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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Auswahlhilfe Starterkit


Autor: max (Gast)
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Hallo,

ich habe Informatik studiert und arbeite derzeit als Softwareentwickler. 
Jetzt möchte ich mich zumindest mal als Hobby etwas mehr der Hardware 
außerhalb des PCs nähern und ein bißchen mit Mikrocontrollern spielen.

Vorwissen aus dem Bereich Elektrotechnik hab ich nicht viel, beim 
Studium wurde das nur ein bißchen gestreift. Wäre aber sehr interessiert 
hier was zu lernen.

Ich hab mir erstmal einige Artikel hier auf der Seite gelesen und auch 
im Forum ein bißchen gestöbert weil Einsteigerfragen eh öfter 
auftauchen. Ich bin mir aber trotzdem noch nicht sicher wie ich am 
besten anfange, deshalb wollte ich nochmal um Hilfe bitten.

Grundsätzlich hätte ich an ein Starterkit gedacht, weil da gleich mal 
das wichtigste dabei ist. Um zu starten könnte ich mir jetzt folgendes 
vorstellen:

- AVR-Tutorial durcharbeiten mit dem AVR Starterkit aus dem Shop (oder 
doch lieber ein STK500?)

- NerdKit (http://www.nerdkits.com/). Da wäre auch schon ein LCD dabei 
und die Beschreibung auf der Seite klingt ganz gut. Klingt als wäre da 
eine gute Anleitung dabei wo man viel lernen kann

- AVR-Ctrl (http://www.mikrokopter.de/de/avr-ctrl.php). Klingt auch nach 
einer interessanten Lösung für den Anfang

Was davon habt ihr schon gemacht bzw. was würdet ihr machen? Bei den 
Sets sind ja teilweise ganz unterschiedliche Dinge dabei. Wenn ihr etwas 
empfehlen könnt, vielleicht könnt ihr auch gleich dazuschreiben was ihr 
gleich noch extra dazubestellen würdet (leds, taster, drähte,..)

An Werkzeug dachte ich mir folgende Dinge zu kaufen:
- ein Lötset
- ein Multimeter
- eine Abisolierzange

Vielen Dank für eure Hilfe.

max

Autor: max (Gast)
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Hallo nochmal,

ich hätte mir gedacht ich probier jetzt mal zum anfangen das NerdKit 
aus. Kann man das auch in Europa wo bestellen? Bzw. hat das schon jemand 
bestellt? Hab noch nie außerhalb der EU bestellt und weiß nicht ganz wie 
das mit der Mehrwertsteuer funktionieren würde...

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich?

max

Autor: Thomas Forster (igel)
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Ich finde das Nerdkit doch ziemlich teuer.

Ein 4x16 LCD gibts bei Pollin für 8€.
Mit Lochrasterplatine, AtMega 16 und evtl. noch ein MAX232 bleibst du 
unter 15€.

Überlege erst einmal folgendes:

Woher bekomme ich meine 5V Versorgungsspannung?

Welchen Programmer will ich mir leisten?
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_In_Sys...

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>ich hätte mir gedacht ich probier jetzt mal zum anfangen das NerdKit
>aus.

Wirklich? Die Hardware bekommst du z.B. bei Pollin für etwa die Hälfte. 
Und ob die Anleitung den Rest Wert ist, wage ich zu bezweifeln.

MfG Spess

Autor: max (Gast)
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Naja, dass es für die Hardware zu teuer ist war mir schon klar. Dachte 
nur, dass es vielleicht für den Einstieg ganz gut ist, weil der Aufbau 
relativ einfach aussieht. Wenn die Beschreibung gut ist, dachte ich dass 
so etwas einfaches für den Anfang gut wäre das ganze zu verstehen.

Was würdet ihr machen? Die Komponenten einzeln kaufen und als Start das 
Tutorial hier durcharbeiten? Oder ein anderes Starterkit?`

Vielen Dank für eure Hilfe,

max

Autor: oldmax (Gast)
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Hi
Vielleicht solltest du dir bei Pollin auch mal das Board ansehen... Ich 
bin damit zufrieden. Zusätzlich macht ein Steckbrett Sinn. µC sind halt 
immer mit irgendwas zu beschalten und für grobe Versuche braucht's halt 
etwas, was schnell gehen muß. Elektronikwissen wirst du auch so ein 
bisschen aufarbeiten dürfen, denn ohne Elektron macht die Software gar 
nix...
Im Ernst, ist schon nicht unwesentlich.
Gruß oldmax

Autor: Bernadette (Gast)
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Hier ein ideales Projekt für Anfänger.

Die Kosten sind minimal, danach fällt die Entscheidung für eine weitere 
Ausstattung einfacher.

http://home.arcor.de/wosm/AtmegaProjekt/index.htm

B.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Nach wie vor ist nichts gegen das STK500 einzuwenden. Mit HV-Programming 
und Parallel-Programming und ISP weckt man noch jeden verfusten 
Controller. Will man neuere Controller mit PDI und TPI programmieren, 
braucht man zusätzlich den AVR-ISP mkII als Programmer. Der Dragon 
stellt ein Zwischending dar und kann ausserdem debuggen. Ich habe 
inzwischen alle 3 und halte dies für ein unschlagbares Team, sowohl 
preislich, als auch von der Funktionalität. Die zum Basteln nötige 
Hardware braucht man dann sowieso. Einen Grundstock bekommt man bei 
Pollin, weitere nützliche Dinge bei CSD-electronics oder noch mehr 
Auswahl dann bei TME.eu oder Reichelt.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Ich hab einfach mit nem Steckbrett und einer Grundausstattung von 
Bauteilen http://www.mikrocontroller.net/articles/Absolute_Beginner

angefangen. Dazu den JTAG-Adapter on Olimex, da ich gerne direkt auf dem 
Chip debuggen wollte.

Gruß
Tom

Autor: Johannes Krumm (johngun) Benutzerseite
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Moin,

bin jetzt Anfänger +++

Selber löten auf Lochraster kommt gut. Testboard unter 10.-€

Vergiss die Abisolierzange kauf nen kleinen Seitenschneider.

5V Bekomm ich aus Steckenetzteilen die ich gesammlt hatte und das 
dazugehörige Endgerät schon endsorgt ist. Ansonsten mit LS 7805.

Alles weitere worüber ich als Anfänger gestolprtet bin findest Du auf 
http://PC-Rentner.de  Und dann auf AVR für Blöde klicken.

Bitte auch mal die Kommentarfunktion nutzen.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Notfalls kommen 5V auch aus dem USB Stecker vom PC. USB Kabel 
abschneiden, meist ist rot + und schwarz -.

Autor: max (Gast)
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Danke für die ganzen Tipps und die Links (werd ich mir am Abend mal 
genauer ansehen).

An der Elektronik bin ich durchaus interessiert, möchte mich da auf 
jeden Fall auch etwas näher beschäftigen, damit ich das ganze auch 
halbwegs verstehe. Deshalb hätte mir eben ein Set gefallen wo am Besten 
eine Anleitung dabei ist wo mal so grundlegende Dinge gleich erklärt 
werden. Was ich von Elektronik weiß ist leider alles nur sehr 
theoretisch gewesen.

@oldmax welches Board bei Pollin meinst du genau? Meinst du das da 
http://www.pollin.de/shop/dt/NTI5OTgxOTk-/Bausaetz...?

Blöd ist halt irgendwie dass das bei dem über die serielle Schnittstelle 
geht. Die hab ich nicht an meinem Notebook, hätte da gern was mit USB 
Schnittstelle.

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

ich persönlich benutze sehr gerne Pic's, zummen mit einem ICD2 (seit 
neustem ICD3) und einem Picdem-Plus. Das ganze ist bei reichelt und Co. 
jedoch sehr teuer, bestellt habe ich bei Semitron W.Röck.
Auf dem Picdem ist ein LCD, ein Poti, ein paar Schalter, einige LEDs und 
eine Lochpunktfläche.

Für den Einstieg in AVR kann ich das Pollinboard empfehlen, dein Link 
stimmt. Meine Komilitonen haben sich das Board bestellt, mit LCD und 
Funkt-Zusatzmodul und sind sehr zufrieden.

Die RS-232 Problematik kann mit einem USB-RS232-Adapter umgangen werden, 
hierzu gibt es bereits einige Freds im Forum.
Ein ICD2 / ICD3 hat USB und läuft auch unter Win7.

Zubehör:

Steckbrett
LEDs
Widerstände 160, 180, 220 Ohm für LEDs bei 5V
Stecknetzteil 5V, ca. 1A
Seitenschneider, Knipex
Lötkolben, Ersa Multitip C15
Lötzinn 0,5mm 1,5mm SbPb FSW 32
Silberdraht und Sortiment Drahtbrücken
Taster/Schalter
1N4001 o. 1N400x und 1N4148
Kondensatoren, 10 100 1000 µ25V, vllt ein kleines Sortiment
100n Kerko (im 100er Beutel mindestens;))
Vllt, B-Dil-Gleichrichter o.ä.
7805

Gruß Simon

P.S. Herstellerangaben beruhen nur auf eigenen Erfahrungen und 
Vorlieben, eine Diskussion ob AVR oder PIC besser sind möchte ich nicht 
anzetteln ;) Für beide gibt es gute Tutorials, ob hier im Forum oder bei 
Sprut

P.P.S. Vielleicht wäre auch der 25$ Roboter von TI was für dich, siehe :
Beitrag "Texas Instruments: Fahrroboter mit Cortex-M3 für 25$"

P.P.P.S Ich kann dir auch gerne was zusammenstellen, einfach eine PN

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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max schrieb:
> An der Elektronik bin ich durchaus interessiert, möchte mich da auf
> jeden Fall auch etwas näher beschäftigen, damit ich das ganze auch
> halbwegs verstehe. Deshalb hätte mir eben ein Set gefallen wo am Besten
> eine Anleitung dabei ist wo mal so grundlegende Dinge gleich erklärt
> werden. Was ich von Elektronik weiß ist leider alles nur sehr
> theoretisch gewesen.

Dann hilft dir der praktische Versuch mehr, als nur nach einer Anleitung 
auf einem fertigen Board alles nachzustellen.
Du hast studiert und bist Ing. Als solcher sollte es Dir leicht fallen 
die Basics in Elektronik zu verstehen, zumal Du alle mathematischen 
Grundlagen aus dem Studium mitbringst.
Schau Dir hier das Tutorial an und die Artikel über 
Elektronikgrundlagen.
Am meisten lernst Du wenn Du von Scratch aufbaust, sprich ein Steckbrett 
und eine Handvoll Bauteile.
Was Programmer betrifft siehe die vorherigen Posts.
Schau Dir auch noch die Hinweise zu USB zu Seriell Wandler an.

Das beste ist nicht so lange theoretisch durchzukauen was das beste sein 
KÖNNTE, sondern einfach mit etwas anzufangen, siehe Tutorial.

Autor: max (Gast)
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@U.R. Schmitt: Du würdest also zuerst mal gar kein fertiges Board kaufen 
sondern quasi nur die Einzelteile + Steckbrett? Ist mir grundsätzlich 
schon sympathisch der Ansatz. Ich möcht das ja schon eigentlich ganz 
gern von grund auf verstehen, bei einem Board wird einem da ja schon 
viel abgenommen. Habe nur Angst, dass ich dann ohne Beschreibung 
Probleme haben werde das in Betrieb zu nehmen. Deshalb hätt ich mir ja 
anfangs das Nerdkit angeschaut, weil es im Prinzip nur Einzelteile sind 
+ eine Beschreibung wie man das aufbaut und angeblich auch mit 
Erklärungen warum etwas wie gemacht wird.

Vermutlich ist das aber dann nur was für den Einstieg, was ja auch voll 
okay ist. Später wird man vermutlich schon eher ein Board haben wollen, 
oder?

@Simon L: Danke für die ausführliche Antwort, vor allem auch das ganze 
Zubehör. Ob AVR oder PIC werd ich mir noch überlegen (beim lesen von 
entsprechenden AVR vs PIC threads :-)

Autor: oldmax (Gast)
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Hi
Auf deine Frage, ja, dieses Board hab ich gemeint. Da eine ISP- 
Schnittstelle direkt drauf ist, müsste die Programmierung direkt mit 
diesen USB-ISP Programmern gehen. Hab ich noch nicht ausprobiert, aber 
schon positive Stimmen dazu gehört. Dann kann man in auch vom AVR Studio 
direkt darauf zugreifen, ohne den Umweg über PonyProg. Die Dinger liegen 
bei EBay um die 20 €.
Ich arbeite gern mit dem Board.  Vorteil: Spannungsversorgungist für die 
Einstiegsarbeiten schon dabei, lediglich ein einfaches Steckernetzteil 
wird benötigt. Auch eine Com-Schnittstelle ist drauf. Die Kommunikation 
Usart via RS232 - USB Umsetzer sollte funktionieren, da die 
Handshake-Leitungen nicht benötigt werden. Das heist, auch das mußt du 
nicht noch extra aufbauen. Natürlich ist ein STK 500 vermutlich 
wesentlich besser, aber dafür kostets ja auch mehr.
Viel wichtiger wie die Ausrüstung sind deine Ideen. Wenn du einen 
Controller hast und willst nur  mal eine LED an und ausschalten, wird's 
bald langweilig. Anwenden mußt du diese Dinger. Dann wird dir auch 
schnell klar, das du bei deiner Elektronik-Bestellung die Hälfte 
vergessen hast.
Eigentlich braucht man nicht viel: ein paar LED, ein paar Widerstände 
1k, 10 k und Vorwiderständ für LED von 400 Ohm. Ein paar Dioden, 
Transistoren ( Sortiment PNP oder NPN) , ein paar verschiedene Atmegas 
und ein paar MAX 232 oder ähnliche. Dazuentsprechend ein paar 
Kondensatoren verschiedene Werte. 10µF, 1µF, 22nF, 100nF. Vielleicht 
noch ein paar Quarze. Mindestens ein gutes Meßgerät sollte auch nicht 
fehlen. S
päter, wenn du mit dem Steckbrett fertig bist, brauchst du eine gute 
Lötstation und Platinenmateerial.
Ach ja, Anleitungen, da hilft lesen. Die Foren geben nicht nur gute 
Ideen sondern auch gute Anleitungen. Siehe einfach mal in die Tutorials. 
Mehr wirst du in den Lehrbüchern auch nicht unbedingt finden.
Gruß oldmax

Autor: max (Gast)
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So, bin grad dabei mir die Teile die ich brauche zusammenzusuchen (die 
Grundausstattung nach der Auflistung hier 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Absolute_Beginner)

Bei Conrad gibts ein paar schöne Sortimente in praktischen Boxen (Led, 
Widerstand, Elko,...). Die sind aber nicht ganz billig, dafür schön 
sortiert.

Bei Pollin gibts so Led Sets etc. extrem günstig. Wozu würdet ihr da 
greifen?

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

wenn du schaust, die Kästchen + Einzelteile von Pollin oder Reichelt 
sind bei weitem preiswerter. Wichitig: Metallschichtwiderstände! Weiße 
und stärkere LEDs kaufe ich bei besthongkong.com und LED-tech.de
Am besten vorher einfach die Preise vergleichen ;) oder die Liste hier 
posten, wir helfen dir dann und zerreißen sie in der Luft ;)))))

Einen schönne Abend,

Simon

Autor: max (Gast)
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Ja super, danke. Werde mir mal eine Einkaufsliste zusammenstellen und 
dann nochmal um Rat fragen. Bei Reichelt finde ich gar keine Sets. Soll 
man da dann die Widerstände, etc. einzeln aussuchen? Auf der 
Grundausstattungsseite stehen eh die wichtigsten Stärken, wieviele 
sollte man da pro Stärke nehmen? 10?

Bei Pallit gibts hingegen wieder einige Sets, dafür steht da oft gar 
nicht dabei was drinnen ist. Irgendwie gefällt mir da Reichelt besser. 
Wahrscheinlich wärs eh besser mir dort die Teile einzeln zu suchen und 
dann noch Boxen dazuznehmen wo ich sie dann einsortiere.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
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Du brauchst ggf. überhaupt kein Starterkit o.ä..
Im Tutorial hier ist auch zu finden, was man alles an Teilen braucht.

Ein paar Widerstände oder LEDs oder Taster mehr schaden natürlich
nicht. Aber der AVR-Kram ist so schlicht, daß man mit dem Tutorial gut 
hinkommen sollte.
Falls doch etwas fehlt oder ANHAND DES TUTORIALS NACH DEM LESEN
noch unklar sein sollte, dann bitte anmeckern, nur so wird es
besser.

Achja, ein Steckbrett ist immer gut.

Autor: Kluchscheißernder Nixwisser (kluchscheisser)
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Was hast Du eigentlich immer mit den "Sets"? Kaufe doch die Widerstände 
und Kondensatoren, die Du häufig brauchen wirst. Du beastelst mit 
Mikrocontrollern (vermutlich AVRs), nicht mit Operationsverstärkern oder 
HF-Technik.

Was (welche Werte) braucht man nun immer wieder?
- 5 bis 10 k als Reset-Widerstand und Basis-Widerstand schwach 
belasteter
  Transistoren
- 100 nF (Chip-) Kerko als Abblock-Kondensator für die Betriebsspannung
  (100er Pack)
- 1000 nF-Chip-Kerko für MAX232 (günstig bei CSD)
- Quarze mit baudratentauglichen Frequenzen, falls Du mit UART (RS232)
  arbeiten willst. RS232-Datentransfer funktioniert auch über USB-
  Seriell-Wandler.
- 220, 330, 470, 820 Ohm für LEDs in unterschiedlichen Helligkeiten
- 1 k als Basiswiderstand für NPN-Transistoren
- Dioden als Freilaufdioden für Relais bzw. Motoren
- Trimmpotis 20 k für LCD-Kontrast und ADC-Experimente

Und natürlich das, was anderswo empfohlen wird, falls es in Dein 
Beuteschema fällt.

Meiner Meinung nach solltest Du beim Programmer nicht sparen, den 
AVR-Dragon bekommst Du bei CSD zu einem halbwegs akzeptablen Preis (ja 
er war mal billiger, aber auch nur im Rahmen einer befristeten Aktion). 
Dafür solltest Du betreffs Bauteile nicht allzuweit voraus planen. Denn 
Du weißt ja heute noch nicht, in welche Richtung sich das entwickelt. 
Ein DCC-Decoder erfordert nunmal andere Peripherie als ein MP3-Player 
oder eine Heizungs-Steuerung. Hier solltest Du einplanen, dass Du öfters 
mal Teile nachkaufst.

Solltest Du Dich für AVRs entscheiden, dann lege Dich nicht auf einen 
Typ fest, sondern beachte, dass die einzelnen Typen sehr unterschiedlich 
mit Features ausgestattet sind. Auch die kleinen Tinies haben ihre 
Berechtigung, einige von ihnen haben Features, die man bei den Megas 
vergeblich sucht (PLL, USI). Schau erstmal, welche Typen (im 
DIL-Gehäuse) im Handel verfügbar sind (und Deiner Preisvorstellung 
entsprechen), lade Dir dann die zugehörigen Datasheets und das 
AVR-Studio herunter und schau Dir die Datasheets in Ruhe an, installiere 
Astudio und durchforste dessen Hilfedateien (Beschreibung der 
unterstützten Tools usw.). Weitere sehr brauchbare Infos findest Du in 
den AppNotes bei Atmel. Da gibt es neben den Dokus (PDF) auch 
Demo-Programmcodes (Zip). Es gibt also unendlich viel zu tun, ehe Du 
auch nur einen Euro für Material ausgeben musst.

MfG

Autor: Oliver Ju. (skriptkiddy)
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Simon L. schrieb:
> Wichitig: Metallschichtwiderstände!

Warum das denn?

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>...den AVR-Dragon bekommst Du bei CSD zu einem halbwegs akzeptablen Preis
>(ja er war mal billiger, aber auch nur im Rahmen einer befristeten Aktion).

Dafür ist der AVR ISP MKII z.Zt. bei CSD im Angebot.

MfG Spess

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

@skriptkiddy

Metallschicht sind bei Reichelt billiger (Einzelpreis), und im allg. 
genauer,vgl. 1% zu 5% der Kohleschicht. Bzw. 0,1% als Prazisions-R, die 
lassen wir aber mal außen vor, da zu teuer.

Und soweit ich weis sind Metallschicht-R's stand der Technik.


Gruß Simon

Autor: Kluchscheißernder Nixwisser (kluchscheisser)
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spess53 schrieb:
> Hi
>
>>...den AVR-Dragon bekommst Du bei CSD zu einem halbwegs akzeptablen Preis
>>(ja er war mal billiger, aber auch nur im Rahmen einer befristeten Aktion).
>
> Dafür ist der AVR ISP MKII z.Zt. bei CSD im Angebot.

Missverständnis: Ich meinte nicht, dass der Dragon bei CSD mal billiger 
gewesen wäre, sondern dass der Dragon (mitsamt STK500) mal (bei einigen 
Distris) zu einem sehr günstigen Aktionspreis zu haben war. Diese von 
Atmel gestartete Aktion ist aber lange vorbei.

Und ich empfahl den Dragon, weil er für akzeptables Geld die meisten 
Betriebsarten betreffs 8-Bit-AVRs beherrscht (ISP, HVSP, HVPP, DW, JTAG) 
und somit auch zum Debuggen geeignet ist und auch zum Wiederbeleben 
verfuster AVRs. Das kann der AVR ISP MKII nunmal nicht.

>
> MfG Spess

MfG

Autor: Kluchscheißernder Nixwisser (kluchscheisser)
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Simon L. schrieb:
> Hi,
>
> @skriptkiddy
>
> Metallschicht sind bei Reichelt billiger (Einzelpreis),

Natürlich nimmt man bei gleichem oder günstigerem Preis die moderneren 
Metallschichtwiderstände, da hast Du schon recht.

> und im allg.
> genauer,vgl. 1% zu 5% der Kohleschicht.

Wo (beim AVR) brauchst Du diese höhere Genauigkeit?
Bei Reset-Widerstand, Basiswiderständen, LED-Vorwiderständen und 
ähnlichen Dingen würde 5% völlig ausreichen. Wenn also noch 
Kohleschicht-Widerstände modernerer Bauform (Größe, Toleranz, keine aus 
der Röhrenzeit) vorrätig sind und diese noch ohne Sonderbehandlung 
lötbar sind, dann braucht es nicht unbedingt neue. Kaufen würde ich 
Kohleschichtwiderstände aber ohne Not heute auch nicht mehr.

> Bzw. 0,1% als Prazisions-R, die
> lassen wir aber mal außen vor, da zu teuer.
>
> Und soweit ich weis sind Metallschicht-R's stand der Technik.

Richtig, Stand der Technik ist Metallschicht in SMD. Deshalb würde ich 
bei AVRs auch keine Widerstände mit Blechfahnen aus der Röhrenzeit mehr 
einsetzen.

Und an einigen Stellen ist auch bei Lochraster-Aufbauten der Einsatz von 
SMD-Widerständen und Chip-Kerkos sinnvoll.

>
>
> Gruß Simon

MfG

Autor: max (Gast)
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So, hab mich grundsätzlich entschieden alles von Grund auf selbst 
aufzubauen und kein Starterkit zu benutzen. Dazu habe ich mir mal eine 
Grundausstattung zusammengestellt die einerseits im Wesentlichen aus den 
Teilen vom "absolute Beginner" Artikel besteht und zusätzlich einigen 
Komponenten die fürs AVR-Tutorial gebraucht werden. Vielleicht könntet 
ihr ein paar Kommentare dazu abgeben. Kaufen würde ich alles was geht 
bei Reichelt.

Ich habe versucht teilweise Sachen mehrmals zu bestellen sollte was 
kaputt gehen,...


1x STECKBOARD 3K5V

10x (je) Metallschichtwiderstände (330 Ohm, 1 K-Ohm, 3.3 K-Ohm, 10 
K-Ohm, 100 K-Ohm, 1 M-Ohm): 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=B1213;GROUP...

3x (je) Einstellpotentiometer (1 K-Ohm, 10 K-Ohm, 100 K-Ohm): 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=B212;GROUPI...

10x (je) Elko (1uF, 10uF, 470uF, 1000uF, 2200uF): 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=B312;GROUPI...
Dazu noch eine Frage. Bei manchen steht 16V dabei, bei anderen 100V. Was 
soll man da nehmen?

10x (je) Keramikkondensator (100N, 15P): 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=B353;GROUPI...
5x Keramikkondensator 47N

10x 1N 4001 :: Gleichrichterdiode, DO41, 50V, 1A
10x 1N 4148 :: Planar Epitaxial Schaltdiode, DO35, 100V, 0,15A
10x BAT 43 :: Schottky Diode, DO35, 30V, 0,2A
Im Artikel steht dann noch 1N 4148X. Die find ich bei Reichelt nicht. 
Braucht man die unbedingt, gibts da Alternativen?

Diverse Leds mit 5mm und 10mm

10x BC 547A :: Transistor NPN TO-92 45V 0,1A 0,5W
10x BC 557A :: Transistor PNP TO-92 45V 0,1A 0,5W

3x LM 324 DIL :: Op-amp, DIL-14
2x TS 555 DIP :: Timer, DIP-8
2x µA 7805 :: Spannungsregler 1A positiv, TO-220
2x T 373 :: Schiebeschalter-Miniatur, Printanschluss (was genau ist ein 
Printanschluss. Heißt das fürs Steckbrett)
5x T 219 :: Schiebeschalter-Miniatur, Lötanschluß, 2x UM
5x DT 6 SW :: Eingabetaster, Schaltspannung: 100V, rund, sw
Bei den Tastern und Schaltern weiß ich nicht genau welche da jetzt 
passen. Welche ich fürs Steckbrett benutzen kann und welche rein fürs 
Löten sind. Vielleicht hat da wer Tipps?

2x OSZI 4,000000 :: Quarzoszillator, 4,00 MHz
1x STL 017-06 :: Stiftleiste für Anschlussklemme 6-polig, RM5mm
1x LCD 204B BL :: LCD Dot-Matrix-Modul, 4x20 Zeichen, blau (das LCD ist 
relativ teuer, andererseits dachte ich ich nehm gleich ein etwas 
größeres, ein kleineres LCD ist ja auch nicht so günstig)

3x ATmega8 16 MHz (gibts den bei Reichelt auch bzw. welcher von denen 
bei Reichelt wäre der richtige. Sonst könnte ich den auch hier im Shop 
bestellen, aber eine Bestellung wäre mir lieber)

Bis hierhin kostet das alles zusammen so in etwa 80€. Glaubt ihr dass 
das für den Anfang mal okay ist oder soll ich von machen 
Widerständen,... die man häufig braucht gleich mehr nehmen?

Was noch fehlt wäre ein ISP soweit ich das gesehen habe, oder? Die sind 
ja relativ teuer, soll ich da wirklich gleich den Atmel AVR Dragon 
nehmen oder würde der Atmel AVRISP mkII (USB) auch reichen? Oder gibts 
andere Empfehlungen?

Ach ja und ein Netzteil fehlt, was nimmt man da am Besten?

Ansonsten sollte ich ja alles haben um erstmal mit dem AVR Tutorial 
loslegen zu können, oder? Naja, Kabelmaterial brauch ich ja auch noch. 
Was braucht man da so in etwa? Zunächst möchte ich die Dinge mal 
großteils am Steckbrett aufbauen.

Vielen Dank,

max

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

die BC547 557 würde ich gleich in 100Stück nehemn, die 1k und 10k auch.

Nimm doch gleich des 4k7 Brett, die sind immer zu klein ;)
dazu noch die "Steckboard DBS" und "Silber 0,6mm"

Als Kabel käme die "litze XX" in frage, XX = Farbe

Genauso fehlen noch 160 220 und 470 Ohm für die Leds.

Zu den AVR-Kits kann ich dir leider nichts sagen.

Vllt noch ein paar Quarze 16MHz (hat der AVR ne PLL?) Dazu 22p Kerko.
Und ich würde keine Oszillatoren benutzen, lieber ein Quarz. Zum spielen 
vllt noch ein 2Mhz und ein 8MHz

Bedrahtet == Printanschluss == für Steckbrett

Dann noch "TASTER3301" uns vllt ein paar Multimec, haben ein schönen 
Druckpunkt (brauchen aber noch eine Kappe)

Für den Anfang solle ein 5V 2A Stecknetzteil reichen, da braucht man 
auch keinen Spannungswandler. Für später sollte man mal ein 
Labornetzteil einplanen.

Für die Beinchen und die Käbelchen noch eine Knipex "KN 78 03 125 ESD" 
die ist aber wirklich nur fürs filigrane.
Die grobe "KN 77 02 115"

Gruß Simon

Alles in "" sind Reichelt-Bestellnummern
P.S. Man weis nie was man alles vergessen hat bis man die Schaltung vor 
einem aufem Tisch hat und sieht was fehlt ;)

Autor: max (Gast)
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@Simon L: Vielen Dank für deine Hilfe, ich denke ich werd das dann mal 
in nächster Zeit bestellen. Wenn was fehlt kann ich mirs ja noch immer 
bei uns im Konrad holen. Leider bin ich jetzt ohnehin auf 
Geschäftsreise, aber wenn ich zurück bin dann gehts los ;-)

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

wenn du dann bestellst, nimm ruhig ein paar von den 7805 wenn man mal 
nur ne 9V Quelle zur Hand ist.
Die Stiftleiste: "SL 1X50G 2,54" ist besser!
Nimm noch eine Platine "H25SR500" und "H25PR500" um den Aufbau von 
Steckbrett zu fixieren.

Gruß Simon

P.S. du kannst mich auch gerne per PN kontaktieren.

Autor: Australier (Gast)
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Hi
Für deinen Einsieg gibt's auch einen interessanten Artikel bei der 
Konkurenz AVR-Praxis-Forum unter FAQ's
Gruß vom Australier

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