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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ingenieure: hohe Zufriedenheit mit Job


Autor: InginD (Gast)
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[...]
Grund für die niedrige Bereitschaft zum Wechsel ist die hohe 
Zufriedenheit der Ingenieure mit ihrer Arbeitssituation, die in den 
vergangenen Jahren signifikant gestiegen ist. "Ganz offensichtlich 
honorieren die Ingenieure das Bemühen der Unternehmen, auch in der 
Wirtschaftskrise ihre Belegschaften zu halten und ohne Kündigungen 
auszukommen", so Studienleiter Dieter Franke, Leite der IRES-Instituts, 
das die Studie durchführte. So sagten 71 Prozent der Ingenieure, dass 
sie deutlich die Wertschätzung ihres Arbeitgebers spüren.
[...]

Quelle: 
http://karriere-journal.monster.de/bewerbungs-tipp...

Spürt ihr sie auch, diese innere Zufriedenheit? ;-)

Autor: zt (Gast)
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Da liegt der Knackpunkt, wenn man erst mal drin ist dann ist vieles 
einfacher, aber der Berufseinstieg ist ganz und gar nicht einfach. Die 
Anforderungen wachsen immer höher, heutzutage muss nen Absolvent schon 
Berufserfahrung sowie Muttersprachler Englisch (eigentlich nur durch 
Auslandsaufenthalt erfüllbar) mitbringen, Bei AIRBUS z.b. muss man 
Englisch und französisch fließend sprechen um überhaupt eingeladen zu 
werden, Abschlussnote 1.x im relevantem Themengebiet ist natürlich 
genauso Voraussetzung wie Abschluss in Regelstudienzeit.

Wenn mittlerweile sogar für Praktikumsplätze bei Zulieferern mehrstufige 
Assesmentcenter gemacht werden zeigt das doch wo die Reise hingeht!

Wenn die Forderungen immer weiter hoch geschraubt werden zeigt das doch 
das derzeitig eindeutig ein Bewerberüberhang existiert !

Autor: Outsider (Gast)
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zt schrieb:
> Wenn die Forderungen immer weiter hoch geschraubt werden zeigt das doch
> das derzeitig eindeutig ein Bewerberüberhang existiert !

Was nicht verwundert, wenn man sich die Anzahl der Neuzugänge pro Jahr 
auf dem Ingenieurmarkt anschaut. Besonders der Maschinenbau und 
Fahrzeugtechnik haben große Steigerungen bei den Absolventen zu 
verzeichnen und noch größere bei denene, die sich eingeschrieben haben. 
Gleichzeitig ist deutsche Wirtschaft noch immer nicht mal so groß wie im 
Jahr, als der Ölpreis bei 150 Dollar pro Barrel lag.
Einige Dienstleister sind schon seit Längerem dazu übergangen, die 
besten Bewerber erstmal in diversen CAD-Programmen kostenlos, aber auch 
völlig gehaltsfrei exzessiv 3 bis 4 Monate zu schulen, bevor es 
überhaupt zu einem Vertrag in Arbeitnehmerüberlassung kommt mit 
leistungsgerechter Bezahlung nach BZA-Tarif oder auch vereinzelt nach 
AMP. So sieht ein gravierendes Ingenieurmangelnachwuchsproblem aus. ;)
Dass einige erfahrene Ingenieure Zuneigung verspüren und hofiert werden, 
kann ich mir gut vorstellen - geht allerdings voll auf die Kosten der 
Jungen.
Die Firmen suchen Leute, mit denen sie jetzt im kleinen Konjunkturhoch 
innerhalb einer Woche sofort loslegen können, deshalb keine Absolventen 
oder Leute mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung.
Wenn die Wirtschaft sich dann wieder eintrübt oder sogar durch die 
Monsterblasen implodiert, dann sitzt man sofort auf der Straße. Welcher 
Ingenieur mit logischem Verstand, der schon länger bei einer Firma 
arbeitet, wechselt wegen ein paar Euro mehr im Monat ein, wo heute neben 
Sozialverträglichkeit nach First In – First Out gekündigt wird?

Autor: Ich (Gast)
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Outsider schrieb:
> Welcher
> Ingenieur mit logischem Verstand, der schon länger bei einer Firma
> arbeitet, wechselt wegen ein paar Euro mehr im Monat ein, wo heute neben
> Sozialverträglichkeit nach First In – First Out gekündigt wird?

Es sei denn, man arbeitet in der Dienstleisterbranche.
Da kann man selbst Hire&Fire spielen, ggf. aus einem bestehenden Projekt 
aussteigen, weil ein anderer Dienstleister besser zahlt oder ein 
familienfreundlicheren Job hat.
Vielleicht lernen Unternehmen so ihre Personalpolitik nicht nur auf 
Externe zu stützen.

Wer in mehreren Firmen gearbeitet hat, weiß welche Idioten als Chef und 
unter den Kollegen rumlaufen können. Warum also wechseln, wenn man mit 
den Macken der Chefs und Kollegen leben kann.

Ein Bekannter hat vor 2 Jahren den Job als Ing. gewechselt.
Gründe waren u.a. fehlende Entwicklungsmöglichkeiten und ein 
katastrophales Arbeitsklima (ein Kollege hat sich sogar aus dem Fenster 
gestürzt).

Autor: Horst (Gast)
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> Es sei denn, man arbeitet in der Dienstleisterbranche.
Da haben jetzt viele ein Problem. Wer seine Mitarbeiter gebeutelt hat, 
kriegt jetzt keine mehr.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich schrieb:

> ein Kollege hat sich sogar aus dem Fenster
> gestürzt

Aus dem Kellerfenster??? Das ist gefährlich!!! Da holt man sich Kratzer, 
Schürfwunden, und Verrenkungen... ;-o

Autor: du (Gast)
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@ ich

seltsam, das habe ich auch schon festgestellt, das sehr viele menschlich 
verhaltensgestörte charaktere in gewissen ebenen und bereichen 
anzutreffen sind.

sei dies durch druck, stress oder sonst was bedingt?

Autor: Ich (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Aus dem Kellerfenster??? Das ist gefährlich!!! Da holt man sich Kratzer,
> Schürfwunden, und Verrenkungen... ;-o

Nein, aus dem 5.Stock, der ist an einigen Kollegen "vorbeigeflogen".
Er hat es nicht überlebt.
2 Dinge standen nicht in der Presse:
1.) Er hat kurz vorher seine Bewertung bekommen, es musste gespart 
werden.
2.) Er wollte 2 Monate später heiraten.

Bei einer Einschätzung bei kununu zu dieser Firma heisst es sinngemäß:

Ein gute Firma, wenn man das Glück hat den richtigen Vorgesetzten zu 
haben, ansonsten muss man sein Netzwerk aktivieren und sich intern oder 
eben extern umschauen.
Leider sind im mittleren Management viele dazugekommen, die dort nicht 
hingehören.

Die Zufriedenheit kann also stark von sehr wenigen Personen abhängen.
Eine Seilschaft aus einem neuen Chef und einem idiotischen neuen 
Kollegen können einem das Leben zur Hölle machen.

InginD schrieb:
> So sagten 71 Prozent der Ingenieure, dass
> sie deutlich die Wertschätzung ihres Arbeitgebers spüren.

Kenne ich auch aus der Krise, Herr XXX, machen Sie sich keine Sorgen, 
sie machen gute Arbeit, ... 4 Wochen später kam die Kündigung.
Also, wenn ich mache Sie sich keine Sorgen höre, mache ich mir Sorgen.


Keine Frage, es gibt besonders bei kleineren mittelständischen 
Unternehmen oft ein besonderes Betriebsklima, in dem menschlich mit den 
Mitarbeitern umgegangen wird. Die Firmen zahlen nicht 
überdurchschnittliche Löhne, es besteht aber auch kein Grund wegen ein 
paar Euronen mehr einen Arsxxxxxx von Chef zu riskieren.

Autor: Marx W. (Gast)
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du schrieb:
> sei dies durch druck, stress oder sonst was bedingt?

Liegt daran, dass in den Firmen immer noch der steinzeitliche 
Höhlenkodex des Rudelfühers gelebt wird.
Wissenschaftliche Erkenntnisse  der Menschenführung sind der deutschen 
Unternehmenskultur wesentsfremd!

Autor: ydna (Gast)
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Ich schrieb:
> InginD schrieb:
>> So sagten 71 Prozent der Ingenieure, dass
>> sie deutlich die Wertschätzung ihres Arbeitgebers spüren.
> Kenne ich auch aus der Krise, Herr XXX, machen Sie sich keine Sorgen,
> sie machen gute Arbeit, ... 4 Wochen später kam die Kündigung.
> Also, wenn ich mache Sie sich keine Sorgen höre, mache ich mir Sorgen.
Bei uns gab es damals vom Geschäftsführer eine Rundmail an alle, keiner 
soll entlassen werden usw., vier Wochen später gab es die Kündigung, 
selbige kam natürlich kurz vor dem letzten Werktag des Monats.
Soviel zum Thema, dass man offen und ehrlich ist und so früh wie möglich 
kündigt (sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber).

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Aus dem Kellerfenster??? Das ist gefährlich!!! Da holt man sich Kratzer,
>> Schürfwunden, und Verrenkungen... ;-o

> Nein, aus dem 5.Stock, der ist an einigen Kollegen "vorbeigeflogen".
> Er hat es nicht überlebt.
> 2 Dinge standen nicht in der Presse:
> 1.) Er hat kurz vorher seine Bewertung bekommen, es musste gespart
> werden.
> 2.) Er wollte 2 Monate später heiraten.

OK, ich hab manchmal mehr oder weniger sarkastische oder humorvolle Tage 
(Kellerfenster). Das bleibt nicht immer ganz aus. Bin beruflich (oder 
besser nichtberuflich) auch nicht gerade in der glücklichsten Situation.

Aber ich weiß, das muß man durchaus ernst nehmen. Der Mann hatte kein 
ausreichend dickes Fell. Und das ist heute nötiger als je zuvor. Sogar 
beim Amt, wenn man schon gar keinen Job mehr hat. Man muß zu jedem 
Zeitpunkt mit Extremfällen rechnen, bzw. es ständig im Hinterkopf haben. 
Immer an das Messer im Rücken denken, Überfall hinterrücks. Mein Vater 
konnte noch 40 Jahre völlig unbekümmert arbeiten bis zur Rente. Das ist 
heute alles ganz anders.

Damals beim Wehrdienst erschoß sich auch ein junger Mann, der in Kürze 
heiraten wollte. Das G3 direkt am Kopf angesetzt. Wir waren ja mit 
echten "blauen Bohnen" bewaffnet, nicht mit Platzpatronen. Er ertrug es 
wohl nicht, daß die Schichten immer fast 2 Wochen dauerten, 
währenddessen man überhaupt gar nicht aus der Kaserne raus kam.

Ansonsten gehört schon allerhand viel dazu, an Selbstexekution zu 
denken, bzw. sie im nächsten Schritt auch noch auszuführen. Ob das nur 
das Betriebsklima alleine war?

> Eine Seilschaft aus einem neuen Chef und einem idiotischen neuen
> Kollegen können einem das Leben zur Hölle machen.

Ja, sowas kenne ich. Das gibts aber ziemlich oft.

Da ich aus verschiedenen Jobs vergleichen kann: Am besten gefiel es mir 
damals als Handwerker alleine draußen bei Kunden. Da konnte ich den 
ganzen Tag unbehelligt von anderen Betriebsangehörigen tun und lassen, 
was ich wollte. Natürlich mußte ich abends auch erledigte Aufträge 
mitbringen. Sowas sollte ich mal wieder anstreben, besser als alles 
andere.

Mit den Seilschaften jeden Tag im Büro zu verbringen, kann schon auf 
Dauer lästig werden. Da von sowas halte ich lieber etwas Distanz. Man 
kann aber nicht flüchten. Vielleicht bin ich deshalb auch schon out. Ich 
bin kein Vereinsmeier, war es nie, und werde nie mehr einer. Aber genau 
sowas steht auf den Wunschlisten mancher Stellen, als Softskills. Oder 
sollte man die lieber SoftKills nennen?

Es gibt schon komische Sachen in Punkto Betriebsklima. Einmal erlebte 
ich ein Büro mit Mitarbeitern und Vorgesetzten, die sich gegenseitig in 
Schach hielten. Der Vorgesetzte drohte dem Mitarbeiter ständig, wegen 
Nichtigkeiten zum Chef zu laufen. Dann entgegnete der Mitarbeiter: Ja, 
komm, sofort, ich geh schon mal vor. Dann zog ihn der andere am Ärmel 
zurück, und sagte, es sei nicht so gemeint. Der Kollege hatte noch ein 
paar Trümpfe von unentdeckten Übelkeiten des anderen im Ärmel. Denn, wer 
im Glashaus sitzt, ... Das war ein herrliches Schauspiel immer. Darauf 
hin wurde gelegentlich der Schwächste ausgeguckt, um an dem den ganzen 
Zorn abzulassen...

Autor: Schreck (Gast)
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Ich fasse es nicht, was es alles gibt. Bei Siemens, so hat man mir 
erzählt, haben sich mal 2 mit dem Messer angegriffen.

Autor: yannik (Gast)
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Gibt's den überhaupt Firmen bei den eine Einstellung erstrebenswert 
ist?;)
Man hat hört zu allen Firmen (zu den ein typischer Absiolvent will) nur 
negatives hier im Forum (sei es Bosch,Siemens,etc...)!

Welche Firmen sind den überhaupt eurer Meinung nach "gute Arbeitgeber"?

Autor: Ich (Gast)
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Es gibt bei allen großen Firmen (Siemens, Daimler etc.) gute und eher 
schlechte Abteilungen, die sich über die Zeit noch verändern.

Große Firmen können sich die Bewerber aussuchen, die genau zu ihnen 
passen.
Große Firmen wie Siemens etc. sind überbewertet was die Beliebtheit von 
Absolventen angeht.
Wer dauerhaft international tätig sein will ist bei Siemens sicher gut 
aufgehoben.

Daher ist ein "guter Arbeitgeber" sehr individuell.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

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Schreck schrieb:
> Bei Siemens, so hat man mir
> erzählt, haben sich mal 2 mit dem Messer angegriffen.

Spannungsmesser?

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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Also ich hab gehört bei einer Firma in Norddeutschland hat der Chef 
(welcher aus Bayern kommt) einen Mitarbeiter entlassen, weil dieser 
Weißwürste mit Ketchup gegessen hat.

Genau so hat man mir erzählt, Nachbars Fritz hat Tante Fridas Dackel mit 
seinem Mofa überfahren.

Mal ehrlich, was denkt ihr wie viel Wahrheit in solchen Geschichten 
steckt? Das ist doch wie mit der stillen Post...
Wenn man das so ließt, dann könnte man glatt meinen es gibt keine 
zufriedenen Arbeitnehmer mehr. Wenn ich mich so umschaue, mault zwar 
jeder (anders geht es als Deutscher sowieso nicht), aber im Grunde sind 
die meisten doch Zufrieden.
Klar Ausnahmen gibt es immer

Autor: paradox (Gast)
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was meint ihr zu dem hier:

"Elektroingenieure potentiell glücklichste Akademiker der Welt"

http://www.elektronikpraxis.vogel.de/index.cfm?pid...

Autor: Ich (Gast)
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VDE-Studie, VDI-Studie, nach Meinung des DIW, ...
Ich kann das ganze Zeugs nicht mehr lesen.

Zum Eingansgbeitrag:
"Nur noch 17 Prozent sind bereit, ein neues Jobangebot anzunehmen."
Die Frage ist warum "nur" 17 Prozent.
Weil diese Familie, Eigentum etc. aufgebaut haben und nicht wechseln 
können?

"Erfahrene Ingenieure sind kaum mobil"

"So sagten 71 Prozent der Ingenieure, dass sie deutlich die 
Wertschätzung ihres Arbeitgebers spüren."
Gehörte auch zu diesen 71 Prozent, klasse Arbeitgeber (Zeitarbeit), Herr 
XXX, machen sie sich keine Sorgen, wir sind mit ihrer Arbeit zufrieden, 
klasse Weihnachtsfeier, .... bis die Kündigung kam in der Krise.

"Die Studie beruht auf Einzelinterviews mit 251 voll berufstätigen 
Ingenieuren, die im vierten Quartal 2010 in ganz Deutschland 
face-to-face vom Düsseldorfer Institut IRES Markt- und Sozialforschung 
durchgeführt wurden. Die Stichprobe wurde nach dem Mikrozensus 2009 
zusammengesetzt."

Mich würde mal interessieren, wie viele Ings. in dieser Studie bei den 
diversen Dienstleistern arbeiten.
Ich vermute mal diese 17 Prozent, die bereit sind ein neues Jobangebot 
anzunehmen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich schrieb:

> Ich vermute mal diese 17 Prozent, die bereit sind ein neues Jobangebot
> anzunehmen.

Das könnte durchaus stimmen. Kürzlich behauptete hier noch jemand, es 
seien bundesweit nur 1,6% der erwerbstätigen Menschen in Zeitarbeit. 
Dann verstehe ich jedoch den Aufstand nicht, der um diese Branche 
gemacht wird. Es wäre dann nur eine Randerscheinung. Aber wenn man aus 
den 1,6% die Ingenieure separiert, könnte das mit den 17% hin kommen. Es 
wären dann im Schnitt wesentlich mehr Ingenieure als andere Menschen in 
temporären Anstellungen.

Zahlen bzw. Statistiken habe ich leider nicht. Die Zahlen wären also 
noch näher zu überprüfen.

Mein Bild ist ein ganz anderes: Während ich schon gekündigt war und 
Vorstellungsgespräche besuchte, begegneten mir dort gelegentlich auch 
alte Kollegen, die noch in Festanstellung und noch nicht gekündigt 
waren. Der Fluchtinstinkt war aber schon mal aktiviert. Das ist mein 
persönlicher subjektiver Eindruck zum Thema.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das könnte durchaus stimmen. Kürzlich behauptete hier noch jemand, es
> seien bundesweit nur 1,6% der erwerbstätigen Menschen in Zeitarbeit.
> Dann verstehe ich jedoch den Aufstand nicht, der um diese Branche
> gemacht wird.

Es ist wahrscheinlich auch eine Randerscheinung. Aber die 1,6% sind ja 
immer noch einige 100000, so dass das für die Medien wohl ausreichend 
ist, um ab und zu darüber berichten. Wirklich Schlagzeilen werden damit 
aber ja auch nicht gemacht.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Es
> wären dann im Schnitt wesentlich mehr Ingenieure als andere Menschen in
> temporären Anstellungen.

Das glaube ich kaum. Vielleicht etwas mehr als der Durchschnitt, wenn 
z.B. auch Beamte zu der Statistik gezählt wurden.

Wenn die 17% tatsächlich alles Leihingenieure wären, würde das im 
Umkehrschluss heißen, dass kein einziger fest angestellter Ingenieur 
wechseln möchte. Das ist völlig unrealistisch.

Ich schrieb:
> Gehörte auch zu diesen 71 Prozent, klasse Arbeitgeber (Zeitarbeit), Herr
> XXX, machen sie sich keine Sorgen, wir sind mit ihrer Arbeit zufrieden,
> klasse Weihnachtsfeier, .... bis die Kündigung kam in der Krise.

Naja offensichtlich gehörst du eben nicht zu den 71%. Wir erinnern uns:

InginD schrieb:
> "Ganz offensichtlich
> honorieren die Ingenieure das Bemühen der Unternehmen, auch in der
> Wirtschaftskrise ihre Belegschaften zu halten und ohne Kündigungen
> auszukommen", so Studienleiter Dieter Franke, Leite der IRES-Instituts,
> das die Studie durchführte. So sagten 71 Prozent der Ingenieure, dass
> sie deutlich die Wertschätzung ihres Arbeitgebers spüren.

Das widerspricht sich mit:
>.... bis die Kündigung kam in der Krise.

Autor: Ich (Gast)
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Stefan L. schrieb:
> Wenn die 17% tatsächlich alles Leihingenieure wären, würde das im
> Umkehrschluss heißen, dass kein einziger fest angestellter Ingenieur
> wechseln möchte. Das ist völlig unrealistisch.

Ich schätze aber mal (auch aus eigener Erfahrung), dass 80-90% aller 
Leih-Ings. gerne außerhalb des AÜG arbeiten würden.

Da bleiben immer noch ein paar Prozent der Ings. in richtiger 
Beschäftigung, die warum auch immer wechseln möchten.
Es muss ja nicht immer mit der Unzufriedenheit im Job zusammenhängen.

Wenn mein Arbeitgeber mir besonders deutlich zu Verstehen gibt, wie 
wichtig meine Tätigkeit doch ist, bin ich besonders vorsichtig.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ich schrieb:
> Da bleiben immer noch ein paar Prozent der Ings. in richtiger
> Beschäftigung, die warum auch immer wechseln möchten.
> Es muss ja nicht immer mit der Unzufriedenheit im Job zusammenhängen.

Wenn wirklich nur ein paar Prozent wechseln wollten (und davon noch 
nicht einmal alle aufgrund Unzufriedenheit mit dem Job), würde das 
wirklich auf eine extrem hohe Zufriedenheit der deutschen Ingenieure 
hindeuten.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Müßte man nicht als Randbedingung auch mal den Begriff "Zufriedenheit" 
näher definieren?

Vielleicht wäre er nach Noten und Kategorien beurteilt, ja nur eine 
gesamte 4. Ausreichend bzw. Genügend. Und "Unzufrieden" eine 5-6, Nicht 
Genügend.

Oder weiß jemand den Bewertungsschlüssel aus der Befragung?

Autor: Ich (Gast)
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Zumindest haben die sich darauf eingerichtet.
Ob das immer eine hohe Zufriedenheit ist, oder eher nach dem Motto 
"Schlimmer geht's immer" - "Mir geht's prima, kann nie genug klagen", 
...

Die meisten Ehefrauen sehen auch nicht aus wie Angelina Jolie, trotzdem 
werden sie nicht deshalb verlassen, zumindest in der Regel.

Ich sehe auch nicht aus wie Brad Pitt, sch... vielleicht bin ich deshalb 
solo.

Die meisten Chefs, Kollegen, Mitarbeiter oder auch Kunden haben ihre 
Macken, mit denen man eigentlich gut leben kann.

Von denen, die Zufrieden sind hört man nichts, die die Frust schieben, 
berechtigt oder nicht, toben sich u.a. hier aus.

Ich renne auch nicht im Supermarkt zur Infotheke und lobe das tolle 
Angebot, da bin ich nur, wenn ich mich beschweren will.

Warum werden also solche Statistiken veröffentlicht?
71 % aller Ingenieure fühlen sich wohl, du bzw. ich mache offensichtlich 
was falsch!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich schrieb:
> Zumindest haben die sich darauf eingerichtet.
> Ob das immer eine hohe Zufriedenheit ist, oder eher nach dem Motto
> "Schlimmer geht's immer" - "Mir geht's prima, kann nie genug klagen",
> ...

Irgendwo in der Mitte liegt meistens die Wahrheit. Mit etwas Varianz...

> Die meisten Ehefrauen sehen auch nicht aus wie Angelina Jolie, trotzdem
> werden sie nicht deshalb verlassen, zumindest in der Regel.

Ehe war in der jüngeren Erdgeschichte, sagen wir ein paar tausend Jahre, 
eher Zweckgemeinschaft. Anders ist es erst in den letzten 30 Jahren. 
Wobei es die heute bekannte Ehe ja auch erst seit dem Mittelalter gibt, 
von der Kirche eingeführt. Das muß man bedenken, es gab sie in der 
entfernteren Vergangenheit gar nicht. Vielleicht bei Kaisern und Königen 
in besonderer Form.

Die Mädels aus meiner Klasse waren auch nicht nur die Top-Schönheiten. 
Haben aber mit den Jahren bzw. Jahrzehnten alle ihren eigenen Charme 
entwickelt. Das sieht man mal auf Klassentreffen. Ich finde die alle 
ganz manierlich.

> Ich sehe auch nicht aus wie Brad Pitt, sch... vielleicht bin ich deshalb
> solo.

Wer sieht schon so top aus? 1-5% der Bevölkerung? Das würde ich mal 
nicht zu ernst nehmen, und nicht überbewerten. Julia Roberts fand ich in 
ihren jüngeren Jahren auch nicht so anziehend, obwohl sie Pretty Woman 
spielte. Claudia Schiffer auch nicht. Vieles liegt im Auge des 
individuellen Betrachters. Die Geschmäcker sind sehr verschieden. Der 
eine mag Schnitzel, der andere Steaks oder Salate oder Suppe.

Klar, wir sind eigentlich Rudeltiere. Man möchte aber auch mit niemandem 
tauschen, wenn man die Zustände anderswo sieht. Eine Bekannte sagte mal: 
Unter jedem Dach ein Ach. Und sie hat sicher Recht.

Solo sein ist kein Genickbruch, sondern eine Lebensform. Das wird von 
anderer Stelle nur immer falsch suggeriert, weil es eben anders üblich 
ist.

Meine Oma war noch von 48 bis 97 solo. Sagte ganz am Ende mal: Ach, 
hätte ich vielleicht den Förster noch geheiratet. Sie mochte es aber 
auch so, wie es war. Und kam gut zurecht.

Habe aber schon Frauen gesehen, die mit 50 schön werden, was sie früher 
nicht so waren. Dabei meine ich nicht künstlich aufgepeppt. Bei anderen 
wiederum ist es umgekehrt...

> Die meisten Chefs, Kollegen, Mitarbeiter oder auch Kunden haben ihre
> Macken, mit denen man eigentlich gut leben kann.

In der Tat. Mit irgend solchen Dingen muß man immer leben.

> Von denen, die Zufrieden sind hört man nichts, die die Frust schieben,
> berechtigt oder nicht, toben sich u.a. hier aus.

Ich habe noch niemanden im Leben kennen gelernt, der rundum zufrieden 
ist. Vielleicht sind es meine Eltern, mit guter Rente und eigenem 
Häuschen. Haben alles geschafft. Die Problemkinder haben sie aber immer 
noch am Hals. Die nicht mehr das schafften, wie in der Wiederaufbauzeit, 
auf Grund heutiger Gegebenheiten.

Und manchmal hab ich auch so meine Launen, und sülze hier irgend einen 
Senf ab... Soll sich aber auch niemand dran aufhängen.

Richtig schlecht wird es erst dann, wenn ich mich mal gar nicht mehr zu 
Wort melde. Vielleicht wurde dann das Notebook vom Amt als 
Wertgegenstand eingezogen, oder was weiß ich.

> Ich renne auch nicht im Supermarkt zur Infotheke und lobe das tolle
> Angebot, da bin ich nur, wenn ich mich beschweren will.

Aggressionen gegen alles und jenes verlieren sich im Laufe des Lebens, 
man wird tatsächlich lockerer. Zumindest bei mir. Lebenserfahrung.

> Warum werden also solche Statistiken veröffentlicht?
> 71 % aller Ingenieure fühlen sich wohl, du bzw. ich mache offensichtlich
> was falsch!

Man ist schon mal zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Das kann eben 
jedem mal passieren. Anders sehe ich es zur Zeit nicht. Auch wenn es 
brenzlig ist. Da kommt noch irgend was, wenn ich etwas intensiver daran 
arbeite. Für die Zeitarbeitsgeschichten wohne ich hier viel zu 
abgelegen, im Umkreis von 250km nichts los. Fast wie in Grönland. Und 
wenn doch, zahle ich nur drauf.

Autor: Zuckertes (Gast)
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noch son tieffliegerartikel:" Akademiker haben besonders niedrigen 
Blutdruck " LOL

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,...

Autor: doppeling (Gast)
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Hab zB 2 Diplome, bin aber nicht zufriedener. Im Gegenteil . Genützt hat 
es mir nicht viel außer mal bei ein-zwei Frauen Eindruck zu schinden.

Im Allgemeinen aber glaub ich dass es Ing. nicht so schlecht gehen kann. 
Gibt immer Leute, denen es viel viel schlechter geht..

Autor: Dr. Merkur (Gast)
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>Gibt immer Leute, denen es viel viel schlechter geht..

Das ist kein Argument. Den Chinesischen Landarbeitern geht es auch 
schlechter, als H4-Beziehern. Damit geht es denen noch lange nicht 
"gut".

Ingenieure zählten noch nie zu denen, denen es besonders gut ging in 
diesem Land und es wird sich verschlimmern. Wenn sie arbeiten, werden 
sie steuerlich abgezockt und mit 50 gegen sie in H4 und müssen ohne 
Bezüge ihr Geld abschmelzen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Dr. Merkur schrieb:

> Ingenieure zählten noch nie zu denen, denen es besonders gut ging in
> diesem Land und es wird sich verschlimmern.

Oft ging es ihnen gut, z.B. in der Wiederaufbauzeit nach dem WW2. Seien 
es die Entwickler bei Saba, Nordmende, Citroen, oder Borgward gewesen, 
die da mal was neues hervor brachten. Nur mal als ein paar Beispiele. 
Aber ich finde in der Historie auch immer wieder ordentliche Knüppel 
zwischen den Beinen, sei es bei James Watt, Edison, Goodyear, da kann 
man nach googeln, wenn man möchte. Marie Curie hatte es auch nicht 
leicht, sich alles selbst erkämpft. Leicht war es tatsächlich für 
niemanden, man mag nicht so gerne immer technische Veränderungen. Und 
die kommen nun mal von Ingenieuren.

Das schlimmste, was ich nach 2000 erlebte, war mal ein tobender Chef in 
der Entwicklungsabteilung. Er brüllte laut, eine Aggression pauschal 
gegen alle, es sei doch schon alles auf der Welt entwickelt, und was wir 
da eigentlich täten. Das müsse man nur noch zusammen schustern (wie 
einen Baukasten von Lego), und fertig ist die Kiste! Gut, er selbst 
hatte schon die teuersten und neuesten Spielzeuge, die es auf der Welt 
gibt. Im Bereich Auto, Audio, Video, Handy, PC, High-Speed-DSL. Da 
verschwimmt irgendwo der Realitätssinn. Und wir machten da nichts, was 
es schon gibt, was kein Mensch mehr braucht. Es schien ihm im Augenblick 
nichtig gewesen zu sein. So ein Geschrei hätte man auch schon 1800 oder 
1900 oder 1950 veranstalten können, eigentlich zu jedem Zeitpunkt der 
Menschheitsgeschichte. Das hätte immer gepasst...

So einen Schuh darf man sich nicht anziehen, man braucht da auch im 
Angestelltenverhältnis manchmal ein dickeres Fell.

Autor: rip (Gast)
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Bei uns is auch schlechte Stimmung.
Von dem her glaub ich das mit "Ingenieure: hohe Zufriedenheit mit Job" 
nich.

Heute war auch wieder ein Software Entwickler am Abkotzen :-)

Da fragt man sich als Nachwuchsentwickler manchmal schon, ob man den 
richtgen Beruf gewählt hat oder nur in der falschen Firma is.

Autor: tv (Gast)
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Saba, Nordmende und Telefunken nicht vergessen.

Komme aus der Ecke und es geht einem schon ans Herz wenn man überleget, 
dass keine einzige Marke überlebt hat dank Thomson.

Autor: kroni (Gast)
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InginD schrieb:
> Spürt ihr sie auch, diese innere Zufriedenheit? ;-)

Voll und ganz!
Man darf sich nur nicht von Miesepetern anstecken lassen. Denen könnte 
die Sonne aus dem Hintern scheinen, dann würden sie jammern, dass es zu 
hell sei ;-)

Autor: Entwicklungsluder (Gast)
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Meine Jobzufriedenheit hält sich auch gerade wieder sehr in Grenzen. Die 
Firma hat keine Parkplätze und ich brauche an die 10min jeden Tag für 
Parkplatzsuche und muss dennoch noch 2x 10min Laufen und das bei ohnehin 
schon einer langen Anfahrt. Ich verbrate fast ein Viertel meines 
Zeitaufwandes für den Job fürs Umhergurken.

Beitrag "Wie lange fahrt ihr täglich zur Arbeit?"

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