das ist die "Standard" Lötstation für Einsteiger. Ich selbs hab sie
auch, komme als Gelegenheitslöter (ca. 10 STd/Woche) damit ganz gut
zurecht.
Besorg dir auf jende Fall noch die zugehörigen Lötspitzen in
verschiedenen Größen, die kosten nicht viel und sind immer wichtig, wenn
man mal was dickeres oder dünneres löten will
Lass bitte die Finger von solchen Lötkolben.
Solch ein Werkzeug ist eigentlich eine einmalige Anschaffung. Doch diese
Lötkolben sind wirklich nicht sonderlich toll und shcon bald musst du
diese zurückschicken.
Ich habe den Lötkolben auch schon in den Fingern gehabt, und muss sagen
er braucht wirklich Minuten um auf Temperatur zu kommen.
Spar lieber dein Geld und setzte auf Made in Germany (Weller/Ersa).
Grüße
Das hängt vom Anwendungsfall ab. Einem Industriegerät von Ersa oder
Weller wird das Ding nicht das Wasser reichen können, aber besser als
ein ungeregelter Lötkolben ist das Ding allemal.
Wichtig sind die Lötspitzen, wenn die nichts taugen, macht das Löten
keinen Spaß. Das Kabel, das zum Lötkolben führt, sollte nicht zu steif
und idealerwise hitzebeständig (Silikon) sein.
Bei --vermutlich-- knapp 50 Watt Leistung könnte das Ding durchaus
benutzbar sein, nur bei großen thermischen Lasten wie z.B. den
Kondensatoren auf PC-Motherboards ist das unterdimensioniert.
Ohne das Teil in die Hand zu nehmen und damit zu löten kann ich mehr
nicht sagen.
Ob es signifikant besser ist als http://www.reichelt.de/?ARTICLE=90921
weiß ich natürlich auch nicht; ich nutze für meine Lötarbeiten die gute
alte Magnastat, bei der die Temperatur durch ein thermomagnetisches
Element an der Lötspitze vorgegeben wird.
Ist halt von Zhongdi und benutzt mit Sicherheit die gleiche nicht gerade
langlebige Elektronik wie alle Zhongdi-Loetstationen ;) . Solange du das
Teil nicht im Dauerbetrieb laufen hast und genug geld fuer
Ersatzloetkolben bereitlegst, sind die Teile aber brauchbar. Ich selbst
habe ueber ein Jahr mit so einer Station gearbeitet und man kann damit
leben - vorallem fuer den Preis.
Gruesse
Marvin
Also ich bin mit der Station von Reichelt als Hobbyanwender bisher recht
zufrieden. Auch die Lötspitzen sind nicht allzu schlecht. Ich kenne auch
WELLER und ERSA. Wer sich sowas aber nicht leisten kann hat mit der
Billigstation eine brauchbare Alternative für die erste Zeit. Wenn du es
dir leisten kannst, würde ich dennoch dringend zu einer ERSA/WELLER
raten.
Gruß MB
Noch einen Tip, bestell dir gleich einen Ersatzlötkolben dazu. Der
kostet zum Beispiel bei Pollin 5,50 od. Reichelt 6,95. Bei Pollin gibts
übrigens die Station zum selben Preis.
> und muss sagen er braucht wirklich Minuten um auf Temperatur zu kommen.
ich hab grade mal gemessen: 270 Grad in 1 Minute (60 sek). Bist zu
meiner voreingestellten Temperatur 370 Grad hat er 100 Sek gebraucht.
Da ich nicht im Akkord löte, ist es mir auch ziemlich egal ob dieser
China-Lötkolben 100 oder 150 Sekunden braucht, um seine Temperatur zu
erreichen, oder ob ein Weller das ganze in der halben Anheiz-Zeit
schafft
ich hab jetzt auch mal bei Pollin geschaut, dort gibt es diesen Artikel:
http://www.pollin.de/shop/dt/NjA5OTUxOTk-/Werkstatt/Loettechnik/Loetgeraete/Loet_Entloetstation_ZD_917.html
Da ist jetzt auch eine Entlötpistole dabei, meint ihr, so ein Dingen ist
auch lohnenswert? Ich hab sowas noch garnicht gesehen, ich kannte immer
nur diese Art Vakuumpumpen, wo man vorher mitm Lötkolben den Lötzinn
anheitzt und dann geht man mit dem Entlötschnapper dadrauf und dann
macht es schnapp und der Lötzinn wird rausgesaugt. Dort wird der Lötzinn
dann schon mit der Pistole vorgewärmt, oder?
ich hab natürlich eben vergessen, mich für eure Ratschläge noch zu
bedanken, ich freue mich, dass ihr mir so schnell geantwortet habt und
mir Eure Erfahrungen mit den Geräten mitteilt und so.
Rufus t. Firefly schrieb:> Ob es signifikant besser ist als http://www.reichelt.de/?ARTICLE=90921> weiß ich natürlich auch nicht;
Die ZD99 ist ziemlich mies. Ich hatte sie mal als Drittstation geholt,
habe aber 2-3 wesentliche Kritikpunte.
1. Es wird die Leistung, jedoch nicht die Temperatur geregelt.
2. Die Lötspitze wird mit einer relativ kurzen Mutter direkt an der
Lötspitze festgeschraubt, was man auf dem Foto einigermaßen erkennen
kann. Dadurch hat die Lötspitze keinen sicheren Halt. Dauernd löst sich
die Mutter und muss spätestens nach 2 Lötstellen wieder festgezogen
werden.
3. Das Kabel ist unflexibel.
Bei der ZD931 ist zumindest eine lange Überwurfhülse auf dem Lötkolben,
die mit der Mutter beim Griff festgeschraubt wird. Das sorgt für mehr
Stabilität und die Lötspitze sollte sich nicht von allein lösen.
Weber Knecht schrieb:> Da ist jetzt auch eine Entlötpistole dabei, meint ihr, so ein Dingen ist> auch lohnenswert?
Also ich hatte so ein Entlötkolben sozusagen, der per Knopfdruck vorne
duch ein Loch das Lötzinn Wegsaugt. Hab ich auch ein paar mal benutzt,
aber ansich ist es nichts anderes als ein Lötkolben und eine (quasi
elektrische) Entlötpumpe in einem Gerät. Also wenn man sowas hat, kann
man es auch benutzen, nur vorher in der Ausbildung und auch zuhause hab
ich so ein Teil nicht vermisst.
Die für mich ideale Lötstation hatte ich bei meiner letzten
Arbeitsstelle. 2 getrennt regelbare Lötkolbenalsgänge, 2 Kolben. Der
eine einzeln, der andere wie eine Art Zange oder Pinzette. Dazu ein
Ständer mit reichlich Lötspitzen, von dick, über Flach, bis dünn. Was
cool war, vorallem um quadratische ICs auszulöten, die Lötkoblenzange
mit 2 "90° Winkeln", womit man dann auf einmal alle Pins heiß machen
kann und dann einfach vonder Platine nehmen kann. War von ERSA aber ich
weiß leider nicht mehr, wie das Ding hieß =( (falls es jemand weiß,
bitte sagen^^)
Ob die oben gezeigte Entlötpistole etwas taugt, weiß ich nicht.
Aber ich habe eine Entlötpumpe, die ist Gold wert
(keine Pistole, sondern zylindrisch mit Feder zum Vorspannen des
Kolbens und Knopf zum Auslösen).
Ich weiß leider nicht mehr, wo ich sie gekauft habe.
Die würde ich sicher schnell vermissen.
Ich habe einer Weller WHS40 (http://www.reichelt.de/?ARTICLE=47768).
Die habe ich jetzt seit ungefähr 9 Jahren ohne Lötkolbenwechsel. Ich
löte aber auch nicht so extrem häufig (vielleicht 5...10h/Woche).
Nur irgendwann mal (vor ca. 2 Jahren) war die Schraube, die die
Lötspitze festhält festgefressen und ist beim Versuch sie rauszudrehen
zersplittert. Ich habe das dann ausgebohrt und eine neue Schraube
reingedreht.
Dagegen kann man auch vorbeugen, wenn man die Schraube alle paar Wochen
mal ein Stück raus- und wieder reindreht. Dann frisst sie nicht fest.
Der einzige Nachteil an der Station ist die mit 40 Watt relativ knappe
Leistung. Zum Löten an größeren Masseflächen oder etwas dickeren Kabeln
würde ich mir manchmal etwas mehr Power wünschen.
Für solche Fälle (z.B. 6mm² Kabel an einen 35A Brückengleichrichter
anlöten oder Leiterbahnen mit 2,5mm² Kupferdraht verstärken) nehme ich
dann eben einen "großen" 75W Handlötkolben. So große Lötstellen habe ich
nämlich nur alle paar Monate mal.
Ansonsten finde ich die WHS40 aber super: Der Kolben liegt gut in der
Hand, das Kabel ist sehr flexibel und zerrt nicht lästig am Kolben, und
die Station nimmt nicht viel Platz auf dem Basteltisch weg...
Martin Sch. schrieb:> Vermutlich Ersa I-CON2,
Ne, den hatte ich auch schon da gesehen, ist er aber nicht. Den ich
hatte, hatte kein Display, nur 2 Potis und 2 Anschalter (und
logischerweise 2 Buchsen). Aber die Kolben sehen schon so ähnlich aus.
Hat wohl was bei 300€ gekostet. War aber richtig befriedigend damit zu
löten ;)
Funkamateur schrieb:> Entlöten braucht man nicht. Da würde ich lieber eine solides> Vergrösserungsglas kaufen. Oder bei Aldi ein Mikrosskop mit USB> Anschluss.
Und wie ersetzt Du mit einem Vergrößerungsglas oder Mikroskop auf eine
Platine gelötete Bauteile?
Kannst Du mir den dazu erforderlichen Algorithmus erklären?
Ich nehme mal ganz stark an, dass es so gemeint ist, wie, dass er mit
der normalen manuellen Entlötpumpe arbeiten sollte und das gesparte Geld
für sinnvollere Sachen, wie z.b. ein Mikroskop, ausgeben sollte.