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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schalter "Vormagnetisieren" am Statron Regeltrenntrafo


Autor: Markus (Gast)
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Hallo,
Was bewirkt die Schalterstellung vormagnetisieren bei einem großen 
Trennstelltrafo, wie zb beim 10A Statron Trenntrafo? Schon klar das es 
zum Einschaltstrom begrenzen dient, aber wie funktioniert das intern? 
Vorwiderstanände, NTC?

MFG

Autor: Maxwell (Gast)
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Die Remanenz des Kerns (bleibende Magnetisierung nach dem Abschalten) 
bewirkt, dass der Kern in die Sättigung getrieben wird, falls man 
zufällig in derjenigen Halbwelle einschaltet, die ein Magnetfeld in 
Richtung des Remanenz-Feldes erzeugt. Remanenz und das erzeugte Feld 
addieren sich auf. Im schlimmsten Fall erhält man die doppelte 
Magnetisierung im Kern. Dieser sättigt und es kann ein riesiger 
Einschaltstrom entstehen.

Mit dem Schalter wird der Kern nun definiert vormagnetisiert. Danach 
schaltet man idealerweise in jenem Scheitel der Spannung ein, sodass der 
Kern in die andere Richtung magnetisiert wird.

Obs bei einem 10A Trafo genau so ist kann ich nicht definitiv sagen. Bei 
grossen Trafos (>100kW) wirds so gemacht, zumindest sollte es das.

Autor: Markus (Gast)
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Beim diesem 10A Statron Trafo gibts einfach nur 3 mech. 
Schalterstellungen, Aus-Vormagn-Ein. Ich glaube also nicht, dass da der 
Scheitel detektiert wird. Schaltet man den Trafo in der Stellung Ein 
extern ein gibts den Stromstoß schon.
Also könnte es sein, das die Vormegnetisierung mit einem Widerstand 
erfolgt und dieser bei Stellung "ein" überbrückt wird?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Markus schrieb:
> Hallo,
> Was bewirkt die Schalterstellung vormagnetisieren bei einem großen
> Trennstelltrafo, wie zb beim 10A Statron Trenntrafo? Schon klar das es
> zum Einschaltstrom begrenzen dient, aber wie funktioniert das intern?
> Vorwiderstanände, NTC?

Vorwiderstand, der in zweiten schalter-Stellung "Ein" überbrückt wird.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Maxwell (Gast)

>Mit dem Schalter wird der Kern nun definiert vormagnetisiert. Danach
>schaltet man idealerweise in jenem Scheitel der Spannung ein,

Nöö, im Nulldurchgang der Spannung mit der entgegengesetzten Polarität. 
Siehe Transformatoren und Spulen, ganz unten in den Links.

>sodass der Kern in die andere Richtung magnetisiert wird.

Genau.

>Obs bei einem 10A Trafo genau so ist kann ich nicht definitiv sagen. Bei
>grossen Trafos (>100kW) wirds so gemacht, zumindest sollte es das.

Das war aber auch gar nicht die Frage. Sondern ob das mit Vorwiderstand, 
NTC oder sonstwie gemacht wird.

MFG
Falk

Autor: Jörg Kempfer (Gast)
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Hallo!

Andrew hat es schon richtig erkannt, die Einschaltstrombegrenzung wurde 
bei diesem Gerät über einen Vorwiderstand, der bei Stellung 
"Vormagnetisierung" wirkt realisiert. Heute sind allerdings alle Geräte 
auf elektronische Vormagnetisierung umgestellt.

Schöne Grüße,

Jörg Kempfer
Statron Gerätetechnik GmbH

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Danke Jörg,

Du siehst ich bin ein "alter Statron Schrauber" :-)


Schön finde ich, das von den Statron-Leuten  jemand hier mitliest.

Autor: MaWin (Gast)
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> die Einschaltstrombegrenzung wurde
> bei diesem Gerät über einen Vorwiderstand, der bei Stellung
> "Vormagnetisierung" wirkt realisiert.

Da gibt's natürlich eine Menge Fragen.
Darf der Schalter beliebig lange bei beliebiger Last in Stellung 
Vormagnetisierung stehen bleiben oder glüht dann der Widerstand durch ?

Wenn der Widerstand nur zur Aufhebung der Restremanenz des letzten 
Ausschaltens vewendet wird, also recht hochohmig ist, wirkt er ja auch 
beim Abschalten (es sei denn, dem Abschalten durch Steckerziehen), weil 
man auch dort über die Position Vormagnetisierung hinweg muss.

So hochohmige Widerstände können natürlich anderen Gründen für 
Einschaltstromstösse, wie Siebelko am Ausgang wenn z.B: ein 
Schaltnetzteil angeschlossen ist, nicht abhelfen. Macht das die neue 
Elektronik ?

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