Hallo Community,
da ich mit Ladeelektronik von LiPo Zellen zu tun habe drängt sich eine
genaue Messung im Bereich um 4200mV immer mehr auf. Mir schwebt ein
Messbereich von etwa 4000-4300mV mit einer Genauigkeit von etwa +/-2mV
vor.
Leider erfüllen auch für meine Verhältnisse teure Messgeräte (250+ Euro)
die Genauigkeitsanforderungen nicht. Oder kennt jemand ein Gerät das
erfüllt?
Meine Idee wäre eine Referenzspannungsquelle zB. LT6656BCS6-4.096
Danach gehe ich davon aus das ein günstigeres Voltmeter, wenn es an
dieser Referenz kalibriert wurde im genannten Bereich eine genaue
Messung erlaubt.
Ist eine lösung in dieser Art denkbar oder führt kein Weg an einem
teuren Messgerät vorbei?
Grüsse
Martin
Martin schrieb:> Messbereich von etwa 4000-4300mV mit einer Genauigkeit von etwa +/-2mV> vor.
Auf 0,05% genau? Ich kann mir irgendwie nur schlecht vorstellen, dass
die überall in mobilen Geräten verbauten LiPo-Lader tatsächlich derartig
genaue Referenzen enthalten sollen.
@topic..
mal im erst, wofür brauchst du das als hobbybasteler ? fertigen,
integrierten ladecontroller + externen FET => fertig.
wenn man sowas professionell macht gibt man mal eben 20k für ein
messgeärt mit entsprechender genauigkeit aus..
Martin schrieb:> Verrechnet! 2mV von 300mV sind keine 0,05%.
Das nicht, aber von den zu messenden 4200mV die untere Messgrenze 4000mV
so abziehen, dass die Differenz auf 2mV genau ist, das schon.
A. K. schrieb:> Das nicht, aber von den zu messenden 4200mV die untere Messgrenze 4000mV> so abziehen, dass die Differenz auf 2mV genau ist, das schon.
Verstehe ich nicht. Du hast eine Referenzspannung z.B. die oben
genannten 4.096V dann ein Differenzverstärker.
Nehmen wir an, diese 4096mV Referenz ist auf 1% genau. Dann liegt sie
real im Bereich 4055-4137mV. Die Differenz zu einer echten LiPo-Spannung
von 4200mV liegt also nach der Subtraktion im Bereich 63-145mV.
Die Genauigkeit wird meiner Meinung nach im Modellbau sehr überschätzt.
Da wird oft über Zellendrift von 2 oder 5mV diskutiert. Ich bezweifte
dabei, dass die Leute ein Messgerät haben welches die Genauigkeit
liefert bzw. kalibriert ist. Sie werden auch nur ein 0815 Baumarkt
Messgerät haben. Es mag mal einen dazwischen geben, den ein besseres
Messgerät hat ok.
A. K. schrieb:> Nehmen wir an, diese 4096mV Referenz ist auf 1% genau
Da könnte man aber eine bessere Referenz nehemen z.B. mit 0,1%. Wird
natürlich teurer.
Fortsetzung: Eine Endgenauigkeit von 2mV ist bei diesem Schema nur zu
erreichen, wenn die Summe der absoluten Fehler von Referenz,
Subtrahierer und Messgerät diese 2mV nicht überschreiten. Das wäre also
eine auf 0.5mV genaue Referenz, ein auf 1mV genaues Messgerät und auf
0.5mV genauer Subtrahierer.
A. K. schrieb:> Fortsetzung: Eine Endgenauigkeit von 2mV ist bei diesem Schema nur zu> erreichen, wenn die Summe der absoluten Fehler von Referenz,> Subtrahierer und Messgerät diese 2mV nicht überschreiten. Das wäre also> eine auf 0.5mV genaue Referenz, ein auf 1mV genaues Messgerät und auf> 0.5mV genauer Subtrahierer.
Das es nicht einfach ist ist klar. Und narmalerweise wird solch eine
Genauigkeit auch nicht benötigt auch wenn die käuflich zu erwerbenden
Ladegeräte die mV mit anzeigen.
Der oben beschriebene LT6656BCS6-4.096 hat doch +-0.05% = +-2mV.
Wenn man dann relativ misst, dann kann man die 4300mV doch mit jedem 10€
Multimeter messen.
anderer Martin schrieb:> Und für Spannungteiler natürlich auch Widerstände mit 0,1%.
Das ist anscheinend das kleinste Problem. Solche Widerstände kosten
bei Reichelt gerade mal 19ct. Wenn man mit drei solchen Widerständen
einen 1:3 Teiler baut, dürfte die Genauigkeit noch besser sein.
Dann noch einen 7106er Chip im 2V-Messbereich dahinter und dann braucht
man nur noch leihweise ein 6 1/2 stelliges Voltmeter zum Kalibrieren.
Damit ist man dann garnicht mehr so weit weg von der Forderung des TEs.
Ich halte diese Forderung allerdings für etwas überzogen. Ab etwa 60EUR
bekommt man Multimeter mit einem Fehler von ca. 0,5%. Das sollte
zum Messen von Li-Akkus ausreichen.
Gruss
Harald
fasbinder schrieb:> Der oben beschriebene LT6656BCS6-4.096 hat doch +-0.05% = +-2mV.> Wenn man dann relativ misst, dann kann man die 4300mV doch mit jedem 10€> Multimeter messen.
Dann müssten aber sowohl der Subtrahierer also auch das Messgerät
vollkommen fehlerfrei sein. Beides ist gleichermassen unwahrscheinlich.
Harald Wilhelms schrieb:> bei Reichelt gerade mal 19ct. Wenn man mit drei solchen Widerständen> einen 1:3 Teiler baut, dürfte die Genauigkeit noch besser sein.
Nur wenn man das Glück hat, dass diese Widerstände alle den gleichen
Fehler haben, zumindest der Richtung nach. Andernfalls können dabei auch
0.2% rauskommen.
A. K. schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>>> bei Reichelt gerade mal 19ct. Wenn man mit drei solchen Widerständen>> einen 1:3 Teiler baut, dürfte die Genauigkeit noch besser sein.>> Nur wenn man das Glück hat, dass diese Widerstände alle den gleichen> Fehler haben. Andernfalls können dabei auch 0.2% rauskommen.
Das sich der Fehler sogar noch vergrössert, dürfte bei Widerständen,
die man gleichzeitig kauft schon recht unwahrscheinlich sein.
Ausserdem muss das ganze Messgerät ja sowieso kalibriert werden.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> dürfte bei Widerständen,> die man gleichzeitig kauft schon recht unwahrscheinlich sein
Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder was? Ich habe diese Widerständee
gleichzeitig gekauft und vermessen und kann Dir sagen: Du hoffst
vergebens.
Danke schonmal an alle für die Gedanken.
@fasbinder gute Idee mit der Referenz + 200mV Mesbereich
Mir ist klar das die Zellen nicht so genau geladen werden müssen, bei
der Entwicklung und Modifikation der Ladeschaltung ist es meiner Meinung
nach aber notwendig, oder auf jedenfall praktisch.
Vielleicht reduziere ich meine Frage so:
Wird ein günstiges Voltmeter für genannte Anwendung sehr präzise wenn
man es kürzlich und etwa bei gleicher Temperatur an genannter Referenz
(4096mV +/- 0.1%) kalibriert?
Mein Bauch sagt mir ja, was sagen eure Bäuche;)
Grüsse
Martin
>Dann müssten aber sowohl der Subtrahierer also auch das Messgerät>vollkommen fehlerfrei sein. Beides ist gleichermassen unwahrscheinlich.
Nein. Kein Subtrahierer. Einfach das Multimeter im 200mV Messbereich
anstatt an Masse an die 4.096 hängen. Ein 200mV Multimeter mit +- 2mV
liegt in jeder Schublade.
Gut - wenn der Gesamtfehler wirklich 2mV sein soll, dann braucht man ne
1mV Ref und ein 1mV Multimeter im 200mV Bereich.