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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Motorsteuerung


Autor: Niclas (Gast)
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Liebe Profis,
Ich möchte gerne für ein selbstgebautes Golart einen Anlasser eines PKW 
als Antrieb verwenden und brauche hierfür noch eine Motorsteuerung. Ich 
weiß nicht genau welche Last diese aushalten muss. Für Vorschläge bin 
ich sehr dankbar.
MfG Niclas

: Verschoben durch User
Autor: Anja (Gast)
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Niclas schrieb:
> einen Anlasser eines PKW
> als Antrieb

Dir ist aber schon klar daß ein Anlasser nicht für Dauerbetrieb 
dimensioniert ist? (und womöglich nur für wenige Betriebsstunden)

Ansonsten: mit ein paar hundert Ampere wirst Du schon rechnen müssen. 
Meß doch mal den Wicklungswiderstand im kalten Zustand.

Gruß Anja

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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http://www.mikrocontroller.net/search?query=Golart...

http://www.mikrocontroller.net/search?query=gokart...

Anlasser als Antrieb? Nee, nimm etwas anderes. Lenkservo, Fensterheber 
usw.
Besser auf 24Volt ausweichen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> einen Anlasser eines PKW als Antrieb verwenden
Habe ich selber schon ausprobiert. Ergebnis: untauglich.
Der Anlasser zieht zwar gut ab, wird aber nach kurzer Zeit einfach nur 
heiß. Schon der Leerlaufstrom ist jenseits von gut und böse...

Nimm mal die Suche hier im Forum und du findest z.B. sowas:
Beitrag "Welcher Elektromotor für GOKart"

Autor: Niclas (Gast)
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Erstmal vielen Dank für die Antworten. Ich habe schon gehört das der 
Anlasser nicht für Dauerbetrieb ist würde es aber trotzdem gerne 
ausprobieren, da ich diesen Motor als einzigen E-Motor umsonst bekomme. 
Gibt es denn überhaupt in der Größenordnung eine Motorsteuerung die 
bezahlbar ist ?????
MfG Niclas

Autor: Michael (Gast)
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Definiere "bezahlbar". Ein Anlasser ist ein Motor der nur für 
Kurzzeitbetrieb gebaut worden ist wobei Kurzzeitbetrieb hier im 
einstelligen Minutenbereich bedeutet...wenn überhaupt.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Niclas schrieb:
> würde es aber trotzdem gerne
> ausprobieren, da ich diesen Motor als einzigen E-Motor umsonst bekomme.
Es kann sein, dass du an den kaputten Akkus mehr Geld kaputtmachst, wie 
du mit dem kostenlosen Anlasser sparen kannst...   :-o

Autor: Niclas (Gast)
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Ich habe es mir anders überlegt ich kaufe mir jetzt einen Motor der 
unter Vollast beim anfahren möglicherweise 300A braucht (ich war sehr 
erstaunt). Beim normalen fahren verbraucht der so in höchstwerten 20A 
bracuht. Wäre es möglich hierfür eine Motorsteuerung zu realisieren die 
vllt. sogar mit Joystick läuft (habe noch nen alten liegen mit Potis)??
MfG Niclas

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Niclas schrieb:
> Wäre es möglich hierfür eine Motorsteuerung zu realisieren die
> vllt. sogar mit Joystick läuft (habe noch nen alten liegen mit Potis)??
> MfG Niclas

Ja sicher...
http://www.mikrocontroller.net/search?query=motors...

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Wäre es möglich hierfür eine Motorsteuerung zu realisieren die
> vllt. sogar mit Joystick läuft
Ja, wurde schon realisiert. Kannst du fertig kaufen.

> Motor der unter Vollast beim anfahren möglicherweise 300A braucht
Dir ist schon klar, dass man mit z.B. 50A abhängig vom 
Elektrodenquerschnitt schon schön schweißen kann? Meinst du nicht, du 
solltest mal eine Nummer kleiner anfangen? Eine höhere spannung 
reduziert übrigens auch den nötigen Strom (und die Verluste, macht die 
Verdrahtung einfacher...).

> Beim normalen fahren verbraucht der so in höchstwerten 20A bracuht.
Dann müssen ja nur noch die Reibungsverluste ausgeglichen werden. 
20A*12V = 240W --> da kommen dann so etwa 150-200W am Rad an. Aber das 
ist alles stupide und simple Physik.

> (ich war sehr erstaunt)
Daran solltest du noch arbeiten...
Wie wärs z.B. mit einem Buch über E-Bikes oder sowas?

Autor: Michelle Konzack (Firma: electronica@tdnet) (michellekonzack) Benutzerseite
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Niclas schrieb:
> Liebe Profis,
> Ich möchte gerne für ein selbstgebautes Golart einen Anlasser eines PKW
> als Antrieb verwenden und brauche hierfür noch eine Motorsteuerung. Ich
> weiß nicht genau welche Last diese aushalten muss. Für Vorschläge bin
> ich sehr dankbar.

1)  Wenn Deine Batterie den Strom schaft sprich mindestens 30 Sekunden
    das liefern kann, wird das GoKart einen satten Durchzug haben.
    Wir hatten das bei der Armee mit alten 24V Teilen gemacht und über
    150km/h erreicht. (bei der Armee bei der ich einst war, hamse
    sowieso alle nen Knall und a macht es nichts, wenn sich einer 
darent)

2)  Der Anlasser wird danach aber glühen, denn er ist nur für eine ED10
    oder weniger ausgelegt.

3)  Besorg dir einen anständigen 24V Motor (auch Leistungs-Modelbau) mit
    1-2 kW und Du wirst lange Freude haben.

Grüße
Michelle

Autor: Michael (Gast)
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Michelle Konzack schrieb:
> 3)  Besorg dir einen anständigen 24V Motor (auch Leistungs-Modelbau) mit
>     1-2 kW und Du wirst lange Freude haben.

1-2 kW bei 24V macht rund 50-100A im Nennbetrieb...und im Anlauf hat man 
durchaus schonmal ein wenig mehr, so das dreifache ums mal freundlich zu 
machen. Wenn man mal bedenkt, dass man so als Faustformel sagt, dass man 
pro Quadratmillimeter 10A durchjagen kann...das gibt dicke Leitungen. 
Also auf jeden Fall hat sich der TE hier was vorgenommen.

Autor: Niclas (Gast)
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Wo gibt es denn diese fertige Motorstuerung??? Und da ich im Moment nur 
ne 12v Akku habe wäre es schön auch dabei zu bleiben. Man könnte ja 
sonst auch eine Motorsteuerung mit Poti umbauen und an den Joystick 
hängen. Achso es wäre schön einen Rückwärtsgang zu haben.
MfG Niclas

P.S.: Bei Conrad und ELV habe ich nichts gefunden.

Autor: Niclas (Gast)
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Ich habe mir jetzt überlegt das ich ja bsp. diesen Mosfet

http://www.conrad.de/ce/de/product/158712/TRANSIST...

zu benutzen und nen Poti vorzuhängen ????
MfG Niclas

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> diesen Mosfet zu benutzen und nen Poti vorzuhängen
An einem Anlasser? Cool. Das gibt dann Schall und Rauch...
Mach bitte ein Video davon.   ;-)

Mein Literaturhinweis (Buch) oben war kein Witz. Oder sieh dir 
wenigstens mal an, wie Andere das machen. Es gibt etliche 
Selbstbauprojekte zum Thema "Elektrische Antriebe" von Karts, Rädern...

Autor: Niclas (Gast)
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Gibt es denn keine MOSFETS in dieser Ampere-Stufe ???
War ja nur ein Beispiel.
MfG Niclas

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Doch, solche Mosfets gibts schon. Wenn sein muß schaltet man eben 10 
parallel. Aber das Problem ist, dass dein persönliches Wissen weit von 
diesem Ziel "Motorsteuerung" weg ist. Und wenn du dann gleich mit 100A 
rummachst.....

Warum schiebst du deinen Rennwagen nicht erst mal ins Trockene und 
fängst einfach mal klein an? Wenigstens solange, bis du die nötigen 
Grundschaltungen benennen und bewerten kannst. Wenn du so unbefangen 
weiter an der Sache rumbastelst, dann packt dich soweiso bald der Frust 
und du schiebst deinen Rennwagen frustriert zur Seite.

Autor: Spezi (Gast)
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Hallo,

> Gibt es denn keine MOSFETS in dieser Ampere-Stufe ???

Du brauchst einen Strom von min. 300A und für beide Drehrichtungen eine 
H-Brücke. Diese wiederum will angesteuert werden; nur mit einem Poti ist 
es da nicht getan.

Eine Motorsteuerung mit PWM-Ausgang und beiden Motor-Drehrichtungen 
braucht folgendes:

- H-Brücke, bei der jeder Schaltzweig aus min. 6 parallelgeschalteten
  MOSFETS besteht. Also min. 24 Transistoren; isoliert auf einem
  Kühlkörper montiert.

- Treiber-Baustein zur Ansteuerung der MOSFETs in der H-Brücke. Dafür
  gibt es fertige ICs.

- Eine Steuerschaltung, die aus deinen Poti-Stellungen das PWM-Signal
  erzeugt. Kann man mit einem Controller machen (z.B. AVR).

Für nur eine Fahrtrichtung oder eine mechanische Umschaltung der 
Drehrichtung (z.B. mit Leistungs-Schütz) reicht ein Transistor-Zweig.

Das Schalten so hoher Ströme ist nicht trivial; man kann sich beim 
Eigenbau grosse Störungen einhandeln. Daher ist es besser, auf ein 
fertiges Teil zu setzen, vor allem, wenn man in dieser Materie völlig 
unbedarft ist ...
Und die Verkabelung erfordert "dicke" Leitungen, die nicht an jeder Ecke 
zu bekommen sind. Auch die erforderlichen Sicherungen sind ziemlich
heftig ...

Autor: Floh (Gast)
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Bei so großen Leistungen wärs zu überlegen, ob man einfach nur einen 
geregelten Vorwärtsgang einbaut und auf den Rückwärtsgang erst mal 
verzichtet (man kann ja später über 2 Wechselrelais/Schütze den Motor 
dafür umpolen).

Hätte den Vorteil, dass man sich die (schlechteren) P-Kanal-Mosfets 
sparen kann und "nur" einmal eine Mosfetstufe braucht.

Btw, was nimmst du als Akku?

Autor: Werner (Gast)
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Ich will kein Spielverderber sein, aber lieber Niclas, du scheinst noch 
nichtmal einen kleinen Ventilator linear regeln zu können.
Für dein Projekt 100A-regler sehe ich nur 2 Optionen.
1) du investierst Zeit und Hirnschmalz, liest ein wenig Im Internet, 
besuchst Bilioteken und eignest dir Grundkenntnisse zur elektrotechnik 
an,
oder
2) du investierst Geld in Modelbau-regler und Motoren. Da gibts dann 
wirklich alles was du suchst bei deinem Modellbau-Laden nebenan.

Persönlich kann ich dir aber 1) empfehlen, das ist nicht nur besser für 
deinen Geldbeutel, sondern auch für dein Gehirn!

lg
Werner

Autor: Niclas (Gast)
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Eine Ventilatorsteuerung bekomme ich hin und wenn ich mehrere MOSFETS 
parallel schalte und und einen Treiberbaustein zur Ansteuerung verwende, 
sowie nen Poti mit Controller?? (Danke Spezi) Gibt es den Controller 
auch fertig ???? Das Löten und aufbauen der Schaltung bekomme ich hin.
MfG Niclas

Autor: Niclas (Gast)
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Kann mir nochmal jemand einen Tipp zu den MOSFETS usw. geben ??
MfG Niclas

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Niclas schrieb:
> Kann mir nochmal jemand einen Tipp zu den MOSFETS usw. geben ??
> MfG Niclas

Schlagt euch drum ;))
sind 4 Stück und die gehen!
http://cgi.ebay.de/Power-Mosfet-STE250N06-4-Stuck-...

Viele Grüße
Axelr.

Autor: Niclas (Gast)
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Vielen Dank !!!!
Könnte ich als Ansteuerung diesen Bausatz verwenden ???
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/22...
MfG Niclas

Autor: Michael (Gast)
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Niclas schrieb:
> Könnte ich als Ansteuerung diesen Bausatz verwenden ???

Der ist für Modellbauservos, du willst 300A schalten -> Nein, ist 
ungeeignet.

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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von Conrad die 180486 eventuell?

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/17...

soetwas und dann hinten drann einen Widerstand als Last und über diesen 
Stromfluss dann ein, zwei dicke Mosfets ansteuern. Aber eigentlich schon 
zu kompliziert, wie ich finde...

Passender wäre das Modell 196460 , welches man - entsprechende Erfahrung 
vorausgesetzt - mit den dicken Mosfets ausm ebai aufbohren könnte. 
Traust Du dir das zu? (Ernstgemeinte Frage!)


http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/17...

Dazu noch 10 Stück von diesen 442625 Kondesatoren zum kurzschliessen der 
entstehenden Hochfrequenz ;)

http://www.conrad.de/ce/de/product/442625/

Und zusätzlich ein, zwei dicke Elkos 446190 zum Puffern der 
Akkuspannung.

http://www.conrad.de/ce/de/product/446190/

Alter, ich schwör. Das iss nich leischt, Mann ;))

Viele Grüße
Axelr.

edit:
sehe ich gerade beim Lesen - die 10 "kleinen" Elkos kommen natürlich 
auch an die Betriebsspannung ;)

Autor: Niclas (Gast)
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Oha das sieht nicht leicht aus  aber wäre ne Möglichkeit naja mein 
Nachbar hat Elektrotechnik studiert der kann das sonst frag ich den mal 
ob er mir hilft!!
MfG Niclas

Autor: Michael (Gast)
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Niclas schrieb:
> hat Elektrotechnik studiert der kann das sonst frag ich den mal
> ob er mir hilft!!

Ich denke, das ist eine prima Idee. Sonst seh ich echt schwarz...

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