Hallo,
ich wollte mal Fragen ob bereits einer Erfahrungen mit dem neuen Cypress
USB 3.0 IC gemacht hat?
Wenn ich einen FPGA an den FX3 anschließe muss ich dann noch die
Firmware für den FX3 schreiben oder ist es wie beim FTDI FT2232H das die
Firmware bereits auf den IC ist und man diesen nur noch konfigurieren
muss?
Johann schrieb:> Hallo,>> ich wollte mal Fragen ob bereits einer Erfahrungen mit dem neuen Cypress> USB 3.0 IC gemacht hat?
ja, etwas nur weil samples/dev boards nur sehr weniger leute
bekommen haben:
Beitrag "Wo gibts USB 3.0 ICs?">> Wenn ich einen FPGA an den FX3 anschließe muss ich dann noch die> Firmware für den FX3 schreiben oder ist es wie beim FTDI FT2232H das die> Firmware bereits auf den IC ist und man diesen nur noch konfigurieren> muss?
der FX3 benötigt wie alle Cypress FX(x) ICs eigene firmware.
Es gibts allerdings brauchbare beispiele von Cypress.
Ich hab das Demoboard Rev 2 hier bei mir liegen. Der Chip funktioniert,
ist aber noch eine ganze Ecke komplexer als der FX2. Der integrierte
Prozessor ist kein simpler 8051 mehr, sondern ein ARM9 mit allem, was
dazu gehört. Die Beispiele von Cypress sind aber ganz gut dokumentiert
und die meisten Funktionen setzen eh auf das API auf. Dahinter werkelt
ein RTOS, was aber nicht offen gelegt ist. Macht aber auch nix. FPGA
Verbindung hab ich noch nicht fertig, wir müssen erst mal ein Adapter
bauen, um vom 120-poligen Samtec Verbinder auf unsere Hardware zu
kommen. Auch gibts von Cypress noch kein Slave FIFO Beispiel für 32 Bit
Datenbus Breite. Das Beispiel hat nur 16 Bit und die GPIF II Register
sind noch nicht vollständig dokumentiert, da werden bisher nur
Hex-Zahlen übergeben, um die einzustellen.
Dafür lässt sich der FX3 leichter Debuggen als der FX2, denn der hat
einen normalen ARM JTAG Anschluss. Hat auch mit dem J-Lenk problemlos
auf Anhieb hingehauen, sogar die GDB Kommandos stehen in der Doku.
Bisher ist aber alles im Beta-Stadium, das merkt man halt noch an jeder
Ecke.
Hm, nee, viel Arbeit ist das eigentlich nicht. Die Beispiele sind fix
und fertig, Slave FIFO ist in synchron und asynchron dabei. Eben hab ich
rausgefunden, dass man die Umstellung auf 32 Bit ganz einfach mit dem
GPIF II Editor machen kann. Da kommt dann ein Header-File mit dem
Register-Belegungen raus.
Das schöne an den Cypress Chips ist ja, dass man noch eine Menge
Sonder-Funktionen implementieren kann, denn einmal eingestellt, muss
sich der ARM9 nur um die DMA Transfers vom UBS zum SlaveFIFO und
umgekehrt kümmern. Der langweilt sich dann so ziemlich.
Wenn man sieht, wie lange FTDI bis zu dem ersten HighSpeed Device
gebraucht hat. Naja, da wird das wohl noch ein paar Jahre dauern mit
SuperSpeed.
Mnachmal geht es ja schneller als man denkt. Vor allem um so mehr den
FTDI-Chip einsetzen um so mehr Geld kann man für die Entwicklung der
Nachfolger einsetzen. Wenn ich mal Zeit finde werde ich mir den FX3 mal
anschauen und auf Dich zurückommen ^^
Wie schnell soll denn da die maximale Übertragungsrate sein?
Naja, die schreiben da eine maximale Übertragungsrate am GPIF von
320MB/s. Maximum wäre 400MB/s, weil der max. 100MHz IFCLK hat. Bei 32
Bit macht das 400MB/s.
Allerdings liest man im Cypress Forum, dass da maximal 120MB/s bisher
erreicht wurden. Allerdings weiß ich jetzt nicht, in welchem Modus. Es
gibt da verschiedene Arten, wie der ARM den Transfer handhabt: Auto,
Signal und Manual. Ich kann das erst testen, wenn ich die FPGA
Verbindung habe.
Es lohnt sich, da immer mal ins Cypress Forum zu schauen.
Als zweites Interface haben wir bei uns den PEX8311 dran, da kriegt man
latenzarme 170MB/s raus, mit PCI Express external Cabling fast genauso
schön wie USB.
Ich suche noch einen Ersatz für Camera Link da schaffe ich 680MByte pro
Sekunde, jedoch benötige ich das eine Framegrabberkarte zum Empfangen
der Daten und die kosten schon 2000€. Diese würde ich gerne einsparen.
Johann schrieb:> Ich suche noch einen Ersatz für Camera Link da schaffe ich 680MByte pro> Sekunde, jedoch benötige ich das eine Framegrabberkarte zum Empfangen> der Daten und die kosten schon 2000€. Diese würde ich gerne einsparen.
Das geht auch mit USB 3.0 nicht.
PCIe x4 ist dazu angesagt wenns in den PC soll. Die Frage ist aber dann
wohin mit den Daten, 680 MByte/s auf die Festplatte wegschreiben?
Dafür brauchts mindestens PCIe x4, kann man ja auch als PCIe Cabling
ausführen. Entweder direkt im FPGA oder aber mit dem Gennum GN4124, ist
aber beides ein Berg voll Arbeit, vor allem, wenn es noch mit DMA und
als Ersatz für ein Streaming Interface laufen soll.
Wie seit ihr denn an die Evalboards gekommmen? Ich habe es vor 1-2
Monaten über Cypress und über diverse Distributoren versucht- leider
erfolglos.
Schaut die Liefersituation jetzt besser aus?
grüsse,
Wolfgang
Nö. Ist nicht wirklich besser. Wir haben den netten Herrn von Cypress
Deutschland solange genervt, bis er uns eins geschickt hat. Aber wie
gesagt, Leihgabe für die Dauer der Evaluation. Dafür aber kostenlos. Da
wir die FX2 schon eine Weile einsetzen, ging das dann.
Es gibt aber auch ein Bewerbungsformular für die Boards aus der
Serienproduktion die es dann im September geben soll. Findest du im
Cypress Forum.