Tiefpass mit PWM

OP #1484161
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Hallo!

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.


Ich habe hier im Forum viele Beiträge gelesen, aber ich komme nicht
weiter.


Kann mir jemand einfach die Ausgangsspannung der gegebenen Schaltung
berechnen mit f=10000Hz? Die Schaltung ist so gegeben und ist nicht 
veränderbar.

Danke
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#1484305
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>Ich brauche die schriftliche Berechnung.

Du hast am Ausgang deiner PWM Stufe eine mit Wechselspannung 
ueberlagerte Gleichspannung.

Nun muss du die beiden Komponeten unterscheiden.

Der Mittelwert der Wechselspannung ist 0. Bleibt also nur noch dein 
Gleichspannungsanteil. Und der ist:

Ua = Ub * (ton / (ton+toff))

Das kann man jetzt auch ueber ein Integral loesen.

Der Wechselspannunganteil der deiner Ausgangspannung ueberlagert ist 
haengt von deinem Filter ab. Ist es richtig dimensoniert (also 
moeglichst tiefe Grenzfrequenz) sollte der nahe Null sein.

Wenn du ihn berechnen willst muss du die Uebertragungsfunktion deines 
RC-Tiefpasses ausstellen und mit der anliegenden Wechselspannung 
multiplizieren und du bekommst deine ueberlagerte Wechselspannung am 
Ausgang.

Da deine Wechselsapnnung allerdings ein Rechteck ist muss du die 
Ausgangsspannung zu berechnen dieser erst nach Fourier zerlegen.

Zur vereinfachten Annahme kannst du aber mit der Recteckamplitude des 
Signales am Eingang rechnen.

Den Amplitudengang kannst du nach folgender Formel berechnen:


Ua                1
-- = ---------------------------------------------------------
Ue   sqrt( (1-w^2*R1*R2*C1*C2)^2 + w^2*(R1*C2+R1*C1+R2*C2)^2 )

w = 2 pi  f


Gruss Helmi
#1484359
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>Der Gleichspannugsanteil ist demzufolge unabhängig von R1, oder?

Richtig ! Es sei denn du hast am Ausgang eine niederohmige Last das du 
mit dem einen Spannungsteiler bildest. Da aber im allgemeinen dort ein 
Buffer Op dranhaengt ist die Ausgangsspannung unabhaengig von R1,R2
OP #1484390
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Am Ausgang ist ein Transistor angeschlossen.

Das Ganze soll einer Worst Case Berechnung dienen, und zwar soll ich die 
Ausgangssapnnung mit Toleranzen in Abhängigkeit vom Tastverhätlnis der 
PWM berechnen.

Nach der Formel

Ua = Ub * (ton / (ton+toff))


ergeben sich aber keine Toleranzen, da z.B. R1 nicht vorkommt.

Wie kann ich denn nun als Ergebnis angeben:

Bei einer PWM mit 50% duty cycle ergibt sich eine Ausgangsspannung von 
16V +- 0,1V

oder 16V +- 5%????
#1484416
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>Das Ganze soll einer Worst Case Berechnung dienen, und zwar soll ich die
>Ausgangssapnnung mit Toleranzen in Abhängigkeit vom Tastverhätlnis der
>PWM berechnen.

>Nach der Formel

>Ua = Ub * (ton / (ton+toff))


>ergeben sich aber keine Toleranzen, da z.B. R1 nicht vorkommt.

Das ist richtig. Es gibt da so gesehen keine Toleranzen. Die einzige 
Ungenauigkeit die du hast ist die Genauigkeit deiner Referenzspannung 
Ub.
Die geht in deine Genauigkeit mit ein. Wenn die um 5% daneben liegt dann 
ist das deine Ausgangsspannung auch.

>Am Ausgang ist ein Transistor angeschlossen.

Der belastet natuerlich dein PWM Filter. Besser ist es dort ein Op 
vorzusehen.
#1487030
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>Blöde Frage: in der Formel sind dich aber nur Realanteile gezeigt, oder?

>Wo stehen die Imaginäranteile?

Das ist schon die Betragsformel. Da kommt kein 'j' mehr vor.

Aber hier die Formel im Komplexen:

Ua                     1
-- = ---------------------------------------------
Ue   1-w^2*R1*R2*C1*C2 + jw(R1*C1 + R2*C2 + R1*C2)

w = 2  pi  f


Betrag =  1/ sqrt (RE^2 + IM^2)
OP #1487042
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@ Helmi1:

Ich denk, Du bist ziemlich versiert in Elektronik.

Eine Frage: Kannst Du mir bitte die Schaltschwellen (Formel) angeben für 
den Komparator im Anhang? Dabei die Kondensatoren nicht beachten...

Das wäre echt super nett!!!

Es ist ein Komparator mit Hysterese.
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OP #1495282
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Hallo Helmi!

Kurze Frage zu den Formeln, die Du mir genannt hast:


Ua                1
-- = ---------------------------------------------------------
Ue   sqrt( (1-w^2*R1*R2*C1*C2)^2 + w^2*(R1*C2+R1*C1+R2*C2)^2 )


Kann ich sagen, dass das Ergebnis dieser Formel der Ripple der 
Ausgangsspannug ist, weil es ja den Wechselspannungsanteil angibt?

Gruß
#1495500
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Ich weiss nicht wo du da jetzt ein Problem hast.
Die Formel von mir gibt die Daempung an. So du hast jetzt eine PWM.
Da es sich dabei um ein Rechtecksignal handelt muss du es erst durch 
eine Fourieranalyse zerlegen. Dann bekommst du ein Spektrum (Amplitude 
und Frequenzen). Nun must du fuer jede dieser Frequenzen die Daempung 
ausrechnen. Mit deinen Bauteilwerten und meiner Formel. So danach 
bekommst du am Ausgang die Amplituden des gefilterten Signales und das 
ist dein Ripple wenn du alles wieder zusammensetzt. Als vereinfachte 
Rechnung kannst du aber auch nur die Grundwelle nehmen deren Daempfung 
berechnen und schon hast du eine Naehrung fuer dein Ripple. Die 
Oberwellen haben ehedem eine hoehere Daempfung durch das Filter. Im 
Grunde wird sowas meistens ueberschlaegig berechnet. Also ein Filter 1. 
Ordnung hat 20dB Daempung/Dekade , Filter 2. Ordnung 40 dB/Dekade.

Gruss Helmi
OP #1495547
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Ok, ich werde dann die Überschlagsrechnung durchführen. Das müsste dann 
ausreichen.

Ich habe sehr viele Formeln gegoogelt. Aber nix brauchbares gefunden für 
folgendes:

Ich möchte den Strom durch R4 berechnen. Da unten diese Sch...ß 
Widerstände stehen (R7 und R8) komme ich nicht klar. Kann mir jemand 
eine Formel dafür aufstellen?

danke
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#1495594
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>Ich habe sehr viele Formeln gegoogelt. Aber nix brauchbares gefunden für
>folgendes:


ergoogeln alleine nuetzt nichts man muss die Formeln auch verstehen.
Im ganzen reichen fuer dich:

Ohmische Gesetz und die beiden Kirchhoffischen Gesetzte.
Damit kannst du den Strom durch R4 berechnen

>Ich möchte den Strom durch R4 berechnen. Da unten diese Sch...ß
>Widerstände stehen (R7 und R8) komme ich nicht klar. Kann mir jemand
>eine Formel dafür aufstellen?

So dann vereinfach doch erstmal die Schaltung. R7 u. R8 kannst du doch 
zusammenfassen als einen Widerstand mit 30K. Durch R6 fliessen nur 
Spurenelemente von Strom kannste also weglassen. Im eingeschwungenen 
Zustand faellt an der Spule keine Spannung ab -> also auch weglassen.
So danach hast du eine Parallelschaltung von 30K (R7,R8) und R11 ( 100 
Ohm).
das ergibt:  99.6 Ohm. Daran erkennst du das die 30 K fast keine Rolle 
spielen. Also hast du letzten Endes nur ein Reihenschaltung von R4 (220 
Ohm) und R11 (100 Ohm). Und da solltest du den Strom schon ausrechnen 
koennen.
Gast #1496380
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Hallo Yücel,

>Ich muss nun unbedingt den Ripple berechnen und weiß
>nicht, wie das Ganze für einen Doppel-RC-Glied aussieht....

Was heißt das genau?

1. Mußt nur wissen wie groß er ist? Dann simuliere das doch einfach und 
lies das Ergebnis ab.

2. Mußt du das auf dem Papier ausrechnen? Dann löse die 
Differentialgleichung, die ich dir gegeben habe im Zeitbereich (-> 
Laplace-Transformation) und berechne, um wieviel sich C2 entlädt in der 
Low-Phase des PWM-Signals, ausgehend vom eingeschwungenen DC-Wert.

Ich habe so etwas früher oft mit einem numerischen Verfahren gelöst: 
Differentialgleichung in eine Differenzengleichung umwandeln und mit 
geeigneter Schrittweite von einem Zeitpunkt zum nächsten rechnen, alles 
schön in QBASIC.

Kai Klaas

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