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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Aquaticus AVR JTAG


Autor: Jörn - M. M. (ldericher)
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Moin,

http://aquaticus.info/jtag

dieses Teil habe ich gerade nachgebaut, in SMD-Bauweise. Allerdings habe 
ich ein paar Fragen.

1.: Wie wird das mit Strom versorgt? Auf der Seite steht was von 
"Netzteil ist nicht zwingend notwendig..." - aber wie dann!? Ich seh 
sonst keine Anschlüsse nach VCC und GND!

2.: Was für ein Netzteil kann ich denn anschließen? Ich hab gerade nur 
ein 9V 200mA und ein 7.5V 1A rumliegen~

3.: Ich hab wohl einen Fehler gemacht... von den vielen Lötdämpfen etwas 
benebelt, hab ich den Mega16 falschherum in den Sockel gesetzt und das 
9V-Netzteil angeschlossen. Welche Bauteile könnte es dabei erwischt 
haben, und muss ich Angst haben, mir irgendwas zu zerstören, wenn ich 
den Mega in mein ISP-Board stecke?

4.: gibt es einen Trick, um den Seriellen Port auf der Platinenoberseite 
ordentlich festzulöten? Nicht alle Verbindungen leiten anständig durch 
... :(

Anbei: Mein Layout (Bauteilnamen etc. siehe Link)

Gruß,
LDericher

Autor: zaphod0999 (Gast)
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Hi!

1. wenn Du kein Netzteil dran hast, versorgt sich der Adapter über dem 
JTAG-Stecker aus dem Device (VSUPP --> Schaltkontakt in der Buchse Pin 2 
--> Pin 3 = VCC)

2. Die Spannung sollte dem entsprechen was der µC bzw. das Device 
abkann. 9V ist definitiv zu viel und Du grillst einiges.

3. Siehe 2. Mit 9V und dann noch falsch rum wird es nicht besser machen. 
Was kaputtgegangen ist, können wir Dir nicht genau sagen, irgendwas 
zwischen 0..100%, Atmel und MAX sind Kanditaten. Der Rest war zwar 
außerhalb der Spec (zB U_sperr der LEDs) aber da sollte nicht viel 
passieren.

4. Ich nehme an Deine Leiterplatte ist nicht durchkontaktiert, sonst 
könntest Du ja auch gescheit von unten löten. Daher vorher einen 
Fädeldraht o.ä. oben mit auflöten und dann Steckerpin und Fädeldraht auf 
das untere Pad löten.

HTH
Gruß
zaphod

Autor: zaphod0999 (Gast)
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Nochmal  ich,

ich seh grad, bei 3. war nur der µC falsch rum drin und nicht das 
Netzteil.
Damit sollten die LEDs nix abbekommen haben. Falls der MAX gestorben 
ist, ist er wegen 2. tot.

Der Atmel kann an Überspannung oder der Verpolung tot gehen.
Das kann auch heißen, dass einzelne I/O Pins gestorben sind...

Gruß
zaphod

Autor: Jörn - M. M. (ldericher)
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zaphod0999 schrieb:
> Damit sollten die LEDs nix abbekommen haben. Falls der MAX gestorben
> ist, ist er wegen 2. tot.
Nee, die LEDs gehen noch. Soviel steht fest.
Ist es denn möglich, den MAX durchzutesten - einfach ausprobieren? Oder 
besser gleich auslöten und ersetzen? Hab noch einen rumliegen.

> Der Atmel kann an Überspannung oder der Verpolung tot gehen.
> Das kann auch heißen, dass einzelne I/O Pins gestorben sind...
Okay, also einfach ins ISP board hämmern und nachschaun was noch geht...

Also Quarze, Kondensatoren etc. können nicht betroffen sein?

> Gruß
> zaphod

Autor: zaphod0999 (Gast)
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Den MAX würd ich erstmal drinlassen und schauen ob er noch tut. Wenn die 
9V nur kurz angelegen haben, sind die Chancen gut, dass er geht.

Deine Kondensatoren sind mit Sicherheit alle spannungsfester als 9V. 
(10V/16V/25V...) Dem Quarz passiert auch nicht viel.

Die interessantere Frage ist, war am JTAG etwas angeschlossen, als Du 
die 9V an die Vesorgungsbuchse angelegt hast? Dann hat nämlich Deine 
Applikation auch diese 9V gesehen und alle IC darauf, die alle ein 
eigenes Datenblatt mit einer VCC max haben...

Problematischer ist die Verpolung des AVR. Ich würd ihn aber auch erst 
nochmal testen, bevor er wegfliegt.

Die LEDs wären nur bei Verpolung des Netzteil in Gefahr gewesen (U_sperr 
idR 5V). Normalerweise passiert da aber auch nix. Vorher hätte sich aber 
die D1 1N4148 abgemüht, die Schaltung zu schützen, ggf. mit Rauchzeichen 
auf den Fehler aufmerksam gemacht und sich in die ewigen Jagdgründe 
verabschiedet. Aber das hab ich falsch gelesen.

Autor: Joachim K. (minifloat)
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An sich Passiert nicht viel, wenn man einen Mega16 - bei 5V - falsch 
herum einsetzt, es sind folgende Pins dann vertauscht:

¬RST  <-> PC7
VCC   <-> AVCC
GND   <-> GND
XTAL2 <-> AREF
XTAL1 <-> PA7

Man sieht also, da X2 der Clock-Ausgang ist und an X1 nix hängt, läuft 
die Mühler erstmal gar nicht an. Demnach Ports und Klimbim weggelassen, 
da eh alles beim Einschalten zunächst hochohmig.

An sich sind die Prozessoren von Atmel relativ robust. Ein Mega16 zwingt 
notfalls mein 5V@2A Netzteil in die Knie, bis er sich damit selber den 
Saft klaut. Danach läuft er wieder von vorn an. War natürlich nur aus 
versehen.
mfg mf

Autor: Jörn - M. M. (ldericher)
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Moin,

Der Controller geht noch. Ich habe jetzt ein Netzteil gefunden mit 
3/4,5V @ etwa 2A

Ist diese hohe Stromstärke egal? Bei einem anderen PCB von mir (AtTiny13 
+ 4LED) brauchte ich einen 470R Widerstand...

So gut bin ich dann doch nicht im Schaltplan lesen: Kann ich an die 
Schaltung http://aquaticus.info/files/aquaticus_jtag_schematic.png die 
2A anschließen?

Gruß,
LDericher

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Jörn-michael M. schrieb:
> Ist diese hohe Stromstärke egal?

Das bedeutet nur dass dein Netzteil einen Strom von 2A liefern kann, 
wenn du mehr rausziehst kann es kaputt gehen.

Jörn-michael M. schrieb:
> Bei einem anderen PCB von mir (AtTiny13
> + 4LED) brauchte ich einen 470R Widerstand
Wie meinst du das mit dem Widerstand?

Dein ATmega sollte mit den 3V bei 7.3MHz ohne Probleme laufen, der 
MAX232 braucht aber mindestens 4.5V um seine Arbeit verrichten zu 
können.

Du kannst das 9V 200mA Netzteil nehmen und einen 5V Festspannungsregler 
(7805) nachschalten um stabile 5V zu erzeugen.

Autor: Jörn - M. M. (ldericher)
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Mist... :D

funktioniert alles! Nur leider unterstützt der Atmega, den ich damit 
flashen wollte, gar nicht das JTAGICE, sondern nur mkII...

Egal. Ich hab ein JTAG, und das ist gut so :)

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