Wohl nur unter gewissen gängigen Annahmen wie die Sättigung von
Eisenblechen. Messen ist einfacher, oder den Hersteller fragen. Was
willst du damit anfangen?
Die Induktivität ist auch von der momentanen Belastung abhängig!
Ich möchte einen Transformator in LTSpice simulieren. Eine ungefähre
Angabe der Primärinduktivität würde da schon reichen, denn dann kann ich
den Rest berechnen.
Kannst du kippen. Dafür bräuchtest du ein aufwändiges Modell. Vielleicht
gibt dir der Hersteller eines. Aber die geben ja noch nicht einmal die
Grenzfrequenz an.
Du kannst das Teil durch zwei lineare Induktivitäten mit passendem
Koppelfaktor grob annähern. Wie das geht ist an vielen Stellen
beschrieben. Ansonsten melde dich nochmal.
Nö. Du brauchst genau drei! Oder wenn du dich begnügst, dann nur zwei.
Bzw. wenn du das Spannungsübersetzungsverhältnis kennst, dann eben eine.
Definiere einfach warum du das simulieren willst bzw. welchen Aspekt der
Schaltung.
Ich kann dir einen ähnlichen Trafo messen. Habe einen da. Aber die
Induktivität wäre dann im Leerlauf und diese kleinen Dinger sind alle
auf minimale Kosten ausgelegt. Also wird die Streuinduktivität relativ
groß sein.
Einer dieser kleinen Trafos soll in einer Schaltung die
Spannungsversorgung mit 230V/6V übernehmen und ich möchte die
Gleichrichtung und Siebung simulieren. Wie gesagt, der Wert der
Primärinduktivität und eventuell der Gleichstromwiderstand machen mich
schon glücklich. Ein Größenordnung reicht dabei natürlich auch.
Die bekannten Daten des Trafos sind:
VA U1 U2 I2 Uleer
0.35 230 6 58 10
Da du die Nennparameter kennst und die Leerlaufspannung, kannste die
Streuinduktivität durch Vergleich bestimmen. Soll heißen, du spielst an
K einfach so lange, bis beide Werte stimmen.
... Da du die Nennparameter kennst und die Leerlaufspannung, kannste die
Streuinduktivität durch Vergleich bestimmen. Soll heißen, du spielst an
K einfach so lange, bis beide Werte stimmen. ...
Das sind einfach zu viele Parameter, die ich nicht kenne, wie z. B. die
Serienwiderstände.
>Einer dieser kleinen Trafos soll in einer Schaltung die>Spannungsversorgung mit 230V/6V übernehmen und ich möchte die>Gleichrichtung und Siebung simulieren.
Gleichrichtung und Siebung haben ganz extrem mit dem Sättigungsverhalten
eines Trafos zu tun, da der Trafo ja immer einen mehr oder weniger
ausgeprägten Kurzschluß sieht, wenn der Siebelko geladen wird. Ich
glaube nicht, daß sich das befriedigend simulieren läßt.
Kai Klaas
Und was nun? Kann das nicht interpretieren. Ist das nun eine Beschwerde
oder eine Anerkennung?
Hier noch ein Link. Schnelle Suche ergab leider nix weiteres.
Beitrag "Re: LTspice: Transformator"
Woher hast du die Induktivitäten deiner Schaltung?
>>> Und was nun?
Das Frage ich mich auch.
>>> Ist das nun eine Beschwerde oder eine Anerkennung?
Weder - noch.
>>> Hier noch ein Link. Schnelle Suche ergab leider nix weiteres.>>> Beitrag "Re: LTspice: Transformator"
Habe ich auch schon gelesen. Auch in der weltweiten Datenmüllhalde
Internet bin nicht fündig geworden. Transformatoren werden wohl einfach
so von der "Stange" gekauft.
>>> Woher hast du die Induktivitäten deiner Schaltung?
Auf deinen Ratschlag hin - probiert.
Karlheinz schrieb:>>>> Woher hast du die Induktivitäten deiner Schaltung?>> Auf deinen Ratschlag hin - probiert.
Probiert, wie? Aus meinem Ratschlag folgt kein Induktivitätswert.
Beweis:
Ändere in deiner Schaltung beide Induktivitäten proportional. Der Trafo
verhält sich genauso wie vorher.
Für meinen Ratschlag mußt du ein reales Bauelement vermessen.
Tja, das Thema sollte wirklich mal grundlegend geklärt werden.
Andererseits ist die Simulation eines normalen Trafonetzteiles für die
meisten uninteressant.
Ich habe mal kurz bei LTspice geschaut. Es gibt ein File dazu. Habe es
angehangen. Das wäre mal eine Hausnummer.
Dann habe ich gerade einen 2VA Trafo gemessen. Aber die Werte kann man
vergessen. Da müßte ich ne richtige Meßanordnung aufbauen und leider bin
ich faul.
Ich weiß, gerade so kleine Trafos sind schwer zu simulieren.
Der K-Faktor ist nicht die einzige Unbekannte.
Zum Verständnis des K-Faktors:
Du kannst Dir die Sekundärspule auf zwei Spulen aufgeteilt vorstellen.
Eine ist 100% mit der Primären gekoppelt, die andere gar nicht
(Streuinduktivität).
Der K-Faktor gibt an, wie sich die Induktivität Deiner Spule auf die
beiden gedachten Spulen aufteilt.
Ich würde so vorgehen: zuerst die DC-Werte bestimmen, bei der Sekundären
geht das auch, indem man einen Strom einprägt und die abfallende
Spannung misst (oder umgekehrt), ist oft genauer als direkte Ohm-Messung
mit einfachen Multimeter. Das sind die seriellen parasitären Rs, die man
bei den Ls in Spice angeben kann.
Dann den primären AC-Ruhestrom bei verschiedenen Spannungen messen, wenn
möglich auch den Phasenwinkel.
Nun sollte sich die Induktivität abschätzen lassen.
Was schwierig ist, die magnetischen Eigenschaften des Kerns zu
bestimmen.
Es bei LTspice noch zwei weitere Methoden, Ls zu beschreiben, wenn sie
nicht linear sind. Das habe ich mal probiert, es funktioniert recht gut,
aber man muss sich schon tief reinknieen, um auf brauchbare Ergebnisse
zu kommen.
Für einfache Simulationen - und darum geht es hier (glaube ich) - reicht
es, große Induktivitäten anzunehmen (primäre z.B. 1.0 H) und mit und
mit parasitärem Rs die Verluste des Trafos (serielle für Kupferverluste,
parallele für Eisenverluste) einzustellen.
Ich bin immer noch auf der Suche nach der Bezeichnung / Herstellers
eines Präzisions-Induktivitäts-Messgerätes, das eine einstellbare
konstante Spannung an die Spule anschließt und aus dem Verlauf des
Stromes (oder umgekehrt) die Induktivität bei verschiedenen Strömen
berechnet.
Für Hinweise bin ich recht dankbar!
Von einer Induktivität kann man bei kleinen Netz-Transformatoren
eigentlich garnicht sprechen. Diese Trafos sind nicht gebaut worden, um
berechnet zu werden, sondern sind eher optimiert auf
Kurzschlußfestigkeit und solche Sachen. Als Folge davon ist man bei
einem kleinen Netztrafo weit entfernt von irgendwelchen Linearitäten.
Ein solcher Trafo sättigt vielmehr praktisch dauernd.
Ist ja auch nicht schlimm. Man begegnet dem in der
Schaltungswentwicklung üblicherweise damit, daß man einfach genügend
Reserven einplant und lieber zuviel Spannung als zuwenig erzeugt. Die
Toleranzen und den "Tidenhub" fängt man dann mit einem Switcher ab.
Gerne auch vor einem linearen Regler, als Pre-Regler.
Kai Klaas