Eigenverbruach Spannungsregler

Gast #1755762
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Guten Abend,
ich habe im Studium eine Microcontroller-Schaltung aufgebaut.
Diese Schaltung soll nun zu Versuchs- und Messzwecken in der Stadt 
aufgehängt werden.
Da der Controller 3V-4,5V Eingangsspannung benötigt, wir aber vor Ort 
nur 6V "Baustellenbatterien" zur verfügung stehen haben, habe ich einen 
Festspannungsregler "LF 33 CV Festspannungsregler, +3,3V, TO-220" 
verbaut.
Für erste Versuche auf dem Campus-Hof habe ich eine 9V Batterie 
verwendet. Nach knapp 4 Stunden war der 9V Block leer. Obwohl am 
Controller nur 5 Leds angeschlossen waren die geblinkt haben. Der Rest 
der Schaltung war abgesteckt.
Kann es sein das der LF33CV einen so hohen Eigenverbrauch hat? Das wäre 
ja Utopisch. Der 9V Block hat ja immerhin 900mAh.
Für Tips bin ich dankbar.

Peter
Gast #1756013
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Nachdem ich kein Student der Elektronik sondern der Umwelttechnik bin, 
hoffe ich, dass ihr erständniss für meine Fragen habt :)
Der Controller geht Nachts und bei zu niedrigen Temperaturen in den 
Powerdown. Dies wird mittels Thermofühler und LDR realisiert.
In dem Fall braucht der Controller ja auch fast keinen Strom.
Das Datenblatt habe ich mir bereits angeschaut, nur wirklich schlau 
werde ich aus dem nicht. Der Spannungsregler verheizt verheizt mehr 
energie wenn mehr abgenommen wird, und fast garnichts, wenn der 
controller im Powerdown ist und somit fast nichts aufnimmt. Correkt?
Gast #1756020
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Wie willst Du denn mit einem LDR die Temperatur messen?
Ich glaube nicht, daß der im Infrarotbereich (Wärmestrahlung) besonders 
empfindlich ist ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/LDR

Das ist ein lichtabhängiger Widerstand, z.B. für Helligkeitsmessungen.
Für Temperaturen würde ich Dir z.B. einen Pt-1000 (recht präzise) oder 
auch einen NTC/PTC (einigermaßen genau) empfehlen.
Gast #1756030
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Schlaule schrieb:
> Wie willst Du denn mit einem LDR die Temperatur messen?

Hast Du recht, und er ist auch noch so dämlich, einen Thermofühler für 
die Unterscheidung von Tag und Nacht (hell und dunkel) einzusetzen! ;)

@Peter: Ja, so ist es.
Zeig und doch mal Deine Schaltung!

Mögliche Optimierungen:
* Kannst Du den Vorwiderstand der LEDs erhöhen, damit sie weniger Strom 
verbrauchen?
* Kannst Du den Controller zwischen den Messungen (oder was er tut) in 
den PowerDown-Modus versetzen und deine Module (Thermofühler, LDR, ..) 
in der Zeit ausschalten?
#1756031
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@  Peter F. (Gast)

>Das Datenblatt habe ich mir bereits angeschaut, nur wirklich schlau
>werde ich aus dem nicht.

Link?

> Der Spannungsregler verheizt verheizt mehr
>energie wenn mehr abgenommen wird, und fast garnichts, wenn der
>controller im Powerdown ist und somit fast nichts aufnimmt. Correkt?

Qualitativ ja. Aber quantitativ gibt es das riesie Unterschiede. Und 
sonderlich sparsam ist ein LF33 auch wieder nicht, auch wenn er deutlich 
weniger als die Old School 78xx Monster schluckt. Low Power geht heute 
unter 100µA (Mikroampere) los.

MFG
Falk
Gast #1756073
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1.Eigentlich hätte ich erwartet, daß Peter einfach seine verschiedenen 
Betriebsmodi mit einen Multimeter nachmisst.

2. http://de.wikipedia.org/wiki/Batterie
Je nach Lagerung und Hersteller haben die meisten 9V-Batterien zwischen 
120 und 600 mAh. Da kann man nicht erwarten, daß 10mA-LEDs jahrelang 
damit leuchten.

3.Ein zu hoher Batterieverbrauch ist eine besondere Form der 
Umweltverschmutzung.
Gast #1756120
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Ich finde die Wahl der Batterie auch extrem ungünstig.
1. 9V-Block zur Versorgung einer 3,3V Elektronik macht wenig Sinn. Da 
würden es auch 3 AA-Zellen tun. NiMh Akkus gibt es in dieser Bauform 
auch mit akzeptabler Kapazität (>2400mAh)
2. Die schon erwähnte geringe Kapazität der 9V-Blocks (190-330mAh bei 
Zink-Kohle, 500-600mAh Alkali-Mangan). Die 9V-Blocks sind für Ströme im 
Bereich von 20mA ausgelegt. Zieht man mehr Strom geht die Nennkapazität 
der Batterie gleichwohl in die Knie. Denn die Peukert-Gleichung (für 
Akkumulatoren erstellt) trifft auch auf Batterien zu.
Also alles in allem ein schlechter, undurchdachter Lösungsansatz, auch 
wenn es nur "Für erste Versuche.." ist.
Gast #1756153
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> In dem Fall braucht der Controller ja auch fast keinen Strom.
> Das Datenblatt habe ich mir bereits angeschaut, nur wirklich schlau
> werde ich aus dem nicht. Der Spannungsregler verheizt verheizt mehr
> energie wenn mehr abgenommen wird, und fast garnichts, wenn der
> controller im Powerdown ist und somit fast nichts aufnimmt. Correkt?

Ja, wobei fast nichts immer noch 1mA sein kann, für einen 9V Block recht 
viel. Der LF33 ist auch ein recht dicker Spannungsregler, der braucht 
nur im ausgeschaltetetn Zustand wenige uA, aber ausgeschaltet kann er 
bei dir nicht sein, dann könnte die Schaltung nie mehr aufwachen. Ein 
MCP1702-33 (reichelt.de, Schaltung im Datenblatt) braucht weniger und 
reicht mit 200mA locker und erlaubt es, die leerer werdende 9V Batterie 
bis zum Schluss bei ca. 5.4V auszunutzen, auch die 6V Batterie bis knapp 
an die 3.6V heran (na gut, 3.9V, zumindest wenn du 200mA brauchst).

Trotzdem solltest du noch versuchen, ob du deinen uC nicht besser 
programmieren kannst, um weiter Strom zu sparen. Als Messschaltung muss 
er meistens nicht die ganze Zeit aktiv sein (du sagst selbst daß er 
nachts in power down geht). Du solltest noch versuchen, daß er auch 
tagsüber zwischen den Messungen in powerdown geht und nur auf das 
Aufwachen mit einem Timer wartet. Wenn man beispielseise damit auskommt 
jede Sekunde (oder noch besser nur jede Minute) zu messen, kann er 
dazwischen schlafen (auch in mehreren Stücken nacheinander, wenn der 
Timer nicht lang genug reicht). Die Aufwachphase dauert dann nur 
Mikrosekunden. Die Messchaltung wird in der Schlafenszeit mit einem 
Schalter (MOSFET, abschaltbarer zweiter Spannungsregler) der Strom 
genommen, damit die auch nur dann Strom verbraucht, wenn wirklich 
gemessen wird.

Zudem kannst du versuchen, auch in der Aufwachphase möglichst wenig 
Strom zu verbrauchen, in dem du einen Quartz (oder allgemein: Einen 
Takt) verwendet im unteren Frequenzbereich und den uC nicht unnötig hoch 
taktest.

Dann ist eine Baustellenbatterie sihcer gut für jahrelangen Betrieb 
(icvh kenn aber deine Messchaltung nicht).
Gast #1756777
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9V-Blocks von Duracell hielten bei meinen Anwendungen immer noch am 
Besten,
bei Low-Power-Low-Drop Spannungsreglern würde ich bei Micrel was suchen,
oder bei LT. Da finden sich einige die mit ein paar µA "leben" können.

4 Mignon oder, wenn es der Platz erlaubt, Baby oder Mono-Zellen reichen
bei einem Low-Drop-Regler locker, dann sollte der "Stromvorrat" wohl 
ausreichend sein. Mit 3 Zellen wäre mir die Entladespannung von ca.
0.9V pro Zelle (2,7V gesamt) etwas zu niedrig....

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