Frage zum auswerten von Inkrementalgebersignalen

OP #1599770
Lesenswert?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich im Moment mit inkrementaler Wegmessung und habe da 
schon einige interessante Sachen gefunden. Unter anderem dieses PDF:

http://193.196.117.23/projekte/rundheit/data/inkrementalgeber.pdf

(die ersten beiden Seiten)

Ich habe eigentlich alles verstanden, wie die Herstellung des Signals 
funktioniert, wie es dann in ein Rechtecksignal umgewandelt wird, ... , 
aber mir ist noch nicht klar, warum unbedingt diese Null-Durchgänge 
benötigt werden!? Wie genau werden diese ausgewertet und verwendet!?

Kann mir das jemand erklären?

Danke für eure Mühe
Grüße Rappl
#1599791
Lesenswert?

Florian Rappel schrieb:

> aber mir ist noch nicht klar, warum unbedingt diese Null-Durchgänge
> benötigt werden!? Wie genau werden diese ausgewertet und verwendet!?

Welche Null-Durchgänge meinst du? Das Signal Z?

(Ich hab das PDF nur überflogen und nicht im Detail gelesen)

> Kann mir das jemand erklären?

Ohne dieses Signal kannst du nur feststellen, dass sich der Geber um 1 
Position nach links oder rechts gedreht hat. Mit dem Z-Signal hast du 
aber noch eine Information mehr. Nämlich: Jetzt ist der Geber in einer 
ganz bestimmten Position. Und das kann manchmal sehr nützlich sein.
#1599795
Lesenswert?

@  Florian Rappel (rappl)

>aber mir ist noch nicht klar, warum unbedingt diese Null-Durchgänge
>benötigt werden!?

Damit kann man einfach und zuverlässig eine Umwandlung in Binärsignale 
vornehmen. Denn der Nulldurchgang stimmt immer, egal ob die Amplitude 
schwankt oder nicht.

> Wie genau werden diese ausgewertet und verwendet!?

Man bildet die Differenz zweier 180 Grad verschobener Signale und führt 
diese auf einen Komparator bzw. Schmitt-Trigger. Siehe auch Artikel 
Drehgeber.

MFG
Falk
Gast #1599807
Lesenswert?

Ohne Nulldurchgänge hast ja keine Flanken!? Ich versteh auch nicht was 
du meinst.

Wenn du den Fall A=B=0 meinst, ist dieser ganz nützlich um die 
Geschwindigkeit und/oder die Strecke zu messen.
Hier lässt sich einfach die Zeit messen, wie lange der Zusatand anhält 
und daraus lässt sich dann alles errechnen. ;)
OP #1599887
Lesenswert?

@ Andreas M.
> die Signale sind 90° zueinander versetzt nicht 180°, sonst hättest du
> keine zeitliche Verschiebung zueinander da beide Signale (A,B)
> gleichzeitig wechseln.

Ich glaube Falk hat das anders gemeint. Die Signale A und B sind 
zueinander um 90° Phasenverschoben.

Aber um ein Signal A oder B zu bekommen müssen 2 Signale die um 180° 
auseinander liegen subtrahiert werden!? Mit den Bildern in dem PDF ist 
das recht gut veranschaulicht!
#1599927
Lesenswert?

@  Florian Rappel (rappl)

>Verbessert mich, wenn ich mich irre, aber ich hab doch auch Flanken wenn
>ich von 0V auf 5V gehe (positive Flanke) und von 5V auf 0V (negative
>Flanke)!?

Ja, aber wenn deine 5V schwanken (Herstellungstoleranzen, Alterung der 
Lichtquelle) und du eine feste Schaltschwelle hast, dann werden deine 
Digitalsignale verzerrt (ungleiche Länge der HIGH/LOW Zeit)

>Ich hab mich nun auch nochmal kurz in das Thema Komparatoren eingelesen!
>Brauche ich die negative Spannung (und somit die Nulldurchgänge) für
>diese?

Ja.

MFG
Falk

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren