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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik BC211 / BC313 Transistoren für Verstärker


Autor: T-Snake (Gast)
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Hallo Liebe Freunde,

bei dem Radio meines Vaters von 1978! sind 2 Trasistoren durchgebrandt. 
Zu einem der BC211 und der BC313 (NPN sowie PNP für positive / negative 
Halbwelle)

Nun habe ich leider vergebens nach Ersatzteile gesucht.

Würde gern bei Reichelt / Conrad bestellen, zweck Versandkosten sparen.

In Netz steht, der 2N 3019 wäre vergleichbar mit dem 211er. Von den 
Werten her passt das, nun suche ich noch das Gegenstück. NF-Treiber als 
PNP passend zum 2n3019 quasi.

Kann mir da einer Helfen?

Danke euch!

Autor: mhh (Gast)
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BD139/140

Autor: e8ay (Gast)
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Autor: KlaRa (Gast)
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Hallo,
ein BD-Typ wäre hier übertrieben.
http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/28...
Immerhin geht das Current–Gain — Bandwidth Product bis 280 MHz.
Der gute alte BC546B
Ic 100 mA
Ptot 500 mW
Uces 65 V
fT 300 MHz
B 200...450
wäre sogar etwas besser. Kostet bei Reichelt 4 Cent.
Der Komplementärtyp ist der BC556.
Gruss Klaus.

Autor: MaWin (Gast)
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> wäre sogar etwas besser.

Als Ersatz für einen BC221/BC313, die 1A und 0.8W schaffen bei bis zu 
40V ?

Man müsste blöd sein, Teile mit so viel kleineren Werten einzusetzen, 
die Wahrscheinlichkeit daß die Schaltung mit den realen 
Betriebsbedingungen so weit drunter bleibt ist zu gering.

Die BD139/140 sind belastbarer (was ja wohl auch nötig ist sonst wäre 
der Vorgänger nicht kaputt gegangen), gibt's aber in ähnlichen 
Stromverstärungsklassen (40-250).

BC141/161 hätten immerhin dasselbe Gehäuse.

Autor: Düsentrieb (Gast)
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passend wäre vmtl BC639 / 640 ,
80v , 1A , 0,8 W
bei reichelt...

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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mhh hat Recht, die BCs sollten durch BDs ersetzt werden! Allerdings 
sollte die abweichende Pinbelegung beachtet werden und jeder BD erhält 
u.U. ein eigenes Mini-Kühlprofil, das nirgendwo anecken sollte.
Hohe und nahezu identische Stromverstärkung wären gleichfalls 
wünschenswert!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Wie MaWin schon schrieb:

BC141/BC161 sind gängige Typen.

Das erspart eine Änderung an der Konstruktion, erhält weitgehend den 
Originalzustand des Oldtimers, was sicher nicht ganz unwichtig ist. Denn 
die sind in Form und Anschlußbelegung gleich mit den BC211/BC313. 
Vielleicht hatten deine Transistoren auch Kühlsterne, das würde dann 
exakt passen. Jedenfalls nach meinem älteren Tabellenbuch. Bitte aber 
selbst nochmal vergleichen!

Bis auf die kleinere fT mit 50MHz (gegenüber 300MHz) sind die restlichen 
Daten fast gleich. Wenn das also keine große Rolle spielt?

Für den 2N3019 fand ich in der Tabelle keinen Komplementärtyp. Obwohl 
auch der wenigstens für die NPN-Seite passen würde.

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Vorsicht mit der BC141/161-Empfehlung! Wenn diese sog. gängigen Typen 
aus der CDIL-Produktion stammen, kannst Du  gleich abwinken.

Übrigens hat MaWin auch die BDs empfohlen, wegen des Ausfalls durch u.U. 
Überbelastung! Zu den o.g. BC schreibt er nur:
> BC141/161 hätten immerhin dasselbe Gehäuse.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ingolf O. schrieb:

>Vorsicht mit der BC141/161-Empfehlung! Wenn diese sog.
>gängigen Typen aus der CDIL-Produktion stammen, kannst
>Du  gleich abwinken.

Warum? Was ist der Grund?

>Übrigens hat MaWin auch die BDs empfohlen, wegen des Ausfalls
>durch u.U. Überbelastung! Zu den o.g. BC schreibt er nur:
>> BC141/161 hätten immerhin dasselbe Gehäuse.

Nun ja, ich dachte mal an gleichwertigen Ersatz, ohne am Oldtimer gleich 
die Konstruktion zu ändern. Sowas hat mir gelegentlich auch schon mal 
geholfen.

Woher kommt denn die Überbelastung? Der Grund, warum die Transistoren 
abgeraucht sind, wird wohl eher in der nicht so sachgerechten Behandlung 
des Gerätes liegen: Party mit Maximallautstärke und parallel geschaltete 
Lautsprecher.

Autor: ulrich (Gast)
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Wenn die Ersatztransistoren wieder 32 Jahre halten ist das doch gar 
nicht so schlecht. Wenn es mechanisch paßt, wäre eine etwas 
Leistungsstärkere Type aber auch nicht schlecht - früher als die 
Transistoren noch relativ teuer waren wurde oft relativ knapp 
dimensioniert.  Nach dem Austausch sollte man den Ruhestrom 
kontrollieren, da muß man ggf. was nachjustieren.

Autor: KlaRa (Gast)
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Hallo,
ich habe noch einmal genau nachgeschaut.
Den BC211 und den BC313 finde ich gar nicht!
Zumindest nicht bei http://www.alldatasheet.com.
Ich hatte instinktiv den BC212 gefunden. Und der ist eher ein BC546.
Die meisten gingen ebenfalls davon aus, dass diese Transistoren für die 
Audioendstufe gedacht sind. Wo steht das?
Gruss Klaus.

Autor: KlaRa (Gast)
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Hallo,
nun gut, doch gefunden.
BC140/BC160
Gruss Klaus.

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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T-Snake schrieb:
> bei dem Radio meines Vaters von 1978! sind 2 Trasistoren durchgebrandt.
> Zu einem der BC211 und der BC313 (NPN sowie PNP für positive / negative
> Halbwelle)

Hallo Klaus -> siehe Zitat oben! Zeige mir in einem Radio einen anderen 
Ort, wo dann die beiden Transen hemeinsam Dienst tun.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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KlaRa schrieb:

>Den BC211 und den BC313 finde ich gar nicht!

In einer alten ECA-Tabelle von 1990.

Die beiden alten Transen sind von Bauform und Daten bis auf fT recht 
identisch mit den BC141/BC161. Vorsicht mit den BC140/BC160: Da ist auch 
noch Uce kleiner als bei den Originaltypen.

Dann hab ich weiter in der Tabelle nachgesehen: Der BC212 (0,3W) ist ne 
ganze Klasse kleiner als der BC211 (0,8W/3,75W, ohne/mit Kühlung).

Beim Begriff Radio, denkt man an sowas wie ein Kofferradio mit unterer 
1-stelliger Ausgangsleistung, aber nicht an einen größeren Verstärker. 
Und in diesen Geräten sind oft solche komplementären Endtransistoren 
drin, evtl. mit Kühlstern.

Autor: mhh (Gast)
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Also ich denke, es ist ein REMA Radio RK88 o.ä.
Tu Dir einen Gefallen und nehme originale, oder (wie schon geschrieben) 
BD139/140 als Ersatz.

Anbei mal die Datenblätter.

Autor: mhh (Gast)
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Wenn es doch ein Kofferradio sein sollte, die Empfehlung gilt trotzdem.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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mhh schrieb:

>Tu Dir einen Gefallen und nehme originale, oder (wie schon
>geschrieben) BD139/140 als Ersatz.

Ersatz durch völlig andere Teile eben nicht. Keine Typen mit anderer 
Bauform und Anschlußbelegung. Das endet in einer perversen 
Konstruktionsänderung des Gerätes, und Wurstelei, ähnlich, als wenn man 
bei seinem Auto an einem Rad einen LKW-Reifen montieren wollte, um 
weiter zu fahren. Und genau so, sieht das Radio dann anschließend wohl 
ebenfalls aus.

Frisiert werden sollte das Gerät doch sicher nicht? Sowas machen 
Jugendliche mit dem Moped.

Autor: mhh (Gast)
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@ Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)

Also lieber heißgestrickt, hauptsache dieselbe Bauform?

Bevor als Endstufentreiber die SD3xx in ausreichender Stückzahl zur 
Verfügung standen wurden die BC211/313 eingesetzt, weil die SF0xx/1xx zu 
schwach waren. Und eine "perverse Konstruktionsänderung des Gerätes" ist 
der Einsatz der BDs nun wahrlich nicht. Dein Vergleich hinkt ganz schön.

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Um den TO nicht weiter zu verwirren mit der Für und Wider-Diskussion, in 
der auf mhh`s Seite stehe, kann ich ja mal in meinem BE-Fundus nach den 
originalen CEMI-Transistoren BC211/313 suchen. Rein um die Originalität 
des Gerätes beizubehalten! ;-)
Übrigens, sollten nicht auch BC639/640 funzen? Nur ist da wieder die 
Pinbelegung E-C-B das Problem, ergo kann man auch die BDs nehmen...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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mhh schrieb:

>Dein Vergleich hinkt ganz schön.

Nein. Von den ehemaligen Konstrukteuren, wurde das Gerät sinnvollerweise 
so ausgelegt, daß Bauteile nicht am Limit betrieben werden. Wenn die 
Konstrukteure Sachverstand hatten. Und, davon gehe ich aus. Und 1978 bis 
heute, sind ja schon 32 Jahre.

Autor: mhh (Gast)
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Wilhelm, solche Diskussionen bringen wirklich nichts.

Wie schon angedeutet, war auch die Verwendung der BC211/313 ein 
Kompromiss bzgl. Nichtverfügbarkeit von Alternativen in genügenden 
Stückzahlen. In späteren Geräten wurden dann SD339/340 bzw. auch 
importierte BDs verbaut ("RK88 sensit" und "RK88 sensit IC" als 
Vergleich z.B.).

Und das die Leute Sachverstand hatten, zeigt die lange Lebensdauer der 
Geräte. :)

Also belassen wir es am besten hierbei.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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mhh schrieb:

>Also belassen wir es am besten hierbei.

Wir kennen ja auch das wirkliche Gerät nicht. Reine Spekulation. Der TE 
amüsiert sich auch hinter der Wand. Ist schon recht.

Also, gute Nacht!

Autor: Michael_ (Gast)
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Denke ich auch! UNITRA war ja ein Ableger von Altgeräten von GRUNDIG.
Wenn man das Gerät kennen würde, wäre es einfacher. Aber das verschweigt 
der TE ja notorisch.
In Polen wurden diese Transis auch in Geräten eingesetzt, wo sie auch 
überdimensioniert waren. Ich würde sie durch Originale ersetzen. 
Hauptsache sie haben etwa die gleiche Stromverstärkung. Ansonsten 
BC141/BC161.
Hier noch Adressen:
http://forum.rft-radio.de/thread.php?threadid=2888
http://www.elektroda.pl/rtvforum/topic386764.html
P.S. Ich kann nicht Polnisch!

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