Hallo,
meine letzten Schaltungs Erfahrungen liegen schon etliche Jahre zurück,
daher wäre es sehr nett wenn jemand ein prüfendes Auge auf meinen
Entwurf werfen könnte.
Ich habe auch ein paar direkte Fragen dazu:
1. Ich verwende den internen Oszillator, kann ich da die XTAL Anschlüsse
frei lassen oder sollten die auf GND?
2. Spannungsversorgung des S65 Displays. Laut Forum braucht es nur 1mA
bei 3V, kann ich es da so wie im Plan direkt an den Controller hängen,
oder lieber mittels eines Transistors schalten?
3. Taster an INT0, braucht der noch einen Pull-Up oder reicht da der
interne um den Controller aus dem Tiefschlaf zu erwecken?
Vielen Dank im Vorraus,
Andre
Andre A. schrieb:
> 1. Ich verwende den internen Oszillator, kann ich da die XTAL Anschlüsse> frei lassen oder sollten die auf GND?
Kannst du offen lassen.
> 2. Spannungsversorgung des S65 Displays. Laut Forum braucht es nur 1mA> bei 3V, kann ich es da so wie im Plan direkt an den Controller hängen,> oder lieber mittels eines Transistors schalten?
1 mA ist OK. Bei Vcc = 3 V und 1 mA Last sind für den ATmega164
100 mV Spannungsabfall angegeben.
> 3. Taster an INT0, braucht der noch einen Pull-Up oder reicht da der> interne um den Controller aus dem Tiefschlaf zu erwecken?
Wenn du den internen Pullup aktivierst, genügt das vollauf.
Ich würde an deiner Stelle die column-Leitungen der Tastaturmatrix auf
die noch freien Pins von Port D legen und das JTAG-Interface am Port C
auf einen 10poligen JTAG-Stecker routen. Damit hälst du dir die
Möglichkeit eines on-chip-Debuggens via JTAG offen.
Moin!
zu1: kann so offen bleiben, siehe AppNotes von Atmel
zu2:Meinst Du die Spannung, die beim Display 1.8 und 2.9V heißt?
Verträgt das Display hier überhaupt 3V? Mit einer PWM wär ich hier
ebenfalls vorsichtig, denn du billdest ja keinen Mittelwert und regelst
auch nicht.
zu3: der interne Pullup sollte reichen, aber zur Entprellung ist ein C
(z.B. 10nF) gegen GND nicht verkehrt
Welchen Sinn haben C5,C6,C7 ?
Falls Du hier Lastspitzen filtern möchtest, würde ich Dir Kondensatoren
empfehlen, die bei den relevanten Oberwellen auch wirksam sind - bei
denen also nicht der induktive / ohmsche Teil bei dieser freqzenz
überwiegt.
Übrigens ist es recht viel verlangt, die Leute über einen Schaltplan
sehen zu lassen, ohne den Linkzu einem einzigen Datenblatt zu
hinterlegen.
Sollte ein freiwilliger Reviewer nun alle verbauten Teile nachschlagen
und auf richtige Beschaltung prüfen?
Das wird wohl keiner machen!
Kay Imperator schrieb:
> zu3: der interne Pullup sollte reichen, aber zur Entprellung ist ein C> (z.B. 10nF) gegen GND nicht verkehrt
Entprellung macht man für sowas immer in Software. (In diesem Falle
einfach, indem man den Externinterrupt in der ISR sofort tot legt
und erst viel später wieder zuschaltet.)
Ein Kondensator gegen den Einfluss externer Störungen wäre noch
was anderes.
> Welchen Sinn haben C5,C6,C7 ?> Falls Du hier Lastspitzen filtern möchtest, würde ich Dir Kondensatoren> empfehlen, die bei den relevanten Oberwellen auch wirksam sind - bei> denen also nicht der induktive / ohmsche Teil bei dieser freqzenz> überwiegt.
Naja, es sind keine Elkos gezeichnet, also wohl dicke Kerkos. ;-)
Allerdings sind sie trotzdem reichlich überdimensioniert dann.
> Sollte ein freiwilliger Reviewer nun alle verbauten Teile nachschlagen> und auf richtige Beschaltung prüfen?
Für die gestellten Fragen genügt es, sich einigermaßen mit AVRs
auszukennen.
Jau, Datenblätter (vor allem für den Schaltregler & LCD, halt net
Standard-Teile) wären hilfreich, vor allem für faule wie mich, die nicht
suchen wollen ;). Kann also zu den beiden Step-Up nichts sagen.
ad2: Nein, wird so nicht gehen. Laut [1] brauchst du 2,9V. Am
einfachsten wäre es, wenn du dein System auf 2,9V runtertrimmst (sollt
ja kein Problem sein, da du ja nichts anderes drauf hast, was nicht mit
2,9V geht).
ad3: Wenn du INT0 verwenden willst, musst du darauf achten, dass bei
diesem im Power Down mode nur pegelbasierte Interrupts verwendet werden
können (also nur Interrupt bei low oder high, keine Flanken). Für
Flanken aus dem PD brauchst du den PCINT.
Zu C5-C7 100nF oder 100nF/10nF Kerko-Paare sind das, was du brauchst.
Und nahe der Versorgungspins platzieren. Wenn der CPU weit (frag mich
nciht nach einer Definition von weit ;)) von dem Reglern entfernt ist,
kannst du ihm noch einen 10µF Kondensator als Stütze spendieren.
lg
Mobius
[1]http://www.mikrocontroller.net/attachment/10909/Using_the_Siemens_S65_Display.pdf
edit: Was mir grad noch auffällt, du hast AREF direkt mit 3,3V
verbunden. Ich habe das Datenblatt nicht im Gedächtnis, aber sicher,
dass das die Standardbeschaltung ist (ich mach normalerweise da ein
100nF @ GND rein)?
Jörg Wunsch schrieb:
> Kay Imperator schrieb:>>> zu3: der interne Pullup sollte reichen, aber zur Entprellung ist ein C>> (z.B. 10nF) gegen GND nicht verkehrt>> Entprellung macht man für sowas immer in Software. (In diesem Falle> einfach, indem man den Externinterrupt in der ISR sofort tot legt> und erst viel später wieder zuschaltet.)
Ja, das werde ich in Software machen, ist ja nur zum ein- und
ausschalten gedacht.
>> Welchen Sinn haben C5,C6,C7 ?>> Falls Du hier Lastspitzen filtern möchtest, würde ich Dir Kondensatoren>> empfehlen, die bei den relevanten Oberwellen auch wirksam sind - bei>> denen also nicht der induktive / ohmsche Teil bei dieser freqzenz>> überwiegt.>> Naja, es sind keine Elkos gezeichnet, also wohl dicke Kerkos. ;-)> Allerdings sind sie trotzdem reichlich überdimensioniert dann.
Ich hab das mal vor Urzeiten so gelernt, das man an die
Spannungsversorgung des Controllers noch ein paar Kondensatoren packt,
aber so gross müssen sie wohl wirklich nicht sein.
>> Sollte ein freiwilliger Reviewer nun alle verbauten Teile nachschlagen>> und auf richtige Beschaltung prüfen?>> Für die gestellten Fragen genügt es, sich einigermaßen mit AVRs> auszukennen.
Naja, wenn Ihr auch generell drüber gucken könntet, ob ich grobe
Schnitzer eingebaut habe wäre sehr nett. Ich bin eigentlich nur ein
Software Mensch. Mit Hardware tue ich mich immer etwas schwer.
Die Spannungsversorgung mit den Step-Up Reglern hebe ich nach besten
Wissen und Gewissen gemäß Datenblatt (
http://cds.linear.com/docs/Datasheet/16151fas.pdf ) gemacht. Ich hoffe
die Werte passen so einigermassen.
Zur Spannungsversorgung des Displays nochmal. Ja, da steht 1.8V und 2.9V
dran, aber wie ich anderen Threads hier gelesen habe, betreiben das hier
mehrere mit 3.3V. Datenblatt dafür gibt es wohl nicht. Das ist ein
Siemens S65 Display, wie in diesem Thread beschrieben:
Beitrag "The Siemens S65 132x176, 65536 color display with AVR"
Trotzdem schon mal vielen Dank an euch beide.
Laszlo H. schrieb:
> Jau, Datenblätter (vor allem für den Schaltregler & LCD, halt net> Standard-Teile) wären hilfreich, vor allem für faule wie mich, die nicht> suchen wollen ;). Kann also zu den beiden Step-Up nichts sagen.
Siehe vorherigen Beitrag.
> ad2: Nein, wird so nicht gehen. Laut [1] brauchst du 2,9V. Am> einfachsten wäre es, wenn du dein System auf 2,9V runtertrimmst (sollt> ja kein Problem sein, da du ja nichts anderes drauf hast, was nicht mit> 2,9V geht).
Laut diesem Thread Beitrag "S65 Display Stromverbrauch" gehen wohl
auch 3.3V, abe ich haben den Step-Up auf 3.0V konfiguriert, sollte also
so klappen.
> Zu C5-C7 100nF oder 100nF/10nF Kerko-Paare sind das, was du brauchst.> Und nahe der Versorgungspins platzieren. Wenn der CPU weit (frag mich> nciht nach einer Definition von weit ;)) von dem Reglern entfernt ist,> kannst du ihm noch einen 10µF Kondensator als Stütze spendieren.
Wie ober bereits gesagt, sie sind zu gross, sollen aber wie du schon
sagst direkt an den Controller.
> edit: Was mir grad noch auffällt, du hast AREF direkt mit 3,3V> verbunden. Ich habe das Datenblatt nicht im Gedächtnis, aber sicher,> dass das die Standardbeschaltung ist (ich mach normalerweise da ein> 100nF @ GND rein)?
Ich weiss nicht, das muss ich dann wohl nochmal recherchieren.
Vielen Dank auch an dich.
Andre A. schrieb:
>> edit: Was mir grad noch auffällt, du hast AREF direkt mit 3,3V>> verbunden. Ich habe das Datenblatt nicht im Gedächtnis, aber sicher,>> dass das die Standardbeschaltung ist (ich mach normalerweise da ein>> 100nF @ GND rein)?>> Ich weiss nicht, das muss ich dann wohl nochmal recherchieren.
Hängt davon ab, welche Betriebsart du für den ADC benutzen willst
und ob du ihn überhaupt brauchst. Mit Aref an AVcc kannst du dir
nicht mehr alle Einstellungen des ADMUX leisten, da bei einigen eine
interne Spannung an Aref rausgeführt wird (damit man sie dort mit
einem Kondensator abblocken kann).
Wenn du den ADC gar nicht brauchst, dann lass Aref einfach offen.
Denk auch dran, bei den offenen Eingängen interne Pullups einzuschalten.
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