Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LifePo4 Akku für tragbaren Verstärker


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von fritz s. (frizzzer)


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Ich will für einen tragbaren Verstärker LifePo4 Akkus (um die 12 Volt 
bei 2 Ah) verwenden. Dazu soll noch ein selbst gebautes Ladegerät. Ich 
habe von LifePo Akkus gehört die seien robuster als Lion oder Lipo. Der 
Akku hat ja 3,3 Volt und braucht eine Ladespannung von 3,65 Volt und 
kann mit bis zu 4 C geladen werden. Jetzt wollte ich fragen, wie das 
Ladegerät genauer aussehen sollte oder ob jemand vielleciht von einem 
Baukasten weiß. Muss man da etwas beachten so wie beim LiIon (sobald der 
Ladestrom auf 10 prozent ist abschalten)?

Ich habe leider nicht besonders viel Ahnung, aber ich denke ihr könnt 
mir helfen.

: Verschoben durch Admin
von crazy horse (Gast)


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Ich hab in meinem Motorrad seit 1 Jahr einen LiFePo drin als 
Starterbatterie.
Ohne jeden Lade/Balancer-Schnickschnack. Liegt einfach direkt an der 
Lima. Die liefert ab 2000/min 14,2V.
Vorige Woche habe ich die mal wieder ausgebaut, um sie an einem Balancer 
zu laden. Es waren fast identische Zellenspannungen/Kapazitäten der 
einzelnen Zellen, einfach super die Dinger.
Starterstrom beträgt ca. 120A, und das bei einer Akkukapazität von 4,6Ah 
(4S2P-Pack).
Mach dir nicht zuviele Sorgen :-)

von fritz s. (frizzzer)


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Also brauch ich nur einen Amperebegrenzer und kann die dann auch einfach 
so überladen?

von fritz s. (frizzzer)


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wenn ich jetzt zum beispiel eine 4Ah LifePo mit 16 A (4C) kann ich die 
dann wie eine Nimh laden, also ohne abzuschalten (auch wenn sie voll ist 
weiter strom drauf geben?

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> wenn ich jetzt zum beispiel eine 4Ah LifePo mit 16 A (4C) kann ich die
> dann wie eine Nimh laden, also ohne abzuschalten (auch wenn sie voll ist
> weiter strom drauf geben?

Nein, bloß nicht, sonst ... BOOOOM! In dem von crazy horse beschriebene 
Fall bleibt die Spannung ja unter der Ladeschlussspannung, das heißt, 
dass die Akkus nicht überladen werden. Du musst unbedingt eine 
Spannungsbegrenzung einbauen! Nennt sich auch CCCV-Lader. Es sind also 
mindestens 3 Komparatoren, ein Leistungswiderstand und ein bisschen 
Kleinkram nötig. Ist aber nicht sonderlich schwierig. Nimm einfach 2 
LM358, einen 1 Ohm / 17 Watt Widerstand, etwas Kleinkram und ein 
bisschen Grips - zur Not kann ich dir auch eine Schaltung geben.


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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Ich hab mir schon gedacht, dass das nicht geht. Ich glaub Grips fehlt 
noch n bisschen. Ich hab nur n Vater, der davon mehr Ahnung hat, aber 
halt nicht genau vom LifePo.

Um vielleicht nochmal zu erläutern, worum es eigentlich geht: tragbarer 
Verstärker mit Akku und Ladegerät eingebaut (von selber laden). 
Stromversorgung: altes Laptopladegerät mit 19 Volt und 4 Ampere, also 
Schaltnetzteil (ich denk das spielt keine Rolle).

Dann wollte ich mir mal Testweise irgentwelche holen. Hab einen gefunden 
der die irgentwie neu aber ohne Funktionsnachweis verkauft (übernimmt 
aber garantie). Angeblich haben die 3,8 Ah, sind so mono Zellen. Davon 
dann halt 4 Stück -> 3,3 x 4 =13,2 Volt. Geladen sollte ja dann mit 3,65 
x 4 = 14,6 Volt. Dafür reichen ja 19 Volt aus :D. Durch den 
Spannungsregler gehen dann 4,4 Volt "verloren". 4,4V x 4A= 17,6 Watt 
wärme ist vielleicht ein bisschen viel. Kann ja auch 5 nehmen 3,65 x 5= 
18,25 (wird vielleicht ein bisschen knapp) wegen 0,7 Volt 
Verlustspannung vom LM358

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> Ich glaub Grips fehlt
> noch n bisschen.

Na ok, dann will ich Dir mal ein bisschen auf die Sprünge helfen:

1. Die Verlustleistung: Du brauchst einen Step-Down-Wandler. Der 
verheizt nicht die ganze Leistung. Allerdings wird die Regelung dann 
etwas komplizierter.

2. Der Spannungsverlust vom LM358: Das ist sowieso egal, da Du nicht 
direkt über den LM358 laden kannst. 50mA Ladestrom sind vielleicht "ein 
Bisschen" wenig. Du brauchst noch einen Transistor, der den Strom 
schalten kann. Z.B. einen 2SA1302. Dann kannst Du bis zu 15A schalten...

3. Balancing: Das ist ganz wichtig. Sonst könnte eine deiner Zellen 
bereits 5V haben und die anderen drei bloß 2,7V... Kaputt sind sie dann 
allemal, aber dein Ladegerät denkt, alles wäre in Ordnung. Der Balancer 
ist dazu da, alle Zellen auf der selben Spannung zu halten.


Im Anhang ist ein Schaltplan für einen funktionierenden Lader. Die 4 
Kondensatoren sollen deine Akkus darstellen. Anstatt der 4 LT1001 nimmst 
Du 2 LM358 (2 OPVs pro Chip) oder 1 LM324 (4 OPVs pro Chip). Q1 (NPN) 
könnte ein BC337 sein, Q2 (PNP) ein 2SA1302. R8 (2Ohm) sollte ein 
17W-Widerstand sein, damit er mit der Verlustleistung klarkommt. R11 und 
R12 stellen die Ladeschlussspannung ein. Ersetze sie durch ein 
Potentiometer (einstellbarer Widerstand)! Mit dem Poti kannst Du dann 
die Ladeschlussspannung bequem einstellen. Am besten klebst Du das Poti 
nach dem Einstellen mit Sekundenkleber fest, dann kann es sich nicht 
mehr verstellen. Außerdem darf sich die Versorgungsspannung nicht 
verändern! Deshalb solltest Du immer das selbe Netzteil verwenden. Die 
Ladeschlussspannung ist nämlich abhängig von der Versorgungsspannung! Am 
besten hängst Du zum Testen erstmal 4 100µF-Kondensatoren anstatt den 
Akkus dran. Dann riskierst Du nicht gleich das Leben der Akkus. Außerdem 
solltest Du die Akkus nur bis 14V laden.

Sorry, dass der Schaltplan so unübersichtlich geworden ist.


Gruß
Jonathan

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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Ok, einen hab ich noch: eine zusätzliche Diode verhindert jetzt komische 
Zustände, wenn das Netzteil abgeklemmt ist. Dafür lutscht Dir die 
Schaltung fröhlich die Akkus leer... Sollte also nur mit angestecktem 
Netzteil länger gelagert werden. Oder Du entnimmst die Akkus...


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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Vielen Dank erstmal für die Schaltung!

Ich habe sie so weit nachvollziehen können. Ich denke ein 
Festspannungsregler am Anfang ist noch nötig, weil ich mir nicht sicher 
bin, ob das LAdegerät eine konstante Spannung abgibt. Ich habe noch ein 
Bild angehängt, weil ich mir nicht sicher bin ob ich das alles richtig 
zugeordnet habe. Ist das also richtig dass der Minuspol jeder Zelle mit 
den -Inputs von den OPVs verbunden ist und der Output über einen 470 Ohm 
Widerstand? Dadurch wird also Balanciert?

Meine nächste Frage wäre mit wie viel Ampere geladen wir? Also ob die 
Amperezahl nochmal geregelt wir oder sich aus U*R=I ergibt?

Um das Selbstentladen der Akkus durch die Schaltung zu verhindern wäre 
doch ein 4poliger An/Aus Schalter am besten. Dadurch kann kein Strom vom 
Akku zurücklaufen.

von Matze (Gast)


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@crazy horse
Den gleichen Beitrag hätte ich auch schreiben können ;) 4s2p in einer 
Yamaha R6. Das 600g Akkupack startet sogar eine 1000er. Nie Probleme 
gehabt damit. Und das ohne jegliche Elektronik.

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> Vielen Dank erstmal für die Schaltung!

;)


fritz stierhof schrieb:
> Ich denke ein
> Festspannungsregler am Anfang ist noch nötig, weil ich mir nicht sicher
> bin, ob das LAdegerät eine konstante Spannung abgibt.

Dann hab' ich hier noch eine Version mit Referenzspannung für Dich ;)
Einfach eine 15V-Zenerdiode. Ein Festspannungsregler ist da nicht nötig.


fritz stierhof schrieb:
> Ist das also richtig dass der Minuspol jeder Zelle mit
> den -Inputs von den OPVs verbunden ist und der Output über einen 470 Ohm
> Widerstand? Dadurch wird also Balanciert?

Die 3 OPVs rechts machen das Balancing. Die vergleichen einfach die 
Spannung der Zellen mit ihrer Sollspannung. Die Sollspannung wird durch 
die 4 Widerstände R1 bis R4 gebildet.


fritz stierhof schrieb:
> Meine nächste Frage wäre mit wie viel Ampere geladen wir? Also ob die
> Amperezahl nochmal geregelt wir oder sich aus U*R=I ergibt?

Es gibt keine Regelung - der Strom wird einfach mit R8 eingestellt.


fritz stierhof schrieb:
> Um das Selbstentladen der Akkus durch die Schaltung zu verhindern wäre
> doch ein 4poliger An/Aus Schalter am besten. Dadurch kann kein Strom vom
> Akku zurücklaufen.

Mach das so.


Noch ein paar Hinweise:

R1 bis R4 sollten eine kleine Toleranz (<1%) haben. R11 und R12 sollten 
durch ein (Trimm-) Potentiometer ersetzt werden (der Wert ist ziemlich 
egal, es sollte nur >10kOhm haben). Damit kannst Du dann die 
Ladeschlussspannung einstellen. Klebe es nach dem Einstellen fest! 
Außerdem kann Dein OPV nicht genügend Strom liefern. Nimm einen LM324 
oder 2 LM358. Und Du solltest deine Akkus nur bis etwa 14V laden, dann 
werden sie etwa 3x so langsam kaputtgehen.


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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im forum steht der Ic wäre der gleiche wie der lm324. Ansonsten habe ich 
alles verstanden und werde es aufbauen :)

von fritz s. (frizzzer)


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R5 - R7 regeln ja die Amperezahl mit der nachgeladen wird wenn der Akku 
eine zu niedrige Spannung hat, aber über die 470 ohm können doch nur: 
3,3V/470=0,007=7mA. Ist das nicht zu wenig, um nachzuladen?

von fritz s. (frizzzer)


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braucht die D1 Diode noch eine speziellen Wert?

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> im forum steht der Ic wäre der gleiche wie der lm324. Ansonsten habe ich
> alles verstanden und werde es aufbauen :)

Tatsächlich, das wusste ich nicht. Also, Du kannst den doch nehmen.


fritz stierhof schrieb:
> R5 - R7 regeln ja die Amperezahl mit der nachgeladen wird wenn der Akku
> eine zu niedrige Spannung hat, aber über die 470 ohm können doch nur:
> 3,3V/470=0,007=7mA. Ist das nicht zu wenig, um nachzuladen?

Nein, darüber wird doch das Balancing gemacht. (Nach-)Geladen wird über 
R8 (2Ohm). Und dadurch, dass die OPVs als Komparator arbeiten, ergibt 
sich ein minimaler Strom von:

10V (Spannungsdifferenz, wenn alle Akkus voll sind und der obere OPV auf 
0V schaltet) : 470 Ohm = ca. 20mA

Und 20mA reichen für's Balancing locker aus.


fritz stierhof schrieb:
> braucht die D1 Diode noch eine speziellen Wert?

Nö, das kann eine stinknormale 1N4007 sein.

Aber für D2 solltest Du Dir mehrere 15V-Zenerdioden bestellen und 
schauen, welche am nächsten an 15V rankommt. Die Dinger haben eine 
RIESIGE Toleranz.


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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Den 2SA1302 gibts nur auf irgentwelchen seiten zu kaufen. Gibts dazu 
vielleich einen der das gleche macht? Also den ich auch benutzten kann?

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> Den 2SA1302 gibts nur auf irgentwelchen seiten zu kaufen. Gibts dazu
> vielleich einen der das gleche macht? Also den ich auch benutzten kann?

Klar, es gibt geschätzt 10.000 andere Transistor-Typen, die das auch 
schaffen. Rechnen wir doch mal den Strom aus:

(19V - 12V) / 2Ohm = 3,5A

Also würde es jeder PNP-Transistor schaffen, der 5A (noch etwas 
Sicherheitsabstand) aushält und bei 3,5A ca. 50-fache Stromverstärkung 
hat. Such Dir einen aus ;)

Den 2SA1302 gibt's übrigens beim Zimmermann (http://www.zeg-shop.de) in 
Darmstadt.


Gruß
Jonathan

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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Kessler hat den 2SA1302 übrigens auch.

von fritz s. (frizzzer)


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irgentwie wird r9 heiß wenn ich keinen verbraucher also die 
kondensatoren angeschlossen habe und ich weiß nicht ob ich es aus 
probieren soll die kondensatoren anzuschließen

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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R9? Das ist normal. Nimm einen für eine höhere Leistung (4W).


fritz stierhof schrieb:
> und ich weiß nicht ob ich es aus
> probieren soll die kondensatoren anzuschließen

Mach einfach. R9 wird schon nicht gleich abrauchen. Aber dein R2 ist 
doch hoffentlich für mehr als 10W, oder? Übrigens: ist der Akku (oder 
Kondensator) voll, wird nichts mehr heiß.


Gruß
Jonathan


P.S.: Ich hatte schon gedacht, Du meldest dich gar nicht mehr ;)

von fritz s. (frizzzer)


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ich hab den fehler gefunden. r9 hat geraucht xD
ich denke du meinst nicht r2 sondern r8 (2 ohm). Ja r2 ist ein 
konstantandraht. Ich habe goldcaps für die kondensatoren genommen 
(1F,5,5V). Leider messe ich an jedem verschiedene Spannungen :S 
(zwischen 2V und 3,6V). Ich denke ich kaufe mir erstmal die akkus und 
probiere es dann nochmal. Übringens ich habe den BD250C als den PNP 
Transistor genommen. Ich hoffe der passt xD.

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> ich denke du meinst nicht r2 sondern r8 (2 ohm).

Äh, ja ;)


fritz stierhof schrieb:
> Ich habe goldcaps für die kondensatoren genommen
> (1F,5,5V). Leider messe ich an jedem verschiedene Spannungen :S
> (zwischen 2V und 3,6V).

Nimm mal normale Kondensatoren. So um die 1000µF.


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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es fließen auch nur 6mA

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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Du meinst beim Balancer? Das ist OK. Du kannst aber die 3 
470-Ohm-Widerstände (R5, R6, R7) kleiner machen.


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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Die Akkus sind angekommen. Alle sind noch aufgeladen. Ich werde die 
Akkus in den kommenden Tagen mal entladen, um dann den Ladetest zu 
machen.

von fritz s. (frizzzer)


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Ich habe die Schaltung jetzt an die Akkus angeschlossen. Scheint so weit 
zu funktionieren, nur fließen nur 0,5 A und jeder einzelne Akku hat 
3,25V
Als Gesamtladespannung habe ich 14,11 V eingestellt.

Liegt der niedrige Ladestrom am falschen Transistor oder einfach an der 
Gesamtladespannung?

von fritz s. (frizzzer)


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Die Voltzahl der Akkus beträgt bei allen 3,34V - 3,36V nach 3 stunden 
laden. Es fließen aber immernoch 0,5 A. Die Voltzahl steigt auch nicht 
mehr weiter

von MaWin (Gast)


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> Die Voltzahl steigt auch nicht mehr weiter

Sie muss. Irgendwohin muss die Leistung ja.

>  Scheint so weit zu funktionieren, nur fließen nur 0,5 A

Eventuell ist das ein Zeichen eines Problems:

U4 besitzt keine Hysterese, aber die nachfolgenden Transistoren bringen 
eine Verstärkung, evnetuall schwingt die Schaltung.

Ein Widerstand von Ausgang von U4 zum + Eingang von U4 könnte helfen, so 
470kOhm.

von fritz s. (frizzzer)


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dann so in etwa?

von fritz s. (frizzzer)


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wenn ich das so schalte, dann fließt nichts mehr

von MaWin (Gast)


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> wenn ich das so schalte, dann fließt nichts mehr

Es solten ja auch 470k Ohm und nicht 470 Ohm sein.

von fritz s. (frizzzer)


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mit 470 k Ohm ist es unverändert
ich denke es liegt einfach an der Ladespannung?

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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Miss doch mal die Spannung an der Basis von Q1 und Q2.

von fritz s. (frizzzer)


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q1 0,2V und q2 0,68V. is doch eig bei q1 zu wenig oder?

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> q1 0,2V und q2 0,68V. is doch eig bei q1 zu wenig oder?

Hast Du auch wirklich gegen GND gemessen? Deine Werte können nämlich 
eigentlich nicht sein. Vielleicht hast Du einen Fehler in deinem Aufbau. 
Ist die Diode richtig drin? R14? R14 könntest Du auf 1k vergrößern.


Gruß
Jonathan

von fritz s. (frizzzer)


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also von q1 (NPN) zu GND 0,47 V und zu + 17,30 V
q2 (PNP)zu GND 15,6 und zu + 0,67V Ich dachte weil ja basis beim einen 
positiv ist und beim anderen negativ müsste man beim einen GND und beim 
anderen + nehmen

von Martin (Gast)


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Hallo Fritz,

mit grossem Interesse habe ich dieses Thema verfolgt. Ich verbessere 
seit mehreren Jahren ein ähnliches Konzept. Ich wünsche Dir für dein 
Projekt alles gute.
Falls Du einmal eine fertige Schaltung suchst, meine besteht aus einer 
Ladeschaltung für 6 LiPo Zellen die einzeln überwacht werden. Ausserdem 
ist ein kräftiger Digitalverstärker der echte 35W an einem 4Ohm 
Lautsprecher leistet integriert. Die Schaltung wird in industriqualität 
gefertigt und ist mittlerweile hundertfach erfolgreich im Einsatz. Wenn 
Du interesse hast melde Dich doch einfach.

Freundliche Grüsse


Martin

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz stierhof schrieb:
> also von q1 (NPN) zu GND 0,47 V und zu + 17,30 V
> q2 (PNP)zu GND 15,6 und zu + 0,67V Ich dachte weil ja basis beim einen
> positiv ist und beim anderen negativ müsste man beim einen GND und beim
> anderen + nehmen

OK, das klingt plausibler :)
Spannungen misst man eigentlich immer gegen GND. Deshalb habe ich mich 
auch so gewundert. Wenn man nicht gegen GND misst, sollte man das schon 
sagen ;)

Jetzt zu deinem Problem: Die Spannung an der Basis von Q1 ist in 
Ordnung. Die an Q2 ist so lala. Mögliche Ursache: Ist R10 richtig 
eingebaut?

Miss doch mal die Spannungen vor und hinter R9. Natürlich gegen GND ;)


Gruß
Jonathan

von fritz (Gast)


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kann der größte fehler nicht gewesen sein, dass ich für q2 den BD250C 
genommen habe (habe einfach irgenteinen genommen)? Ich weiß leider nicht 
woher ich den anderen her bekommen soll, bzw was die äquivalenz typen 
sind

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz schrieb:
> kann der größte fehler nicht gewesen sein, dass ich für q2 den BD250C
> genommen habe (habe einfach irgenteinen genommen)? Ich weiß leider nicht
> woher ich den anderen her bekommen soll, bzw was die äquivalenz typen
> sind

Das ist völlig Wurscht. Aber ich bräuchte wirklich mal die Spannungen 
vor und hinter R9, dann könnte ich eine Fehlerquelle schon mal 
ausschließen.


Gruß
Jonathan

von fritz (Gast)


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zu Martin

lässt sich die schaltung denn für 4 Lifepos ändern?

von Martin (Gast)


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Hallo Fritz,

nicht wirklich sorry.
Hast Du die Lifepos schon gekauft? Ich weiss nicht was Du Leistungs- & 
Lautstärkemässig anvisierst, aber mit 12V bist Du ziemlich begrenzt (an 
4/8 Ohm). Vor allem im Outdoorbereich, bei einer kompakten Box mit 
normalerweise nicht allzu üppigem Wirkungsgrad...

Grüsse

Martin

von fritz (Gast)


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ich hab noch 6 von denen. Das Problem war, dass die gerbaucht waren, 
weil 4 oder 6 Lifepos neu sind ja schon sehr teuer. ich hab jetzt 10 
stück in Monozellenformat mit ungefähr mit 2,2 bis 3,1 Ah und 4 von 
denen haben 2,9 - 3,1 Ah. Das passt eben besser.

Aber bei 13V / 4 Ohm = 3,25 A und 3,25 * 13 = 42W und das ist eigentlich 
sehr viel. Natürlich die Verlustleistung usw, aber wenn ich schon auf 20 
komme müsste das reichen

von fritz (Gast)


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jetzt fließen irgentwie 2,3 A. Ich weiß leider nicht warum, die Diode 
wird aber extrem heiß ich dachte ich hätte sie vielleicht falsch 
eingebaut, aber ich ich sie anderherum einsetzte passiert das gleiche :S

von fritz (Gast)


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ohne die diode sind es wieder 0,5 A

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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fritz schrieb:
> jetzt fließen irgentwie 2,3 A. Ich weiß leider nicht warum, die Diode
> wird aber extrem heiß ich dachte ich hätte sie vielleicht falsch
> eingebaut, aber ich ich sie anderherum einsetzte passiert das gleiche :S

fritz schrieb:
> ohne die diode sind es wieder 0,5 A

Dann ist deine Diode kaputt. Nimm eine neue.

Lass' das Teil doch mal ein paar Stunden laufen. Währenddessen solltest 
Du immer mal auf die Akkuspannung schauen, damit sie nicht zu hoch wird. 
Wenn der Strom mit der Zeit weniger wird und die Akkuspannung nicht zu 
hoch wird, sollte das Ladegerät funktionieren. Außerdem müsstest Du mir 
wirklich mal die Spannungen vor und hinter R9 sagen ;)


Gruß
Jonathan

von fritz (Gast)


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vor r9 9,28 Volt
hinter r9 13,33 Volt

beim laden liegt zur Zeit eine Spannung von 12,5 Volt an.

wenn ich den 2ohm widerstand kleiner mache dann fließt mehr strom, ist 
klar, warum kann ich den Widerstand nicht kleiner machen, damit mehr 
Ampere fließen?

von fritz (Gast)


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wenn die akkus so gut wie voll sind (Ladespannung der Akkus auf 13,7 
gestiegen ist, nach 3 Stunden)

vor r9 15,71 V
hinter r9 15,72 V

ich benutze zur zeit ein anderes netztteil. die angeschlossene Spannung 
liegt bei 15,88 V (ich weiß es sollte eigentlich 19V sein) Das Netzteil 
geht runter (von 17,5V auf 15,88V), bei einer Stromstärke von 0.9 A 
(damit laden die Akkus)

von Jonathan S. (joni-st) Benutzerseite


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Aus deinen beiden Beiträgen schließe ich mal, dass es funktioniert. 
Falls trotzdem nennenswert Strom fließt, obwohl die Spannungen vor und 
hinter R9 (fast) gleich sind, würde ich sagen, (PNP-)Transistor oder 
Diode sind futsch. Außerdem würde ich den Ladestrom kleiner machen, wenn 
dein Netzteil wirklich so in die Knie geht.


Gruß
Jonathan

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