Einstieg in mC, Boardfrage

Gast #1684119
Lesenswert?

Hallo Ihr,
ich hab jetzt meine ersten Semester EIT aufn Buckel und bei uns gehts 
jetzt dann auch mit der Vorlesung Mikrocontroller los.

Schon länger fasziniert davon, wollt ich mir also für zu Hause auch 
sowas zulegen, zum Basteln und Spielen.
Programmiererfahrung in c und Assembler sind scho länger vorhanden, auch 
Schaltungstechnisch trau ich mir was zu (dank Elektronikerausbildung).

Nur mein Problem, ich weis nicht welches Board ich nehmen soll.
Hab mich mittlerweile zu nem AVR durchgerungen, obwohl wir in der Uni im 
Praktikum einen XC161 verwenden. Aber der AVR scheint ja hier leicht 
favorisiert zu sein, und in unsren Projekten wird der auch verwendet.

Nur die Boards gefallen mir ned wirklich. Ich hab mir im Tutorial hier 
auf der Seite verschiedene angeschaut. Ein Board hab ich entdeckt, für 
50€, mit USB-ISP. Leider hat des meiner Meinung nach zuwenig I/O 
Möglichkeiten, grad mal 3 LEDs und 2 Taster.
Und der Rest, der mir gefallen würde, ist für den Studentengeldbeutel 
doch bisl arg teuer.

Am Ende des der Liste wird die Möglichkeit erwähnt, selbst ein Board zu 
löten, bzw auf ein Board zu stecken.
Haltet ihr das für sinnvoll? Ich meine, man ist wahrscheinlich 
flexibler, und weil man die externe Beschaltung sowie 
Spannungsversorgung selbst stecken muss ist der Lerneffekt wohl auch 
größer.
Allerdings hab ich jetzt bei Conrad angefangen, mir nach der 
"Grundausrüstungsliste" was zusammenzustellen, und ich werd wohl locker 
auch bei 100€ landen. Allerdings hab ich dann ein großes 
Widerstandssortiment, LEDs, etc für lange Zeit :)

Langer Post, kurze Frage: Haltet ihr es für sinnvoll als Einsteiger 
direkt die "Alles-selber-auf-Board-stecken" Methode zu fahren? Ich bin 
wohl in Zukunft flexibler, weil ich mir vorstellen kann dass die Boards 
schnell "zu klein werden".
Und gibt es etwas, an dass ich unbedingt denken muss?

Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen,
vielen Dank schon mal,
MfG Luge
Gast #1684335
Lesenswert?

Als Anfänger würde ich auf nen Bausatz zurückgreifen. Dabei kann man 
auch was lernen, wenn man es nicht nur stupide zusammenlötet.

Schau mal bei Pollin nach:

ATMEL Evaluations-Board      15€
Bausatz ATMEL Addon-Board    25€

Damit habe ich auch angefangen. Wenn du keine echte serielle 
Schnittstelle hast, dann findest du sicher in der Bucht nen passenden 
USB-Programmer für den Studenten-Geldbeutel ;). Falls du noch in der 
Schaltung debuggen willst kannste dir noch nen AVR dragon besorgen (gibt 
für 30€ für Studenten bei http://www.eproo-student.de/). Mit dem kannste 
dann auch gleich den µC programmieren.
Gast #1684354
Lesenswert?

Wenn dir das zu wenig IO ist, dann kauf die lieber ein billiges Board 
(z.B. das von Pollin), welches zwar kaum IO hat, dafür aber alle 
Leitungen rausgeführt hat. Dann noch nen Haufen Hühnerfutter (LEDs, 
Taster, ... ;) und bau dir selbst ein paar Platinen zum anstöpseln, 
bevor du alles selbst machst.
Für viele endet das in Frust beim ersten Mal.
Gast #1684377
Lesenswert?

Wenn Du Geld für ein Board ausgeben möchtest, dann das STK500. Alles 
andere ist sein Geld (auch wenn es wenig erscheint) nicht wert. Das ist 
zumindest meine Meinung :-)

Mit dem Hintergrund der Elektronikerausbildung wäre es für Dich 
vielleicht besser, dir einen AVR-ISP MK2 von Atmel zuzulegen (auch hier 
würde ich die Finger von anderen Programmern lassen) und dir die erste 
Platine selbst zu löten. So schwer ist das schließlich auch nicht. Evtl. 
zuerst mal einen Schaltplan zeichnen und hier posten bevor Du wild drauf 
los lötest.
Gast #1684382
Lesenswert?

Ist doch bescheuert einen AVR-ISP zu kaufen wenn es fuer 10 EUR mehr den 
Dragon gibt. Programmieren ohne Debugger ist Strafarbeit.

Fertige Boards braucht man auch nicht. Meistens fehlt dem Board eh das 
was man gerade braucht. Ich empfehle Lochraster und loeten. Oder wenns 
sein muss ein Steckbrett.
(Firma: basement industries) #1684407
Lesenswert?

Servus!

Also ich hab von Pollin des Eval-Board V2.01, des Addonboard 1.0, und 
programmier das ganze über den AVR Dragon, alles über a IDE-Kabel 
verbunden, auf ner Holzplatte montiert und in nem Alu-Koffer eingebaut. 
Praktisch, alles dabei, griffbereit, Kleinteile passen mit in den Koffer 
und das ganze für unter 100 Euro. Bei bedarf kann ich noch über nen 
freien Stecker am IDE ein selbergebautes Addonboard auf LRP ausweichen 
da über die Leitung alle wichtigen Ports ausgeführt sind!

Dann noch ne kleine LED-Beleuchtung in den Kofferdeckel, und schon 
machts auch Spaß mal abends aufm Sofa ein bisschen basteln bei Bedarf!

Grüße, Sven
Gast #1684618
Lesenswert?

Ich würde mir kein fertiges Board nehme sondern lieber einen ISP und die 
Schaltungen direkt auf dem Steckbrett aufbauen/programmieren.

Kannst dir auch überlegen ob du nicht lieber gleich auf ARMs umschwenkst 
denn je nach Projektgröße kann man mit den AVRs schon mal an die Grenzen 
stoßen. Auch würde ich einen JTAG Programmierer nehmen damit du Fehler 
schnell finden kannst.

Falls Platinenerstellung möglich ist könntest du dir ja auch selber eine 
Testplatine bauen bei dem du einen großen Atmega nimmst, von dem alle 
PINS rausführst und evtl. zusätzlich nen rs232-treiber draufsteckst. So 
könntest du alles bequem anschließen und hättest fürs erste mit 4KByte 
genügend RAM.
Gast #1684659
Lesenswert?

Hallo, danke für die vielen Antworten. Ist ja Wahnsinn, da kommt man ein 
paar Stunden ned dazu reinzuschauen... :)

Das MK2 was hier genannt wurde war das für 50€ dass ich meinte.

Aber das vom Pollin hört sich super an, hab zwar auf deren HP schon 
rumgestöbert aber irgendwie is mir entgangen dass die Anschlüsse 
rausgeführt werden. Damit liese sich ja doch relativ einfach ne eigene 
I/O-Platine dranhängen.
Also praktisch flexibel, aber die "Grundschaltung" schon 
funktionstüchtig auf der Platine.

Werd mir das ganze nochmal anschauen, danke an alle bis jetzt!

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren