8-Bit-Speicher

OP #2243906
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Hi!
Einige von euch kennen warscheinlich schon meinen Tread, indem ich nach 
einer Lösung für ein 8-Bit-Display gesucht habe. Ich bin gerade dabei 
einen 8-Bit-"Computer" zu planen, weshalb ich noch einen binären 
Speicher suche.
Ich habe bisher mit einem Flip-Flop pro Bit geplant, leider kann man 
damit nicht besonders viel Speichern. Im Moment nutze ich einen 4027 
(pro Bit).

Vielleicht gibt es ja einen IC oder eine Transistorschaltung, die für 
einen solchen Einsatz besser geeignet sind.

Für Hilfe bin ich Dankbar!

Nils K.
#2243972
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Naja. Mit Read, Write und Chipselect. Das Timing steht in den 
Datenblaettern des RAMs. Erst Adressen und Daten anlegen, dann die 
Steuerleitungen. Wahrscheinlich benoetigt man noch ein Adresslatch. Am 
einfchsten nimmt man einen Controller, de schon ein RAM interface hat, 
Zb einen Mega8535 oder so.
#2243987
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Alles ja. Zum schreiben :
Adresse anlegen, Daten Anlegen, CS anlegen, WR einen Puls, Dann WR 
wegnehmen, und CS wegnehmen.
Lesen :
Adresse anlegen, CS anlegen, RD anlegen, Daten einlesen, Dann RD 
wegnehmen, und CS wegnehmen.

Ob die signale aktiv hoch oder tief sind steht im Datenblatt.
Gast #2243992
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Nils K. schrieb:

> Ich bin gerade dabei
> einen 8-Bit-"Computer" zu planen, weshalb ich noch einen binären
> Speicher suche.

Wenn Du nur 8Bit speichern willst, nimmt man ein Latch oder ein
Mehrfach-D-Flipflop. Wenn Du grössere Datenmengen speichern willst,
gab (gibt?) es dafür entsprechende statische Speicher. Wenn Du
aus nostalgischen Gründen einen vollständigen Rechner bauen willst
(In den siebziger Jahren gab es da mal eine Bauanleitung für einen
Vier-Spezies-Rechner nur aus TTL-Bausteinen) wäre es sinnvoll, den
Rechner gleich als BCD-Rechner auszulegen.
Gruss
Harald
#2244374
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Nils K. schrieb:
> Ich bin gerade dabei einen 8-Bit-"Computer" zu planen, weshalb ich noch > einen 
binären Speicher suche.

Du willst dir aus diskreten Bauteilen einen Computer bauen?

Nils K. schrieb:
> Heißt das, dass ich die Daten an den Ports anlegen kann und erst mit dem
> anlegen einer Spannung an Clock die Daten gespeichert werden??

Und du weisst noch nicht einmal wie ein Latch funktioniert?

Ganz schön verwegener Plan.

mfg.
OP #2244412
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Das ist ja mein Ziel:
Bei Null anfangen und Bei 100 aufhören.

Dieses Projekt soll mein einstieg in die digitale Datenverarbeitung 
sein.
Ich möchte bei diesem Projekt ganz klein anfangen und in Tausend Jahren 
irgend wann einengroßen Computer im Wohnzimmer stehen haben.

Dass das schon einige vor mir versucht haben weiß ich.

Ich versuche das gane zu Anfang möglichst einfach zu gestalten, denke 
aber schon weiter...
#2244500
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Nils K. schrieb:
> Das ist ja mein Ziel:
> Bei Null anfangen und Bei 100 aufhören.

Dann fang damit an, die Datenblätter der IC zu lesen und zu verstehen. 
Ein Steckbrett, auf dem man den IC mal probehalber in Betrieb nimmt und 
mit Drähten und LED die Funktion aus dem Datenblatt nachvollzieht, wirkt 
da Wunder.

Nachdem du die einzelnen IC kennen gelernt hast, steckt man sich 
Baugruppen und testet die durch.

Irgendwann ist man in der Situation, dass es ohne Oszi nur noch sehr 
schwer wird, die einwandfreie Funktion von Baugruppen zu testen und 
sicher zustellen. Man kann mit LED sehr viel machen, muss aber einiges 
an Hirnschmalz investieren um sich Testszenarien zu überlegen, die man 
nur mit LED durchspielen kann. Und selbst dann ist es immer noch nicht 
Fisch und nicht Fleisch.

Das du ohne derartige Vorübungen einen Computer am Papier als Schaltbild 
zeichnen, planen und entwerfen kannst und der dann auch noch 
funktioniert, ist praktisch ausgeschlossen.

> Dieses Projekt soll mein einstieg in die digitale Datenverarbeitung
> sein.

Sinnlos.
Wenn du Autofahren lernen willst, beginnst du auch nicht damit dir einen 
Vergaser zu bauen.

Installier dir lieber auf deinem PC eine Entwicklungsumgebung und lerne 
erst mal die Grundlagen der Programmierung mit einem Lehrbuch. Damit 
bist du gut und gerne (wenn du fleissig bist) ein volles Jahr 
beschäftigt. Dann kaufst du dir ein oder zwei Bücher über Algorithmen 
und schon bist du die nächsten 2 darauffolgenden Jahre beschäftigt. Und 
dann können wir darüber reden, ob du aus dem Anfängerstatus heraussen 
bist. Wenn du ohne nachsehen und Hilfe eine doppelt verkette Liste aus 
dem nichts heraus programmieren kannst, in unter 1 Stunde, bin ich 
geneigt, dir einen fortgeschrittenen Anfänger zuzugestehen.

> Ich möchte bei diesem Projekt ganz klein anfangen und in Tausend Jahren
> irgend wann einengroßen Computer im Wohnzimmer stehen haben.

Sinnlos.

Veregebe Zeit und Liebesmühe.
Gast #2244531
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Hallo, finde deine Einstellung recht in Ordnung, aber wohl etwas zu hoch 
gegriffen. Ich würde mir an deiner Stelle ein paar Fachbücher Digital- 
u. Analogtechnik aus der Bücherei ausleihen und lernen, danach mir ein 
paar Datenblätter anschauen und die Funktionsweise der Bausteine 
klarmachen.

Persönlich gesehen würde ich heute nicht mehr den Lötkolben schwingen, 
sondern am PC simulieren. Stichwort ist ISPLever (Lattice) oder ISE 
(Xilinx) und Modelsim, damit spart man sich sehr viel Zeit und kleine 
Änderungen sind schneller gemacht als in HW. Der FPGA o. CPLD wird nicht 
benötigt, weil alles Simulierbar ist. DIe Verifikation kann später auf 
einem billigen Entwicklungsboard getätigt werden.

Wenn Du vor VHDL Angst hast, kannst Du deine Schaltung mittels 
Schaltplan aus gängigen Libarys zusammen klicken.
OP #2247141
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Dirk schrieb:
> Persönlich gesehen würde ich heute nicht mehr den Lötkolben schwingen,
>
> sondern am PC simulieren. Stichwort ist ISPLever (Lattice) oder ISE
>
> (Xilinx) und Modelsim, damit spart man sich sehr viel Zeit und kleine
>
> Änderungen sind schneller gemacht als in HW. Der FPGA o. CPLD wird nicht
>
> benötigt, weil alles Simulierbar ist. DIe Verifikation kann später auf
>
> einem billigen Entwicklungsboard getätigt werden.

Danke für den Tipp!!

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