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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltnetzteil 0-60V 0-30A?


Autor: byte (Gast)
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Hallo Leute

Beim stöbern in Ebay hab ich das hier gefunden.

=> 
Ebay-Artikel Nr. 320547864105

Wie Werte kommen mir für diese Platine irgendwie spanisch vor. Doch sehr 
wenig Bauteile für die ganzen Parameter. Ok.. ne dicke Drossel und ein 
paar Fette Cs. Aber für einen angeblichen Wirkungsgrad von "bis 90%" 
doch irgendwie sehr einfach gehalten. Bei Vmax vieleicht?! ;) Ich seh 
auch keinen Shunt für die Stromregelung... wobei der geschickte 
Elektroniker evtl. den Mos als Widerstand benutzt. Wobei das ja bedeuten 
müste das eine Schaltstufe oder ein Linearregler nachgeschatltet ist. 
Was auch zu den "von 0 an Strom und Spannung regeln" passen würde. Hab 
sowas schon mal in einer kleineren Form realisiert, mit dem Nachteil das 
es EMV-Technisch suboptimal war und die Ausgangsspanunng teilweise 
instabil. (bei minimaler Bauteilaustattung)

Was haltet ihr von dem Teil?
Was könnte das für eine Schaltung sein?
Ist das nicht Problematisch sowas bei eBay zu verticken?

Danke & MFG
byte

Autor: A. K. (prx)
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Aussage: "Bis ca. 6A muß an der Schaltung gar nichts gekühlt werden, 
darüberhinaus benötigen die Leistungsschalter einen wirklich nur kleinen 
Kühlkörper.". 60V/6A=360W, ergibt bei max. 90% Wirkungsgrad also min. 
40W Verlust. Ohne Kühlung. Wer das glaubt, der glaubt auch, dass dieser 
Winzling mit einem "wirklich nur kleinen Kühlkörper" 400W wegsteckt.

Autor: MaWin (Gast)
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Nun ja, die verwendeten Yageo LG Elkos halten nur 1.7A Ripplestrom aus, 
selbst mit Korrekturfaktor also 2A am Eingang, 4A am Ausgang.

Also kann der Ripplestrom nicht über 10% des Ausgangsstroms liegen, oder 
die Nachregelung des Netzteils nicht schneller sein als 10 PWM Impulse.

Ausserdem befinden sich am Ausgang 1360uF. Wenn man da 0.1A einstellt, 
und plötzlich am Ausgang ein Kurzschluss auftritt, entladen sich erst ma 
diese ganzen 1360uF in das Teil, vonwegen Schutz auf 100mA.


Für manche Anwendungszwecke mag es geeignet sein, aber es hat 
Einschränkungen.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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byte schrieb:
> Was haltet ihr von dem Teil?


Ein Freund hat sich so ein teil bestelt. De Test ergab, das es bei 
weitem nicht die angegebnen Daten erreicht.

>
> Was könnte das für eine Schaltung sein?

Simpler Schaltregler mit einfachen Bauteilen, 2-3A sind der richtige 
Einsatzzweck.

>
> Ist das nicht Problematisch sowas bei eBay zu verticken?

Das Problem hat lediglich dann der Käufer, der 30A und/oder 60V 
entnehmen  will ,-)).

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Der verdient mit seinen Baugruppen aber schönes Geld
und die Kundschaft scheint auch zufrieden zu sein.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Niemand der Kunden wird die 30 Ampere je überprüft haben, es kommt Strom 
raus - das reicht.
Bei 30 Ampere dürften sich schon ein Teil der Bauelemente selbst 
entlöten... ;)

Autor: MaWin (Gast)
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> Bei 30 Ampere dürften sich schon ein Teil der Bauelemente selbst
> entlöten... ;)

Wobei so ein Buck-Regler recht gutmütig ist.

Es wird halt bloss der Transistor eingeschaltet bis
der Strom um maximal 10% zugenommen hat, wobei maximal 31.5A fliessen
und nach dem Ausschalten übernimmt die Diode die 31.5A,
die Elkos müssen nur den Ripplestrom aushalten,
die Flachsteckhülsen sind bis 30A erlaubt.

Interessanter ist die Wahl des Steuer-ICs, denn ich kenne keinen,
der 70V aushält und Abschaltung bei Überstrom hätte. Hier hat
er wohl gebastelt, ein diskreter Vorregler für die Spannung und
ein MOSFET-Treiber aus Einzeltransistoren.

Wenn man das sauber aufbaut, kann man schon die angegebenen
Daten schaffen, und so unterdimensioniert sieht nun die Spule,
die vor allem Gleichstrom fliessen lassen muss nicht aus,
nur ob halt so ein Gerät mit so grossen Ausgangselkos als
Labornetzteil taugt, und der Ripple bei knapp eingestelltem
Strom und Spannung nicht merkwürdig wird (es wird
diskontinuierlicher Betrieb auftreten, also am Ausgang statt
Soll 10mA halt der Strom kurz auf 40mA rauflaufen, dann wieder
auf 0 abklingen, bis im Schnitt 10mA erreicht sind).

Autor: Wasser (Gast)
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Ich kenne jemanden der das Teil vor kurzem gekauft hat, auch wenn er 
nicht daran glaubt die Daten wirklich zu erreichen. Wir können es ja 
ausprobieren und schauen was wir rauskriegen.

Autor: Andreas K. (derandi)
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MaWin schrieb:
> und so unterdimensioniert sieht nun die Spule,
> die vor allem Gleichstrom fliessen lassen muss nicht aus

Die Spule muss die vollen 30 Ampere aushalten, der nötige Querschnitt 
wird nicht viel Platz in der Spule lassen, also wird die Induktivität 
eher klein ausfallen. Bei dem hohem Strom, für das es gedacht wurde, 
nicht so schlimm.
Wenn aber der Strom sehr klein wäre bei der geringen Schaltfrequenz eine 
deutlich größere Induktivität von Nöten.
Ich denke er braucht die großen Elkos auch, um den Ausgangsstrom im 
lückenden Betrieb soweit herunter zu bekommen.

Autor: Stephan (Gast)
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MaWin schrieb:
> obei so ein Buck-Regler recht gutmütig ist.
>
> Es wird halt bloss der Transistor eingeschaltet bis
> der Strom um maximal 10% zugenommen hat, wobei maximal 31.5A fliessen
> und nach dem Ausschalten übernimmt die Diode die 31.5A,
> die Elkos müssen nur den Ripplestrom aushalten,
> die Flachsteckhülsen sind bis 30A erlaubt.

Die Drossel ist aber nur etwa ein E42-Kern. Der ist mit der Leistung bei 
30kHz weit überfordert.
Für die Cs gilt das gleiche.

Das ganze mag so hingetrimmt sein, dass kurzzeitig 30A klappen. Nen 
längeren Test übersteht das Teil eher nicht.

Autor: Sir Gerit (Gast)
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>oder die Nachregelung des Netzteils nicht schneller sein als 10 PWM >Impulse.

erklär das mal.

Autor: MaWin (Gast)
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Da der Strom sich pro PWM-Impuls nur um (wegen Elkogrösse angenommene, 
aber typische) 10% ändert (Ripple) braucht es mindestens 10 PWM Impulse 
um von 0% auf 100% oder umgekehrt zu kommen, also auf 
Belastungsänderungen zu reagieren. Die Spannung schwankt in der 
Nachregelzeit.
Und das ist noch optimitisch geschätzt, denn die Angleichung folgt eher 
einer e-Kurve und ist kompensiert damit die Regelung nicht schwingt.

Autor: Sir Gerit (Gast)
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mit d=100% und idealer Vorregelung, sinds 10. Aber wie du sagtest das 
Kompenationsnetztwerk meist PI-Regler wird zu einer e-Kurven Annäherung 
führen, also weit mehr als 10 Pulse.

Für mich wäre das Teil als Labornetzteil unbrauchbar, keine dynamische 
Strombegrenzung. Die Elkos können viel Schaden anrichten.

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Der Wirkungsgrad kann aber durchaus weit über 90% liegen.
Ich habe schon mal mit einem auf dem Steckbrett zusammengefrickelten 
Schaltwandler ca. 96% Wirkungsgrad bei 64 Watt Last erreicht (ca. 30V 
bei etwas über 2A).
Wenn man das Ganze anständig aufbauen würde, dann wären damit wohl auch 
97% möglich.
Allerdings erscheinen mir 30A Dauerstrom eher unrealistisch mit den 
TO220-Halbleitern.

Autor: MaWin (Gast)
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> Allerdings erscheinen mir 30A Dauerstrom eher unrealistisch
> mit den TO220-Halbleitern.

Ein IRF5210 und MBR60H100 schaffen das durchaus.

Autor: oszi40 (Gast)
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Wer nur lila Kühe kennt, wird alles glauben...

Erst wenn die Beine des T0220 rot glühen und das Zinn tropft, werden 
erste Zweifel aufkommen, warum das Teil so billig war. :-)

Autor: Fralla (Gast)
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TO-220 kann durchaus 30A. Ich zieh effektive 28A durch einen IPP075N15N3 
eingesetzt als Synchringleichrichter. Und ja das Teil hält lange, jeder 
der viel mit dem Mobiltelefon telefoniert sorgt dafür das der Synchfet 
"Gas" bekommt. Allerdings muss das Platinendesign für sowas ausgelegt 
werden...

Autor: byte (Gast)
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Diejenigen die das Teil haben, oder wo ein Bekannter das bestellt hat... 
könnten die mal nachgucken was das für Käfer ist?

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