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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Reichelt Fake Ware ?


Autor: Phil (Gast)
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Hallo,
Mal eine kurze Schnelle Frage,
Ich repariere zurzeit einen Yamaha Amp
Die Endstufentransistoren wollte ich bei Reichelt Bestellen,
Aber im Internet/Bekanntenkreis hält sich das Gerücht das
Reichelt Gefakte Ware anbietet ist dem so?

Es handelt sich um SA1491
und SC3855 wobei letzterer Falsch bei gelistet zu sein Scheint
Nach Datenblatt aber korrekt ist,

Bei Reichelt kosten diese beiden ca. 80-90 cent
Woanders jedoch 2-4 Euro
Nun bin ich Unschlüssig da Ich keinen Schlimmeren defekt
mit Billigem Ersatz verursachen möchte,
Hat jemand da Erfahrung ?

Mfg

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Phil schrieb:
> Bei Reichelt kosten diese beiden ca. 80-90 cent
> Woanders jedoch 2-4 Euro
Wo woanders?
Das ist jetzt kein Unterschied, der mir Sorgen machen würde....

Und nein: Reichelt bietet idR. keine gefakte Ware an, nur kannst du 
nicht sicher sagen, wer der Hersteller deiner Bauteile sein wird. Und so 
bekommst du heute mit der selben Bestell-Nr. ein Bauteil des Herstellers 
A und nächsten Monat eines von B...

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Reichelt hatte in der Vergangenheit die unangenehme Angewohnheit 
"Ersatztypen" zu liefern. Berühmt-berüchtigt war da ein Schaltregler. 
Auch ziehen die einige Bauteile irgendwo aus dem Sumpf von merkwürdigen 
Herstellern. Die Datenblätter auf der Reichelt-Webseite sind nicht immer 
die vom Hersteller von dem geliefert wird.

Wenn ich kalkulierbare Qualität brauche kaufe ich woanders.

Autor: Elena (Gast)
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Kauf zwei und mach einen auf. Dann siehst du was drin ist...

Ich repariere oft Endstufen und habe nie Probleme mit Teilen von 
Reichelt gehabt. Klar, du kannst die Teile auch von RS kaufen, aber dann 
bezahlst du oft völlig überteuerte Preise.

>Bei Reichelt kosten diese beiden ca. 80-90 cent
>Woanders jedoch 2-4 Euro

80-90 Cent ist akzeptabel, 2-4 Euro ist viiiiel zu teuer. -> Abzocke...

Autor: Joachim K. (minifloat)
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Phil schrieb:
> Aber im Internet/Bekanntenkreis hält sich das Gerücht das
> Reichelt Gefakte Ware anbietet ist dem so?

Bestimmt nicht absichtlich. Aber gut, dass du vorsichtig bist.
Siehe auch hier: http://sound.westhost.com/counterfeit.htm

Phil schrieb:
> Es handelt sich um SA1491

Wohl 2SA1941 oder?(Ich habe hier noch 2 Stück von denen, aus PA-Amping 
geschlachtet.)

mf

Autor: Phil (Gast)
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Okay, Danke

Ich werds mal mit Reichelt Ware Probieren
bei 8 stk Rechnet sich das, auch wenn Audiophile jetzt sagen würden
das Nur die Transistoren von XYZ den gewünschten weichen und homogenen
Klang bringen können....

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Der Verkauf minderwertiger Transistoren ist kein Privileg von Reichelt!
Mehr oder weniger, ob wissentlich oder unbeabsichtigt, kann das jedem 
passieren. Da machen die Japan-Transen absolut keine Ausnahme, sind sie 
doch auch beliebt bei No-Name-Produzenten, die beim Materialeinsatz 
sparen und bei recht geringen Belastungen schon zerfliegen.

Autor: Alexander (Gast)
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Hallo,

mit Sicherheit werden diese Transistoren von Reichelt den geforderten 
dynamischen Belastungen im PA-Umfeld NICHT standhalten, wenn es sich 
nicht eindeutig um Markenware wie Sanken, Toshiba, Mitsubishi handelt.

Ich habe hier noch Beutelweise dieses Zeug rumliegen, welches ich in 
Unkenntnis dieser Tatsache damals noch für teures Geld bei Reichelt 
erworben habe.
Stückpreise waren 3 - 4 DM oder war schon der Euro da, weiß jetzt 
nicht...

Und nach sorgfältiger und ausgiebiger dynamischer Prüfung nach der 
Reparatur hätte eigentlich alles wieder funktionieren müssen.

Zum Glück haben wir dann im Proberaum Livetest gemacht - Rumms .

Ich konnte mir damals echt nicht vorstellen, was da los war, zumal ich 
Zeit meines Lebens mit PA-Endstufen-Bau und Reparatur zu tun hatte.

Einige Zeit später - Internet sei Dank - war mir dann alles klar !

Also, es werden dir RS oder Farnell für dieses Geld Markenprodukte 
verkaufen - das ist es dann auch wert.

Oder du reparierst deinen Yamaha zweimal - nur wird es beim zweiten Mal 
aufregender, da sich die Folgeschäden erfreulicherweise multipliziert 
haben.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Alexander schrieb:
> Also, es werden dir RS oder Farnell für dieses Geld Markenprodukte
> verkaufen -
Nur weißt du dann immer noch nicht, ob du auch Markenware bekommst...

> Und nach sorgfältiger und ausgiebiger dynamischer Prüfung nach der
> Reparatur hätte eigentlich alles wieder funktionieren müssen.
> Zum Glück haben wir dann im Proberaum Livetest gemacht - Rumms .
Und was war dann eigentlich kaputt?
Das die Endstufentransistoren durchgehen, kann ja auch noch andere 
Gründe haben...

BTW: bei Reichelt abreiten Leute. Die kann man anrufen und fragen, was 
man bekommt. Und wenn die keine Antwort wissen, dann kann man immer noch 
bei RS einkaufen gehen...

Autor: Elena (Gast)
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>mit Sicherheit werden diese Transistoren von Reichelt den geforderten
>dynamischen Belastungen im PA-Umfeld NICHT standhalten, wenn es sich
>nicht eindeutig um Markenware wie Sanken, Toshiba, Mitsubishi handelt.

Diese Pauschalisierung ist schlicht Unfug!

Reichelt gibt zu den oben genannten Transistoren ein Datenblatt des 
Herstellers an. Die kannst du ja vergleichen mit den Datenblättern des 
Herstellers deines Vertrauens. Da siehst du ganz genau, ob es 
Unterschiede gibt.

Autor: Alexander (Gast)
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Heilige Einfalt,

man kann euch nicht helfen ....

Autor: Alexander (Gast)
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Wenn mir RS oder Farnell keine ORIGINAL-Hersteller liefern, so wie ich 
definitiv bestelle, dann gibts das Zeug retour.

Aber das Thema belastet euch, es ist eine andere Baustelle als Atmels...

Der Threaderöffner sollte mal im pa-forum zum Thema suchen und 
nachlesen, da gehen ihm hoffentlich die Augen auf

Autor: Der schon wieder (Gast)
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Phil mal interessehalber, mit welcher Betriebsspannung und max. Last ist 
der Verstärker denn angegeben?
Die beiden Trans.Typen sind eigentl. Komplemetär-Typen npn / pnp und für 
max. 140 V Uce spezifiziert, Ic= 10 A, Pc= 100W , da sollte eigentl. 
nichts schief gehen.
Der Schaltplan von der Endstufe wäre natürl. auch mal von Interesse, so 
das Konzept nicht allzu wirr aussieht.
Ich würde die bei Reichelt bestellen, schließlich hast du darauf ja 
Gewährleistung, und lieber ein paar mehr bestellen und mal durchtesten.

Autor: Phil (Gast)
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http://www.hifi-wiki.de/index.php/Yamaha_AX-730

Es handelt sich um diesen Verstärker,
Den habe ich mit Unbekannten defekten bekommen und messe mich nun
Von Endstufe zu Vorstufe
Am LS Ausgang liegen an einem Kanal 50 V an
am anderen nur eine mV
Schutzschaltung ist Aktiv
Ich finde den Amp Optisch recht Ansprechend weshalb ich ihn für mich
Reparieren möchte kostengünstig und möglichst nur 1 x
Würde von den Transistoren bei reichelt auch doppelt bestellen
Da ich wenig Erfahrung in der Reparatur von Endstufen besitze und
bei bestehenden Fehlern Evtl. wieder die Transen Zerschossen werden.

Autor: Elena (Gast)
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>Am LS Ausgang liegen an einem Kanal 50 V an

Miß mit einem Ohmmeter die Endstufen-Transistoren durch. Da ist 
todsicher irgendwo ein Kollektor-Emitter-Übergang durchlegiert 
(Kurzschluß!) und niederohmig. Der schleust die Versorgungsspannung 
direkt an den Ausgang durch.

In der Regel ist das schon der ganze Defekt. Nach Austausch der defekten 
Endstufentransistoren sollte der Verstärker wieder funktionieren.

Autor: philipp (Gast)
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Die Transistoren von Reichelt sind meiner meinung nach lange nicht so 
Audiophil wie die Markenteile von RS. Von RS kriegt man immer 
markenware. Reichelt liefert fast immer nur plagiate und schrott

Autor: Elena (Gast)
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>Die Transistoren von Reichelt sind meiner meinung nach lange nicht so
>Audiophil wie die Markenteile von RS. Von RS kriegt man immer
>markenware. Reichelt liefert fast immer nur plagiate und schrott

Das ist völliger Quatsch! Wann immer ich bei Reichelt bestellt habe, 
bekam ich ertsklassige Ware. Natürlich ist das nicht immer der 
Originalhersteller, sondern oft ein Secondsource-Fabrikat. Deswegen ist 
der Preis ja auch bis zu einer Größenordnung günstiger als woanders. Das 
heißt aber nicht, daß das Schrott ist. Das ist doch absurd!

Autor: Old Papa (old-papa)
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So, ich hier auch meinen Senf....

Ich habe in grauer Vorzeit noch alle meine Verstärker selber gebaut und 
noch einige für andere Leuts. Später ist mein Interesse woanders hin 
gewandert (passiert hier wohl jedem mal) und vor 3-4 Jahre war ich 
plötzlich wieder bei PA. Mir wurden einige abgerauchte Verstärker der 
"Eisenschweinklasse" zugetragen und ich nichts ahnend die Transen dazu 
bestellt. Eingebaut und normale Belastung, geil, billige Reparatur! Dann 
bei einer kleinen Mucke, Rumms! Ok, ich hatte noch einen anderen im 
Backup, Mucke gerettet.
Zuhause die Kiste untersucht, wieder einige Transen durch. Davon habe 
ich einen aufgemacht (besser der war ja schon fast auf) und siehe da: In 
dem großen Gehäuse war irgendwo ein winziges Siliziumquadraht verbaut, 
die Bonddrähte waren nur mit der Lupe zu sehen, die konnten nie und 
nimmer den Strom verkraften! Von den ursprünglichen habe ich dann auch 
noch einen aufgepellt, sehr viel größeres Silizium, doppelte Bonddrähte, 
kein Vergleich zum Billigprömpel!

Dann bei einem mir als sehr seriös bekannten Berliner Händler gekauft. 
Die waren deutlich teurer, sahen aber auch nicht haargenau so aus wie 
die original Toshibas (2SA1943/2SC5200). Zuhause getestet, die 2SC5200 
(oder warens die 2SA..., egal) hatten kaum Stromverstärkung (soll bei 
Suffix O  80-160, ist nur 10-15) gingen also retour. Tja, auch die 
bekannten Berliner können auf einen Betrügerlieferanten reinfallen. Die 
haben mir die natürlich umgetauscht. Dann eingebaut, an 
3200Watt-Lastwiderstand ellenlang getestet, alles iO!

Also, wer mit seinen mit billigen Dingern reparierten PAs nicht 
plötzlich mit runterhängender Hose dastehen will, der sollte schon ein 
paar Euronen investieren. 1,50-3Euro dafür sind nicht Abzocke, sondern 
bei Einzelabnahme durchaus ein üblicher Preis. Wenn die von einem 
einzigen Händler für ein paar läppische Cent angeboten werden, muss da 
irgendwo ein Haken sein.

Old-Papa

Autor: Johannes (Gast)
Datum:

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> Würde von den Transistoren bei reichelt auch doppelt bestellen

Was soll das bringen? Wenn der eine nicht funktioniert bzw. nicht die 
Leistung bringt, dann wird der andere auch nicht funktionieren.

Autor: Old Papa (old-papa)
Datum:

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Elena schrieb:
> Das ist völliger Quatsch! Wann immer ich bei Reichelt bestellt habe,
> bekam ich ertsklassige Ware. Natürlich ist das nicht immer der
> Originalhersteller, sondern oft ein Secondsource-Fabrikat. Deswegen ist
> der Preis ja auch bis zu einer Größenordnung günstiger als woanders. Das
> heißt aber nicht, daß das Schrott ist. Das ist doch absurd!

Tja, ist es nicht eher "absurd", wenn die zu einem Bauelement ein 
Datenblatt eines Markenherstellers angeben und dann nur diese billigen 
"Secondsource-Fabrikate" (für mich eher "Falsifikate") liefern?
Ich würde dafür noch viel stärkere Adjektive bereit halten, als nur 
"absurd". Im Netz werden hier und da Fälschungen (ja, Fälschungen!) 
vorgestellt und nicht selten (eher....) wird in diesem Zusammenhang der 
Name "Reichelt" genannt. Ob das nun so ist oder nicht, irgendwie muss 
der billige Preis ja herkommen. Wer dabei an günstigen Großeinkauf 
glaubt, der glaubt auch, dass Babys nur dann kacken, wenn sie eine 
Windel umhaben ;-)

Old-Papa

Autor: Alexander (Gast)
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Danke Old-Papa,

ein ganz ganz klein wenig fühl ich mich jetzt besser...

Genau dieses, was du bestätigst, wollte ich den Endstufen-"Profis" hier 
rüberbringen.


Wir scheinen die gleiche Vergangenheit durchgemacht zu haben.....


Und noch ein Irrtum von den Gutgläubigen weiter oben :

Es gibt auf Halbleiter KEINE Gewährleistung !
Da tauscht euch Reichelt nichts um, sie haben euch ja den bestellten 
Transistor-Typ verkauft - bloß halt eine chinesische Nach-"Empfindung".

Warum sind hier manche bloß so naiv ?

Mag daran liegen, das die berühmte Weisheit erst im Alter kommt.

"Erfahrung ist ein langer Weg und eine teure Schule"

Alexander(56)

Autor: ArnoR (Gast)
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Alexander schrieb:
> Da tauscht euch Reichelt nichts um

War früher jedenfalls mal anders. Da haben die von mir eine ganze Ladung 
3A-Schottky-Dioden zurückgenommen, die bei 65°C 2A Sperrstrom hatten. 
War wohl auch alles Müll, was die da unter gutem Namen verkauft hatten.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Ich sag mal so: Das Problem mit Reichelt ist bekannt. Gibt schon den 
einen oder anderen Thread darüber hier.

Ich persönlich kaufe bei Reichelt gerne Passive Bauteile / Mechanische 
Bauteile und generell Bauteile, wo eindeutig ein Hersteller (nicht: 
DIVERSE) angegeben ist.
Den Rest kaufe ich sehr gerne bei darisus oder TME, manchmal auch CSD. 
Alle sind ähnlich günstig wie Reichelt, verkaufen aber das, was dort 
angegeben ist. Öfter ist sogar mal ein Chip von zwei Herstellern zur 
Auswahl. Es gibt gerade in der heutigen Internet-Zeit sehr gute 
Alternativen für Reichelt.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Seit Angelika den Laden an die Schweizer verkauft hat ist zumindest der 
Punkt schon mal besser geworden.

Bei vielen IC`s/Transen stehen jetzt öfters auch Hersteller, und dann 
kriegt man idr. auch den Typ.


Ach ja, Thema Ersatzlieferung falls nicht verfügbar, da steht ein 
schöner Absatz in den AGB`s:
Bei Nichtverfügbarkeit der Ware werden wir Sie benachrichtigen, sobald 
eine Terminbestätigung des Lieferanten vorliegt, in der Regel 3 Tage 
nach Eingang der Bestellung. Wir behalten uns vor, Ihnen eine nach Preis 
und Qualität gleichwertige Ware zuzusenden. Bei Nichtgefallen können Sie 
diese kostenlos zurückgeben.

Autor: Alexander (Gast)
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Andreas K. schrieb:
> Wir behalten uns vor, Ihnen eine nach Preis
> und Qualität gleichwertige Ware zuzusenden. Bei Nichtgefallen können Sie
> diese kostenlos zurückgeben.

Ja schön, nett von denen,
ich liebe es dreimal zur Post zu rennen in einer  Woche.

Rücksendekosten ?

Zeitvergeudung ?

Warum nicht gleich einen Lieferanten mit Datenblatt-konformer Ware ?

Simon K. macht es richtig...

Autor: Joachim K. (minifloat)
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Andreas K. schrieb:
> Wir behalten uns vor, Ihnen eine nach Preis
> und Qualität gleichwertige Ware zuzusenden.

Diesen Satz finde ich bedenklich:
Preis ist garantiert gleich.
Qualität ist wohl auch gleich.
Funktion muss nicht gleich sein bzw. ist egal?
SCNR pfeif mfg mf

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Ich sags mal so: Wer 1000 Geräte im Monat repariert und dann 50 Cent pro 
Transistor einspart macht natürlich 500 Euro plus im Monat.

Doch gerade dies Leute werden tunlichst drauf achten, dass sie keinen 
Schrott bestellen und einbauen.

Wo kaufen die Leute ein, die das Zeugs in großen Mengen ZUVERLÄSSIG 
brauchen?

Bei DIESEN Lieferanten sollte man kaufen, auch wenn es mal etwas mehr 
kostet.
Wer nur ab und dann mal EINEN Transistor wechselt (oder halt ne 
überschaubare Zahl) für den dürfte sich ein Schrottlieferant noch 
weniger lohnen als für die, die für viele hundert Geräte Garantie geben 
müssen.

Autor: Om Pf (ompf)
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Alexander schrieb:

> Es gibt auf Halbleiter KEINE Gewährleistung !
> Da tauscht euch Reichelt nichts um, sie haben euch ja den bestellten
> Transistor-Typ verkauft - bloß halt eine chinesische Nach-"Empfindung".

Wer sagt denn sowas? Das Gewährleistungsrecht ist gesetzlich geregelt, 
da kann die Angelika hinten in ihren Katalog reinschreiben was sie will. 
Notfalls erklärt ihr das Dein Anwalt nochmal in einem kurzen Schreiben.

Allerdings sollte man schon nachweisen können, dass die Bauteile 
tatsächlich defekt oder nicht spezifikationskonform waren. Fotos vom Die 
helfen da, ebenso wie Messungen am noch nicht verbauten Teil.

Es ist verständlich, dass sich ein Händler dagegen absichern will, dass 
jeder seinen verbastelten Schrott zurückschickt und meint, das wäre 
vorher schon kaputt gewesen.


Patrick

Autor: Om Pf (ompf)
Datum:

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Oder um RA König aus de.sci.electronics zu zitieren:

"(...) das, was insbesondere Versandhändler in ihre AGBen schreiben, ist 
nun wirklich kein Maßstab für irgendetwas --- außer als Aussage darüber, 
was Versandhändler gerne in ihre AGBen schreiben. "

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Michael K-punkt schrieb:
> Ich sags mal so: Wer 1000 Geräte im Monat repariert und dann 50 Cent pro
> Transistor einspart macht natürlich 500 Euro plus im Monat.
>
> Doch gerade dies Leute werden tunlichst drauf achten, dass sie keinen
> Schrott bestellen und einbauen.

Das ist zweifellos bei jemanden der der richtig rechnen kann zweifellos 
richtig. Die Fehlersuche und Reklamationen aufgrund von 
minderwertiger/Defekter Ware kosten ein vielfaches des eingesparten 
Geldes...
Es muss ja nicht einmal die ganze Lieferung "schlecht" sein. Es reicht 
ja zum Beispiel aus das aufgrund mangelder QS beim Hersteller 10% der 
Bestellung Murks sind. Selbst wenn die restlichen 90% TOP sind wird das 
im Ergebniss viel mehr kosten als wenn man für den dreifachen Preis 
garantiert einwandfreie Ware kauft.
Erst bei sehr großen Preisunterschieden kann sich soetwas rechnen, wenn 
man gleich den Aufwand der eigenen Prüfung von Bauteilen mit 
einkalkuliert.


Michael K-punkt schrieb:>
> Wo kaufen die Leute ein, die das Zeugs in großen Mengen ZUVERLÄSSIG
> brauchen?
Dieser Personenkreis wird wohl zu großen Teilen direkt bei einem 
Distributor kaufen der einzig direkt vom Hersteller kauft und wirklich 
die Spezifikation garantiert. Ausnahme mögen da vieleicht noch einige 
Wenige Spezialversender im Radio-/TV Servicebereich darstellen. Da 
stehen im KAtalog dann halt nicht nur BC548a/b/c sondern selbst bei so 
einem simplen Feld-/Wald- und Wiesentyp gleich eine reihe 
unterschiedlicher Typen die bei Reichelt alle in denselben 
Schüttcontainer gekippt werden würden.
Auch hier als "zuverlässigere" Händler wie Darisius, CSD usw. spielen in 
diesem Umfeld keine Rolle mehr.


Michael K-punkt schrieb:
> Bei DIESEN Lieferanten sollte man kaufen, auch wenn es mal etwas mehr
> kostet.
> Wer nur ab und dann mal EINEN Transistor wechselt (oder halt ne
> überschaubare Zahl) für den dürfte sich ein Schrottlieferant noch
> weniger lohnen als für die, die für viele hundert Geräte Garantie geben
> müssen.
Das Probelm hier wird aber sein, das diese Händler an den "kleinen 
Bastler" nichts verkaufen wollen. Selbst diejenigen da drunter die den 
Verkauf an Privat nicht 100% Ausschließen haben Mindestbestellwerte 
unter denen die gar nicht erst Tätig werden oder aber wie beim Beispiel 
Mouser&Digikey aufgrund ihrer Lage im Ausland soviel an Gebühren 
verlangen das es sich nicht lohnt.

Gruß
Carsten

Autor: Elena (Gast)
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>Tja, ist es nicht eher "absurd", wenn die zu einem Bauelement ein
>Datenblatt eines Markenherstellers angeben und dann nur diese billigen
>"Secondsource-Fabrikate" (für mich eher "Falsifikate") liefern?

Nein, tun sie doch gar nicht. Sie geben das Datenblatt des 
Secondsource-Fabrikats an und versenden auch dieses 
Secondsource-Fabrikat!

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Ingolf O. schrieb:
> Der Verkauf minderwertiger Transistoren ist kein Privileg von Reichelt!
> Mehr oder weniger, ob wissentlich oder unbeabsichtigt, kann das jedem
> passieren. Da machen die Japan-Transen absolut keine Ausnahme, sind sie
> doch auch beliebt bei No-Name-Produzenten, die beim Materialeinsatz
> sparen und bei recht geringen Belastungen schon zerfliegen.

JA- Das ist zweifellos richtig. Wobei Reichelt aufgrund ihres 
GEschäftsmodells dafür etwas anfälliger ist als viele andere.

Entweder haben es viele Verdrängt oder es war vor Ihrer Zeit wie 
REichelt groß geworden ist! Zu einer Zeit wo selbst einfache 
Transistoren richtig Geld gekostet haben und Für Bastler auch kaum 
verfügbar waren hat REichelt damit angefangen einmal REstbestände von 
Firmen mit Serienproduktion von Elektronischen GEräten aufzukaufen, zum 
anderen in Asien diverse No Name produkte aufzukaufen und selbst die 
Eigenschaften zu testen um so Ersatztypen für hier in DL teuer 
gehandelte Transistoren mit ähnlichen Eigenschaften zu finden.

Wenn man dann zum Beispiel BD488 bestellte, dann bekam man ein kleines 
Papiertütchen mit einer mit Schreibmaschinenaufschrift "BD488 ÄHNLICH".
Im inneren der Tüte fanden sich dann Transistoren ganz ohne Stempel oder 
mit undefinierbaren Asiatischen Schriftzeichen...
(Wers nicht glaubt - Ich habe solche Tütchen mit Inhalt hier liegen...)
Für Bastler war das damals aber eine der wenigen Möglichkeiten günstig 
auch an speziellere Transistoren zu kommen.

Natürlich ist es heute um WELTEN proffessioneller.

Aber der Grundgedanke der dahinter Steckt ist immer noch derselbe. 
Reichelt bekommt die günstigen Preise nicht einzig durch die großen 
Einkaufsmengen...
Die günstigen Preise sind dadurch möglich das nach wie vor günstige 
"second source" Produkte oder aber auch REstposten von diversen anderen 
Quellen aufgekauft werden  (IC Broker, Firmen nach 
Produktionsumstellungen usw. Je nachdem wer gerade etwas günstiges 
Anzubieten hat. Natürlich kann das auch kombiniert sein, also "second 
Source" Produkte von einem Zwischenhändler)
Auf diesen Weg ist es natürlich dann auch möglich das -wie überall wo 
die Kette nicht Lückenlos bis zum Hersteller Rückverfolgbar ist- auch 
mal Fälschungen oder minderwertige Ware in den Kreislauf kommt.
Je wertvoller und begehrter die Bauteile sind um so größer ist natürlich 
die Gefahr.

Dies könnte man nur sicher verhindern in dem man entweder nur noch 
direkt beim Originalhersteller einkauft, - oder aber - eine wesentlich 
strengere Eigenkontrolle einführt. Beides würde den Verkaufspreis aber 
erhöhen...
Dann hätte man dasselbe Preisniveau wie die echten Distris auch.
Immerhin liegen die bei vielen Bauteilen die Endkundenverkaufspreise 
sogar deutlich unter meinen Einkaufpreisen bei vielen Großhändlern...

Daher sind die ganzen Pauschalaussagen immer Falsch. Sowohl das Reichelt 
-nur- minderwertige Waren liefert als auch das es immer erstklassige 
Qualität ist. In gewisser Weise ist es ein Glückspiel mit gewissen 
Einsatz...
Wer Sicherheit braucht muss halt bei einem Distri kaufen der einzig und 
garantiert nur bei dem Hersteller kauft. Das kostet halt mehr.

Gruß
Carsten

Autor: Andreas K. (derandi)
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Alexander schrieb:
> Ja schön, nett von denen,
> ich liebe es dreimal zur Post zu rennen in einer  Woche.
>
> Rücksendekosten ?
>
> Zeitvergeudung ?

Bis auf den Zeitaufwand alles kein Thema.
Jedes Päckchen von Reichelt kommt mit einer Retourenmarke. Einfach aufs 
Paket kleben und zur Post bringen, fertig.
Porto wird einem dann im Nachhinein berechnet, falls die Rücksendung 
nicht kostenlos war.

Wie gesagt, wenn im Onlineshop ein Hersteller aufgeführt ist kriegt man 
den auch, wenn da keiner steht kauft man eben Wahre aus der 
Grabbelkiste.
Wenn nicht entspricht die Ware nicht der Beschreibung, einwandfreier 
Grund für eine Reklamation.


Ganz davon abgesehen, wenn man schon 50 Cent sparen will und bei 
Reichelt bestellt muss man entweder damit leben können oder sich mit 
"richtigen Distributoren" rumärgern, inklusive (verdeckten) 
Kleinmengenzuschlag.
Man muss ja nicht bei Reichelt einkaufen.

Autor: Alexander (Gast)
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Keiner pauschalisiert hier - nur Einstiegsthema waren die 
Endstufen-Transistoren und da ist halt Reichelt unten durch bei vielen 
Leuten im Netz

Phil - ich sage dir - kaufe deine Transistoren NICHT dort, wenn du 
Erfolg haben willst.


Andreas K. schrieb:
> Man muss ja nicht bei Reichelt einkaufen.

Mache ich seit damals auch nicht mehr.

Elena - arbeitest du zufällig bei Reichelt ...?

Autor: Elena (Gast)
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>Elena - arbeitest du zufällig bei Reichelt ...?

Nein. Ich habe einfach bis jetzt keine schlechten Erfahrungen gemacht. 
Aber vielleicht würde ich ähnlich reagieren, wenn ich mal Ausschuß 
bekommen hätte.

Verkauft Reichelt Second-Source? Ja. Ist das automatisch Schrott? Nein, 
ich denke nicht.

Viele Transistoren von Reichelt scheinen von der Firma "Inchange 
Semiconductor" zu kommen. (Ein Verlinkung wird hier nicht zugelassen...)

Jedenfalls verweisen viele Datenblätter darauf. Wenn du dieser 
chinesischen Firma nicht vertraust, darfst du von Reichelt keine 
Transistoren kaufen. Ganz einfach.

Aber auch die "Großen" wie RS und Farnell sind oft nicht das Gelbe vom 
Ei. Viele Halbleiter kommen nicht im ESD-Beutel, sondern in irgendeinem 
Plastiktütchen. Eine anständige ESD-Verpackung sollte eigentlich eine 
Selbstverständlichkeit sein, wenn man ein kleines Vermögen für den 
Einzeltransistor und die horrenden Verpackungskosten hinblättern muß...

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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Elena schrieb:
> Nein, tun sie doch gar nicht. Sie geben das Datenblatt des
> Secondsource-Fabrikats an und versenden auch dieses
> Secondsource-Fabrikat!

Doch, mir ist das in der Vergangenheit schon passiert. Datenblatt eines 
Markenherstellers aber die Ware aus irgendeinem asiatischen Sumpf 
gezogen.

Mit den Datenblättern nimmt das Reichelt nicht so genau.

Eine Minute suchen und es finden sich Dinge die nicht stimmen. Auf der 
der Artikelseite des uA7805 (im Original von TI) wird behauptet, der 
Hersteller sei Taiwan Semiconductors, verlinkt sind aber zwei 
Chinaböller Datenblätter von Estek. Beim uA7812 wird auch behauptet, der 
Hersteller sei Taiwan Semiconductors. Dafür werden Datenblätter von 
Taiwan Semiconductors, natürlich wieder Estek (auf die war Reichelt in 
der Vergangenheit besonders geil) und SGS-Thomson angeboten.

Reichelt interessiert das alles nicht. Aber du kannst das am Montag 
ändern, wenn du wieder an deinem Arbeitsplatz bei Reichelt sitzt.

Autor: Elena (Gast)
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>Reichelt interessiert das alles nicht. Aber du kannst das am Montag
>ändern, wenn du wieder an deinem Arbeitsplatz bei Reichelt sitzt.

Okay, ich werde mit der Angela mal ein ernstes Wörtchen reden, so von 
Frau zu Frau...

Autor: fragi (Gast)
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> Viele Halbleiter kommen nicht im ESD-Beutel, sondern in irgendeinem
> Plastiktütchen.

Ich bestelle schon ziemlich lange bei den genannten Lieferanten und habe 
noch nie einen Halbleiter ohne ESD-Tütchen bekommen ;))

In diesem Zusammenhang finde ich Conrad immer so toll. Da bekommt man 
die Halbleiter zusammen mit Schrauben&co im Brotpapier (sieht genauso 
aus wie das Material in dem man einen Döner oder so serviert bekommt 
^^). Ist immer lustig wenn man bei denen an der Bauteiltheke steht und 
die empfindliche Halbleiter einfach so aus einer Plastickschale grabbeln 
und dann in diese Brottüte schmeißen.

^^

Autor: Johannes (Gast)
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> Da bekommt man die Halbleiter zusammen mit Schrauben&co im Brotpapier...

Wobei ihm mal vermuten würde, dass dieses Papier aus ESD-Sicht gar nicht 
so schlecht ist. Das Thema ESD sollte man im privaten Bereich auch nicht 
überbewerten, so empfindlich sind die meisten Bauteile dann auch wieder 
nicht.

Viel gefährlicher als ein Bauteilschaden durch eine nicht-ESD Verpackung 
sind eigentlich elektrostatische Entladungen, die z.B. durch 
Kunststoff-Fussboden/Teppichboden entstehen, und man dann ein 
Bauteil/Platine anfasst, ohne sich vorher zu entladen.

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Mal so als Beispiel:Kaufe bei Darisius Markentransen z.B. 
2SAxxxx/2SDxxxx aus dem Hause Matsushita, dann ist die 
Wahrscheinlichkeitsrate auch recht hoch, Schrott erhalten zu haben -> 
http://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/show...

Autor: Elena (Gast)
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Also, wo gibt es jetzt echte Markentransistoren? Hat einer eine gute 
Quelle, wo man auch Exoten bekommt? Den obigen 2SA1491 hat weder RS, 
noch Farnell noch Bürklin! Man könnte es beim Hersteller des Verstärkers 
probieren, also Yamaha. Aber das dürfte astronomisch teuer werden, oder?

Alexander, wo würdest DU den 2SA1491 bestellen?

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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fragi schrieb:
>> Viele Halbleiter kommen nicht im ESD-Beutel, sondern in irgendeinem
>> Plastiktütchen.
>
> Ich bestelle schon ziemlich lange bei den genannten Lieferanten und habe
> noch nie einen Halbleiter ohne ESD-Tütchen bekommen ;))
>
> In diesem Zusammenhang finde ich Conrad immer so toll. Da bekommt man
> die Halbleiter zusammen mit Schrauben&co im Brotpapier (sieht genauso
> aus wie das Material in dem man einen Döner oder so serviert bekommt
> ^^). Ist immer lustig wenn man bei denen an der Bauteiltheke steht und
> die empfindliche Halbleiter einfach so aus einer Plastickschale grabbeln
> und dann in diese Brottüte schmeißen.
>
> ^^

Also meine letzten MOSFET die ich dort an der Theke gekauft habe wurden 
alle ordentlich in gelben ESD-Dosen verpackt. Und ich wüsste nicht, 
warum man für den Rest den Kunststoffabfall hierzulande künstlich 
anheizen sollte. Selbst eine große bekannte Hamburger-Fast-Food-Kette 
hat sich schon lange erkannt, dass man einen Burger oder Chickenteilchen 
nicht im Styroporkästchen an die Kunden weiterreichen muss. Dazu reicht 
ein Pappkästchen oder Wachspapier.

Anmerkung: Das mit dem "gelb" nehme ich zurück. Das waren die vom 
Völkner. Der C hatte durchsichtige.

Autor: Alexander (Gast)
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Elena schrieb:
> Alexander, wo würdest DU den 2SA1491 bestellen?

Wenn es ernsthaft nicht möglich ist, genau diesen Typ zu finden, dann 
sollte es anhand des Einsatzzweckes und der geforderten Eigenschaften 
nicht schwer sein, ein verbessertes und/oder Äquivalent-Produkt zu 
ordern.

Es gibt sehr viele Leistungstransistoren für PA-Endstufen, die in den 
Parametern ähnlich sind.

Suchen werde ich jetzt nicht....

Autor: Elena (Gast)
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>Wenn es ernsthaft nicht möglich ist, genau diesen Typ zu finden, dann
>sollte es anhand des Einsatzzweckes und der geforderten Eigenschaften
>nicht schwer sein, ein verbessertes und/oder Äquivalent-Produkt zu
>ordern.

Ja klar. Aber wo? Welchen Händler empfiehlst du?

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Yamaha ;)

Gruß,
Magnetus

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Elena schrieb:
> Man könnte es beim Hersteller des Verstärkers probieren, also Yamaha.
> Aber das dürfte astronomisch teuer werden, oder?

Die Frage ist: Was verstehst du unter "astonomisch teuer"?

Yamaha hat eigentlich recht humane Ersatzteilpreise. Ich kann Anfang 
kommender Woche mal nachsehen was Yamaha für den 2SA1491 / 2SC3855 
verlangt.

Gruß,
Magnetus

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Elena schrieb:
>>Reichelt interessiert das alles nicht. Aber du kannst das am Montag
>>ändern, wenn du wieder an deinem Arbeitsplatz bei Reichelt sitzt.
> Okay, ich werde mit der Angela mal ein ernstes Wörtchen reden, so von
> Frau zu Frau...
Ok, du arbeitest nicht bei Reichelt, oder hast den Arbeitgeberwechsel 
nicht mitbekommen... ;-)

Autor: ElCattivo (Gast)
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..und das sie Angelika heisst...

Autor: Alea Saccari (Gast)
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Autor: Elena (Gast)
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>Die Frage ist: Was verstehst du unter "astonomisch teuer"?

Naja, ich hatte mal von Sony einen Mikroschalter eines Autoradios zum 
Austauschen. Das Originalteil hat dann mit Versand um die 30Euro 
gekostet...

Am einfachsten ist es, wenn man seinem Kunden erzählen kann, daß die 
Reparatur ein Orginalersatzteil verlangt, daß man direkt beim Hersteller 
ordern muß, wenn man beispielsweise einen Fader eines Mackies 
austauschen muß. Da gibt es dann keine Alternative und der Kunde bezahlt 
dann einfach den Preis. Schwieriger wird es, wenn man einen 
Allerweltstransistor austauschen muß und der Kunde sich dann über die 
hohen Kosten wundert, weil man das Teil beim Hersteller geordert hat und 
nicht beim billigen Versandhandel.

>Ok, du arbeitest nicht bei Reichelt, oder hast den Arbeitgeberwechsel
>nicht mitbekommen... ;-)

Jetzt ist aber echt gut, Jungs.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Alea Saccari schrieb:
> http://altradio.de/html/endstufenstransistoren.html

super, halb oxidiert, hauptsache marken-ware ? Sowas kannst du ruhig 
wegschmeissen.

Autor: Michael Buesch (mb_)
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Platinenschwenker .. schrieb:
> Anmerkung: Das mit dem "gelb" nehme ich zurück. Das waren die vom
> Völkner. Der C hatte durchsichtige.

Vor ein paar Wochen bestellte ich ein paar SMD EEPROMs bei Conrad und 
die wurden in gelben im Querschnitt quadratischen Röhrchen mit ESD 
Symbol drauf geliefert.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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ElCattivo schrieb:
> ..und das sie Angelika heisst...
Hieß...  :-o

Wobei mir gerade auffällt:
Geschäftsführer:
Ulf Timmermann, Hermann Herzog, Friedel Grunwald
Wo sind die Schweizer hin?

Autor: Jörg (Gast)
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Ich persönlich habe mit den von Reichelt gelieferten ISC Transistoren 
auch keine guten Erfahrungen gemacht.
Gerade bei den Yamaha PA Endstufen wird die SOA schon überfahren, die 
Sanken können das wohl besser verkraften als die ISC von Reichelt.
Die ISC haben auch eine recht grosse Streuung, ich hatte je 50 Stück 
bestellt um 12 annähernd "gleiche" Transistoren zu finden.

Ich setze die ISC Leistungs Transistoren von Reichelt nur noch in 0815 
Schaltungen ein.


Reichelt hat so um ca. 2005 wirklich gefälsche ON Leistungstransistoren 
verkauft. Reichelt hatte behauptet "die sind original" und war am 
Telefon sehr unverschämt. Habe damals dann mit ON in München direkt 
gesprochen und denen die falschen geschickt.
Mir wurde dann auch bestätigt das die Transistoren keine Originale 
waren.
ON hat mir sogar kostenlos 30 originale als Sample gschickt.
Habe mich dann nochmal bei Reichelt schriftlich beschwert, da kam nur 
zurück das man nichts von gefälschten Halbleitern wisse und das mann 
alle Bauteile direkt von den Herstellern beziehen würde.

Grüsse

Autor: Alexander (Gast)
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Thomas R. schrieb:
> super, halb oxidiert, hauptsache marken-ware ? Sowas kannst du ruhig
> wegschmeissen.

Was erzählst du da ??!
--- Stuss ---

Wenn der Mann dort wirklich Originale anbietet - und das sieht so aus, 
dann sollte jetzt ein Wettlauf der  "Reparateure" von Endstufen 
stattfinden...

Elena du suchtest doch ?

Autor: Platinenschwenker .. (platinenschwenker)
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Michael Buesch schrieb:
> Platinenschwenker .. schrieb:
>> Anmerkung: Das mit dem "gelb" nehme ich zurück. Das waren die vom
>> Völkner. Der C hatte durchsichtige.
>
> Vor ein paar Wochen bestellte ich ein paar SMD EEPROMs bei Conrad und
> die wurden in gelben im Querschnitt quadratischen Röhrchen mit ESD
> Symbol drauf geliefert.

Ah OK, für Bestellungen nutze ich weitgehend Voelker, deswegen weiß ich 
nicht was der C da verwendet.

Autor: Alexander (Gast)
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... und auch Jörg bestätigt voll und ganz meine Erfahrungen mit dem 
Zeugs von Reichelt...

Danke

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Alexander schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> super, halb oxidiert, hauptsache marken-ware ? Sowas kannst du ruhig
>> wegschmeissen.
>
> Was erzählst du da ??!
> --- Stuss ---
>
> Wenn der Mann dort wirklich Originale anbietet - und das sieht so aus,
> dann sollte jetzt ein Wettlauf der  "Reparateure" von Endstufen
> stattfinden...

Die Teile liegen bei dem schon 20 Jahre rum, da wird schon die eine oder 
andere Oxidschicht sich gebildet haben.

Autor: Alea Saccari (Gast)
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@ Thomas R.
>super, halb oxidiert, hauptsache marken-ware ? Sowas kannst du ruhig
>wegschmeissen.

Bla,Bla!!!

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Jörg schrieb:
> Gerade bei den Yamaha PA Endstufen wird die SOA schon überfahren,
Das ist ja aber wohl eher dem Design anzukreiden, als dem Datenblatt des 
Tansistors.
> Sanken können das wohl besser verkraften als die ISC von Reichelt.
Wenn man sich schon mal auf sowas verlassen muß...  :-/

Denn: von jetzt auf nachher kann locker auch Sanken (sogar ohne jegliche 
PCN) seine Transen so ändern, dass sie besser zum Datenblatt passen...

Autor: Jörg (Gast)
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@Lothar Miller

im Prinzip schon richtig, aber Sanken hat viele Typen als einziger 
Hersteller gebaut und ISC hat die Bezeichnung und auch die Angaben im 
Datenblatt 1:1 übernommen, aber trotzdem sind die ISC nicht 100% gleich 
und deshalb bei "kritischen" Anwendimgen fehl am Platz.


Bei Reichelt hab ich in letzter Zeit auch gesehen das explizit ein 
Hersteller angegeben wird, das läst ja hoffen :)

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Elena schrieb:
> Naja, ich hatte mal von Sony einen Mikroschalter eines Autoradios zum
> Austauschen. Das Originalteil hat dann mit Versand um die 30Euro
> gekostet...

Sony hat Ersatzteilpreistechnisch zu 95% sowieso einen an der Birne.

Gruß,
Magnetus

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Magnus Müller schrieb:
> Elena schrieb:
>> Naja, ich hatte mal von Sony einen Mikroschalter eines Autoradios zum
>> Austauschen. Das Originalteil hat dann mit Versand um die 30Euro
>> gekostet...
>
> Sony hat Ersatzteilpreistechnisch zu 95% sowieso einen an der Birne.
>
> Gruß,
> Magnetus

Wie ging da noch die Werbung?       It´s a Sony!

Autor: Old Papa (old-papa)
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Thomas R. schrieb:
> super, halb oxidiert, hauptsache marken-ware ? Sowas kannst du ruhig
> wegschmeissen.

Was hat man Dir denn in den Tee getan?

Old-Papa

Autor: Old Papa (old-papa)
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Simon K. schrieb:
>
> Die Teile liegen bei dem schon 20 Jahre rum, da wird schon die eine oder
> andere Oxidschicht sich gebildet haben.

Also ich habe hier noch Transistoren aus der Anfangszeit (PNP-Gremanium 
im TO3), die sind blank wie das Konto eines Porschefahrers ;-) Warum 
sollen die auch oxydieren? Nun ja, in einen Materialprüflabor wird man 
da sicher etwas auf der Oberfläche finden, doch was ist daran so 
schlimm? Und die Kisten mit den berüchtigen KD6xx von Tesla sehen auch 
noch alle gut aus. Warum soll ich die nicht mehr einsetzen wo die 
passen?

Old-Papa

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Old -papa schrieb:
> Warum
> sollen die auch oxydieren? Nun ja, in einen Materialprüflabor wird man
> da sicher etwas auf der Oberfläche finden, doch was ist daran so
> schlimm? Und die Kisten mit den berüchtigen KD6xx von Tesla sehen auch
> noch alle gut aus. Warum soll ich die nicht mehr einsetzen wo die
> passen?
>
> Old-Papa

machst du Witze ?

Guck dir die bilder an

http://altradio.de/assets/images/A1491.jpg
http://altradio.de/assets/images/C3854.jpg
http://altradio.de/assets/images/A1106.jpg

das ist schrott, nicht mal 5cent wert.

Ich habe auch noch sachen aus den 70ern, gut gelagert allerdings,
da passiert auch kaum was.

Autor: Johannes (Gast)
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> das ist schrott, nicht mal 5cent wert.

Das kann man doch anhand der Bilder nicht beurteilen! Auch wenn die Pins 
etwas angelaufen sind, bedeutet das nicht, dass sie sich nicht mehr 
löten lassen.

Für eine Serienproduktion mit maschineller Lötung würde ich die auch 
nicht einsetzen; bei Handlötung ist das eher unkritisch. Wenn es 
Probleme gibt, nimmt man ein etwas aggressieveres Flussmittel.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Thomas R. schrieb:
> das ist schrott, nicht mal 5cent wert.

Ich sehe das hier auch etwas gespalten...
Johannes schrieb:
> Das kann man doch anhand der Bilder nicht beurteilen! Auch wenn die Pins
> etwas angelaufen sind, bedeutet das nicht, dass sie sich nicht mehr
> löten lassen.
Naja, die Bilder geben doch schon einen deutlichen Eindruck wieder. Und 
es sind sehr deutliche Korosionsspuren und krumme, (teilweise kurvig) 
verbogene Beinchen zu sehen. Alles Zeichen einer nicht wirklich tollen 
Lagerung. mindestens zweite Wahl.
Wenn mir ein Händler diese Ware als Reaktion auf eine "normale" 
Bestellung dieser Transistoren liefern würde, dann bekäme er die Links 
und Rechts um die Ohren gehauen. Als "zweite Wahl" wäre es aber OK...

Johannes schrieb:
> Für eine Serienproduktion mit maschineller Lötung würde ich die auch
> nicht einsetzen; bei Handlötung ist das eher unkritisch. Wenn es
> Probleme gibt, nimmt man ein etwas aggressieveres Flussmittel.

ICh würde noch etwas weiter gehen als Serienproduktion...
Also im gesammten Professionellen Bereich würde ich da kein besonders 
hohes zutrauen zu haben und diese nur als "letzte Möglichkeit" 
einsetzen.

Als Bastler der seine eine Endstufe repariert kann es aber durchaus eine 
Option sein...
Wobei ich auch da keinesfalls ein aggressives Flussmitel für die 
Verlötung nehmen würde -das hat auf Elektronikbaugruppen nichts 
verloren-

Da würde ich entweder eine VORSICHTIGE mechanische Reinigung oder wenn 
das dann nicht in Frage kommt ein mehrschrittiges arbeiten bestehen aus 
verzinnen unter zu hilfenahme aggressiver Substanzen, dann gründliche 
reinigung und erst anschließend das normale Einlöten vorziehen.

ABER
Das Argument das diese Transistoren keine Fälschungen sein KÖNNEN, 
einzig weil sie aus der Mitte der 90er stammen, das ist Blödsinn. Gerade 
bei hochwertigen Audiotransistoren sind Fälschungen bereits seit den 
frühen 80ern bekannt! (Auch unter den weiter oben verlinkten Artikeln zu 
Faketransistoren nachzulesen)
Wobei der Verkäufer hier ja Originalware garantiert, wenn also 
tatsächlich ein früher Fake darunter ist könnte man ihm locker die 
REchnung -auch für evtl. Folgeschäden wie Gleichrichter und Trafo- 
präsentieren...

Gruß
Carsten

Autor: Johannes (Gast)
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> Wenn mir ein Händler diese Ware als Reaktion auf eine "normale"
> Bestellung dieser Transistoren liefern würde, dann bekäme er die Links
> und Rechts um die Ohren gehauen.

Wenn der Händler von vorne herein sagt, dass die Teile 20 jahre alt 
sind, dann kann man nicht erwarten, dass die wie frisch produziert 
aussehen.

> Also im gesammten Professionellen Bereich würde ich da kein besonders
> hohes zutrauen zu haben und diese nur als "letzte Möglichkeit"
> einsetzen.

Die Reparatur von Unterhalungselektronik ist doch eher Bastelei; die 
Zeit die man für Fehlersuche, Tests, Reinigung der Platinen, Gehäuse 
auf- und zuschrauben, ... braucht ist viel größer als die für die 
eigentliche Reparatur selber.

Wenn man jetzt zum Löten eine Minute länger braucht, weil die Bauteile 
das Lötzinn nicht so schnell annehmen oder um Flussmittelrückstände 
abzuwaschen, ist das nicht wirklich ein Problem.

> Wobei ich auch da keinesfalls ein aggressives Flussmitel für die
> Verlötung nehmen würde -das hat auf Elektronikbaugruppen nichts
> verloren-

Ich hab damit nicht Lötfett oder ähnliches Zeug gemeint. Es gibt 
Lötdraht mit halogenaktiviertem Flussmittel; dieses ist aggressiver als 
die halogenfreien Flussmittel und trotzdem für Elektronik geeignet.

Man sollte es bei empfindlichen Platinen aber hinterher abwaschen, auch 
wenn die Hersteller sagen, dass man die Flussmittelreste drauflassen 
kann.

Autor: faustian (Gast)
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Funktioniert das 2S... System nicht eigentlich so dass ein Typencode 
immer EINEM Hersteller zugeordnet ist?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Alexander schrieb:

> mit Sicherheit werden diese Transistoren von Reichelt den geforderten
> dynamischen Belastungen im PA-Umfeld NICHT standhalten, wenn es sich
> nicht eindeutig um Markenware wie Sanken, Toshiba, Mitsubishi handelt.

Déjà-vu, das hatten wir alles schon einmal.  Damals habe ich mit
einer Messung nachgewiesen, dass der (im damaligen Thread) strittige
Transistor durchaus in der Lage ist das einzuhalten, was er laut
Datenblatt (*) verspricht:

Beitrag "Re: ### Gefälschte Transistoren !"

(*) Datenblatt des tatsächlichen Herstellers (ISC), das allerdings in
den wesentlichen Parametern mit dem Datenblatt von Sanken überein
stimmte.

Inzwischen habe ich sogar einen fetten Netzteil und könnte solch eine
Messung auch jenseits der 12 V (aus Bleiakkus) wiederholen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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faustian schrieb:
> Funktioniert das 2S... System nicht eigentlich so dass ein Typencode
> immer EINEM Hersteller zugeordnet ist?

Nein, aber er ist einem Transistor (definiert durch seine Daten)
zugeordnet.  Wenn du dir den alten Thread durchliest, wirst du
sehen, dass der chinesische Hersteller sich durchaus Mühe gegeben
hat, mit dem japanischen Standardisierungskram konform zu gehen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Damals habe ich mit
> einer Messung nachgewiesen, dass der (im damaligen Thread) strittige
> Transistor durchaus in der Lage ist das einzuhalten, was er laut
> Datenblatt (*) verspricht:

p.s.: Das allein heißt natürlich nicht, dass der entsprechende
Sanken-Transistor möglicherweise sehr viel besser sein könnte, als
sein Datenblatt behauptet.  Das würde bei einer konkreten Schaltung
dann sehr wohl dazu führen können, dass der Ersatztyp irgendwann
"plopp!" macht — allerdings muss man dann der Ehrlichkeit halber
auch feststellen, dass die Schaltung in einem solchen Falle wohl
fehldimensioniert war und den Transistor einfach mal über seinen
zugestandenen Grenzdaten betrieben hat.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Also ich unterscheide hier Zweierlei:

1. Den (unter anderem chinesischen) Nachbauer, der sich Mühe gibt, 
möglichst nahe an die Daten des Originals zu kommen.
2. Den (u.a. cinesischen) Fälscher, der irgendwo ungestempelte 
Halbleiter beschafft und je nach Marktlage mal fix die Stempelmaschine 
in China (oder gar in "Sande") anwirft um irgendwas auf halbwegs 
passende Gehäuse zu drucken (ja, oder zu lasern).

Bei 1. würde ich noch vermuten, dass das in vielen Fällen ganz gut geht.
Bei 2. fliegt der ganze Krempel bei der gringsten Normbelastung durch 
die Gegend.
Die ganzen Threads in diversen Foren beziehen sich doch immer auf die 
Situation unter 2.! Zumindest ist das mein Ansatz.
Da man aber selten sicher sein kann, dass man bei den Nachahmerprodukten 
nun nach 1. oder nach 2. geliefert bekommt, versuche ich immer Originale 
zu bekommen.


@Thomas R.
Warum soll ich Witze machen? Was ist denn schon auf den Fotos zu sehen? 
Ja, Halbleiter, die wahrscheinlich im Laufe der Jahre ein paar Mal 
umgelagert wurden. Die Flecken müssen ja nun nicht unbedingt heftige 
Korrosion sein. Ein Transistor der trocken und ordentlich gelagert ist, 
nutzt sich auch nicht mehr ab, als ein Transistor, der in einem alten 
Verstärker sein Leben fristet. Warum auch?

Old-papa

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Jörg Wunsch schrieb:
> -allerdings muss man dann der Ehrlichkeit halber
> auch feststellen, dass die Schaltung in einem solchen Falle wohl
> fehldimensioniert war und den Transistor einfach mal über seinen
> zugestandenen Grenzdaten betrieben hat.

OH Ja,
ICh meine gerade im Kopf zu haben das es bei einigen Herstellern sogar 
usus ist/war in Leistungsteilen speziell selektierte Transistoren einer 
Serie einzusetzen um diese dann über die SOA der Serie hinaus zu 
belasten, anstelle einfach den nächstgrößeren zu wählen.
Baut man dann einen Transistor aus dem freien Handel ein ist die 
Wahrscheinlichkeit hoch das der bald wieder stirbt. Glücksache wenn es 
anders war.

ICh meine Phillips ist so ein Vertreter...
HAbe ich erlebt bei Schaltnbetzteilen in neueren Skopes und Fernsehern, 
ausserdem bei den HOTs in TV Geräten...
Baute man einen normalen ein war der nächste Ausfall 
vorprogrammiert,(Obwohl die den Belastungstest nach Norm locker 
wegsteckten) der über den ET Service georderte für VIEL MEHR GELD hielt 
dann - genauso wie die später einach Pi*Daumen gewählten "fetteren" 
Transistoren.

Gruß
Carsten

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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Ich hatte anderenort bereits schonmal erwähnt, dass Inchange (ISC) die 
ersten Produktionsjahre eine derart breite Palette diverser Transen 
gefertigt hat, dass selbst der Normalbastler stutzig werden mußte. Beim 
Betrachten der Prod.-anlagen auf der alten Herstellerseite konnte man 
die Skepsis als berechtig finden.
Mittlerweile scheint sich die Situation dahingehend stabilisiert zu 
haben, dass man bei nahezu unverändertem Fertigungssortiment bessere 
Qualität an den Endverbraucher in der Lage ist zu bringen. Vermutlich 
ist das Reinvestieren der Gewinne der letzten Jahre zu einem Großteil in 
die Modernisierung der Fertigungsstrecken erfolgt, denn die sehe jetzt 
zeitgemässer aus.

Autor: ASZ18 (Gast)
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Also mit Reichelt hat das imo nix zu tun,
ich hatte dieses Jahr schon 2 Fakeprodukte, die wir von nem Broker 
bezogen hatten (weil man ja nix herkriegt zur Zeit).
beim ersten mal war der RDS-On 4 mal zu hoch, das fällt bei 50A sofort 
auf,
das andere mal war die Schwellspannung 1V überm oberlimit des 
Datenblattes.
Die sahen aus wie Schüttgut und beim genaueren hinsehen waren sie 
abgeschliffen und lackiert. Die Broker udn auch Reichelt kaufen das Zeug 
halt wahrscheinlich da wos billig ist und verfügbar ...

Autor: Johannes (Gast)
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> Die Broker udn auch Reichelt kaufen das Zeug
> halt wahrscheinlich da wos billig ist und verfügbar

Reichelt eher da wos billig ist und die Broker eher da wo verfügbar.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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@tinman: Du kannst ja ruhig Deine Meinung haben, ich habe eine Andere.
Mir wären die "oxidierten" Originaltransistoren deutlich lieber gewesen,
als die von Darisus und Kessler-electronic gelieferten Teile (ich bin 
der, der seine Erfahrungen in dem von Ingo verlinkten Thread aus 
robotrontechnik.de zum Besten gegeben hat).

Falls Du also mal auf solch alte Markenware stößt die keine 5Cent mehr 
wert ist, schike Sie Diskussionslos an meine Adresse, das Porto und den 
Verpackungsaufwand bekommst Du  selbstverständlich erstattet.
Ich habe noch deutlich älteres oxidiertes Zeug hier, zum Beispiel Röhren
oder uralte Mikroprozessoren und Speicher. Alles Wertlos oder gilt
dafür dann eine andere Einordnung?

Zumindest der guten Frau Löffelholz von darisus möchte ich überhaupt 
Nichts vorwerfen, die Gute hat sich alle Mühe gegeben, die Bestellung 
dauerte entsprechend.

Ich bin auch nicht der Meinung das ISC Schrott produziert.
Erstens steht ISC drauf, die würden sich also ihren eigenen Namen 
versauen und Zweitens sind ISC Transistoren bei mir noch nicht 
abgeschossen ohne das ich einem anderen Bauteil die Schuld in die Schuhe 
hätte schieben können.
Die Messungen von Jörg tun ein Übriges. Die Dies in ISC Transen sind 
auch genauso groß wie die von Markentransistoren..

Was Anderes sind offensichtliche Fälschungen wie auf meinen Fotos.

Gruß,

Holm

Autor: Ingolf O. (headshotzombie)
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@Holm
Das Deine Erfahrungen nicht zu verallgemeinern sind, magst Du gern an 
diesem einen Beispiel nachvollziehen! Gemessen am Alter dieses Postings 
trifft meine obige Feststellung damit doch wohl zu, dass alte 
ISC-Chargen Billigscheibenkleister waren, aber dies auf neue 
Fertigungsdaten nicht unbedingt übernehmbar ist.
-> http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-466.html
Man kann, muss aber nicht reinfallen, wenn man ISC kauft...

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