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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes?


Autor: Das Ende (Gast)
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Ich frage mich, wie das mit dem deutschen Arbeitsmarkt und mit diesem 
Land  noch weiter gehen soll?

Arbeitsplatzabbau wohin man schaut.
Immer mehr prekäre Beschäftigung - unsichere Jobs, schlechte Bezahlung.
Firmen, die denken, sich alles erlauben zu können.

In gewisser Hinsicht können sie sich auch viel erlauben und die 
Löhne/Gehälter drücken. Denn der Arbeitsmarkt ist total übersättigt.
Eine Regel des Kapitalismus: Die Nachfrage bestimmt den Preis.
Aber wie soll das nur weitergehen?

Wenn das Volk immer weniger Geld in der Tasche hat, ist es klar, dass 
die Leute nicht mehr konsumieren können. Das ist natürlich auch wieder 
schlecht für die Wirtschaft, und auch für den Staatshaushalt. Ein 
Teufelskreis.

Sie jubeln wieder über die niedigen Arbeitslosenquoten. Aber traue 
keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
In wirklichkeit haben wir jqa weit über 10 Millionen Arbeitslose.

Ich bin auch seit längerer Zeit Arbeitslos und bin nicht in der 
Statistik.
Von einer Maßnahme zur nächsten, Beschäftigungsprogramme usw...
Und ich habe kaum noch eine Chance auf einen Job. Zu lange arbeitslos, 
zu alt, irgendeinen Absagegrund finden die ja immer.


Das ist der Kapitalismus in seiner wahren Form.
Der Kapitalismus, und damit unser Land ist dem Untergang geweiht. Man 
sieht ja, wie langsam alles den Bach runter geht. Es dauert nicht mehr 
lange.

Wir brauchen dringend einen Systemwechsel, bevor es zu spät ist.

Autor: Peter (Gast)
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Systemwechsel ?
Wer soll wohin wechseln?

Nur weil gewisse Arbeitgeberorganisationen und derzeit regierende 
Politiker die aktuelle Lage optimiert darstellen ?

Autor: Das Ende (Gast)
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Ja, wir brauchen einen Systemwechsel.

Wir müssen zu altbewährtem zurückkehren.

Ohne EU Wirtschaftslobbyismus, ohne EU Diktat, das uns mit unsinnigen 
Vorschriften überhäuft.

Leiharbeit und prekäre Beschäftigung muss wirksam reduziert und 
eingeschränkt werden.

Die Globalisierung muss rückgängig gemacht werden.

Ich hätte gerne den Zustand von vor etwa 25 Jahren zurück.
Bevor das mit dem ganzen Mist, den wir heute haben, so richtig 
angefangen hat.

Autor: DDT (Gast)
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Das Ende schrieb:
> Ich hätte gerne den Zustand von vor etwa 25 Jahren zurück.
> Bevor das mit dem ganzen Mist, den wir heute haben, so richtig
> angefangen hat.

Und ich hätte gerne ein Eis mit Schokosauce...
Nein im Ernst, ich hätte gerne mal eine Regierung die das System 
Demokratie kapiert und für das Volk handelt und nicht gegen...Wie viele 
Gesetzte haben die raus gebracht, die die Mehrheit NICHT wollte? Auf 
jedenfalls viele, die meisten haben ja in echt nicht mal Ahnung von dem 
was die da Verbieten/Bestimmen.

Ja auch die EU hat viel schlechtes gebracht und sinnloses 
(Glühbienenverbot) aber auch einige gute Sachen, z.B. Euro, was den 
Arbeitsmarkt eigentlich ganz gut geholfen hat (mit Ausnahme der dadurch 
verursachten Krisen, aber auch zukünftigen, die durch die "schwachen 
Statten" in der Eurozone hervorgerufen werden.).

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Eher vor 35 Jahren, als die amtierende Regierung anfing
Schulden zu machen ohne darüber nachzudenken wie man
die Schulden wieder zurückzahlt.
Ein neues System muss man erst mal entwickeln und die
Schwächen beseitigen. Nur eben keine Stärke ohne Schwäche.
Das ist das Gleichgewicht der Natur. Ansonsten können
wir auch wieder in Höhlen leben. Da überlebte dann nur
der Stärkste oder der der den Grips hatte seine Stärken
am besten einzusetzen.

>Und ich hätte gerne ein Eis mit Schokosauce...
Schokoeis?

>Euro, was den Arbeitsmarkt eigentlich ganz gut geholfen hat...
Naja, wenn man berücksichtigt das sich dadurch eine enorme
Wirtschaftskraft gegenüber dem Dollar gebildet hat, ansonsten
hat man so nur Wechselkursverluste beseitigt innerhalb Europas.
Wenn aber mit Dollar bezahlt werden muss, ist das Wechselkursrisiko
wieder da, auch wenn der Euro gegenüber dem Dollar z.Zt.nicht
schlecht steht.

Autor: High Performer (Gast)
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So lange die Menschen gierig, egoistisch und unsozial eingestellt sind, 
hat kein System der Welt die Chance, Zufriedenheit zu schaffen.

Ich erlebe im geschäftlichen Umfeld häufiger, dass es kein gemeinsames 
Handeln gibt, sondern jeder, und zwar auf verschiedenen Ebenen, nur 
damit beschäftigt ist, für sich Vorteile zu erreichen, gerne auch auf 
Kosten der anderen. Es gibt da vielfältige Strukturen.

Im Übrigen muss IMO inzwischen zwischen drei Arbeitsmärkten 
unterschieden werden:

1. Arbeitsmarkt: Angestellte und Arbeiter in Konzernen bzw. 
Großbetrieben: Top Bezahlung, sicherer Arbeitsplatz, umfangreiche 
Sozialleistungen, starkes Gewicht der Arbeitnehmerseite durch 
Betriebsräte, Epressbarkeit der Politik.

2. Arbeitsmarkt: Angestellte und Arbeiter in kleinen und mittleren 
Betrieben, Selbstständige ohne Mitarbeiter, Leiharbeiter: miese 
Bezahlung, unsicherer Arbeitsplatz, keine oder kaum Sozialleistungen, 
kein Mitspracherecht der Arbeitnehmerseite. Keinerlei Lobby in der 
Politik.

3. Arbeitsmarkt: das, was landläufig als 2. Arbeitsmarkt bezeichnet 
wird.

Im Prinzip profitiert der 1. Arbeitsmarkt vom 2. und 3. Arbeitsmarkt.
Die Kluft zwischen diese drei Systemen wird immer größer, und es findet 
ein deutlicher Fluss vom 1. in den 2. Arbeitsmarkt statt.

Langfristig werden nur die Angestellten in Großbetrieben von dieser 
Entwicklung profitieren. Deshalb wird auch das Einkommensgefälle 
innerhalb der Arbeitnehmerschaft immer größer werden.

Autor: High Performer (Gast)
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An der EU stört mich persönlich am meisten die Ohnmacht der EU-Bürger. 
Dieser Apparat ist so weit weg, mental und geographisch. Die 
EU-Institutionen sind wie ein abgeschottetes System im System, unnahbar, 
undurchsichtig, kompliziert und allmächtig. Jedenfalls empfinde ich das 
so. Und das ist das, was mir die Freude an der EU als Verbund 
friedlicher, befreundeter Staaten vergällt. Und selbstverständlich 
unternimmt die Politik absolut nichts, um diesen Zustand zu verbessern. 
EU-Gesetze und -Verordnungen wirken auf mich als "gottgegeben".

Thema Euro: Der Einfluss des Eurokurses auf unser Leben wird total 
überbewertet: Als der Euro als Zahlungsmittel in der Eurozone eingeführt 
wurde, lag der Kurs bei unter einem Dollar: hat damals irgend jemand von 
uns etwas davon mitbekommen oder gar den Untergang Europas deshalb 
befürchtet? OK, vielleicht war ich vor acht Jahren noch ein wenig 
unbedarft. Weitere Zahl: der Eurokurs ist in den letzten Jahren um viele 
Prozent gestiegen und der Kurs EUR/USD war noch vor fünf Jahren viel 
niedriger als heute. Hat damals jemand den Untergang Europas befürchtet? 
Das ist die ganze Hysterie, die durch die Medien, durchgeknallte Bänker 
und Politiker und hysterisch gewordene Finanzmärkte den Menschen täglich 
ins Gehirn gehämmert wird.

Man sollte sich auch mal überlegen, was der Zusammenbruch des Euros 
bedeuten würde, ganz abgesehen davon, wie so ein Zusammenbruch praktisch 
ablaufen soll.

Die EU und auch der Euroraum sind starke Wirtschaftsräume, die im 
Vergleich zu vielen anderen Staaten der Erde eine durchaus solide 
Finanzpolitik betreiben.

Bis vor wenigen Monaten dachte ich, unser winziges Deutschland und ganz 
Europa wären nur ein winziges Licht auf der Erde. Das ist jedoch nicht 
so, Europa ist weltweit geschätzt durch Stabilität, Wirtschaftskraft, 
Demokratie. Deutschland als größtes Land Europas nimmt dabei eine 
führende Rolle ein. Deutschland hat in der Welt ein nicht gerade 
geringes Gewicht. Das soll jetzt nicht in Patriotismus ausarten, ich 
wollte es nur mal ins Gedächtnis bringen.

Noch eine Anmerkung muss ich hier loswerden: man kann von Frau Merkel 
halten was man will, aber die Frau bewegt sich immerhin relativ gekonnt 
auf dem internationalen Parkett und wirkt durchaus solide. Im Gegensatz 
dazu schaden meiner Meinung nach Leute wie Sarcozy und Berlusconi dem 
europäischen Ansehen. Im Gegensatz zu den bisherigen französischen 
Präsidenten scheint mir Herr Sarcozy einfach zu infantil unbeherrscht, 
undiplomatisch und mit zu vielen Machoallüren ausgestattet. Und 
Berlusconi? Naja, ich denke da muss man nichts mehr weiter sagen...

Es wäre schön, wenn mal wieder Perönlichkeiten mit diplomatischem Elan 
und Charisma an der Spitze der großen europäischen Staaten stünden.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu hart formuliert. Aber ich kann den 
besagten Herren einfach nicht viel Positives abgewinnen.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Aeh ja. Sarco ist der Westentaschen Napoleon, der noch nicht begriffen 
hat welche Sorte Laden er hat. Sein Land hat den Krieg verloren, hatte 
aber einen genialen Schwaetzer, der sich in die Siegerrunde schnorren 
konnte. Von Napoleaon an ging's nur noch bergab. Haben sich zwar in die 
G7 geschnorrt, sind aber Subventionsbezueger.
Und der andere ist ein Westentaschen Caesar, der auch nicht begriffen 
hat was fuer einen Laden er hat. Die Italiener halten gar nichts vom 
Staat, erwarten auch nichts. Gewaehlt wird der mit der besten Show. Mit 
seinem Laden geht's seit Caesar nur noch abwaerts, ist daher eigentlich 
nur noch auf einer logarithmischen Skala sichtbar, sonst wuerde man von 
den Nullen erdrueckt.

Autor: DDT (Gast)
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High Performer schrieb:
> Deutschland als größtes Land Europas nimmt dabei eine
> führende Rolle ein.

Ich hoffe du meinst Wirtschaftlich, denn geografisch ist es 
Frankreich...


PS:

Ne ich meinte Erdbeereis mit Schokosauce... -.-

Autor: Lexi (Gast)
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In diesen Zeiten arbeitet man doch nicht mehr, sondern man macht eine 
Leihbude auf. Die Unternehmen rufen nach Flexibilität, ohne zu sehen, 
dass diese Art der Flexibilität schädlich ist, in mehrfacher Hinsicht:

1. MA sind unmotivierter.
2. MA identifizieren sich nicht so stark mit dem Unternehmen, sind daher 
auch eher bereit, zu wechseln.
3. MA sind teurer, weil die Leihbude kräftig mitverdienen will.

Autor: Lexi (Gast)
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DDT schrieb:
> Ich hoffe du meinst Wirtschaftlich, denn geografisch ist es
> Frankreich...

Nein, Russland.

Autor: Stammtisch (Gast)
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Oh man, wer braucht noch einen Stammtisch wenn er solche Threads 
findet...

Warum nicht gleich eine Regierung wie vor 60 Jahre? Frankreich "Krieg 
verloren" und "in die G7 geschnorrt", soviel Unwissenheit und latenter 
Rassismus ist echt unterstes Niveau...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Die Zukunft ? Alle sind arbeitslos und der Lohn, resp Hartz4 kommt aus 
Bruessel...

Autor: Peter (Gast)
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Systemwechsel oder Systemkorrektur?

Systemwechsel hört sich nach "Völker hört sie Signale,..."

Vor 25 Jahren gab es die Mauer, der böse Russe dahinter, bzw. der 
faschistische Westen (je nach Sichtweiese).
Aus China kam maximal Billigspielzeug.
Es gab große Handelsschranken, um Waren selbst von Deutschland nach 
Frankreich zu bringen.

Das hat sich geändert, leider auch der Regel- und Dokumentationswahn der 
EU.

@High Performer
Charismatische Politiker in Deutschland ?
Einen schwachsinnigen Sarrazin statt einer moderierenden Merkel.

Gibt es noch einen charismatischen Politiker in Deutschland, unabhängig 
von der politischen Richtung?
Brauchen wir etwa so einen wie Berlusconi, Forza Germany ?
Vielleicht ein Luis de Funès ääh Sarkozy, Roma raus vite vite ?

Zumindest wenn man sich den Arbeitsmarkt in Frankreich und Italien 
anschaut, helfen auch keine charismatischen Politiker.

In welche Richtung soll die Systemkorrektur (wechsel) gehen - 
Linksliberal, sozialdemokratisch (damit meine ich nicht die Politik der 
derzeitigen SPD), konservativ-rechts, .... ?

Die Zukunft ?
Alle Menschen ab 50 dürfen bei rot über die Ampel gehen,
ab 60 müssen sie es.
Das Rentenproblem und die Arbeitsloenquote Ü50 in einem Satz gelöst.

Autor: dagger (Gast)
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Ich weiß gar nicht, was ihr wollt. Kam doch gestern erst in den 
Nachrichten, alles ist toll:
-wir haben Wachstum
-einen stetig steigenden IFO-Geschäftsklimaindex
-eine hohe Binnen-Nachfrage
und weil das alles so super ist, haben sie die Kurzarbeit auch gleich 
bis auf 2012 ausgedehnt.

Autor: ich (Gast)
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Das Ende schrieb:
> Ich frage mich, wie das mit dem deutschen Arbeitsmarkt und mit diesem
> Land  noch weiter gehen soll?
In etwa so wie damals in USA:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/49...

> Arbeitsplatzabbau wohin man schaut.
> Immer mehr prekäre Beschäftigung - unsichere Jobs, schlechte Bezahlung.
> Firmen, die denken, sich alles erlauben zu können.
Wenn der Staat nicht richtig regulierend eingreift, machen die Firmen 
das, was sie wollen. Ist wie im Kindergarten, ohne Aufsicht machen die 
Kinderchen Anarchie.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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@Lexi

> Deutschland als größtes Land Europas nimmt dabei eine
> führende Rolle ein.

> Ich hoffe du meinst Wirtschaftlich, denn geografisch ist es
> Frankreich...

>Nein, Russland.

Russland gehört nicht zu Europa sondern zur GUS (Gemeinschaft 
unabhängiger Staaten, glaub ich).

>1. MA sind unmotivierter.
>2. MA identifizieren sich nicht so stark mit dem Unternehmen, sind daher
>auch eher bereit, zu wechseln.
>3. MA sind teurer, weil die Leihbude kräftig mitverdienen will.
4. MA werden schlechter bezahlt als die Stammbelegschaft
5. MA haben nur wenig Hoffnung auf Dauer übernommen zu werden.
(Auch wenn Volkswagen jetzt 400 Leiharbeiter übernimmt, was wohl die 
Ausnahme bleiben wird).

Autor: Warmweiß (Gast)
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dagger schrieb:
> und weil das alles so super ist, haben sie die Kurzarbeit auch gleich
> bis auf 2012 ausgedehnt.

Der nächste Einbruch steht bevor. Durch die Aktionen weiß man aber auch, 
dass die Politiker bzw. die Strippenzieher wissen wie es laufen wird - 
man sagt halt öffentlich nur was komplett anderes um den Malocherpöbel 
jetzt beim fröhlichen, motivierten Schuften für wenig Geld nicht zu 
verunsichern.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>nur was komplett anderes um den Malocherpöbel
>jetzt beim fröhlichen, motivierten Schuften für
>wenig Geld nicht zu verunsichern.

Das sagen die doch immer, man nennt das auch Optimismus verbreiten.

Autor: High Performer (Gast)
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>Der nächste Einbruch steht bevor.

Der nächste Einbruch steht immer bevor. So what?

>> Deutschland als größtes Land Europas nimmt dabei eine
>> führende Rolle ein.
>
>Ich hoffe du meinst Wirtschaftlich, denn geografisch ist es
>Frankreich...

So läufts, wenn man nicht präzise formuliert. Sorry. Sagen wollte ich 
eigentlich:

"Deutschland als einwohnerstärkstes Land der europäischen Union..."
Aber wirtschaftlich liegen wir ja auch nicht ganz schlecht. ;-)

@Peter:

Du plenkst.

>Charismatische Politiker in Deutschland ?
Wieso Deutschland? So schlecht finde ich Frau Merkel gar nicht. Im 
Ernst! (Und das sage ich, obwohl ich nicht CDU/CSU wähle).
Unser aktueller Bundespräsident wäre auch nicht ganz schlecht (so 
gesehen ist das Amt eigentlich gut besetzt, OK, Herr Gauck wäre 
natürlich mindestens genau so gut geeignet gewesen). Herr Steinmeier von 
der SPD ist wohl auch für die weltpolitische Bühne geeignet. Und es gibt 
durchaus noch einige weitere.

Aber ich meinte ja eigentlich, dass die Herren Sarcozy und Berlusconi 
nicht gerade Werbung für die EU machen. Ich bin sicher, auch in 
Frankreich und Italien gibt es gemäßigte Politiker, die ihr Land auf der 
weltpolitischen Bühne besser vertreten könnten. Francois Mitterrand zum 
Beispiel war ja, salopp gesagt, ganz OK.

Autor: DDT (Gast)
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Lexi schrieb:
> DDT schrieb:
>> Ich hoffe du meinst Wirtschaftlich, denn geografisch ist es
>> Frankreich...
>
> Nein, Russland.

Na na na: Das stimmt so aber nicht, denn nicht ganz Russland ist Europa, 
sondern nur bis zum Ural

Ach ja und zu den Politikern:
Die meisten Berufspolitiker kann man in die Tonne kloppen, als die 
angefangen haben, hatten die noch einen Traum, aber nach so langer Zeit 
(und die meisten haben jetzt die 60 überschritten) haben die Ihn 
entweder aufgegeben, oder es wurde halt alles zum Alltag.
Ach ja und man siehe auch:
Politiker sind auch nur normale, egoistische, Geldgeile Menschen, wie du 
und ich.
Z.B. Was ist ja wohl das wichtigste gewesen? Batürlich, erst mal schön 
die diäten erhöhen, man muss ja auch als Politiker über die Runden 
kommen (<- Ironie).
[[Sorry dafür dass das hier vor und das jetzt folgende teils off Topic 
ist, aber es musste /muss halt raus:]]
So ein stink normaler Landtagsabgeordneter verdient schon mehr als ein 
Richter am Amtsgericht, und das kann ja nicht wahr sein, dass so ein 
unwichtiger Abgeordneter mehr verdient als ein Richter, der immerhin 
über Recht walten muss.
Ich bin ja einverstanden das wichtige Leute wie Kanzler / 
Bundespräsident / Minister mehr verdienen, sollen die ruhig ihre 20000 
bekommen, aber der Rest regt mich auf...

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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so lange ich noch Polen und Rumänen beschäftigen muss weil keine 
deutschen Arbeitnehmer zu bekommen sind geht's dem Land nicht schlecht.

Und um dem Protestgeheul gleich mal vorweg zu nehmen, nein, die werden 
nicht ausgebeutet, haben Kost, Logis frei und fast 10 Euros die Stunde 
auf der Kralle, nicht Brutto.

Das H4-erhöhungs-genöhle kotzt mich an, ich habe Arbeit, keiner will 
sie. Von mir gäb's nix außer in absoluten Fällen von Bedürftigkeit.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>Das H4-erhöhungs-genöhle kotzt mich an...

Nur zu, ein bisschen Farbe können wir hier schon gebrauchen
und vergiss nicht nachher aufzuwischen. 10Euro/Monat soll es
künftig mehr geben, was für eine Vermögen. Da werden dann
schnell die Brötchen teurer und schwups ist das Geld wieder
flöten. Es sollte mal Inflationsbereinigt kalkuliert werden.

Autor: smufte (Gast)
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Hallo

Wenn ich meine Versprochenen Tätigkeiten auf Arbeit so ausführe wie die 
Politiker, bin ich nach 2 Wochen Arbeitslos. Ohne Abfindung etc. Was 
soll der misst. Diese Wasserköpfe sind meines achtens nur Schmarotzer 
der Gesellschaft.

Aber abgesehen davon ist das ein Globales Problem.

Autor: Ländle (Gast)
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Da hilft nur die Wasserköpfe abschlagen. Aber dazu kann sich der 
deutsche Michel nicht durchringen. Er geht lieber ins Ausland und 
arbeitet dort. Der Industrie und der Politik ist es egal, solange die 
Kassse stimmt. Wenns keine einheimische Billig-Ingenieure mehr gibt, 
kommen diese eben aus dem billigen Osteuropa. Der Ingenieur ist nur 
Verbrauchsmaterial, das man ab 45 in jedem Fall in die Tonne tritt.

Autor: Axel (Gast)
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>Ich hätte gerne den Zustand von vor etwa 25 Jahren zurück.

War das nicht die Zeit, als in Rheinhausen die Arbeiter massenhaft auf 
die Strassen gingen, um den Abbau ihrer Arbeitsplätze zu bekämpfen ?

Ach jam und die geistig moralische Wende von Helmut Kohl datiert auch 
etwa in die Zeit.

Also, das würde ich auf keinen  Fall wiederhaben wollen.

Gruss
Kater

Autor: Ländle (Gast)
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Die Industrie hat nichts dazugelernt. Die Personaler sitzen auf dem 
hohen Roß und behandeln arbeitssuchende Ingenieure nach dem Motto: 
Ingenieur ist man nicht, Ingenieure hält man sich. An dieser Praxis 
möchte man nichts ändern, sondern versucht sich jetzt Ingenieure aus dem 
Ausland zu halten. Wenn das "Nutzvieh" dann zu Schanden geritten ist, 
gibt man ihm den Gnadenschuß.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>kommen diese eben aus dem billigen Osteuropa.
Aber perfekt Deutsch sprechend, bitte schön.
Ich hab schon viele Offerten gelesen wo gute oder
sehr gute Deutschkenntnisse von Nöten sind. Ein
bisschen Akzent reicht schon für H4 und da hört
man ja immer öfter das das in russischer Hand ist.
Wenn man im Jobcenter ist hört man sehr oft
osteuropäische Gespräche, die man ohnehin nicht
versteht.

>Wenn ich meine Versprochenen Tätigkeiten auf
>Arbeit so ausführe wie die Politiker, bin ich
>nach 2 Wochen Arbeitslos.
Vermutung oder Gewissheit?

>Ohne Abfindung etc.
Bekommste ja auch nicht automatisch sondern nur wenn
keine andere Möglichkeit der Weiterbeschäftigung besteht
und alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind.

>Diese Wasserköpfe sind meines achtens nur Schmarotzer
>der Gesellschaft.
Wen meinst du?
>Aber abgesehen davon ist das ein Globales Problem.
Glücklicherweise müssen wir uns in unserem sozialem Land
darüber keine Gedanken machen, das wäre auch zu viel verlangt
die ganze Welt zu regieren. Das würde keiner schaffen.

Autor: papst12 (Gast)
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High Performer schrieb:
> Im Übrigen muss IMO inzwischen zwischen drei Arbeitsmärkten
> unterschieden werden:
>
> 1. Arbeitsmarkt: Angestellte und Arbeiter in Konzernen bzw.
> Großbetrieben: Top Bezahlung, sicherer Arbeitsplatz, umfangreiche
> Sozialleistungen, starkes Gewicht der Arbeitnehmerseite durch
> Betriebsräte, Epressbarkeit der Politik.
>
> 2. Arbeitsmarkt: Angestellte und Arbeiter in kleinen und mittleren
> Betrieben, Selbstständige ohne Mitarbeiter, Leiharbeiter: miese
> Bezahlung, unsicherer Arbeitsplatz, keine oder kaum Sozialleistungen,
> kein Mitspracherecht der Arbeitnehmerseite. Keinerlei Lobby in der
> Politik.

Das ist traurig aber wahr, 2 Klassengesellschaft ist schon da. Aber 
viele wollen doch selbst ausgebeutet sein, da wenn ich ein paar Kollegen 
frage warum sie bei so kleinen Firmen arbeiten und sich nicht bei den 
Großen bewerben, dann antworten sie meistens, dass sie "keine Nummern" 
sein wollen. Na gut Gut, dann sollen die für das Lohn weiter arbeiten.

Autor: Gästchen (Gast)
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Das Ende schrieb:
> Ich frage mich, wie das mit dem deutschen Arbeitsmarkt und mit diesem
> Land  noch weiter gehen soll?

Das kann ich dir sagen.
Der Trend geht Richrtung Arbeitslager mit Billiggehältern für 
Kapitalanleger und Banken. Was gibt es da lange zu überlegen?

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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High Performer schrieb:

> 2. Arbeitsmarkt: Angestellte und Arbeiter in kleinen und mittleren
> Betrieben, Selbstständige ohne Mitarbeiter, Leiharbeiter: miese
> Bezahlung, unsicherer Arbeitsplatz, keine oder kaum Sozialleistungen,
> kein Mitspracherecht der Arbeitnehmerseite.

Zumindest für Selbstständige ohne Mitarbeiter muss ich widersprechen :-)
Als ich noch alleine gearbeitet habe, war weder die Bezahlung schlecht, 
noch hatte ich Existenzängste. Ich war auch nie von irgendeiner Firma 
abhängig, eher war es umgekehrt. Das kann man also nicht 
Verallgemeinern.

> Keinerlei Lobby in der Politik.

Daran müsste man etwas ändern - aber Du siehst ja schon hier, dass man 
nichts auf die Reihe bekommt. Gleichzeitig wird aber auf 
Pflichtmitgliedschaften geschimpft.

Tatsache ist aber doch (wie Du schriebst): ohne Zwang bewegen sich die 
meisten nicht und ohne die Pflichtmitgliedschaft bei den IHK hätten wir 
Kleinen überhaupt keine Vertretung/keinen Ansprechpartner.

Mein Vorschlag war ja mal, von jedem Ingenieur/Selbstständigen hier im 
Jahr einen Zehner einzusammeln und dafür Vollzeitkräfte einzustellen, 
die gegen das ElektroG etc. Druck machen. Wieviele Mitglieder hat das 
Forum hier? Wenn da nur 1000 mitmachen würden, hätten wir schon 100.000 
pro Jahr und die Presse eine feste Anlaufstelle: Kleine 
Elektronikbetriebe etc. hätten überhaupt mal eine Stimme!

Passiert ist - außer zwei neuen Foren, auf denen auch nicht viel 
passiert - bisher gar nichts.

Ich bin mal gespannt, wieviele sich auf der Hauptversammlung des VERE am 
Freitag verloren haben. Vermutlich waren es so jämmerlich wenige wie 
letztes Jahr :-(

Chris D.

Autor: Sven H. (dsb_sven)
Datum:

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Zuckerle schrieb im Beitrag #1871447:
>> Autor: Fhutdhb Ufzjjuz (weinbauer)
>> Datum: 25.09.2010 22:27
>
>> Das H4-erhöhungs-genöhle kotzt mich an, ich habe Arbeit, keiner will
>> sie. Von mir gäb's nix außer in absoluten Fällen von Bedürftigkeit.
>
> Richtig so , voll in die Tasten gegriffen !

Dem kann ich nur zustimmen.

DDT schrieb:
> Na na na: Das stimmt so aber nicht, denn nicht ganz Russland ist Europa,
> sondern nur bis zum Ural

Der europäische Teil Russlands ist mit 3.952.550 km² immer noch 5 mal so 
groß wie Frankreich ;-)

Autor: Panzer H. (panzer1)
Datum:

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Ansonsten ist die Ukraine immer noch das flächenmässig grösste 
geografisch rein europäische Land.
Auch wenn die Leute dort der Meinung sind, sie gehören nicht zu 
Europa... B-)

Autor: G.H. (Gast)
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>Die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes?

Die liegt in Indien:

Beitrag "Re: Zukunft der FPGA-Entwicklung in Deutschland"

Autor: High Performer (Gast)
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>Der Kapitalismus, und damit unser Land ist dem Untergang geweiht. Man
>sieht ja, wie langsam alles den Bach runter geht. Es dauert nicht mehr
>lange.

Unfug!

>Wir brauchen dringend einen Systemwechsel, bevor es zu spät ist.

Noch größerer Unfug. Wie soll Deiner Meinung nach dieser ominöse 
"Systemwechsel" denn konkret aussehen?

>Ohne EU Wirtschaftslobbyismus, ohne EU Diktat, das uns mit unsinnigen
>Vorschriften überhäuft.

Ja ja, es sind immer die anderen schuld...

>Die Globalisierung muss rückgängig gemacht werden.

Die "Globalisierung" ist, ebenso wie "der Staat", ein Konstrukt von 
Stammtischbrüdern!

Was willst Du bitte dagegen machen, dass wir direkt mit anderen, sich 
entwickelnden Staaten, z.B. China, Indien, Brasilien, konkurrieren? 
Diese Länder wieder zurück in die Steinzeit schicken? Sollen die doch 
hungern, Hauptsache uns geht's gut? Und wem willst Du unsere teuren 
Produkte (da wir nach Deinem Gusto ja alle sichere und gut bezahlte Jobs 
haben werden) verkaufen?

Ich bin erstaunt über Deine Aussagen, ehrlich!

Autor: qwertz (Gast)
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Deutschland braucht dringend einen Systemwechsel. Nicht zum Sozialismus, 
aber zurück zur Sozialen Marktwirtschaft!!

Ich verweise hier einfach mal auf die Nachdenkseiten:
http://www.nachdenkseiten.de/

Autor: einsamer Koffer auf Bahnsteig (Gast)
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> Deutschland braucht dringend einen Systemwechsel.
Und wer von denen "da oben" sollte sich dafür einsetzen? Dass ich nicht 
lache...
Eigendlich haben wir schon lange keine VOLKSVERTRETER mehr.

Autor: MaWin (Gast)
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> Deutschland braucht dringend einen Systemwechsel.

Na ja, den forderte "Das Ende" auch, weil er arbeitslos rumhängt,
und ohne Idee ist was er aus seinem Leben so machen könnte,
es ist ja auch im Arbeitslosenzustand so nett hier in Deutschland.

Er übersieht dabei, daß es 80% der Weltbevölkerung nicht so gut geht,
die verhungern einfach wenn sie nicht arbeiten (und teilweise sogar
wenn sie arbeiten).

Alles was "Das Ende" also forderte war: Ich will weiter daß es mir
(und den anderen Deutschen) so gut geht wie damals, als wir noch den
Rest der dummen Welt ausbeuten durften, als wir uns wie die Herren
der Welt fühlen durften, und den Rest der Welt höchstens als
Entwicklungsland sahen.

Dabei ging es uns allen damals gar nicht so gut wie ihm heute.

Damals hatte vielleicht jeder Arbeit, aber die brachte nichts ein,
normale Arbeiter konnten sich den Traum nach einem Auto gleich
wegwischen, den heute selbst der H4-Empfänger für sich in Anspruch
nimmt, von Urlaub im Ausland ganz zu schweigen. Eine 2-Zimmer Wohnung
musste für die Familie reichen, als Junggeselle wohnte man im
Wohnheim, wo manche hier davon träumen, "unter 70k Einstiegsgehalt
arbeite ich erst gar nicht".

Man mag in den 70gern glücklicher gewesen sein (was eine massive
Verblendung war, denn die Welt stand kurz vor einem Krieg der
über unsere Köpfe hinweggerollt wäre) aber man war sicher nicht
wohlhabender als heute.

Man denke nur mal bei unserem Hobby, was man damals für einen
Transistor, einen Widerstand oder gar ein Oszilloskop an
Lebensarbeitszeit investieren musste. Aber gerade die, die so
was nie miterlebt haben, glauben heute, daß der Rest der Welt
nichts besseres zu tun hat, als ihr elitäres Leben durchzufinanzieren.

> Nicht zum Sozialismus, aber zurück zur Sozialen Marktwirtschaft!!

Die Marktwirtschaft geht von der irrigen Annahme aus, daß der Markt
die Produktion der Güter so regelt, daß ein Optimum der Versorgung
für jeden sichergestellt ist.
Demnach müsste heute in Haiti, wo die Not am grössten ist, der
Markt brummen, sich alle Marktteilnehmer drum reissen um dort was
aufzubauen. Das ist bekanntlich nicht der Fall, die Theorie der
Marktwirtschaft ist und war eine grosse Lüge, aber manche glauchen
sie immer noch, so gläubig wie andere an einen Gott oder ein Alien
glauben. Weltentrückte Religiöse halt, wo erwartet man da gesunden
Menschenverstand.

Wer eine Moral der Gerechtigkeit hat, muß einsehen, daß wir (die
weltliche Welt) heute viel zu sehr über unsere Verhältnisse leben,
wir konsumieren mehr als wir produzieren, wir verbrauchen mehr
als wir erarbeiten, wir lassen Chinesen schuften, damit wir dem
Konsum frönen können. In einer gerechten Welt müssten wir selber
wieder arbeiten, und dann würde "Das Ende" eben kein H4 bekommen,
sondern entweder selber das erarbeiten müssen, was er verbraucht,
sondern eben verrecken, so wie der Rest der Welt auch.

Es gibt KEINEN Grund, warum wir Deutschen uns mehr herausnehmen
dürften, als andere Menschen auch. Es ist eine überhebliche Frechheit,
als Deutscher für dieselbe Tätigkeit (z.B. Produktion oder
Entwicklung) mehr als Lohn verlangen zu wollen, als der Chinese oder
Inder. Und ja: Die sind deutlich ärmer als wir, zumindest im
Durchschnitt. Denn auch in China gilt: Einige schaffen es, richtig
reich zu werden. Da gehört wohl mehr als Wissen dazu, sondern auch
Glück und Beziehungen und wohl Skrupellosigkeit, aber die ganzen
Möglichkeiten hätten "Das Ende" auch offengestanden, er hat sie nur
nicht genutzt, weil eingekuschelt ins deutsche soziale Netz sein
Leben so angenehm ist, daß er nicht den Arsch hochkriegen muß,
sondern lieber jammern darf.

Dabei ist Deutschland gar nicht so reich, wie er daa gerne denken
würde. 82 Mio Leute bei 2800 Mrd Dollar sind gerade mal 2800 US$
oder ca. 2000 EUR pro Monat pro Person, von denen grob die Hälfte
für nicht-private Dinge weggeht, bleiben 1000 EUR pro Person im
Durchschnitt als unseren Wohlstand. Dummerweise bekommt schon ein
H4 Empfänger ca. 350 bar, ca. 350 Miete, ca. 350 Krankenversorgung
(Rente entfällt weil in den 82 Mio ja auhc Rentner drin waren),
also erhebt schon ein H4-Empänger Anspruch auf mehr Geld pro
Monat, als im Durchschnitt für ganz Deutschland überhaupt zur
Verfügung stehen. Und er jammert nach mehr. Sorry, kein Verständnis.
Man begreife bitte, daß wir ärmer sind als man das landläufig
glaubt, OBWOHL wir eines der reichsten Länder der Erde sind.
Nur kann halt nicht jeder wie ein Prinz leben.

Autor: pragmatiker... (Gast)
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>>Autor: High Performer (Gast)
>>Datum: 25.09.2010 00:12
>>Die EU und auch der Euroraum sind starke Wirtschaftsräume, die im
>>Vergleich zu vielen anderen Staaten der Erde eine durchaus solide
>>Finanzpolitik betreiben.

soll das jetzt ein witz sein?
Fact ist, dass bei einem drittel der euro-staaten die finanzpolitik 
total unsolide ist...
da werden bilanzen manipuliter, staatsdefitzite von über 30% des BIP 
geschrieben, etc und du redest von solide???

Autor: qwertz (Gast)
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>Man mag in den 70gern glücklicher gewesen sein (was eine massive
>Verblendung war, denn die Welt stand kurz vor einem Krieg der
>über unsere Köpfe hinweggerollt wäre) aber man war sicher nicht
>wohlhabender als heute.

Das man damals glücklicher war, war keine Verblendung.
Schau dir doch einfach mal an, wie sich das deutsche Volksvermögen 
damals und heute verteilt.
Wenn heute die unteren 30% gar kein Vermögen haben und die "Oberen 
10.000" fast 70% besitzen, dann stimmt irgendwas nicht.
Oder schau die die Lohnentwicklung in Europa an. Während die Löhne in 
den letzten Jahrzehnten in ganz Europa gestiegen sind, sind sie in 
Deutschland real um 0,8% gesunken. Das kannst du übrigens auch auf 
NACHDENKSEITEN.DE nachlesen. Da gibt es auch ein paar sehr schöne 
Grafiken.

Was den Krieg angeht, so muss ich dich darauf hinweisen, dass wir 
derzeit auch nicht gerade friedliche Zeiten haben: Irak, Afghanistan, 
Iran, Korea...
oder denk mal an Guttenberg und Köhler, die Resourcen mittels Militär 
sichern lassen wollen. Die Rhetorik gab es schon mal um 1900. Damals 
sprach der Kaiser von einem "Platz an der Sonne"...

>Die Marktwirtschaft geht von der irrigen Annahme aus, daß der Markt
>die Produktion der Güter so regelt, daß ein Optimum der Versorgung
>für jeden sichergestellt ist.

Märkte brauchen Regeln, damit sie funktionieren. Deshlab habe ich auch 
von SOZIALER Marktwirtschaft geredet.
Was wir in den letzten Jahren erlebt haben ist ja leider das genaue 
Gegenteil: Deregulierung und Privatisierung.
Bei dir hört es sich aber fast so an, als ob du die Planwirtschaft 
wiedereinführen willst. Davon kann ich als ehemaliger DDR'ler nur 
abraten.

Der vergleich mit Haiiti hinkt übrigens ziemlich stark. Zwar gibt es 
dort zeifelsfrei nach dem Erdbeben eine größere "Nachfrage", aber es 
fehlt schlicht an Divisen. Die Bevölkerung kann sich dort nichts kaufen. 
Haiiti war schon vor der Katastrophe eines der ärmsten Länder der Welt 
und nach dem Erdbeeben ist es nicht besser geworden.

>Wer eine Moral der Gerechtigkeit hat
Was soll das sein, eine "Moral der Gerechtigkeit"?
Eine "Moral" bzw. ein Gerechtigkeitssinn sind immer sehr flexibel und 
hängen vom jeweiligen Betrachtungspunkt ab.


>daß wir (die weltliche Welt) heute viel zu sehr über unsere Verhältnisse leben,

Bitte sag, dass du das sarkastisch meinst...

>>wir konsumieren mehr als wir produzieren,
Deutschland produziert mehr als es konsumiert. Deshalb sind wir auch 
(Vize)-Exportweltmeister. Dieses Außenhandelsdefizit Deutschlands ist ja 
auch der Grund, weshalb es in der EU derzeit so große Probleme gibt.

Versuch doch mal zu verstehen, was auf Volkswirtschaftlicher Ebene 
gerade passiert:
Um exportieren zu können, muss man billiger sein, als die Produkte der 
ausländischen Firmen. Bei einem gleichen Automatisierungsgrad der 
Produktion, geht dies nur über die Löhne. -->Die dt. Löhne sind in den 
letzten Jahrzehnten real um 0,8% GEFALLEN, während es in Frankreich&Co 
steigerungen von 20+ % gab.

Die Folge in den anderen Ländern ist Arbeitslosigkeit und ein sinkendes 
BIP. Wenn diese Länder dennoch einen minimalen Lebensstandart halten 
wollen, müssen sie Schulden aufnehemen. Und wer hat als einziger Geld 
und kann es verleihen? Das sind die Exportnationen wie Deutschland. 
(Warum hat Ackermann wohl so auf die Rettung Griechenlands gedrängt? 
Weil er mehrere Milliarden in griechische Schuldpapiere gesteckt hat.)
Was wir an Außenhandels-Überschuß haben, zwingen wir anderen Ländern per 
Definition als Defizit auf.

Letztendlich bedeuted dies aber, dass die Exportüberschüsse mit Krediten 
bezahlt werden, bei denen nicht klar ist, ob diese Länder Sie jemals 
zurück zahlen können. Die Arbeitnehmer sind damit doppelt gestraft: erst 
müssen sie auf Lohn verzichten um die Exporte zu ermöglichen und dann 
nochmal über Steuergelder die Absatzmärkte vor dem Zusammenbruch retten 
(siehe Griechenland,Portugal...).

Die deutsche Bevölkerung lebt also nicht über ihrem Niveau, sondern weit 
darunter!



>Es ist eine überhebliche Frechheit,
>als Deutscher für dieselbe Tätigkeit (z.B. Produktion oder
>Entwicklung) mehr als Lohn verlangen zu wollen, als der Chinese oder Inder.

Angebot und Nachfrage?


>aber die ganzen
>Möglichkeiten hätten "Das Ende" auch offengestanden, er hat sie nur
>nicht genutzt, weil eingekuschelt ins deutsche soziale Netz sein
>Leben so angenehm ist, daß er nicht den Arsch hochkriegen muß,
>sondern lieber jammern darf.

1.)Du gehst davon aus, dass es soetwas wie Chancengleichheit gibt. Das 
ist aber nicht der Fall.
Manche haben in der genetischen Lotterie besser abgeschnitten als andere 
und sind demzufolge klüger/dümmer bzw. hübscher/hässlicher als andere.
2.)Wenn du die Nachrichten verfolgen würdest, wüsstest du auch, dass es 
im dt. Bildungssystem eine soziale Selektion gibt. Während ein 
Hartz4-Kind schon Probleme hat das Schulgeld zu bezahlen (von einem 
warmen Mittagessen oder einer Klassenfahrt ganz zu schweigen), bekommen 
sozial bessergestellte Kinder noch Nachhilfestunden, Extrakurse, 
Studienreisen und Studiengebühren von Mammi und Pappi bezahlt
3.)Der spätere Erfolg hängt stark von der Herkunft ab. Im bestimmten 
Kreisen bleibt man gerne unter sich und lässt den Pöbel nicht gerne 
rein. Da ist es dann auch egal, was du alles kannst oder nicht kannst. 
Da werden Positionen nach Beziehung und Verwandschaftsgrad besetzt und 
nicht nach Können.



Wenn ich deinen Worten so lausche, bekomme ich den Eindruck, dass du 
noch nie in der Verlegenheit warst eine ARGE zu besuchen und dort bei 
einer freundlichen Bearbeiterin Hartz4 zu beantragen. Andernfalls 
wüsstest du, das es sowas wie ein soziales Netz schon lange nicht mehr 
gibt.
Wozu soll der Hartz4'ler eigentlich auch seinen "Arsch hochkriegen"? ES 
GIBT NICHT GENÜGEND ARBEIT. Da ist es auch egal, wieviele "Anreize" man 
in Form von Sanktionen bekommt. Die 5 Millionen Arbeitslosen in 
Deutschland sind schließlich nicht freiwillig arbeitslos.

Autor: MaWin (Gast)
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> Wenn heute die unteren 30% gar kein Vermögen haben und die
> "Oberen 10.000" fast 70% besitzen, dann stimmt irgendwas nicht.

Es gibt eine Illustration aus einer humoristischen Zeitschrift ca. 1848 
wo
neben einem behäbigen Biedermann ein abgerissen aussehender Prolet steht
und sagt: "Wir müssen alle unsere Güter zusammenlegen und gerecht 
teilen!"
Der Bürger darauf: "Ich kenne dich, du wirst deinen Teil verprassen. Was
dann ?" Der Prolet: "Dann teilen wir wieder ..."

> Wozu soll der Hartz4'ler eigentlich auch seinen "Arsch hochkriegen"?
> ES GIBT NICHT GENÜGEND ARBEIT.

Es gibt IMMER genug Arbeit,
es gibt nur manchmal keine Leute, die DIR sagen was du tun sollst,
und DAS scheint das Problem zu sein.

Zu faul, sich selbst was auszudenken.

Ein Leben in Unselbständigkeit, in dem man von den Eltern zu erzogen
wurde, nur darauf zu warten, daß andere einem etwas geben.
Und dann auf den Samariter hoffen, der einem einen Job anbietet,
daß ist als ob der Knecht sich einen Herren wünscht,
der Sklave einen Sklaventreiber.

Bleibt die Frage, ob das, was du dir als Arbeit ausdenkst, dir auch
genug Geld einbringt.
Ganz einfach: Du bekommst so viel, wie deine Arbeit wert ist.
Wenn dein Anspruch nicht zur Wirklichkeit passt, ist das nicht das
Problem der Gesellschaft.

> Deutschland produziert mehr als es konsumiert.

Richtig, deswegen schrieb ich "westlichen Welt".

> demzufolge klüger/dümmer bzw. hübscher/hässlicher als andere.


Richtig. Ein Blick auf die "Elite" zeigt dir, sas DIESE
Eigenschaften aber offensichtlich unwichtig für den Erfolg sind.

Autor: zocc (Gast)
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>>wir konsumieren mehr als wir produzieren,
Deutschland produziert mehr als es konsumiert. Deshalb sind wir auch
(Vize)-Exportweltmeister. Dieses Außenhandelsdefizit Deutschlands ist ja
auch der Grund, weshalb es in der EU derzeit so große Probleme gibt.


Nein. Das ist leider nicht richtig. Das Problem ist eher, das sich die 
Anderen so wie frueher verhalten, als man noch abwerten konnte. Kann man 
nun aber nicht mehr. Eigentlich muesste man die Loehne senken, das geht 
aber nicht wegen den Gewerkschaften.

Nur weil Tuechtige mehr arbeiten und etwas erreichen moechten, kann's ja 
nicht sein, dass die anderen Probleme bekommen. Die haben Ihre Probleme 
selbst gemacht.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>Du bekommst so viel, wie deine Arbeit wert ist.
Das mag für eine Stelle mit planbarer Beschäftigung hin kommen,
aber nicht für die vielen Jobs die extrem von der Auftrags-
lage des Unternehmens abhängen. Entweder ist es Gewinnbringend
oder ein Verlustgeschäft. Bei Gewinn ist der Mitarbeiter mit seinem
mageren Einkommen beteiligt, bei Verlust kostet es oft den Job.
Bei den Akademischen Berufen ist es noch krasser weil da kaum noch
eine Kalkulation möglich sein dürfte, weil die Tätigkeit zu 90%
Inspirativ und zu 10% Transpirativ ist.

Autor: Mister Mister (Gast)
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Die Zukunft sieht wohl so aus, dass sich um 3 Ingenieurstellen 40 
Dienstleister und Personalberater prügeln, um einen von 20 Ingenieuren 
zu vermitteln.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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MaWin schrieb:

>Ein Leben in Unselbständigkeit, in dem man von den Eltern
>zu erzogen wurde, nur darauf zu warten, daß andere einem
>etwas geben.

MaWin, ich wurde in einer Zeit geboren, als der Wiederaufbau nach dem 
Krieg gerade anfing zu boomen. Meine Eltern, sind ganz grob Überbleibsel 
aus dem Proletariat im 19. Jahrhundert. Weil es deren Eltern auch waren, 
und da hatte sich in dieser Zeit nichts groß geändert. Das steckt da 
immer noch tief drin. Obwohl heute alt, aber liebevoll und nett, gutes 
Verhältnis. Sie hatten nichts besessen außer sich selbst, und eine 
einfache Handlanger-Arbeit, die sie bekamen. Keine Bildung.

Wir sollten brave wohlerzogene Kinder (Menschen) werden, die niemals 
nicht gegen irgendwas begehren, und immer still den Schwanz einziehen. 
Also keine kritische Menschen. Ansonsten gab es für uns Kinder schon 
Prügel, oft täglich, mit dem Rohrstock, richtig ordentlich. Bis zu 
stundenlangen Schmerzen und Weinen. Bei jedem eigenen Meinungsversuch. 
Einsperrung nach der Schule im verdunkelten Schlafzimmer, u.ä., nicht 
selten. Bis in die 1970-er. Machen, was gesagt wird. Und wir bekamen ein 
ziemlich gutes Weltbild eingeprägt, die heile Welt.

Manche aus meinem Ort haben sich schon weggehängt, oder sich die Kugel 
gegeben, oder vegetieren wegen voran gegangenem starken Alkoholismus im 
Rollstuhl.

Heute kämpfe ich da sehr mit meinem inneren Schweinehund. Auch weil ich 
trotz erheblichen Widerstandes "aus meinen Kreisen" bessere Bildung 
genoß. Ein Ingenieursstudium hat niemand weit und breit, und ich war 
stolz auf mich selbst. Das war meine erste Eigeninitiative, da konnte 
mich auch niemand mehr lenken. Es ist schwer, da über manche Hürden raus 
zu kommen. Auch mit dem Gedanken an Selbstständigkeit, sich heute oder 
morgen von allem los zu lösen. Im Grunde, müßte ich es gelernt haben. 
Der Kopf, ist aber noch nicht ganz verkalkt, aber die innere Energie 
leidet. ;-) Entweder gibt es für mich noch mal was richtig gutes, oder 
Hartz-IV. Das liegt etwas auf Messers Schneide.

Bei allen parallelen Threads, z.B. Überqualifizierung, und was ich 
selbst versuchte, da gibt es aber auch nichts, noch nicht mal 
Produktionshelfer zur Pizzabelegung am Band. Da braucht man wieder die 
übrig gebliebenen aus dem 19. Jahrhundert, heute im moderneren Gewand 
(jung, besseres Outfit, mit Handy)...

Autor: Warmweiß (Gast)
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zocc schrieb:
> Nur weil Tuechtige mehr arbeiten und etwas erreichen moechten, kann's ja
> nicht sein, dass die anderen Probleme bekommen. Die haben Ihre Probleme
> selbst gemacht.

Du muss den Gulasch auch absetzen können, ansonsten produziert der 
Tüchtige für die Halde und die Produktion wird ratzfatz eingestellt. 
Durch den Euro kann der deutsche Bürger nicht mehr profitieren und die 
anderen Länder nicht mehr abwerten, um wieder an Wettbewerbsfähigkeit zu 
gewinnen und ein Gegengewicht bilden.
Die Einzigen, die vom Euro profitieren sind Konzerne und die Bonzen. Der 
deutsche Michel hingegen kassiert im Verhältnis zur Produktivität in der 
EU Hungerlöhne und leidet gleichzeitig unter dem schlappen Euro.
Der Euro wird bald krachen gehen, man kann stark verschiedendartigen 
Nationen nicht eine Währung überstülpen.
Die nächsten 5 Jahre werden lustig werden und nach kurzen trügerischen 
Ruhephasen eine Hiobsbotschaft die nächste jagen - und immer wird 
Deutschland als der "Tüchtige" erster Mann an der Spitze sein.
Eigentlich halten nur noch Bilanztricks die Sache am Laufen. Wenn schon 
heute die Karten auf den Tisch gelegt werden müssten, wäre definitiv 
jetzt schon endgültig Schicht im Schicht.

Autor: MaWin (Gast)
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> Produktionshelfer zur Pizzabelegung am Band. Da braucht man
> wieder die übrig gebliebenen aus dem 19. Jahrhundert,

Ja, man braucht auch Pizzabeleger (für die Leute, die zwar immer
jammern, wie wenig Geld sie haben, aber nicht selbst zu Hause
eine Pizza aus Mehl anfertigen können oder sich zu fein zum
selber belegen sind und dafür lieber das 3-fache für Fertigpizza
ausgeben, man hat's ja und lässt lieber andere die Arbeit machen),
zumindest so lange bis ein Ingenieur eine Pizzaproduktionsmaschine
günstig genug bauen kann (aber viele dieser Ingenieure denken ja,
es gäbe keine Arbeit für sie mehr zu tun),

> heute im moderneren Gewand (jung, besseres Outfit, mit Handy)..

Nun, er kann Pizza belegen am Band, oder seinen eigenen Pizzaladen
aufmachen, da wäre er nicht der erste, aber man sieht daran, daß
viele als Pizzabäcker durchaus leben können. Wer am Band bleibt,
traut sich nur nicht.

Ja, wir haben ein Problem mit der seit den 70gern immer grösser
werdenden Schere zwischen schlecht bezahlten und fürstlich
bezahlten Jobs. Das gibt's in der Geschichte der Menschheit immer
wieder, und führt normalerweise zu Revolutionen. Auch beim grossen
deutschen Bauernkrieg 1524 wurde den Bauern vorher so viel
Steuern abgeknöpft, daß sie sie gar nicht erwirtschaften konnten,
und sich "dem Gesetz nach" und ihre Nachkommen als Leibeigene
verpfändeten. Heute legt man auf die prekären Jobs ein paar Euro
drauf, richtig klüger ist auch das nicht.

Autor: A. K. (prx)
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Warmweiß schrieb:

> Die Einzigen, die vom Euro profitieren sind Konzerne und die Bonzen.

Ungefähr so?: Sollen sie nur untergehen, die Konzerne. Wer braucht schon 
Arbeit und Futter, wenn man dafür die DM zurück haben kann.

> Der deutsche Michel hingegen kassiert im Verhältnis zur Produktivität
> in der EU Hungerlöhne und leidet gleichzeitig unter dem schlappen Euro.

Naja, Hungerlöhne... ziemlich schiefe Wahrnehmung, jedenfalls wenn man 
mal vom hier stets beklagten Ing-Niveau ausgeht, mit zwar nicht 
traumhaftem aber immer noch überdurchschnittlichem Einkommen, und nicht 
von den wirklichen Billiglohngruppen (eine hier im Forum selten 
vertretene Spezies). Wär zwar wirklich besser, wenn die Verteilung nicht 
so unausgeglichen wäre wie sie leider ist, aber sich aus Wut auf die 
Welt zum Drittweltstaat runterzuerklären ist doch ein klein wenig 
übertrieben.

Apropos: Was passiert eigentlich ohne Euro? Das Benzin und die Bananen 
werden billiger, dafür werden die deutschen Autos und Maschinchen im 
Ausland vorerst unbezahlbar. Zu blöd also, dass es den zusätzlichen 
Millionen an deutschen Arbeitslosen billigere Bananen nicht viel nützten 
weil H4 mangels staatlicher Mäuse entsprechend gekürzt werden muss. Und 
die verbleibenden Arbeitsplätze nur mit massiver Lohnkürzung 
international einigermassen konkurrenzfähig bleiben.

Ausserdem darf der deutsche Michel dann statt der Iren einmal mehr die 
deutschen Banken direkt retten. Weil dann die Schulden der Griechen, 
Iren usw. schlagartig so massiv an Wert verlieren, dass die Banken 
einmal mehr Pleite sind und mit Staatsknete durchgefüttert werden. Und 
dass die nicht oben eingesammelt wird, sollte sich langsam rumgesprochen 
haben.

Also worin sollte der Vorzug liegen, es sei denn in der erhofften Lust 
am Untergang der verhassten Bonzen - nur dass man von dieser Rache 
selbst nichts mitkriegen wird, weil man zuerst dran glauben wird. Die 
Guillotine nützt auch nichts, weil jene, die man gern drunter sehen 
würde, dann urplötzlich mitsamt Moneten anderswo verschwunden sind. Das 
geht heute bei genug Penunze weit leichter und schneller als in früheren 
Jahrhunderten, in denen Reichtum überwiegend in Land, Immobilien und 
Ausbeutungsrechten steckte. Und da eine Revolution immer irgendwelche 
Schuldigen braucht nimmt man halt ein paar Andere deren Gesicht grad 
irgendwem nicht passt. Dich beispielsweise.

Autor: MaWin (Gast)
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> Was passiert eigentlich ohne Euro? Das Benzin und die Bananen
> werden billiger, dafür werden die deutschen Autos und Maschinchen
> im Ausland vorerst unbezahlbar.

Na ja, bitte Grundlagen der Ökonomie beachten,
es würde Nichts von heute auf morgen "unbezahlbar" sondern nur
teurer so daß einige Kunden sich halt nach was anderem umsehen,
das würde einerseits die Aussenhandelsbilanz wieder gerade rücken
und andererseits wären die Bürger selbst bei gleichem Lohn reicher,
denn die ausländischen Produkte wären ja billiger.

> Weil dann die Schulden der Griechen,
> Iren usw. schlagartig so massiv an Wert verlieren,

Griechenland hätte seine ausländischen Schuldverschreibungen aber
nicht in Drachmen ausstellen könne, sondern nur in Fremdwärung (DM)
und eben meim Rückzahltag für sein eigenens geld diese DM einkaufen
müssen, also selbst das Währungsrisiko getragen,
und eben durch neu Drucken von Geld nur inländischen Sparer (Bürger)
geschädigt und nicht ausländische Gläubiger (siehe Argentinien,
deren Schulden sind auch in Dollar oder DM, zahlen tun sie trotzdem
oder gerade deswegen nicht).

Dennoch können wir fest davon ausgehen, daß Deutschland der Euro
zu Gute kam, wenn auch vielleicht nicht so viel wie wir gerne
gedacht hätten. Wir sollten uns erinnern, daß Genosse der Boasse
Schröder selbst es war, der nicht von heute bis morgen denkend
einfach mal mehr neue Schulden gemacht halt als laut Maastricht
erlaubt, in festem Glauben, daß die Deustchen von diesem Geld
profitieren, und der Rest Europas sich am zurückzahlen beteiligt.
Daß andere Staaten davon gelernt haben und es nun "Besser" machen
ist kein Wunder.

> Also worin sollte der Vorzug liegen

Geld ist zunächst mal nur Tauschmittel.
Am einfachsten wäre es, wenn dieses wertstabil ist,
dann kann man sich wenigstens die Preise merken.
Aber selbst Maastricht hat 2-3% vorgegeben,
nicht damit die Inflation 2-3% beträgt, sondern damit
die Leute, um immer noch denselben Preis halten zu können,
eben 2-3% produktiver werden müssen.
Also als Zwang zum immer mehr schuften.
Die meisten europäischen Staaten haben sich nicht dran gehalten,
und lieber 5% mehr ausgegeben und nur 1% mehr gearbeitet.
In normalen Währungen führt das zur Abwertung der Währung,
nicht aber im euroraum, dort kann die Währung nur
durchschnittliche abgewertet werden. Schröder's Trick,
gib selbst mehr aus und lass die anderen zurückzahlen,
verkehrt sich also ins Gegenteil, wenn die anderen nicht
bloss 3.6%, sondern 30% Neuverschuldung machen, dann zahlt
Deutschland für den Rest.

Dasselbe wie Abwertung wäre, wenn in den betroffenen Ländern
die Löhne fallen, die Preise fallen, vor allem Immobilien,
und sogar die Steuern sinken (zumindest absolut).
Aber genau das ist politisch nicht durchsetzbar, und das haben
die Euro-Erfinder "vergessen". Die Alternative wäre, daß in den
anderen Ländern, wie Deutschland, die Löhne verdoppelt werden,
aber dann in Folge auch die Hauspreise verdoppelt werden und
die Preise der inländisch produzierten Produkte (Handwerker...)
Das ist aber ebenso undenkbar, es würde übrigens genau
denjenigen ihren Wohlstand erhöhen, die sich an dem Spiel der
Immobilienblase beteiligen "zu viel für etwas zu bezahlen, in
der Erwartung daß demnächst das Geld viel weniger wert ist und
der preis des Objektes also verdoppelt". Man bekommt also genau
das Gegenteil von dem "Untergang der verhassten Bonzen".

Autor: A. K. (prx)
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MaWin schrieb:

> das würde einerseits die Aussenhandelsbilanz wieder gerade rücken

Ja eben. Was bedeutet, dass entsprechend Arbeitsplätze ins Ausland 
abwandern würden. Oder deutlich billiger werden müssten.

> Griechenland hätte seine ausländischen Schuldverschreibungen aber
> nicht in Drachmen ausstellen könne, sondern nur in Fremdwärung (DM)

Ich bezog mich auf ein Ausstiegsszenario. Nicht auf eine Korrektur der 
Vergangenheit per Zeitmaschine.

Im ursprünglichen Sinn, also ohne Transferunion und Rettungsschirm ist 
übrigens der Euro für die Griechen ebenfalls eine Fremdwährung, was die 
Staatsverschuldung angeht. Ob dabei die griechischen Schulden in Euro 
oder DM lauten ist irrelevant, ob die Banken wegen ausfallender 
Eurokredite oder ausfallender DM-Kredite gestützt werden müssten ändert 
nichts.

Die Alternative bestand also jetzt darin, die Staaten zu stützen oder 
platzen zu lassen. Stützt man sie, zahlt man an die Staaten. Lässt man 
sie platzen, zahlt man statt dessen an die eigenen Banken, deren Kredite 
an diese Staaten dann in weitere Bad Banks wandern. Erst auf Dauer würde 
sich über das entstehende Zinsniveau ein Unterschied ergeben.

Autor: A. K. (prx)
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Die Frage, die sich mir stellt, ist daher eine andere: Kriegt man den 
Euroraum so gedeichselt, dass sich dieses Szenario nicht beliebig 
wiederholt - und wenn ja wie? Was passiert beispielsweise, wenn sich die 
Bevölkerung der Staaten einem Sparkurs, wie er derzeit vorgeschrieben 
wird, widersetzt?

Wenn die Antwort auf die erste Frage "nein" lautet, dann ist das ein 
Fass ohne Boden und der Euro wird über kurz oder lang an mangelnder 
Akzeptanz und Kontrollierbarkeit platzen. In den daraus entstehenden 
Verwerfungen, gegenseitigen Vorwürfen und Medienkriegen mit aufkommenden 
patriotisch/nationalistischen Emotionen besteht dann allerdings das 
Risiko, dass die EU dabei faktisch mit über die Wupper geht. Manchen 
hier im Forum wäre das zwar sehr recht - mir nicht.

Autor: Warmweiß (Gast)
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A. K. schrieb:
> Und da eine Revolution immer irgendwelche
> Schuldigen braucht nimmt man halt ein paar Andere deren Gesicht grad
> irgendwem nicht passt. Dich beispielsweise.
Von Guillotine hast du angefangen. ;)
Zu DM-Zeiten wurde ja auch andauernd getötet. ;) Außerdem muss man vor 
Deutschen keine Angst haben - ohne Führer rühren die sich nicht und 
selbst beim letzten Mal war der Führer ein Externer gewesen.
Du bist aber anscheinend um dein Leben auch besorgt - weil du viel zu 
verlieren hast?

A. K. schrieb:
> Die Frage, die sich mir stellt, ist daher eine andere: Kriegt man den
> Euroraum so gedeichselt, dass sich dieses Szenario nicht beliebig
> wiederholt - und wenn ja wie? Was passiert beispielsweise, wenn sich die
> Bevölkerung der Staaten einem Sparkurs, wie er derzeit vorgeschrieben
> wird, widersetzt?
Der Sparkurs bringt nichts, außer Massenarbeitslosigkeit bei denen und 
bei uns brechen die Aufträge weg. Am Ende wird man um einen Haircut 
nicht drum rumkommen.  Nur dass die, die Ansprüche noch halten, zusehen 
dass der deutsche Steuerzahler am Ende der Dumme ist und die 
Verluste/Entbehrungen erhält.

A. K. schrieb:
> Wenn die Antwort auf die erste Frage "nein" lautet, dann ist das ein
> Fass ohne Boden und der Euro wird über kurz oder lang an mangelnder
> Akzeptanz und Kontrollierbarkeit platzen. In den daraus entstehenden
> Verwerfungen, gegenseitigen Vorwürfen und Medienkriegen mit aufkommenden
> patriotisch/nationalistischen Emotionen besteht dann allerdings das
> Risiko, dass die EU dabei faktisch mit über die Wupper geht. Manchen
> hier im Forum wäre das zwar sehr recht - mir nicht.
Soviel Porzellan wie schon von Deutschland kaputtgeschlagen worden ist, 
um den Zorn des deutschen Bürgers von den wahren Schuldigen auf die 
Sünderstaaten aka PIIGS zu lenken, ist die EU eh nicht mehr zu retten. 
Die Völker werden gegeneinander ausgespielt werden und sich gegenseitig 
die Schuld an den überall schlechter werdenden Lebensbedingungen 
zuschieben.

Autor: MaWin (Gast)
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> Kriegt man den Euroraum so gedeichselt, dass sich dieses
> Szenario nicht beliebig wiederholt

Mit den aktuellen Politikern offenbar nicht.

Auch die Finanzkrise hat man ja nicht gedeichselt bekommen,
sondern ihnen nur neues Spielgeld zur Verfügung gestellt,
damit sie es weiter wie bisher verprassen können, die
Verluste sozialisiert man dann wieder. Hauptsache auch die
Politierkaste konnte die Profite privat einsacken.

Es ist kein Einziger verurteilt worden, obwohl z.B. in
Deutschland quasi alle gegen Aktiengesetz § 93 und § 116 i.V.m.
§ 93 (Vorstand und Aufsichtsrat haften mit dem PRIVATVERMÖGEN,
sofern sie nicht NACHWEISLICH die Sorgfalt eines ordentlichen
Kaufmanns angewendet haben) verstossen haben (und keiner von
denen hat, denn bei versprochenen Renditen deutlich oberhalb
der Umlaufrendite hätte ein ordentlicher Kaufmann sich
absichern müssen), aber wo kein Kläger, da wird nicht Recht
gesprochen, egal ob dem Volk der Kragen platzt.

Es wäre einfach gewesen, und vollkommen kapitalistisch:

Firmen (Banken) die Kapitalbedarf haben, können Aktien =
Firmenanteile ausgeben um eine Kapitalerhöhung zu machen,
und der Staat kann diese ZUM MARKTPREIS kaufen, wenn er
die Firma für systemrelevant hält, (und nach Konsolidierung
weider zum dann bestehenden Marktpreis verkaufen). Auch ohne
squeeze out hat der Staat dann die Mehrheit in den Firmen
(50 Milliarden Beiteilgung bei nur 5 Mrd Firmenvermögen
macht halt eine 90% Mehrheit), und bekommt auch den Grossteil
der späteren Gewinne. Verluste wären bei den ehemaligen
Aktionären entstanden (denn bei einer ver10fachung der
Aktienmenge ist die einzelne Aktie maximal 1/10 wert).

Stattdessen ist man den sozialistischen Weg gegangen, um dem
Kapitalismus vor dem Ende zu bewahren: Hilfe ohne Gegenleistung
der Verursacher.

Und besonders schön in Irland zu sehen: Dort haben die
Politiker ein Steuersystem eingeführt, welches es Firmen aus
Europa erlaubt, ihre Gewinne quasi steuerfrei ins Ausland
zu verfrachten, siehe Google und eBay.
Das war sicher nicht im Interesse der anderen europäischen
Staaten, sondern man muß schon von organisierter Kriminalität
reden, bei der Politiker und mafiöse Firmen Hand in Hand
wirken, so daß die Firmen es schaffen, daß die nötigen Gesetze
existieren, um ihren Beitrag zur Gesellschaft NICHT leisten zu
müssen.

Und nun will sich das Land von den Europäern, die es gerade
eben erst um ihre Steuereinnahmen gebracht hat, stützen lassen.

Wie widersinnig ist das denn ?

Immerhin sind die "Rettungsschirme" an Griechenland und Irland
ja lohnenswert: Sollte der Markt ihnen nur Kredite oberhalb von
7.5% geben, kann sich das Land aus dem Rettungsfond zu 7.5%
bedienen, die anderen (Deutschland) nimmt dann diese Milliarden
auf, zu deutlich weniger als 7.5% (eher so 3%) und streicht den
Rest als eigenen Gewinn ein. Verluste fallen an, weil der Zins
aller deutschen Staatsanleihen auch steigt (von 3 auf 3.5% oder so)
und wenn Griechenland eines Tages die Kreditzahlungen stoppt
(wie es Argentinien macht). Ein Aussetzen der Zinszahlungen halte
ich übrigens für das maximale was ein Staat sich bei Staatsschulden
erlauben können soll "im Staatsnotstand", ein Verzicht auf Forderungen
gläubigerseits wie es Merkel durchsetzen will halte ich für Humbug.
Denn wenn ein Staat seine 10-jaährige Staatsanleihe zu 6% mal 5 Jahre
nicht bedient, sinkt die Rendite für die Gläubiger auf ~4%, aber es
bleibt immer noch eine Rendite, und nicht etwa daß er Milliarden
an Kreditsumme verschenkt. EIn Gläubiger, der damit rechnen muß,
wird keine Staatsanleihe mehr kaufen. Muss er nur einen Zinsausfall
befürchten, wird er sie nehmen, nur halt zu höheren Zinsen damit das
Risiko ausgeglichen ist.

Selbst wenn die irische Bevölkerung in der Vergangenheit von
ihrer Wirtschaft proftiert hat, ist es doch wieder sehr
auffällig, daß jede, auch auch ausnahmlos jede Aktion der
irischen Regierung zur Haushaltskonsolidierung nur die Bürger
betrifft, höhere MWSt, geringere Sozialleistungen, aber die
Firmen (Unternehmenssteuern, ferizügige gesetzliche Regelungen)
unangetastet bleiben, obwohl die Bürger sicher eher wenig zur
aktuellen Schuldenkrise beigetragen haben im Vergleich zu den
Unternehmen.

So, wie sich die Regierungen derzeit verhalten, ist eine
Revolution unausweichlich. Schade eigentlich.

Das Hauptproblem liegt darin, daß 9 mal mehr Geld unterwegs ist,
als für Produkte und Arbeitsleistung und Warenhandel nötig ist.
Daher funktionieren alle Mechnismen, die Geld als werthaltiges
Tauschmittel ansehen, nicht mehr. Z.B. drucken die USA massenhaft
Geld, aber der Dollarkurs sinkt bei weitem nicht so stark wie es
zu errechnen wäre. 90% des Geldes sind sowieso schon irgendwo, wo
die Berechnungslogik nicht mehr greift, nämlich im Spekulations-
geschäft. Würde man aber das Spekulationsgeschäft verbieten, wäre
Geld schlagartig nur noch 1/10 wert (und Gold übrigens auch, denn
der Goldkurs ist eine Spekulation).

Autor: A. K. (prx)
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Warmweiß schrieb:

> Du bist aber anscheinend um dein Leben auch besorgt - weil du viel zu
> verlieren hast?

Ähm... Zuviel Vampirserien im Fernsehen gesehen? Oder für was hältst du 
dich, wenn du in dieser Hinsicht nichts zu verlieren hast? ;-)

> nicht drum rumkommen.  Nur dass die, die Ansprüche noch halten, zusehen
> dass der deutsche Steuerzahler am Ende der Dumme ist

Diese Klagen sind verständlich, was ich indes selten vernehme sind 
Vorschläge über irgendwelche Alternativen. Realistische, nicht Utopien.

> Soviel Porzellan wie schon von Deutschland kaputtgeschlagen worden ist,
> um den Zorn des deutschen Bürgers

Ach du liebe Zeit. Du siehst in dem kleinen Lüftchen, was da grad bzgl. 
des deutschen Verhaltens weht, bereits einen Sturm?

> Sünderstaaten aka PIIGS zu lenken, ist die EU eh nicht mehr zu retten.
> Die Völker werden gegeneinander ausgespielt werden und sich gegenseitig
> die Schuld an den überall schlechter werdenden Lebensbedingungen
> zuschieben.

Noch so ein niedliches Weltuntergangsszenario. Macht das eigentlich 
Spass? Man kann direkt den Eindruck kriegen, etliche hier hätten mit dem 
Leben bereits abgeschlossen und warteten nur noch drauf, dass der 
Schnitter sie abholt.

Autor: High Performer (Gast)
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>Fact ist, dass bei einem drittel der euro-staaten die finanzpolitik
>total unsolide ist...

Dann nenne doch bitte mal die Fakten. Gemeinplätze abgeben und Phrasen 
dreschen ist groß in Mode, aber vielleicht sollte das auch mal mit Daten 
belegt werden.

Autor: High Performer (Gast)
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>Durch den Euro kann der deutsche Bürger nicht mehr profitieren und die
>anderen Länder nicht mehr abwerten, um wieder an Wettbewerbsfähigkeit zu
>gewinnen und ein Gegengewicht bilden.

Ich frage nun zum wiederholten Mal: WARUM SOLLTE DAS NICHT GEHEN? 
Entschuldige, dass ich schreie, aber die ständig geäußerte Behauptung, 
dass andere Länder nicht "abwerten" können, halte ich für absolut 
falsch!

Warum sollte der Durschnittslohn in Deutschland nicht 2000,- EUR und in 
Portugal 1000,- EUR betragen können? Warum sollte die Miete in 
Deuscthland nicht 500,- EUR und in Portugal 250,- EUR betragen können?

Warum sollte ein Päckchen Butter in Deutschland nicht 1,- EUR und in 
Portugal 0,75 EUR kosten können?

Es spielt doch überhaupt keine Rolle wie die Währung eines Landes heißt. 
Durch Einführung einer neuen Währung in Portugal z.B. würde sich doch 
nicht, aber auch gar nichts an der Situation ändern.

Falls ich da einen totalen Gedankenfehler drin habe, bitte ich mir das 
zu erklären. Bis dahin behaupte ich einfach mal, dass auch mit einer 
gemeinsamen Währung selbstverständlich deutliche Unterschiede zwischen 
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (und damit auch im Preisniveau) 
der Staaten bestehen können.

Das Problem der aktuellen Abwertung des Euro hat zwar schon damit (aber 
nicht nur ** ) damit zu tun, dass wir alle eine gemeinsame Währung 
haben. Aber absolut nichts damit, dass die Staaten wirtschaftlich 
unterschiedliche leistungsfähig sind.

Also, ich bitte hier nochmals ernsthaft darum, mir darzulegen, warum es 
nicht eine Währung für unterschiedlich starke Wirtschaftsräume geben 
kann. Danke!


**: Konkretes Beispiel: Als im Juni und Juli der Euro zum ersten Mal im 
Fokus stand, gab es einen Tag, an dem auch von der prekären finanziellen 
Lage in Ungarn berichtet wurde. Darauf hin wertete der Euro um 1% ab. 
Und das, obwohl Ungarn gar nicht dem Euroraum angehört. Schon daran 
erkennt man, wie völlig irrational die Märkte reagieren.

Autor: Warmweiß (Gast)
Datum:

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A. K. schrieb:
> Noch so ein niedliches Weltuntergangsszenario. Macht das eigentlich
> Spass? Man kann direkt den Eindruck kriegen, etliche hier hätten mit dem
> Leben bereits abgeschlossen und warteten nur noch drauf, dass der
> Schnitter sie abholt.
Du hast als einziger schon wieder den Tod hervorgeholt. Ich meinte 
lediglich, dass die Harmonie und das was seit langer Zeit aufgebaut 
wurde, aus Populismus und Ablenkung der eigentlichen Täter von unseren 
Politikern/Eliten momentan kaputtgeschlagen wird.
Zudem stammt die Aussage gar nicht von mir, sondern von Dr. Flassbeck.
Wenn es in Europa wieder Kriege geben sollte, dann müsste der Schnitter 
eh wieder auf seinen Mähdrescher aufsteigen, die Sense würde nicht 
aussreichen. ;)

Autor: High Performer (Gast)
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@A.K.:

Ich kann Dir in fast allem, was Du in diesem Thread geschrieben hast, zu 
fast 100% zustimmen! Es beruhigt mich, dass auch andere Forenteilnehmer 
noch ihre eigene Meinung vertreten, anstatt die Medienpanik unverdaut 
hier wiederzugeben oder das beliebte unreflektierte Bashing auf alles 
und jeden zu betreiben. Und mich motiviert es sehr, dass ich wohl nicht 
der Einzige bin, der zu Europa und dem Euro steht, und dabei notfalls 
auch einen geringen Verlust an Wohlstand verzichtet. Natürlich gefällt 
auch mir das nicht, aber es muss getan werden, was getan werden muss.

Autor: A. K. (prx)
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Warmweiß schrieb:

> Du hast als einziger schon wieder den Tod hervorgeholt.

Klar, ich pointiere das ganze etwas um es herauszuheben. Aber seit 
geraumer Zeit, nicht erst seit der Finanzkrise, nehme ich bei vielen 
Forenteilnehmern in Arbeit/Offtopic eine stark depressive resignative 
Stimmung wahr, die nun in der Finanzkrise in eine Untergangsstimmung 
mündet, bei der ich den Eindruck nicht loswerde, dass einige sich das 
als Kataklysmus herbeisehnen. Eine Stimmung, die mir weitgehend 
losgelöst von der Realität vorkommt.

Der Begriff Revolution fällt dabei nicht selten, ich reagiere dann 
allenfalls darauf, bringe das aber nicht selbst auf. Wobei dieser 
Begriff dann seltsam positiv besetzt wirkt, was angesichts der 
unmittelbaren Folgen vieler realer Revolutionen verwundern muss.

Das Bild vom Schnitter habe ich mir beim ausgehenden Mittelalter 
ausgeliehen. Die erwähnte Stimmung erinnert mich nämlich an manche 
Pestbilder aus dieser Zeit. Nur hatten die Leute damals einen veritablen 
Grund dazu, da drohte nicht Reallohnkürzung, maximal H4, sondern der Tod 
innert Tagen. Heute reicht es aus, wenn Spiegel Online mal wieder in 
seinem klassischem Stil den Teufel an die Wand malt und prompt geht hier 
im Forum wieder für manche die Welt unter.

Wer dem sensationsheischenden Tonfall unserer Zeit nicht mit gebührender 
Distanz begegnet, dem kann ich nur empfehlen, mal einige Zeit abstinent 
zu leben. Also insbesondere Fernsehnachrichten und -magazine, 
Streitsendungen und adrenalinfördernde Medien wie Spiegel zu meiden. Der 
Spiegel lebt davon, dass der den Leuten den Blutdruck hochtreibt, das 
ist seine Masche. Nicht als einziger natürlich, er ist aber die 
bekannteste Ecke.

> Ich meinte lediglich, dass die Harmonie und das was seit langer
> Zeit aufgebaut wurde

Wer der "Harmonie" früherer Zeiten nachtrauert, der sollte 
berücksichtigen, dass sich die Wahrnehmung der Zeit schneller ändert als 
die Realität. Diese "gute alte Zeit" war nur älter, aber weder gut, noch 
harmonischer, noch ruhiger.

Natürlich hat sich schon was verändert. In den 50ern ging es aufwärts, 
heute abwärts - ein gewisser globaler Ausgleich ist erkennbar, was 
bedeutet, dass es in China und Indien aufwärts geht und wir hier 
bestenfalls noch hoffen können, das Niveau zu halten. Und wir das 
spüren. Aber auch das ist nicht neu, das gleiche Schema konnte man in 
den 80ern beim Aufstieg Japans beobachten. Damals hielten viele das Ende 
der deutschen Autoindustrie für so sicher wie das Amen in der Kirche.

Autor: A. K. (prx)
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High Performer schrieb:

> dass ich wohl nicht der Einzige bin, der zu Europa und dem Euro steht,
> und dabei notfalls auch einen geringen Verlust an Wohlstand verzichtet.

Da bist du nicht allein. Auf den Verlust an Wohlstand würden bestimmt 
viele gern verzichten. ;-)

<duckundwech>

Autor: High Performer (Gast)
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@A.K.: Die Finger waren mal wieder schneller als das Gehirn... ;-)

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