja wohl nicht das nackte Display, sondern ein 
Metallrahmen der den Rand des Panels umschließt.
Sonst könnte man ja ganz ohne Rand bauen, aber das geht eben nicht 
(evtl. so gut wie ohne Rand, bei OLED oder Laser-Rückpro).

Autor: Andrey Gusev (Gast)
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Sehr geehrte Herren,

nur einigen Tagen vor began ich, an der Station Emerald zu arbeiten. Der 
arbeitsintensivste Prozess, mit denen ich stoß zusammen, ist es, wie die 
Schleppe Flex von den Spuren der alten ACF zu reinigen. In der Suche 
nach den Reinigungsmitteln bin ich an Ihr Forum gestoßen, wo 
1.3.-DEOXALAN erwähnt wird. Bitte, sagen Sie mir vor, wo man es kaufen 
kann?

Besten Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Andrey Gusev
Kaliningrad- Königsberg

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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http://www.chemicalregister.com/1_3-Dioxolane/Supp...

Or ask local chemicals supplier. e.g. Sigma-Aldrich

Autor: Klaus Rischke (Firma: ESL GmbH) (risck)
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Andrey Gusev schrieb:

> 1.3.-DEOXALAN erwähnt wird. Bitte, sagen Sie mir vor, wo man es kaufen
> kann?
> Andrey Gusev
> Kaliningrad- Königsberg

Or otherwise:

Alfa Aesar GmbH & Co. KG
Zeppelinstrasse 7
76185 Karlsruhe
Germany
Tel. +49 721-84007-0
Fax  +49 721-84007-300

http://www.alfa.com/ru/gp100w.pgm?dsstk=42897

Autor: Andy S. (Firma: ANSTEC) (andy-xyz)
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Klaus Rischke schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> was raucht ihr denn für ein Kraut ?
>>
>> Dünner Kupferlackdraht und Lötkolben, fertig ;-)
>
> Es geht nicht um die Reparatur einer zerstörten Leitung, sondern um das
> Bonden der Kontakte von Flex-Leitung mit denen der Leiterplatte.
>

Echt, was raucht Ihr hier für Zeug ? ;-))

Löten? Eine Plasikleiterfolie auf eine dünnen Glasplatte eines LCD ?

Oh Mann...

Aber danke, 3M war wohl schon der geeignete Tipp.

Gruss ANDY

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