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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Loetkolben an Dimmer


Autor: Truman (Gast)
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Hallo,

Ich habe neulich meinen Loetkolben an einen Lichtdimmer angeschlossen um 
in gewissen Grenzen die Temperatur einstellen zu koennen. Ich bin mir 
bewusst, dass es sich hier nicht um einen Regelkreis handelt und die 
Temperatur schwanken kann. Dennoch hat es fuer meine Zwecke ausgereicht. 
Was mich allerdings gesteort hat war das Brummen des Loetkolbens. Also 
hab ich mir gedacht da es sich beim Dimmer um eine Phasenwinkelsteuerung 
handelt koennte ich die Ausgangsgroesse gleichrichten und mit einem 
paralell geschaltetem Kondensator glaetten. Nach dem provisorischen 
Aufbau hat es mir dann gleich die Sicherung um die Ohren gehauen. In 
Retrospekt auch verstaendlich, da ja der Kondensator erst geladen werden 
muss. Meine Frage also: kann man das grundsaetzlich so machen oder mache 
ich da einen Denkfehler? Hat so ein Dimmer ausserdem einen negativen 
Einfluss auf die "Sicherheit" beim loeten von ESD empfindlichen ICs? 
Also ich loete nichts superempfindliches. Nur an PICs und 
vergleichbarem.

Autor: Om Pf (ompf)
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Mit einem Phasenanschnittdimmer eine kapazitive Last dimmen ist keine so 
gute Idee. Als solche zählen auch die EVGs von CFLs (d.h. 
Energiesparlampen).

Wenn Dich das Brummen beim Phasenanschnitt stört, dann hilft eventuell 
eine Drossel vor dem Lötkolben. Die rundet den Phasenanschnitt ein 
bisschen ab, bei lauten Deckenflutern hilft das auch.


Grundsätzlich ist gegen Deine Art der Leistungsbegrenzung nichts 
einzuwenden. Der einzige Nachteil ist halt das mechanische Brummen durch 
die Oberwellen, und eventuell die Gefahr eines vorzeitigen 
Heizfadenbruchs (wenns brummt, bewegt sich der Draht). Daher steuern 
Lötstationen mit Impulspaketen ("2sec an, 5sec aus").


Früher üblich war eine Standby-Schaltung mit einer 1N4007 in Reihe zum 
Lötkolben. Diode drin =  halbe Leistung, Diode gebrückt = Vollgas. 
Elektrische Haartrockner mit zwei Stufen machen das immer noch so.


Patrick


BTW: der beste Schutz gegen ESD ist immer noch Potentialausgleich. D.h. 
eine hochohmige Verbindung zwischen Lötspitze und IC. Da Dein 
Steckdosenlötkolben geerdet ist, solltest Du die Zeitung, auf der Du 
lötest, ebenfalls über 2x 470kOhm in Reihe mit der Erde verbinden.

Autor: mhh (Gast)
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Truman schrieb:
> Was mich allerdings gesteort hat war das Brummen des Loetkolbens.

Kann auch am Lötkolben liegen, wenn die Heizung irgendwie locker ist. 
Etwas Geräuch ist normal, aber störend laut sollte es nicht sein. Also 
anderen Lötkolben mal probieren, oder 20 Jahre warten bis das Gehör 
nachlässt...

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