Forum: Platinen KiCAD: SOT323 aus libcms scheint defekt zu sein


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von Uhu U. (uhu)


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Im Footprint des SOT323 aus der mit KiCAD mitgelieferten libcms sind die 
Pins im Footprint im Uhrzeigersinn durchnummeriert - bei SOT23ECB ist es 
genau umgekehrt.

Die Folge ist, daß B und E vertauscht werden.

Kann das jemand gegenchecken?

von Guido (Gast)


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Ich verstehe mal wieder die Frage nicht.

Verschiedene Bauteile haben unterschiedlich Pinfolgen,
deswegen mehrere Footprints.

von Uhu U. (uhu)


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Guido schrieb:
> Verschiedene Bauteile haben unterschiedlich Pinfolgen,
> deswegen mehrere Footprints.

Gibt es denn Kleintransistoren in SOT323, die dieses Anschlußschema 
haben:
1
          C
2
       =======
3
        E   B

Ich hab nicht so den großen Überblick, aber was ich bisher gefunden 
habe, hat alles dieses Schema (und SOT23ECB benutzt es auch):
1
          C
2
       =======
3
        B   E

Der Footprint SOT323 in der libcms hat nur nummerierte Pads:
1
          3                    3
2
       =======              =======
3
        1   2                2   1
4
5
        SOT323               SOT23*

und die Symbole NPN und PNP ordnen 1 den Emitter und 2 die Basis zu. 
Damit wird dann z.B. der BC817 im SOT323 falsch angeschlossen.

von Guido (Gast)


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Das SOT323 passt z.B. für die BAT54. Die Zuordnung von
Pinnamen zu Nummern muss man immer kontrollieren, da bin
ich schon öfter reingefallen und es lässt sich hinterher
nur schwer ausgleichen.

von Uhu U. (uhu)


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Guido schrieb:
> Das SOT323 passt z.B. für die BAT54.

Nur ist das kein Transistor. Die SOT*-Gehäuse sind doch ursprünglich für 
Transistoren gemacht - oder irre ich mich da? Wenn man das für ein 
anderes Teil mißbraucht, dann liegt nahe, nachzuprüfen, wie die 
Zuordnung ist.

von Guido (Gast)


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Keine Ahnung, aber im Datenblatt der BAT54 ist SOT-23 als
Gehäuse angegeben. Nettereweise gibt es die mit 4 verschiedenen
Pinbelegungen (eine einfache und drei doppelte Varianten).

von Uhu U. (uhu)


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Guido schrieb:
> Keine Ahnung, aber im Datenblatt der BAT54 ist SOT-23 als
> Gehäuse angegeben.

Ja klar.

Wenn ich die - leider nicht konsequent durchgehaltene - Systematik 
dieser Abkürzungen verstanden habe, dann sind Dioden üblicherweise SOD*, 
während Transistoren in SOT* stecken.

Fände ich einen Transistor in einem SOD*, dann würde ich natürlich 
nachsehen, wie das funktionieren soll.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Uhu.


> Gibt es denn Kleintransistoren in SOT323, die dieses Anschlußschema
> haben:          C
>             =======
>              E   B
>

Nachdem ich jetzt in meiner Datenblattsammlung 20 Minuten gestöbert 
habe:
Ich habe keinen gefunden.
Sogar die FETs haben das Gate da, wo beim Bipolaren die Basis sitzt, und 
Source, wo der Emitter sitzt.....

Aber ich bin mir sicher, das es Ausnahmen gibt. Wäre zu ungewöhnlich, 
wenn es mal nicht der Fall wäre.



> Ich hab nicht so den großen Überblick, aber was ich bisher gefunden
> habe, hat alles dieses Schema (und SOT23ECB benutzt es auch):
>           C
>        =======
>         B   E

Was Du hier hinmalst, ist auch OK, aber SOT23EBC aus der libcms ist bei 
mir genau andersherum falsch nummeriert(!):

  1     2
========== (falsch!)
     3

Mit dem Datenblatt üblichen 1 als Basis und der 2 als Emitter ergäbe 
sich eine Vertauschung.
Die Datenblattübliche Zählung für SOT232 läuft gegen den Uhrzeigersinn, 
und der einzelne Anschluss ist dann Nr. 3.

Vermutlich ist aber die Sonderbezeichnung SOT23EBC genau darum 
eingeführt worden, um irgendeine Ausnahme abzudecken.



>
> Der Footprint SOT323 in der libcms hat nur nummerierte Pads:

>           3                    3
>        =======              =======
>         1   2                2   1
>
>         SOT323               SOT23*
>
> und die Symbole NPN und PNP ordnen 1 den Emitter und 2 die Basis zu.
> Damit wird dann z.B. der BC817 im SOT323 falsch angeschlossen.

Und damit sind NPN und PNP im Symbol in Bezug auf die Zählung bei SOT 
falsch herum.
Zweimal vertauscht ist aber wieder richtig......

Um nicht missverstanden zu werden: Die Zählung im Symbol würde durchaus 
zu einem BC107 von Philips im TO18 gehäuse passen, aber wiederum nicht 
zu einem BC546 im TO92 Gehäuse, weil dort der Kollektor nicht auf 3 
ist....... ;-)


Es gibt in allen Systemen zu viele Ausnahmen, um Konsistent bleiben zu 
können. ;-)

Meine persönliche Strategie:
Schaltplan zeichnen, mit neutralem Transistor (NPN bzw. PNP) ohne auf
die Nummerierung achten.
Nachdenken, welchen Typ ich als Transistor verwende. Und dann, welche 
Bauform. Oder umgekehrt. Egal, erst wenn ich beides weiss, Typ und 
Bauform, mache ich eine Anpassung über die Pin und Padnummern.
Höchstwarscheinlich orientiere ich mich an der offiziellen Nummerierung
des Footprints, und passe dann das Symbol an.
Damit habe ich größtmöglich Konsistenz hergestellt: Der Footprint passt 
zum offiziellen Footprint, und mein Symbol spiegelt genau das wieder.

Ein anderer Weg wäre, wie bei den Fets beschritten, keine Nummern zu 
verwenden, sondern "G", "D" und "S". Hier stellt sich aber dann das 
umgekehrte Problem, daß Du die Anpassung bei den Footprints machen 
musst, wenn etwas abweicht.

So aus dem Bauch heraus: Das System ist bei Fets konsistenter als bei 
Bipolaren, und bei SMD konsistenter als bei Thrughole. Darum bedeutet es 
bei FETs deutlich weniger Aufwand, die "nummerierung" über G,S, D zu 
machen. Bei Bipolaren bist Du immer durcheinander....so oder so.

Kontrollieren muss ich aber auf JEDEN Fall. und für meine Standardtypen 
lege ich wohl auch sowohl ein festes Symbol als auch einen festen 
passenden Footprint an. Geht Durch Umbenennen und Abspeichern ja sehr 
Flott. Der Footprint kann auch im Symbol als bevorzugter Footprint 
eingetragen werden.
Wenn ich den Standardtyp noch nicht kenne, oder verwendet habe und 
ändern will, so ist das mit umbenennen bzw. neuem Footprint zuordnen und 
Umbenennen erledigt.

Bei größeren Mengen (z.b. ein Array mit 64 gleichen Transistoren) ist es 
durchaus bequemer, das nicht in KiCAD zu machen, sondern mit eienm 
Editor per Suchen und Ersetzten. ;-)

Bei ICs würde ich es andersherum halten: Mich an die Pinnummerierung
des Datenblattes im Symbol klammern. Die Nummerierungsschemata sind bei 
ICs halt auch konsistenter als bei Einzeltransistoren. Wenn dann ein 
anderer Footprint gewählt wird, passt entweder die Nummerierung noch 
(zb. DIL zu SOIC) oder es gibt dann auch eine andere Zählung im 
Datenblatt. In dem Falle brauche ich einen neuen Footprint UND ein neues 
Symbol.

Mir fallen jetzt auf Anhieb zwei Beispiele ein, wo das der Fall wäre:
Einmal MIC4422, weil den gibt es in drei Bauformen: DIL8 und SO8 (da 
stimmt das Pinning noch), aber auch im 5 pinnigen Pentawatt (TO220-5) 
Gehäuse. Da kommt weder die Anzahl noch die Zählung der Pinne hin.
Die Varianten in den Footprints mit stehend oder liegend oder von der 
Rückseite lasse ich jetzt mal aussen vor.

Das andere Beispiel wäre UC3842/UC3843/UC3844/UC3845. Die gibt es in 
DIL8 und SO8, was im Symbol noch passt, aber auch in SO14, was dann 
nicht mehr passt.

Bei ICs, die in DIL/SO und PLCC angeboten werden, ist das auch meist der 
Fall.

Ich versuche so weit als möglich die pysikalischen Details (Anordnung 
der ICs, Pinbelegung mit Funktion und mit Stromversorgung) mit in den 
Schaltplan zu übernehmen. Das beschleunigt die Fehlersuche ungemein, und 
das ist der Hauptanwendungsfall für Schaltpläne.
Erst wenn das zu unübersichtlich wird, vereinfache ich dort.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Uhu.


> Wenn ich die - leider nicht konsequent durchgehaltene - Systematik
> dieser Abkürzungen verstanden habe, dann sind Dioden üblicherweise SOD*,
> während Transistoren in SOT* stecken.

Naja. Wenn eine Diode oder ein Diodenpärchen in einem Transistor SOT 
Gehäuse sitzt, wird daraus nicht automatisch ein SOD.

SOD sind zweipolige Gehäuse. Dann ginge das bei Diodenpärchen nur, wenn 
sie (anti)paralell oder Seriell verschaltet wären.

>
> Fände ich einen Transistor in einem SOD*, dann würde ich natürlich
> nachsehen, wie das funktionieren soll.

Das ginge zumindest theoretisch bei Transistoren, die so betrieben 
werden, das nur eine der internen Diodenstrecken verwendet wird,
Z.B. als Vervielfacher oder als Rauschquelle.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

von Uhu U. (uhu)


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Bernd Wiebus schrieb:
>> Ich hab nicht so den großen Überblick, aber was ich bisher gefunden
>> habe, hat alles dieses Schema (und SOT23ECB benutzt es auch):
>>           C
>>        =======
>>         B   E
>
> Was Du hier hinmalst, ist auch OK, aber SOT23EBC aus der libcms ist bei
> mir genau andersherum falsch nummeriert(!):
>
>   1     2
> ========== (falsch!)
>      3

Oh ja, verflucht, nicht der SOT323 Footprint ist falsch, sondern der 
SOT23EBC und das, weil die Pads über die Nummern zugeordnet werden...

von Uhu U. (uhu)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Oh ja, verflucht, nicht der SOT323 Footprint ist falsch, sondern der
> SOT23EBC und das, weil die Pads über die Nummern zugeordnet werden...

Das ist falsch.

Das Symbol NPN paßt für den BC817 im SOT23 auf den Footprint SOT23EBC 
und
das Symbol NPN paßt für den BC817 im SOT323 nicht zum Footprint 
SOT323.

von Arno H. (arno_h)


Angehängte Dateien:

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Such mal nach Transistoren mit dem Suffix R, kommt oft bei 
HF-Transistoren vor. Im Anhang als Beispiel BFR93A und BFR93AR.
Bei den vierbeinigen in SOT143 gibts sogar das Gehäuse SOT143R.

Arno

von Uhu U. (uhu)


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Und was schließt man daraus?

Ich würde sagen, daß KiCAD auf Dauer eine Ebene über Symbol und 
Footprint braucht: einen konkreten Bauelementtyp, der auf die passende 
Symbol/Footprint-Kombination zeigt.

So, wie es im Moment ist, ist es unübersichtlich und fehlerträchtig.

von Johannes E. (cpt_nemo)


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> Und was schließt man daraus?

Ich hab das so gelöst, dass ich die KiCad-Bibliotheken gar nicht 
verwende.
Ich hab mir meine eigenen Bibliotheken erstellt; die Original-Bibliothek 
betrachte ich eher als Beispiel.

Ich habe nur ein einziges SOT23-Footprint, das gegen den Uhrzeigersinn 
durchnummeriert ist, also so:

           3
        =======
         1   2

Das entwprechende Transistor-Symbol heist beim mir NPN_SOT23 bzw. 
PNP_SOT23. Damit kann nicht mehr viel schief gehen.

Bei J-Fet Transistoren ist etwas komplizierter, hier gibt es diese 
Datenblattangaben:

           G                         G
        =======           und     =======
         S   D                     D   S
    (z.B. NXP PMBFJ310)       (z.B. Fairchild SST310)


Allerdings sind S und D hier austauschbar, so dass diese Pinbelegungen 
dann doch wieder gleich sind und man für beide das gleiche Symbol 
verwenden kann.

Die Idee, nur ein Symbol für NPN zu verwenden und dieses dann mit 
beliebigen Transistor-Footprints zu verknüpfen, hat sich bei mir 
überhaupt nicht bewährt. Wenn man einmal bei einer größeren Anzahl von 
Platinen alle SOT-23 Transistoren über Kopf einlöten musste, will man 
das nicht nochmal machen.

> Ich würde sagen, daß KiCAD auf Dauer eine Ebene über Symbol und
> Footprint braucht: einen konkreten Bauelementtyp, der auf die passende
> Symbol/Footprint-Kombination zeigt.

> So, wie es im Moment ist, ist es unübersichtlich und fehlerträchtig.

Ja, bei KiCad sind im Moment noch einige Funktionen etwas 
unübersichtlich. Aber eine zusätzliche Ebene so wie in Eagle finde ich 
nicht so gut.

Man kann ja im Symbol den Footprint schon fest eintragen bzw. mit dem 
Footprint-Filter alle kompatiblen Footprints vorgeben. Damit kann man 
dieses Problem eigentlich ganz gut bewältigen, wenn man die Bibliotheken 
systematisch aufbaut.

Genau hier liegt das Problem der mitgelieferten (Beispiel-)Bibliotheken, 
weil diese vermutlich von unterschiedlichen Personen erstellt wurden. 
Deswegen kann man hier kein einheitliches System erwarten und dadurch 
wird dann ziemlich Fehleranfällig.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Johannes.


> Ich hab das so gelöst, dass ich die KiCad-Bibliotheken gar nicht
> verwende.
> Ich hab mir meine eigenen Bibliotheken erstellt; die Original-Bibliothek
> betrachte ich eher als Beispiel.
>

Ähnlich halte ich das auch. SMD Footprints in einer Ausführung gut zum 
Handlöten habe ich z.B. weder in der Original Eagle, noch in der 
Original Orcad Bibliothek gesehen. Darum habe ich das auch in KiCAD 
nicht anders erwartet....
Das Bohrungen für THT nach meinem Geschmack auch immer etwas knapp 
ausgefallen sind, kommt hinzu.

> Ich habe nur ein einziges SOT23-Footprint, das gegen den Uhrzeigersinn
> durchnummeriert ist, also so:
>
>            3
>         =======
>          1   2
>
> Das entwprechende Transistor-Symbol heist beim mir NPN_SOT23 bzw.
> PNP_SOT23. Damit kann nicht mehr viel schief gehen.

Richtig. Das einzelne Footprint mit der Nummerierung entgegen dem 
Uhrzeigersinn und der Nr.3 als dem einzelnen Pin entspricht ja auch dem 
"offiziellen" weitverbreiteten Footprint für SOT23.  Das passt ja 
"immer" mit der Realität überein.
Die Anpassung muss dann im Symbol vorgenommen werden, damit das Symbol 
im Schaltplan das Footprint am realistischsten beschreibt.
Trozdem Aufpassen, weil es Ausnahmen geben kann. Diese Anpassung dann
im Symbol machen, nicht im Footprint.
Wenn Zeit und Platz da sind, per Text dann an den Footprint E, B oder C 
schreiben auf das Board schreiben. Nicht in den Footprint, weil der 
offiziell als SOT323 nur
1,2,3 kennt.

Eine Zuordnung direkt per Nummerierung mit E,B und C, die in KiCAD auch 
machbar ist, ist eigentlich nur sinnvoll, wenn ich ein Konkretes Symbol
"BC846-xxx" habe und mit einem konkreten Footprint "BC846-xxx" verbinde.

> Die Idee, nur ein Symbol für NPN zu verwenden und dieses dann mit
> beliebigen Transistor-Footprints zu verknüpfen, hat sich bei mir
> überhaupt nicht bewährt. Wenn man einmal bei einer größeren Anzahl von
> Platinen alle SOT-23 Transistoren über Kopf einlöten musste, will man
> das nicht nochmal machen.

Klar. Aber wenn ich einen Schaltplan umkopiere, umbenenne und abändere,
muss ich auf jedenfall EXTRA auf das Pinning achten. Ein Sperrwandler 
kann mit SOT23, aber auch mit TO220 aufgebaut sein.....;-)
Für die Arbeit, die ich mir durch das umkopieren von Schaltplänen sparen
kann, muss ich halt etwas in Sorgfalt investieren und wissen, was ich 
mache.
An dem Punkte würde ich mir eher ein komfortableres Annotationstool 
wünschen. ;-)

>
>> Ich würde sagen, daß KiCAD auf Dauer eine Ebene über Symbol und
>> Footprint braucht: einen konkreten Bauelementtyp, der auf die passende
>> Symbol/Footprint-Kombination zeigt.
>

Du hast bereits die Möglichkeit, Dir eine Symbolbibliothek mit 
"konkreten"
Bauteilen anzulegen. z.B. Ein SOT23 Symbol in BC846 umbenennen und dann 
einen speziellen Footprint zuweisen. Geht sehr Flott.
Aber Obacht! Dann muss auch die passende Footprintbibliothek in 
CVpcb/PCBnew eingetragen sein.
Für einzelne konkrete Bauteile, die ich sehr häufig verwende, ist das 
sinnvoll. Aber komplette umfassende Bibliotheken daraus aufzubauen würde 
zu gigantischen, unübersichtlichen Bibliotheken führen.
Es gibt aber durchaus Leute, die diesen Ansatz schätzen.



> Ja, bei KiCad sind im Moment noch einige Funktionen etwas
> unübersichtlich.

Bei KiCAD zahlt es sich aus, sich gelegentlich zurückzulehnen, eine 
Tasse Tee zu trinken und über sein Projekt zu meditieren.

> Aber eine zusätzliche Ebene so wie in Eagle finde ich
> nicht so gut.

Ich auch nicht. Weil im Prinzip existiert sie schon.
Siehe Oben.

Was ich sehr angenehm fände, wäre in CVpcb sowohl das Symbol, alsauch 
den Footprint mit Pin/Pad Nummerierung und Benamung direkt nebeneinander 
angezeigt zu bekommen, nicht zwangsläufig als Grafik, eine Liste wäre 
auch schon nett, und dann dort für das konkrete Symbol im Schaltplan 
eine Editionsmöglichkeit zu haben.

Wenn ich Programmieren könnte, würde ich mich daran versuchen. :-(


> Man kann ja im Symbol den Footprint schon fest eintragen bzw. mit dem
> Footprint-Filter alle kompatiblen Footprints vorgeben. Damit kann man
> dieses Problem eigentlich ganz gut bewältigen, wenn man die Bibliotheken
> systematisch aufbaut.
>
Richtig.

> Genau hier liegt das Problem der mitgelieferten (Beispiel-)Bibliotheken,
> weil diese vermutlich von unterschiedlichen Personen erstellt wurden.
> Deswegen kann man hier kein einheitliches System erwarten und dadurch
> wird dann ziemlich Fehleranfällig.

Richtig.
Und es gibt konkurierende Systematiken, die alle irgendwie ihre 
Berechtigungen haben......
Oft ist die Hauptsache, das zumindest Ansatzweise so etwas wie eine 
Systematik existiert.....das würde damit Anfangen, das man Notizen 
darüber macht, wie sie aussehen könnte.
Nur eine Systematik, die Sonderlösungs- und Fehlerintollerant ist, wäre 
unbrauchbar.

Ausserdem sieht man den KiCAD Bibliotheken den Schwachstromstammbaum 
deutlich an. ;-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Johannes.


> Ich hab das so gelöst, dass ich die KiCad-Bibliotheken gar nicht
> verwende.
> Ich hab mir meine eigenen Bibliotheken erstellt; die Original-Bibliothek
> betrachte ich eher als Beispiel.
>

Ähnlich halte ich das auch. SMD Footprints in einer Ausführung gut zum 
Handlöten habe ich z.B. weder in der Original Eagle, noch in der 
Original Orcad Bibliothek gesehen. Darum habe ich das auch in KiCAD 
nicht anders erwartet....
Das Bohrungen für THT nach meinem Geschmack auch immer etwas knapp 
ausgefallen sind, kommt hinzu.

> Ich habe nur ein einziges SOT23-Footprint, das gegen den Uhrzeigersinn
> durchnummeriert ist, also so:
>
>            3
>         =======
>          1   2
>
> Das entwprechende Transistor-Symbol heist beim mir NPN_SOT23 bzw.
> PNP_SOT23. Damit kann nicht mehr viel schief gehen.

Richtig. Das einzelne Footprint mit der Nummerierung entgegen dem 
Uhrzeigersinn und der Nr.3 als dem einzelnen Pin entspricht ja auch dem 
"offiziellen" weitverbreiteten Footprint für SOT23.  Das passt ja 
"immer" mit der Realität überein.
Die Anpassung muss dann im Symbol vorgenommen werden, damit das Symbol 
im Schaltplan das Footprint am realistischsten beschreibt.
Trozdem Aufpassen, weil es Ausnahmen geben kann. Diese Anpassung dann
im Symbol machen, nicht im Footprint.
Wenn Zeit und Platz da sind, per Text dann an den Footprint E, B oder C 
schreiben auf das Board schreiben. Nicht in den Footprint, weil der 
offiziell als SOT323 nur
1,2,3 kennt.

Eine Zuordnung direkt per Nummerierung mit E,B und C, die in KiCAD auch 
machbar ist, ist eigentlich nur sinnvoll, wenn ich ein Konkretes Symbol
"BC846-xxx" habe und mit einem konkreten Footprint "BC846-xxx" verbinde.

> Die Idee, nur ein Symbol für NPN zu verwenden und dieses dann mit
> beliebigen Transistor-Footprints zu verknüpfen, hat sich bei mir
> überhaupt nicht bewährt. Wenn man einmal bei einer größeren Anzahl von
> Platinen alle SOT-23 Transistoren über Kopf einlöten musste, will man
> das nicht nochmal machen.

Klar. Aber wenn ich einen Schaltplan umkopiere, umbenenne und abändere,
muss ich auf jedenfall EXTRA auf das Pinning achten. Ein Sperrwandler 
kann mit SOT23, aber auch mit TO220 aufgebaut sein.....;-)
Für die Arbeit, die ich mir durch das umkopieren von Schaltplänen sparen
kann, muss ich halt etwas in Sorgfalt investieren und wissen, was ich 
mache.
An dem Punkte würde ich mir eher ein komfortableres Annotationstool 
wünschen. ;-)

>
>> Ich würde sagen, daß KiCAD auf Dauer eine Ebene über Symbol und
>> Footprint braucht: einen konkreten Bauelementtyp, der auf die passende
>> Symbol/Footprint-Kombination zeigt.
>

Du hast bereits die Möglichkeit, Dir eine Symbolbibliothek mit 
"konkreten"
Bauteilen anzulegen. z.B. Ein SOT23 Symbol in BC846 umbenennen und dann 
einen speziellen Footprint zuweisen. Geht sehr Flott.
Aber Obacht! Dann muss auch die passende Footprintbibliothek in 
CVpcb/PCBnew eingetragen sein.
Für einzelne Bauteile, die ich sehr häufig verwende, ist das sinnvoll. 
Aber Komplette umfassende Bibliotheken daraus aufzubauen würde zu 
gigantischen, unübersichtlichen Bibliotheken führen.
>

> Ja, bei KiCad sind im Moment noch einige Funktionen etwas
> unübersichtlich.

Bei KiCAD zahlt es sich aus, sich gelegentlich zurückzulehnen, eine 
Tasse Tee zu trinken und über sein Projekt zu meditieren.

> Aber eine zusätzliche Ebene so wie in Eagle finde ich
> nicht so gut.

Ich auch nicht. Weil im Prinziep existiert sie schon.
Siehe Oben.

Was ich sehr angenehm fände, wäre in CVpcb sowohl das Symbol, alsauch 
den Footprint mit Pin/Pad Nummerierung und Benamung direkt nebeneinander 
angezeigt zu bekommen, nicht zwangsläufig als Grafik, eine Liste wäre 
auch schon nett, und dann dort für das konkrete Symbol im Schaltplan 
eine Editionsmöglichkeit zu haben.

Wenn ich Programmieren könnte, würde ich mich daran versuchen. :-(


> Man kann ja im Symbol den Footprint schon fest eintragen bzw. mit dem
> Footprint-Filter alle kompatiblen Footprints vorgeben. Damit kann man
> dieses Problem eigentlich ganz gut bewältigen, wenn man die Bibliotheken
> systematisch aufbaut.
>
Richtig.

> Genau hier liegt das Problem der mitgelieferten (Beispiel-)Bibliotheken,
> weil diese vermutlich von unterschiedlichen Personen erstellt wurden.
> Deswegen kann man hier kein einheitliches System erwarten und dadurch
> wird dann ziemlich Fehleranfällig.

Richtig.
Und es gibt konkurierende Systematiken, die alle irgendwie ihre 
Berechtigungen haben......
Oft ist die Hauptsache, das zumindest Ansatzweise so etwas wie eine 
Systematik existiert.....das würde damit Anfangen, das man Notizen 
darüber macht, wie sie aussehen könnte.
Nur eine Systematik, die Sonderlösungs- und Fehlerintollerant ist, wäre 
unbrauchbar.

Ausserdem sieht man den KiCAD Bibliotheken den Schwachstromstammbaum 
deutlich an. ;-)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

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