Hochgenaue (DC-)Stromquelle

#1856959
Lesenswert?

Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer hochgenauen Stromquelle zum Speisen von 
Pt's, angepeilt sind 100uA. Bislang habe ich nur den Ref200 von 
Burr-Brown gefunden, dieser hat +/- 0,5%, was mir eigentlich schon zu 
viel wäre... Gibt es genauere (am besten genauso einfach zu nutzende) 
ICs?
Kommt man mit einer OPV-Konstruktion genauer? Oder kann man mit einer 
Spannungsreferenz irgendwas basteln?
#1856966
Lesenswert?

Die Firma Burster Präzisionsmeßtechnik hat sowas fertig kaufbar im 
Programm.

Selberbauen ist möglich, das wäre die "klassische" OPV Stromquelle mit 
entsprechend präzisen Widerständen und Referenzen.
Erreichbar so 0.1...0.0001 % - je nach technischem Aufwand und was Du 
finanziell investieren willst.
#1857107
Lesenswert?

Jeder OPV der genau genug für Deine Anwendung ist.

Kann man schon jetzt sagen, da Du weder zur Verfügung Betriebsspannungen 
noch maximale erlaubte  Stromverbräuche  nennst.

Oder kurz: Wer so wie Du kleckerlesweise die gewünschten Anforderungen 
nennt, muß sich über die Zähigkeit der Antworten nicht wundern.
#1857120
Lesenswert?

Zur Verfüung stehen 24V/0V und +/-12V, Stromverbrauch sollte nicht allzu 
hoch (wegen Wärmeentwicklung, Quellen sind unproblematisch... hab da 
keine genauen Vorstellungen, in welchem Bereich das liegt) die 
Genauigkeit sollte idealerweise um 0,02% sein.

Und ich freu mich total über die schnellen Antworten & hilfbereiten 
Forumsteilnehmer!
#1857290
Lesenswert?

Nein, das offset-Trimmen der OPV hat damit erstmal nix zu tun.

es geht um die Fehler der Bauteile.

Wenn Du als Ergebnis (dein vorletztes Posting oben) 0,02% der fertigen 
KSQ wünschst, kannst Du das kaum OHNE Trimmen (==Abgleich) in einer 
schaltung erreichen die 2 relevante Bauteile (für's Ergebnis)  mit 0,02 
% Toleranz enthält.


Stichwort: Fehlersummen.

Hier zur Vereinfachung nicht die quadratische, sondern die 
Maximal-Fehlerapproximation von mir eingesetzt.

Für den Rest liest Du einfach mal die Datenblätter der 4 Bauteile die Du 
genannt hast.

> sorry wegen meiner Ahnungslosigkeit...

wohl eher bist Du zu faul die Sache selber zu durchzuarbeiten, scheint's
#1857301
Lesenswert?

Achso, da hab ich dich vorhin falsch verstanden!
ich meinte 0,02% Genauigkeit beim OPV...
Die Spannungsreferenz (2,5V, in Frage käme auch 5V) hat 0,02%, der 
25k-Widerstand 0,01% (wie bei 50k), und dann dachte ich bei einem 
OPV-Fehler von 0,02% bin ich immernoch bei der 10-fachen Genauigkeit des 
Ref200.

Oder hat der OPV gar keinen Fehler wie die anderen Bauelemente? Worauf 
muss ich dabei für meinen Anwendungszweck achten?
#1857324
Lesenswert?

Da jetzt ERSTMALIG von Dir die Werte der von Dir gewählten Bauelemente 
(siehe meine obige Bemerkung zu kleckerlesweise...) genannt werden:

Am 25 k Widerstand fallen 2,5 V ab.
0.02% davon sind  ???? uV

Sollte der Offset des OPV also niedriger sein, dann... (genügt der OPV 
in erster Näherung)

Da aber der OPv ggfs. an 25k-wid. auch seinen Bias-Strom ausläßt 
(Datenblatt), solltest Du...


Usf.
Gast #1857388
Lesenswert?

Zur präzisen Messung von PT100 hat J. Williams von linear diverse 
Appnotes geschrieben.
Reicht nicht eine halbwegs konstante Stromquelle und ein 
Referenzwiderstand um den Strom zu messen? Dazu 'nen 2 kanal 24bit 
Wandler und Deine Sorgen liegen nicht in der Stromquelle sondern im 
realen Aufbau der Schaltung und der Plazierung des Sensors!!
Gast #1863436
Lesenswert?

Hallo Andreas,

> ich bin auf der Suche nach einer hochgenauen Stromquelle zum Speisen von
> Pt's, angepeilt sind 100uA. Bislang habe ich nur den Ref200 von
> Burr-Brown gefunden, dieser hat +/- 0,5%, was mir eigentlich schon zu
> viel wäre... Gibt es genauere (am besten genauso einfach zu nutzende)
> ICs?
> Kommt man mit einer OPV-Konstruktion genauer? Oder kann man mit einer
> Spannungsreferenz irgendwas basteln?

Eine ähnliche Diskussion hatte ich schonmal.
Beitrag "Konstantstromquelle mit Op-Amp - Dimensionierung"

Ich zitiere den wichtigsten Teil meines damaligen Posts:

> Vergleiche Abb. 17 auf Seite 9 des folgenden Datenblattes
> http://www.analog.com/static/imported-files/data_s...

> Um zu Deiner ursprünglichen Anwendung zurückzukommen: Es ging um den
> PT100. Überleg mal, ob Du ihn nicht lieber in einer Meßbrücke
> verschaltest und anschließend mit dem ADS1232
> http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/ads1232.pdf

> entsprechend Beispielschaltung 42 auf Seite 25 ausliest.
> Spannungsschwankungen werden dort weitgehend mit einer ratiometrischen
> Messung kompensiert (d. h. die Versorgungsspannung wird auch gemessen,
> hier über REFN/REFP).

Vielleicht hilft Dir das ja weiter.

Gruß,
  Michael
Gast #1864028
Lesenswert?

Für eine genaue Widerstandsmessung sollte man ratiometreisch messen. Die 
Referenz ist dann nur ein Präziser Widerstand. Eventuell sollte man 
dabei überlegen micht mit Gleichstrom, sondern mit Wechselstrom (z.B. 
170 Hz) zu messen: das erspart einem weitgehend die Probleme mit 
Thermospannungen und dem Offset der Verstärker. Außerdem rauschen die 
Verstärker da weniger.
#1864050
Lesenswert?

Ulrich schrieb:
> Für eine genaue Widerstandsmessung sollte man ratiometreisch messen. Die
> Referenz ist dann nur ein Präziser Widerstand. Eventuell sollte man
> dabei überlegen micht mit Gleichstrom, sondern mit Wechselstrom (z.B.
> 170 Hz) zu messen: das erspart einem weitgehend die Probleme mit
> Thermospannungen und dem Offset der Verstärker. Außerdem rauschen die
> Verstärker da weniger.

Stimmt genau.

Was mich daran erinnert, das ich mal einfach ein HP432A Wattmeter dafür 
zweckentfremded habe: In der dortigen Messbrücke einfach einen Teilzweig 
mit einem bzw. 2 Pt100 ersetzt.
Es war damit das HP432A ein genial hochauflösendes Thermometer mit sogar 
automatisch setzbarem Nullabgleich, für weniger als 100 Euro .-)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren