mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Voyager 1 lebt ja noch !


Autor: Der Hotte (Gast)
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Hut ab an die Entwickler damals, mit was für ner Stromversorgung fliegt 
das Teil eigentlich?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,...

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Lebt denn der alte Voyager noch, Voyager noch, Voyager noch?
Jaaaaaaaaaaaaa, er lebt noch.

Nach dieser Melodie:
Youtube-Video "De Randfichten - Lebt denn der alte Holzmichl noch 2007"

;-)
MfG Paul

Autor: Martin P....... (billx)
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Ich meine mal irgendwo plutonium batterie gelesen zu haben ...

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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Autor: Icke ®. (49636b65)
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In ein paar hundert Jahren wird "V'ger" mit dem geballten Wissen des 
Universums zurückkehren und nach seinem einstigen Schöpfer suchen...

Autor: Der Hotte (Gast)
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das wär doch die Anwendung für Atommüll, vorallem den abgebrannten 
brennstäben.

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Und der alte CDP1802 (8-Bit CMOS-CPU von RCA) tuckert noch!?! Ein 
Traum-Maschinchen, derzeit sogar noch in Produktion (von Intersil?)!?!

Bernhard

Autor: A. K. (prx)
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Bernhard R. schrieb:

> Und der alte CDP1802 (8-Bit CMOS-CPU von RCA) tuckert noch!?! Ein
> Traum-Maschinchen, derzeit sogar noch in Produktion (von Intersil?)!?!

Erstens hast du das "Alb" vor dem Traum vergessen.
Zweitens sind in den Voyagern keine CDP180x drin.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Der Hotte schrieb:
> Hut ab an die Entwickler damals

Wirklich eine beachtliche Leistung!

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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beachtlich(er) finde ich aber eher die Mondlandungen mit der damaligen 
Technik und Rechenleistung.

Autor: Anja zoe Christen (zoe)
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@Hotte, mit dem Atommüll wirst Du da nicht sehr weit kommen für den RTG 
:-)

Zoe

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Klaus Ausderkasse schrieb:
> beachtlich(er) finde ich aber eher die Mondlandungen mit der damaligen
> Technik und Rechenleistung.
Dazu siehe auch:
Beitrag "Computer des Apollo Programms"

Autor: Jeffrey Lebowski (the_dude)
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Klaus Ausderkasse schrieb:
> beachtlich(er) finde ich aber eher die Mondlandungen mit der damaligen
> Technik und Rechenleistung.

Die war doch eh nur gefakt! :-)))
*scnr

Mich würde mal die damalige Rechenleistung im verlgeich zur heutigen 
Technik interessieren!
Ich denke ein modernes Handy übersteigt die Leistung der Apollo- oder 
Voyager-Mission bei weitem. Man stelle sich die Apollo-Kapsel mit 
LCD-touchscreen, low-Power-MSP430 und LiFe-Akku vor!

Autor: Peter Bierbach (funkheld)
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....Die US-Raumfahrtorganisation Nasa feiert eine Premiere der 
besonderen Art: Die Raumsonde "Voyager 1" ist als erstes von Menschen 
gebautes Objekt in eine andere Zone des Weltraums vorgedrungen....

Laut aussage vom Spiegel.
Die meinen bestimmt die "Ostzone".....

Autor: P. M. (o-o)
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Jeffrey Lebowski schrieb:
> Ich denke ein modernes Handy übersteigt die Leistung der Apollo- oder
> Voyager-Mission bei weitem. Man stelle sich die Apollo-Kapsel mit
> LCD-touchscreen, low-Power-MSP430 und LiFe-Akku vor!

Vermutlich übertrifft sogar ein einfacherer wissenschaftlicher 
Taschenrechner die Gesamtleistung bei weitem, z.B. die TI32-Serie.

Autor: Anja zoe Christen (zoe)
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P. M. schrieb:
> Jeffrey Lebowski schrieb:
>> Ich denke ein modernes Handy übersteigt die Leistung der Apollo- oder
>> Voyager-Mission bei weitem. Man stelle sich die Apollo-Kapsel mit
>> LCD-touchscreen, low-Power-MSP430 und LiFe-Akku vor!
>
> Vermutlich übertrifft sogar ein einfacherer wissenschaftlicher
> Taschenrechner die Gesamtleistung bei weitem, z.B. die TI32-Serie.

Zumindest bis zum ersten Bitflip :-)

Zoe

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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Mir hat das nur mal Jemand erzählt, und das is auch nurnoch wage in 
meinem Gedächnis:

Irgendwer hat Irgendwann mal behauptet, das damals (tm) zur Zeit der 
Mondlandung genau die richtige Technologie Entwicklungsstufe da war, um 
auf dem Mond landen zu können. Heute wäre das angeblich nicht mehr 
möglich, weil alles over-engineered wäre, und man alles zu kompliziert 
machen würde.

Natürlich stimme ich dem nicht zu, und habe das als Blödsinn abgetan.

Aber ich schätze ein bisschen was ist dran, ich glaube nicht das 
modernere Technik so lange wie die Voyager 1 durchhalten würden. Zudem 
die Hauptleistung ja darin besteht, die projektierte Zeit um ein 
Vielfaches überschritten zu haben.

Autor: Mike Strangelove (drseltsam)
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Yhprums Gesetz: Alles was geht, wird auch gemacht...

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Warren Spector schrieb:

> Irgendwer hat Irgendwann mal behauptet, das damals (tm) zur Zeit der
> Mondlandung genau die richtige Technologie Entwicklungsstufe da war, um
> auf dem Mond landen zu können. Heute wäre das angeblich nicht mehr
> möglich, weil alles over-engineered wäre, und man alles zu kompliziert
> machen würde.

Fehlende Technologie wurde damals durch menschliche Skills, 
Erfindungsreichtum und nicht zuletzt Risikobereitschaft ersetzt. 
Natürlich wissen die Astronauten auch heute, daß sie sich einer gewissen 
Gefahr aussetzen. Damals sind die vermutlich von einer 
fifty/fifty-Chance ausgegangen und es war ihnen egal. Sie kamen in jedem 
Fall als Helden zurück.

Autor: P. M. (o-o)
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Mike Strangelove schrieb:
> Yhprums Gesetz: Alles was geht, wird auch gemacht...

Sieht man am besten anhand völlig sinnlosem Technologieeinsatz in der 
Schule... (damals Sprachlabors, heute Lernsoftware wo es keine braucht)

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Die Radionuklidbatterie wäre doch genau das richtige für die
Elektroautos. Eine bisschen Plutonium durch die Gegend schaukeln
wäre doch was feines und das beste, die nächsten 100Jahre und mehr
nie mehr tanken müssen. Was will man mehr? Einziges Problem wird
der Preis sein und ob man mit dem vorhandenem Plutonium genug Autos 
bestücken kann.

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Icke ®. schrieb:
> In ein paar hundert Jahren wird "V'ger" mit dem geballten Wissen des
> Universums zurückkehren und nach seinem einstigen Schöpfer suchen...

Das war aber die imaginäre Voyager 6... Schade eigentlich.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Toller Film, den habe ich mir bestimmt schon 10 mal angesehen. :-)

Autor: P. M. (o-o)
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Leo ... schrieb:
> Was will man mehr? Einziges Problem wird
> der Preis sein und ob man mit dem vorhandenem Plutonium genug Autos
> bestücken kann.

Ja, ist wirklich das einzige Problem bei Plutonium ;-)

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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P. M. schrieb:
> Leo ... schrieb:
>> Was will man mehr? Einziges Problem wird
>> der Preis sein und ob man mit dem vorhandenem Plutonium genug Autos
>> bestücken kann.
>
> Ja, ist wirklich das einzige Problem bei Plutonium ;-)

und der unterirdische Wirkungsgrad der Batterie.
Ist schon sehr beachtlich was damals aus den paar Watt gemacht wurde.
Hut ab.

Autor: Falk Brunner (falk)
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Autor: Der Hotte (Gast)
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Warren Spector schrieb:
> Mir hat das nur mal Jemand erzählt, und das is auch nurnoch wage in
> meinem Gedächnis:
>
> Irgendwer hat Irgendwann mal behauptet, das damals (tm) zur Zeit der
> Mondlandung genau die richtige Technologie Entwicklungsstufe da war, um
> auf dem Mond landen zu können. Heute wäre das angeblich nicht mehr
> möglich, weil alles over-engineered wäre, und man alles zu kompliziert
> machen würde.
>
> Natürlich stimme ich dem nicht zu, und habe das als Blödsinn abgetan.
>
> Aber ich schätze ein bisschen was ist dran, ich glaube nicht das
> modernere Technik so lange wie die Voyager 1 durchhalten würden. Zudem
> die Hauptleistung ja darin besteht, die projektierte Zeit um ein
> Vielfaches überschritten zu haben.

Noch viel schlimmer ist, das dir heute die BWL im Nacken sitzt , das hat 
es so früher nicht gegeben !

Autor: Hans L. (hansl)
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Leo ... schrieb:
> Die Radionuklidbatterie wäre doch genau das richtige für die
> Elektroautos.

Da gab es doch was in der Presse:

http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_Die-Atom...

Wer brauch da noch Biosprit ;)

Hans L

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Redmond (USA), 1. April 2010

hi hi

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Jörg S. schrieb:

>Dazu siehe auch:
>Beitrag "Computer des Apollo Programms"

Ich fand den Thread vor einem Jahr topinteressant. Wie man grundsätzlich 
nur eine Sorte Gatterschaltungen machte, 3-Input-Nor-Gates 
(RTL-Technik), aus 3 Transistoren und 3 Widerstanden, und man daraus 
wiederum anhand der booleschen Algebra Schaltwerke und Computer 
strickte. Auch bei der heutigen Technik lernt man daraus vieles, wenn 
man aus der Historie begreift, wie sie sich allmählich entwickelte.

Autor: Jonny Obivan (-geo-)
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kann man eigentlich abschätzen, wie lange die Sonde noch als solche zu 
identifizieren ist? Wären 100 Millionen Jahre drinn, oder zersetzt sich 
die Sonde irgendwann?

Autor: A. K. (prx)
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Ich fand den Thread vor einem Jahr topinteressant. Wie man grundsätzlich
> nur eine Sorte Gatterschaltungen machte, 3-Input-Nor-Gates
> (RTL-Technik), aus 3 Transistoren und 3 Widerstanden,

Es hat auch integrierte Mikroprozessoren in bipolarer I2L-Technik 
gegeben, wie Fairchilds 9445, einer integrierten Variante des Data 
General Nova 16-Bit Minicomputers - der war zudem ausgesprochen flott 
unterwegs. Bei dieser Technik gibt es ausschliesslich open collector 
inverter.

Autor: A. K. (prx)
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Jonny Obivan schrieb:

> kann man eigentlich abschätzen, wie lange die Sonde noch als solche zu
> identifizieren ist? Wären 100 Millionen Jahre drinn, oder zersetzt sich
> die Sonde irgendwann?

Das dürfte davon abhängen, wer oder was ihr unterwegs begegnet. Zu den 
nächsten Sternen sind es nur hundertausende Jahre und dazwischen ist 
ziemlich viel Nichts. In tausendmal so viel Jahren kann jedoch viel 
passieren und einen Bahnverlauf dafür zu berechnen wäre wohl etwas 
mutig.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Jonny Obivan schrieb:

>kann man eigentlich abschätzen, wie lange die Sonde noch
>als solche zu identifizieren ist? Wären 100 Millionen
>Jahre drinn, oder zersetzt sich die Sonde irgendwann?

Na, dem oben genannten Artikel, habe ich entnommen, daß man noch mit 
maximal 15 Jahren Kommunikation rechnen kann. Die Energieversorgung gehe 
wohl langsam zur Neige. Es wurden schon weniger wichtige 
Funktionsgruppen abgeschaltet. Dann fliegt das Ding als lebloser 
Gegenstand weiter durchs All. Auf Grund des Rauschens ist es ohnehin ein 
gigantischer Aufwand in der Signalverarbeitung, die Funksignale noch 
auszuwerten. Ich finde es schon erstaunlich, daß man von der Erde aus 
noch Funktionsgruppen ein- und ausschalten kann. Aber 1/3 Jahrhundert im 
Space, was lebt sonst schon so lange?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Gegenstand weiter durchs All. Auf Grund des Rauschens ist es ohnehin ein
> gigantischer Aufwand in der Signalverarbeitung, die Funksignale noch
> auszuwerten. Ich finde es schon erstaunlich, daß man von der Erde aus
> noch Funktionsgruppen ein- und ausschalten kann.

Was ich viel erstaunlicher finde, ist die Datenrate, die man trotzdem 
noch hinbekommt. 1.4kBit/s sind nicht von schlechten Eltern. Zumindest 
für alle, die noch mit Akustikkopplern gearbeitet haben :-)

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Icke ®. schrieb:
> Warren Spector schrieb:
>
>> Irgendwer hat Irgendwann mal behauptet, das damals (tm) zur Zeit der
>> Mondlandung genau die richtige Technologie Entwicklungsstufe da war, um
>> auf dem Mond landen zu können. Heute wäre das angeblich nicht mehr
>> möglich, weil alles over-engineered wäre, und man alles zu kompliziert
>> machen würde.

Da ist was drann.
Die Sicherheitsstandards werden heute viel höher geschraubt als damals. 
Damals musst es in erster Linie funktioniern. Wenn es auch noch sicher 
ist, umso besser. Nur offensichtlich unsicher durfte es nicht sein.

Die Apollo Zeit ist irgendwie das Gegenstück zu den tollkühnen Männern 
in ihren fliegenden Kisten'. Da würde sich auch heutzutage keiner 
freiwillg reinsetzen und fliegen.

>
> Fehlende Technologie wurde damals durch menschliche Skills,
> Erfindungsreichtum und nicht zuletzt Risikobereitschaft ersetzt.
> Natürlich wissen die Astronauten auch heute, daß sie sich einer gewissen
> Gefahr aussetzen.

Gewisse Gefahr ist gut :-)

Man darf auch nicht vergessen: Die ersten Astronauten (Mercury) waren 
allesamt Testpiloten. Später kamen dann Kampfpiloten dazu. Die haben 
allesamt mehr als einmal dem Tod ins Auge geschaut. So schnell schreckte 
die nichts mehr. Und flugverrückt waren sie alle miteinander. Ich 
vergleich die gerne mit Freikletterern: Ein falscher Griff, eine 
Unachtsamkeit und alles ist vorbei. Und trotzdem treibt es sie immer 
wieder in die Berge.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

>Was ich viel erstaunlicher finde, ist die Datenrate,
>die man trotzdem noch hinbekommt. 1.4kBit/s sind nicht
>von schlechten Eltern. Zumindest für alle, die noch
>mit Akustikkopplern gearbeitet haben :-)

Nun ja, bei einer Übertragungsdauer von 17 Minuten, relativiert sich die 
geringe Datenrate doch ohnehin sehr. Und für die Stabilität, ist niedrig 
sicher besser als mehr. Laß doch so eine Sonde mal mehrere Tage 
brauchen, um z.B. ein einziges Bild zu senden. Wenn die Voyager das 
überhaupt kann. Das ist immer noch besser als keines.

Autor: A. K. (prx)
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Bilder zu übertragen gibt es wohl nicht mehr - wovon denn? Eher ein paar 
Daten der verbleibenden noch nicht permanent abgeschalteten Instrumente 
und welche über den eigenen Zustand.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Nun ja, bei einer Übertragungsdauer von 17 Minuten, relativiert sich die
> geringe Datenrate doch ohnehin sehr. Und für die Stabilität, ist niedrig
> sicher besser als mehr.

Misverständnis?
1.4kBit/s ist verdammt viel!

> Laß doch so eine Sonde mal mehrere Tage
> brauchen, um z.B. ein einziges Bild zu senden.

Vojager sendet schon lang keine Bilder mehr.
Wozu auch? Man würde darauf nichts sehen, was man nicht schon kennen 
würde bzw interessant wäre. Im wesentlichen schwarze Bilder mit ein paar 
hellen Punkten drauf kann man auch von der Erde aus machen. Und das bei 
wesentlich besserer Qualität :-)
Noch nicht mal dann, wenn Vojager zufällig einem Transneptuniden 
begegnen würde, würde das Sinn machen. Zu dunkel.

In den 17 Minuten werden die Messergebnisse seit dem letzten Kontakt 
üermittelt. Ist immer noch genug Material.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

>Misverständnis?
>1.4kBit/s ist verdammt viel!

Ja, das war zu dem Zeitpunkt das Machbare.

Und kein Mißverständnis. Ich meinte damit nur, daß z.B. eine schnelle 
Vollduplex-Kommunikation auf Grund der 17 Lichtminuten ohnehin nicht 
möglich ist. Und sich dadurch die Datenrate auch relativiert.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Karl heinz Buchegger schrieb:
>
>>Misverständnis?
>>1.4kBit/s ist verdammt viel!
>
> Ja, das war zu dem Zeitpunkt das Machbare.

Yep.
Ist nur heute so, dass die Youngsters glauben man braucht für alles 4Ghz 
Maschinenen mit einer Gigabit Leitung ins Internet :-)

> Und kein Mißverständnis. Ich meinte damit nur, daß z.B. eine schnelle
> Vollduplex-Kommunikation auf Grund der 17 Lichtminuten ohnehin nicht
> möglich ist. Und sich dadurch die Datenrate auch relativiert.

Wie kommst du auf 17 Lichtminuten?
Das ist noch nicht mal die Disatnz bis zum Jupiter.

Die Daten von Vojager sind ~16 Stunden(!) unterwegs.
Roundtrip Time: knapp 32 Stunden.
Heute Kommando abschicken (GET http:\\www.vojager.com\index.html) 
übermorgen vormittag ist dann die HTML Seite da :-)

Autor: A. K. (prx)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

> Heute Kommando abschicken (GET http:\\www.vojager.com\index.html)

Also bitte... die wurde definitiv nicht von Microsoft programmiert!

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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A. K. schrieb:
> Karl heinz Buchegger schrieb:
>
>> Heute Kommando abschicken (GET http:\\www.vojager.com\index.html)
>
> Also bitte... die wurde definitiv nicht von Microsoft programmiert!

LOL
Stimmt. Dann wäre die Antwort nämlich
HTTP 404 - File not found

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

>Wie kommst du auf 17 Lichtminuten?
>Das ist noch nicht mal die Disatnz bis zum Jupiter.

Ooch, Entschuldigung. Lichtstunden.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Heute Kommando abschicken (GET http:\\www.vojager.com\index.html)
> übermorgen vormittag ist dann die HTML Seite da :-)

Wobei die ganzen Werbebanner aber erst eine Woche später komplett sind.
Vielleicht wäre ein Proxy auf dem Voyager ja ein ganz guter Spamschutz
;-)

Apropos vojager.com: Ist es bei euch schon wieder so kalt, dass deine
Rechtschreibung schon durch den Jagertee beeinflusst wird? :)

Autor: Lafuter Z. (lafuter)
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> Man darf auch nicht vergessen: Die ersten Astronauten (Mercury) waren
> allesamt Testpiloten. Später kamen dann Kampfpiloten dazu. Die haben
> allesamt mehr als einmal dem Tod ins Auge geschaut. So schnell
> schreckte die nichts mehr. Und flugverrückt waren sie alle miteinander.

    "Es gibt mutige Piloten und es gibt alte Piloten. Aber es
     gibt keine mutigen, alten Piloten."

Testpiloten sind nicht besonders mutig. Die Eigenschaften eines 
Tespiloten sind u.a.:

  - Unglaublich viele Flugstunden und Starts und Landungen.

  - Umfangreiche Muster-Erfahrungen, praktisch alles was fliegt
    schon geflogen.

  - Hohe lernbereitschaft und hohes technisches Wissen.

  - Extrem sorgfältig und sehr rational, gründlichste Vorbereitung.

  - Stahlharte Nerven und eiskalte Konsequenz.

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend: Wenn vorher für einen Test ein 
bestimmtes Limit festgelegt wurde bei dem das zu testende Fluggerät 
aufzugeben ist, wird ein Testpilot das dann real auch umsetzen. Der 
zuckt mit keiner Wimper oder überlegt nur eine Millisekunde länger als 
nötig und betätigt den Eject-Knopf. Es ist ihm schlichtweg egal in 
diesem Moment ein Flugzeug im Wert einer dreistelligen Millionensumme zu 
vernichten.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Lafuter Z. schrieb:

>   - Stahlharte Nerven und eiskalte Konsequenz.
>
> Gerade der letzte Punkt ist entscheidend:

Ich denke einen Punkt hast du vergessen, obwohl er irgendwie in den 
'stahlharten Nerven' mit enthalten ist.
Panik ist ein Fremdwort für die.
In Situationen, in denen andere schon längst geistig abgeschaltet haben 
und ums nackte Überleben kämpfen, haben diese Herren noch die Nerven 
sich technische Details zu merken um sie dann später mit den 
Flugingenieuren durchzugehen und zu besprechen.

Unverzichtbar um eine Entwicklung voranzubringen, denn in der Telemtrie 
ist nicht alles enthalten.

Die NASA hatte schon gute Gründe sich aus dem Pool der Testpiloten die 
besten rauszuholen. Tetspilot alleine war ihnen noch zu wenig. Die 
ersten 7 mussten allesamt eine abgeschlossene Hochschulausbildung in 
Physik oder Technik haben.

(Und drum wurmt mich auch ímmer die Hoax-Argumentation. Die 
Verschwörungstheoretiker halten die Astronauten immer für Volldeppen. 
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die hatten unglaublich viel drauf.)

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>>>Misverständnis?
>>1.4kBit/s ist verdammt viel!
>>
>Ja, das war zu dem Zeitpunkt das Machbare.

Auch heute waer man nicht viel besser. Das Problem ist die geringe 
Sendeleistung im Rueckkanal, und die limitierte 
Empfaengerempfindlichkeit im Vorwaertskanal. Die Modulation ist derart, 
dass man mit Synchrondetektion resp Korrelation die Bits aus dem 
Rauschen hervorkramen kann. Ein Bit ist dann viele Traegerfrequenz 
Perioden lang. Heutzutage kann man wie damals mit einer TWT ein paar kW 
von der Erde her ueber eine Radioteleskopantenne rausblasen. Der 
Empfaenger am Satellit ist immer noch derselbe, allenfalls ein paar dB 
besser, die Antenne ist auch dieselbe. Im Rueckkanal hat man den 
Generator, der bringt die paar Watt. Was man heute taete, falls der 
Generator nicht anderweitig belastet waere, waere eine LiPo 
zwischenschalten und in den Sendepausen aufladen. Ob's fuer eine TWT 
reichen wuerde ? Und das dann 30 Jahre lang ? Auf die andere Seite ... 
muesst man dann auch noch die Daten haben. Man koennte ein Thermometer 
und einen Massenspektrometer laufenlassen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Die ersten Astronauten (Mercury) waren
> allesamt Testpiloten.

Die erste (und lange Zeit einzige) Kosmonautin war es übrigens nicht.

Autor: A. K. (prx)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

> Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die hatten unglaublich viel drauf.)

Was man von den Hoaxern nicht unbedingt behaupten kann. Deren 
physikalisches Verständnis ist oft genug unterirdisch.

Autor: A. K. (prx)
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Jörg Wunsch schrieb:

> Die erste (und lange Zeit einzige) Kosmonautin war es übrigens nicht.

Wobei man die sicherlich nicht in die Rakete gesetzt hat, weil sie gut 
ist (mag sie durchaus gewesen sein), sondern weil sie Frau ist und sich 
das gut öffentlich darstellen lässt.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Jörg Wunsch schrieb:
>
> Die erste (und lange Zeit einzige) Kosmonautin war es übrigens nicht.

Streng genommen war die erste Frau im Weltall eine Hundedame:

http://de.wikipedia.org/wiki/Laika

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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A. K. schrieb:
> Karl heinz Buchegger schrieb:
>
>> Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die hatten unglaublich viel drauf.)
>
> Was man von den Hoaxern nicht unbedingt behaupten kann. Deren
> physikalisches Verständnis ist oft genug unterirdisch.

Wem sagts du dass.
Ich lese auch in derartigen Foren mit.
Es ist oft unglaublich, mit welchen Vorstellungen und vor allen Dingen 
Wissen diese Leute argumentieren. Ein halbwegs aufgeweckter 
Hauptschüler, der mitdenkt, kann die aus dem Stegreif auseinandernehmen, 
aber sie denken sie hätten Physik mit der Muttermilch aufgesogen.
Teilweise ist es ja schon wieder lustig, welch abstruse Behauptungen bis 
aufs Blut verteidigt werden. Behauptungen die jeder sofort widerlegen 
kann, wenn er nur für 5 Sekunden vor die Tür geht und die Augen aufmacht 
(zb Schatten)

Autor: Uwe N. (ex-aetzer)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Behauptungen die jeder sofort widerlegen
> kann, wenn er nur für 5 Sekunden vor die Tür geht und die Augen aufmacht
> (zb Schatten)

Ah - die "nichtparallelen" Schatten auf dem Mond. Eine meiner 
persönlichen "Hits". Ich kann mich noch an eine Doku (AFAIK N24) 
errinnern, wo ein runtergekommener, EX-NASA Ing. (der nach eigner 
Aussage am Mondlande-Projekt beteiligt war), unter anderem diese 
Behauptung bis aufs Messer verteidigte. Köstlich ...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Uwe N. schrieb:

> errinnern, wo ein runtergekommener, EX-NASA Ing. (der nach eigner
> Aussage am Mondlande-Projekt beteiligt war),

Du meinst Bill Kaysing.
Er arbeitete bis (ich glaube es war) 1963 bei Rocketdyne, die Firma die 
die Triebwerke baute. Und zwar als Leiter der technischen Dokumentation. 
Er war also Bibliothekar und nicht Raketenwissenschaftler. Aber das 
sagte er nur, wenn man ihn darauf ansprach. Für den Rest genügt es, dass 
er für 'die NASA' arbeitete. Mit seinem Ausscheiden 1963 hatte er ja 
auch wahnsinnige Einblicke in den Stand der Technik, mit dem man 6 Jahre 
später tatsächlich flog.

Die abstrusesten Argumente gehen auf sein Konto.

Autor: Uwe N. (ex-aetzer)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Du meinst Bill Kaysing.

Ja, das könnte gut sein.

> Er arbeitete bis (ich glaube es war) 1963 bei Rocketdyne, ...

Das macht ihn und seine Aussagen nur noch absurder.
Irgend einer nannte sowas Kulturvandalismus - dem stimme ich zu.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Wisst ihr eigentlich, warum noch nie eine Rakete oder ein Shuttle mit 
ausschließlich weiblicher Besatzung gestartet ist?

Na ist doch klar, die Rakete wäre dann unbemannt.

 ;-)

Autor: A. K. (prx)
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Karl heinz Buchegger schrieb:

> Ich lese auch in derartigen Foren mit.

Wo treibt sich diese Spezies denn so rum?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Simon K. schrieb:
> Wisst ihr eigentlich, warum noch nie eine Rakete oder ein Shuttle mit
> ausschließlich weiblicher Besatzung gestartet ist?

Was natürlich für den Fall von Valentina Tereschkova nicht stimmt ...
(und auch nicht für den Laika-Sputnik).

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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A. K. schrieb:
> Karl heinz Buchegger schrieb:
>
>> Ich lese auch in derartigen Foren mit.
>
> Wo treibt sich diese Spezies denn so rum?

zb hier

http://www.apollo-projekt.de/links.htm

Auf Apolo-Projekt gibt es selbst ein Forum. Dieselben Leute hängen auch 
meistens in http://www.mondlandung.pcdl.de/

Englischsprachig ist wohl das wichtigste Forum
http://www.clavius.org/ mit
http://apollohoax.proboards.com/index.cgi?


Von dort ausgehend solltest du weitere Foren leicht finden

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Simon K. schrieb:
> Wisst ihr eigentlich, warum noch nie eine Rakete oder ein Shuttle mit
> ausschließlich weiblicher Besatzung gestartet ist?
>
> Na ist doch klar, die Rakete wäre dann unbemannt.
>  ;-)

Vielleicht ist "unbemannt" eine falsche Übersetzung von "unmanned".
Änhlich wie die falsche Übersetzung "Fluxkompensator".

;-)

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Icke ®. schrieb:
> In ein paar hundert Jahren wird "V'ger" mit dem geballten Wissen des
> Universums zurückkehren und nach seinem einstigen Schöpfer suchen...

Nomad ;)
Aber ich find's auch cool dass das Teil noch funktioniert und sogar bis 
zur Erde funken kann. Da sieht man was Menschen alles erreichen koennen, 
wenn sie wollen...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael G. schrieb:

>Da sieht man was Menschen alles erreichen koennen,
>wenn sie wollen...

Und reichlich Budget vorhanden ist, um sich richtig auszutoben...

Autor: Sebastian S. (sebastian-s)
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Moin

Nach oben schon heutiges Handy mit damaliger Raumfahrt verglichen 
wurden,
kam mir eben auch ein sehr anschaulicher Vergleich in den Kopf :

Gerät : Neues Handy (Touchscreen, Kamera, CPU mit ein paar 100Mhz)
Umgebung : Hosentasche von meinem Bruder
Haltbarkeit : 2 Wochen (bis zum erste mal Ausrutschen)

Gerät : Voyager-1 (1,9mhz Systemtakt laut Wiki)
Umgebung : Der Weltraum
Haltbarkeit : von 1977 bis ??

Ich denke man sieht worauf ich hinaus will ;)

Was man vllt. auch bedenken muss is das die Technik damals noch 
wesentlich simpler gestrickt war als heute. Da war einfach nicht soviel 
Zeug dran was eben mal kaputt geht.
Und das was technisch nicht ging mussten die Entwickler mit Hirnschmalz 
ausgleichen.
Davor hab zumindest ich einen Heidenrespekt.

Gruß
Sebastian

Autor: A. K. (prx)
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Sebastian S. schrieb:

> Ich denke man sieht worauf ich hinaus will ;)

Nicht wirklich. Ein ordentlicher Tritt von deinem Bruder gegen Voyager 
und seine Haftpflichtversicherung wäre pleite gewesen. Das Dings lebt 
nur deswegen noch teilweise, weil niemand ernsthaft dagegen getreten 
hat. Übrigens lebt Voyager nur teilweise, manches ist bereits im aktiven 
Einsatz über die Jahre kaputt gegangen. Es ist halt genug übrig 
geblieben, dass man die Sonde noch einsetzen konnte.

Aber natürlich sind Komponenten für eine Sonde, die jahrelang unterwegs 
ist, bevor sie überhaupt erst eingesetzt wird, anders gebaut. oder 
zuminfest getestet. Würde man Handies so bauen wie die 
Raumfahrthersteller solche Sonden, es wäre kaum bezahlbar.

Und: Wer ausser Museen und ein paar schrägen Vögeln verwendet ein Handy 
nach 5 Jahren? Die meisten ersetzen das Teil bereits nach 2 Jahren. 
Welchen Sinn sollte es also haben, die Dinger für eine Lebensdauer von 5 
Jahren zu bauen?

Klar kann man Handies so bauen, dass dein Bruder sich unsanft drauf 
setzen und es in der Pfütze versenken kann. Nur würde ebendieser es dann 
nicht kaufen, weil es mindestens 50% schwerer wäre, hässliche 
Folientasten hätte, ein winziges einzeiliges Display für ein paar 
Ziffern der Telefonnummer, keinerlei Steckanschlüsse und einen nur 
schwer zugänglichen Akku.

PS: Bitte dies nicht als mangelnden Respekt verstehen. Ist aber 
schlichtweg nicht vergleichbar.

Autor: A. K. (prx)
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Sebastian S. schrieb:

> Was man vllt. auch bedenken muss is das die Technik damals noch
> wesentlich simpler gestrickt war als heute. Da war einfach nicht soviel
> Zeug dran was eben mal kaputt geht.

Keineswegs. Um beim Vergleich zu bleiben: Das Handy ist ein paar 
Grössenordnungen einfacher aufgebaut als die Sonde, was die Elektronik 
angeht. In einem besseren Smartphone ist eine untere zweistellige Anzahl 
ICs drin, beim Wegwerftelefon wirds einstellig. In Voyager waren es sehr 
viel mehr. Voyager hat also erheblich mehr potentielle Fehlerquellen 
als das Handy (wenn man von ggf. unterschiedlicher Strahlungsresistenz 
absieht).

Es ist eher umgekehrt: Die gleiche Funktionalität erreicht man heute mit 
sehr viel geringerer Komplexität als früher - wenn man diese Komplexität 
in Anzahl Komponenten und Fehlerquellen ausdrückt.

Die Komplexität eines realisierten Projektes dieser Art hängt allerdings 
weniger davon ab, welchen Aufwand man für eine gegebene Fragestellung 
benötigt, sondern wieviel Komplexität und damit Funktionalität man in 
einem grob gegebenen Finanzrahmen unterbringen kann. Man will mit dem 
Ding ja was erreichen. Und deshalb werden die Dinger nicht einfacher, 
aber bei vergleichbarer Komplexität leistungsfähiger.

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