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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzteil Eigenbau (5V, 500mA)


Autor: Jan R. (rellachs) Benutzerseite
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Ohne jetzt über die Sinnhaftigkeit eines derartigen Selbstbauprojektes 
philosophieren zu wollen, es wird benötigt: ein Netzteil 230V~ auf 5V 
(stabilisiert) bei etwa 500mA. Soll ein einfacher Aufbau werden... etwa 
so
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Pr...
...aber vorerst ohne den hinteren Elko.
Hinzu kommt eine Diode in Gegenrichtung über dem Längsregler, weil der 
wohl keine Gegenspannung verkraftet.

Nach Möglichkeit würde ich gern mit den Bauteilen auskommen, die 
vorhanden sind. Das wären im Detail:

Print-Trafo (10VA, 1A, 9V, nicht kurzschlussfest)
Dioden-Gleichrichter B80R
Elko 22µF
Kerko 220nF
Längsregler 7805 (1A)
Diode 1N4007

Nun meine Fragen:
1. Im Datenblatt des 7805-Reglers sind 330nF und 100nF zur äußeren 
Beschaltung empfohlen. Kann ich einfach je einen 220nF verwenden oder 
sollte ich was zusammenstückeln/neukaufen?

2. Der Trafo scheint intern eine 1A-Sicherung zu haben. Macht es Sinn 
sekundärseitig mit 750mA abzusichern, um ggf. nicht den Trafo tauschen 
zu müssen? Wie sieht das mit Ladeströmen für die Kondensatoren aus?

3. Der Trafo ist im Gegensatz zum 7805 nicht kurzschlussfest, sollte ich 
irgendwo einen seriellen Widerstand (ca. 1Ω) einfügen?

Ich hoffe mal, dass ich mich damit jetzt nicht total disqualifiziert 
habe.
Viele Grüße

Autor: Markus G. (thechief)
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Hallo Jan,

ich beantworte Deine drei Fragen nun einfach aus meiner eigenen 
(Elektroniker-)Erfahrung heraus:

Zu 1.)

Ich habe die Außenbeschaltung des 7805 auch schon oft mit 2 x 100nF 
Kondensatoren gesehen, wie z.B. hier:

http://www.blafusel.de/misc/my_first_mc.html

Ich denke Deine vorhandenen 220nF Kondensatoren sind hier ebenfalls 
verwendbar!


Zu 2.)

Lieber eine Sicherung mehr in der Schaltung als eine zu wenig... ;-)
Die Ladeströme der Kondensatoren machen hier keine Probleme, ich habe 
diese aber noch nie nachgemessen :-)


Zu 3.)

Ich denke dieser Punkt würde sich durch den Einbau der in Punkt 2 
angesprochenen Sicherung in den Sekundärkreis erübrigen, die Variante 
mit dem Widerstand habe ich in der Praxis aber auch noch nie gesehen!


Ich hoffe Dir weitergeholfen zu haben!


Viele Grüße

Markus

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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Zustimmung soweit:

1. je 220 -> JA
2. Sicherung -> nicht falsch
3. Widerstand -> nein, da durch Sicherung 2 erledigt

Autor: Jan R. (rellachs) Benutzerseite
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Super, danke für eure Antworten! Ich werde mal mein Glück versuchen. 
Übrigens gefällt mir der verlinkte Artikel "My first µC" sehr gut. Werd 
ich vielleicht als nächstes angehen. :-D

Autor: MaWin (Gast)
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> Elko 22µF

Der reicht nicht als Siebelko.
Es müssen eher 2200uF/25V sein.

Berechnung siehe hier:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9

> Der Trafo scheint intern eine 1A-Sicherung zu haben.

Das muss nicht der Fall sein, die Aufdruck kann auch einfach
sagen, daß er bei mehr als 1A einfach überhitzt und Feuer fängt.

Such nach dem richtigen Zeichen:
http://www.ktb.de/214.htm

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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gute trafos haben eine thermische sicherung in der primärwicklung drin 
(meist 125 grad oder so). wenn die stirbt ist der trafo aber schrott 
weil die nicht so einfach getauscht werden kann und sich auch nicht 
zurückstellt.

Autor: MaWin (Gast)
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> wenn die stirbt ist der trafo aber schrott
> weil die nicht so einfach getauscht werden kann und sich auch nicht
> zurückstellt.

Wenn die stirbt, ist der Trafo aber sowieso Schrott,
weil die Isolation der Wicklung in der Hitze gelitten hat,
und meist die Hitze nur wegen teilweisen Windungsschlusses
überhaupt entstanden ist,
es ist also völlig in Ordnung, gleich den ganzen Trafo
wechseln zu müssen.

Autor: Jan R. (rellachs) Benutzerseite
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Okay, also Monster-Elko kaufen gehen. Die dse-faq-Seite empfiehlt für 9V 
Trafo bei 1A etwa 4700µF (20% Ripple-Spannung). Für meine 500mA sollten 
dann - wie von MaWin erwähnt - 2200µF "ausreichen".

Desweiteren hat der Trafo laut Aufdruck eine (?Schmelz-)Sicherung 
(1AT). Thermosicherung ist keine drin. Da das Ding aber nur bis 40°C 
Außentemp. zugelassen und gleichzeitig komplett vergossen ist, kann ich 
schlecht was nachrüsten. Pech für die Kuh Elsa. :-P

Dann könnte ich die 22µF gleich noch an den Ausgang als "Stützbatterie" 
ranhängen, oder?

Autor: MaWin (Gast)
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> Dann könnte ich die 22µF gleich noch an den Ausgang als
> "Stützbatterie" ranhängen, oder?

Überflüssig. Der Regler regelt schnell genug nach, so daß
die 100nF (oder was auch immer im Datenblatt steht) ausreichen.

Wenn du ihn loswerden willst, ist wegwerfen einfacher.

Autor: l_domme (Gast)
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Also 1k  µF p A

Also 470µF Elko ist ok

Autor: mhh (Gast)
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l_domme schrieb:
> Also 1k  µF p A

Das ist zu wenig.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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1000µF / 1000mA ist die Regel, da du ja nur 500mA willst reicht schonmal 
500µF. Dann stellt sich die Frage welche Impulsspitzen vorkommen wenn 
diese gering ausfallen dann kann man den noch kleiner auslegen.

Zum hinteren Elko würde ich sagen "Versuch macht Klug" manche Regler 
schwingen wenn sie keinen kleinen Elko am Ausgang bekommen meist so 
10-47µF, da würde ich mal im Datenblatt des jeweiligen Herstellers 
nachsehen.

Statt einem 9V Trafo würde ich und einen 6V Trafo nehmen oder einer mit 
einer noch geringere Spannung und einen Low-Drop Spannungsregler dazu.

Der 7805 braucht bei 1 Ampere ca. 2-2,5V mehr Eingangsspannung als am 
Ausgang damit dort die 5V stabil bleiben. Einem Low Drop Typen reichen 
meist schon 5,5V.

Beispiel 9V gleichgerichtet und geglättet sind 12,7V
Angenommen du ziehst 1A dann müssen 12,7V - 5V= 7,7V x 1A verheizt 
werden also 7,7 Watt bei 0,5A die Hälfte wird aber immer noch schön 
heiz.

Bei einem 6V Trafo hast du nach dem Gleichrichten und Glätten 8,5V und 
entsprechend weniger Abwärme.

Autor: mhh (Gast)
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Thomas O. schrieb:
> 1000µF / 1000mA ist die Regel, ...

3000µF

Und Du kannst die unbelastete Gleichspannung am Lade-C nicht als 
Rechengrundlage ansetzen. So wird das nichts...

Autor: Thomas O. (kosmos)
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auf wieviel V fällt den die Spannung nach deiner Berechnung ab. Bei 
einem 9V trafo dürfte es keine Probleme geben, da dem Regler bei 500 mA 
warscheinlich um die 6V reichen werden.

Den Deppen kannst du stecken lassen.

Autor: MaWin (Gast)
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> auf wieviel V fällt den die Spannung nach deiner Berechnung ab.

DU sollte rechnen.

EIN mal in deinen Leben selber rechnen.

Und EIN MAL selber lernen.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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also ich gehe jetzt mal von 12,7V aus und ein max.Spannungsabfall um 
6,7V und 500mA Stromfluss

0,5A x (0,01Sek/6,7V) = 750µF

Autor: fünününününü (Gast)
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>Autor: MaWin (Gast)
>Datum: 18.01.2011 21:33
>
>> auf wieviel V fällt den die Spannung nach deiner Berechnung ab.
>
>DU sollte rechnen.

DU sollte deutsch lernen.

>EIN mal in deinen Leben selber rechnen.

EIN mal in deineN Leben selber denken und nicht beleidigen.

>Und EIN MAL selber lernen.

Und EIN MAL einfach mal die Fresse halten

Autor: MaWin (Gast)
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> also ich gehe jetzt mal von 12,7V aus

Da fehlt der Spannungsverlust der beiden Dioden
des Brückengleichrichters
und die Möglichkeit, daß die Netzspannung nicht
genau 230V beträgt, sondern 5 oder 10% weniger.

Rechnet man mit 0.7V/Diode und 5% müsste man von 10.67V ausgehen
rechnet man mit 1V/Diode und 10% müsste man von 9.43V ausgehen.

> und ein max.Spannungsabfall um 6,7V

Ein 5V Spannungsregler wie der LM78M05 braucht bei 0.5A jedoch
7,2V (laut Datenblatt) um die Regelung aufrecht erhalten zu
können, es sind also aus 9.43V nur 2.23V Ripple erlaubt, aus
10.67V nur 3.47V.

> und 500mA Stromfluss

Na da stimmen wir mal überein (selbst wenn der Eigenbedarf
des Reglers hier unterschlagen wird).

> 0,5A x (0,01Sek/6,7V) = 750µF

Also

0,5A x (0,01Sek/2.23V) = 2200µF
0,5A x (0,01Sek/3.5V) = 1500µF

Das stand übrigens alles im verlinkten Artikel der d.s.e FAQ,
du hättest ihn bloss mal lesen müssen...

> Und EIN MAL einfach mal die Fresse halten

Klar willst du das fünününününü, damit die eigenen Fehler
nicht so auffallen.

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