Hallo Forum! Zum Einstieg in die µC-Programmierung habe ich mir ein Projekt ausgedacht! Ich möchte eine µC-gesteuerte Uhr produzieren die eine 5-Minuten-Auflösung besitzt und die Uhrzeit durch Aufleuchten von LEDs+Plexiglas-Feldern anzeigt. Insgesamt gibt es die Felder “Fünf”, “Zehn”, “Viertel” sowie “nach”, “vor” und “1”…”12”, d.h. eine ganze Menge LEDs. Ein Feld sollte ungefähr so aussehen, nur feiner aufgelöst und mit durchsichtigem Plastikverdeck davor: http://www.pearl.de/images/large/nc6473_2_3.jpg Da ich noch so gut wie keine Erfahrungen mit µC habe fällt mir die Auswahl eines geeigneten µCs sowie weiterer Bauteile (Platine für µC und LED, Anschluss der Stromversorgung, evtl. zus. Treiberbausteine) sehr schwer. Was würdet ihr wählen? - reicht ein 4-Bit Atmel Ding? - Ich dachte an rote LEDs, da die mMn am energieeffizientesten sind bezogen auf die Leuchtleistung - Welche Platine eignet sich für die Anordnung vieler LEDs? (Uhr-Größe sollte ca. 30x30 cm sein) - Ist eine längere Stromversorgung ohne permanente Netzanbindung, z.B. mit Batterien, möglich ? Ich hoffe auf viele Anregungen und konkrete Tipps! MfG
uC: am besten fängst du mit den PIC18 an oder mit einfachen Atmels, beide kannst du in C programmieren. C ist geeignet um schnell erfolge erziehlen zu können - später, wenn du willst kannst du immer noch assembler lernen (ist schneller aber nicht mehr so komfortabel). PICs sind im englischen sprechenden teil der welt etwas besser vertreten (auch im internet), hier in diesem forum aber die Atmels. du kannst dich entscheiden wie du willst.* ansteuerung: siehe bei den artikeln (links) mal unter "porterweiterung" platine: da konnte ich dir nicht ganz folgen: grundsätzlich kannst du eine einfache lochrasterplatine nehmen - oder wenn du die nötigen fähigkeiten und möglichkeiten hast, auch eine platine selber ätzen. LEDs & Batterie: kommt halt darauf an, wie hell sie sein müssen, resp. wie gross die batterie sein darf oder wie lange sie leuchten müssen... ich kann das wegen diesen fakten nicht beurteilen. * für PICs siehe: www.fernando-heitor.de www.pic-projekte.de www.sprut.de (super um die archidetktur kennen zu lernen, allerdings codebeispiele fast nur in assembler) * Atmel: siehe dieses forum und die entsprechenenden aktikel
Jan B. schrieb: > Da ich noch so gut wie keine Erfahrungen mit µC habe Dann ist dein Projekt erst mal eine kleine Nummer zu groß. Fang mit den Tutorien an und arbeite dich da durch AVR-Tutorial AVR-GCC-Tutorial Dein Projekt kann jeder µC der letzten 40 Jahre stemmen. So gesehen ist es ziemlich egal, welchen du nimmst. Hier im Forum sind eben AVR die µC der Wahl.
> Zum Einstieg in die µC-Programmierung habe ich mir ein > Projekt ausgedacht! Wow, da mußt du aber viel drauf haben, daß du das folgende von dir aufgeführte stemmen kannst > - reicht ein 4-Bit Atmel Ding? was sollen das denn sein? Ich kenne keinen Atmel, welcher "4 Bit Verarbeitung" hat. Die fangen erst bei 8 Bit an. Von der reinen Rechenleistung ist es trivial. Du wirst aber eventuell mit den ganz kleinen uC mit 2 KB und ohne Assemblerprogrammierung PLatzprobleme im Speicher bekommen. > - Ich dachte an rote LEDs, da die mMn am energieeffizientesten sind bezogen auf die Leuchtleistung ok > - Welche Platine eignet sich für die Anordnung vieler LEDs? (Uhr-Größe sollte ca. 30x30 cm sein) Holz, Pertinax, Glasfaser, Stahl ... > - Ist eine längere Stromversorgung ohne permanente Netzanbindung, z.B. mit Batterien, möglich ? mußt du halt mal ausrechnen: Überschlägig, Spannungen und Ströme wilkürlich angenommen bzw. angepasst) Eine einzelne low-current LED braucht ca. 2 mA (rot: bei ca. 2 V). macht also ca. 2 mW. Wenn die 1 Stunde lang leuchtet, also 2 mWh Eine Alkali-Mangan-Monozelle liefert maximal 20.000 mAh bei 1.5V, also ca. 30.000 mWh. Wenn du nun jedes deiner "Worte" mit 1-3 LED betreiben möchtest, kommst du auf ca. 20 LED. Damit würde die Mono-Zelle 30.000 20 2 = 750 Stunden (ca. 1 Monat) deine LED antreiben, wenn alle gleichzeitig leuchten würden. angenommen, es sind nur immer 20% deiner LED gleichzeitig durchschnittlich an, könnte theoretisch die Batterie maximal 5 Monate "reichen"
Warum baust du nicht die Word-Clock ? http://www.mikrocontroller.net/topic/156661 http://www.mikrocontroller.net/articles/Word_Clock_Variante_2
...Hi JanB, bastel eine LED an einen pin deines Prozessors. Wenn du die LED im Sekundentakt zum blinken bekommen hast, bist du schon sehr weit :-) Darin ist enthalten: Einarbeitung und Installation der Progarmmierumgebung Richtige Wahl des Programmers Richtiges Anschließen deines Controllers Richtige verbindung zum Rechner Richtige Einstellungen im Compiler und System Verständnis für die IO Pins des Controllers Verständnis für die "Verarbeitungszeit" des Teils Verständnis für Vorwiderstandsberechnung und LED an Pin des uc. ggf. Stromversorgung und Glättung Also, wenn das alles passt, ist die LED frühestens am blinken. Das wäre dein erster Schritt. JJ
Hallo an alle, danke für eure tollen Beiträge! :) Ich folge zunächst JJ's und Karl Heinz Bucheggers Anweisung. Meine Wahl fällt also auf Atmel. Vielen Dank, melde mich, wenn's klemmt (was sicher ist ;) ) Gruß Jan
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