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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Seitenschneider Info/Beratung


Autor: Martin Rossing (Gast)
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Hallo Foristen!

Ich habe angefangen, mich mit der uc Programmierung zu beschäftigen. 
Zuerst nur theoretisch gelesen, dann mit fertigem Board.
Nun fühle ich mich im Hobby bestätigt und bin so weit, meine 'Werkstatt' 
in Angriff zu nehmen....
Bedeutet ich kaufe einiges an Werkzeug und Bauteilen. Nicht zu viel am 
Anfang, dafür ordentlich ist mein Plan.
Ich bräuchte nur bzgl. eines Seitenschneiders Rat.


Zunächst was heißt mit Facette und ohne Facette? Ist das so, daß "ohne" 
theoretisch wirklich eine plane Schnittfläche macht? Sollte man also mit 
oder ohne angehen oder ist das ganz egal? Macht immerhin 5 Euro aus im 
Endpreis ;-)

Dann gibt es noch Ausführung "rund" und "spitz". Worin mögen die sich im 
Anwendungsgebiet unterscheiden?

Ich nehme mal willkührlich meine 2 top Kandidaten für Drähte-

http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GROUP=D321;GROUPI...

Dies ist ein Knipex KN 79 02 125

oder
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=5;GROUP=D323;...

ebenfalls von der Firma Knipex ein superknips KN 78 71 125... Merklich 
preiswerter... Zu Recht?


Ich habe gestern Abend ausbiebigst google nach Seitenschneidern befragt, 
die Knipex homepage studiert wo angeblich Zangeninfos enthalten sein 
sollen, aber außer einer unüberschaubaren Menge von Seitenschneidern 
keine Information welchen man nun am besten wählen sollte....

Also bitte Hülfe! Was ist da am sinnvollsten und worin unterscheiden die 
Biester sich.

: Verschoben durch Admin
Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die sind beide schon ganz anständig. Der Unterschied zwischen beiden ist 
die Herstellung - das einfache Modell ist aus Blechen gestanzt und 
zusammengenietet, das teurere ist geschmiedet und verschraubt.

Sofern mit dem Seitenschneider nichts geschnitten wird, was ihm nicht 
bekommt (Stahldraht, zu große Querschnitte), kann so etwas ziemlich 
lange halten.

Natürlich kommt man auch mit einfacheren Seitenschneidern aus; auch die 
5-EUR-Stanzblechklasse schneidet. Nur muss man diese Dinger als 
Verschleißmaterial ansehen, wenn sie neu sind, kann eine Zeit lang 
feines damit geschnitten werden, nach einer gewissen Abnutzung werden 
sie dann "fürs Grobe" verwendet um irgendwann in der Rundablage zu 
landen.

Wenn aber so ein Teil wie der teure Knipex nicht richtig behandelt wird, 
weil doch mal ein Stahldraht oder 2.5mm²-CU damit geschnitten werden 
soll, dann ist das rausgeworfenes Geld und schade ums Werkzeug.

Welches Modell mit welcher Form für Dich am besten geeignet ist, hängt 
vom Anwendungszweck ab; möchtest Du nur gelegentlich mal irgendwelche 
Drähte abknipsen, geht es um Bestückung von bedrahteten Bauelementen 
oder möchtest Du gar Prototypen auf Lochrasterplatine fädeln oder dich 
ans CuL-Origami Beitrag "Re: SMD Verdrahtung extrem. Räschbäkd Alder!" 
versuchen?

Autor: Knipser (Gast)
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Die kleinere ist genau die Zange die du brauchst. Ich benutze die 
gleiche und bin TOP zufrieden. Die ist ihr Geld auf jeden Fall wert!

Autor: ?? (Gast)
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ich verwende einen kleinen seitenschneider aus dem schulbedarf für 3,5 
eur. hält seit mittlerweile fünf jahren inkl. einsatz bei feuerwerken. 
und wenn er mal den weg alles irdischen gegangen ist (hat mittlerweile 
ein paar scharten), wird er durch ein neues exemplar (identisches 
modell) ersetzt

Autor: Martin Rossing (Gast)
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" oder möchtest Du gar Prototypen auf Lochrasterplatine fädeln oder dich
ans CuL-Origami Beitrag "Re: SMD Verdrahtung extrem. Räschbäkd Alder!"
versuchen? "



....versuchen :D. Spaß beiseite. Es soll schon in diese Richtung(!) 
gehen, nämlich Prototypen, wenn du es so nennen möchtest, zu machen. 
Prototypen sage ich ungern, weil ich damit einen ersten Schritt für eine 
Serienherstellung assoziiere - das ist natürlich eher beim Hobby nicht 
gegeben.

Also einmalige Prototypen aus Spaß an der Freud - wie filigran das 
werden kann, kann ich leider aus Ermangelung des Versuchs nicht sagen. 
Aber so was wie in deinem Link dürfte auch langfristig meine Kompetenzen 
überschreiten :-o Respekt!
In welcher Weise beeinflusst so eine Filigrantechnik denn die Wahl des 
Werkzeugs. unsicher werd


Verstehe ich es richtig, dann lieber so ein kleineres Modell aus Blech 
für Lochraster Bestückung, Widerstände abzwicken etc und noch etwas 
grobschlächtigeres, wenn mal dickerer Kupferdraht im Grenzbereich 
ansteht?




Grüße und Dank an einen bisher flamefreien thread

Autor: Christian K. (Gast)
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Martin Rossing schrieb:
> Ich habe angefangen, mich mit der uc Programmierung zu beschäftigen.
> Zuerst nur theoretisch gelesen, dann mit fertigem Board.
> Nun fühle ich mich im Hobby bestätigt und bin so weit, meine 'Werkstatt'
> in Angriff zu nehmen....
> Bedeutet ich kaufe einiges an Werkzeug und Bauteilen. Nicht zu viel am
> Anfang, dafür ordentlich ist mein Plan.
> Ich bräuchte nur bzgl. eines Seitenschneiders Rat.

Ich selbst nutze seit Jahren einen Knipex KN 78 31 125. Dieser kann 
Kupferdraht bis 1 mm Durchmesser schneiden. Für dickere Drähte habe ich 
einen NoName-Seitenschneider.

Zum Vergleich: Der KN 78 61 125 kann zwar Kupferdraht bis 1,6 mm 
schneiden, dafür ist aber auch der Kopf breiter als beim KN 78 31 125.

Christian.

Autor: Kluchscheißernder Nixwisser (kluchscheisser)
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Ich benutze einen billigen Elektronik-Seitenschneider (3,50) ohne 
Facetten zum Kürzen der TTH-Bauteilanschlüsse beim Bestücken von 
Platinen. Dieser hält (bei regelmäßiger Nutzung) rund 3 Jahre durch, 
dann ist ein Neuer fällig.

Egal, ob Du nun einen billigen oder teuren Elektronik-Seitenschneider 
kaufst, dazu gehört immer ein großer solider Seitenschneider 
(Baumarktqualität reicht), damit man den Kleinen nicht immer für 
Grobzeug benutzt.

MfG

Autor: Sven W. (Firma: basement industries) (dj8nw)
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Servus!
Also ich bevorzug eigentlich so einen wie hier beim blauen Claus:
http://www.conrad.de/ce/de/product/819158/SCHRAEGS...

Kostet zwar etwas, aber Du hast den Vorteil, dass Du doch wendiger 
schneiden kannst, und bei wenig Platzbedarf doch noch an die 
entsprechende Stelle kommst, was Du meiner Ansicht nach, mit nem 
"normalen" nicht kannst.

Anschaffung lohnt sich, den hast bei richtiger Handhabung ewig!
Und sollt er doch mal stumpf und schartig sein, halt ihn mal an ne feine 
Schleifscheibe, dann kannst ihn immernoch für etwas "gröbere" 
Anwendungen nehmen!

Ach ja, an richtiger Stelle gesucht, kriegst den schon für 30 Euro

Gruß, Sven

Autor: ... (Gast)
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Jo, mein Knipex 70-140 leistet seit 35 Jahren sein Dienste.

0.2 CuL geht wie am ersten Tag...

Autor: Axel Krüger (axel)
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wir hatten bei uns in der Firma auf Knipex Seitenschneider und nach 3 
Jahren Dauereinsatz ist der noch wie neu!

Autor: Nachtaktiver (Gast)
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Ich würde einen Super-Knips und einen klassischen Seitenschneider 
empfehlen.
Bei großen Dioden ist nichts mehr mit abknipsen weil du sonst die Backen 
von den kleinen Super-Knips verbiegst.( Ich nutze 70 02 125 und die 78 
03 125 )

Autor: Martin Rossing (Gast)
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Besten Dank soweit.
Ich tendiere aus rein preislichen Überlegungen zu letzterer Lösung 
(Super Knips + größeres Kaliber), aber die Frage nach rundem Kopf und 
spitzem Kopf ist für mich noch noch restlos geklärt.

Wozu diese Bauformen? Komme ich mit einem runden Kopf nicht bündig und 
nah an fizelige Drahtenden oder was steckt dahinter.

Autor: ??? (Gast)
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runder Kopf kann mehr Kraft aushalten. Dafür kommt man mit dem spitzen 
Kopf viel weiter zwischen enge Pins...

Autor: Christian K. (Gast)
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Martin Rossing schrieb:
> Wozu diese Bauformen? Komme ich mit einem runden Kopf nicht bündig und
> nah an fizelige Drahtenden oder was steckt dahinter.

Natürlich kommt man mit spitzen Kopf besser an enge Stellen heran. Aber 
die Kraftverteilung ist meines Erachtens zwischen spitzen und rundem 
Kopf unterschiedlich. Schneidet man mit spitzen Kopf vorn an der Spitze 
dickeren Draht, kann die Spitze schnell mal abbrechen. Bei rundem Kopf 
ist vorne mehr Material, so daß die Wahrscheinlichkeit eines 
Spitzenbruchs geringer ist.

Genauso ist die Belastung der Schneide bei Seitenschneidern ohne Wate 
höher als bei Seitenschneidern mit Wate, was sich auf Lebensdauer 
auswirkt.

Christian.

Autor: Jörg H. (zwischenfrequenz)
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Hallo Martin,

zu deiner Frage nach der Facette: Seitenschneider mit Facette üben eine 
Kraft auf beide Enden des Drahtes aus. Wenn du die Beinchen eines 
bedrahteten Bauteils nach dem einlöten in eine Leiterplatte abschneidest 
wird der Draht bei einem Seitenschneider mit Facette "in" die Lötstelle 
gedrückt. In Bereichen mit sehr hohen Zuverlässigkeitsanforderungen 
sieht man das als Risiko, dort kommen Seitenschneider ohne Facette zum 
Einsatz. Und, es wurde bereits gesagt: Den Elektronik-Seitenschneider 
nie als Saitenschneider benutzen.

Gruß Jörg

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Benutze auch den 78 61 125 und bin sehr zufrieden. Für feine Elektronik 
ein sehr schönes und zuverlässiges Werkzeug.

Autor: Kai B. (kaib) Benutzerseite
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Ich hab mir von Garant einen Elektronikseitenschneider zugelegt.
Gibts bei Amazon.

http://www.amazon.de/GARANT-Feinmechaniker-Seitens...

Ich finde die recht gut. Und der Preis ist auch ok.

Die Günstigen Stanztteile von knipex und wem auch immer sind anfangs 
brauchbar bis irgentwann die Klingen nur noch quetschen anschatt 
schneiden weil sich die Klingen nicht mehr bündig treffen sondern 
abrutschen.

Natürlich ist man selber schuld wenn man sei es knipex oder Garant mit 
den Knipsern harte und dicke Drähte schneidet.

Das hier ist dann z.B. noch ne brauchbare Abisolierzange

http://www.amazon.de/Garant-GARANT-Abisolierzange-...

Die beiden Dinge haben wir in der Firma und ich habs für mich Privat 
auch gekauft.

Und für Grobe Drahtarbeiten reicht mir ein 0815 Seitenschneider ausm 
Baumarkt

MfG Kai

Autor: MaWin (Gast)
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Die Knipex KN 79 02 125 ist die richtige Wahl.
Ob sie wirklich besser ist als dasselbe Modell
für 3 EUR aus China sei dahingestellt.
Schneide nie zu harte Drähte (Stahl) mit ihr.
So lange die Schneiden unbeschädigt sind,
sollte sie auch einzelne Litzen aus 230V Litzenkabel abklemmen,
also 0.1mm Kupferlackdraht trennen können.

Autor: werkzeugmisshandlung (Gast)
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Wir sind in der Firma in elektronik und Fahrzeugmechanik unterteilt.
Kurz Fein- und Grobmechaniker!!!
Das traurige dabei ist, dass man das wörtlich nehmen kann.

Hab unseren Eektroniker letztens neue und teure Knipex Seitenschneider 
gegönnt, verbessert ja die Arbeitsbedingungen. Alle waren begeistert und 
haben die Teile super behandelt.

Bis die Mechaniker kamen :-(
Es hat tatsächlich einer geschafft bei einer der neuen Knipex Zangen die 
Schneidfälche am Scharnier abzubrechen. Keine Ahnug wie er das gemacht 
hat.
Er wollte damit angeblich 2mm Stahldraht schneiden und damit er gut an 
die Schnittfläche kommt, musste er etwas helbeln, drücken, und 
brutalität walten lassen...

1,5m weiter lage große grobe Zangen die dafür vorgesehen waren!
Seine Rechtfertigung... is ja net teuer und passiert halt mal.

wenn ich dürfte, hätte ich ...

Autor: Jochen (Gast)
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Ich verwende auch immer die günstigeren von Knipex. Wenn die dann 
schlechter werden, verwende ich sie für immer gröbere Sachen. Wobei so 
ein Seitenschneider (bei artgerechter Haltung ;)) und geringer Benutzung 
durchaus länger halten sollte ;) Aber mach Dir auch Gedanken über eine 
gute Lötstation (Kolben), auch ein Punkt, bei dem man es bereuen wird, 
gespart zu haben.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Jörg H. schrieb:
> Und, es wurde bereits gesagt: Den Elektronik-Seitenschneider
> nie als Saitenschneider benutzen.

Aus diesem Grund haben wir damals in der Ausbildung "Weichschneider" 
dazu gesagt. Das kommt dem Einsatzgebiet näher. Er wird nur für das 
Abknipsen von Anschlussdrähten bedrahteter Bauteile oder dünnen Drähten 
verwendet. Dicke Diodenanschlüsse sind da bereits tabu.

Ich habe privat billige 5€ Teile. Nach über 5 Jahren Hobbyeinsatz ist 
die letzte gerade am "Auslaufen". Es zeigen sich leichte Macken und die 
Backen treffen nicht mehr sauber aufeinander. Anschlussdrähte schneidet 
sie immer noch ab. Für Fädeltechnik ist sie aber nicht mehr sinnvoll 
verwendbar.

Ich hatte auch mal eine teure. Die ist mir aber irgendwie abhanden 
gekommen.
Aus diesen Grund kaufe ich mir nur noch billige. 8 Billigzangen für den 
Preis von einer guten. 8x5 Jahre = 40 Jahre. Dann bin ich über 80 und 
kann sicherlich keine feinen Drähte mehr erkennen. Für mich lohnt sich 
die Anschaffung einer teuren also nicht wirklich.

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