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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 200 MSPS zu je 8 Bit puffern -> welcher Speicherbaustein


Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Hallo Zusammen,

folgendes Problem: Ich bin auf der Suche nach einem Speicherbaustein der 
mir für folgenden Aufbau dienlich sein muss:

Zunächst nur ein ADC08200 liefert 200MSPS zu je 8 Bit, ein Cyclone II 
holt die Daten ab und muss sie mir auf einen Speicherbaustein schreiben. 
Das Problem - soweit ich richtig gerechnet habe: 200 MSPS zu je 8 Bit 
verursachen 200 MB Datenaufkommen pro Sekunde. Wo speichere ich solch 
eine Datenflut hin? Ziel wäre zunächst mal 2-3 Sekunden FIFO zu sampeln 
und dann 'langsam' via USB rauszugeben. SD-Karten und Konsorten kommen 
meiner Meinung nach bei 200 MB/s nicht mehr mit. SSD ist nicht - da 
fällt mir nur noch S/D-Ram ein... bessere Ideen ?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Aua. Üblicher Speicher für PCs hat eine max. Datenrate von 133MHz. Die 
Irrsinns-Frequenzen von 1066MHz und inzwischen noch schneller kommen nur 
zustande, weil der Speicher Wartezyklen (CL u.a.) hat - je schneller 
getaktet, desto mehr. Ich würde auf eine Busverbreiterung setzen, also 
ein CPLD o.ä., das vier oder acht 8-Bit-Werte auf einmal in eine 
Speicherbank schreibt.

Gruß - Wolfgang

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Wolfgang schrieb:
> Aua. Üblicher Speicher für PCs hat eine max. Datenrate von 133MHz. Die
> Irrsinns-Frequenzen von 1066MHz und inzwischen noch schneller kommen nur
> zustande, weil der Speicher Wartezyklen (CL u.a.) hat - je schneller
> getaktet, desto mehr. Ich würde auf eine Busverbreiterung setzen, also
> ein CPLD o.ä., das vier oder acht 8-Bit-Werte auf einmal in eine
> Speicherbank schreibt.
>
> Gruß - Wolfgang

Weißt du was Wolfgang - vielleicht hast du recht. Ich müsste einen RAM 
finden der ein ein paralleles 8 Bit Interface hat. Mit entsprechenden 
Pegelwandlern könnte ich ADC08200 und RAM direkt auf dem parallelen 
Interface kommunizieren lassen. Danach kann ich in aller Ruhe den RAM 
auslesen ...

Jetzt brauche ich nur noch einen RAM den man auch als Normalsterblicher 
mit endlichem Zeitaufwand ansteuern kann. Kennt da jemand was? Links, 
Ideen ?

Autor: Wolfgang (Gast)
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Da sehe ich schwarz.

Leicht anzusteuern (wie auch immer das auszulegen ist), ist z.B. ein 
Dual-Port-RAM. Die Dinger haben wenig Speichertiefe, sind meist langsam, 
extrem schwer zu beschaffen und teuer.

SDRAM, DDR? Njet, Ansteuerung ist abenteuerlich.

EDO, Fast-Page-DRAM? Abenteuerlich, inzwischen schwer erhältlich.

Fast-SRAM? Extrem schwer erhältlich, teuer.

Viel Spaß bei der weiteren Suche!

Gruß - Wolfgang

Autor: Christian R. (supachris)
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Normalerweise schreibt man das in die internen BlockRAMs von FPGAs oder 
externe FIFO-Speicher. Aber 2...3 Sekunden wird schwierig (bzw. teuer). 
Da brauchst du wirklich (DDR-)SDRAM mit einem schnellen Memory 
Controller und viel Puffer dran. Schließlich will der immer wieder 
seinen Refresh und alle möglichen Adress- Bank- und sonstigen 
Umschaltungen....

Also ADC -> FPGA -> BlockRAM FIFO (8Bit -> 32 Bit) -> SDRAM Controller 
-> SDRAM.

Autor: Wolfgang (Gast)
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K7R643684M, s. 
http://www.samsung.com/global/business/semiconduct...
Ist aber schwer erhältlich, teuer, extrem schwer zu verarbeiten 
(FBGA165), erfordert viel Hirnschmalz in der Ansteuerung. Soll ich 
weitererzählen?

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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wie wärs mit NoBL ?

http://www.cypress.com/?id=105&addcols=&parametric...

einfacher in dr Ansteuerung und TQFP

Autor: Falk Brunner (falk)
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Mann O Mann, hier sind mal wieder ein paar Experten unterwegs . . . 8-0

Für 200 MB/s und 3s Speicherzeit = 600MB braucht man sauber RAM, nämlich 
SD-RAM oder heute eher DDR bzw. DDR2 RAM. Siehe Speicher. Und um 
dessen Ansteuerung kommt man nicht herum. Und mit 8 Bit Datenbus macht 
bei sowas keiner rum, 16, 32 oder gar 64 Bit sind da angesagt. Kauf dir 
einen DDR-RAM Speicherriegel mit 1Gb für den PC, kostet heute praktisch 
nix, hat aber 64 Bit Busbreite. Viel Spass damit ;-)

Merke: Das ist nix für Möchtegernbastler.

MFG
Falk

Autor: Peter (Gast)
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Ich habe zwar von FPGA kein Ahnung, aber wenn die Daten eh auf einen PC 
sollen, dann kann man sie doch auch gleich live dort hin schicken. Eine 
einfache Gigabit Netwerkkarte schaft doch auch schon 100Mbyte/s. 
Eventuell kommt ja auch Fibrechannel in Frage. Die Karte gibt es zur 
zeit für 4Gbit/s was ja schon mal mehr als notwendig ist. Man man also 
dem FPGA ein FC interace verpassen könnte, dann sollte der rest mit 
normaler PC-hardware möglich sein. Dann einfach ein paar GB ram rein dan 
braucht man auch keine schnelles Festplattensystem.

Autor: NET (Gast)
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Es gibt FPGA kits mit pciE interface. da gehn solche Datenraten. suche 
dir eine solche, fuer die es gute Treiber gibt, dh solche, welche ein 
einfaches interface (via dll) bieten. dann kannst du dein pc ram 
vollschreiben.

Autor: Daniel Müller (Firma: siemens) (forwarder)
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Ich habe so was ähnliches mit FIFOs von IDT gemacht.
Aber eine andere Frage, was willst du mit 400-600Mio. Samples tun. Bist 
du sicher dass du weissst was du willst...

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Neue Generation von CF-Karten:

'max. 200 MB/s lesen, max. 200 MB/s schreiben'

http://www.alternate.de/prod?id=147182

(Im Text steht etwas von 90MB/s - stimmt allerdings nicht mit 1333x 
überein)


Gruß

Jobst

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Falk Brunner schrieb:
> Kauf dir
> einen DDR-RAM Speicherriegel mit 1Gb für den PC, kostet heute praktisch
> nix, hat aber 64 Bit Busbreite. Viel Spass damit ;-)
>
> Merke: Das ist nix für Möchtegernbastler.

Auf DDR-Ram wird's rauslaufen ... keine Angst das Projekt hat schon 
einen gewissen Grundgedanken für Ernsthaftigkeit und soll summa summarum 
eher in einer Bachelorarbeit ausarten ... Nur keine Angst ich bin keiner 
von den nicht praxistauglichen Ingenieuren. Ich darf immerhin auf 8 
Jahre Mikrocontrollererfahrung zurückblicken + einige Jahre FPGA.

Peter schrieb:
> Ich habe zwar von FPGA kein Ahnung, aber wenn die Daten eh auf einen PC
> sollen, dann kann man sie doch auch gleich live dort hin schicken.

!

Peter schrieb:
> Eine
> einfache Gigabit Netwerkkarte schaft doch auch schon 100Mbyte/s.

theoretisch vielleicht ja - praktisch wohl eher nicht. Das scheitert 
schon alleine daran, dass die Schreibgeschwindigkeiten auf der 
Festplatte eines Computers (außer SSD) meist schon unter dem 
Datenaufkommen angesiedelt sind. Das bringt niemand hin - ich hab in 
meinem Netzwerk noch nie gesehen, dass ein 700 MB Film in 7 Sekunden 
übertragen wäre ...

Peter schrieb:
> Eventuell kommt ja auch Fibrechannel in Frage.

Gleiche Problematik - bezahlbar nur mit Media Converter - nix gut

Peter schrieb:
> Man man also
> dem FPGA ein FC interace verpassen könnte, dann sollte der rest mit
> normaler PC-hardware möglich sein. Dann einfach ein paar GB ram rein dan
> braucht man auch keine schnelles Festplattensystem.

Am FPGA liegt das Problem nicht - eher am Computer ...

Daniel Müller schrieb:
> Aber eine andere Frage, was willst du mit 400-600Mio. Samples tun. Bist
> du sicher dass du weissst was du willst...

Um es genau zu sagen möchte ich ein 'vernünftiges' und bezahlbares open 
source DSO bauen. Es sollte bis ca. 100 MHz verwendbar sein (gemäß dem 
WKS-Abtasttheorem also Faktor 2 (eigentlich 2,2 aber das wollen wir heir 
vernachlässigen) 200 MSPS). 8 Bit Speichertiefe. Kostenpunkt max. 150€, 
High Speed USB, in der Zukunft vermutlich weiterer FPGA mit VGA 
Schnittstelle. Warum 3 Sekunden? Ganz einfach weil ich gerade eine 
Anwendung in Planung habe in der ich 3 Sekunden lang durchgehend 
Frequenzen bis ca. 80 MHz aufzeichen sollte. Das open source DSO ist ein 
netter Nebeneffekt den ich nach Abschluss zu Verfügung stellen möchte.

Autor: Peter (Gast)
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Lehrmann Michael schrieb:
> Das scheitert
> schon alleine daran, dass die Schreibgeschwindigkeiten auf der
> Festplatte eines Computers (außer SSD) meist schon unter dem
> Datenaufkommen angesiedelt sind.
du darfst halt nicht von MediaMarkt technik ausgehen, die aktuellen 
Raidcontroller schaffen bequem die 200Mbyte/s auf normale Festplatten.
Die Frage ist ja in welcher Preislage das Projekt stattfindet. Und warum 
sollte man dafür auch keine SSD einsetzen das schafft man es sogar ohne 
Raid.
Wenn du nur ein paar Sekunden speichern willst, dann muss es doch 
überhaupt nicht auf eine Festplatte - 8GB ram bekommst du heute schon in 
ein Notebook. Bei 200Mbyte/s sind das mehr als 30 sekunden.
Zum speicher kann man es sogar packen, ich gehe mal davon aus das es 
kein gleichmäßiges Rausschen ist und sich damit recht gut packen läst 
(eventuell das schon im FPGA machen?).

Oder gleich hier drauf
http://www.alternate.de/html/product/Festplatte/OC...

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Lehrmann Michael schrieb:
> Das bringt niemand hin - ich hab in
> meinem Netzwerk noch nie gesehen, dass ein 700 MB Film in 7 Sekunden
> übertragen wäre ...

$ dd if=ein_film.avi of=/dev/null bs=1024
714774+0 Datensätze ein
714774+0 Datensätze aus
731928576 Bytes (732 MB) kopiert, 7,02249 s, 104 MB/s

geht ...


Gruß

Jobst

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Peter schrieb:
> du darfst halt nicht von MediaMarkt technik ausgehen, die aktuellen
> Raidcontroller schaffen bequem die 200Mbyte/s auf normale Festplatten.

Beim normalen Anwender kann ich leider nur von Mediamarkt Technik 
ausgehen.

Peter schrieb:
> Die Frage ist ja in welcher Preislage das Projekt stattfindet.

Diese Frage hatte ich bereits hinreichend beantwortet: < 150€

Peter schrieb:
> Und warum
> sollte man dafür auch keine SSD einsetzen das schafft man es sogar ohne
> Raid.

Ja einen Hardware Raid Controller kann man sich sowieso eher nicht 
leisten - was auf den Mainboards verbaut ist ehe ein Witz und hat mit 
Hardware Raid (auch wenn ein toller 'Raidcontroller' verbaut ist) rel. 
wenig zu tun. Geht alles auf CPU-Kosten.

Peter schrieb:
> Wenn du nur ein paar Sekunden speichern willst, dann muss es doch
> überhaupt nicht auf eine Festplatte - 8GB ram bekommst du heute schon in
> ein Notebook. Bei 200Mbyte/s sind das mehr als 30 sekunden.

Auch hier das Problem - wer hat in seinem 'Labor' ein Notebook mit 8 GB 
Ram stehen - wobei ja Windows 32bit nicht mehr als 4 GB nutzen kann und 
bei Windows 64bit kommen auch nur 5 GB raus wenn du 8 GB reinsteckst.

Peter schrieb:
> Zum speicher kann man es sogar packen, ich gehe mal davon aus das es
> kein gleichmäßiges Rausschen ist und sich damit recht gut packen läst
> (eventuell das schon im FPGA machen?).

200 MB/s (!) - man könnte das sicherlich packen - wäre nur die Frage 
nach  der Effizienz - wohl eher nicht. Was will ich denn bei 8 
Bitwörtern packen? Das ist ja nicht ein Dateiformat oder so ... es sind 
einfach nur 8 Bitwörter, Regelmäßigkeiten sind nicht zu erwarten.

Jobst M. schrieb:
> Lehrmann Michael schrieb:
>> Das bringt niemand hin - ich hab in
>> meinem Netzwerk noch nie gesehen, dass ein 700 MB Film in 7 Sekunden
>> übertragen wäre ...
>
> $ dd if=ein_film.avi of=/dev/null bs=1024
> 714774+0 Datensätze ein
> 714774+0 Datensätze aus
> 731928576 Bytes (732 MB) kopiert, 7,02249 s, 104 MB/s

Respekt.
Ich hab zwar keine Ahnung ob du es jetzt einem anderen Computer gesendet 
hast aber ich glaub dir das jetzt einfach mal =)




So Zusammenfassend: Schnittstelle ist nicht - die LAN 
Standartschnittstelle von 100 MBit/s ist zu langsam.

ACHTUNG :

LAN-Schnittstelle 100 MBit / s = 1 MegaBIT pro Sekunde = 1.000.000 Bit / 
Sekunde

100 MByte / s = 1 MegaBYTE pro Sekunde = 8.000.000 Bit / Sekunde

!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich hoffe der Unterschied ist ersichtlich - ich bräuchte eine 
Schnittstelle die 200 MB/s = 1600 MBit/s überträgt!

Das gibt es wohl eher nicht für den Konsumenten ...

Damit hat sich das erledigt.



Hat jemand Ideen / Links zu Anwendung mit DDR-Speicherriegeln?


Vielen Dank

Autor: Christian R. (supachris)
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Schau mal opencores, die haben einen DDR Speicher Controller. Ansonsten 
den MIG von Xilinx benutzen, vielleicht wäre da ein Spartan 6 mit 
integriertem Memory Controller sinnvoll. 200MB/s Streaming an den PC 
geht schon, und zwar mit USB 3.0 oder Cabled PCI Express. Für PCIe gibts 
beispielsweise den PLX PEX8311 dafür oder den Gennun GN4121 zum 
Anschluss an einen FPGA. Oder halt internen PCIe Endpoint benutzen, aber 
da fehlt immer noch die DMA Engine. Wir setzen den PLX ein, der macht 
etwa 170MB/s zum PC dauerhaft. Aber wenn du speicherst, reicht ja auch 
USB 2.0 mit dem Cypress FX2 oder den neuen H-Devices von FTDI.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Christian R. schrieb:
> 200MB/s Streaming an den PC
> geht schon, und zwar mit USB 3.0 oder Cabled PCI Express. Für PCIe gibts
> beispielsweise den PLX PEX8311 dafür oder den Gennun GN4121 zum
> Anschluss an einen FPGA. Oder halt internen PCIe Endpoint benutzen, aber
> da fehlt immer noch die DMA Engine. Wir setzen den PLX ein, der macht
> etwa 170MB/s zum PC dauerhaft.

Vielen Dank.

Wie bereits öfters erwähnt kommt PCIe nicht in frage, da kein normales 
Notebook bzw. 'Bastelcomputer' im heimischen Labor das unterstüzt. Neben 
der Plug n' Play Fähigkeit kann ich höchstens USB2.0 als Standart 
annehmen. Des weiteren sollte auch eine Verarbeitung ohne PC-Anschluss 
möglich sein (VGA Schnittstelle an FPGA) - von daher suche ich jetzt 
definitiv nach einem Speicherbaustein.

Christian R. schrieb:
> Aber wenn du speicherst, reicht ja auch
> USB 2.0 mit dem Cypress FX2 oder den neuen H-Devices von FTDI.

Genau - an sowas hatte ich auch gedacht.

Autor: Christian R. (supachris)
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Jo, das PCIe war auch nur so ein Einwurf. Direktes Streaming geht wegen 
unvorhersehbarer Latenzen mit Windows/Linux ja eh nicht. USB 2.0 sollte 
dann völlig ausreichen. Aber ein gescheites FPGA, ein 200MS/s ADC, 
DDR2-SDRAM, die 8-Lagen-Platine, das ganze Analogteil und das 
Hühnerfutter für USB und VGA bekommst du niemals für unter 150 Euro hin. 
Ich bin selbst in der Hardware-Entwicklung für solche Messgeräte, daher 
denke ich kann ich das etwa abschätzen.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Hier mal was ich noch gefunden habe:
http://www.xilinx.com/prs_rls/silicon_vir/0362ddrsdram.htm

Offensichtilich gibt es von Xilinx da einiges:
http://www.xilinx.com/products/design_resources/me...

Autor: Peter (Gast)
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Lehrmann Michael schrieb:
> 200 MB/s (!) - man könnte das sicherlich packen - wäre nur die Frage
> nach  der Effizienz - wohl eher nicht. Was will ich denn bei 8
> Bitwörtern packen? Das ist ja nicht ein Dateiformat oder so ... es sind
> einfach nur 8 Bitwörter, Regelmäßigkeiten sind nicht zu erwarten.

klar sind da regelmäßigkeiten vorhanden, man könnte auch nur die 
differenz zum lesten wert übertragen und da kommt man eventuell schon 
mit 4bit aus. Teste doch mal ob es etwas bring, eventuell wird die 
Datenrate schon so klein das man es mit USB 2.0 übertragen kann. (Den 
TEst kann man ja erstmal auf einem PC machen wo man ein paar tausend 
messerte in eine Datei schreibt)

> wobei ja Windows 32bit nicht mehr als 4 GB nutzen kann und
> bei Windows 64bit kommen auch nur 5 GB raus wenn du 8 GB reinsteckst
warum soll das so sein?

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Peter schrieb:
> Lehrmann Michael schrieb:
>> 200 MB/s (!) - man könnte das sicherlich packen - wäre nur die Frage
>> nach  der Effizienz - wohl eher nicht. Was will ich denn bei 8
>> Bitwörtern packen? Das ist ja nicht ein Dateiformat oder so ... es sind
>> einfach nur 8 Bitwörter, Regelmäßigkeiten sind nicht zu erwarten.
>
> klar sind da regelmäßigkeiten vorhanden, man könnte auch nur die
> differenz zum lesten wert übertragen und da kommt man eventuell schon
> mit 4bit aus. Teste doch mal ob es etwas bring, eventuell wird die
> Datenrate schon so klein das man es mit USB 2.0 übertragen kann. (Den
> TEst kann man ja erstmal auf einem PC machen wo man ein paar tausend
> messerte in eine Datei schreibt)

Ja das stimmt aber wenn man das weiterdenkt muss ich mich fragen, wie 
ich dem Empfänger mitteilen soll, dass der aktuell übertragene Frame nun 
beispielsweise statt 8 nur 4 Bit lang ist. Ich finde die Idee insofern 
gut, dass es in der Tat warscheinlich ist, dass der Wert in der Tat 
nicht zu heftig springt, sondern eher eine zusammenhängende Wertereihe 
ergibt.

Und im worst-case-Bereich sind es noch immer 8 Bit Differenz.

Ich komme nie und nimmer unter 8 Bit pro Messwert - oder hast du eine 
vernünftige Idee? Könntest du mir zeigen, wie du dir die variable 
Bitanzahl-Übertragung vorstellst und wie du erkennst, dass ein neuer 
Frame begonnen hat?

Peter schrieb:
>> wobei ja Windows 32bit nicht mehr als 4 GB nutzen kann und
>> bei Windows 64bit kommen auch nur 5 GB raus wenn du 8 GB reinsteckst
> warum soll das so sein?

Probier's aus, dann wirst du's merken. Win64 braucht dann massig des 
Speicherplatz zur RAM-Verwaltung.

Autor: Peter (Gast)
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Lehrmann Michael schrieb:
> Ich komme nie und nimmer unter 8 Bit pro Messwert - oder hast du eine
> vernünftige Idee? Könntest du mir zeigen, wie du dir die variable
> Bitanzahl-Übertragung vorstellst und wie du erkennst, dass ein neuer
> Frame begonnen hat?
Du muss dir ein kleines Protokoll überlegen. Du sammelst z.b. 100 
Messerte stellt fest das sich bei diesen nur immer 4bit ändern. Jetzt 
kannst du die 100 werte in einem Packet versenden wo du einen kleinen 
header mitschickt wo drinsteht das jezt 100 differenzen mit je 4bit 
kommen. Dafür müssten mit reserve 4byte reichen. also überträgt du 
50+4byte statt 100.


> Peter schrieb:
>>> wobei ja Windows 32bit nicht mehr als 4 GB nutzen kann und
>>> bei Windows 64bit kommen auch nur 5 GB raus wenn du 8 GB reinsteckst
>> warum soll das so sein?
> Probier's aus, dann wirst du's merken. Win64 braucht dann massig des
> Speicherplatz zur RAM-Verwaltung.
ich kann leider nur von 6GB reden und da ist es kein Problem, du darst 
natülich nicht einfach in den Taskmanager schauen, weil windows alle 
möglichen dll einfach mal so in den Speicher lädt fals sie mal gebraucht 
werden. Das stört aber nicht weil sobalt eine Anwendung speicher bracht 
wird das zeug rausgeschmissen. Nach dem Motto laden dauert länger als 
wegmeißen. Du kannst also bei 8GB ohne Probleme 6-7GB für deine 
Anwendung bekommen.

Autor: Sym (Gast)
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In einem 150 Euro Preisrahmen wird es wohl nichts geben.

Schnelle Interfaces, die 200 MB/s und die FPGA und PC verbinden, gibt es 
einige: S-ATA, PCI-e, 10 GBit/s Ethernet, USB3.0, IEEE 1394-2008 (Keines 
davon kann ein Cylone II)

Alternativ könnte man DDR2 oder DDR3 Speicher verbauen (nur DDR2 ist mit 
dem Cyclone II möglich).

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Lehrmann Michael schrieb:
>> 731928576 Bytes (732 MB) kopiert, 7,02249 s, 104 MB/s
>
> Respekt.
> Ich hab zwar keine Ahnung ob du es jetzt einem anderen Computer gesendet
> hast aber ich glaub dir das jetzt einfach mal =)

Lokal schaffe ich auf dem Raid ~350MB/s.
(6 SATA-HDs, SW-Raid auf Core2duo)

Aber stimmt schon, 100MB/s sind für 200MB/s einfach zu wenig. ;-)
Und ein Packverfahren, das garantierte 50% Kompression liefert, kannst 
Du vergessen.



Man könnte sich ein iAtom-Board (ab ca 60€) + RAM (20€) hernehmen und 
den Wandler als PCI-Karte ausführen. (Man kann natürlich auch jeden 
anderen Rechner nehmen, der schnell genug ist)
Dann schnappst Du Dir den sourcecode von diesem 
http://www.memtest86.com/ und modifizierst ihn so, daß keine Bitmuster 
ins RAM geschrieben werden, sondern die Daten vom Wandler.

Ist mal wieder nur eine Idee. Ob das wirklich so machbar ist, weiß ich 
nicht.


Gruß

Jobst

Autor: Andreas Lang (andi84)
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Wenn du im CPLD/FPGA je 4 Samples in ein 32 Bit Wort umwandelst sind das 
ja "nur" noch 50 Mwords/s, bei 64 Bit noch 25 MWords/s. Das sollte sich 
eigentlich ganz gut hinbekommen lassen. Einen FIFO-Puffer kannst du dir 
ggf mit einem NoBL/Streaming SRAM im bereich 256-512kx36 machen, der 
reicht bei der Geschwindigkeit für ein so paar ms.
Und 25*10^6 Writes pro sekunde sollte in SDRAM auch noch beherrschbar 
sein.
nen 133er Speedgrade SRAM könnte eigentlich grad so hinhaun, um @50MHz 
FIFO spielen zu können.
BTW: Ein normales DSO hat was mie 1Mx8 pro kanal Buffer. Sicher, dass du 
wirklich soooo viel Buffer brauchst?
Und ein normales DSO hat auch nach der Ackquisition eine kurze totzeit 
in der es die daten aus dem buffer rüberkopiert.
Langer Rede kurzer Sinn, ein 256kx36 reicht für 1M Buffer aus. und kann 
fix als 32Bit-Worte ausgelesen werden @100MHz read. Die standard SRAMs 
für sowas gehen bis so 100/133MHz, damit ist dann theoretisch auch noch 
400MSPS drin.

Gruß
Andreas

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Peter schrieb:
> Lehrmann Michael schrieb:
>> Ich komme nie und nimmer unter 8 Bit pro Messwert - oder hast du eine
>> vernünftige Idee? Könntest du mir zeigen, wie du dir die variable
>> Bitanzahl-Übertragung vorstellst und wie du erkennst, dass ein neuer
>> Frame begonnen hat?
> Du muss dir ein kleines Protokoll überlegen. Du sammelst z.b. 100
> Messerte stellt fest das sich bei diesen nur immer 4bit ändern. Jetzt
> kannst du die 100 werte in einem Packet versenden wo du einen kleinen
> header mitschickt wo drinsteht das jezt 100 differenzen mit je 4bit
> kommen. Dafür müssten mit reserve 4byte reichen. also überträgt du
> 50+4byte statt 100.

Okay noch besser =) Ich arbeite gerade an einer kleinen Simulation (noch 
in Quickbasic) - wenn's nicht reicht kommt Fortran dran.

Sym schrieb:
> In einem 150 Euro Preisrahmen wird es wohl nichts geben.
>
> Schnelle Interfaces, die 200 MB/s und die FPGA und PC verbinden, gibt es
> einige: S-ATA, PCI-e, 10 GBit/s Ethernet, USB3.0, IEEE 1394-2008 (Keines
> davon kann ein Cylone II)

Vergesst doch mal die Computeranbindung - um DDR2 komm ich nicht rum. 
Eine Liveanbindung kann man später machen. Wie gesagt kommen alle diese 
Schnittstellen nicht in Frage weil das keine Standartvoraussetzungen für 
den 0-8-15 Laborcomputer sind. Maximal USB2.0 - das wird dann mit Live 
wohl eher nichts - außer ich reduzier die Abtastrate, etc... das wird 
sich später zeigen.

Sym schrieb:
> Alternativ könnte man DDR2 oder DDR3 Speicher verbauen (nur DDR2 ist mit
> dem Cyclone II möglich).

DDR2 sollte eigentlich ausreichend sein - muss schauen was der Cyclone 
II dadrauf schafft. Ansonsten muss ich auf einen Spartan 3A, Virtex 4-6 
oder Spartan 6 ausweichen. Angeblich schafft der Spartan 3A bis zu 400 
Mb/s 
(http://www.xilinx.com/support/documentation/applic...)

Jobst M. schrieb:
> Man könnte sich ein iAtom-Board (ab ca 60€) + RAM (20€) hernehmen und
> den Wandler als PCI-Karte ausführen. (Man kann natürlich auch jeden
> anderen Rechner nehmen, der schnell genug ist)
> Dann schnappst Du Dir den sourcecode von diesem
> http://www.memtest86.com/ und modifizierst ihn so, daß keine Bitmuster
> ins RAM geschrieben werden, sondern die Daten vom Wandler.
>
> Ist mal wieder nur eine Idee. Ob das wirklich so machbar ist, weiß ich
> nicht.

puuuh vielleicht Rettunsanker - nicht das was ich mir so vorgestellt 
habe.

Andreas Lang schrieb:
> Wenn du im CPLD/FPGA je 4 Samples in ein 32 Bit Wort umwandelst sind das
> ja "nur" noch 50 Mwords/s, bei 64 Bit noch 25 MWords/s. Das sollte sich
> eigentlich ganz gut hinbekommen lassen. Einen FIFO-Puffer kannst du dir
> ggf mit einem NoBL/Streaming SRAM im bereich 256-512kx36 machen, der
> reicht bei der Geschwindigkeit für ein so paar ms.
> Und 25*10^6 Writes pro sekunde sollte in SDRAM auch noch beherrschbar
> sein.

Auch ein gute Ansatz - werde ich mal durchrechnen und überlegen was ich 
damit anfangen kann. Ein fettes Dankeschön für diesen Hinweis.

Andreas Lang schrieb:
> BTW: Ein normales DSO hat was mie 1Mx8 pro kanal Buffer. Sicher, dass du
> wirklich soooo viel Buffer brauchst?
> Und ein normales DSO hat auch nach der Ackquisition eine kurze totzeit
> in der es die daten aus dem buffer rüberkopiert.

Jaa leider brauche ich das - so sind die Vorgaben die ich zu erfüllen 
habe. Selbige Argument habe ich auch vorgebracht - wurde nur leider 
nicht akzeptiert. Totzeit nicht akzeptabel.

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