Eigenbau einer LED-Deckenleuchte

OP #1910307
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Hallo,

ich benötige in meinem Haus noch diverse Deckenleuchten (Treppenhaus, 
Flur, ...), aber irgendwie gefallen mir die in den Katalogen nicht so 
richtig.

Ich habe vor kurzem LED-Stripes mit weißwarmem LED-Licht gesehen, was 
mir recht gut gefallen hat. Daher denke ich über den Eigenbau einer 
Leuchte nach. Eventuell auch mit warmweißen Einzel-SMD-LED´s auf einer 
eigenen Leiterplatte.

Was spricht eigentlich gegen das "direkte" Betreiben von LED´s an 230V. 
Gleichrichter und Kondensator, dann eine Menge LED´s in Reihe. Beim 
Googeln bin ich auf folgende Seite gestoßen:

http://www.strippenstrolch.de/3-1-7-weisse-leds-direkt-an-230-volt.html

So in der Art hätte ich mir das auch gedacht, aber halt noch mit einer 
Sicherung im Primärkreis. Ich denke es würde auch Sinn machen, eine 
Supressordiode am den Gleichrichterausgang zu schalten, um 
Spannungsspitzen abzufangen. Hat jemand Erfahrungen mit solchen 
Schaltungen?

Wegen Berührungsschutz: ich würde natürlich eine Polycarbonatplatte vor 
die LED´s montieren. Ist ähnlich wie Plexiglas, nur robuster.

Gruß
Martin
Angehängte Dateien:
#1910328
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Oh Gottogottogott
Der Strippenstrolch verdient seinen Namen WIRKLICH:

Man darf Dioden nicht an einer niederohmigen Spannungsquelle betreiben, 
das führt zum schnellen Tod. (nicht nur der Dioden)

Dioden müssen immer eine Art Strombegrenzung in Reihe haben sonst 
erwärmen sie sich, bekommen niedrigere Durchlassspannung, bekommen mehr 
Strom, werden noch wärmer....

Dieses "thermal runaway" führt dann zum Kurzschluss oder mindestens zur 
Überhitzung der Dioden.

Diese Schaltung dürfte 101 Dioden auf einmal killen. Sicherungen 
schützen praktisch nie den Halbleiter für den sie zuständig sind, 
sondern nur die Umgebung vor dem entstehenden Kurzschluss.
Gast #1910746
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Ganz abgesehen davon, dass die LEDs bei einem solchen direkten Betrieb 
natürlich auch allen Spannungsspitze auf dem Netz ausgesetzt sind.

Und da LEDs sehr unlinear sind würde die Helligkeit auch bei jeder noch 
so kleinen Spannungsschwankung stark weglaufen. Was bei einer Glühlampe 
kaum wahrnehmbar ist würde bei den LEDs extrem stark auffallen.
Gast #1910867
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Ich kann ich nur anschließen, so wird das nicht, bzw. nur eine kurze 
Zeit funktionieren. Immerhin ist dein Strom in diesem Fall nur von den 
Bahnwiderständen der LEDs begrenzt. Bei LEDs ist immer in Vorwiderstand 
notwendig, vielleicht solltest du dir nochmal die Funktion und Anwendung 
von LEDs zu gemüte führen, hier eine kleine aber sehr hilfreiche 
Einführung:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201111.htm
Und wer auch immer diese Schaltung entworfen hat, hat keine Ahnung von 
Elektronik.
Du kannst es ja mal ausprobieren, einfach eine LED mit der vorgegebenen 
Spannung, aber ohne Vorwiderstand betreiben, da wirst du sehen, dass um 
einiges mehr Strom fließt, als fließen sollte. Selbst wenn die LED das 
aushält wird sie ziemlich schnell kaputt gehen.
Viel Erfolg noch ;-).

Gruß Phil
Gast #1912145
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Man könnte auch richtige Leuchtdioden statt der kleinen Indikatorfunzeln 
nehmen, dann braucht man nicht eine ganze Kiste voll von dem Kram, 
sondern kommt mit ein paar wenigen LEDs aus. Das vereinfacht dann die 
Ansteuerung erheblich.

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