Hallo,
die Überschrift bitte nicht ganz so wörtlich nehmen.
Mir geht es hier mehr um eine Art Kunstobjekte, die etwas plötzlich wie
von selber tun.
Grundlage soll sein, dass kleine Energiemengen über Stunden oder Tage
gespeichert werden. Ab einem bestimmten Spannungswert soll dann der
Verbraucher eingeschaltet werden und die gesammelte Energie mehr oder
minder schlagartig verbrauchen.
z.B.:
die HF-Einstreuung an einer Langdrahtantenne wird gleichgerichtet und in
einem großen Kondensator gesammelt. Ab einer bestimmten Spannung wird
ein Verbraucher eingeschaltet, z.B. eine "Nitinol-Hand", die sich dann
plötzlich bewegt.
Knackpunkt dabei ist natürlich, dass die Steuerungs- bzw.
Einschalteinheit selber nur ganz wenig Strom verbrauchen darf, um die
Quelle nicht zu sehr zu belasten.
Auf der anderen Seite muß sie ab einer bestimmten Spannung sicher
schalten können.
Ideen hierzu?
Wobei es dem Betrachter der "Kunstobjekte" völlig verborgen bleibt, ob
das Ding nun Energie aus dem "Nix" bezieht, oder ne kleine Knopfzelle
enthällt...
Naja sind sicher beide nicht schlecht.
Aber der MSP430 ist schon mit einer Großen anzahl von verschiedenen
Devices auf dem Markt. UND er ist problemlos Verfügbar. Weiterhin mit
der neuen MSP430G2x Familie genaus billig wie ein vergleichbarer 8 Biter
obwohl er ein 16 Biter ist.
Meist haben SuperCaps und/oder Akkus eine höhere Selbstentladung, als
die Langdrahtantenne an Energie einbringt. Neben einem starken Sender
einer Radiostation sind die Chancen hingegen gut.
Danke für die bisherigen Anregungen und Ideen.
So ein AVR im Sleepmodus kommt ja leider nicht in Frage, säuft im Schlaf
zu viel...
Dieter schrieb:> Wobei es dem Betrachter der "Kunstobjekte" völlig verborgen bleibt, ob> das Ding nun Energie aus dem "Nix" bezieht, oder ne kleine Knopfzelle> enthällt...
Was für eine Knopfzellenschaltung würdest du denn empfehlen?
Alexander Schmidt schrieb:> Herr_Mann schrieb:>> Was für eine Knopfzellenschaltung würdest du denn empfehlen?>> Etwa so wie im Anhang.> SCNR
Oh, schwierig. Da weiß man ja gar nicht, wo Plus und wo Minus ist.
Gibt es keine einfachere Möglichkeit, sowas mit einer Knopfzelle zu
realisieren?
>> Neben einem starken Sender einer Radiostation sind die Chancen hingegen gut.
Ist doch verboten, oder?
>> Da weiß man ja gar nicht, wo Plus und wo Minus ist.
Türlich weiss man das. Das Symbol ist eindeutig.
Sorry versteche ich grad was falsch?
Herr_Mann will Energie aus der Luft sammeln und nutzen hat aber keine
Ahnung wie man eine Batterie anschließt??????
Wenn ich jetzt lache, lacht ihr dann mit mir oder über mich?
Sven schrieb:>>> Neben einem starken Sender einer Radiostation sind die Chancen hingegen gut.>> Ist doch verboten, oder?
Was ist verboten? Von einem Radiosender Energie abzuziehen? Das machst
Du mit jedem Metallteil, was Du erdest. Wenn zwischen Erde und dem
Metallteil Deine Energieerntemaschine hängt, wo ist dann das Problem?
Frederik P. schrieb:> Sorry versteche ich grad was falsch?>> Herr_Mann will Energie aus der Luft sammeln und nutzen hat aber keine>> Ahnung wie man eine Batterie anschließt??????>>>> Wenn ich jetzt lache, lacht ihr dann mit mir oder über mich?
Es geht um Kunst, da ist es egal ob man die Prinzipien die verwurschtelt
werden sollen verstanden hat.
Am Ende wird es ein voll kreatives Gebilde bei dem dich alle auslachen
weil du die Wirkprinzipien hinterfragst.
Achja, und mit so einer einfache Batterie - nee - das ist keine Kunst
mehr sondern wird eher Elektronikschrott (bei EAR anmelden!).
das Batterie-Posting hatte ich als Scherz aufgefasst, entsprechend meine
Rückfrage.
Das mit der Langdrahtantenne sollte als Beispiel dienen um zu zeigen,
dass zwar einigermaßen hohe Spannungen gesammelt werden sollen, aber nur
gaaanz kleine Ströme.
Ich formuliere es mal so:
Eine Schaltung X, die sich aus einer zu messenden Spannung versorgt,
soll bei Überschreitung einer gewissen Schwellspannung (ca. 3 bis 5V)
einen Verbraucher einschalten.
Die Schaltung X soll beim Messen und Auswerte so wenig Strom wie möglich
verbrauchen. Wie ist die Schaltung X zu konzipieren?
(so ist es auch für phantasielos gemachte Menschen verständlich, nehme
ich an...)
"Was ist verboten? Von einem Radiosender Energie abzuziehen? Das machst
Du mit jedem Metallteil, was Du erdest. Wenn zwischen Erde und dem
Metallteil Deine Energieerntemaschine hängt, wo ist dann das Problem?"
Afaik gabs in den 30ern ne Laubenkolonie, die ihre Beleuchtung von ner
Radiostation nebenan "bezog". Das wurde zufällig entdeckt, wartung an
der Anlage oder so (ka wie es genau war). Seit dem ist es Verboten. Aber
so ein kleines Projekt wird wohl nicht wirklich in den Verbotsbereich
fallen.
vor einigen Jahren auf der Hannovermesse (ich glaube auch bei KnoffHoff)
da gab es ein Rad, ähnlich dem eines Fahrrads, dass sich drehte. Es
hatte keinen Antrieb.
So funktionierte es:
Die Speichen waren aus einem Material, das sich bei Wärme stark
ausdehnte. Das Objekt wurde beleuchtet. Aber vor allem von einer Seite.
Dadurch hat das Rad eine gewisse Exzentrität bekommen .... und drehte
sich.
Man muss hochwertige Komponenten verwenden, z.B. LL- (low leakage)
Kondensatoren.
siehe "selbstblitzende" LEDLED als Solarzelle lädt einen C, bei genügender Ladung wird die Energie
in eine Spule gepulst, von dort in die LED zurück.
Beitrag "Solarzelle und Step-Up?"Beitrag "LED ohne Batterie?"
Hallo,
bei den Energy Harvestern gibt es ja nicht sehr viele Wirkprinzipien,
die bisher umgesetzt worden sind.
Auf der Hannovermesse zu bestaunen waren Harvester vom HSG-IMIT als
Generatoren auf induktiver Basis, die aus Schwingungen Ernergie
erzeugten, aber auch solche, die den Piezoeffekt ausnutzten.
Daneben gibt es noch Generatoren, die den Seebeck-Effekt ausnutzen.
Was geeignete µCs angeht, so schau dich mal bei EM Microelectronic um.
Das ist ein Ableger von Swatch und die wissen wirklich, wie man Energie
spart.
Schönen Abend auch...
'n Abend,
der Finger auf dem hochohmigen Audioeingang speist mit dem Netzbrumm
doch auch Energie eine. Wenn du das ausnutzt, wird es interaktiv. Ich
bin die Pflanze, die Maschine erntet.
Ich habe k.A., welche Leistungen man dabei übertragen kann, aber mein
gefühl sagt mir, das es die Langdrahtantenne shclagen kann. Die ist
natürlich auf der Langstrecke im Vorteil, weil sie nicht irgendwann nach
Hause will.
Gruß,
BUZman
BUZman schrieb:> Ich habe k.A., welche Leistungen man dabei übertragen kann, aber mein> gefühl sagt mir, das es die Langdrahtantenne shclagen kann. Die ist> natürlich auf der Langstrecke im Vorteil, weil sie nicht irgendwann nach> Hause will.
Du bist dann sozusagen eine Fraktalantenne, die breitbandiger
einsammelt.
;)
>hat eigentlich irgendjemand mal eine funktionierende Maschine gebaut die>aus schwerkraft strom erzeugt ?
Die gibt es massig.
Es wird aber fast immer der Umweg über ein Medium genommen.
Schau dir einfach einmal an wie Wasserkraftwerke insbesondere
Speicherkraftwerke arbeiten.
Barny schrieb:>>hat eigentlich irgendjemand mal eine funktionierende Maschine gebaut die>>aus schwerkraft strom erzeugt ?
ich wollte schon immer mal einen gewichtsgenerator bauen:
in zwei meter höhe ein generator, der mit einer entsprechenden
übersetzung mit einer achse verbunden ist, an der ein schweres gewicht
aufgehangen wird.
beim senken des gewichts dreht sich die achse und treibt den generator
an.
wenn man es schafft, dass der absenkvorgang des gewichts ganz langsam
und kontinuierlich geschieht, erhält man einen zwar relativ kleinen
strom, der aber dafür eine ganze zeit lang nutzbar ist...
> Wasserkraftwerke insbesondere>Speicherkraftwerke arbeiten.>
ist MIR klar wie die arbeiten (und zwar mit sonnenenergie ;-) )
ich dachte an NUR schwerkraft, ...
Robert L. schrieb:> ist MIR klar wie die arbeiten (und zwar mit sonnenenergie ;-) )
Letztendlich kommt fast alle (nutzbare) Energie von der Sonne, einzige
Ausnahme ist die Kernenergie, entweder via Geothermie aus dem Erdkern
oder via Kernspaltung aus dem Atomkern ;-)
> ich dachte an NUR schwerkraft, ...
Das wird schwierig, solange keiner einen Weg findet, den Mond oder
Asteroiden kontrolliert aus dem All auf die Erde runterzuholen, oder
alternativ die Erde schrumpfen zu lassen (bei gleichbleibender Masse)
;-)
Selbst Swing-By-Manöver von Satelliten zählen nicht, da hier die Energie
aus der Bahndrehung des benutzten Himmelskörpers stammt und nicht aus
dem Gravitationsfeld.
Schwarze Löcher können allerdings sehr gut Energie aus Gravitation
freisetzen.
Andreas
Wenn ich so drüber nachdenke: Die klassische Kuckucksuhr läuft mit
Gravitationsenergie.
Ansonsten dürfte selbst die Kernenergie aus der Sonne kommen....oder
einem ihrer Vorgänger. Irgendwer mußte die schweren Elemente ja
erbrüten.....
Nicolas S. schrieb:> Wenn ich so drüber nachdenke: Die klassische Kuckucksuhr läuft mit> Gravitationsenergie.
also eigentlich läuft sie letztlich mit muskelkraft, die gravitation ist
nur der "träger".
Andreas Ferber schrieb:> Das wird schwierig, solange keiner einen Weg findet, den Mond oder> Asteroiden kontrolliert aus dem All auf die Erde runterzuholen, oder> alternativ die Erde schrumpfen zu lassen (bei gleichbleibender Masse)> ;-)
Technisch am ehesten umsetzbar wäre wohl noch, die Erdoberfläche
einzuebnen. Wenn man den Mount Everest komplett im Marianengraben
versenkt, dürfte das beim derzeitigen Energieverbrauch der Menschheit
für immerhin ca. ein Jahr reichen ;-)
Andreas
Andreas Ferber schrieb:> Letztendlich kommt fast alle (nutzbare) Energie von der Sonne, einzige> Ausnahme ist die Kernenergie, entweder via Geothermie aus dem Erdkern> oder via Kernspaltung aus dem Atomkern ;-)
Wobei, wenn man es ganz genau nimmt, stammt ja die im Erdkern
gespeicherte Wärmeenergie zumindest zum Teil aus der beim Kollaps der
Gaswolke, aus der das Sonnensystem entstanden ist, freigewordenen
Gravitationsenergie (der Rest stammt überwiegend aus radioaktivem
Zerfall). Damit beruht also Geothermie letztenendes teilweise auf
Gravitationsenergie.
Andreas