Ein uraltes Problem ist die Beschaffung von günstigen Gehäusen, wenn
dann das Elektronikprojekt funktioniert.
Der Handel bietet viele Varianten an, die aber häufig den Preis der
Schaltung um ein Mehrfaches übersteigen.
Deshalb soll hier mal eine Ideensammlung zu dem Thema entstehen:
1. Kaufen
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- sehr teuer und trotzdem nicht passend viele Gehäuse sind zu flach, da
passt kein Trafo/Kühlkörper mehr 'rein
2. Selbstbau
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Wer Kann, nehme Sperrholz - leisten - alufolie zum abschirmen - Lack
oder Dekofolie oder Furnier führ die Optik
Profile und Bleche aus dem Baumarkt zurechtschneiden und verbinden.
Bei Ebay Plexiglas kaufen und zusammenkleben.
Cu-beschichtete Platinen aus den Grabbelkosten von Conrad und Co.
zurechtschneiden und zusammenlöten.(Ein starker Lötkolben schadet dabei
bestimmt nicht...
3. Recyclen
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Pillendosen, Bonbondosen, Keksdosen, Kaffeedosen, Tabaksdosen
Verbandskästen und was es noch so alles gibt.
4. Kreatives Verwenden von handelsüblichen Artikeln
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Mal in den 1€-Shop schauen.
Seifendosen, Butterdosen, Plastikdosen und Frischhaltedosen.
Preiswert, groß und stabil: Ein Metallkasten für Bohrmaschinen aus dem
Baumarkt, habe ich für 8 Euronen gekauft.
Auch ein einfacher Briefkasten aus Metall könnte brauchbar sein. Ein
Medikamentenschrank auch.
Wenn es lang und rund sein darf: Abflußrohre
Nicht vergessen:
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Wohin geht bei diesen Lösungen die Wärme !!!
Gute Erdung reduziert Störungen und kann das Leben des Anwenders
erheblich verlängern!!!
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Dies ist der Anfang. Nun seid Ihr dran!
Um fleißige Ergänzung wird gebeten!!!
an den tupper-ähnlichen Aufbewarungsdosen stören mich die
rundgelutschten Ecken, die Transparenz und die ekligen Farben. Das macht
einfach nix her.
Gut geeignet sind Gehäuse ausgedienter Elektronik.
Teekästchen sind auch ganz gut.
Audiokasettenhüllen oder ausgeräumte VHS-Kasetten
CD/DVD-Laufwerke (nicht die Slimline). Die kann man auch soweit
ausräumen, dass ein vernünftiges Gehäuse übrigbleibt.
Für ganz kleine Sachen:
TicTac-Dosen
Akku-Aufbewarungsboxen.
Klassisch sind glaub ich auch die Altoids-Dosen
Was sich anstatt Profilgehäusen ganz gut macht, sind Kabelkanäle.
Die gibts ja auch in unterschiedlichsten Größen. Ist meiner Meinung nach
besser als Abflussrohr, da eckig ;)
Man muss sich nur für die Enden was Ausdenken.
Auch Außen-Aufputzkästen sind interessant.
Wenn man mal durch den Baumarkt geht, findet man recht viel.
Das meiste passt aber halt trotzdem immer nicht, weil es eine spezielle
Anfroderung gerade nicht erfüllt.
Auf ebay bzw. im Ranger-Shop gibt es gebrauchte Munitionskisten in
verschiedensten Größen der diversen Militärs teilweise sehr günstig.
Das ergibt stabile und teilweise sogar wasserdichte Metallgehäuse.
Die Tarnfarbe muss man evtl. umspritzen.
Mr Tannnoy schrieb:> Seifendosen, Butterdosen, Plastikdosen und Frischhaltedosen.
Erinnert mich irgendwie an die Zeiten von Hagen Jakubaschk.
Ich hab aber eigentlich auch schon früher nach Gehäusen in der
Haushaltwarenabteilung geschaut. Gab ja fast keine andere Möglichkeit
bei uns. Ein recht schönes Gehäuse war damals eine Aufbewahrungsbox für
Dias. Da hatte ich dann ein Steuergerät für ein Lichtschlauch
reingebaut.
>Gab ja fast keine andere Möglichkeit bei uns
Na, ich weiß ja nicht...
Im Gegensatz zu heute gab es z.B. Fliesen aus Polystyrol oder sogenannte
Decelit-Platten (PVC)
In jeder größeren Stadt fand man einen "Konsum-Bastlerbedarf"
Aus Restbeständen davon baue ich noch immer Gehäuse. Wenn ich heute im
Baumarkt eine Alublech-Platte kaufen will, lege ich einen Monatslohn
dafür auf den Tisch.
MfG Paul
Sperrholz? Soooo teuer ist das Baumarkt-Alu-Blech/Profil nun auch
nicht...
Zugegeben viel Arbeit mit Kleinwerkzeug (Feile, Bohrer, Berliner Schere,
Metallsaege...) zu verarbeiten aber geht... Alu-Folie ist ein Alptraum
zu Kontaktieren (Abschirmung!)
Recyclen? Besser von einem Schrottgeraet mit Gehaeuse, in der Bucht und
auch hier im Markt gibt es manchmal feinste 19"-Baugruppentraegertechnik
guenstig die man durchaus wiederaufarbeiten kann. Frueher waren billige
Autobatterielader fuer Netzteilgehaeuse ein Geheimtipp (gleich Trafo und
Gleichrichter dazu ;), aber die sind nicht mehr so billig...
Und Laborkram baue ich meist als offenes Modul auf...
Fuer innere Abschirmungen: Beim naechsten CRT-Monitor das ganze Blech
behalten, das ist meist schoen verzinnt und leicht zu schneiden.
Statt zehn Kleingeräte für's Labor zu bauen, könnte man auch hinter eine
(größere) Frontplatte alle Laborgerätchen (Transistortester, LC-Meter,
Frequenzzähler, Timer, ...) installieren.
Das spart außerdem Netzteile. Mit einer vernünftigen Bus-Kopplung könnte
man daraus eine Multi-Plattform stricken, die sogar noch PC-Anschluss
hat. (Ich bin gerade heute genervt, weil meine 8-Port-Serielle Karte von
Syba unter Linux nicht erkannt wird. Mit Spezialhardware ist das so eine
Sache, wenn man selbst nicht den Treiber programmieren kann. Einen
AVR-Serielle-Ports-Aggregator, der mehrere Ports auf 1 einzigen
seriellen Port des PCs schiebt und im PC von meiner eigenen
Anwendungssoftware wieder auseinander-dividiert wird, erscheint mir
einfacher und praktischer, als Kernelmodule zu kompilieren, und das ja
dann immer wieder.)
Für Abschirmungen im Inneren von Apparaten kann man auch sehr gut
Konservenbüchsen-Blech verwenden. Das ist vereistes Zinkenblech, äh
verzinktes Eisenblech und läßt sich prima löten. Ich habe so schon vor
Jahrzehnten UHF-Konverter in Kammerbauweise frei verdrahtet gebaut.
MfG Paul
@ offline (Gast)
>> ..einer meiner ersten vorverstärker... :-)>Scharf :-) Warum gibt es das Bild nicht in dem Kunstwerke-Thread?
Weil du den Link vergessen hast?
Beitrag "Zeigt her Eure Kunstwerke!"
MfG
Falk
Hallo zusammen,
viele meiner Schaltungen passen in D-Sub Adaptergehäuse.
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=6749
Die D-Sub Stecker sind auch relativ günstig.
Einziger Nachteil: man braucht Leiterplattenmaterial mit 1,0 mm.
Gruß Anja
Gehäuse kaufen muss nicht teuer sein, siehe:
http://www.tme.eu/de/
und dann in die Rubriken:
- mechanische elemente
- gehäuse und zubehör
- gehäuse mit panel
dort gibt es echt preiswerte Gehäuse.
Die liefern auch nach DE, ich habe es aber noch nicht probiert.
Reinhard
@ Anja (Gast)
>Einziger Nachteil: man braucht Leiterplattenmaterial mit 1,0 mm.
Das kann man kaufen, und auch viele Anbieter ala PCB-Pool & Co haben das
ohne Aufpreis im Angebot.
MFG
Falk
Für kleinere Sachen habe ich die Gehäuse früher oft aus einseitigen
LP-Material (Hartpapier reicht meist) zusammengelötet. Grössere Sachen
aus Pertinax genannten Hartpapier oder den schon erwähnten Plastfliesen.
Heute nnehme ich meisst Alublech oder POM wenn nichts fertiges da ist.
Meisst lassen sich Gehäuse von ausgedienten SAT-Recivern oä. gut
wiederverwenden.
Tja, zu Jakubaschks Zeiten gab es noch richtig eckige Küchen- und
Tablettendosen die an oft recht gut verwenden konnte, leider ist heute
alles auf den Softline Trip.
Mein erstes Radio war in einer Zigarrenschachtel (zu den Zeiten waren
die Bauteile auch noch was für Grobmotoriker), die waren damals aus
Holz, gibt es heute sicher auch nicht nehr.
Düsentrieb schrieb:> ..einer meiner ersten vorverstärker... :-)
Es gab mal eine ganze Elektor-Ausgabe in der alles Mögliche in
Getränkedosen eingebaut wurde.Das war allerdings zu einer Zeit, als
Getränkedosen noch aus richtigem Blech und nicht diesen heutigen
Blechanmutungen gemacht wurden.
Ich habe aus der Zeit da noch ein paar Dinge in Getränkedosen. Über
Details möchte ich schweigen :-)
Falk Brunner schrieb:> Weil du den Link vergessen hast?>> Beitrag "Zeigt her Eure Kunstwerke !"
Dein Link zeigt in den Kunstwerkethread, aber die Dose gibt es erst seit
ca. 'ner Stunde.
Was sollte mir das sagen? Verstehe ich nicht.
Düsentrieb schrieb:> ..einer meiner ersten vorverstärker... :-)
Cool! 8-)
Egal schrieb:> Metallgehäuse ohne Schutzleiteranschluss. Da wirds gleich wieder> losgehen.
Das ist Schutzisoliert :-))
> Mal sehen, was noch für Sünden bildlich auftauchen. :)
Da ist Pfand drauf!
Ich habe mit 8 Jahren eine Kabadose zu einem Radio umfunktioniert. Die
sind von innen mit Alu beschichtet - zumindest war das 1978 so ...
Q-Tipp-Dosen - Das SNT für meinen Diskman im Auto ist z.B. darin
verbaut.
Alte CD-ROM-Laufwerke - Die Plastikabdeckungen von PC-Gehäusen für leere
Schächte kann man dann als Frontplatte nutzen.
Externe USB oder SCSI-Festplatten/CD-Rom Gehäuse haben für 20,- gleich
noch ein Netzteil dabei ...
Gruß
Jobst
Für Platinen während der entwicklungsphase mache ich einfach ein PVC
unten dran mit Schrauben/Abstandhalter. Damit liegt die Platine nicht
direkt auf dem Arbeitstisch, nicht dass es noch einen Kurzen gibt wegen
Lötzinn/Drahtreste..
Markus Müller schrieb:> Für Platinen während der entwicklungsphase mache ich einfach ein PVC> unten dran mit Schrauben/Abstandhalter. Damit liegt die Platine nicht> direkt auf dem Arbeitstisch, nicht dass es noch einen Kurzen gibt wegen> Lötzinn/Drahtreste..
Zu diesem Zweck klebe ich oft mit etwas doppelseitigem Klebeband ein
Stück Wellpappe unter sie Platinen. Selbst das STK500 ist auf diese Art
"tischtauglich" gemacht worden.
Richtige Gehäuse: Da kommt es darauf an, was es werden soll. Kleinkram
kommt in gekaufte Kleingehäuse, vergewaltigte Sortimentskästen,
Werkzeugköfferchen, Etuis, Präsentationsverpackungen, usw., größere
Geräte in Halbschalengehäuse (auch Eigenbau) aus Alublech oder PVC.
Wer klug aufbaut braucht weniger Gehäuse-Material und vereinfacht die
Konstruktion erheblich.
Ich hab zum Beispiel die Innereien meiner Uhr nur zwischen drei
Plexiglas-platten gepackt, aussenrum bleibt frei.
http://s8b.directupload.net/file/d/1811/wx6iiz9d_jpg.htm
> Ich hab zum Beispiel die Innereien meiner Uhr nur zwischen drei> Plexiglas-platten gepackt, aussenrum bleibt frei.
<hust>Das erleichtert das Abstauben ungemein</hust> ..oder so ähnlich
</DasPutzteufelchenImMann>
>Erinnert mich irgendwie an die Zeiten von Hagen Jakubaschk.>Ein recht schönes Gehäuse war damals eine Aufbewahrungsbox für>Dias.
->>> Ja, von den Tschechen, und da den "Pionier 7" eingebaut...
Kommt immer darauf an, was es werden soll-> für einfache Geräte benutze
ich gerne Kfz-Gehäuse, z.B. von Alarmanlagen Bosch, Wegfahrsperren VW
oder so, da die Gehäuse praktischerweise gleich Befestigungspunkte und
Stecker mitbringen. Für größere Sachen ohne Bedienteile weide ich auch
ältere Motorsteuergeräte aus, da Stecker, Buchsen und so verfügbar sind
und die ganze Sache auch noch wasserdicht ist.
Im Bild ein Zusatzsteuergerät am Werden; da es Einzelstücke sind auf
Lochraster in einem ehemaligen Motorsteuergerät.
LG
Elux