Hallo,
ich hätte mal eine Frage zu einer Kippstufen-Schaltung und hoffe hier
kann mir kurz jemand helfen.
Also ich habe insgesamt 2 Kippstufen. Die erste ist ein astabiler
Multivibrator welcher am Ausgang das Eingangssignal für einen bistabilen
Multivibrator liefert.
Ich habe die beiden Ausgangssignale der Kippstufen mit einem Oszilloskop
aufgezeichnet. Desweiteren habe ich folgende Werte: UB +15V
Transistorspannungen von der astabilen Kippschaltung: UBE1=UBE2=0,7V
Transistorspannungen von der bistabilen Kippschaltung: UBE3=UBE4=3V
Die Widerstandswert und die Kondensatorwerte habe ich natürlich auch.Die
Transistoren sind BC337
Die Frequenz der astabilen Kippstufe ist 157,2Hz
Kann mir jemand sagen wie ich die Taktfrequenz der Bistabilen
Kippschaltung berechne unter Einsatz der gemessenen Basissperrspannungen
und warum sich nach dem Anschluss der bistabilen Kippstufe die Frequenz
verändert?
Versuche das schon das ganze WE aber komme nicht weiter.
Hoffe Ihr könnt mir helfen!
Danke, Gruß Patrik
> UBE3=UBE4=3V
Kaputt.
> Kann mir jemand sagen wie ich die Taktfrequenz der Bistabilen> Kippschaltung berechne
Na 157,2 geteilt durch 2 Hz, was sonst soll ein FlipFlop tun.
> und warum sich nach dem Anschluss der bistabilen Kippstufe die> Frequenz verändert?
Unpassender Koppelkondensator ? Gar kein Koppelkondensator ?
Du hast was falsch aufgebaut bzw. falsches gebaut.
Wenn du dir mal die Mühe machen würdest, einen Schaltplan von dem Kram
aufzuzeichnen (oder deine Hausaufgabe einzuscannen) wüsste man auch,
wovon du redest.
a) Du darfst die beiden Dinger nicht direkt koppeln. So, wie du sie
koppelst, ist es witzlos, der bistabile folgt dem astabilen im selben
Takt. Du musst per Kondenstaor koppeln damit du einen CLK Eingang
bekommst. Rkannichnichtlesen und R12 werden Kondenstaoren von sagen wir
500pF, beider R und S werden verbunden, und gehen nur an EINEN Ausgang
z.B. U1.
b) eine solche Kippstufe an 15V überschreitet Ubereverse der
Transistoren ERHEBLICH (die liegt nämlich so bei 6V). Informiere dich
mal, welche Spannungen an der Basis der Transistoren des astabilen
entstehen und spendiere jeder eine Diode.
c) Über die Bauteilwerte möchte ich nicht nachdenken, ich hätte andere
genommen aber vermutlich funktionieren die.
Hi,
es ist extra ohne Basisschutzdioden vorgegeben. Die Spannungsspitzen die
entstehen sind fast Ub, wodurch der Transistor jedoch nicht geschädigt
wird, obwohl es selten der Fall sein kann. An U2 wurde noch ein
monostabiler Multivibrator über nen Kondensator gekoppelt, tut hier aber
nichts zur Sache. Die Kopplung des Bistabilen läuft ohne.
Auf jedenfall ist die Schaltung so vom Prof vorgegeben. Wie komme ich
denn jetzt mit meinen gemessenen Basissperrspannungen auf die
Taktfrequenz.
Mit der nicht approximierten Formel? Bei der approximierten des
astabilen vibrators ist ja ln2 drin welcher sich aus UBE etc ergibt aber
brauche halt den zusammenhang der beiden schaltungen mit den
Basissperrspannungen.
> Auf jedenfall ist die Schaltung so vom Prof vorgegeben.
Soll wohl der Veraschrung dienen.
Durch R12 an R1 kann U1 nicht über 6.4V steigen, das begrenzt natürlich
den Umlagevorgang für C1 (und dasselbe für C2).
Die Schaltung ist aber KAPUTT, die Aussage ist faksch
> Die Spannungsspitzen die entstehen sind fast Ub,
Nein, nur ca. -7V
> wodurch der Transistor jedoch nicht geschädigt wird
Doch. Informiere dich über die Folgen einer auch kurzzeitigen
Überschreitung von Ubereverse, dann weisst du mehr als dein Prof.
Hi, ich lad dir mal die PDF dabei mit der Aufgabe.
Vielleicht reden wir aneinander Vorbei. Achso, meine Frage ist wie geht
Punkt g in der Aufgabenstellung?
Ist doch 'ne super Aufgabenstellung,
er geht auf alles Wichtige ein,
negative Spannung, Zenerdurchbruch etc.,
und präsentiert dann eine Aufgabe, an
der er sehen kann, welcher Schüler welche
Hinweise aufgegriffen hat, und wer dumm
wie Brot an allem vorbeitrampelt.
Einfach ausrechnen.
Und damit faule Schüler nicht simulieren,
hat er auch noch eine Schaltung gewählt,
die man ohne Kniffe nicht simulieren kann
weil der Anschwingvorgang ewig braucht.
Also dem Dozenten gib ich volle Punktzahl,
du musst halt noch was nacharbeiten.
Hab's mal nachgerechnet und simuliert:
Nur astabiler Multivibrator:
UB ist dabei die Betriebsspannung (15V), UBE die Basis-Emitterspannung
bei fließendem Basisstrom (ca. 0,7V).
Diese Berechnung stimmt aber nur dann, wenn die Basis-Emitter-Strecken
der beiden Transistoren nicht durchbrechen. Bei 15V Versorgungsspannung
tun sie dies aber ziemlich sicher. Da das verwendete Spice-Modell den
Durchbruch ebenfalls nicht zur berücksichtigen scheint, passen die
Ergebnisse (s.u.) trotzdem ganz gut zusammen ;-)
Astabiler und bistabiler Multivibrator zusammen:
Durch die Belastung durch den bistabilen Multivibrator bleibt das UEB
der Transistoren des astabilen Multivibrators knapp unter der Durch-
bruchspannung.
Die Ergebnisse:
f1 = 92,9 Hz (simuliert 94,6 Hz) (BE-Durchbruch nicht berücksichtigt!)
f2 = 179,8 Hz (simuliert 184,1 Hz)
Die Unterschiede von etwa 2% zwischen Rechnung und Simulation sind vor
allem darauf zurückzuführen, dass ich davon ausgegangen bin, dass UBE
unabhängig vom Basisstrom ist, was natürlich nur näherungsweise der Fall
ist. Ein wenig spielen auch die Transistorparameter mit, bei denen ich
ebenfalls von idealisierten Verhältnissen ausgegangen bin.
Ich hätte aber auch eine Frage:
Was um alles in der Welt sind "Programmierschnüre"? Ich kann's mir zwar
denken, kann aber kaum glauben, dass jemand im Fachbereich Elektrotech-
nik solche Begriffe benutzt ;-)
Übrigens sind Kippschaltungen sehr gut im Tietze-Schenk erklärt.
Für das eigene Verständnis hilft nur das stumpfe Durchgehen der
einzelnen Zustände. Erstens passiert dies und jenes, zweitens dies und
das, drittens... und schließlich gelangt man wieder zum ersten Punkt.
tobias schrieb:> kannst du mir sagen welche Widerstände du mit R4,R11,R12 meinst?
Alle Bezeichnungen beziehen sich auf deinen Schaltplan vom 21.06.2010
11:08. Die Bezeichnung des 1,2kΩ-Widerstands rechts unten kann man
schlecht lesen. Ich bin davon ausgegangen, dass er wohl R11 heißen soll.