Heißluftlöten Problem

OP #2046883
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Hallo,

ich bin gerade dabei mich an Heißluftlöten zu versuchen.
Ich habe mir im Baumarkt meines Vertrauens eine säurefreie Lötpaste 
gekauft und wollte damit loslegen.
2 Punkte auf die Pads, SMD Bauteil drauf und mit Heißluft (Lötstation) 
erhitzt.
Nach 2 Sekunden ist mir die Paste förmlich explodiert und in der Gegend 
rum gespritzt, wie auch das Bauteil.
Liegt das an der "Billigpaste" oder an was anderem?

MFG
#2047183
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Nach 2 sek.?
Ich würde mal sachte anwärmen und nicht gleich mit der vollen Power
dran halten. Ein Klempner machte auch erst die Kupferrohre neben der 
Verbindungsstelle warm, bevor er die Flamme an die Verbindungsstelle
hält und weiteres Lötzinn zuführt. Beim Platinenlöten reicht die Paste.
Ob das an der Paste liegt kann ich nicht sagen weil einfach zu viele 
Unbekannte. Vermutlich eine Reaktion des Fluxers in der Paste auf
zu viel plötzliche Hitze. Ist aber nur ne Vermutung.
Gast #2047774
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Vorsicht! Die Paste aus dem Baumarkt ist doch Fittinglotpaste und eignet 
sich nicht als Lötpaste zum Löten von SMD. Sie enthält wasserlösliches 
Flussmittel, dass korrosiv ist. Die Paste eignet sich bei richtiger 
Anwendung zum Verzinnen von Platinen aber nicht zum SMD-Löten.

Siehe dazu hier, im 1. Absatz und auch ganz am Ende!
http://thomaspfeifer.net/platinen_verzinnen.htm

Und auch da
Beitrag "Re: Platinen verzinnen"
Gast #2047836
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> Und warum fallen die Heizungsrohre nicht reihenweise von der Wand?

... weil nachher die Leitungen gespült werden müssen. Bei uns hat sich 
das der Heizungsbauer gespart, der Bau stand erst mal einige Zeit leer 
und später hatten wir dann Lochfrass in den Rohren. Hat den 
Heizungsbauer eine hübsche Stange Geld gekostet, da nicht nur neue Rohre 
rein mussten, sondern auch noch ein dicker Fremdschaden durch das Wasser 
entstanden ist.
Persönliche Seite #2048441
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Hallo Leo.

>>Flussmittel, dass korrosiv ist
> Und warum fallen die Heizungsrohre nicht reihenweise von der Wand?

Weil Heizungsrohre Wandstärken im mm Bereich und nicht im ym Bereich 
haben. :-)
Stichwort Korrosionsreserve. Und nach ein paar Füllungen ist das Zeug 
auch rausgewaschen. Bzw. das meisste verdampft- bzw. verbrennt schon 
wärend des Lötvorganges.

Das Problem ist hier aber weniger die Korrosion, als das 
Verdampfen....wenn die Teile schon vor dem Verlöten davonfliegen, musst 
Du Dir über die Korrosion auch keinen Kopf mehr machen. :-)

In dem Zusammenhang wäre noch zu erwähnen, das so ein kräftiges 
Heissluftgebläse aus dem Baumarkt auch so schon die Bauteile wegpusten 
kann....die Heissluftlötgebläse für Elektroniklöten sind deutlich 
kleiner. :-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de
OP #2049006
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Also ich habe es heute nochmals versucht eine gescheite Lötstelle 
hinzubekommen. Ich bin gescheitert. Habe verschiedene Kombinationen von 
Wärme und Gebläse ausprobiert und hatte immer das gleiche Ergebnis - Die 
Lötpaste wird nicht flüssig, sie trocknet aus und explodiert.
Nunja, werde mir dann wohl doch die teure in ner Spritze kaufen müssen.
Hab wohl an der falschen Stelle gespart.

Danke für die Infos

MFG
#2049454
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Und wenn Du jetzt noch eine billige Paste, z.B. die brockige von Aoyue 
oder die eigentlich immer überalterte Paste eines sehr großen Elektronik 
Versandhauses (das die Paste aus gutem Grund seit einigen Jahren ohne 
Haltbarkeitsdatum verkauft) kaufst, hast Du wieder an der falschen 
Stelle gespart ;)

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