Guten Abend,
für mehrere Rundzellen suche ich einen NiCd- und NiMH-fähigen Akkulader,
welcher mindestens 10 AA-Zellen auf einen Schlag aufladen kann und über
einen USB-Anschluß zur Übertragung der Ladedaten (ich Guck' so gerne
Kurven) verfügt. Eventuell geht auch ein kleinerer Lader, kauf' ich eben
zwei.
Auf jeden Fall sollen alle Schächte einzeln gesteuert werden.
Jedenfalls scheint die Ladedatenübertragung ein oft gesuchtes und
dennoch nur selten zu findendes Feature zu sein.
Verwendungszweck: vorwiegend NiCd in Baugröße AA
Gruß und Dank, Iwan
Das nicht, aber ich muss a) nicht soviele Zellen auf einmal laden und b)
habe nach anfänglichen Überlegungen die Idee, eine Datenbank mit
Zelldaten zu füllen, wieder ad acta gelegt.
Das geschah, als ich die normalen NiMh-Zellen durch "eneloop" & Co.
ersetzte, die funktionieren mit meinem Ladegerät so gut, daß ich's
zufrieden bin.
NiCd-Akkus habe ich nur in einem mal aus Verzweiflung gekauften und
selten genutzten Akkuschrauber, und die sind logischerweise praktisch
immer leer, und das mitgelieferte Ladegerät ist eines der ganz besonders
minderwertigen, die nur mit Zeitschaltuhr und am besten Notizblock über
den jeweiligen Ladezustand betrieben werden können. Dreck halt.
Da ich aber den Akkuschrauber nutzen will, und nicht dafür da sein will,
den Akkuschrauber zu hegen und pflegen, wird da auf absehbare Zeit eine
andere Lösung gefunden werden müssen.
Meine NiMh-Zellen lade ich mit einem AP2010, der sich auch bei den
"eneloop"s ganz brauchbar zu geben scheint. Eine qualitative oder
quantitative Untersuchung habe ich nicht vorgenommen, aber die mit
diesen Zellen betriebenen Geräte funktionieren ausreichend gut - und
auch ausreichend lange.
Ivan S., dann schau doch mal bei ELV vorbei, dort gibt es solche
(Spiel)Sachen.
Wirst daran aber keine lange Freude haben, habe selber so ein Expert
8500 vor Jahren mal für nötig und sinnvoll gehalten, hat leider auch
seine Macken.
Hmm, die großen und teuren Ladegeräte haben wieder alle nur einen oder
maximal zwei Ladekanäle, dann müsste man wieder seriell laden. Das will
ich jedoch auf keinen Fall, also werd' ich wohl auf Datenerfassung
(manche würden Schnickschnack sagen) a la USB verzichten müssen.
Allerdings scheint es bei den günstigen Ladern (fast?) nirgends eine
Ladeerkennung mittels Spizzenspannungsdedektion (PVD) zu geben, die
haben alle nur -delta U. Prinzipiell wäre ich inzwischen ja mit einem
Consumerlader wie Ansmann Energy 16 zufrieden, aber auch der kann nur
"Delta". Die Lader von IVT, zum Beispiel der Akkutrainer AT-8 (
http://www.ivt-hirschau.de/product_info.php?products_id=140 ) wird zwar
mit PVD beworben, dabei dürfte es sich jedoch nur um ein
eingengelabeltes Fernost-Importprodukt handeln, da ein bauartig gleiches
Gerät anderswo auch zu erstehen ist, dort allerdings mit Angabe -dU.
http://www.mec-energietechnik.com/index.php?option=com_content&task=view&id=40&lang=german
Es wird zwar immer behauptet, der Selbstbau eines Ladegeräts lohne sich
heute nicht mehr, das scheint aber angesichts des zwar günstigen aber
doch durch und durch minderwertigen Geraffels das auf dem Markt ist
nicht richtig zu sein. Derweil bin ich auf der Suche nach geeigneten
Lade-Schaltkreisen:
Beitrag "Lade-IC mit PVD für Nickelzellen gesucht"
Gruß, ein enttäuschter Iwan
Was soll den PVD (Peak Voltage Detection) sein? Warum muss es die
unbedingt sein? -dU lädt ja noch ein Stückchen länger als PVD und ist
IMHO demnach besser. Macht den Akku also voller.
Soweit ich weiß ist das auch "Stand der Technik".
Simon K. schrieb:> Was soll den PVD (Peak Voltage Detection) sein?
Spitzenspannungserkennung. Laden beenden, wenn sich Spannung nicht mehr
erhöht.
> Warum muss es die unbedingt sein?
Das ist zellenschonender und wirkt sich daher positiv auf die
Lebensdauer aus.
> -dU lädt ja noch ein Stückchen länger als PVD und ist IMHO demnach besser.
-du lädt länger, da beim Spannungsrückgang die Zelle schon überladen
wird!
Das als "besser" zu bezeichnen ist etwas befremdlich für mich.
> Macht den Akku also voller.
Und kaputter ;-)
> Soweit ich weiß ist das auch "Stand der Technik".
Mag sein, aber bestimmt nicht die beste verfügbare Technik.
Sven F. schrieb:> Was sagt denn Google unter NiCd-Ladecontroller ?
Nix interessantes. In den Datenblättern der verdächtigen Chips ist
leider auch nichts zu finden, die laden praktisch alle mit -dU.
Gruß, Iwan
Also wenn du was außerirdisch galaktisches suchst, wirst du das sicher
so nicht finden.
Grundlagenwissen bekommt man auch nur von anderen Quellen oder aus der
eigenen Erfahrung.
Dazu hier mal was
http://www.schulze-elektronik-gmbh.de/guide/gakpfl-d.pdf
Jeder hat so seine eigenen Weisheiten, nur selbst einen Controller oder
IC entwickeln, wirst du wohl zu wenig Chancen haben.
Meine gesammelten Werke an Akku-Ladern leben heute alle noch, und die
verwendeten Akkus haben über ein paar Jahre ihren Dienst getan.
Daß dabei auch mal Akku-Schrott und Ladermüll dabei war, läßt sich nicht
verhindern.
Genauso wie die gesamten Akkulader so ihre Eigenarten aufweisen.
Prinzipiell je mehr Technik und Schnickschnack drinnen steckt, desto
anfälliger oder ungenauer sind die wohl.
Die ELV ALC 8500 / 7000 Expert würden wohl in der Form oder ähnlicher
Ausführung deinen Anforderungen anfangs genügen.
Oder bau dir ein eigenes, nach deinen Vorstellungen, nur ob das der
Sache des reinen Akkuladens so dienlich ist?
Sven F. schrieb:> Also wenn du was außerirdisch galaktisches suchst, wirst du das sicher> so nicht finden.
Naja, ich bin ja schon seit einiger Zeit am Suchen und Vergleichen.
> Grundlagenwissen bekommt man auch nur von anderen Quellen oder aus der> eigenen Erfahrung. Dazu hier mal was> http://www.schulze-elektronik-gmbh.de/guide/gakpfl-d.pdf
Solche Papers habe ich nebst diversen Datenblättern von Zellen und den
Bedienungsanleitungen von Zig Ladegeräten in einer gefühlten
Hundertschaft die letzten Tage durchgearbeitet.
> Jeder hat so seine eigenen Weisheiten, nur selbst einen Controller oder> IC entwickeln, wirst du wohl zu wenig Chancen haben.
Das habe ich auch nicht wirklich vor, das wäre wirklich utopisch. Eine
analoge Ladeschaltung kann ich mir hingegen jedoch eher vorstellen.
> Die ELV ALC 8500 / 7000 Expert würden wohl in der Form oder ähnlicher> Ausführung deinen Anforderungen anfangs genügen.
Das 8500 das ich mir angesehen habe, hat nur vier Kanäle, also müsste
ich wieder seriell laden. Die Features wie PC-Anbindung und die
Umfangsreichen Einstellungsmöglichkeiten kämen mir zwar entgegen,
allerdings arbeitet auch dieses Gerät wieder nur mit -dU-Erkennung.
> Oder bau dir ein eigenes, nach deinen Vorstellungen, nur ob das der> Sache des reinen Akkuladens so dienlich ist?
Werd' ich wohl machen müssen (ist wohl am dienlichsten).
Lieber Gruß, Iwan
Also mit Goggle finden sich so viele Info-Quellen, daß man daraus schon
ein Wissenschaft machen kann, so z.B. hier
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=19123
Auch sollte man vllt. mal mit den richtigen Leuten in den jeweiligen
Foren kommunizieren, das spart eventuell eine Menge eigene Arbeit.
Allein durch Lesen der ganzen Beiträge kommt man schon auf sehr
hilfreiche Tips.
Man darf sich nur nicht in eine Sackgasse verfahren und stur seinen
idealen Vorstellungen hinterherlaufen.
Denn ob dies der Idealzustand wird zeigt eigentlich die breite
Gerätemasse nicht so direkt.
Die ganzen Hersteller von diversen Ladern können wohl nicht so weit
daneben liegen, oder vllt. mal von Akkuhandwerkzeugen (Schraubern) die
noch über NiCd verfügten das Innenleben erforschen, wenn es denn
unbedingt NiCd (dem Untergang geweite Technologie) sein soll.
Und lohnt sich denn überhaupt der ganze Aufwand, nur um ein paar Akkus
pfleglich zu behandeln?
Das sind doch immense Aufwände für ein abkündigtes Produkt, wobei man
dies so wohl auch gar nicht mehr käuflich erhält.
Zu dem ELV ALC 8500 vllt. mal die Produktbeschreibung ausgiebiger lesen,
da kan man auch pro Kanal mehrere Zellen (Akku-Packs) anschließen und
über die Software dann diverse Programme wie Entladen Auffrischen
Test / Laden mit dann noch jeweils unterschiedl. Parametern fahren.
Der Preis ist natürlich schon mit 350,- € ganz happig, jedoch sollte man
vllt. mal nach der Innenschaltung suchen, wie das eventuell gelöst wurde
um sich dann sein Traumgerät selbst zusammenzustricken, nach
bewährten(?) Mustern.
Man muß ja das Rad nicht nochmal neu erfinden.
Es soll wohl auch Impulslader IC´s CSS 9310 von BTI vom Jahr 2000 geben,
die sind wohl beim blauen Klaus in den damaligen Geräten verbaut wurden,
vllt. mal mit der Technik auseinandersetzen?
Mit Konstant-I-Ladung zeitgesteuert und vorher entladen macht man sich
natütlich auch eine Menge Arbeit.
Und "müde" werden die Zellen davon ohnehin.
Sven F. schrieb:
> Zu dem ELV ALC 8500 vllt. mal die Produktbeschreibung ausgiebiger lesen,> da kan man auch pro Kanal mehrere Zellen (Akku-Packs) anschließen
Schreibe ich so undeutlich? Was hast Du an
| also müsste ich [mit dem 8500er, Anm.] wieder seriell laden.
nicht verstanden?
> Die ganzen Hersteller von diversen Ladern können wohl nicht so weit> daneben liegen,
Naja, die Laderhersteller (zumindest im Consumermarkt) wollen billig
produzieren und ich kann mir nicht vorstellen, daß die günstigen Geräte
wirklich gut sind. Das fängt ja schon bei so Kleinigkeiten wie
Einzelschachtladung an, das ist ja das Mindeste was man erwarten kann.
Wenn ich mir dann noch denke, daß bei vielen Geräten, die mehrere
Schächte haben, sogar an LEDs für die Anzeige des Ladestands gespart
wird kann ich wirklich nicht glauben, daß hier irgendwie in Richtung
Qualität optimiert wird.
Andererseits sind viele Laderproduzenten auch Verkäufer von Zellen unter
eigenem Namen, teilweise sogar echte Zellenproduzenten. Damit kommt ein
weiteres Moment ins Spiel, nicht in Richtung qualitativer Verbesserung
der Lader zu investieren. Denn schließlich generiert eine nur um wenige
Prozent schlechtere Ladung über die Zeit einen garantierten Folgeumsatz.
Ich bin davon überzeugt, das wir es am Zellenmarkt mit einem ähnlichem
Bündnis wie anderwo zu tun haben. Nach dem Lift-, dem Zement-, dem
Kaffee- und dem Bäderkartell also auch noch ein Akku- und
Batteriekartell. Dessen bin ich mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit überzeugt.
> oder vllt. mal von Akkuhandwerkzeugen (Schraubern) die> noch über NiCd verfügten das Innenleben erforschen,
Ganz schlecht, gerade im Bereich der Handwerkzeuge sollen die billigsten
und schlechtesten Ladeschaltungen zu finden sein. Angesichts des
Preisdrucks innerhalb dieses Massenmarkts auch kaum verwunderlich.
> wenn es denn unbedingt NiCd (dem Untergang geweite Technologie) sein> soll.
Eine passable Alternative zur NiCd-Technologie existiert einfach nicht.
Eine Robustheit und Temperaturbeständigkeit wie bei der
Cadmiumtechnologie ist bis dato unerreicht. Lediglich in Sachen
Energiedichte pro Gewichtseinheit hat Lithium die Nase vorn. NiMH ist
günstig und konnte in Sachen Selbstentladung aufholen und bietet
inzwischen ebenfalls eine gute Kapazität, hat aber noch immer ein Manko
bei der Temperatur und in Sachen Innenwiderstand.
> Und lohnt sich denn überhaupt der ganze Aufwand, nur um ein paar Akkus> pfleglich zu behandeln? Das sind doch immense Aufwände für ein> abkündigtes Produkt, wobei man dies so wohl auch gar nicht mehr käuflich >
erhält.
Meine Cadnicas habe ich diese Woche bestellt, ich hoffe, der Händler
kann noch liefern. Und wenn es einmal gar keine NiCd-ZTellen mehr in der
EU gibt, werde ich halt einmal einen größeren Urlaub in Übersee buchen,
einen Teil im Gepäck schmuggeln und einen Teil vom Ursprungsland via
Post schicken.
Cadmium4eva, Gruß, Iwan