Hallo zusammen, ich versuche gerade einen SSR statt einen mechanischen Relais zu verwenden, um die Versorgung einer Last, die ich zunächst anhand eines 1Mohm-Widerstands darstelle, zu kontrollieren (auf einer Steckplatine). Ich erzeuge von einem PIC ein 5-Sekunden-Signal, das wie üblich 1.5V besitzt. Dies ist mein Steuersignal an den Beinen 2 und 3 vom SSR. Ich habe die Schaltung so wie hier gemacht: http://www.farnell.com/datasheets/53187.pdf Das ist nämlich der SSR, den ich verwende. Mein Problem: mit oder ohne Signal, die Last bekommt die ganze Zeit die Netzspannung. Ich glaube bei resistiven Lasten ist der Snubber nicht nötig, oder? Ich hab trotzdem mit UND ohne probiert, Last bekommt auf beide Fälle Spannung, ohne dass das PIC-Signal überhaupt an ist... Woran könnte es liegen? Danke im Voraus Marcos
Wieso machst Du einen neuen Thread auf? Dein 1M-Widerstand als Last ist viel zu hochohmig, da steuert der Triac des SSR nie durch, der Triac braucht einen Haltestrom von 25mA, damit er an bleibt. Warum Du trotzdem Spannung an der Last hast, kann man nur raten: Triac durch Versuche inzwischen zerstört? Schaltung falsch aufgebaut? Meßfehler? Gruß Stefan
mach mal einen pull-down widerstand (z.B. 4.7k) an den input des SSR, um hier wirklich 0V zu haben, wenn der PIC "aus" ist.
Den Thread hab ich neu aufgemacht, weil der andere nicht unter uC und Elektronik war. Ich hab's gemacht mit dem Pull-Down, bewirkt leider nichts. Messfehler ist es denk ich nicht. Ob ich den TRIAC zerstört habe weiß ich nicht, das könnte sein, hehe. Kann man's überhaupt rausfinden ob das das Problem ist? Danke für die schnelle Antworten
Nur zur Sicherheit: wo genau misst du denn die Spannung? Du misst schon die Spannung, die am Widerstand abfällt, also das Multimeter parallel zu deinem 1M ja?
Ja, genau, ich hab ihn extra mit hohen Beinen gelassen, damit ich da leicht die Prüfspitzen an den Beinen berühren kann. Ich hab jetzt festgestellt, der TRIAC im SSR war kaputt (hab den SSR aufgemacht und man sieht deutlich wie der TRIAC ein schwarzer Fleck auf der weißer Schaltung ist), und ich hab keinen anderen. D.h. ich muss warten bis ich nen neuen bekomme dann teste ich weiter =( Eine letzte Frage: auf dem Datenblatt des SSRs steht eine maximale Spannung von 1.4V am Eingang bei "Electro-Optical characteristics". Mein PIC erzeugt ein 1.5V-Signal. Ist es schlimm oder hab ich was falsch verstanden? Danke für die bisherigen Antworten, sehr hilfreich von euch. Ich besorge mir 10W-Widerstände damit ich keinen 1Mohm verwenden muss (ich hab nämlich nur 0.5W-Widerstände =P ) Ich heule hier wieder rum wenn es weiterhin nicht klappt.
1.5V sind vollkommen in ordnung. alles unter 1.4 wäre eher kritisch, da dann nicht sichergestellt wäre, dass die IR LED überhaupt an geht. vermutlich hast du den vorwiderstand am eingang vergessen. in deinem fall brauchst du min. 75 Ohm um den Strom auf 20mA zu begrenzen (falls dein PIC überhaupt so viel liefern kann...) ja. ein 20k / 10W wäre wohl eine passende testlast. wird dann wohl warm werden (2.6W)...
Mit 20k wäre ein Strom von 11.5mA, ist das nicht wieder zu wenig für den TRIAC? Übrigens, wo sehe ich auf dem Datenblatt, dass der TRIAC wenigstens 25mA braucht?
Marcos F.S. schrieb: > Eine letzte Frage: auf dem Datenblatt des SSRs steht eine maximale > Spannung von 1.4V am Eingang bei "Electro-Optical characteristics". Mein > PIC erzeugt ein 1.5V-Signal. Ist es schlimm oder hab ich was falsch > verstanden? Die Eingangsseite von dem SSR ist eine Leuchtdiode, d.h. du schließt die nicht an eine bestimmte Spannung an, sondern du muß dort einen Strom durchschicken. Die Spannung von 1.2 .. 1.4V stellt sich von selber ein, wenn der richtige Strom fließt, ist aber z.B. deutlich temperaturabhängig.
Also, bei 10W finde ich immer diese Drahtwiderstände. Kann man sie mit einer Steckplatine verwenden? Ich kenn mich da nicht aus. Z.B. der hier: http://de.farnell.com/tyco-electronics-cgs/sbche111k0j/widerstand-draht-keramik-1k-11w/dp/1174432 oder http://www.conrad.de/ce/de/product/411990/WID-11W-1K5 Danke im Voraus Marcos
Marcos F.S. schrieb: > Den Thread hab ich neu aufgemacht, weil der andere nicht unter uC und > Elektronik war. Nimm den: Beitrag "SSR schaltet nicht mehr aus" >>> ich habe eine Temperaturregelung für eine Pumpe (30W) gebaut, >>> diese funktioniert eigentlich sehr gut ohne last. Sobald ich die >>> Pumpe anhänge schaltet die SSR nach dem ersten Einschalten >>> nicht mehr aus Was ist das für eine Pumpe? Gleich- oder Wechselstrom? Marcos F.S. schrieb: > Übrigens, wo sehe ich auf dem Datenblatt, dass der TRIAC > wenigstens 25mA braucht? Das ist der Haltestrom. Such einfach mal im DB nach dieser Zahl...
Siehe Seite 4 Datenblatt und Seite 6 Datenblatt: Output Holding Current max 25mA. Das ganze ist allerdings temperaturabhängig, deshalb findest Du auf Seite 6 ein Diagramm, das den Haltestrom über die Temperatur aufzeigt. Gruß Stefan
Danke schön an alle für die Hilfe und sorry wegen irgendwelchen Verwirrungen. Ich melde mich wenn ich weitere Probleme habe (wird vllt. bssl dauern, hab den SSR abgeröstet als ich aus versehen nen zu kleinen Widerstand geschaltet hab, als Last, bei 230VAC, hehe) Gruß
Hallo wieder, ich bin gerade wieder an der Schaltung mit 11W-Widerständen als Last, um den Strom auf einem brauchbaren Bereich für den SSR zu halten. Und es funktioniert nämlich super jetzt! Ich hätte jedoch eine kleine Frage noch: Ich hab die Schaltung mit und ohne Snubber probiert. Ohne Snubber schalte ich die 230VAC-Spannung erfolgreich durch, je nach dem Signal von meinem µC. Aber mit Snubber (X2-Entstörungskondensator 100nF, 430r Widerstand), messe ich eine Spannung von ca. 30VAC an der Last, die dann zu 230VAC steigt wenn ich den SSR betätige, und wieder zu 30V senkt wenn das Signal aus ist. Wenn ich da z.B. eine 48W-Last schalten möchte, die entweder ganz aus oder mit 230VAC versorgt werden sollte, ist das nicht ein Problem, diese 30VAC, die da ständig an sind? Danke im Voraus, mfG, Marcos
Hi Das ist normal. Der Kondensator ist ein kapazizitiver Widerstand parallel zum SSR. Und bei Wechselspannung fließt da nun mal ein, wenn auch geringer, Strom. Im Anhang findest du einige Hinweise. MfG Spess
spess53 schrieb: > Im Anhang findest du einige Hinweise. Da steht's, dass ein Shunt-Widerstand parallel zur Last angeschlossen werden sollte. Wie groß sollte ich ihn machen? Ich hab 4.5 k-ohm als Last, und bei den 30V im SSR-aus-Zustand hab ich da einen 6.7mA Strom, also 0,2W insgesamt. Aber, wenn ich parallel zur Last einen kleinen Widerstand anschliesse, der 0,5W erträgt, wird er nicht den meisten Strom kriegen und abrösten wenn die 230VAC geschaltet sind? Danke schön, mfG, Marcos
Hi Da bringst du irgend etwas durcheinander. Der Widerstand ist dafür gedacht den notwendigen Mindeststrom im eingeschalteten Zustand zu erreichen. Also muss er auch für 230V dimensioniert sein. Mit dem Strom durch das RC-Glied hat das nichts zu tun. Sharp gibt bei den Typen mit eingebauten RC-Glied einen Leckstrom von ca. 2mA bei 230V an. Da sollten etwa 30nF verbaut sein. MfG Spess
Ich hab schon den Shunt-Widerstand parallel zur Last gemeint. Auf dem PDF steht, im OFF-Zustand mit Snubber wird der Leckstrom vorkommen, und man sollte einen kleinen Shunt parallel zur Last schalten, um den Leckstrom von der Last zu "klauen". Und wie ich beschrieben habe, habe ich ca. 30V und 6mA an der Last gemessen, als der SSR AUS war. Wenn er AN ist, sind die 230VAC ganz normal da. Aber wenn er AUS ist, bleibt der Leckstrom. Die Frage ist: der Hinweis, einen Shunt-Widerstand parallel zur Last zu schalten, damit die Last so wenig Leckstrom wie möglich bekommt, wird das nicht Strom von meiner Last "klauen", auch wenn ich sie ANschalten will? Also siehe "Leakage Current when open circuit (OFF)" bei 8-5.
Hi Das ist nur notwendig, wenn an der Last durch den Leckstrom der RC-Kombination eine so hohe Spannung abfällt, das das SSR nicht abschaltet. Ist das bei dir der Fall? MfG Spess
Ich werde es ab Montag überprüfen können. Ich habe an der Last 30V gemessen, aber noch nicht den Snubber oder den SSR, ich mach's und poste die Werte hier. Aber so wie ich's verstanden habe, ist der Widerstand an der Last für den Fall, dass der SSR schon aus ist (Leakage curren when open circuit (OFF)). Meine Frage bleibt: wenn der SSR aus ist und ich noch den Leckstrom habe (wie beschrieben: leakage current when open circuit (OFF)), wird mein Shunt-Widerstand parallel zur Last den Leckstrom von der Last "klauen" - diese Wirkung verstehe ich. Aber: wird der Shunt nicht auch die Leistung von meiner Last stark vermindern, wenn der SSR an ist? Kann ich irgendwie davon ausgehen, dass bei einer niedrigen Spannung eines solchen Leckstroms die Last so oder so nicht einschaltet? Ich müsste das am Montag auch versuchen. Danke für die schnelle Antworten, sie waren bisher auf jeden Fall hilfreich. mfG, Marcos
Marcos F.S. schrieb: > Aber: wird der Shunt nicht auch die Leistung > von meiner Last stark vermindern, wenn der SSR an ist? Nein, der Shunt vergrößert die Gesamtleistung die benötigt wird, die sich aus der Leistung deiner Last und der Leistung des Widerstandes zusammen setzt.
Heinz schrieb: > Nein, der Shunt vergrößert die Gesamtleistung die benötigt wird, die > sich aus der Leistung deiner Last und der Leistung des Widerstandes > zusammen setzt. OK, und wie dimensioniere ich meinen Shunt, damit er nicht wie die Copacabana-Feuerwerke leuchtet? =)
OK, also ich bin gerade an einer 25W Lampe, und zwar, für diejenigen die hier rein schauen auf der Suche nach einer Antwort: Nachdem mein Steuerungssignal aus ist, obwohl ich bei den Widerständen (Simulation der Last) einen kleinen Leckstrom mit 30V gemessen hatte, bleibt bei der Lampe nix, absolut keine Spannung zu verzeichnen. D.h. der Shunt-Widerstand ist bei normalen Lasten nicht nötig, nur wenn, wie von den Benutzern erwähnt, denen ich übrigens für die Hilfe sehr dankbar bin, die Last zu gering ist (siehe PDF-Anleitung oben). Also Grüße Marcos
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