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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Offset bei aktivem Tiefpass/invert. OPV


Autor: Maddin (Gast)
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Bei einem in der Mehrfachgegenkopplung als Tiefpass 2ter Ordnung 
betriebenen OPV will ich der Eingangsspannung einen Offset geben, sodass 
diese um die halbe Betriebsspannung schwingt. Schwingen ist hier 
relativ, da es sich um Tiefpass mit sehr geringer Grenzfrequenz handelt.

Wenn ich die Eingangsspannung über ein Spannungsteiler einkoppel 
benötige ich einen weiteren Spannungsfolger. Dies will ich vermeiden. 
Aus diesem Grund gebe ich dem OPV am + Pin, der sonst an Masse liegen 
würde eine Spannung vor. Im Aplication Note AN-31 von National 
Semiconductor Seite 6 oben links sieht man mein vorhaben am Beispiel 
eines Inverters.

Nun meine Fragen: Muss der Widerstand zwischen GND und +Pin so sehr 
klein sein wie im Apnote? Dort sind es 100 Ohm.

Weiterhin: Ich verwende ein Package mit 2 OPV´s drin. Kann ich nun beide 
OPV´s mit dem selben Poti zum Einstellen beschalten oder sollte dies für 
beide getrennt erfolgen weil vielleicht beide unterschiedliche 
Input-offsets haben?

Habe mal meine Idee angehängt.

Gruß

Maddin

: Verschoben durch Moderator
Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Maddin schrieb:
> Nun meine Fragen: Muss der Widerstand zwischen GND und +Pin so sehr
> klein sein wie im Apnote? Dort sind es 100 Ohm.

Wenn ich das richtig sehe, willst du am nichteinvertierenden Eingang
eine Spannung von 3,3V/4 = 0,825V anlegen, so dass 0V am Eingang 1,65V
am Ausgang ergeben.

In der Appnote geht es darum, den Offsetfehler des Opamps zu kompensie-
ren, der üblicherweise im Millivoltbereich oder darunter liegt. Der
Spannungsteiler aus R1 und R2 dient dazu, dass große Potidrehwinkel nur
kleine Spannungsänderungen nach sich ziehen, so dass die Einstellung
sehr feinfühlig erfolgen kann. Deswegen ist R1 >> R2 gewählt worden.

Ansonsten ist die Größe der Widerstände zur Bereitstellung der Spannung
nicht kritisch, da der Opamp-Eingang hochohmig ist. Je nachdem, wie
genau diese Spannung sein muss, kannst du evtl. auf das Poti ganz
verzichten und einfach einen Spannungsteiler aus 12kΩ und 3kΩ nehmen.

> Weiterhin: Ich verwende ein Package mit 2 OPV´s drin. Kann ich nun beide
> OPV´s mit dem selben Poti zum Einstellen beschalten oder sollte dies für
> beide getrennt erfolgen weil vielleicht beide unterschiedliche
> Input-offsets haben?

Wenn der Offset wirklich auf's Millivolt genau sein muss, brauchst du
natürlich zwei Potis. Geht es nur darum, die Ausgangsspannung ungefähr
in die Mitte zwischen 0V und 3,3V zu rücken, genügt der oben erwähnte
Spannungsteiler aus Festwiderständen, der (am besten mit einem kleinen
Glättungskondensator) auch beide Opamps bedienen kann.

Übrigens ist der AD712 wohl nicht der richtige Opamp für das Vorhaben.
da er offensichtlich bei einer negativen Versorgungsspannung von 0V eine
Ausgangsspannung von ebenfalls 0V liefern soll. Das kann nur ein Single-
Supply-Opamp. Ist die positive Versorgungsspannung nur 3,3V, brauchst du
sogar einen Rail-to-Rail-Opamp.

Autor: Maddin (Gast)
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Yalu X. schrieb:
> Übrigens ist der AD712 wohl nicht der richtige Opamp für das Vorhaben.
> da er offensichtlich bei einer negativen Versorgungsspannung von 0V eine
> Ausgangsspannung von ebenfalls 0V liefern soll. Das kann nur ein Single-
> Supply-Opamp. Ist die positive Versorgungsspannung nur 3,3V, brauchst du
> sogar einen Rail-to-Rail-Opamp.

Ich dachte mir schon, dass das jemand anspricht. Ich habe lediglich 
diesen aus der Eagle-Bibo genommen weil er den gleichen Pinaufbau hat. 
Ich hatte vor den TS912 zu verwenden. Ist ein Rail to Rail Single 
Supply.

Yalu X. schrieb:
> Wenn ich das richtig sehe, willst du am nichteinvertierenden Eingang
> eine Spannung von 3,3V/4 = 0,825V anlegen, so dass 0V am Eingang 1,65V
> am Ausgang ergeben

Genau.

Yalu X. schrieb:
> Wenn der Offset wirklich auf's Millivolt genau sein muss, brauchst du
> natürlich zwei Potis. Geht es nur darum, die Ausgangsspannung ungefähr
> in die Mitte zwischen 0V und 3,3V zu rücken, genügt der oben erwähnte
> Spannungsteiler aus Festwiderständen, der (am besten mit einem kleinen
> Glättungskondensator) auch beide Opamps bedienen kann.

Stimmt die beiden OPV´s unterscheiden sich ja höchstens um den 
Input-Offset. Naja ein Poti werd ich trotzdem reinknallen.


Vielen Dank

Gruß

Maddin

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