Jan schrieb:
> Kommt der Output Voltage Drift zum initialen Fehler (Output Voltage)
> dazu? Muss ich die beiden also addieren?
Ja, wobei die Angabe Drift in ppm/K eigentlich irreführend ist.
25ppm/K bei einem Temperaturbereich von 0..70 Grad die für das Bauteil
spezifiziert ist bedeutet daß die Ausgangsspannungsdifferenz für die in
der Produktion verwendeten Meßpunkte (0 Grad, 25 Grad, 70 Grad) um
maximal 70K * 25 ppm/K * 5V = 8,75 mV auseinander liegen dürfen. Da Du
nicht weißt wo das Minimum und das Maximum ist mußt du pauschal mit
einem Fehler von ca +/-9mV über Temperatur bezogen auf 25 Grad rechnen.
Ina schrieb:
> Ja. Vergiß auch nicht die "long-term-drift" und die Besonderheit, daß in
> den Datenblättern für diese in den allermeisten Fällen keine
> Maximalwerte angegeben werden!
Wobei diese Drift im Laufe der Lebensdauer des Bauelements meistens
nachläßt. Eine Vor-Alterung um ein paar tausend Stunden hilft da.
Zusätzlich gibt es noch die Temperatur-Hysterese in der Größenordnung
20-120 ppm. (Gehäuse-Abhängig SMD ist schlimmer als DIP).
Piezo-Effekte bei Leiterplattenspannungen die auf die Referenz
einwirken. (macht auch ein paar hundert Mikrovolt aus)
Thermospannungen zwischen 3-40 Mikrovolt je Grad Temperaturdifferenz
zwischen den Pins je nach Gehäusepins (Kupfer oder Kovar) und Lötzinn.
Häufig gibt es hier wenig bis gar keine Angaben in den Datenblättern.
Gruß Anja