Ich weiß, gerade so kleine Trafos sind schwer zu simulieren.
Der K-Faktor ist nicht die einzige Unbekannte.
Zum Verständnis des K-Faktors:
Du kannst Dir die Sekundärspule auf zwei Spulen aufgeteilt vorstellen.
Eine ist 100% mit der Primären gekoppelt, die andere gar nicht
(Streuinduktivität).
Der K-Faktor gibt an, wie sich die Induktivität Deiner Spule auf die
beiden gedachten Spulen aufteilt.
Ich würde so vorgehen: zuerst die DC-Werte bestimmen, bei der Sekundären
geht das auch, indem man einen Strom einprägt und die abfallende
Spannung misst (oder umgekehrt), ist oft genauer als direkte Ohm-Messung
mit einfachen Multimeter. Das sind die seriellen parasitären Rs, die man
bei den Ls in Spice angeben kann.
Dann den primären AC-Ruhestrom bei verschiedenen Spannungen messen, wenn
möglich auch den Phasenwinkel.
Nun sollte sich die Induktivität abschätzen lassen.
Was schwierig ist, die magnetischen Eigenschaften des Kerns zu
bestimmen.
Es bei LTspice noch zwei weitere Methoden, Ls zu beschreiben, wenn sie
nicht linear sind. Das habe ich mal probiert, es funktioniert recht gut,
aber man muss sich schon tief reinknieen, um auf brauchbare Ergebnisse
zu kommen.
Für einfache Simulationen - und darum geht es hier (glaube ich) - reicht
es, große Induktivitäten anzunehmen (primäre z.B. 1.0 H) und mit und
mit parasitärem Rs die Verluste des Trafos (serielle für Kupferverluste,
parallele für Eisenverluste) einzustellen.
Ich bin immer noch auf der Suche nach der Bezeichnung / Herstellers
eines Präzisions-Induktivitäts-Messgerätes, das eine einstellbare
konstante Spannung an die Spule anschließt und aus dem Verlauf des
Stromes (oder umgekehrt) die Induktivität bei verschiedenen Strömen
berechnet.
Für Hinweise bin ich recht dankbar!