> Also wo ist der Unterscheid zwischen einem Development Board
> und einem Programmierboard oder Evaluation Kit usw.?
Das sind keine feststehenden Begriffe. Es gibt fliessende Uebergaenge.
Ich wuerde eher in zwei Klassen unterteilen:
1. Minimalistische Boards wo nur der Prozessor, Quarz und andere
absolut notwendige Aussenbeschaltung drauf ist. Da muss man dann
seine eigenen Sachen selber dranbasteln, oder man steckt gar das
ganze Board auf die eigene Schaltung auf.
2. Boards auf dem jeder Firlefanz (z.b LCD, Tasten, Potis, Sensoren)
bereits drauf sind.
Letzeres ist eher sinnvoll fuer jemanden der lernen will wie man die
Software/Entwicklungsumgebung nutz. Ersteres fuer jemanden der etwas
bauen will das er dann auch benutzen kann.
> Dann würde mich interessieren mit was für einem Protokoll die µC
> programmiert werden?
Mit einem Protokoll das der Hersteller selber definiert. Und zwar jeder
Hersteller anders, zwischen verschiedenen Herstellern normalerweise
nicht kompatibel. Teilweise sogar verschiedene Protokolle fuer einen
Controller.
Manchmal sind die Protokolle in Datenblaettern offengelegt, manchmal
aber auch geheim.
> Gehört habe ich mal von JTAG, das soll bei
> Mikrocontrollern wichtig sein,
JTAG ist die Basis eines Protokolls. Das ist etwa so als wenn jedes Auto
dieselben Raeder haette, die Tueren eines Golfs passen aber dann immer
noch nicht an einen Kadett.
Man benoetigt also ein Programmiergeraet eines Herstellers passend zu
seinen Controllern. Manchmal auch von Fremdherstellern oder Bastlern
nachgebaut.
Diese Programmiergeraete koennen zwischen 50 und 1000Euro kosten. Je
nach Hersteller und Leistungsumfang. Um Leute anzufixen die sowas
erstmal nicht ausgeben wollen gibt es auch Boards die eine
Programmiermoeglichkeit integriert haben.
Es gibt auch Prozessoren die koennen ueber eine serielle Schnittstelle
programmiert werden. Da reicht dann ein Pegelwandler.
Bei einem Evaluation Kit ist dann noch Software dabei mit der man den
Prozessor programmieren kann. Diese Software kann sehr teuer sein, darum
ist sie dann bei den billigen Kits beschraenkt. Wenn ein Controller eine
Funktionalitaet besitzt die dem Hersteller wichtig ist, z.b ein
USB-Anschluss, dann liefert der Hersteller noch Beispiele mit die zeigen
wie man das benutzt.
Olaf